Posts Tagged ‘Darren Hayes’

52 Songs 2015 #10

März 15, 2015

52songs2015

In dieser Woche holte ich mir ziemlich spät ein Thema von einem Geburtstagskind. K. gab mir mit Sonnenfinsternis zugleich den Verweis auf ein bald (erneut) stattfindendes Naturereignis. Und natürlich wandern die Gedanken musikalisch gleich in entsprechende Gegenden.

Meine Wahl trifft da auch lyrisch auch total ins Schwarze und auch wenn der Themengebende Pop-Musik nicht unbedingt feiern würde, verweise ich an dieser Stelle noch auf das (aus meiner Sicht) ziemlich gelungene Video. Viel Spaß mit einem Künstler, denn ich sogar mal live erleben durfte – Darren Hayes mit „Black Out The Sun„.

Es verbleibt gern erleuchtet
F.

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Promises

September 30, 2012

Dieser Titel ist mir im Urlaub irgendwie ans Herz gewachsen – bzw. ich mag das gleichnamige Lied von The Presets nun mehr. Keine Ahnung, ob die Gruppe irgendwann zum Mainstream gehören wird, aber noch sind die eher ein Geheimtipp (aus meiner Sicht).

Und damit zu einem besonderen Wochenrückblick, da dieses Mal von meinem Urlaub berichtet werden kann.

Der Montag war noch relativ harmlos, auch wenn ich nach dem Wochenende erneut das Bedürfnis hatte, früh ins Bett zu gehen. Zuvor fing ich schon mal mit dem Packen an. Denn ich wusste im Voraus, dass es…

… am Dienstag schwierig werden würde, noch freie Zeit zu finden, da dieser Tag mit dem CouchSurfing-Treffen schon (mehr oder weniger) ausgebucht war.

Park

St Stephen’s Green, Dublin, September 2012

Am Mittwoch ging es also los. Früh aufgestanden. Ab zum Bahnhof. Ab zum Flughafen. Ab zum Bus. Als ich nach etwa 8 Stunden Anreise im Hotel ankam, hätte ich mich am liebsten gleich ins Bett gelegt. Aber die ersten Eindrücke der Umgebung bei Tageslicht wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so bummelte ich östlich von der Christchurch Cathedral durch das Zentrum von Dublin. Dort fand ich gleich den ersten „Off Licence“ Spar-Markt (früher gab es die hier auch) und habe mir ein paar Snacks und überteuertes Wasser gekauft. Dann fand ich eine Art persisches Döner-Restaurant, welches ich für den Abend als Gaststätte auserkoren hatte. Der beste Ort des Tages war jedoch das „St. Stephen Green“, ein schöner Park am Ende der Grafton Street. Die Flucht vor dem Verkehrslärm war mir da endlich geglückt. Abends war ich früh zurück im Hotel und im Bett, welches ich erst 11 Stunden später wieder verließ.

Der Donnerstag startete somit ein wenig später als vorgenommen und begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Danach erkundigte ich die westliche Region vom Hotel aus. Denn da sollte es zum Nachmittag/Abend wieder hingehen für das Konzert von Darren Hayes. Den Veranstaltungsort „Vicar Street“ fand ich dann auch gleich und kurz darauf eine Lidl-Filiale. Ein paar Ecken weiter wurde auch schon das Guinness-Storehouse ausgeschildert, für welches ich mein Ticket bereits online erworben hatte. Von da aus ging ich nördlich entlang der Straßenbahnlinie Richtung Hauptbahnhof. Dieser hatte im Kiosk sogar Comic-Hefte (von Panini) – eine wahre Seltenheit. Von da aus über den Liffey ist auch schon der Phoenix Park in Reichweite. Das Wellington-Denkmal konnte man von Weitem sehen. Ich bummelte da bis zur Phoenix-Säule und dann wieder östlich vom Zoo zurück. Auf dem Weg zum Hotel ging ich zum Thai-Noodle-Haus in der Nähe und hatte ein „Meal Deal“ (Nudeln mit Ente und Getränk). Danach kurz umgezogen fand ich mich am Nachmittag schon in der Schlange für den Soundcheck. Dort in der Gasse kam dann freundlicherweise die Vorband ()The Candle Thieves) noch raus und spielte ein paar Lieder akkustik, was sehr nett war. Der Konzertsaal der Vicar St. ist sehr übersichtlich und bot ordentliche Klangqualität (bzw. vielleicht war das Personal einfach nur gut). Die ersten Takte von älteren Savage Garden Songs waren live auch sehr schön. Dann kam Darren Hayes auf die Bühne und sang sich ein wenig ein. Und schon war der Soundcheck vorbei. Die VIPs (also auch ich) wurden dann in die Bar geleitet, wo wir unsere Freigetränk-Gutscheine verballern konnten und dann mit Käse und Crackern (sowie ein wenig Gemüse-Fingerfood und Dips) versorgt wurden. Danach wurden vom Fanclub die Goodie-Bags verteilt. Dann hieß es warten. Vor dem Konzert durften wir dann schon den Merchandise-Stand inspizieren. Und ja, ich wurde schwach. 😉
Zum Konzert: Ich stand zweite Reihe. Die Vorband ist auch mit Strom sehr hörbar. Und das Hit-Feuerwerk von Darren Hayes ließ dann wohl keinen Zuschauer traurig zurück. Ich nehme ihm nicht mal übel, dass das Konzert kürzer als erwartet war (keine 2 Stunden) und mein Lieblingslied („Talk Talk Talk“) nicht gespielt wurde. Dafür gab es immerhin mit „Affirmation“ meinen Lieblings-Savage-Garden-Song.

