Keine Panik trotz Titanic (Bowle)

November 19, 2014

Es ist wieder etwas mehr Zeit vergangen, so das ich mir das Label “Wochenrückblick” eigentlich sparen kann… aber wieso und was und wie?

10.11.14 : “Nur für den Kick, für den Augenblick?” Nein, keine Ahnung, warum ich mich wieder zu einem Wochenstart um 4 Uhr morgens überreden ließ. Vielleicht wollte ich den Grad der Gutmütigkeit für diese Woche steigern. Und was für eine Woche es werden sollte. Und ja, einen gefühlten 13-Stunden-Arbeitstag kehrte ich abends heim, wollte eigentlich nur was essen und kurz den Eintrag fürs Muikjournal fertigstellen, geriet dann doch wieder in Leselaune und arbeitete mich abermals ein gutes Stück durch “Persepolis”.

11.11.14 : Sehr zu meiner Freude konnte ich am Dienstag wieder ausschlafen, bewältigte den Tag routiniert und ließ am Abend dann die Seele baumeln, wenn auch ein paar Dinge geplant werden wollten.

12.11.14 : Planung war auch ein Stichwort für den Großteil des Mittwochs. Ausnahme bildete da nur mein Essen, für welches ich tatsächlich erst nach 20 Uhr die Gelassenheit fand. Zuvor war ich mit meinen Vorstellungen für die Rotation beim Treffen der Musikredaktion eher nicht so erfolgreich. Na ja, so verschoben sich dann eben ein paar Titel in die “eigene Abteilung”. Im Hackspace erzählte ich irgendwie viel, sah bei der Bastelei an einem Schrank zu und blieb bis zum Ende.

13.11.14 : Am Donnerstag war meine Spontanität gefragt, denn ein Termin für 11 Uhr verschob sich dann mal eben auf den Nachmittag. Bei LOHRO fand ich indessen mit großer Freude die Antwort auf eine Musikanfrage, die mich ganz schön aus dem Häuschen geraten ließ, und dann noch mehr Aufgaben für die Sendungsvorbereitung als erwartet sowie einen ruhigen Platz in der Küche. Das Mittag von P. wurde abgesagt. Ich probierte die Blaubeer-Milch einer großen Marke, die mit “limitiert” meine Aufmerksamkeit fand. Fazit: nicht so dolle. Der verschobene Termin kostete mich dann auch noch mehr Zeit als ich wollte und schon war ich wieder in Eile. Die Studiogäste waren verfrüht da und brauchten ein wenig Technik-Support. Icloud wollte die Notizen nicht so schnell synchronisieren, wie ich das gern gehabt hätte. Und und und…
Da bemerkte ich erstmals die Vorteile einer Morgensendung: weniger Gewusel weil früh :P
Im Laufe des Nachmittags klärte sich dann die Abendgestaltung. Und ja, gewissermaßen ließ mich das schon wieder ein wenig hetzen, weil ich noch fürs Abendessen sorgen musste.
Erst als ich abends im MAU-Club die Darbietung der Sailing Conductors genießen konnte, kam ich gewissermaßen zur Ruhe.

14.11.14 : Schon mal für 14 Leute gekocht? Ich seit diesem Freitag schon. Aber zuvor schleppte ich erst mal Zeugs beim Einkauf in zwei Netto-Läden. Ich war mit den zwei Töpfen Chili eigentlich zufrieden, wobei die vegetarische Variante etwas traurig und einen Tick zu scharf wirkte. (Ein Hoch auf Streukäse.) Und auch die Geheimzutat wurde nicht erschmeckt. (Gruß an G..) Am Nachmittag wuselte ich noch etwas im LOHRO-Studio herum, bevor ich wieder in der Küche aktiv wurde. Projekt Teufelskuchen (der heißt so) – und das im Doppelpack. Im Nachhinein fand ich es gar nicht so wild, von der Sorte gleich zwei Bleche hintereinander zu backen.
Für den Abend stand eine bittersüße Zusammenkunft anlässlich M.’s Abschied auf dem Plan… wobei manche Dinge an dem Abend wohl alles andere als geplant waren. Aber hey, einmal Taylor Swift im Karaoke-Modus gibt es auch nicht alle Tage. Ebenso die Gelegenheit, in so einer Runde in den Geburtstag reinfeiern zu können.

15.11.14 : Ich sagte mir mehrfach “es könnte schlimmer sein”, als ich übermüdet an meinem Geburtstagswochenende aufstand und dank Kopfschmerzen so gar keine Lust verspürte, all die Aufgaben abzuarbeiten, die es noch zu erledigen galt. Einkaufstouren, Tomatenbutter anrühren, Transport, Aufbau…
Na ja, aber spätestens als die Gäste auf der Käpt’n Piet eintrafen, war all das vergessen. Der Abend wurde lecker, lustig und laut. Und so wie ich das vernahm, hatten die Leute auch ihren Spaß. Ach, und die Titanic-Bowle kam nicht nur erfreulich gut an, sondern hinterließ keine Reste. :)

ResteFix_nov1416.11.14 : Einmal mehr übermüdet ging es am Sonntag für mich überwiegend um den Abbau. Einen Teil lagerte ich in der LOHRO-Küche zwischen, wo es sich dann am Nachmittag noch ordentlich schlemmen ließ. Sogar für den Hackspace hatte ich noch Reste.

17.11.14 : Trotz Urlaub fühlte sich mein verlängertes Wochenende alles andere als entspannend an, als ich am Montag in den Alltag zurückkehrte. Und verplant war der Tag auch. Am Abend sah ich im LiWu den Film “Im Labyrinth des Schweigens”. Ich gab einer deutschen Produktion also wieder eine Chance. Der Film war etwas dröge, aber für ein bescheidenes Format und bei dem doch eher anstrengenden Thema gut ausbalanciert. Uneingeschränkt kann ich den Film nicht empfehlen, aber für interessierte Gemüter sollte damit gute drin sein. (7/10)
Im Anschluss wertete ich das Gesehene noch mit G. in der KTV aus, bevor mir zum Tagesabschluss noch ganz neue Geschmackswelten eröffnet wurden. Dafür opfere ich doch gern die eine oder andere Stunde Schlaf.

18.11.14 : Routine? Ja, nicht so ganz, aber ich bin auf dem Weg dahin. Als Vorbereitung auf den nächsten Kinoabend eilte ich zur Mittagspause kurz in die Innenstadt. Auch am Abend war Eile geboten, denn nach dem Training wollte ich noch zur Versammlung des Kulturnetzwerks in die Frieda 23. Und dort hatte I. sogar noch Essen zu bieten. Das war bei einer sonst ziemlich langwierigen Veranstaltung auch eine erfreuliche Abwechslung. Als dann irgendwann zur späten Stunde ein neuer Vorstand gewählt wurde, vermerkte ich allseitiges Aufatmen. Mit A. erzählte ich noch eine Weile und so kam ich nur eine Stunde später als gewollt nach Hause.

19.11.14 : Der Mittwoch war wieder vollgepackt mit Terminen. Zwei Praktikanten wollten betreut werden. Ich finalisierte noch ein paar Entwürfe für Radio-Dinge. Die Musikredaktion traf sich. Meine “Einbring-Quote” stieg wieder auf über 50%. Im Anschluss fand die erste Redaktionskonferenz unter dem neuen Redaktionsausschuss statt – und das wurde entsprechend wort- und meinungslastig. Schließlich landete ich wieder im Hackspace, wo ich noch ein paar Infos aus einem Workshop mitnehmen konnte.

Es verbleibt mit viel auf der ToDo-Liste
F.

Ansichtssache: 2014 MTV Europe Music Awards

November 11, 2014

Vorgestern feierte das Spektakel um junge Musikkultur in Glasgow seine 20. Aufführung und ich habe mir die Zeit genommen, das Hauptereignis davon zu verfolgen. Mittlerweile gehört ja zum Event neben dem “Roten Teppich” noch eine Schalte nach Amiland, wo abermals ein paar “gefeierte” Interpreten die Zuschauer einstimmen sollen. Und ja, bei Gelegenheit würde ich mir das vielleicht auch antun, nur war ich vom 2013-Zusammenschnitt schon nicht sonderlich angetan. Insofern… die Hauptveranstaltung:

Als Gastgeberin ließ sich Nicki Minaj verpflichten, was aus meiner Sicht eine gute Wahl ist, da sie durchaus zu Selbstironie fähig ist und hervorragend in diesen Zirkus passt. Bzw. besser als Selena Gomez oder Heidi Klum auf jeden Fall.
Dass die (Pop-)Rapperin ihre Kollegen Iggy Azalea, Drake, Eminem und Kanye West in der Kategorie “Best Hip Hop” schlug, ist auch kein Problem für mich. Es zeigt nur, wie verwischt die Kategorien eigentlich sind.

