Posts Tagged ‘Frust’

Logbuch : unschöne Dinge zu Tagesbeginn

März 21, 2016

Logbuch

08.03.16 : Ich hatte minimal verschlafen und begann den Tag mit Hetzerei und Sport. Nach der Arbeit machte ich kurz Halt zu Hause, fand meinen neuen USB-Stick in der Post und besuchte G.. Zusammen mit ihr und N. zogen wir los in die Südstadt, um uns bei einem Besuch im ST zu amüsieren. Highlight des Abends war der Song “Klaps auf den Po”. Außerdem traf ich noch ein paar bekannte Gesichter dort.

09.03.16 : Nach der Arbeit schaute ich kurz bei LOHRO vorbei, blieb nicht lange und besuchte G., welche gehaltvolle Cupcakes zubereitet hatte. Danach schaute ich beim Hackspace vorbei, wo B. zu Besuch war – mit Problemen in Sachen Rechner und Telefon.

10.03.16 : Der Donnerstag fing mit einer ganz bösen Überraschung an. Scheinbar konnte mein heimischer Rechner nicht mehr starten – aufgrund von Festplatten-Problemen. Erst mit einem Trick gelang es mir doch. Aber meine Nerven lagen blank. Ich kümmerte mich im Verlauf des Tages um eine baldige Lösung des Problems. Und als sei dies nicht genug, ging mir eine Teetasse zu Bruch. Tagesstart für die Katz sozusagen. Am Abend hielt ich mich mit Backup-Plänen beschäftigt und verfolgte ein Fußballspiel via Ticker.

11.03.16 : Mein Freitag in Kurzform: Arbeit, Radiosendung, Sport, Ruhe.

1grienCard2.03.16 : Workshop-Tag 1: Zunächst etwas Haushalt in Form von Einkauf und so. Die Mischung der Kursteilnehmer war ein weiteres Mal sehr bunt. Die Zusammenarbeit mit A. relativ entspannt. Zum Abend gönnte ich mir eine Pizza und erwartete ein paar Freunde zum Plauschen und Kinobesuch. Es gab den zweiten “Indiana Jones”-Film im O-Ton, den ich nicht mehr ganz so in Erinnerung hatte. Wir fühlten uns gut unterhalten.
(Außerdem fand ich eine komische Karte.)

13.03.16 : Workshop-Tag 2: Das Team saß an Beiträgen. Eine Sondersendung wurde vorbereitet, spontan erweitert und ließ wohl alle einigermaßen glücklich zurück. Nach der Auswertung hatte ich das Glück, doch noch mit S. und S. mitfahren zu können, da diese ungewollt umkehren mussten. In Hamburg begrüßten uns S. und H.. Wir gönnten uns eine große Pizza mit Gyros und schauten eine Unterhaltungssendung im TV.

14.03.16 : Mein erster Urlaubstag des Jahres. (Eigentlich auch mein zweites Radio-Moderations-Jubiläum, was ich allerdings nicht on air feiern konnte.) Und natürlich: Pi-Day. 🙂 Ich war mit Freunden in Hamburg unterwegs. Dies nach einem ausgiebigen Frühstück. Wir erkundeten den Apple-Store, den neuen Schweizer-Schokolade-Laden und den Nivea-Shop. Nächster Halt Europa-Passage (oder heißt das Shopping-Center nun anders?) : Ich fand ein neues “Geek-Shirt”, obwohl ich davon eigentlich ausreichend habe. Nächster Stopp Meßmer-Momentum: ich fand eine neue Teetasse und stellte mir eine 20er-Box Teebeutel zusammen. Nächster Stopp Messe-Zentrum: mit verschiedenen Foodtrucks. Lecker Lunch. Nächster Stopp Innenstadt: ein weiterer Teeladen wurde erkundet. Und ich erwarb zwei Hosen. Nächster Stopp Hauptbahnhof-Supermarkt. Wir kauften fürs Abendessen ein. Dieses wurde bei S. zubereitet. Danach wurde es auch schon Zeit für den Abendausflug zur Reeperbahn, wo Jess Glynne in der Großen Freiheit 36 ein ausverkauftes Konzert gab. Sie schien sehr fröhlich zu sein. Und auch das Publikum war gut gelaunt. Dass wir nach so einem Tag müde waren, kann man sich vielleicht denken.

 

15.03.16 : Ich hätte gern ausgeschlafen, aber die Rückfahrt nach Rostock stand auf dem Plan. Wir frühstückten bei S., fuhren zum Hauptbahnhof, wo ich mir noch Franzbrötchen gönnte, stöberten noch kurz im Presse/Buchladen.. und verloren uns dann aus den Augen. Mit der Konsequenz, dass ich kurz vor Abfahrt den Zug erreichte und S. nicht. In Rostock angekommen, ging es für mich sogleich zur Arbeit. Die Kola-Kaffee-Limo war zwar wieder nicht lecker, aber dafür wirksam. Am Abend fiel ich nur noch ins Bett.

16.03.16 : Trotz vieler Parralelen zu meinem typischen Mittwoch, verlief doch einiges anders. Da reicht es schon, wenn ich den Sport-Anteil des Tages in den Abend verschiebe. Beim Treffen der Musikredaktion war erstmals S. dabei. A. und ich sahen im Anschluss noch Fußball – ein Spiel mit einem sehr unschönen Verlauf. Und ich schaute noch kurz im Hackspace vorbei.

17.03.16 : Unschöne Ironie ereilte mich am Donnerstag. Denn ich hatte die Chance, etwas länger zu schlafen, was vom Lärm durch Hausverwaltungssachen ordentlich zunichtegemacht wurde. Und so fühlte ich mich eher unwohl auf dem Weg zur Arbeit. Ich beschloss, mich vor dem Fußball-Abend bei S. noch kurz eine Stunde hinzulegen. Was mir so gut gelang, dass daraus knapp 3 Stunden wurden. Als ich bei S. aufkreuzte, sah ich nur die letzten Minuten des Spiels sowie etwas von der (sehr suboptimalen) Nachberichterstattung von Sport1. Wieder zu Hause beschäftigte ich mich mit dem Sortieren von Dateien und kam erst später wieder dazu, Ruhe zum Schlafen zu finden.

18.03.16 : Nach der Arbeit eine Sendung über Musik, gefolgt von der Vorbereitung der nächsten (Sonder-)Sendung. A. schaute noch bei LOHRO vorbei. B. und S. hatten mit Gast F. eine schöne Tüte an Musik am Start. Und schließlich war es dann auch mitten in der Nacht, als alles eingepackt wurde.