Am Freitag stand dann irische Kultur auf dem Plan. Gleich am Vormittag ging ich die Grafton-Street-Bummelmeile entlang und entschied mich dann für eine kurze studentische Führung über den Campus des Trinity College. (Hatte einen guten Erzähler erwischt.) Mit dem Kombi-Ticket konnte ich im Anschluss gleich die alte Bibliothek besuchen, die mich mit vielen Texte und Videos beschäftigt hielt, bevor ich die antiken Bücher dann endlich sehen konnte. Richtig beeindruckend ist der alte Saal im Obergeschoss (wie aus einem Indiana Jones Film). Fotos waren da leider nicht erlaubt. Zum Abschluss wurde man in den „Gift Store“ geführt. Und meine Güte, was wird da alles vermarktet.
Darauf wollte ich mit dem Merrion Square eine weitere „grüne Oase“ des Zentrums erkunden. Hätte nicht gedacht, dass ich mal so ein Parkgänger werde. 😛 Diese Anlage ist aber etwas enttäuschend, wenn man das „St. Stephen Green“ schon gesehen hat. Da in der Nähe sind auch ein Museum und eine Gallerie (mit freiem Eintritt), aber dafür fehlte mir die Zeit. Stattdessen bin ich noch kurz zum Hotel zurückgekehrt, um mich dann für den Besuch des „Guinness-Touristen-Hauses“ vorzubereiten. Nebenbei erwischte ich ein paar Regenschauer, die zum Teil auch heftig wurden. Die Guinness-Tour ist echt ein Erlebnis sowie der Blick von der Skybar (über Dublin und die Berge im Hintergrund) als auch der Merchandise-Laden.
Am Abend war ich im Temple Bar Stadtteil unterwegs, aß in einem Tschechischen Restaurant („Czech Inn“) ein typisches Gericht namens [keine Ahnung] (Teigteilchen in Käse-Sauce mit gebratenem Speck) und Kofola, eine Art Cola-Konkurrent mit einer Kräuternote. Danach war ich im „Bad Ass Cafe“, wo es eine Comedy-Veranstaltung gab. Die Witze waren ziemlich derbe und es wurde teilweise auch politisch.

Da der Samstag mein letzter richtiger Tag in Dublin war, wollte ich noch ein wenig von der Stadt sehen und nahm die Straßenbahn Richtung „The Point“. Keine Ahnung, warum die Haltestelle so heißt. Letztendlich kommt man damit zum Industriehafen-Ende der Stadt, wo das O2 und ein Odeon-Multiplex-Kino steht. Von da aus ging ich dann am Wasser entlang zurück Richtung Zentrum. Es wundert mich, warum im Banken/Business-Viertel neue schöne Häuser neben Ruinen stehen. Im Zentrum war ich dann kurz bei Clery’s (einem alten Kaufhaus), bevor ich dann direkt am Spire H. und J. (wie verabredet) traf. Zusammen sind wir dann durch die zweite große Bummelmeile (Henry Street) gegangen. Mein Mittag hatte ich im „Pieman Cafe“, wo es nach dem Motto „Look into my pies“ verschiedene Fleischpasteten gab. Ich hatte eine mit Rindfleisch und Guinness, dazu Honigmöhren und Sauce. Sehr lecker. H.+J. entschieden sich für Sausage’n Chips (im gegenüber liegenden Fish’n Chips Laden „Leo Burdock“), die auch gut waren (gerade in Verbindung mit deren Essig). Gut gestärkt waren wir kurz im „Forbidden Planet“-Laden (eine Comic-Shop-Kette, die ich schon in London besucht hatte). Sehr schönes Geschäft (für Geeks und so).
Dann stand die Jameson-Distillerie auf dem Plan. Tolle Führung (wenn auch sehr runtergebrochen) und Verkostung. Auch hier gibt es einen professionellen „Gift Shop“ – also wieder topp Vermarktung. Und auch die Whisky-Cocktails sind eine Pracht, wenn auch sehr teuer.
Danach fanden wir im St. Patricks Park ein wenig Rast, bevor es in die Grafton Street ging, wo ein paar Straßenkünstler ihr Können zeigten. Dort in der Nähe hatten wir bei einer Burger-Kette namens Abra (Slogan: Eat to the beat) unser Abendessen. Schließlich landeten wir wieder im Temple Bar Viertel, wie gleichnamige Temple Bar leider total überfüllt war. so dass wir im nahegelegenen Farrington’s unseren Tag ausklingen ließen. Der nette Barkeeper meinte es zwar gut mit seinen Empfehlungen hinsichtlich irischem Bier, aber mein Fall war das leider nicht. Auf der Fleet Street vor den Pubs war eine Band namens Mutefish der Publikumsmagnet. Wirklich genial, wie diese Künstler Folk mit Reggae und Punk mischen. Am späten Abend trennten sich dann unsere Wege. Ich ging ins Hotel und hatte wieder eine kurze Nacht.