Apropos Kategorien – kommen wir mal zu den Klassikern:

  • Best Video ging an das überladene “Dark Horse” von Katy Perry (featuring Juicy J). Purer Pop also. Habe ich keine Beanstandung. Obwohl mir bei der Auswahl die eher bizarre Verfilmung von Sia’s “Chandelier” besser gefallen hätte.
  • Best Song wurde “Problem” von Ariana Grande (featuring Iggy Azalea). Hm, okay, bei der Zielgruppe und angesichts der Eingängigkeit verständlich, trotz diesem Antiklimax von Chorus. Stichwort Geflüster. Konkurrent “Happy” war dagegen wohl schon zu ausgedudelt.
  • Best Female darf sich aus EMA-Sicht 2014 nun Ariana Grande nennen. Hm, “wenigstens nicht Rihanna” war mein erster Gedanke. Und “wenigstens nicht Taylor Swift” war mein Zweiter. Aber das kommt dann bestimmt nächstes Jahr, wenn ihr neues Album “1989″ allseits gehört und promotet wurde.
  • Best Male bot unter den Nominierten 4 respektable Interpreten und einen “Ausreißer” – und ausgerechnet dieser gewann. Welch arme verirrte Seelen fanden denn, dass Justin Bieber in den vergangen 12 Monaten irgendwas geleistet hat? (Ich meine, die komische Single-Sammlung “Journals” sorgte doch mehr für Gähnen als für Hits.) Oder hat er vielleicht eine Abo-Karte auf diesen Preis, den er unfassbare 5 Mal in Folge gewinnen konnte? Also spätestens ab da ist mir das Preisgewitter ein Rätsel, wenn nicht sogar egal.

Aber einen muss ich noch draufsetzen…

  • Best World Stage Performance ist für eine Kategorie ja schon etwas kryptisch. Ich würde da an ein weltweit erfolgreiches Live-Musikprojekt denken - also Einzelperson oder Gruppe. Die Musikart ist da eher zweitrangig. Vielmehr soll wohl das Live-Erlebnis im Focus sein. Okay, ein Blick auf die Nominiertenliste zeigt ein entsprechend breites Spektrum. Aber dann der Totalausfall: das Voting gewonnen hat Enrique Iglesias. Ja, ausgerechnet der Enrique, dessen “Rhythm Divine”-Gesang-Mitschnitt für reichlich Spott im Netz sorgte. Ja, der Enrique, dessen letztes Album eher weniger Beachtung fand bzw. auch gern zerissen wurde (u.a. von mir). Und ja, es ist der Enrique, der sich mittlerweile gern eine Tonne an Produzenten und Feature-Gästen ranbestellt, um irgendwie etwas Relevanz zu ergattern. (Wenn ich richtig zynisch bin, würde ich meinen, dass es wohl noch mal ein letztes Hallo von ihm sein soll, bevor ihn MTV nicht mehr einlädt, weil er in einem halben Jahr 40 wird.)

Für eine europäische Preisverleihung gingen viele “Auszeichnungen” an Übersee, wobei das eigentlich kein Novum ist. Neu ist dagegen, dass MTV auch dem asiatischen Markt in den Arsch kriechen möchte. Oder wie sonst soll ich die Farce verstehen, wenn bei einer zusammengewürfelten Kategorie namens “Best Worldwide Act” eine Künstlerin gewinnt, von der die Zielgruppe eigentlich absolut nichts kennt? Bibi Zhou aus China ist immerhin berühmt für… äh, ja, was?… ihren Akzent?
Übrigens ist das seit Bestehen dieser Kategorie überwiegend der Fall, dass irgendwelche asiatischen “No-Names” (oder “schwer-auszusprechen-Names”) mal kurz auf der MTV-Bühne winken dürfen und dann meistens nicht mal ihr Können mit einem Auftritt unter Beweis stellen.

Ach ja, die Auftritte – im Schnellverfahren:

  • Ariana Grande – “Problem” / “Break Free” : für ihre Sparte gut
  • Kiesza – “Hideaway” : och, das kannte ich schon aus anderen Shows. Hätte sie nicht die neue Single wählen können? Na ja, aber dafür gut.
  • Royal Blood – “Figure It Out” : jawohl, endlich ein richtiges Highlight.
  • Charlie XCX – “Boom Clap” / “Break The Rules” : dem dämlichen Namen macht dieses dünne Stimmchen alle Ehre, aber die Songs sollte sie wohl besser anderen schreiben. “I Love It”… nicht!
  • U2 – “Every Breaking Wave” : welch Ironie, dass eine der größten Rockbands einen der kleinsten Auftritte hinlegt. Hier hätten sie doch ruhig noch mal ihre Apple-Show abliefern können.
  • Nicki Minaj – “Super Bass” / “Bed Of Lies” / “Anaconda” : großes (Trash-)Kino. Und ja, die Garderobe hielt.
  • Ed Sheeran – “Thinking Out Loud” : wenn der Minaj-Auftritt ein Blockbuster ist, bietet der Sheeran Arthaus als Kontrast – sehr schön.
  • Enrique Iglesias – “Freak” / “Bailando” : ich hoffe, er war nicht nüchtern für diesen Quark.
  • Alicia Keys – “We Are Here” : schlicht und großartig.
  • Slash, Myles Kennedy, The Conspirators and Simon Neil – “Crazy Train” : ja, ja, irgendwas mit Ozzy Osbourne war ja auch noch. Viel Pyro macht aber noch kein ordentliches Finale. Ich vermute, das waren Aushilfskünstler, weil die großen Namen für so ein Tribut keine Zeit oder Lust hatten.

Fazit: ach, es ging. Im Vergleich zu 2013 wurde jedoch aus meiner Sicht weniger Show geboten. Nächstes Jahr soll der Zirkus dann nach Mailand ziehen. Ich bin gespannt.

Es verbleibt als nicht mehr so großer EMA-Fan
F.

Logbuch : Auf der Suche nach Koriandergrün

November 9, 2014

Der November ist im Gange und für mich damit etwas zusätzlicher Aufwand an der Tagesordnung, weil ich gewissermaßen nebenbei eine Veranstaltung plane, wie ich es auf die Dimension bezogen nur selten tue. Ja, und sonst?

03.11.14 : Wochenstart um 4 Uhr. Wegen ehrenamtlicher Radio-Quasselei. Teilnahme an der Montagsrunde. Arbeitsalltag. Abendessen mit Infotainment. Dann musikbezogene Bloggerei und… aufkommende Leselaune. Mein Interesse galt der aktuellen She-Hulk-Serie, deren baldiges Ende vor Kurzem verkündet wurde. Und nun auf dem neusten Stand bin ich traurig darüber, weil die Serie sehr gut geschrieben ist. (Unabhängig davon wunderte ich mich über meine Durchhaltekraft angesichts eines so langen Tages.)

04.11.14 : Bis zum Abendessen sah mein Dienstag wieder ganz nach Routine aus – ich hätte ich haargenau den gleichen Text schreiben können wie in der Vorwoche. Tja, wenn da nicht dieser Poetry Slam im Peter-Weiss-Haus gewesen wäre, zum ich mich nach dem Abendessen noch aufmachen konnte. Die Beiträge waren aus meiner Sicht durchwachsen und die Gewinner des Abends überwiegend nicht meine erste Wahl. Und wie bei solchen Darbietungen fast Standard bei mir, fühlte ich mich animiert, ebenfalls in die Tasten zu hauen. Viel geschehen ist in dem Zusammenhang allerdings nicht… außer vielleicht der Vollendung eines Sprechgesang-16-Zeilen-Verses über Backwaren.
Zum Tagesabschluss ging es noch kurz für einen Spät-Einkauf bei REWE, wo ich vor dem Kuchenregal schwach wurde.

