Politische Alternativen?

Mai 17, 2013

Wie dem geneigten Leser vielleicht schon bewusst geworden ist, haben wir bald wieder die Qual der Wahl. Warum gleich zu Beginn so zynisch? Nun, selten finde ich mich so niedergeschlagen wieder, wenn es um die politische Landschaft in Deutschland geht. Sei es irgendwelche Vetternwirtschaft oder versemmelte Hundert-Millionen für fragwürdige Anschaffungen. Da muss ich noch gar nicht den internationalen “Wirtschaftsfeldzug” oder die gut “geschmierte” Lobby-Maschinerie berücksichtigen. Ohne Letztere geht es ja scheinbar gar nicht.

Aber zu den Alternativen:
Die einen machten sich einen Namen als Anti-Euro-Partei, obwohl sie die Gemeinschaftswährung an sich nicht abschaffen wollen, sondern “nur” regional aufteilen. Vertrauenserweckend wirkte der Fakt, dass dort Leute mit akademischen Hintergrund (bzw. vielleicht sogar auch mit Ahnung) eingebunden sind.
Tja, und dann kamen vor wenigen Tagen entmutigende Details über innerparteiliche Machtkämpfe durch den Nachrichtenticker. Irgendwie wurde da ein Vorstand nur wenige Tage nach Antritt mit Vertrauensentzug belohnt. Nun, das ließe sich vielleicht auch so interpretieren, dass hier noch Politik agil gelebt wird.

Ebenso wird auch bei der anderen Fraktion mit der Segel-Rhetorik Basisdemokratie bis zum Kopfzerbrechen bemüht. Dies bekam ich überraschend deutlich über meinen Twitter-Feed mit, der doch ein paar mitteilungsbedürftige User enthält. Nur leider sorgen innere Streitigkeiten nicht gerade für ein positives Außenbild. Das hängt natürlich mit der Frage zusammen, ob die Wählerschaft so viel gelebte Transparenz ertragen möchte. Nicht zuletzt erhalte ich den Eindruck, dass politisches Engagement auch zum Nervenkrieg ausarten kann, wenn man an die “richtigen” Kollegen gerät. Aber ist die Alternative hinter verschlossenen Türen besser?

Na ja, die Programme sind dann wohl bald fertig und öffentlich einsehbar. Der Rest wie Werbespots, Plakate und Parolen sollte mit kritischen Blick betrachtet werden. Und letztendlich sind es spätere Abstimmungen, die beweisen, wie viel wert alle Versprechungen sind.

Dabei haben die Neulinge in der Parteienlandschaft natürlich einen Bonus. Man kann noch nicht einschätzen, wie schnell das Ausrichten nach Lobbyisten erfolgen wird. Andererseits kann dort auch wenig Geleistetes angepriesen werden.

Fest steht nur, was sich unsere Regierung sowie Opposition geleistet haben und wie dort die Tendenzen aussehen. Alles nur Fähnchen im Wind des Kapitalismus? Schade, dass das Gemeinwohl keine Lobby hat.

Es verbleibt unschlüssig
F.

Ansichtssache: Gatsby, Gatsby, Gatsby

Mai 16, 2013

Ende März las ich das Buch (auf Englisch), am Wochenende schaute ich den Film von 1974 und soeben sah ich den neuen Film von Baz Luhrmann. Dass ich obendrein noch den Soundtrack kürzlich hörte, wäre noch eine Ergänzung, aber nicht so wichtig.

Anmerkung: Spoiler Alert! (Es werden Handlungselemente angesprochen.)

Zum Werk an sich: Der Roman ließ mich ziemlich kalt, was hauptsächlich daran lag, dass ich wenig Sympathiepunkte verteilen kann. Alle Charaktere sind wahlweise suspekt oder durchtrieben in ihrem Verhalten. Möglicherweise wird das durch den Abstand bezüglich Ära, Kultur und sozialem Status verstärkt.
Unter anderem hatte ich die Eckdaten der Prohibition in Amerika nicht gleich parat und konnte den Aspekt erst nach weiterer Recherche dem Werk zuordnen.

Und ich finde die “Auflösung” um den mysteriösen Gatsby auch nicht gerade skandalös – dann schon eher den Hintergrund um seinen sozialen Aufstieg, was aber nur am Rande behandelt wird. Stichwort Geschäft.

Erst durch die Verfilmung(en) wurde das zwischenmenschliche Drama für mich verständlicher. Einerseits der hoffnungslose Optimist, der sein Streben nach seinem “lebenslangen Schicksalsschatz” ausrichtet, und andererseits der ehrenwerte Gehilfe, der einen besonderen Blickwinkel auf das Geschehen hat und mit Geheimnissen beladen wird. Für beide Figuren scheint es kein Happy End zu geben.

Zu den Filmen: Während ich schon bei der Adaption aus den 70ern von opulenten Bildern reden würde, kann (auch dank CGI) in der neuen Verfilmung eindeutig noch eine Schippe draufgelegt werden. Aus Pomp wird Über-Pomp. Stichwort Anwesen.

Unabhängig von den offensichtlichen Unterschieden in der Machart (bezüglich Zeitgeist und technischen Möglichkeiten) finde ich den Film mit Robert Redford sehr nah an der Vorlage. Dagegen erlaubte man sich beim neuen Film mit Leonardo DiCaprio einige Abweichungen. Stichwort Erzähler. Beide Hauptdarsteller machten aus meiner Sicht das Beste aus ihrer Rolle. Und auch sonst kann ich mich bei der Besetzung nicht beklagen. (Mehr möchte ich hier nicht vergleichen.)