Denn heute (am Sonntag) wollte ich ganz früh packen, frühstücken und am Flughafen sein. Eine gute Entscheidung. Denn da hieß es Anstehen. Es gab nur 3 Sicherheits-Check-Teams im Einsatz (und das bei 14 möglichen Rollbändern). Einen Zwischenstopp gab es in Kopenhagen, dem größten Flughafen Skandinaviens, wo ich einen ordentlichen Fußweg zum Anschluss-Flug hatte. Dann in Hamburg haben mich K. und M. abgeholt. Wir waren kurz bei ihnen und haben Kuchen gegessen (mein Mitbringsel vom irischen M&S), bevor ich dann zum Hauptbahnhof musste, um meinen Zug nach Rostock zu bekommen.

Und das war mein Urlaub.

Es verbleibt mit dem Versprechen, beim nächsten Eintrag mit weniger als 1000 Wörtern auszukommen
F.

Taken by the sea

September 16, 2012

Und damit endet die Titel-Serie, in der ich jeweils den ersten Songnamen eines Darren-Hayes-Albums genutzt habe. In seinem aktuellen Langspieler nähert sich der Künstler wieder dem Mainstream. Ich würde es „Indie Pop“ nennen, wenn das nicht ein Widerspruch ist. Einerseits sind die Lieder sehr eingängig und dennoch nicht gleich zwanghaft zeitgemäß.

Was meine Zeit angeht, habe ich es wieder ein paar Tage ohne Eintrag ausgehalten. Insofern folgt hier wieder kurz ein Rückblick:

Am Montag habe ich meine kulinarischen Fähigkeiten erweitert und unter G.’s Anleitung an einer Tomatenbutter mitgearbeitet, die für Mittwoch vorgesehen war. Das ging schneller als gedacht. So konnte ich darauf noch einen Bourne-Film sehen, der mir gut gefallen hat. Insgesamt kann ich damit sagen, dass die Trilogie um Matt Damon sehenswert ist.

Der Dienstag hielt ein ganz besonders Dinner bereit, denn es ging (für mich erstmals) in den Petrikeller, ein mittelalterliches Restaurant in der Altstadt. Und was soll ich sagen? Satt wird man ohne Ende. Das Ambiente stimmt und die Bedienung war sehr freundlich. Es gab sogar kleine Spielchen zum Abschluss. Ich denke mal, der Runde wird es auch gefallen haben – war es doch ein außergewöhnliches CouchSurfing-Treffen unserer lokalen Stammgruppe. Im Anschluss habe ich noch Y. besucht und meinen Senf zu Einrichtungsfragen loswerden dürfen. (Hoffentlich war es nicht zu verwirrend. Zur Not schiebe ich es auf „Dr. Pepper“.)

Und nach der Völlerei war der sehr frühe Mittwochmorgen für mich alles andere als traumhaft, da ich eigentlich gern weitergeschlafen hätte. Aber an diesem Tag ging es auf einen Betriebsausflug der besonderen Art. Es gab drei Führungen, die zwar in der Qualität schwankten, aber dennoch informativ waren. Wer hätte gedacht, dass man Bernsteine verbrennen kann. (Obwohl eigentlich logisch, es ist ja nur Harz.) Ach, und wir hatten Picknicks – Frühstück und Kuchen – wo ich unter anderem die Tomatenbutter beisteuern konnte.
Zum Abend hin war ich zwar müde, ließ es mir jedoch nicht nehmen und verbrachte zum Anlass von U.’s Rückkehr aus (dem gefährlichen) Amiland einen geselligen Abend im „Pirat“.

Der Donnerstag wurde zum Kinoabend: Und damit fix zur Kritik von „Das Bourne-Vermächtnis“. Enttäuschend. Teilweise langweilig und inhaltsarm. Nette Cast, aber wenig Charaktermomente. Hätte ich es gekonnt, hätte ich den Film in 1,5-facher Geschwindigkeit gesehen. Normalerweise würde ich nun schreiben „nur was für Fans“. Aber selbst die könnten wie ich sehr wohl enttäuscht werden.