SR2Poster19.03.16 : Ein Wochenende mit der Möglichkeit zum Ausschlafen gefällt mir nach wie vor sehr gut. Der Wochenend-Einkauf ließ sich auch in erfreulich kurzer Zeit bewältigen. Ich schaute mir die aktuelle Folge “Real Time” an. Ich ging kurz zu LOHRO und half ein wenig bei einer Sondersendung. Ich sortierte ein paar Dateien und bereitete mich für den Abend vor. Zunächst gab es ein vorerst letztes Dinner bei K., zu welchem K. neue Hefekloß-Kombinationen kredenzte. Irgendwann wurde es dann Zeit für meinen Aufbruch, um im Zwischenbau für etwas Beschallung zu sorgen – einerseits beim Warm-Up und den Umbau-Pausen der Live-Acts, und andererseits beim DJ-Spaß auf dem kleinen Floor. Das Spektrum des Abends reichte von Freude über bekannte Gesichter über leichte Frustration und Verwirrung bis hin zur Erleichterung. So oder so war neben dem Spaß auch einiges an Anstrengung dabei.

20.03.16 : Frühlingsanfang und mir könnte es kaum mehr egal sein. Viel zu sehr mochte ich meinen Platz im heimischen Bett. Am Nachmittag holte ich mir von H. ein technisches Bauteil für eine bevorstehende Tüftelei. Ich traf M. im Kino und besprach ein paar Planungssachen für die nächste Kinosendung. Ich kochte mir Essen und ließ nebenbei einen bootfähigen USB-Stick erstellen. Ich schaute im Hackspace vorbei und erfreute mich an der Heiterkeit der anderen Gäste.

Es verbleibt mit Vorfreude auf ein verlängertes Oster-Wochenende
F.

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Strange relationship

September 5, 2012

Ich habe mir vorgenommen, die Musik von Darren Hayes dieser Tage etwas verstärkt zu hören, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Der Titel ist übrigens das erste Lied seines ersten Albums „Spin“ von 2002.

Gestern verliefen ein paar Dinge nicht so wie erwartet, was mir ein wenig Verspätung einbrachte. Aber dafür hatte ich die Gelegenheit, mein (Nicht-)Können in Sachen Billard und Kicker unter Beweis zu stellen. Spaß hat es dennoch gemacht.

Für weniger Spaß und mehr Nachdenklichkeit sorgte die Meldung über einen Zeitgenossen aus Berlin, welcher vergangenen Sonntag sein Leben eigenwillig beendete. Die Umstände, dass er ungefähr gleichalt und scheinbar im Informatik-Umfeld tätig  sowie in verschiedenen Netzwerken aktiv war, tragen dazu bei. Aber richtig schaurig ist der Umstand, dass besagte Tat über Twitter „angekündigt“ wurde und man nun von einem „Geisterprofil“ reden kann, weil diese letzten Lebenszeichen weiterhin einzusehen sind – inklusive einiger Reply-Antworten auf die brisanten Tweets.
Nun, im Nachhinein, folgten dann eine Reihe von Beileidsbekundungen (R.I.P. etc.) und auch Meinungen zur Wechselwirkung von innerer Haltung und äußeren Umständen. Aber die Fragestellung bleibt, ob nicht vielleicht ein Hilferuf missinterpretiert wurde.

Zu den Aspekten von innerer Haltung und äußeren Umständen habe ich heute einen lesenswerten Beitrag via Google+ gefunden, den ich hier mal referenzieren möchte. Darin geht es um den Umgang mit Frust.

Bei Frust denke ich an so manche Kinofilme der vergangenen Wochen. Und dann fällt mir ein, dass die kommenden Wochen da vielleicht Abhilfe schaffen könnten. Mit „Cabin in the Woods“, dem „Bourne-Reboot“, einem neuen Meryl-Streep-Film und der Fortsetzung von „Resident Evil“ sollte eine ordentliche Mischung vorliegen. Da bin ich gespannt.

Es verbleibt in Beziehung mit dem Leben
F.

Lift me up

August 12, 2012

Manchmal höre ich gern in Alben rein, die irgendwie vom Radar verschwunden sind. Erinnert sich noch jemand an das Album „Bionic“ von Christina Aguilera von 2010? (Also damals, als sie noch schlank war.) Es wurde mit relativ viel Tamtam angekündigt und ist dann mehr oder weniger „untergegangen“ – vielleicht wegen zu viel Belanglosigkeit. Nun könnte man meinen, dass es richtig so ist. Aber wie viel anderer (belangloser) Pop-Output wird dank Hype gepusht wie sonst was. Na egal.

Zum Wochenrückblick:

Montag wurde mehr oder weniger spontan zum Kinoabend. „The Dark Knight Rises“ gehört damit zu den von mir am häufigsten gesehenen Filmen dieses Jahres. Davor gab es noch lecker Döner (inklusive exotischer Limonade) in der KTV. Leider wurde meine Bestellung (ohne Zwiebeln, mit Käse) ignoriert und ich bekam das Standard-Produkt. (#1)

Dienstag sollte es eins der ungewöhnlichsten CouchSurfing-Treffen unserer lokalen Community geben. Trotz frischem Wind ging es an den Stadthafen, dann kurz zum Dobi, auf den Kanonenberg und wieder an den Hafen. (#2)

Mittwoch war wieder regulärer Kinoabend – dieses Mal mit der (von mir lang erwarteten) Premiere von „Prometheus“, dem neuen SciFi-Film von Ridley Scott. Ich werde hier keine große Kritik verfassen und komme gleich zum Fazit: Der Film hat auffällige Schwächen in der Handlung, kann aber personell sowie technisch sehr gut punkten. Eigentlich ein Dilemma für Cineasten. Aber es gibt Schlimmeres. (#3)

Donnerstag ging es zur Eröffnung auf die diesjährige HanseSail. Und holla, was war das ein Andrang. Gutes Wetter und Prominenz machen es möglich. Wichtiger war mir persönlich der Genuss-Faktor durch exotische Snacks und die gab es auch. Ich hatte ungarisches Fladenbrot, ein Grillfleisch (mit Knochen) und den obligatorischen Slush-Drink (Stichwort Gehirnfrost).

Am Freitag hatte ich auf einer Feier das seltene Erlebnis, für mein T-Shirt gelobt zu werden. Es war eins von „The Sounds“, welches ich einst bei eBay ergattert hatte, nachdem ich traurig feststellte, dass es im aktuellen Bestand keine schönen Fan-Sachen gab. (#4)

Der Samstag begann relativ entspannt und führte mich sogleich in die Innenstadt, wo ich die Science@Sail aufsuchte. Grund war neben dem aktuellen Programm der Schauvorlesung ein Gastvortrag zum Thema Titanic. Das Besondere daran ist, dass der Professor ein meisterhafter „Erklärbär“ ist, wenn es um das Verbinden von Unterhaltungsmedien mit Naturwissenschaft geht. Im Anschluss daran war ich mutig und wagte mich erneut auf die HanseSail (und das am Samstag, wo ich sonst ein Bogen um das Areal machen würde). Aber was tut man nicht, wenn Freunde in der Stadt sind.
Zum Abend hin waren wir nicht nur in einem Fahrgeschäft (inklusive Überschlägen), sondern sogar im tiefsten Trubel der Feierwütigen (Stichwort Party-Turm). Mir wurde da schon ein wenig mulmig bei all dem Gedränge. Mein Instinkt wurde leider bestätigt, als ein paar Ruhestörer anfingen inmitten der Menge Feuerwerksutensilien losgehen zu lassen. Na ja, aber da waren wir schon fast auf dem Rückweg. Zum Abschluss des Abends konnte eine UltraStar-Session für Stimmung sorgen. (#5)

Und heute? Heute stand ich bemerkenswert früh auf, um einen Zug in die Heimat zu nehmen. Dort angekommen ging es auch gleich auf einen Spaziergang durch den Ort. Und am Nachmittag genehmigte ich mir ein paar Stunden PS3-Gedaddel.