Was allerdings macht diese “Neuauflage” von 2013 für mich nicht ultimativ? Irgendwie finde ich diesen neuen Gatsby nicht ganz so “great”, weil er doch schärfer in seinem Handeln kritisiert wird. (Sogar das Wort “Kimineller” fiel.) Und auch der Wutausbruch ließ ihn beinahe manisch erscheinen und kratzt so an der coolen Gelassenheit im Vorfeld. (Gatsby trifft in dieser Version auch nicht auf Daisys Tochter, was ja noch ein wesentlicher Schockmoment gewesen wäre.)

Am Ende bleibt für mich die Frage, ob Gatsby wirklich so viel besser als die anderen (reichen) Leute war. Ja, er hat sich seinen Wohlstand selbst erarbeitet, wurde dann aber mindestens genauso verschwenderisch. Lediglich seine Treue zeichnet ihn aus bzw. sein fester Glaube an die Liebe. Aber das allein macht einen Menschen aus meiner Sicht nicht “great”. Und am Ende scheint er auch keine große Lücke hinterlassen zu haben.

Fazit: “Der große Gatsby” in der 2013-Version ist ein berauschendes Drama mit gewaltigen Bildern, guten Darstellern und einem auffälligen Retro-Soundtrack – also genau das, was man von dem Regisseur erwarten würde. Nur empfand ich einige Details zu überzeichnet. Da wären mir mehr menschliche Momente lieber gewesen. (7/10)

Noch eine Randbemerkung: Ich bin sehr angetan von “Young And Beautiful”, dem Soundtrack-Song von Lana Del Rey, weil es so wunderbar melancholisch klingt. Nur habe ich mich auf dem Heimweg noch gewundert, worauf sich das bezieht. Gatsby stand ja dafür, dass es gerade nicht um oberflächliche Dinge wie Aussehen und Reichtum gehen sollte, wenn man eine Beziehung eingeht. Aber dann fiel mir ein, dass es wohl eher aus der Sicht von Daisy zu betrachten ist. Für die Frau ist es in dieser Ära ja wichtig, sowohl vom Mann versorgt zu werden als auch sich bestätigt zu fühlen. Und da außereheliche Affären für den Mann keine Seltenheit waren, ist eine Frage wie “will you still love me when I’m no longer young and beautiful?” durchaus relevant, wenn man von Oberflächlichkeit umgeben ist.

Es verbleibt etwas geblendet
F.

Nachtrag: Gut, das “großartig” ist wohl auch als zeitgebunden zu verstehen. So war es in den 1920ern scheinbar ein Idealbild (des Autors), wenn man als Visionär Reichtum und Ansehen erlangt und sich in der High Society eingliedern kann. Und nicht zuletzt wird Jay Gatsby im neuen Film vor allem von Nick als “great” betrachtet, was er unter anderem mit Ausstrahlung und Strebsamkeit (nach oben) begründet. Nur wird spätestens bei der Beerdigung deutlich, dass dieser Eindruck nicht von vielen Leuten geteilt wird.

Logbuch : Feiern, Tage, Feiertage

Mai 12, 2013

Und da sitze ich hier am Muttertag 2013 und lasse meine Gedanken schweifen – für einen weiteren Logbuch-Eintrag. Sternzeit? Ach, keine Ahnung. Ist auch nicht so relevant.

Zum Wochenauftakt verfasste ich ein paar neue Bewerbungen und gönnte mir einen Kinobesuch zum Nachmittag. Ich mag Steven Soderbergh’s Filmschaffen (u.a. “Ocean’s Eleven”, “Contagion” und “Haywire”). Somit kann ich einen Film wie “Side Effects” nur schwer auslassen, auch wenn die Thematik um Psychopharmaka nicht unbedingt mein Ding ist. Umso erschreckender fand ich dann auch ein paar Szenen, die im Gegensatz zu Horrorfilmen ganz schön real wirkten. Die Besetzung stimmte auch. (8/10)
Auf dem Heimweg schaute ich noch kurz beim neuen Edeka-Markt in der Innenstadt nach, ob Rhabarberschorle vorrätig war, so wie S. es neulich meinte. Ergebnis: nö, gähnende Leere in dieser Ecke des Kühlschrankes. Na gut, entschied ich mich für eine Cola ohne Label. (Nicht mal ein Barcode befindet sich auf der Flasche. Sehr alternativ also. Das erfreut dann auch die Kassiererin.) Einschätzung? Ja, schmeckt wie Cola – mit echtem Zucker. Das ist auch so ziemlich das einzige Merkmal, was ich am Cola-Geschmack ausmachen kann. Ansonsten kommen mir alle Marken überwiegend gleich vor.

Der Dienstag gab mir erneut das Gefühl von Kontinuität, was so viel heißt wie: Volontärarbeit, Mensabesuch, Training. Nach dem Abendessen setzte ich ein Vorhaben um, welches schon eine Weile auf meiner Agenda stand. Ich sah mir erstmals ein Rugby-Spiel an – Chiefs gegen Sharks (von Ende April) – und dokumentierte via Twitter meiner Eindrücke. (Vielleicht bereite ich das auch noch auf.)