Freitag war für mich ein außergewöhnlicher (22-Stunden-)Tag, denn nicht nur war ich auf einer Diplomverteidigung der Chemiker, sondern danach (einen Pizza-Abend später) noch im ST-Club, zur beliebten Bad-Taste-Party. Diese war besser als die letzte, aber hatte schon andere Hoch-Zeiten erlebt. (Eigentlich schlimm, wenn man anfängt, von „früher“ zu reden.)

Der Samstag begann (passend zur Woche) mit Müdigkeit, da ich meine Reisepläne nicht ändern wollte und eine kurze Nacht in Kauf nahm. Dafür war der Zug nicht überfüllt und pünktlich. Nach einem sehr späten Frühstück hatte ich ein paar Comics auf meiner Agenda, die sich prioritätstechnisch nach vorne gedrängt hatten, weil dazu im Internet Spoiler lauerten, die ich mir nicht geben wollte. Also habe ich mal eben die Reihe „Avengers vs. X-Men“ nachgelesen bin zum aktuellen (vorletzten) Heft, in dem ein bekannter Marvel-Charakter (scheinbar) das Zeitliche segnet (wobei man hier wohl besser von Wechsel der Existenzebene reden sollte – Rückkehr-Wahrscheinlichkeit hoch). Ansonsten sind die Hefte schön anzusehen, aber furchtbar in Bezug auf den Lesespaß. Selten fühlte ich mich als Comic-Fan so betrogen – so sehr lebt die Serie vom Hype.
Der Abend wurde dann mit Trash-TV erster Güte (Stichwort Castingshow) veredelt. Waren die beiden quotenmäßig mal Gegenspieler, so dürfte das Gespann um Bohlen und Gottschalk nun mit vereinten Kräften für Traumquoten sorgen. Ach ja, eigentlich soll dabei noch ein „Supertalent“ gefunden werden. Aber das ist ja nur zweitrangig. (Hat mal jemand gezählt, wie viele Kandidaten der tausenden Bewerber am Ende in der Sendung vor der Jury standen? Das sagt dann wohl einiges.)

Und heute? Da habe ich gelesen und mein erstes Rührei zum Abendessen zubereitet. Es ist etwas ungewohnt mit dem Rühren, damit die Pampe nicht anbrennt, aber letztendlich doch sehr einfach.

Eigentlich wollte ich noch ein paar andere Themen ansprechen, aber das ist dann was für künftige Einträge.

Es verbleibt gern an der Küste
F.

A fear of falling under

September 9, 2012

Tja, diesen Titel hatte ich scheinbar schon mal, wenn ich der URL-Generierung von WordPress trauen kann. Der bezieht sich auf das erste Lied von Darren Hayes‘ dritten Album „This Delicate Thing We’ve Made“, welches sogar ein Doppelalbum ist. Der Song ist eine gelungene Eröffnung für das Werk und bereitet den Hörer auf die neuen eigenwilligen elektronisch angehauchten Stücke vor und geht auch in den zweiten Track nahtlos über (Stichwort Weiterentwicklung).

Ob ich mich nach einem Wochenende Katzensitting als weiterentwickelt ansehen kann, ist fraglich. Aber ich bin der Hilfe von G. sehr dankbar, die ein besseres Verständnis von diesen Haustieren hat.
Ansonsten ist die größte Nachricht des Wochenendes die, dass ich „Fifty Shades Of Grey“ ausgelesen habe. Und ich bin so enttäuscht/frustriert über den Inhalt, dass ich mich entschlossen habe, die Folgebände nicht zu lesen. Das grenzt für mich an Zeitverschwendung, weil der Inhalt so plump ist und zudem sehr fragwürdige Elemente enthält.

Film-Ecke: in Vorbereitung auf „Das Bourne-Vermächtnis“ schaue ich dieser Tage die ersten Filme, in denen Matt Damon noch die Hauptrolle spielte. Der erste Teil von 2002 ist wirklich außergewöhnlich gut für einen Action-Thriller. Ich persönlich freue mich schon allein darüber, dass hier Originalschauplätze verwendet werden. Auch die Schauspielriege ist sehr überzeugend. Ich wusste gar nicht, dass Clive Owen im ersten Teil eine Nebenrolle hatte – dieser Darsteller hat meistens ein gutes Händchen für Rollenangebote.

Und was passiert sonst in der Welt? Das ist eine Frage, die schnell zur Launenverschlechterung führen kann. Da bin ich froh, dass in Fefes Blog nur wenige Meldungen pro Tag aufgeführt werden. Andernfalls käme man ja kaum noch aus dem Stimmungstief heraus. Interessant finde ich übrigens die jüngst losgetretene Medienschlacht um eine Politikergattin und einen Moderator. 😉

Apropos Medien: ich erlange neuerdings fast täglich neue Twitter-Follower. (Geht nur mir das so?) An und für sich nicht schlimm, aber meist sind es so komische Accounts, die man auch Bots nennen könnte – also automatische Datenkraken, die auf bestimmt Schlagworte anspringen. Echte Menschen werden da wohl bald Mangelware.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: endlich habe ich es geschafft und war in Rostock brunchen. Es ging heute ins Plan B und dort wurden wir alle mehr als satt. Die Auswahl war sehr gut und die Bedienung freundlich. Wir fanden sogar ohne Reservierung noch Platz.