Anmerkung: Die Nummerierung bei der Rekapitulation des Wochengeschehens bezieht sich auf Tage, an denen ich erst sehr spät wieder zu Hause war. Ich vermute, dass es sich dabei um eine ungewöhnliche Ausnahmeerscheinung handelt. Jedenfalls fiel mir das selten so deutlich auf, wie in dieser Woche. Hätte ich Haustier, sollte mir das zu denken geben.

Und nun zu einer Sektion, die ich bereits vor ein paar Tagen verfasst hatte, aber irgendwie (siehe letzten Absatz) nicht beenden konnte. Und zwar geht es um ein paar Eindrücke aus aktuellen Nachrichtenmeldungen: Oder auch: was mit der Welt nicht stimmt.

So ist das also. Große Firmen (und Banken) können sich durch Geldzahlungen von Vorwürfen (und damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen) befreien. Ist das nicht ein 1A Beispiel, wie man in der Wirtschaft agieren sollte? Einfach mal allen dubiosen Angelegenheiten nachgehen. Und wenn man erwischt wird, kommt eine „kleine“ Sonderzahlung und weiter kann es gehen.
Da brechen Banken gern das eine oder andere Gesetz (Gewinn geht vor) und müssen keine Konsequenzen fürchten. Na ja, es kann auch schwierig werden, wenn man sich mit kriminellen Organisationen einlässt. Wie gut, dass Aufsichtsbehörden scheinbar immer vorerst still bleiben. Und noch schöner ist es, wenn Regierungsangehörige die Seiten zur Privatwirtschaft wechseln und dort ihr Fachwissen einsetzen können.

Und wenn mal gegen dubiose Geschäftstreiber vorgegangen wird, passiert so etwas: Minderjährige werden stundenlang verhört, weil ein Elternteil auf einer Verdachtsliste steht, die mit Steuerhinterziehung zu tun hat. Und das in einem „Vorzeigestaat“ der Demokratie und Freiheit.

Apropos Freiheit: Ein Innenministerium möchte soziale Netzwerke überwachen, um danach ihre Agenda auszurichten. Reicht das Telefon-Abhören nicht mehr? Oder erhofft man sich dadurch bessere Öffentlichkeitsdarstellung?

Ach ja, PR-Angestellte frisieren Wikipedia-Einträge von Politikern, um ein besseres Licht zu erzeugen. Da frage ich mich, ob das nicht entgegen der Intention der Wikipedia-Idee steht.

Stichwort PR: „Paywalls“ ist ein Begriff, der sich auf die Vergütung von Berichterstattern bezieht. Aktuell ist es ja so, dass sehr viele Nachrichten frei zugänglich im Netz zu finden sind. Leute können sich über viele Themen informieren. Ob diese bequeme Art des Wissenserwerbs eine Utopie ist, wäre eine Diskussion wert.
Was passiert aber, wenn Informationen nicht mehr frei erhältlich sind? Gut, bisher ist dies nur bedingt denkbar, da es meist einen Nachrichtenkonkurrent gibt, der die Meldung „unbeschränkt“ anbietet. Noch ist das vielleicht so. Und es gibt nicht umsonst Konzepte zu einer Kultur-Flatrate. Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende nicht an der Unvernunft von einflussreichen Minderheiten „scheitert“. Ja, wir und unsere Medien.

Das nächste Thema ist ein Klassiker (So alt wie die Menschheit?): Korruption.

Da wird behauptet, hiesige sei der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung nur unzureichend geregelt. Aber mal ehrlich: warum sollten sich Politiker ins eigene Fleisch schneiden? Sie sind doch auch nur Menschen. Oder welcher Bürger käme auf die Idee, freiwillig mehr Steuern zu zahlen bzw. Strafsätze zu erhöhen, die einen unter Umständen selbst betreffen? Sind wir am Ende des Tages also alle kriminell veranlagt? Ein trauriger Gedanke.

Tja, da gab es so manche Denkanstöße, auf die man vielleicht verzichten könnte. Aber was solls? Das kann passieren. Wie schönes Sommerwetter.

Es verbleibt mit gelegentlichem Bedarf nach Aufmunterung
F.

Breath of life

Juni 1, 2012

Erneut gibt es einen Titel zu einem aktuellen Kinofilm. Die Truppe um die Formation namens Florence + The Machine steuert eine epische Nummer für die neue Schneewittchen-Interpretation bei.

Und so komme ich gleich zum Unterhaltungswerk, welches vielerorts als „Snow White and the Huntsman“ vermarktet wird. Um es gleich zu Beginn los zu werden: der Film macht den gleichen Fehler, wie so viele andere teure Produktionen – nämlich an Substanz (Handlung und Charakterentwicklung) zu sparen. Da würde ich fast nachfragen wollen, ob ein Plot mittlerweile so magersüchtig sein muss wie manch Schauspieler.
Natürlich könnte ich hier wie andere Kritiker hauptsächlich betonen, wie toll doch die Effekte, Kamera und Kulissen/Kostüme sind, aber das macht einen Film nicht unterhaltsam. Jedenfalls nicht, wenn er sich ernstnimmt bzw. so etwas wie Dramatik entwickeln möchte. Klar könnte ich das auch als 120-Minuten-Werbespot für Produktionsteam und Fantasy-Unterhaltung ansehen, aber dann dürften die Schauspieler nicht dazwischenreden. Und das tun sie nunmal. Und das nunmal zum Teil ziemlich schwachsinnig. Und dann fallen mir die Unstimmigkeiten auf. Allen voran das Zeit-und-Raum-Verständnis. Dass Charakter X mal eben von A nach B kommt, als wäre es nur eine Filmstudio-Halle nebenan – Problem: hier soll das aber als (ausgedehntes) Königreich verkauft werden. Und das betrifft nur die kleineren Logikfehler.
Ich weiß, als Filmnarr kann man schnell an vielen Dingen nörgeln. Und ja, ich habe gelegentlich die Befürchtung, zu hohe Ansprüche zu haben bzw. die simplen No-Brain-Popcorn-Streifen nicht mehr genießen zu können. Die Kunst eines Hollywood-Films ist es jedoch, im Gesamteindruck solche Makel verschwinden zu lassen. Ich sage, das funktioniert hier nicht. Allein schon wegen mangelnden Sympathie-Punkten für die „Guten“, was damit zu begründen ist, dass der Gegenseite mehr Charakter-Momente gegeben werden. (Ich meine, guckt doch einfach nur mal in die Vermarktung des Films… wie das Single-Cover von Florence + The Machine. Auch in den Trailern hat Snow White doch kaum ein Wort gesprochen. Dabei ist sie die Titelfigur.) Wie krass wäre das gewesen, wenn am Ende das „Böse“ triumphiert hätte. Bei der Vorstellung muss ich schmunzeln. Es würde geradezu konsequent sein bei dem Setting.
Ich muss an dieser Stelle nicht mal auf einzelne Schauspieler eingehen. Die tun eigentlich das, was deren (oftmals flache) Rolle abverlangt. Und für ihre (zweifelhafte) Ausstrahlung kann Kristen Stewart ja nicht wirklich was – oder doch?
Fazit: was wie ein spannender Mix aus „Herr der Ringe“ und Tim-Burton-Film aussieht, entpuppt sich als überwiegend sinnfreie Effekt-Schlacht mit öden Dialogen und ein paar Einblicken ins diabolische Monarchenleben.