Mittwoch war es endlich so weit – die Preview zu “Star Trek Into Darkness” sollte den Abend verschönern. Das war leider auch notwendig, da ich kurz davor eine unschöne Nachricht erhielt. (Eingeweihte wissen mehr.) Der Film macht vieles richtig und hat mir sehr gefallen. (9/10)

Zum diesjährigen Herrentag hatte ich nicht wirklich viel geplant, nur ein paar Optionen im Hinterkopf. U.’s Vorschlag zum Frühschoppen war willkommen und so verweilten wir ein paar Stunden im ST-Club und sinnierten über “Star Trek” und andere Themen. Dann folgte ich der Gemeinschaft zu T.’s Garten, wo M. (seit Wochen nicht gesehen) mir Mitbringsel ihres letzten Urlaubs schenkte. (Hat mich sehr gefreut.) Am Nachmittag zu Hause (und vor jeglichem Regen) angekommen, war ich unschlüssig, ob ich mir eine Extraportion Schlaf gönnen sollte, entschied mich dann aber für einen Film. Dieser sollte eigentlich so etwas wie eine All-Star-Komödie sein, konnte bei mir aber überhaupt nicht punkten. Daher hier nicht nennenswert.
Zum Abend plante F. einen Spontan-Stammtisch, den ich (ohne Pläne) wahrnahm – sowie dann noch E. und K. einlud. Der Doberaner Platz war zu dem Zeitpunkt Schauplatz komischer Passanten. Verständlich zum Feiertag.

Am Freitag ließ ich der Spontanität freien Lauf. Vor dem Treffen mit C. wollte ich eigentlich noch Kinokarten besorgen, aber scheiterte ein weiteres Mal an den Öffnungszeiten, die ich online nicht fand. (Sonst wäre mir das nicht passiert.) Zum “Trost” schaute ich dann wieder beim Edeka-Markt vorbei und fand endlich die Rhabarberschorle, die ich sogleich verzehrte, bevor ich an der Haltestelle auf S. traf, der sich dem Mensabesuch anschloss. (Ich hatte Leber, eine Nudelrolle und Möhren-Ingwer-Suppe.) Im Anschluss bummelten wir in die Stadt, wo ich von S. ein neues Spiel aus der Kategorie “Leute gucken” lernte, welches zu dreist ist, um es hier zu erklären.
Auf dem Heimweg holte ich schließlich die Karten und war noch kurz einkaufen. Stichwort Spontanität: mir war nach einer Herausforderung. Also räumte ich auf. Und der beste Antrieb dafür ist Besuch. Beschlossen und umgesetzt. Ebenso wie der vorgeschlagene Besuch auf der Bad-Taste-Party, welcher (aufgrund Herdentrieb) sehr kurz ausfiel – zu Gunsten des Kellers, wo es gar nicht mal so voll war. Insgesamt ein außergewöhnlicher Abend. (Passend zur Woche.)

Das Wochenende nach einem Bad-Taste-Abend fing (wie im April) mit einem Chat mit B. an, was ich einerseits lustig finde und wofür ich andererseits dankbar bin. Dabei stand ich für einen Samstag erstaunlich früh auf. Nicht mal auf der Bahnfahrt in die Heimat wollte sich die Müdigkeit durchsetzen.
Am Nachmittag nahm ich mit “Alternativlos”, “Real Time with Bill Maher” und “Vice” politische Themen in der Großpackung auf, was entsprechend Abstand erforderte. Leider ging jegliches Niveau beim Abendprogramm verloren, welches sich aus DSDS und ein paar Zapp-Pausen zu Carmen Nebel zusammensetzte. Spätestens 2 Stunden später konnte ich den Protest meiner Hirnzellen kaum noch ignorieren. Wie man den Unterhaltungswert des zehnten Casting-Finales künftig unterbieten wird, mag ich mir nicht mal im Traum vorstellen.

Heute hielt ein neuer Bäcker Einzug in unsere heimatliche “Frühstückswelt”. Die croissant-ähnlichen “Butterlinge” sind schon jetzt meisterlich. Mit der aktuellsten SNL-Folge kam ich auch endlich zu dem Unterhaltungswert, den ich am Vorabend so vermisst hatte. Von Kristen Wiig halte ich immer noch sehr viel. Am Nachmittag schaute ich mir die Verfilmung von “The Great Gatsby” aus den 70ern und mit Robert Redford an. Die Szenerie ist selbst aus heutiger Sicht opulent und der Film sehr nah am Buch. Da freue ich mich, demnächst einen Vergleich mit dem neuen Kinofilm dazu machen zu können. Es war sozusagen eine prima Einstimmung – als auch ein weiteres gutes Beispiel für mich hinsichtlich älterer Filme, die nicht meine erste Wahl wären.

Es verbleibt in Vorfreude aufs Abendessen
F.

Nachtrag: Am Tag der “Star Trek Into Darkness”-Vorpremiere habe ich noch etwas nachgeholt – nämlich endlich den Klassiker “2001 : Odyssee im Weltraum” gesehen. Dieser sollte zu Recht Pflichtprogramm für SciFi-Fans sein, weil hier nicht nur erstaunlich eindrucksvolle Bilder geschaffen wurden, sondern auch Handlungselemente umgesetzt werden, auf die tonnenweise referenziert wird bzw. die darauf in anderen Werken gefunden werden können.
Und dann sah ich (am Donnerstag) noch erstmals eine (ältere) Folge der letzten Staffel “Survivor” und weiß nun wieder, warum Amiland als Weltmeister in Sachen Reality-TV gesehen werden kann. Nur mit der Echtheit des Dramas fällt es mir schwer, da viel Vertrauen entgegenzubringen.