05.11.14 : Mein Tagesablauf für einen Mittwoch ist auch schon fast Routine. (Böses R-Wort.) Ich kam zur Ansicht, dass ein wöchentliches Treffen zu Web-Themen für einen Verein wie LOHRO eigentlich sehr sinnvoll ist, auch wenn “Führungskräfte” mit Abwesenheit glänzen. Und ich stellte fest, dass der Umgang mit E-Mails im Kontext von Verteiler-Adressen und suboptimalen Web-Interfaces für Anfänger mit Eingewöhnungsschwierigkeiten verbunden sein kann. Anbieterwechsel? Ja, das was mein erster Gedanke für einen Lösungsansatz.
Das Treffen der Musikredaktion begann ungewohnt selbstkritisch, hatte jedoch auch konstruktive Phasen. Und nicht zuletzt ging ich mit einer 50/50-Quote für meine Vorstellungen heraus.
Der Besuch im Hackspace schien auch keine schlechte Idee gewesen zu sein, obwohl ich mir manch zynische Kommentare nicht verkneifen konnte. Manche Steilvorlagen nutze ich zu gern.

06.11.14 : Oh, was habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Endlich sollten sich meine Fragen beantworten, wie denn wohl der neue Film von Christopher Nolan ist. (Ich war schon kurz davor, mir eine frühe Version des Drehbuchs zu suchen.)
Zuvor war ich nach der Arbeit noch bei LOHRO, um ein paar Songs einzupflegen und mir etwas Aufwand für die Vorbereitung der nächsten Sendung abzubauen. Nebenbei hörte ich D.’s erste “fachbezogene” Sendung, wenn man das so sagen kann, welche mich nicht gerade vom Hocker gerissen hat. Viel Spielraum nach oben also. Und dann ließ mich S. noch ein wenig ungeduldig werden, weil ich dann doch langsam zum Kino gehen wollte. Vor der Frieda 23 traf ich zufälligerweise auf C. und brauchte nicht allein hingehen. Der Kartenkauf gestaltete sich als schwierig und der Andrang war groß. Von dem Nervenkrieg wegen den o2-Gutscheinen bekam G. gar nichts mit, da er erst nach unserem BK-Kurzdinner zur Gruppe stieß.
Ja, der Film “Interstellar” ist schon ein Brocken. Nicht nur wegen der Länge, sondern auch wegen der Fülle an Inhalt und Figuren. Anspruchsvolle SciFi-Unterhaltung gibt es nicht mehr häufig im Kino. Und ich kann mir vorstellen, dass der zwischenmenschliche Anteil den Freunden von aktionsgeladenen Effektszenen etwas die Freude nehmen mag. Mir hat die Mischung sehr gefallen, wenn auch ich teilweise eine zügigere Gangart des Geschehens oder vielleicht einfach einen fluffigeren Soundtrack gehabt hätte. Ingesamt bin ich sehr zufrieden – bestimmt ein Film des Jahres. (8/10)

07.11.14 : Einen derart überlangen Film vor einem Früheinsatz im Radio zu schauen, ist nicht die beste Idee. Aber wo ein Wille ist,… Ich hatte schon bessere Tagesstarts. Und die Vorbereitungsphase verlief eher schleppend. Wie gut, dass die Lieder schon im System waren.
Die große Motivations-Talfahrt ereilte mich dann wie gewohnt am Nachmittag. Dem entgegenwirken tat dann ein spontanes Meeting. Ich fühlte mich auf dem Heimweg dann sogar überaus produktiv. Einen Einkauf und ein Abendessen später, wollte ich den Tag dann doch wieder frühzeitiger beenden. Ironischerweise passten in diese Stunden neben einem Chat über Filme dann noch über 12 Avengers-Comics, die ich lesen bzw. aufholen “wollte”, um dann mit der Event-Serie “Axis” beginnen zu können, damit ich wieder die aktuelle “Magneto”-Ausgabe lesen konnte. Ja, ein µ an Frust war darüber schon vorhanden. Es sind solche Einschübe, die mir als Einzel-Serien-Fan nicht gefallen.

08.11.14 : Da mir der öffentliche Nahverkehr einen Strich durch Reiseplanung machte, war ich sehr erfreut über die Alternative der Mitfahrgelegenheit. Die Ankunft in der Heimat begann mit einer Einkaufstour, die sich zu einer Odyssee ausweitete. Grund dafür, war die buchstäblich letzte Zutat für das Hähnchen-Curry, welches ich am Abend kochen wollte: Koriandergrün. Real hatte nichts, Famila hatte nichts, Edeka hatte nichts… aber dann fanden wir doch noch etwas in unserer “alten” Kaufhalle. Das Kochen bereitete mir Spaß und das Essen noch mehr.
Für das Abendprogramm hatte ich zwei Filme zur Auswahl, was sich jedoch erledigte, als ich merkte, dass eine weitere letzte “Wetten Dass…?”-Sendung stattfand. Oje, welch grausame Unterhaltung, trotz hochkarätiger Gäste. Anders als bei meinem Curry wollten die Zutaten dort einfach nicht harmonieren.

09.11.14 : Schlemmerfrühstück, Gewusel mit Playlisten, Planungsgedöns, eine Zugfahrt mit den ersten “Axis”-Comics… und dann ein wenig Recherche für meine nächste Sendung, welche in… oh, ich muss ins Bett. :P

Es verbleibt eifrig
F.

Logbuch : Ausverkauf und Ausgleich

November 2, 2014

Hui, sind das wieder Tage, die mir der Monatswechsel so bereitet…

28.10.14 : Der Dienstag forderte mich erst geistig, dann körperlich – und zum Tagesabschluss ließ ich es mir gut gehen. Infotainment-Inhalte, Musik und ein paar mehr Kapitel von “Persepolis”.

29.10.14 : Ein weiteres Mal hatte ich ein paar Vorhaben für den Mittwoch, die mir seit dem Aufstehen eine straffe Planung vorgaben. Die Runde in der Musikredaktion war überaus heiter und konnte sogar mit zusätzlichen Gästen aufwarten. Anschließend schaute ich noch kurz im Hackspace vorbei und bekam unerwartet eine kleine Auswertung zur Pilotsendung von vor einer Woche. Außerdem reservierte ich mit Freude Kinotickets für “Interstellar”. Stichwort Vorfreude.

30.10.14 : Es war der Donnerstag vor einem Feiertagswochenende. Und so plante ich meinen Einkauf extra vor der Arbeitszeit ein, in der Hoffnung, der Supermarkt würde da noch etwas leerer (als am Abend) sein. Pustekuchen. Die Idee hatten wohl noch andere. Am Nachmittag ereilten mich dann die Nachrichten von Freunden, die ich beim Konzert dann wohl nicht antreffen sollte, da es hoffnungslos ausverkauft war. Schön für die Veranstalter, unschön für die Kurzentschlossenen. Ich hatte insofern Glück, da ich am Abend meinen Gewinn vom Campus Open Air Quiz einlösen konnte – einen Gästelistenplatz.
AMK_liveDas Konzert von AnnenMayKantereit (mit Von Wegen Lisbeth als Vorgruppe) im PWH hätte aus meiner Sicht kaum besser sein können. Ich sah junge ambitionierte Musiker auf der Bühne, die sichtlich Spaß am Auftritt hatten. Das gab mir sogar etwas Hoffnung, dass es in der Szene nicht immer nur um Kommerz gehen muss. Auch traf ich Freunde von LOHRO und Hackspace, mit denen die Nacht lang werden konnte.

31.10.14 : Feiertag. Ausschlafen. Verwirrung wegen ein paar komischen Momenten vom Vortag. Chat-Nachrichten. Die Entscheidung, den Tag (endlich) für ein privates Projekt zu nutzen, was schon lange aufgeschoben wurde. Den Abend mit Musik ausklingen lassen. Zum Feiern hatte ich nicht wirklich die Laune.