So, und nun kommt noch eine Portion Frust eines Kinogängers: Als ob es nicht schon frech genug ist, wenn Besucher der Meinung sind, sich problemlos auf andere Plätze setzen zu können, nur weil sie vielleicht ein paar Minuten eher im Kinosaal eintreffen – der Sitzplatz steht doch nicht umsonst auf dem Ticket. Wo der Spaß echt aufhört, ist, wenn Leute der Meinung sind, während der Vorstellung lautstark diskutieren zu müssen. Ich gehe nicht ins Kino, um mir die „Max-Mustermann-Kommentar-Audio-Spur“ simultan zum ersten Sehen des Films zu geben! Dazu ist der Zeit/Geld-Aufwand für Kinobesuche echt zu wertvoll. Ich halte meinem Sitznachbarn ja auch nicht ein Buch vors Gesicht, damit er weniger von der Leinwand sieht.

Es verbleibt bei vitalem Atem
F.

Back in time

Mai 23, 2012

Hallo hallo,

hier mal der Versuch, ein (eigentlich kurzes) Thema aus aktuellem Anlass zu behandeln. Der Titel verweist schon indirekt darauf hin. Das ist nämlich der unglaublich schräg produzierte Titelsong von Pitbull für den dritten MiB-Film (oder auch „Men In Black 3“ oder „Men In Black³“).
Sollte ich jemals in einem Gespräch von meinem Gegenüber hören, dass dies ein Lieblingssong ist, gäbe es ganz schön viele Minuspunkte für diese Aussage. Aber ich sollte mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich ja mittlerweile auch den „Dirty-Dancing-Verschnitt“ namens „The Time“ von den Black Eyed Peas ganz nett finde. (Hat aber gedauert.)

Mal sehen, ob ich irgendwann (nach einer gewissen Zeit) auch sagen kann, dass der dritte MiB-Film gut ist. Jetzt gerade bin ich nur enttäuscht. Nein, nicht wegen der schlechten 3D-Konvertierung. Das hatte ich ja erwartet. Nebenbei: es ist eine Frechheit, dass den Kinogängern so viele mies 3D-konvertierte Filme vorgesetzt werden.
Auch das aus meiner Sicht ziemlich unkreative Story-Element der Zeitreise ist nicht wirklich an meiner Enttäuschung schuldig. Das wurde ja in den Trailern schon mehrfach bekannt gemacht (so zur Einstimmung).
Und ebenfalls manch holprige Übersetzung nehme ich dem Produkt nicht übel – aus „we need to get high“ wurde „wir müssen abstürzen“.
Ja, allein die Tatsache, dass noch ein dritter Teil produziert wird, klang schon damals nach Abzocke. Und so blöd es scheint, aber dagegen habe ich auch nichts. Warum? Weil ich der Meinung bin, dass man in Sachen MIB noch einiges an Unterhaltungswert herausholen kann. Und dann kam das Erwachen.

Es ist im Wesentlichen die Erkenntnis, dass hier so gut wie kaum der Versuch unternommen wird, dieser Franchise (also dem „MIB-Mythos“) in irgendeiner Weise etwas Frisches zu geben. Ich wurde eher schon beim Sehen daran erinnert, wie toll doch der erste Film ist. Aber danach fehlte einfach der Mut, einen Schritt weiterzugehen.

Hier einige Ansätze, die mir so einfielen:

  • warum erweitert man das Team nicht für einen Großeinsatz und schafft sich somit die Option, einen vierten Film ohne Smith und Jones zu stämmen?
  • wie wäre es mit größeren Umwälzungen in Form von Zerstörung der Einsatzzentrale oder gar gleich der Stadt New York, so dass man in einer anderen Region agieren muss?
  • warum nicht einen Widersacher durch Bezug zu den ersten Filmen erschaffen? (z.B. die Gerichtsmedizinerin oder das „Licht-Mädel“)
  • und könnte es nicht auch mal einen Showdown im All oder auf dem Mond geben?
  • wäre nicht auch ein paar Hintergrund-Infos zur Leitung oder Gründung der MIB gute Ansatzpunkte für eine Handlung?
  • und wieso muss die Erde wieder von den USA aus gerettet werden? (Erde ≠ nur USA)
  • sind nicht auch ein paar mehr Gastauftritte drin? (wie Michael Jackson damals)

So, das und noch mehr fiel mir auf dem Heimweg ein. Wie viel Zeit haben Drehbuch-Autoren so? Keine Ahnung, aber anscheinend zu wenig, um sich mal ordentlich Gedanken zu machen.

Und wie ist der Film sonst so? Na ja, die Schauspieler sind ok. Die Effekte hätten einerseits sparsamer und dann andererseits vielleicht besser eingesetzt werden können. Manche Kulissen/Hintergründe wirkten so unecht wie in den neueren Star-Wars-Filmen. Die Handlung ist dünn und liefert ein 1A-Paradebeispiel, wie man Retcons nicht einbauen sollte. Viele Gags sind auf Kinder-Niveau. Product Placement darf natürlich auch nicht fehlen (die Herren in Schwarz fahren nun Ford).
Wer darüber hinwegsieht und die eigenen Erwartungen sehr niedrig ansetzen kann, sollte sich einigermaßen unterhalten fühlen – und es gibt wenigstens keine Überlänge.

Wird MIB3 ein Erfolg? Ist mir aktuell ziemlich egal. Ich würde mir in der nächsten Zeit lieber eine eigene MIB-Geschichte zusammenbasteln, als auf Meldungen über eine Fortsetzung zu warten.

Es verbleibt müde
F.