Logbuch : viel Fleisch

Mai 5, 2013

Kaum bin ich am späten Sonntagabend zu Hause angekommen, stresse ich den Rechner mit einer Menge an Konvertierungen, um M. die morgige Heimfahrt zu verschönern. Aber wie konnte es dazu kommen?

Nun, diese Woche begann sehr entspannt in der Heimat, wo ich noch ein ordentliches Frühstück mitnahm, bevor ich wieder in die Stadt zurückkehrte, um dort in Windeseile einen Einkauf zu erledigen. Denn C. wollte sich frühzeitig treffen, um dann zum Campus-Erwachen (ein studentisches Open-Air-Festival in der KTV) aufzubrechen. Dort hatten wir mit L. und ihren Mädels viel Spaß, wenn auch es sehr kühl wurde. Die Bands fand ich leider nicht sonderlich erwähnenswert.

Am Dienstag konnte ich meine Programmierkenntnisse unter Beweis stellen, was mehr oder weniger “durchwachsen” endete. Zum Abend musste der Besuch im Bunker leider durch einen Besuch im Pleitegeier ersetzt werden, um das Fußballspiel mitverfolgen zu können. Der Laden war brechend voll – wie auch einige Gäste, die komische Parolen blökten. Egal… das Spiel war spannend bis zum Schluss. Danach besuchte ich noch M., wo wir ein wenig über die Welt sinnierten.
Ach ja, dafür ließ ich an diesem Abend die Vorpremiere zu “Iron Man 3″ sausen.

Denn den Film schaute ich dann am Feiertag (Mittwoch) zusammen mit S., K. und M.. Davor waren wir noch bummeln und machten einen Halt bei der Eisscholle, die anscheinend zunehmend vom freundlichen Wetter profitiert. “Iron Man 3″ fand ich sehr unterhaltsam, besser als den zweiten Teil und stimmig in Bezug auf die anderen Marvel-Filme. (8/10)

Donnerstag  lernte ich in einem Workshop Grundlagen zur Selbstständigkeit, die mich eher davor abschrecken, das in meiner aktuellen Situation in Erwägung zu ziehen. Der ganze Steuer-Hickhack mit USt und so bedarf ordentlich Feingefühl. Danach traf ich auf L. in der Stadt und wir gingen zum Couchsurfing-Stammtisch ins “Old Western”. Endlich weiß ich nun, wie das Steakhaus von innen aussieht. Ich gönnte mir den Starterteller mit drei unterschiedlichen Fleischsorten und war danach auch sehr satt.

Am Freitag hatte ich eigentlich so gut wie gar nichts geplant, schaute die erste Hälfte der dritten Staffel “Game of Thrones” und wurde abends von K. auf den Film “Die Jagd” aufmerksam gemacht, den wir dann im LiWu schauten. Leider war die Thematik dann doch sehr viel ernster als ich mir das gedacht hatte. Auch wenn der Film gut gemacht ist (7/10), musste ich das erst mal verarbeiten danach. Und so schaute ich passenderweise die ersten Folge der neuen TV-Serie “Hannibal”. Passend, weil dort auch Mads Mikkelsen mitspielt. Nach zwei Episoden finde ich die Serie sehr übertrieben, werde aber noch am Ball bleiben.

Das Wochenende begann ich wieder mit politischen Themen, die mir durch Sendungen wie “Real Time with Bill Maher” und “Vice” vorgesetzt werden. Anschließend war ich einkaufen. Dann meldete sich M., der in die Sonne wollte. Und so besuchte ich erstmals den Freigarten, wo ich mir eine Club-Mate gönnte. Danach wuselten wir durch die KTV und fanden heraus, dass der Öko-Flohmarkt eher für Kindersachen war. Zurück am Doberaner Platz nahm ich meinen Mut zusammen und probierte den Hotdog namens FSK-18 (bei Coney’s), der mich wirklich an meine Grenze brachte, was das Ertragen von Schärfe angeht.
Dann pilgerte ich zur HMT, wo A. ihr Diplomvorspiel auf einem Instrument darbietete, welches mir gerade nicht einfällt. Danach lud sie zum Reinfeiern in ihren Geburtstag ein, was dank der vielen bekannten Gesichter auch Spaß machte.

screen-captureAm Sonntag war ich noch gar nicht lange auf und bekam via Facebook sogleich Vorschläge für die Tagesgestaltung. Zunächst besuchte ich S. und half beim Kochen einer Gemüse-Reis-Pfanne. Dann holte ich M. ab, mit dem ich dann zunächst zum IGA-Park fuhr, wo wir uns das japanische Frühlingsfest anschauten. Am auffälligsten fand ich die Cosplay-Fraktion – Teenager im Aufzug von Manga-Figuren bzw. Pokémon. Danach fuhren wir nach Warnemünde und wurden vom Anblick der “Queen Elizabeth” beeindruckt – und von der Menge an Menschen, die zu diesem Anlass dort wuselten. Weil das doch ziemlich anstrengend war, ging es für uns dann ein weiteres Mal in den Freigarten zum Entspannen. Und schließlich versammelten wir uns abends im Petrikeller für ein Festessen mit viel Fleisch.