01.11.14 : Ich begann das (reguläre) Wochenende mit etwas Eile, da ich rechtzeitig beim Nachrichten-Workshop eintreffen wollte, und davor noch ein Einkauf plus Frühstück für die notwendige Gelassenheit sorgen sollte. Wie beinahe geahnt ging der Workshop auch etwas länger. Ich freute mich sehr darüber, überraschend an ein leckeres Abendessen zu geraten. (Dank an K.) Für den Abend sollte es etwas besondere Kino-Kost geben. Das LiWu zeigte in wenigen Spätvorstellungen den Film “Under The Skin” mit Scarlett Johansson (im O-Ton). Oha, ich hätte nicht gedacht, dass dieser ungewöhnliche SciFi-Film so anstrengend sein würde. Ähnlich dachte auch die Runde, mit der ich den Film sah. Im Nachhinein finde ich den Film ziemlich “David Bowie”, wenn es das als Adjektiv geben würde. (5/10)
Im Anschluss verweilte ich noch ein wenig in den LOHRO-Räumen, sondierte dabei mit G. “komische” Musik. Auf dem Heimweg trafen wir dann am Dobi noch auf J. und P., welche noch ins PWH wollten, während wir eher im Pleitegeier noch einen Zwischenstopp einlegten.

02.11.14 : Heute wollte ich eigentlich an meinem Projekt weiterarbeiten, landete dann irgendwie als Drittmoderator in der Charts-Sendung, und war auch im Anschluss irgendwie mit anderen Dingen beschäftigt – z.B. Pudding und einer neuen Folge SNL. Ach ja, und Hündin Tilly verlangte auch etwas Aufmerksamkeit. :)

Es verbleibt als Letzter, der hier das Licht ausmacht (und morgen wohl als Erster wieder anmacht)
F.

Logbuch : Terminkollision

Oktober 27, 2014

Nachtrag zum 19.10.14 : Es waren eher verwaltungstechnische Dinge, an denen ich mich beteiligen konnte. Aber das kann schon mal passieren, denn die Wichtigkeit guter Absprache ist bei Technikbelangen auch nicht zu unterschätzen. Und andererseits hatte ich auch nicht viel Zeit, da ich früh ins Bett gehen wollte.

20.10.14 : Grund dafür war die Abmache, dass ich wieder eine Frühschicht im Radio übernehme, um die wenigen Mitmacher vom Tag zu entlasten. Und so fing diese Woche für mich also gegen 4 Uhr morgens an. Auch mal interessant. :P
Wie ich es da abends noch ausgehalten habe und zu Lesestoff greifen konnte, bleibt mir ein Rätsel. Und damit nicht genug: ich hatte seit Längerem wieder (analoges) Papier in den Händen. Ich fing endlich mit “Persepolis” an, was ja auch als Animationsfilm umgesetzt wurde. Der Beginn ist schon mal faszinierend. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

21.10.14 : Der Dienstag war wieder trostlos routiniert. Es gibt da wirklich nichts Besonderes zu berichten. Außer vielleicht, dass der nächste Dienstag gleichermaßen ausfallen könnte. Wobei ich das eher traurig als besonders finde.

22.10.14 : Und da ist er wieder – der wohl ereignisreichste Tag in der Woche. Ich kann sagen, dass ich seit dem Aufstehen ein relativ straffes Programm auf dem Plan hatte, welches wenig bis keine spontanen Änderungen erlaubt. Beim Verlassen des Hauses hatte ich bereits mein Abendessen dabei und konnte auch nicht genau sagen, wann ich wieder zurück sein würde… mit der Aussicht auf “nach Mitternacht”.
Für den Abend (nach dem Treffen der Musikredaktion) hatte ich einen VoKü-Ausflug, eine Verkabelungssession, ein Kinoabend und ein Fußball-TV-Abend zur Auswahl: ich entschied mich für Letzteres und war froh, dass ich den Folgetermin zeitlich etwas nach hinten verschieben konnte, damit ich noch was von der zweiten Halbzeit hatte. Danach war ich nämlich wieder beim Radio im Auftrag einer Pilotsendung, die auch sehr reibungslos ablief. Nach so einem Tag war ich allerdings mehr als bettreif.

23.10.14 : Donnerstag spielte meine Laune im Tagesverlauf irgendwie nicht mit und ich fand mich gegen Abend sehr angespannt bis deprimiert vor. Das Wetter passte dazu. Als ich nach einer kurzen Einkaufstour (anstelle eines PWH-Besuches) zu Hause ankam, war mir sehr nach melancholischer Musik – und diese finde ich mit Leichtigkeit in meinen Playlisten.

Rostock_okt1424.10.14 : Die Arbeitswoche endete wie sie begann – mit einer Frühsendung, zu der ich mich einigermaßen gut vorbereitet fühlte. Auch auf Arbeit sah es nach einem ruhigen Wochenausklang aus. Ich nutzte die relativ beständige Wetterlage für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt (jenseits der Bummelmeilen) und am Stadthafen, was mir zwar ein wenig innere Ruhe gab, aber mich doch abermals zu nachdenklich für einen Freitagabend werden ließ. Dem begegnete ich zu Hause einigermaßen erfolgreich mit Musik der erheiternden Art und plante ein wenig für das Wochenende.

25.10.14 : Endlich fuhr die Bahn wieder so, wie ich es wollte, und dem Besuch in der Heimat stand nichts im Weg. Am Vorplatz des Binzer Hauptbahnhofs wird seit so vielen Monaten gebaut, aber ich hatte den Eindruck, dass die Arbeiten vielleicht schon in den nächsten Wochen beendet sein könnten. Das Wetter war schon fast frühwinterlich. Wie gut, dass ich eine Mütze dabei hatte.
Für das Abendessen entschied ich mich um – statt Hähnchen-Curry sollte es Chili geben. Und dieses Gericht kann ich wohl bald mit geschlossenen Augen zubereiten. (Mit anderen Worten: es fiel mir leicht.) Ausnahmsweise gab es dazu Reis als Beilage.
Das Abendprogramm ließ ich mir durch dumme Unterhaltungssendungen im Fernsehen nicht kaputtmachen. Dafür hatte ich den Film “The Guard” auf DVD dabei. (Danke A.) Und oh, wie gut der doch ist. Ein paar Details (ua. das Ende) hatte ich so gar nicht mehr in Erinnerung.

26.10.14 : Zeitumstellung? Welche Zeitumstellung? Also für mich begann der Tag wie üblich am späten Morgen, was wohl sonst eine Stunde später gewesen wäre. Den Tag über bestimmten überwiegend Infotainment-Inhalte meine Freizeit. Die letzte Folge von “Real Time” war wieder überraschend kontrovers. Ich erlaube mir zu den vielen brisanten Themen in der Weltgeschichte schon gar keine Meinung mehr. Und ja, das merke ich auch bezüglich dieser Plattform. Mehr als ein “könnte sich ändern” fällt mir dazu gerade auch nicht ein.
Wieder in der Stadt angekommen, konsumierte ich im Hackspace nebst Internet-Inhalten noch erstmals “Kvass”, was mit “so erfrischend wie Brot” angepriesen wird. Wer Club-Mate schon gewöhnungsbedürftig findet, sollte diese Limo mal probieren. Mir wurde gesagt, dass es auch große Flaschen davon in dem einen Laden am Doberaner Platz gibt, was dann wohl besser schmeckt. (Sollte ich es wagen?)

27.10.14 : Anders als in den letzten Wochen ließ ich mir beim heutigen Wochenstart alle Zeit der Welt. Warum? Weil ichs kann. Und ich versuche, nicht zu sehr in Routine zu verfallen. Also war ich auch nicht bei der Montagsrunde wie sonst. Ich glaube, die Schule hat hier wieder angefangen. Ebenfalls ungewöhnlich für einen Montag war der Kurzausflug am frühen Nachmittag, den ich als organisatorisch wertvoll einstufe. (Konkreteres dazu vielleicht nächsten Monat.)
Und sonst? Ich probierte wieder ein neues Getränk am Abend, und dieses würde ich ohne Weiteres als Reinfall bezeichnen, werde hier aber auf eine Nennung verzichten. Derweil fiel eine Unternehmung fürs Wochenende ins Wasser. Ob ich es auf Ersatz anlege, weiß ich noch nicht.

Ausblick: morgen ließe sich meine Routine zwar durch ein Couchsurfing-Event aufbrechen, aber zeitlich wird mir das etwas zu knapp. Dann vielleicht doch lieber Trott am Abend. :P (Für ereignisreiche Aussichten habe ich ja noch Mittwoch und Donnerstag – nicht zuletzt durch einen Konzertbesuch.)

Logbuch : Zeitgefühl ade

Oktober 19, 2014

Ich mag mich wiederholen, aber was für eine verrückte Zeit. (Und wie es aussieht, hatte ich bereits beim letzten Eintrag eine gewisse Vorahnung.) Die Fragestellung, ob sich Extreme noch übertreffen lassen, möchte ich da schon gar nicht mehr zulassen. Grund dafür war der vergangene Freitag… und somit Teil dieses Wochenrückblicks.