Mach die Augen auf

April 20, 2012

„Dass ich so viele Dinge nicht sehen kann, heißt nicht, dass ich sie nicht entdecken kann“
Es sind nicht nur Textauszüge wie diese, die Nena für mich mehr als erträglich machen – also ihre Musik. Und diesen Titel von 2007 finde ich auch sehr angenehm, spricht er mir doch gewissermaßen aus der Seele, was die abstinente Phase in diesem Blog angeht.

Was ist denn so passiert in all der Zeit? Das Bild verweist schon mal auf eins der Highlights, welches mich vergangenen Sonntag erwartete. Darf ich vorstellen? Mandarinenkuchen, nach einem Rezept von Chefkoch.de (leicht zu finden). Fazit: ultra lecker.
Oh, da meldet sich noch ein anderer neuer Bekannter in meinem Leben. „Autsch“ soll ich ausrichten vom Muskelkater. Dieser kann ganz schön aufdringlich sein. Grund für seine Bekanntschaft ist mein neues Hobby namens Training für Anfänger. (Und nein, dieses Mal kein Unisportkurs.)
Ansonsten war (neben ausreichend Arbeit) auf der Agenda: Kneipen-Quizzes, mehrere Film- und Kino-Abende (dazu gleich mehr), ein (Festhalten!) Fussball-Abend, ein Party-Wochenende (inklusive Schlafentzug mit anschließender Schlaf-Aufholjagd) und ein Lese-Abend.

Film-Kritiken, gefällig?
„The Grey“ : boah, war das eine Enttäuschung. Handwerklich zwar topp, und auch mit guten Darstellern/Charakteren. Dennoch scheitert das ganze Unterfangen an unrealen Rahmenbedingungen, die teilweise sehr absurd sind.
„Martha Marcy May Marlene“ : holla, der Film ist für ein Sozialdrama ziemlich krass und punktet ebenfalls mit guten Darstellern. Nur mit dem Ende bin ich etwas unzufrieden.
„Chronicle“ : Yes! Das ist mal ein Film, wie ich mir den wünschen würde. Unterhaltsam von Anfang bis Ende, ungewöhnlich in der Umsetzung und sehr mitnehmend bis zum Schluss. Absolut sehenswert für Fans von Mystery/SciFi/Thriller-Krams mit amerikanischen Teenagern. (Sogar über die kleinen Schwachstellen in der Handlung kann ich da problemlos hinwegsehen.)

So, Lese-Ecke! Es wird für mich wieder Zeit, lese-technisch in die Pedale zu kommen. Denn ich ertrage die „Hunger Games“ bald nicht mehr. Lediglich ein halbes Buch fehlt mir noch. Stoff für danach habe ich übrigens auch schon.
Von den vielen Comics mal ganz zu schweigen, die sich (wie könnte es anders sein) anstauen. Sogar ein Paperback traf neulich wieder bei mir ein. Passend zum Auftakt des Kino-Sommers hat es auch mit Marvel’s Avengers zu tun, wenn auch in einer anderen Version (Ultimate und so).

OK, nun zu weniger erfreulichen Themen, die mich schon seit Ostern beschäftigen. Im Wesentlichen verdanke ich viele der Anhaltspunkte einem Blog, welches ich hier mal verlinke. Aber Vorsicht! Manche Meldungen sind mehr als nur erschütternd. Es ist wie mit einigen informativen Vorträgen auf YouTube, die zwar reißerisch wirken mögen, aber selbst bei nur 20% Wahrheitsgehalt ihre Schockwirkung nicht verfehlen würden. Ach und, damit gleich zum nächsten Thema.

Ganz frisch aus dem „Schlagzeilen-Haifischbecken“ gibt es ein Prozess-Urteil, welches man getrost in die Tonne kloppen könnte – könnte, warum könnte? Ansichtssache. Schaut euch nur mal die Kommentare (in einem der vielen Foren) an. Ja, ich weiß, das sollte man vielleicht gar nicht erst tun.
Auf der anderen Seite ist es doch gerade die gelebte Meinungsfreiheit, die das Internet bereichert. Oder? Etwa nicht? Maulkörbe für Schwachmaten? Und wer darf das entscheiden?

Der Meinungssachverhalt erinnert mich an jüngste Meldungen im Umfeld einer politischen Partei, die dieser Tage wohl im Aufwind ist. Und im gleichen Zug twitterte genau dazu jemand „come in and burn out“. Das ist der Punkt! So ein Meinungsaustausch kann ganz schön anstrengend werden. Und das meine ich allein aus der Sicht eines Zuschauers.
Nach etwas Auszeit finde ich es ja relativ spannend, ein wenig Politik aufzuschnappen. Aber das jeden Tag mitmachen zu müssen, erscheint mir alles andere als erstrebenswert. Aber einer muss es ja tun, nicht? Nur rechtfertigt das nicht gleich die Vielfalt an „schlechten“ Vorschlägen oder Entscheidungen unserer Vertreter.
Klingt das etwas nach Verdrossenheit? Hm, vielleicht. Es ist nur so, dass der Frust nach so vielen Negativ-Meldungen nicht ausbleibt. Dies ist mitunter auch der Grund, warum ich eine Weile nichts dazu geschrieben habe.

Wenn man hinsichtlich des Weltgeschehens einigermaßen aufgeweckt am Ball bleibt, kommt mir das gelegentlich so vor, als würde man wie bei einem Film im Vorfeld mit Spoilern versorgt werden – also eine Spaßbremsen-Wirkung der besonderen Güte. Aber um den Depri-Flash einzudämmen: ich denke, das wird sich auch wieder geben. Wozu gibt es schließlich die Option des Eskapismus? Oder mit den weisen Worten: „Muss ja.“

Zum Abschluss widme ich mich noch kurz der „Fanpost“ (also Suchanfragen, die mir auf dem Dashboard angezeigt werden):

  • Welcher Song Madonna’s dritte Single-Auskopplung aus dem Album „MDNA“ werden soll, ist laut meiner Infos noch nicht eindeutig bestätigt worden. Aktuell gehe ich von „Turn Up The Radio“ aus.
  • „Richtig konstruieren im Süßwarenbereich“? Ähm, da bin ich überfragt.
  • „Kaffeesahne in Dosen meiden“? Wie bitte? Warum? Hat da etwa jemand kein Vertrauen in unsere Lebensmittelrichtlinien? 😉 Hallo? Wir leben in einer Welt, die uns täglich Bisphenol A um die Ohren haut. Da schreit doch auch (noch) keiner. Insofern: wenn es schmeckt, darf es auch aus Dosen kommen. (Ganz nach dem Prinzip „no risk, no fun“)

Gut, damit wäre das auch erledigt. Falls die Leserschaft sonst noch Fragen hat, immer her damit. (Könnte nur eine Weile dauern mit der Antwort.)

Es verbleibt mit mäßig wachem Verstand
F.