Ach ja, an all den Tagen habe ich bestimmt auch so manches Comic gelesen. Aber davon war scheinbar nichts nachhaltig genug, dass ich das hier erwähnen möchte.

Es verbleibt zunächst noch kein Vegetarier
F.

PS: die schärfste Sauce heißt “The Source” und wartet mit 7,1 Millionen Schärfe-Einheiten auf.

Logbuch : und wieder läuft die Nase

April 28, 2013

Das erste Anzeichen eines neuen Infektes nahm ich am Montag-Nachmittag wahr. Stichwort rauer Hals. Da überlegte ich es mir mehrfach, ob ich mich auf den dieswöchigen Kinobesuch einlassen sollte. Die Sichtung von “Nachtzug nach Lissabon” habe ich aber nicht bereut, auch wenn der Film ganz anders war, als es der Trailer vermuten ließ. Mit so viel politischem Kontext hatte ich nicht gerechnet. Da wurde schöne Landschaften schnell zur Nebensache. (8/10)

Der Dienstag war wieder mein Termin-Tag. Dieses Mal besuchte ich erstmals Roggentin. Das Ergebnis steht noch aus. Dafür wurde mir beim Stammtisch ein Getränk ausgegeben. :)

Am Mittwoch brauchte ich nach dem Trubel am Dienstag etwas Auszeit – und mehr Tee. Zum Abend lud ich mich bei S. ein, wo wir den Sieg von Dortmund live verfolgten. Ich gestehe, dass mir das Spiel doch sehr gefallen hat. (Eine Seltenheit.)

Habe ich bereits Trubel gesagt? Das Wort passt besser zum Donnerstag. Denn da war ich nur am Kurbeln. Stundenlanges Aufräumen. Kurze Unterbrechung dank L., die mich zum Antesten des neuen Frozen-Yogurt-Ladens “Fröhlich” am Doberaner Platz überredete. (Es war lecker.) Danach kam mein Besuch an, wir aßen noch schnell bei Subway, bevor es zur Langen Nacht der Wissenschaften ging. Die Leichenteile in der Anatomie-Abteilung fand ich nicht so anziehend. Darum ging ich über den Campus Ulmenstraße dann in die Südstadt, wo ich bei den Chemikern Appetit auf eine frische Bratwurst bekam. Kurz darauf stand ich am Zwischenbau, um auf meine Begleitung zu warten. Denn an diesem Abend ging ich noch zum Konzert von Laing. Die Vorband namens Malky war ziemlich gut, aber zurecht nur die Vorgruppe. Was die Mädels (und der Drummer) von Laing abgeliefert haben, war absolute Weltklasse – und das auf der kleinen Bühne. Ich nehme an, die Band hatte auch ihren Spaß, da das Publikum sehr viel jubelte. Auf dem Heimweg nahm ich noch einen kleinen Umweg über den Ulmen-Campus, um mir noch mein Freigetränk zu gönnen.
Ach ja, im Zwischenbau gibt es unter der Bezeichnung “Ostbrause” die altbekannte Marke “Mandora”, die zwar sehr aromatisiert riecht, aber dafür schön herb schmeckt. Und wer hätte gedacht, dass es mittlerweile Berliner Cider gibt? Ich sehe da einen Trend.

Weil ich zugesagt hatte, bei einer Lieferung am Freitagmorgen behilflich zu sein, musste ich nicht nur nach einer sehr kurzen Nacht aufstehen – ich hatte zudem auch noch sehr schlecht geschlafen. Schuld war Verschleimung. Mir wurde bereits angekündigt, dass es sich um einen “kleinen” Container handelte, der da innerhalb von zwei Stunden entladen werden sollte. Aber erst danach erfuhr ich, dass es sich um etwa 3,5 Tonnen Stahl handelte, der durch meine Hände ging. Na ja, das hatte ich so auch noch nicht.
Das Frühstück im Anschluss daran war willkommen. Der stundenlange Stadtbummel danach wiederum nicht so sehr. Zum Nachmittag machten sich meine Beine bemerkbar, die noch vom letzten Abend beansprucht waren. Mit viel Erleichterung konnte ich mich dann zu Hause ausruhen (bei neuen Folgen “Big Bang” und “Glee”).
Am Abend fuhr ich in die Heimat und kochte zum ersten Mal Chili, was mir doch ganz gut gelungen ist. Selbst die Schärfe war einsteigerfreundlich.

Das Wochenende verbrachte ich überwiegend mit Lesestoff. Zur Zeit hat es mir wieder das Ultimate Universe (von Marvel) angetan, bei dem ich mich wieder auf den aktuellen Stand lese. Gerade beim “all-new” Ultimate Spider-Man wurde ordentlich am Status Quo geruckelt. Stichwort Onkel-Ben-Moment.
Und ansonsten habe ich ein paar Folgen “Vice” gesehen – siehe letzten Eintrag.

Es verbleibt auf dem Weg der Besserung
F.

Der ganz normale Wahnsinn

April 28, 2013

Da staut sich manchmal Einiges an politischem Inhalt bei mir an, dass ich mich aufgefordert fühle, ein paar Absätze dazu zu verfassen.