Es verbleibt heute furchtlos
F.

Darkness

September 7, 2012

Zum Fortsetzen der Titel-Serie verweise ich heute auf das erste Lied von Darren Hayes‘ zweitem Album „The Tension And The Spark“, welches auch gleich ein Highlight für mich ist. (Ironie?) Überhaupt ist der zweite Langspieler sehr viel eigenwilliger und zum Teil düster, wie man es von einem als Schmusesänger abgestempelten Künstler nicht erwartet hätte.

Was Erwartungen angeht waren meine in den Film „The Cabin In The Woods“ relativ hoch, weil ich sehr viel Gutes im Netz dazu gelesen zu haben. Dabei gelang es mir, wesentliche Handlungselemente (und somit auch Spoiler) zu umgehen. Und das wiederum ist sehr zu empfehlen für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich diesen Film anzuschauen.
Lohnt es sich? Oh ja. Selten habe ich einen Film derart mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen sehen. Soll heißen: wenn man Vermutungen über das Ende hat, wird man ein paar Minuten später wieder überrascht. Und das finde ich sehr begrüßenswert. Gerade das Ende ist aus meiner Sicht herrlich konsequent, wie es für Hollywood-Produktionen schon fast untypisch geworden sein mag.
Ja, zugegeben, an manchen Handlungselementen könnte man sich wieder aufregen. Und man sollte einigermaßen erfahren sein, was Horror-Filme angeht (, um nicht gleich beim ersten Anzeichen von Grusel aus dem Sitz zu springen). Aber das Gesamtresultat finde ich überzeugend… und unterhaltend. Denn nicht umsonst lässt sich dieses Werk als Abrechnung mit dem Genre verstehen.
Fazit: wenn man sich darauf einlässt, bekommt man eine unglaublich kreative und detailreiche Achterbahnfahrt serviert.

Ansonsten ist in den letzten Tagen nicht viel passiert. Ich kann noch anfügen, dass ich mir vermehrt nebenbei (zum Frühstück beispielsweise) politische Reden bei YouTube angeschaut habe. (Das wird ja noch nicht geblockt.) Und zwar politische Reden von amerikanischen Parteien. Die sind von der Art (unabhängig vom Inhalt) überwiegend gut gemacht – wie eigentlich alles aus deren Unterhaltungsbereich.

Ich wundere mich da manchmal, warum dieses Land in den Medien aus meiner Sicht oftmals so ausführlich wie kaum ein anderes behandelt wird. Ich meine, wer hört denn schon viel vom kanadischen Wahlkampf? (Ich könnte nicht mal sagen, wie deren Regierungschef heißt.) Sind die USA denn noch so wichtig? Oder hängt das mit der Omnipräsenz derer Unterhaltungsindustrie (und den damit verbundenen Geldmengen) zusammen? Immerhin findet man massig Filme (und auch Serien-Folgen), die deren System thematisieren.
Habe ich eine Meinung zu deren Kandidaten? Jein. Ich verweise da lieber auf den Ausspruch, dass jedes Land die Regierung hat, die es verdient. (Auch wenn das in manchen Teilen der Welt wie Hohn klingen mag.)

Es verbleibt bei Tageslicht
F.

Strange relationship

September 5, 2012

Ich habe mir vorgenommen, die Musik von Darren Hayes dieser Tage etwas verstärkt zu hören, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Der Titel ist übrigens das erste Lied seines ersten Albums „Spin“ von 2002.

Gestern verliefen ein paar Dinge nicht so wie erwartet, was mir ein wenig Verspätung einbrachte. Aber dafür hatte ich die Gelegenheit, mein (Nicht-)Können in Sachen Billard und Kicker unter Beweis zu stellen. Spaß hat es dennoch gemacht.

Für weniger Spaß und mehr Nachdenklichkeit sorgte die Meldung über einen Zeitgenossen aus Berlin, welcher vergangenen Sonntag sein Leben eigenwillig beendete. Die Umstände, dass er ungefähr gleichalt und scheinbar im Informatik-Umfeld tätig  sowie in verschiedenen Netzwerken aktiv war, tragen dazu bei. Aber richtig schaurig ist der Umstand, dass besagte Tat über Twitter „angekündigt“ wurde und man nun von einem „Geisterprofil“ reden kann, weil diese letzten Lebenszeichen weiterhin einzusehen sind – inklusive einiger Reply-Antworten auf die brisanten Tweets.
Nun, im Nachhinein, folgten dann eine Reihe von Beileidsbekundungen (R.I.P. etc.) und auch Meinungen zur Wechselwirkung von innerer Haltung und äußeren Umständen. Aber die Fragestellung bleibt, ob nicht vielleicht ein Hilferuf missinterpretiert wurde.