Spending my time

April 1, 2012

In meiner immer noch anhaltenden (wiedererweckten) Roxette-Fan-Leidenschaft bin ich erstaunt, dass ich diesen Titel hier noch nicht „verbraten“ habe. (Ich neige dazu, das vorher herauszufinden.) Passt auch so gut zum Wochenende. Denn da hatte ich Zeit. „Hatte“ weil es nun zu Ende geht.

Und was habe ich so angestellt? Gut, hier ein paar Einzelheiten: am Samstag habe ich ausgeschlafen (o, war das schön), war einkaufen, habe in Ruhe gefrühstückt, angefangen mit den ersten Episoden der ersten Staffel von „Game Of Thrones“, bin am späten Nachmittag in die Stadt gefahren, habe dort einen Subway-Gutschein aufgebraucht (Kekse!), bin nach Hause gefahren, habe gegessen und ein wenig gesungen, bin dann zum Treffpunkt (1) zum Café LOM aufgebrochen, traf nette Leute, die ich teilweise lange nicht mehr gesehen habe, bin dann wieder aufgebrochen (zu Treffpunkt 2), was mich zur „Trash Party“ (Motto: Fuck the music) in den Meli-Club brachte, wo ich mich dann vergnügt zu guter und schlechter Musik bewegt habe.
Und heute habe ich wieder ausgeschlafen (war aber irgendwie nicht so ausreichend), den Rest von „Game Of Thrones“ (Staffel 1) geguckt, Essen gemacht, eine Trash-TV-Sendung über „Prominente“ geguckt und über digitales Fernsehen gechattet, bevor ich nun an diesen Zeilen sitze.

Ach ja, die große Nachricht habe ich beinahe übersehen: am Freitag habe ich mein Ziel erreicht und das zweite Buch der „Hunger Games“-Trilogie ausgelesen. Fazit: beim Ende verkackt die Autorin erneut. Folge: ich musste danach mit Buch 3 beginnen, um noch einigermaßen zufrieden ins Bett gehen zu können.

Dieser Zusammenfassung entnehme ich: jawohl, nicht nur ist mir das mit dem Lesen geglückt. Ich habe es zudem wider Erwarten noch (knapp) rechtzeitig vor Beginn der zweiten Staffel geschafft, mich an diese beliebte Fantasy-TV-Serie heranzuarbeiten. Alles, was dafür geopfert wurde, betrifft so nichtige Dinge wie Ordnung im Zimmer und Abwasch.
Und das macht mich dann doch ein wenig traurig. Mehr Planung also beim nächsten Versuch? Oh Ikone, nein! Mein Wochenende verbringe ich lieber planlos mit Pausen am laufenden Band, als mir einen Fahrplan zu basteln, der dann in Stress ausarten könnte.
Aufräumen kostet manchmal etwas Überwindung – vielleicht schaffe ich das in der kommenden Woche, die auch nur zu 60% verplant ist. (Darunter zählt unter anderem die fast wöchentliche Inspektion eines Kinosessels in hiesigen Lichtspielhäusern.)

Aktuell denke ich gerade an das Fernsehen allgemein, welches früher einst zu meinen liebsten Hobbies gehörte und heute (leider) immer mehr verhasst ist. Damit sind nicht nur endlose Werbepausen und idiotische Anruf-Spielchen gemeint. Es ist der furchtbare Umgang mit TV-Serien sowie Filmen (Sendeplatz und Zensur), die „Nacht-Fixierung“ von informativen Reportagen und die Übermacht von „Scripted Reality“.
Nicht zuletzt die Nachricht über eine weitere Absetzung von „Harald Schmidt“ sorgte dafür, dass ich mich gefragt habe, was in den Chefetagen der Sender so abgeht. Es gab mal Tage, da konnte ich die Sendung kaum erwarten. Und heute nehme ich so eine Meldung mit überragender Gleichgültigkeit auf, weil mich das Programm überwiegend nicht die Bohne kümmert. (Da lese ich lieber ein Buch.)
Stattdessen habe ich vor Kurzem ein paar Folgen der „Daily Show“ mit John Stewart gesehen, die mir aufzeigten, dass auch im Vorzeige-Land des Entertainment solche Formate teilweise sehr belanglos erscheinen, weil es wie ein Gehetze nach Pointen und Effekthascherei wirkt. Bzw. in besagter Sendung gibt es Ausschnitte, die mich wirklich schockieren. Warum? Ich habe den Eindruck, dass die USA hinsichtlich meinungsbildender (und damit manipulierbarer) Medien dermaßen hochentwickelt sind, dass mir die Worte ausgehen. Und dann so oft dieses „Zack-Zack noch ein Interview-Gast“-Getue (im Sinne von Hektik). Der arme Gast wird dann mal eben knappe 5 Minuten mit teilweise idiotischen Fragen bombadiert, um dann bei der nächsten Werbepause zu verschwinden. Ich glaube, gute Interviews funktionieren im TV bald gar nicht mehr, bei all den Einspielern und Pausen. (Stichwort wertvolle Sendezeit) Für Zuschauer wie mich ist die Erkenntnis dabei natürlich frustrierend.

OK, und weil ich eh schon mindestens 30 Minuten länger plotte, als ich wollte – noch ein Nachschlag. Deutsche TV-Show-Prominenz wird ebenfalls zum Hass-Objekt für mich. Damit meine ich, dass ich immer weniger von diesen „Knopfdruck-Grinsern“ leiden kann. Damit fühle ich mich selbstverständlich in der Minderheit. Denn wenn es vielen so gehen würde, hätten wir nicht diese Moderatoren/Formate zu ertragen. Nein nein, einzig und allein das Abschalten ist in solchen Fällen ratsam.
Eigentlich müsste ich mich also gar nicht aufregen, weil ich mich doch so selten von der TV-Kiste berieseln lasse. Nur leider treffe ich bei den wenigen Gelegenheiten oftmals auf Pappnasen wie Geissen, Pilawa, Schreil (+Bohlen), Opdenhövel, Lanz, Kerner etc.

So, um nicht mit diesen Namen am Ende zu sein, kurz noch zu „Game of Thrones“: In einem kurzen Funken der Kreativität überlege ich, ob ich nicht auch eine epische Saga entwickeln könnte. Wie ich Bösewichte oder Monster nennen wollen würde, habe ich ja bereits aufgezählt. 😉

Es verbleibt mit Zeit
F.

Gang bang

März 8, 2012

Leute, ihr werdet sicher enttäuscht sein, wenn ihr erfahrt, dass sich der Titel auf einen bis dato von mir noch nicht gehörten Madonna-Song (von demnächst erscheinenden Album „MDNA“) bezieht. Warum verweise ich dann hier darauf? Na ja, mittlerweile gibt es die ersten Kritiken zum Werk – inklusive Songtext-Passagen – und dabei fiel mir dieses Lied auf. Mit „Hell“ und „Bitch“ scheint da ganz schön was aufgefahren zu werden. (Vorfreude)

Ganz schön „angepisst“ hat mich gestern folgende musikalische „Glanzleistung“: Auf dem Heimweg kam mir ein Lied von Prince in den Sinn, welches auf seinem Album von 1995 zu finden ist. Und genau da hatte ich die Idee, doch mal eine digitale Verkaufsstelle für Musik aller Art aufzusuchen. Ergebnis? Weder auf iTunes noch bei Amazon zu finden. Vielleicht doch die CD erwerben? Geguckt. Betagter Skandinave! Über 80 Euronen?! Ich wollte nur das Album/Lied von Prince und nicht gleich seine ganze Diskografie! Das ist alles andere als „goldig“. 😦 (Na ja, ich werde wachsam bleiben.)