Auslöser war die Nachricht am Freitag, die aus meiner Sicht viel zu wenig Beachtung fand. In einer weiteren Nacht-und-Nebel-Aktion setzt unsere Regierung Dinge um, die man nicht an die große Glocke hängen will – in diesem Fall die Verlängerung der Urheberrechtsfristen. Und nicht nur die Medien ziehen da mit. Nein, sogar die Opposition sitzt mit an Bord!
Spätestens hier machen mir die Grünen klar, dass sie im Zweifelsfall wie die C?U und die Liberalen handeln würden, wenn die Lobby ruft. Das hätte ich eher von der SPD erwartet.
Wie schön, dass sich die Ökos kurz danach auf ihrem Parteitag Mut für den Wahlkampf machen. Mittlerweile bin ich an einem Punkt, an dem ich das Publikum bewundere, welches sich heutzutage noch politische Reden anhören kann. All die schön verpackten Aussagen, von denen man sich mindestens die Hälfte sparen könnte, liebe Freundinnen und Freunde.
Da wünsche ich mir lieber eine Datenbank, in der das Abstimmungsverhalten der Redenschwinger nachvollzogen werden kann. Denn das sind die Fakten, mit denen eine Partei werben sollte. Alles andere ist Schall und Rauch – soll sich gut anhören und mehr nicht. Wie oft kann man sein Vertrauen verlieren?

Da beruhigt es mich auch nicht, welche Krisen andere Länder beschäftigen. Durch (zugegebenermaßen etwas reißerisch aufgemachte) Beiträge des amerikanischen TV-Magazins “Vice” bekommt man in angenehmer Infotainment-Länge verschiedene Themen aufbereitet. Dazu zählen:

  • die Folgen der Strahlungsbelastung im Irak (vermutlich durch die verwendete Munition im Krieg)
  • das Schutzbedürfnis von Politikern auf den Philippinen (wo es ausreichend Waffen in der Bevölkerung gibt)
  • die Irrungen und Wirrungen bei Familienplanung in China (Stichwort Frauenmangel)
  • Selbstmordanschläge in Afghanistan (verübt durch Minderjährige)
  • Flucht aus Nordkorea (Stichwort Menschenhandel)
  • der Grenzkonflikt zwischen Indien und Pakistan
  • die Radikalisierung in Spanien und Griechenland
  • die Schusswütigkeit in den USA, wo Kinder in religiösen Privatschulen für den Ernstfall “trainiert” werden

Zu Letzterem gibt es ein Video von der Festnahme eines der mutmaßlichen Verantwortlichen für das Marathon-Drama in Boston, bei dem so viele Schüsse abgefeuert werden, dass man es fast für eine Parodie halten könnte. Da macht die nicht bestätigte Meldung, das Zählen der Schusswunden sei nicht möglich, irgendwie Sinn.

Zum Abschluss möchte ich noch auf eine Zeile aus dem Buch/Film “Nachtzug nach Lissabon” verweisen, welche mir im Kopf blieb: “Wenn die Diktatur eine Tatsache ist, ist die Revolution eine Pflicht.

Es verbleibt nachdenklich
F.

Logbuch : Achterbahn

April 21, 2013

Es gibt Logbuch-Einträge, für die mir ein Titel nicht sofort einfallen will. Anders sieht es bei den letzten 7 Tagen aus. Mal sehen, wie ich das beschreibe…

Der Montag belohnte die Gegend mit ersten richtigen Frühlingsimpressionen (ja, Wetter schon wieder) und ich war noch ganz entspannt in der Heimat. Darum konnte ich gleich zwei Freunden nicht zusagen, den Tag zu nutzen. Irgendwie schade.

Wie ich im Vorfeld bereits erahnte, brauchte ich fürs frühe Aufstehen am Dienstag keinen Wecker, war dann gewissermaßen terminlich gebunden, ließ das Mittag ausfallen und kam erst am Nachmittag zur Ruhe. Und diese wollte ich dann erhalten, weswegen ich nicht zum Stammtisch gegangen bin. Stattdessen versuchte ich, “Drive” weiterzulesen und bummelte am Hafen entlang. Aber auch die frisch zusammengestellte Playlist hat der Stimmungs-Talfahrt nicht entgegengewirkt.

Am Mittwoch brauchte ich den ganzen Tag, um mich einigermaßen aufzurappeln. Und so einen furchtbaren Tagesstart hatte ich sehr lange nicht mehr. (Stichwort Zukunftsängste) Ich kann von Glück reden, dass mir die abendliche Vorpremiere von “Das hält kein Jahr…!” (zusammen mit S. und S.) dermaßen gut getan hat, dass ich endlich wieder lachen konnte. Der Film ist auch sehr zu empfehlen. (8/10)

Auch am Donnerstag kehrte die Gelassenheit stückweise zurück – sehr zu meiner Freude. Ich ließ mich erneut zu einer Teilnahme am Pub Quiz (im Bunker) überreden – Ergebnis: dritter Platz. Und damit noch nicht genug Tollkühnheit meinerseits. Ich probierte ein Mixgetränk mit Tabasco, was definitiv eine Erfahrung für meinen Hals war. Der Schärfegrad ist eher was für Fortgeschrittene.

Eine dreiteilige Einkaufstour stand für mich am Freitag auf dem Plan – Innenstadt, Neptun Center und Supermarkt um die Ecke. Und abends fuhr ich mit G. (als “early bird”) zu L., die mit E. wochenlang dieses Datum fixierte, um deren Geburtstage zu feiern. Der Abend war sehr lustig – und wurde spätestens mit Beschallung durch Nicki Minaj legendär.