13.10.14 : Wenn jeder Wochenstart so entspannt sein würde wie dieser. Genüssliches Ausschlafen, eine Montagsrunde dort und keine Notstände auf Arbeit. Abschließend ein kurzer Einkaufsbummel, lecker Abendessen (mit Infotainment-Berieselung), Musik-Bloggerei im Schnellverfahren und erfreulich zeitige Ankunft im Schlummerland.

14.10.14 : Ich hätte am Montag tatsächlich fast vergessen, dass ich wieder eine “Frühschicht” im Lokalradio auf dem Plan hatte. Das Aufstehen gelang mühelos, auch wenn ich nicht von Routine reden würde. Ebenfalls Mühe bereitete mir das Training am Abend, da mein Rücken leichtes Mimimi hatte, was für Übungen der Maximalkraft eine suboptimale Ausgangslage darstellt. Danach fiel ich nur so über mein Abendessen her und konnte mich sogar noch aufrappeln, um an der Veranstaltung über alternative Kommunikationsstrukturen teilzunehmen. Ich testete erstmals meinen neuen Thermobecher von M. – und ja, er tat was er verspricht. Der Tee bliebt heiß. Ebenfalls an dem Abend hatte mir ein Brauereiprodukt aus U.’s Herkunftort selten so gut geschmeckt. Ach, und wir lernten T. kennen, welcher wohl Gefallen an der hiesigen Vereinslandschaft fand.

15.10.14 : Der Tagesstart verzögerte sich um ein paar Minuten, was eigentlich kein großes Manko ist, mir dennoch etwas auf die Nerven schlug. Planmäßig ging es mehr oder weniger bis in den Abend weiter, bis das Protokoll der öffentlichen Musikredaktionssitzung abgeschlossen wurde und die Runde den Tag weniger informell ausklingen ließ. Zwar hatte ich ordentlich Material vorbereitet, welches sich aber bestimmt auch zu anderen Zeitpunkten vorstellen lässt.

16.10.14 : Am Donnerstag war ein Kinobesuch geplant, und dieser sollte dank dieser Planung auch einermaßen erträglich enden. Sonst hätte mir wohl das Vergnügen an der Neuverfilmung der “Teenage Mutant Ninja Turtles” schnell verloren gehen können. Denn der Film war mir zu hohl, und das obwohl ich keine hohen Erwartungen hatte. Effekte allein machen keinen Film. Zumal hier wieder unnötig 3D eingbaut wurde. Wenn wenigstens der Humor gezündet hätte, aber so blieb mir gar nichts anderes übrig, als die dumpfe Charakterisierung zu verteufeln. Randbemerkung: im Jahr 2014 gehört der Satz “Die Stadt wird uns gehören.” nicht mehr zu den akzeptablen Phrasen der “Bösewichte”. (4/10)
Ob dieser Reboot wie scheinbar “angedroht” mit einer Fortsetzung versehen wird, kann mir zu diesem Zeitpunkt egal sein.

17.10.14 : frieda_party_okt14Ein Kinoabend gefolgt von einer “Frühschicht” – funktioniert das? Na ja, es geht. Auch der spontane Sondereinsatz zur Unterstützung war nicht so wild, obwohl es meine Tagesplanung etwas durcheinander brachte. Und am Abend hätte ich mir auch wirklich gern noch kurz eine Extraportion Schlaf gegönnt. Aber nein, ich machte mich stattdessen auf den Weg zum LOHRO-Event mit dem schwierigen Motto “Nick Cave Party”. Nebenbei initiierte ich den Download des neuen OS X-Betriebssystems.
Deko-mäßig wurde ordentlich aufgefahren. Der Geruch frisch gestrichener Türrahmen machte mir nur anfangs Probleme. Die Musik war… interessant, vergraulte sogar den einen oder anderen tanzwütigen Gast. Dafür wurde viel erzählt. Und die Stunden vergingen. Irgendwann wurde abgebaut, ganze Sofas mussten “verstaut” werden. Und dann waren wir in der KTV unterwegs. Abschiede mit mehr oder weniger Worten fanden statt. Bei S. gabs noch ein Käsebrot. Und bei der Ankunft zu Hause bilanzierte ich, dass mein Tag 26+ Stunden umfasste.

18.10.14 : Wirklich lange hielt ich es im Bett nicht aus. Das mag damit zusammengehangen haben, dass ich meine Tasche  vermisste und noch Brötchen vom Bäcker haben wollte, bevor diese da wieder ausverkauft sind. Ich war froh, dass S. schnell auf meine Nachricht reagierte und ich mit Tasche die erste kleine Einkaufstour unternehmen konnte. Die ursprüngliche Idee, an dem Tag in die Heimat zu fahren, hatte mir die Bahn ja bereits am Vortag vermasselt. (Und das pünktlich zum Start meiner neuen BahnCard.) Ich kehrte mit Brötchen zurück und ließ die zu Gunsten einer Schlafeinheit noch ein paar Stunden liegen. Bei seichten Klängen von Minnie Driver wuselten mir viele Gedanken und Traumszenarien durch den Kopf. Am späten Nachmittag holte ich mein Frühstück nach, sah “Real Time with Bill Maher” und ging dann zum Radio, um ein paar Songs zu pflegen. Auf dem Doberaner Platz traf ich dann M., der wieder in der Stadt ist. Wir gingen kurz einkaufen und saßen dann in den Redaktionsräumen und redeten über Kanada, die Welt und das TV-Programm. Am Abend bekam ich Lust auf Film-Unterhaltung und sah doch tatsächlich einen weiteren Uwe-Boll-Film. Wirklich unterhaltsam fand ich “Postal” aber trotz aller gesellschaftskritischer Untertöne nicht. Wenigstens verkürzte mir die erhöhte Abspielgeschwindigkeit das Warten auf den Abschluss dieses absurden Werkes.

19.10.14 : Mit Schadensbegrenzung fing mein Sonntag an. Denn ein Fertiggericht fand seinen Weg aus der Verpackung geringfügig in meine Tasche, wobei der Geruch noch der unangehmste Effekt ist. Lecker war das Essen dann doch noch. Der Nachmittag sah wieder ein Treffen der Technikgruppe vor. Wunderbares Herbstwetter verschönerte mir den Weg dahin.

Es verbleibt bemüht produktiv
F.

Logbuch : dann eben doch noch eine Sondersendung

Oktober 12, 2014

Es sind wieder sieben Tage vergangen, die mich nachdenklich werden lassen. Warum? Weil ich ziemlich viel unterwegs war und ich mich in Situationen wiederfand, die mir irgendwie absurd erscheinen… und das ist nur meine Sichtweise. Aber der Reihe nach.

06.10.14 : Ich war froh, nicht früher aufstehen zu müssen. Und so war der erste Stopp des Tages bzw. der Woche die Montagsrunde im Lokalradio, was ich wohl bald als mein drittes Zuhause bezeichnen kann. Es wurden paar Themen für die Wochenplanung angesprochen, die bei mir zu neuen Terminen führten.
Am Abend traf ich mich mit A., mit der ich noch kurz eine Bekannte besuchte, welche zwei sehr entspannte Katzen besitzt, die sich scheinbar sehr schnell an neue Umgebungen gewöhnen können. Danach pendelten wir in eine Ecke der Stadt, die nahe an den S-Bahn-Gleisen liegt, und ich bekam erstaunlich exotisches Essen, zu dem ich mir unbedingt noch das Rezept aufschreiben werde. Den Filmabend konnte ich bedauerlicherweise nicht bis zum Ende mitmachen…