Zu den Aspekten von innerer Haltung und äußeren Umständen habe ich heute einen lesenswerten Beitrag via Google+ gefunden, den ich hier mal referenzieren möchte. Darin geht es um den Umgang mit Frust.

Bei Frust denke ich an so manche Kinofilme der vergangenen Wochen. Und dann fällt mir ein, dass die kommenden Wochen da vielleicht Abhilfe schaffen könnten. Mit „Cabin in the Woods“, dem „Bourne-Reboot“, einem neuen Meryl-Streep-Film und der Fortsetzung von „Resident Evil“ sollte eine ordentliche Mischung vorliegen. Da bin ich gespannt.

Es verbleibt in Beziehung mit dem Leben
F.

Stupid mistake

Februar 9, 2012

Es wird mal wieder Zeit für einen „außerplanmäßigen“ Eintrag hier. Und nein, das sehe ich nicht als Fehler. Der Titel kommt von Darren Hayes, den ich scheinbar in einem schwachen Moment zu oft „gescrobbelt“ habe – mit der Folge, dass ich jedes Mal auf Last.FM (eine Webseite, auf der man seinen Musikgeschmack mit Statistiken untermalen kann) daran erinnert werde. Dabei habe ich (absichtlich) eine Pause eingelegt – das Album „Secret Codes and Battleships“ kommt mir schon gar nicht mehr bekannt vor. Ja, schon komisch, wie man sein Verhalten durch Webseiten beeinflussen kann.

Das bringt mich übrigens gleich zu einem aktuellen Ereignis in meinen Online-Kreisen. Ein Bildchen kursiert da nämlich gerade, welches ein Vorhaben propagiert, im kommenden Monat gezielt das eigene Konsumverhalten (mehr oder weniger) runterzufahren (sprich: keine Musik erwerben, kein Kinoticket etc.). Warum? Um die Balance zwischen Angebot und Nachfrage merklich in eine Schieflage zu treiben, was wiederum irgendwelchen Anbietern dann die Macht der Masse demonstrieren soll.
Klingt meine Ausführung sarkastisch? Ist nicht meine Absicht. Die Intention finde ich schon tendentiell gut, aber die Umsetzung erinnert mich an eine Art „kindisches Trotz-Verhalten“. Und ich habe sehr große Zweifel, dass die Gruppe der Unterstützer groß genug sein wird. Mit anderen Worten: nur weil sich 20% trotzig entschließen, für einen Monat der Unterhaltungsindustrie zu widerstehen, wird der Verlust nicht signifikant ausfallen.


Und irgendwie ist mir der Vorschlag zu plump. Soll heißen: Ist das nicht etwas zu einfach gedacht? Und überlegen sich die Befürworter dieser Aktion ihre Entscheidung richtig oder ist es einfach nur mal eben „cool“, ein wenig Protestgefühl in den Alltag einzubauen?

Und während die einen sich vornehmen, im März ein wenig Askese zu hypen, habe ich kurzerhand eine Subcard aktiviert. Was ist das? Subway ist ein Fastfood-Unternehmen, welches Kunden anbietet, durch das Einsammeln von Angaben zum Sandwich-Konsumverhalten wenige Cents zu sammeln, die man dann wieder für Sandwiches verjubeln darf. Dem geneigten Datenschützer dürften da wieder die Alarm-Sirenen in den Ohren bimmeln. Aber hey, die Karten sehen stylisch aus. 😛 (Ich habe da also nicht so die Bedenken. Gerade ich, der sich angewöhnt hat, ein Mensa-Essen-Foto-Blog zu führen.)

Apropos „gläserner Mensch“ : Mein kleines Blog-Balken-Diagramm neigt neuerdings wieder zu Ausschlägen, was auf Zugriffe hinweist. Da fühlt es sich gleich weniger sinnfrei an, wöchentlich über Musik und Zeug zu schreiben. Nur für Kommentare reicht es bei den meisten Besuchern dann wohl noch nicht.

Themenwechsel: habe ich schon erwähnt, dass ich mit „New Girl“ eine neue Serie angefangen habe? Das ist die aktuelle Sitcom mit Zooey Deschanel – in erster Linie ziemlich amerikanisch (was auch immer der geneigte Leser darunter verstehen mag), aber auch relativ frivol. Meine Zwischenbilanz dazu: ohne die Hauptdarstellerin würde die Serie sehr fade sein.

Ach, da fällt mir ein, dass ich mal aufschlüsseln wollte, womit uns (im Sinne von hier in Zentraleuropa) das Amiland klischee-mäßig „zuballert“ oder „einlullt“. Oder auch: was olle Ami-Serien unverwechselbar macht. Ich glaube, das wird mir eine extra Seite wert sein. Insofern war das hier die Ankündigung.