Da ich am Vortag vorausschauend einkaufen war, konnte ich das Wochenende entspannt verspätet beginnen. Ein wenig Lesestoff und Unterhaltungssendungen sowie eine Extraportion Schlaf später war der Tag auch fast schon wieder um. Nebenbei lernte ich neue Lieder von Michael Bublé kennen und gab mir danach Musik von will.i.am, was ich sehr anstrengend fand. Die Frage der Abendgestaltung war nach U.’s Einladung zum Sit-in geklärt. Und im Anschluss daran sah ich noch einen Film mit Barbra Streisand. Derweil trudelte mein Steuerbescheid an dem Tag ein. (Natürlich wieder eine Nachzahlung.)

Heute fand ich sogleich nach dem Aufwachen eine iMessage auf meinem iPod (Stichwort Vernetzung), die mich über Pläne zum Mittagessen einweihte. Und so testete ich zusammen mit C., G. und U. ein griechisches Restaurant mit dem aussagekräftigen Namen “Der Grieche”. Hm, Gyros mit Reisnudeln. Lecker lecker. Und wo wir schon unterwegs waren (im Sonnenschein), konnte die Schlemmerei noch mit einem Besuch bei der Eisscholle veredelt werden. (Mein erster Besuch seit der Winterpause.) Ich entschied mich für Fruchteis, wurde nicht enttäuscht und war danach pappensatt. Zum Nachmittag war mir nach Musik von Taylor Swift. Ich mag ja die Lieder “Sparks Fly” und “Enchanted” – und ich mich versehe, ist das ganze Album durch.
Abends regte ich mich noch ein wenig über Trash-TV auf. Ein Bericht über die Frisur eines Fußballtrainers? Oh bitte. Und dann besuchte ich noch S., bei der ich das Ende eines (Mädchen-)Teenie-Films sah, der so idealisiert wirkte, dass ich nun Mitleid habe – und zwar mit den Vätern, die das ertragen müssen.

Zur Lese-Ecke: ich habe mich nun durchgerungen und Mark Millar’s “Secret Service” durchgelesen. So schön es vielleicht für Werbezwecke sein mag, den Watchmen-Zeichner dafür gewinnen zu können, so enttäuschend empfand ich die Optik. Und auch die Geschichte lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig, was ich wieder vordergründig an den flachen Charakteren ausmache. Die Synopse wirkt vielversprechend, während die Comics dann schwächeln. Hoffentlich wird das bei der Verfilmung nachgebessert.

In der kommenden Woche finden Veranstaltungen im Rahmen der Kulturwoche statt – darunter die “Lange Nacht der Wissenschaften”. Dazu noch die üblichen Termine wie Stammtisch, Training oder Kinobesuch. Ja, sollte nicht langweilig werden.

Es verbleibt entspannt
F.

Blogger-Aktion für den guten Zweck

April 18, 2013

Dank Caschys Blog habe ich von der Aktion gehört, bei der sich Blogger ohne viel Aufwand für den guten Zweck engagieren können. Denn Checkdomain verspricht nicht nur eine wohltätige Spende für die Deutsche Kinderkrebs-Stiftung, sondern noch einen bunten Wandschmuck für die heimische Blogger-Zentrale. Alles nachlesbar unter folgendem Link.

Da ich noch ein wenig Platz an der Wand habe, tu ich meinen Beitrag und verhelfe somit der Aktion zu etwas mehr Aufmerksamkeit. Falls das so klappt, wie gedachte, reiche ich noch ein eigenes Foto nach. ;)

Es verbleibt mit Wohlwollen
F.

Logbuch : Abwechslung zum Abend

April 14, 2013

Die vergangene Woche war tagsüber relativ unspektakulär. Wie auch, wenn ich hauptsächlich mit Frühjahrsputz beschäftigt bin – und der ist leider immer noch nicht vorbei. Abends hingegen nahm ich wieder Gelegenheiten wahr, anderweitig beschäftigt zu sein.

Am Dienstag habe ich es erstmals zu einem JUGHRO-Treffen geschafft. Die hiesigen Java-User berichten dabei monatlich über unterschiedliche Themen im Programmier-Umfeld. Und zu vergangenen Terminen war ich stets verplant. Dieses Mal habe ich dafür gesorgt, mir den Abend frei zu halten. Die Vorstellung des Processing als grafisches Gestaltungsmittel fand ich sehr interessant. Auch die Community-Plattform mit Code-Sharing und Online-Vorschau-Option hat mich beeindruckt.
Im Anschluss ließ ich mich noch auf einen Besuch im Bunker ein, wo S. das Fußballspiel gucken wollte, welches erst einige Nerven kostete, bevor es zum Ende richtig verrückt wurde. Ich kann zweifelsfrei behaupten, so einen Spielausgang noch nicht erlebt zu haben.

Am Mittwoch-Abend entschied ich mich für die Vorpremiere von “Oblivion”, zu der mich U. begleitete. Verblüfft wurden wir beim Kartenkauf informiert, dass es gar kein 3D-Film ist – und dass man leider nicht mehr das 5-Sterne-Ticket von CineStar für so eine CineMen-Veranstaltung einsetzen kann. (Sogar das Gratis-Getränk hat nun andere Bedingungen.) Ergo werde ich mir in Zukunft überlegen, ob ich dieses Angebot noch nutzen möchte. (Die Filmkritik findet man hier im Blog.)