07.10.14 : … denn eine Frühsendung wollte vorbereitet werden. Und dies fiel mir wegen einer kurzen Nacht entsprechend schwer. Im Anschluss war ich mit D. noch kurz auf dem Campus Ulmenstraße, wo der Campustag wieder in eine ordentliche PR-Schlacht ausartete. Auf mich wirkte die Szenerie irgendwie befremdlich und das ich stellte ich mit Freute fest. Erfolgreich das Studentenleben abgewöhnt. Ich schaute bei den “Nachfolgekollegen” des Fachschaftsrates vorbei und stellte mich mit D. für Goodie-Beutel des Studentenkellers an, welche mit Abstand am besten gestaltet und demnach begehrt waren. P. wies mich noch auf einen neuen Secret-Sugar-Track hin, in den ich am Nachmittag reinhörte.
Beim dieswöchigen Training am Abend erreichte ich in der einen Übung einen neuen Höchstwert, was ein zweifelhafter Erfolg ist, da ich einerseits kaputt danach war und andererseits beim nächsten Anlauf mit höheren Erwartungen herangehen darf. Egal… das Abendbrot war verdient. Und ich danach so müde, dass ich mich gleich hingelegt habe…
.. um gegen Mitternacht wieder aufzustehen, den Regen abzuwarten und dann Richtung Zwischenbau in die Südstadt zu gehen? Warum tat ich das? Es war A.’s letzte Abendsause in Rostock und sie mag nun mal House-Musik. Vor der Tür trafen wir noch einen anderen DJ, der eigentlich Vertreter für eine (violette) Schokoladenfirma ist, und den Unterschied zwischen Deep House und Minimal Techno kennt. Ich übrigens nicht. :P

08.10.14 : Am Morgen nach so einer Nacht fühlte ich mich relativ gut. Der Arbeitstag wurde durch ein Treffen der Webgruppe unterbrochen. Nur am Abend beim Treffen der Musikredaktion machte sich die Erschöpfung schlagartig bemerkbar. Ich konnte das Nach-Hause-Kommen kaum erwarten, war davor noch kurz einkaufen, stellte noch Musik zusammen und fiel dann nur noch ins Bett.

09.10.14 : Diesen Donnerstag musste ich unerfreulicherweise früher beginnen – wegen dem halbjährlichen Routinetermin beim Zahnarzt. Leider hatte ich mir den Weg nicht im Vorfeld noch mal auf einer Landkarte angeschaut, weswegen ich wohl einen kleinen Umweg einlegte und schließlich hetzen musste. Als ich im Wartezimmer ankam, hätte ich mich am liebsten wieder hingelegt. Als ich dran war, wurde mich lediglich die “Kauleiste” poliert, was auch ganz schnell ging. Anschließend nahm ich einen direkteren Weg in die KTV, zwang mich zu einer Trainingseinheit, bevor ich wirklich mit dem Tagesgeschäft begann. Und dieses wurde von meinem Engagement für eine Sondersendung etwas unterbrochen. Eigentlich wollte ich mich nach der Erfahrung vom September mich für solche Einsätze etwas zurücknehmen. Aber es ging um Musikwünsche neuer Studierender, und somit war die Vorbereitung und Umsetzung nahezu ein Klacks, was mich schon wieder etwas wunderte. Wer hätte gedacht, dass ich solche Aktivitäten in den Alltag einbauen kann?
Ursprünglich war noch ein Abendeinsatz in der Kunsthalle auf meinem Plan, weswegen ich einem Abend mit Freunden absagen musste. Missglückte Kommunikation ließ mich dann gewissermaßen zurück, weswegen ich es dann doch lieber vorzog, frühzeitiger nach Hause zu gehen. Dort aß ich noch eine Kleinigkeit, kam endlich dazu, die letzte Folge “Saturday Night Live” zu sehen und war dann auch schon im Bett…

10.10.14 : … denn… ja, Morgensendung wieder halt. Und diese konnte ich einigermaßen ausgeschlafen angehen. A. überraschte mich und T. mit Kuchen, worüber ich mich sehr freute. Ich ließ es mir auch nicht nehmen, alle Musikwünsche zu erfüllen, was im Live-Betrieb sozusagen eine weitere Herausforderung ist. Nebenbei wurden schon Pläne für den Abend geschmiedet.
Und für diesen war ich noch kurz einkaufen, sah eine Folge der “Late Late Show” und fand mich dann bei G. ein, wo wir nebenbei den “Patrioten” Mel Gibson sahen, dessen Familie im Film verkleinert wird. Dann ging es wieder in Südstadt zu einer “Bad Taste”-Sause, die durchaus viel Anklang fand. Ein Highlight war wohl die Stelle, an der wir tatsächlich vier Songs in Folge vorhersagen konnten. Tja, in dem Musikfeld kann man uns wohl nicht mehr viel vormachen.
Ich darf damit feststellen, dass ich ausgerechnet an den Tagen spät abends unterwegs war, an denen ich extremst früh aufgestanden bin. Kann das Zufall sein?

11.10.14 : harbor_hro_okt14Endlich Wochenende. Und auch wenn ich mir Zeit bis zum Aufstehen ließ (verständlicherweise), war ich doch enttäuscht, dass der Bäcker meiner Wahl eine Stunde vorm nachmittaglichen Ladenschluss kein einziges Brötchen mehr hatte. Sollte ich wegen dem kleinen Luxus, Brötchen vom Bäcker meiner Wahl zu haben, wirklich noch eine extra Tour drehen. Dies verband ich dann mit der Gelegenheit, mir bei S.(1) ein Franzbrötchen abzuholen, welches sie mir am Freitag aus Hamburg mitgebracht hatte. Nebenbei verabredete ich mich S.(2), der mir überraschend via Couchsurfing schrieb, mit Freundin wieder in der Stadt zu sein. Und so bummelten wir am Nachmittag durch die Stadt – ich dabei noch mit Glitzer vom Vortag im Gesicht. (Keeping it classy.) Bei der Eisscholle, die dieses Jahr sogar über Winter geöffnet sein wird, probierte ich erstmals die Sorte “Weiße Schokolade”, die zwar so schmeckt, wie sie heißt, aber nicht unbedingt so das Erlebnis für meine Zunge war. Am Stadthafen fiel mir auf, dass es wohl vorerst schwierig werden könnte, dort Sonnenuntergänge mitzuerleben, da dort nun seit Freitag eine Ostseefähre zum Überwintern angelegt hat. (Das Foto ist von heute aus Sicht der LOHRO-Küche, deren Fenster durchaus klarer sein könnten.)
Als ich am Abend zu Hause war, konnte ich mich auch endlich meinen Brötchen widmen. Spontan meldete sich D. wegen einer Zusammenkunft in einer Kneipe. Daraus sollte aber nichts mehr werden, was ich gelassen aufnahm, da ich selbst total erschöpft war.

12.10.14 : Heute morgen fiel mir das Aufstehen etwas schwer. Einen Tee später wurde ich munter und machte mich auf den Weg in die Frieda 23, wo ein oppulentes Brunch aufgefahren wurde. Darüber hinaus gab es akustische Unterhaltung von Kat Jones, die es von den Staaten erstmals nach Deutschland verschlug. Trotz der Anmerkung, dass sie stimmlich vielleicht nicht in Topform sein würde, ließ sich davon nichts vernehmen. Intensives Hochleistungs-Tontreffen und -halten. Ich entschied mich spontan noch dafür, einen Teil der LOHRO Charts mit A. zu moderieren, und brachte die Künstlerin am Nachmittag zu ihrer Herberge, welche ich selbst von einigen Feierlichkeiten her gut kannte. Nebenher plauderten wir über ihre Eindrücke von Deutschland und ihre Heimat. Erneut ein Moment, der mich wundern ließ, was Zufall alles so anrichten kann.
In den Radio-Räumlichkeiten war für einen Sonntag viel Leben anzutreffen, unter anderem weil T. wieder Hündin T. mitgebracht hat. Stichwort Energiebündel. Und so lasse ich die Woche nun mit etwas Resterholung ausklingen, bevor mich die kommende Woche bestimmt wieder in der ein oder anderen Form fordern wird.

Es verbleibt mit vielen Eindrücken zum Verarbeiten
F.

Logbuch : Feiertag zur rechten Zeit

Oktober 5, 2014

So ein verlängertes Wochenende macht Laune. Und bald gibt es ein weiteres. Oder mit anderen Worten: der Oktober fängt zumindest gut an. Nun die Einzelheiten…

30.09.14 : Und wieder dachte ich mir am frühen Morgen, dass es viel schöner hätte sein können, wenn ich am Vorabend entsprechend früher zu Bett gehen würde. Hätte, hätte, Fahrradkette. Die Morgen-Sendung wurde mir durch das eine oder andere Feedback verschönert und ich war mit meiner Playlist zufrieden. Einen Arbeitstag später gab ich mir auch beim Training Mühe und war danach wirklich nur noch an baldigem Schlaf interessiert.