Wem das zu wirr formuliert ist, sollte sich mal bei Wikipedia über „Opportunitätskosten“ belesen. Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich nach einem Gespräch gestern heute (zum besseren Verständnis) den Versuch gewagt habe. Der Artikel war aus meiner Sicht nicht einleuchtend. Und weil ich die Bedeutung nicht verstehe, brauche ich auch gar nicht erst über den Zweck solcher „Modelle“ nachzudenken. (So kann man natürlich auch Zeit/Aufwand einsparen.)

Abschließend noch eine Zahl des Tages: 13 – ich habe immer noch 13 ungelesene Nummer-1-Comics von der „New 52“-Welle von DC Comics. Im September waren die noch aktuell. In diesem Monat werden (mit Nummer 6) bereits die ersten Storylines abgeschlossen, was dann wiederum bald in Paperbacks gepresst werden wird. Wie doch die Zeit vergeht.
Und wo ich schon bei Lesestoff bin: heute habe ich mich gefragt, ob das eine gute Idee war, „The Hunger Games“ auf Englisch zu lesen – denn den ersten deutschen Trailer fand ich mit den „Eindeutschungen“ etwas suboptimal. Ich meine: „Hallo? Im Trailer heißt es „Hungerspiele“, aber der Film wird betitelt mit „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“. Das ist doch irgendwie uneinheitlich.“ Das ist wie mit „Fluch der Karibik“, der ab Teil 3 dann „Pirates of the Caribbean“ hieß. (Das war wieder aus der Reihe „Frust eines Cineasten“ oder „da cine ich mir nen Ast ab“.)

Es verbleibt nicht vor Fehlern gefeit
F.

52 songs #15

Oktober 9, 2011

Und so beginnt dieser Music Monday sehr früh mit meinem Beitrag hinsichtlich des Projektes „52 Songs“, was von der Gedankendeponie aus geleitet wird. (Ich möchte es lieber noch nicht Montag nennen.) In Woche 15 geht es thematisch um den Ohrwurm.

Dieses Thema ist sehr flexibel, da zumindest bei mir die Wahl alle paar Tage anders ausfallen kann. Und da ich nicht in der Vergangenheit kramen möchte (und man vieles eh „irgendwo“ nachlesen kann) bzw. nicht genau sagen kann, welcher Ohrwurm mich am längsten begleitet hat, wird dies zu einer Momentaufnahme. Eine musikalische Momentaufnahme, was mir dieser Tage wiederholt durch den Kopf geht? Ja, da gibt es ein Lied.

Zum Hintergrund: es dauerte eine ganze Weile, bis ich mitbekam, dass der Sänger von Savage Garden nach der Band-Auflösung solo Musik herausbringt. Habe mich dann auch in die ersten Solo-Werke von Darren Hayes eingehört. Spätestens beim zweiten Album merkt man dann auch, dass hier nicht nur schnöder Mainstream-Pop auf dem Plan steht. Viel mehr ging der Künstler in die experimentelle Pop-Abteilung, die schon an Electro grenzt. Da war dann meinerseits noch etwas mehr Eingewöhnung nötig. Das dritte (Doppel-)Album konnte dann wieder mit einer guten Mischung aus Pop und Electro punkten. Danach wurde es etwas ruhiger um Darren Hayes, was wohl auch mit Label-Wechsel und so weiter zu tun haben mag.
Schließlich kam dann in diesem Jahr die erfreuliche Kunde, dass ein viertes Album in den Startlöchern steht, für das sowohl ein Orchester als auch irgendwer von früheren Aufnahmen (Savage Garden Ära) zur Verfügung stand. Der erste Frühbote ist dann auch schon meine Wahl zum Thema.

Als ich das Video erstmals sah, war ich ein wenig entsetzt, wie alt und „verlebt“ Herr Hayes mittlerweile aussieht. Da mussten die (Haar-)Stylisten (und Retuschierer) wohl ordentlich nachhelfen. Und auch der Schnitt-Beauftragte ist nicht zu beneiden. So viele fliegende geometrische Figuren in den paar Minuten! Wenn ich das richtig verstanden habe, war für die Collage-artige Komposition der gleiche Künstler zu Gange, der auch das Cover vom ersten „The Script“-Album gestaltet hatte. (Ja, da hing eben der „Hobby-Musikexperte“ raus.)

Ach ja, das Lied fand ich anfangs recht mittelmäßig (den Titel mag ich aufgrund der Nähe zu einer unterirdischen deutschen TV-Sendung immer noch nicht), aber dank ein paar Remixen und der eingängigen Melodie wurde es zu meinem Ohrwurm – und damit zum meistgehörten Darren-Hayes-Lied in meiner Last.FM-Statistik. Übrigens ist die Single/Album-Version etwas länger als das Video und hat noch ein nettes Orchester-Outro.