Am Donnerstag habe ich viel gelesen und war abends zum Couchsurfing-Treffen im Stadtkind. Dort probierte ich die Fladenbrot-Variante mit 4 Sorten Käse. Lecker, lecker, lecker und lecker, kann ich dazu nur sagen.

Freitag wurde zum Freutag, da ich zum Dinner warmes Brot bei S. aufgetischt bekam. Dies war Teil der Vorbereitung für eine weitere Bad Taste Party im ST, die ich so auch noch nicht erlebt hatte…

Danach fing das Wochenende für mich “spontan” 2 Stunden später als geplant an. Auf der Zugfahrt in die Heimat hörte ich vorwiegend Lieder aus meiner Jugend. (Igitt, an diese Wortwahl muss ich mich noch gewöhnen.) Ich bin sicher, dass ich ein entsprechende Playlist dazu in Kürze fertigstellen kann. Ansonsten gönnte ich mir am Samstag etwas, was ich wirklich schon sehr lange nicht mehr hatte: TK-Pizza. Und als sei das nicht schon “billig” genug, gab es noch eine Dosis Unterschichten-TV dazu. Und oy, eine DSDS-Sendung wie die Letzte hätte kaum unerträglicher sein können. Nur der Einspieler mit Michael Bublé war ganz nett.

Heute (Sonntag) war ich erstmals im “Alten Fritz” zum Brunchen, was ich auch empfehlen kann. Aus meiner Sicht habe ich alles probiert, was ich wollte. Das Völlegefühl für den Rest des Tages dürfte dies bestätigen. Jegliche Pläne fürs Abendessen wurden entsprechend angepasst.

Ach ja, und auch am Wochenende habe ich gelesen. Marvel Comics ohne Ende. Wobei es eigentlich 3 Serien betrifft. “Avenging Spider-Man”, eine Reihe, in der Spidey mit anderen Avengers zusammenarbeitet. “The Punisher” von Greg Rucka, der den letzten Serien-Neustart um Marvel’s Meister der Selbstjustiz leiten durfte und dazu einen sehr guten Zeichner an Bord bekam. Und schließlich “Daredevil” von Mark Waid als eine Serie, die schon berechtigt mit Preisen geehrt wurde. Einige meiner Eindrücke verarbeite ich demnächst wieder bei Goodreads als Rezension.

Es verbleibt ausgeglichen
F.

Ansichtssache: Oblivion

April 11, 2013

Endlich wieder ein Science-Fiction-Film im Kino, könnte man sich denken. Wären da nicht die letzten Ausrutscher wie “Prometheus” oder “Total Recall” von 2012 noch schmerzlich in Erinnerung. Denn wogegen die technischen Tricks immer ausgereifter werden, stumpfen die Drehbücher zunehmend ab. Aber wie ist es nun bei diesem Werk?

Eins gleich zum Anfang: wer Tom Cruise absolut nicht mag, wird hier leiden – denn es ist wieder (mehr oder weniger) eine One-Man-Show seinerseits. Der Hochkaräter namens Morgan Freeman hilft da auch nicht viel.

Die Story bietet einen bunten Mix aus bekannten SciFi-Epen – unter anderem “Matrix”, “Terminator”, “2001 – Odyssee im Weltraum” und (natürlich) “TRON Legacy”. Dies meine ich aber nicht negativ, weil so etwas auf viele neue Filme zutrifft. Und nicht zuletzt rätselte ich mehrfach, wie es mit der Geschichte wohl weitergehen würde. Stichwort Plot-Twists.
Kritisch muss ich jedoch zugeben, dass die Charaktere (wie so oft) auf der Strecke bleiben, wenn es um Tiefe und Sympathiewerte geht. Und der Film lässt sich sehr viel Zeit, um in Gang zu kommen. Das merkt man spätestens beim vergleichsweise kurzen Finale.

An der Besetzung kann ich nicht meckern. Soll heißen: auch ein anderes Alpha-Tier als Hauptdarsteller hätte die Handlung nicht besser werden lassen.

Kurzer Einwurf zu den Effekten: es ist wirklich selten, dass ich davon ausgehe, einen Film in 3D zu sehen, und dann an der Kinokasse überrascht werde, dass der Film gar nicht mit 3D ist. Dafür gibt es meinerseits einen Pluspunkt an die Produktion.

Aber auch sonst sind die visuellen Eindrücke, mit der “Oblivion” ja bereits durch Trailer und Plakate wirbt, sehr schön umgesetzt. (Vom windstillen Haus in den Wolken mal abgesehen.) Ist zwar alles sehr amerikanisch, aber das sollte nicht verwundern. Der Rest der zerstörten Welt war bestimmt keinen Szenenwechsel wert. (Wobei es eigentlich schade ist, dass man solche Randszenen der Zerstörung als kleine Sequenz nicht eingebaut hat.)

Fazit: “Oblivion” ist ein relativ harmloser SciFi-Remix mit eindrucksvollen Bildern und ein paar gelungenen Wendungen im Geschehen. Nur wirken die Figuren in diesem Drama ziemlich fade. (7/10)

Es verbleibt mit Vorfreude auf den nächsten Kinobesuch
F.


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