01.10.14 : Quartalswechsel. Entspanntes Aufstehen. In der Musikredaktion wurde aufgetafelt. Rührei ala K. hatte was, aber der angerührte Quark war noch besser. Ich nahm mir ein weiteres Mal vor, künftig nicht bei den Vorschlägen zum Titel der Woche mitzumachen. Mein Geschmack ist dazu wohl einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge.
Zum Abend ging ich dann S. besuchen, bei der ich ein spannendes Fußballspiel sah, welches das Favoriten-Team gewann. Nebenbei recherchierte ich weitere Sportnachrichten, denn…

02.10.14 : … die brauche ich, wenn ich eine Frühsendung habe – so wie auch an diesem Tag. Anlässlich des Schutzengelfestes spielte ich jede Stunde ein Lied mit Engel-Bezug und das Programm wurde zudem in der dritten Stunde durch Studiogäste aufgelockert. Auf Arbeit gab es ein wichtiges Meeting. Auf dem Heimweg stellte ich fest, dass in der nahegelegenen Schule ein “Fest” stattfand. Ich ging gegen 19 Uhr noch einkaufen, was eigentlich keine gute Idee ist – kurz vor Ladenschluss vor einem Feiertag (in Zusammenhang mit verlängertem Wochenende). Na ja, die Müdigkeit ließ mich das gelassen überstehen. Ich gönnte mir warmes Abendessen, laute Musik und zum Tagesabschluss ein Drama – in Form des TV-Films “The Normal Heart”. Diesen empfand ich als ziemlich ergreifend und mit einer sehr guten Besetzung. (8/10)

03.10.14 : Ja ja, Einheit und so. Bei mir war es eher das Ausschlafen, welches viel vom Feiertag einnahm. Ganz ohne Reue nahm ich mir alle Zeit zum Dösen und Lesen. Unter anderem kenne ich nun den Beginn von Mark Millar’s neuster Serie “Starlight”, die wie eine Mischung aus “Flash Gordon” und “R.E.D.” ist. Eigentlich ganz unterhaltsam, aber einige Klischeefallen hätte sich der Autor sparen sollen. Ach ja, und ich hörte ins neue Album von Tokio Hotel rein. Warum? Neugier. Fazit: oje, die Auswertung dazu sollte ich wohl besser auslagern.
Am Abend fand U.’s Sause statt, die sehr gut besucht war. Das immense Angebot an Verpflegung ließ keine Wünsche übrig. Ich konnte mich kaum zurückhalten, blieb entsprechend auch bis zum Ende. Vorm Schlafengehen stellte ich mir den Timer.

04.10.14 : Richtig gelesen. Den Timer. Denn so viel Zeit war da nicht einzustellen. Im Nachhinein kommt es mir wie eine Leistung vor, meine Zeitplanung so einhalten zu können. Es war leider nicht angenehm. Und nicht mal auf der Fahrt in die Heimat war ich in der Stimmung zum Schlaf-Nachholen.
Der Tag war ziemlich erholsam. Zum Abend gab es dann TV. Ich sage zu “Wetten, dass…” mal, dass ich es noch trauriger finden würde, die Sendung ohne Internet zu schauen. Denn so manch zynische Twitter-Nachrichten sorgten für mehr Unterhaltungswert als der Moderator.

binz_okt1405.10.14 : Endlich wieder Ausschlafen. Die Sonne begleitete mich zum Bäcker, auf dem Rückweg entlang der Strandpromenade vernahm ich ein episch schönes Meeresrauschen, wie ich es lange nicht mehr erlebt hatte. Die Gebäude und Wege mögen sich ändern, aber der Strand ist wie eine willkommene Konstante. Das schöne Wetter lud für einen Spaziergang in die Natur ein. Die gegend hinter dem IFA-Ferienpark weckt für mich viele Erinnerungen, war es doch jahrelang mein Schulweg. Kleine hügeliche Waldstücke hinter denen man Strand hören kann.
Und auch das Abendessen war gewissermaßen nostalgisch, denn Labskaus (in einer deutschen Variante) hatten wir schon lange nicht mehr. Ich kann es kaum erwarten, die Zubereitung nächstes Mal selbst auszuprobieren.

Es verbleibt nach einem traumhaften Oktober-Wochenende
F.

Logbuch : spätsommerlicher Herbst oder herbstlicher Spätsommer

September 29, 2014

Man möge mir die triviale Wetter-Anspielung (bereits im Titel) verzeihen. Vielleicht berichte ich zu oft über das Wetter dieser Tage. (Im Radio.) Oder ich füge hinzu, dass die Uneindeutigkeit der Jahreszeit mit meinem Gemüt übereinstimmt.

20.09.14 : Ein weiterer ruhiger Urlaubstag in der Heimat. Inklusive gutem Wetter, Lesestoff und der Laune, Stunden in der Küche zu verbringen. Das resultierende Gericht (Bœuf bourguignon) kann sich sehen lassen, wird aber erst mal nicht in meine Top Ten einsteigen können.

21.09.14 : Passend zum Urlaubsende wechselte auch das Wetter. Schon die Brötchen konnte ich im Regen holen. Der Tag verging sehr schnell, der Zug wollte erreicht werden. Die Fahrt hatte einen Umsteigebahnhof mehr. Unterwegs las ich weitere Ausgaben von “The Superior Foes Of Spider-Man”, einer Comic-Serie, die mich zum Lachen bringt.
In Rostock angekommen war ich nur kurz zu Hause und dann schon wieder unterwegs. Beim Treffen der IT-Gruppe wollte ich mich mit der VPN-Einrichtung vertraut machen, was allerdings verfrüht abgebrochen werden musste, da das komplette Haus-Netzwerk ausfiel.

22.09.14 : Ich weiß nicht, woran es lag, aber diese Woche fing ich sehr früh an. Büro, Montagsrunde, Büro, Sporträumlichkeiten, zu Hause. Infotainment, musikbezogene Bloggerei und Recherche für den Dienstag.

23.09.14 : Und dieser fing sogar noch früher an – und dabei irgendwie erstaunlich plangemäß. Noch bevor ich das Haus verließ, hatte ich ein paar Meldungen zusammengetragen. Und da machte die Vorbereitung für die Radiosendung fast schon wieder Spaß, weil aureichend Vorbereitungszeit vorhanden war. D., der eigentlich diese Vorbereitungszeit miterleben sollte, war jedoch nicht so pünktlich. Tat meiner Gelassenheit aber keinen Abbruch. Selbst kleine Fehlerchen konnten daran nichts ändern. Ich denke heute noch gern an meine ungewollt wohl lustigsten Sportnachrichten.
Zum Abend hin machte sich die Kürze der letzten Nacht bemerkbar, und ich konnte den Weg ins Schlummerland kaum erwarten. Nur bedingt tat es mir da leid, einer Anfrage zum Konzertbesuch im PWH absagen zu müssen.

24.09.14 : Einen Tag mit Hetzerei zu beginnen, vermeide ich eigentlich gern – aber der Plan ließ es an diesem Mittwoch nicht anders zu, wenn ich alle Stationen abhaken wollte. Und so wechselte ich von einem Meeting zum nächsten – mehr oder weniger. Und zum Tagesabschluss stand dann noch die LOHRO-Vollversammlung an. Dort wurde ich ohne Vorwarnung für ein Gremium vorgeschlagen, was mich kurzzeitig in einen Gewissenskonflikt brachte. Glücklicherweise war nach der Wahl für mich vor der Wahl – also alles entspannt. Und dann ermüdend.

25.09.14 : Einen anstrengenden Tagesstart später war ich schon wieder auf “Meeting-Modus”. Zum Abend hin schaute ich noch in den Redaktionsräumen vorbei, um Musik einzupflegen und erlebte nebenbei das Ende einer emotionalen Abschiedssendung. Dann widmete ich mich wieder der Arbeit und kam im Dunkeln wieder nach Hause. Ich betone diese Tatsache, weil mir zu dem Zeitpunkt die schwindende Sonnenscheindauer auffiel. Ich rechnete abermals mit einem kurzen Abend, hatte aber nach ein paar TV-Inhalten sogar noch Lust auf Musik und auf Comics.