Ich schreibe ja nicht selten über Filme und so wird es wohl keinen wundern, dass hier wieder so ein Thema folgt. Gestern war ich (relativ spontan) zur Vorpremiere von „Die Vierte Macht“, einer mehr oder weniger heimischen Produktion. Und ja, wenn es um deutsches Kino geht, bin ich selten glücklich. Hier aber vertraute ich auf erste positive Kritiken und… wurde nicht enttäuscht.
Der Film ist durchaus kino-würdig sowie sehenswert, überzeugt mit Schauspielleistung und einer packenden Geschichte, die einigermaßen glaubhaft ist. Käme das aus Amiland, könnte man von einem durchschnittlich bis guten Polit-Thriller reden. Da es aber von hier stammt, muss man schon mehr Lob an die Produktion richten. Denn so kann es ruhig weitergehen.

Und nun wieder eine Episode aus „in was für einer Welt wir leben“: In Afrika geschehen viele grausame Dinge. Und ein charismatischer Amerikaner (davon scheint es echt eine Menge zu geben) widmet sich einer Region (bzw. dem Problem dort) mit Leidenschaft… seit Jahren… und mit beachtlichen Erfolgen. Kürzlich startete er über das Internet die Kampagne „Kony 2012“ (via den Verbund „Invisible Children“), um Aufmerksamkeit zu bekommen. Alles eigentlich nicht schlecht und irgendwie lobenswert, wenn man sich den 30-minütigen Clip ansieht, welcher auch sehr gut produziert ist. Wieso dann „eigentlich“? Es geht doch um einen guten Zweck.


Ja, aber heiligt der Zweck, einen Kriminellen mit Kindersoldaten stoppen zu wollen, das Mittel, die Einnahmen zu einem nicht unerheblichen Teil für die PR der Organisation und die Ausstattung des einheimischen Militärs zu nutzen? Eine unschöne Lage, in der man als Außenstehender gedrückt wird. Wegsehen ist schlecht und einen Krieg bzw. Militarismus finanzieren lässt einen auch nicht ruhiger schlafen.
Im Promo-Video erklärt der Initiator der Aktion seinem kleinen Sohn die vereinfachte Form des Sachverhalts. Aber leider ist Politik nicht einfach. Jedenfalls finde ich den Ansatz sehr gut, weswegen ich hier über das Thema schreibe, was ja ebenfalls der Aufmerksamkeit dient. Nur möchte ich im gleichen Zug darauf hinweisen, dass Abwägen oft besser ist, als einfach (unbedacht) auf einen Wagen aufzuspringen, weil der Grund so gut klingt. Wie heißt es so schön – „Der Mensch ist immer Mitmensch„, kann also auch gern zum Mitläufer werden, sollte dies aber besser überlegt tun. Wir haben unseren Verstand nicht umsonst.

Es verbleibt in keiner Gang
F.

PS: noch kurz auf den Kalender geschaut – allen Leserinnen noch einen schönen Frauentag!

Stupid mistake

Februar 9, 2012

Es wird mal wieder Zeit für einen „außerplanmäßigen“ Eintrag hier. Und nein, das sehe ich nicht als Fehler. Der Titel kommt von Darren Hayes, den ich scheinbar in einem schwachen Moment zu oft „gescrobbelt“ habe – mit der Folge, dass ich jedes Mal auf Last.FM (eine Webseite, auf der man seinen Musikgeschmack mit Statistiken untermalen kann) daran erinnert werde. Dabei habe ich (absichtlich) eine Pause eingelegt – das Album „Secret Codes and Battleships“ kommt mir schon gar nicht mehr bekannt vor. Ja, schon komisch, wie man sein Verhalten durch Webseiten beeinflussen kann.

Das bringt mich übrigens gleich zu einem aktuellen Ereignis in meinen Online-Kreisen. Ein Bildchen kursiert da nämlich gerade, welches ein Vorhaben propagiert, im kommenden Monat gezielt das eigene Konsumverhalten (mehr oder weniger) runterzufahren (sprich: keine Musik erwerben, kein Kinoticket etc.). Warum? Um die Balance zwischen Angebot und Nachfrage merklich in eine Schieflage zu treiben, was wiederum irgendwelchen Anbietern dann die Macht der Masse demonstrieren soll.
Klingt meine Ausführung sarkastisch? Ist nicht meine Absicht. Die Intention finde ich schon tendentiell gut, aber die Umsetzung erinnert mich an eine Art „kindisches Trotz-Verhalten“. Und ich habe sehr große Zweifel, dass die Gruppe der Unterstützer groß genug sein wird. Mit anderen Worten: nur weil sich 20% trotzig entschließen, für einen Monat der Unterhaltungsindustrie zu widerstehen, wird der Verlust nicht signifikant ausfallen.


Und irgendwie ist mir der Vorschlag zu plump. Soll heißen: Ist das nicht etwas zu einfach gedacht? Und überlegen sich die Befürworter dieser Aktion ihre Entscheidung richtig oder ist es einfach nur mal eben „cool“, ein wenig Protestgefühl in den Alltag einzubauen?

Und während die einen sich vornehmen, im März ein wenig Askese zu hypen, habe ich kurzerhand eine Subcard aktiviert. Was ist das? Subway ist ein Fastfood-Unternehmen, welches Kunden anbietet, durch das Einsammeln von Angaben zum Sandwich-Konsumverhalten wenige Cents zu sammeln, die man dann wieder für Sandwiches verjubeln darf. Dem geneigten Datenschützer dürften da wieder die Alarm-Sirenen in den Ohren bimmeln. Aber hey, die Karten sehen stylisch aus. 😛 (Ich habe da also nicht so die Bedenken. Gerade ich, der sich angewöhnt hat, ein Mensa-Essen-Foto-Blog zu führen.)

Apropos „gläserner Mensch“ : Mein kleines Blog-Balken-Diagramm neigt neuerdings wieder zu Ausschlägen, was auf Zugriffe hinweist. Da fühlt es sich gleich weniger sinnfrei an, wöchentlich über Musik und Zeug zu schreiben. Nur für Kommentare reicht es bei den meisten Besuchern dann wohl noch nicht.