26.09.14 : Für den Freitag wollte ich Tagesinhalte nach vorne verlegen und genau dies gelang mir. Nebenbei ergaben sich ein paar Termine für die kommende Woche. (Stichwort Frühschichten.) Am Nachmittag fand ich mich bei LOHRO ein, sinnierte mit L. ein wenig über Verwaltungsabläufe, schaute D. bei seiner ersten Sendung zu, nahm am IT-Treffen mit M. teil und ließ dann den Tag (bzw. die Arbeitswoche) mit einer gemütlichen Abschiedsfeier ausklingen. Diese hätte mich in den frühen Morgenstunden beinahe noch in den ST-Club geführt. Aber das musste ich dann doch nicht haben.

27.09.14 : Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Denn auch so gelang es mir am Samstag, nicht mehr rechtzeitig beim Bäcker zu sein, um noch Brötchen zu bekommen. Also unternahm ich eine separate Tour. So viel sind mir die präferierten Brötchen dann doch auch wert. Zwei “Late Late Show”-Folgen später wurde es wieder Zeit, in die Gänge zu kommen, da ich mich mit K.(1) zum Kinobesuch verabredet hatte. Zufälligerweise trafen wir uns bereits in der Straßenbahn und unterhielten uns über den ersten “Sin City”-Film sowie die Werke des Frank Miller, zu welchen ich eine “schwierige” Meinung habe.
“Sin City 2″ (wie der Film in Deutschland heißt) sollte besser beim Originaltitel bleiben, denn ein wirklicher zweiter Teil ist es nicht. Einige Handlungselemente sind nämlich auch während und vor dem ersten Film einzuordnen. Wirklich viel Mühe haben sich die Macher nicht gegeben. Und das 3D ist wieder Futter für mein innerliches Wutbürgertum. (Stichwort Abzocke.) Fazit: nur wenn du Spaß am ersten Film hattest, könntest du einen Blick auf “A Dame To Kill For” werfen. Ansonsten verpasst man nichts. Schade eigentlich. (6/10)
Weniger schade war die überraschende Einladung zum Flammkuchen bei K.(2), der ich gern gefolgt bin. Das Rezept war von irgendeinem TV-Koch, welcher auf Blätterteig und Homig setzt. Ja, und das hat schon einen Unterschied gemacht.
Anschließend ging ich zu K.(3)’s Abschiedssause, wo es u.a. 80s-Musikklassiker und ein wenig Akustik-Konzert-Feeling gab. Dazu heitere Menschen bei einem weniger heiteren Anlass. (Nicht zu vergessen die sehr toleranten Nachbarn.) Weiter ging es mit dieser Mischung (minus die Nachbarn) ins JAZ, wo (wie könnte es neuerdings anders sein) Deep House gespielt wurde. Ich würde zwar nicht behaupten, dass mein Gefallen daran größer geworden ist, wohl eher das Verständnis.
Ich musste grinsen, als ich das JAZ bei zunehmendem Tageslicht verließ – ist mir doch genau dies auch bei meinem ersten JAZ-Besuch im Mai so passiert. Tja, dann wieder ein Abschied. Wieder ein sehr spätes (bzw. frühes) Schlafengehen…

28.09.14 : So etwas kann dann nur konsequenterweise mit einem späten Tagesbeginn weitergehen. Der Staffelstart von “Saturday Night Live” (Season 40!) verschönerte dies dennoch. S. bot am Vortag an, mir Franzbrötchen aus Hamburg mitzubringen, was ich (natürlich) nicht ablehnen kann. Diese holte ich mir sozusagen als Frühstück ab. Tja, und dann auf dem Weg zu einem weiteren IT-Treffen wurde ich melancholisch. Einerseits durch die Abschiede und andererseits dank des Wetter (siehe Überschrift).
Beim Treffen beendete ich die VPN-Einrichtung via Tunnelblick, verwertete mit den anderen restliche Bratwürste und vergaß die Melancholie. Fast schon wie eine Belohnung, war ich dann sogar erfreulich zeitig wieder zu Hause.

29.09.14 : Diese Woche fing für mich mit Eile an, was sich aufgrund aufeinander prallender Zeitfenster von Vorhaben ergibt. Mir gelang es zwar, rechtzeitig bei der Montagsrunde zu sein, aber von Freude darüber kann nicht die Rede gewesen sein. Ansonsten Business as usual… für einen Montag. Vielleicht mit der Ausnahme, dass ich mich wieder auf neue “Family Guy”-Folgen freuen kann.

Es verbleibt mit Recherche auf der ToDo-Liste
F.

Logbuch : ich nenne es Urlaub

September 19, 2014

15.09.14 : Diese Woche fing ich mit Sport an, verzichtete auf die Montagsrunde beim Radio und war dann auch zeitiger auf Arbeit. Dort gab es bereits einige Neuigkeiten und entsprechend zu tun. (Die Anfrage nach freien Tagen hatte dennoch Erfolg.) Nach der Arbeit wollte ich nach dem Sendeplan für Dienstag schauen und stellte fest, dass der selbst gegen 19 Uhr noch nicht fertig war. Zu Hause gönnte ich mir wieder Infotainment (bzw. leichte Unterhaltung) zum Abendessen, war dann noch in die Online-Welten unterwegs bzw. schrieb Eintrag Nummer 335 in mein Musikjournal. Und irgendwie ging der Abend länger als ich wollte. Ergo sollte es wohl eine kurze Nacht sein.

16.09.14 : War es der Mond oder nur eine komische Art der Nervosität – keine Ahnung, jedenfalls schlief ich nicht nur bescheiden gut, sondern war noch vor 4 Uhr so wach, dass ich mich entschloss, den Tag noch früher zu beginnen. Der Vorbereitung für die Morgensendung kam das zu Gute, hatte ich doch gewissermaßen alle Ruhe weg, auch wenn ich etwas irritiert war, A. aus der Tagesredaktion ebenfalls arg früh anzutreffen.
Ich weiß nicht, wie etwaige Hörer es aufgenommen haben mögen, aber ich hatte selten so viel Zuversicht beim Fahren einer Sendung. So ziemlich alles, was ich an Inhalt einstreuen wollte, konnte ich abarbeiten. Anschließend setzte bei mir auch die Erkenntnis ein, dass ich nun im Urlaub war. Keine wirklichen Verpflichtungen mehr für den Rest der Woche.
Gegen Mittag hatte ich daheim ein kleines WLAN-Problemchen anzugehen, dann war ich auf dem Weg in die Heimat. Dort musste zunächst der Kühlschrank gefüllt werden. Zum Abend gab es eine mittelmäßige Komödie. Und spätestens danach machte sich die Müdigkeit bemerkbar.

17.09.14 : Spätes Aufstehen. Gemütliches Brötchen-Holen im Sonnenschein. Und den ganzen Tag nicht viel tun außer einer Menge Comics lesen. Abendessen: Pfannkuchen, die selten so perfekt aussahen. :P

18.09.14 : Frühes Aufstehen. Tagsüber viel lesen. Abends zu Besuch bei I. sein, die uns “interessante” Röstis präsentierte. Die Pralinen danach gefielen mir besser. ;) Zurück im heimischen Wohnzimmer sah ich dann erstmals die Casting-Show mit der aufsteigenden Wand. Ironischerweise war mein erster Kontakt mit diesem Format zugleich das Finale der ersten Staffel. Manche Darbietung erinnerte mich an Karaoke-Abende. Ansonsten bin ich mit der Siegergruppe eigentlich zufrieden.

SchmSee_sep1419.09.14 : Heute schaute ich mich noch im Bett liegend im Netz nach weiterem Lesestoff um. (Als ob ich nicht genug auf Lager hätte.) Und dabei stieß ich auf das Drehbuch zum Film “The Way Way Back”, den ich gern sehen wollte. Die 108 Seiten wirkten nicht viel und eine Stunde später hatte ich die Hälfte auch bewältigt. Dann wurde es Zeit fürs späte Frühstück. Tagsüber verschlang ich den Rest vom Drehbuch und muss sagen, dass es mir sehr gefallen hat. Stichwort Wortwitz. Zum Nachmittag nutzte ich das schöne Wetter für einen Spaziergang. Und am Abend tobte ich mich wieder in der Küche aus, improvisierte ein Risotto mit anderen Zutaten. Ergebnis: genießbar.
Am Abend sah ich dann… “The Way Way Back” als Film. Sehr sehr schöner Film. (8/10)

Es verbleibt mit Grüßen aus der Heimat
F.


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