Themenwechsel: habe ich schon erwähnt, dass ich mit „New Girl“ eine neue Serie angefangen habe? Das ist die aktuelle Sitcom mit Zooey Deschanel – in erster Linie ziemlich amerikanisch (was auch immer der geneigte Leser darunter verstehen mag), aber auch relativ frivol. Meine Zwischenbilanz dazu: ohne die Hauptdarstellerin würde die Serie sehr fade sein.

Ach, da fällt mir ein, dass ich mal aufschlüsseln wollte, womit uns (im Sinne von hier in Zentraleuropa) das Amiland klischee-mäßig „zuballert“ oder „einlullt“. Oder auch: was olle Ami-Serien unverwechselbar macht. Ich glaube, das wird mir eine extra Seite wert sein. Insofern war das hier die Ankündigung.

Wem das zu wirr formuliert ist, sollte sich mal bei Wikipedia über „Opportunitätskosten“ belesen. Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich nach einem Gespräch gestern heute (zum besseren Verständnis) den Versuch gewagt habe. Der Artikel war aus meiner Sicht nicht einleuchtend. Und weil ich die Bedeutung nicht verstehe, brauche ich auch gar nicht erst über den Zweck solcher „Modelle“ nachzudenken. (So kann man natürlich auch Zeit/Aufwand einsparen.)

Abschließend noch eine Zahl des Tages: 13 – ich habe immer noch 13 ungelesene Nummer-1-Comics von der „New 52“-Welle von DC Comics. Im September waren die noch aktuell. In diesem Monat werden (mit Nummer 6) bereits die ersten Storylines abgeschlossen, was dann wiederum bald in Paperbacks gepresst werden wird. Wie doch die Zeit vergeht.
Und wo ich schon bei Lesestoff bin: heute habe ich mich gefragt, ob das eine gute Idee war, „The Hunger Games“ auf Englisch zu lesen – denn den ersten deutschen Trailer fand ich mit den „Eindeutschungen“ etwas suboptimal. Ich meine: „Hallo? Im Trailer heißt es „Hungerspiele“, aber der Film wird betitelt mit „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“. Das ist doch irgendwie uneinheitlich.“ Das ist wie mit „Fluch der Karibik“, der ab Teil 3 dann „Pirates of the Caribbean“ hieß. (Das war wieder aus der Reihe „Frust eines Cineasten“ oder „da cine ich mir nen Ast ab“.)

Es verbleibt nicht vor Fehlern gefeit
F.

It only hurts when I’m breathing

Dezember 21, 2011

Ja, manchmal muss der Titel etwas kitschig sein. Dafür kennt dieses Lied von Shania Twain wohl kaum einer – war ja auch keine Auskopplung vom Album „Up!“. Egal, ich hatte es eine Weile in der Playlist (in Folge der wöchentlichen Musik-Projekt-Einträge).

So, endlich wieder ein wenig Text von mir hier auf dieser Plattform. Es fehlte mir beinahe. Und natürlich war die Pause nicht grundlos. Ich könnte nun das Stichwort Planung in den (virtuellen) Raum werfen. Aber manche Dinge waren dann auch nicht so ganz vorhersehbar.

OK, was fand statt: ich war auf dem Weihnachtsmarkt, beim Quizzen, im Kino, auf zwei Weihnachtsfeiern (am gleichen Abend), in der Heimat, unfreiwillig getrennt vom Mobilfunk, an der Spielkonsole, beteiligt an einer Überraschungsparty (die sogar für mich überraschend war),  beim Zollamt und halt oft auf Arbeit.

Letzteres hätte sogar fast ein plötzliches Ende gefunden, da es wieder ganz schön kritisch wurde mit der Vertragslaufzeit. Es ist kein Spaß, nur leider eine Gegebenheit, mit der ich klarzukommen versuche.
Weit weniger Verständnis habe ich für den Zoll, wenn dieser mal eben Sendungen in Briefgröße abfängt, auf denen außen ganz klar eine Rechnung zu erkennen ist. Dann wieder ein Standardschreiben zu erhalten, dass mit Tipps aufwartet, wie den Absender zu bitten eine Rechnung außen anzubringen, und bei Nachfrage eine falsche Angabe über den Absendeort zu bekommen (und der war ganz deutlich auf der Sendung zu identifizieren), ist schon Material für… einen Frust-Absatz wie diesen hier.
(Erhalten habe ich übrigens eine EP des unabhängigen Musikers Eddplant.)

Was Gutes kann ich aber über den neuen „Mission: Impossible“-Film schreiben. Ja, erst muss der Zuschauer verkraften, dass Tom Cruise als Hauptrolle erhalten bleibt. Aber abgesehen davon gibt man ihm gute Nebendarsteller und ein relativ ausgewogenes Drehbuch, von den Kulissen und Effekten der Güteklasse A mal abgesehen. Was bleibt, ist ein sehr guter Agenten-Action-Film, den man bestimmt später nochmal gucken kann.
Zu meiner Freude kann ich also behaupten, dass Regisseur Brad Bird mich immer noch nicht enttäuscht hat. Soll heißen: den Namen merk ich mir.

Wo ich hier schon wieder den Hobby-Film-Experten raushängen lasse: 2 aktuelle Meldungen.
1) Der erste Trailer zum neuen Fantasy-Film-Epos „Der kleine Hobbit“ ist online und wird bestimmt viele Fantasy-Fans damit erfreuen, dass die Atmosphäre der „Herr der Ringe“-Filme erhalten geblieben ist. Dürfte also einen ordentlichen Hype ergeben, und es sind noch 12 Monate Zeit der Vorfreude.
2) Etwas früher darf es dann filmisch schon wieder nach Gotham City gehen. Ganz frisch wurde nun der zweite Trailer zum dritten Batman-Film von Christopher Nolan auf die offizielle Webseite  von „The Dark Knight Rises“ gestellt. Ich hoffe nur, dass der deutsche Filmstart nicht in den Ultra-Spätsommer (alias September) rutscht.

Mehr oder weniger gerutscht bin ich auch in das erste MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) meiner bescheidenen Spieler-Karriere. Ja, mit „World of Warcraft“ konnte ich ja nie was anfangen. Da erwischt mich ein Spiel mit Comic-Bezug schon eher bei einer Schwachstelle. Und da es als „free to play“ angepriesen wurde, konnte ich „DC Universe Online“ dann doch nicht wiederstehen und habe mich gleich mal mit der Spielweise angefreundet. Es ist schon ganz fetzig. Aber ich bin noch guter Dinge, dass sich der Suchtfaktor in Grenzen hält.

Gespielt habe ich also am Wochenende und es war angenehmer, als sich einer Lektüre zu verschreiben. Was so viel heißt wie „Alter, wann willst du denn endlich mal all dein Papiermaterial beackern?!“ – „Hm, wie wäre es mit den Weihnachtsferien?“ Für ein paar Seiten sollte es reichen.

Gut, und damit das hier nicht zu ein paar Seiten wird einen vorweihnachtlichen Gruß an die Leser.
Es verbleibt mit weniger Schmerzen
F.