So erfreut euch nun am unglaublich detail-verliebten und farbenprächtigen Video zu „Talk Talk Talk“ von Darren Hayes :

Es verbleibt stets der Ohrwurm-Gefahr ausgesetzt
F.

I want you

Juli 31, 2011

Ach, was war das wieder ein wunderbarer Flashback, als im Zuge der Hintergrundbeschallung für einen Spieleabend (inklusive Dinner) ein Pop-Album aus dem Neunzigern hervorgeholt wurde. Savage Garden stehen somit für diesen Titel Pate und der Song von 1997 ist immer noch wunderbar eingängig. Damals konnte ich das Lied rauf und runter hören.
Hinzu kommt, dass ich die Stimme von Darren Hayes durch Neuveröffentlichungen eh schon in der Dauerschleife habe, was den Sprung zu Savage Garden geradezu impliziert.

Aber genug Musik-Bezug für heute. Da geht es dann morgen weiter.
Kurzer Nachtrag zum Spieleabend: das Playstation-Quiz-Spiel Buzz ist echt unterhaltsam und hat viel Spaß gemacht.
Und nun ab in die Lese-Ecke: Vor Kurzem traf der Sammelband zu „Scarlet“ ein, einer Eigenkreation von Brian Michael Bendis und Alex Maleev. Leute, die schon hervorragend für Lizenz-Figuren schreiben, an einer Eigenkreation zu sehen, finde ich immer besonders spannend, da hier die Freiheiten groß sind. Nur leider wird es manchmal nicht genutzt. Ich bin gespannt, wie es hier der Fall sein wird, und lasse mich durch eine durchwachsene Amazon-Kritik nicht entmutigen.
Gelesen habe ich aber auch etwas in den letzten Tagen (bzw. Wochen) – und zwar „Ultra“ von den Luna Brothers. Der Name mag komisch klingen (oder wie eine Indie-Band, und ein wenig indie sind die beiden auch), aber die Künstler haben es drauf, wenn es um Comics geht. Ihre Eigenkreation „Girls“ habe ich geradezu verschlungen – und das obwohl es 24 Ausgaben waren. Und auch ihre Arbeit an „Spider-Woman: Origin“ war sehr schön. Da war es also nur eine Frage der Zeit bis ich mir ihr Frühwerk „Ultra“ von 2004 vornehmen würde. Tja, um es kurz zu machen: auch das war wieder herrlich unkonventionell. Schon allein die ruhige und charakter-lastige Einleitung findet man im Mainstream-Bereich eher selten. Dazu die Bonus-Inhalte wie fiktive Zeitschriften-Cover und Artikel, die Seitenhiebe auf Realismus im Superheldenbereich als auch der Fokus auf Privatleben machen das Leseerlebnis besonders – und das alles in 8 Heften. Natürlich wird das Rad hierbei nicht neu erfunden und manche Handlungsfäden kommen einem bekannt vor. Es ist aber der liebevolle Umgang mit den Figuren, die lebensnahen Beziehungsfragen und die Mischung aus Humor und Drama, was ich hier loben will.

Tja, weiter geht es mit etwas Politik: Ist es nicht erstaunlich, wie das Amiland es immer schafft, weltweite Aufmerksamkeit seitens deren Regierung zu erregen? Was ich damit meine, bezieht sich auf den Bekanntheitsgrad von Kongress und Capitol und Weißem Haus… welches andere Land hat schon so eine Präsenz? OK, welches andere Land hat Hollywood und eine derart große „Unterhaltungsmaschinerie“. Na ja, ich wollte das nur mal anmerken.
Zum Thema: Das Ränkespiel der herrschenden Kaste (ja, klingt übertrieben, aber so leicht rutscht man auch nicht in die gehobene Politik – denke ich) erreicht eine neue Dimension – ebenso wie der Schuldenberg des Landes. Es ist doch irgendwie komisch, wie überall auf der Welt von Schulden die Rede ist – außer vielleicht in China.
Und sollte es wirklich eine Abmachung mit mächtigen Parteisponsoren geben, dass um alles in der Welt keine Steuererhöhungen durchgesetzt werden sollen? Und wenn ja, wie halten sich die Machtverhältnisse? Reicht es aus, Politikern mit Rufmord zu drohen? Und wo bleibt die Konkurrenz? Sponsor 1 will Ziel A durchsetzen, was Land X nicht hilft. Warum also nicht einfach Ziel A von der Agenda nehmen und auf einen Sponsor 2 setzen?
Was war das nicht schon ein Hickhack, als es debattenmäßig um gesetzliche Krankenversicherungen ging, und Sozialismusvergleiche gemacht wurden. Ach, Amiland, Fortschritt sieht irgendwie anders aus?
Und was ist nun mit den Schulden? Ach, das wird bestimmt bald wie in Italien gelöst – mit ordentlich Schönmalerei und einem organisierten Untergrund, der für die Umsetzung sorgt. (Das sind keine qualifizierten Aussagen!)

Es verbleibt ungewollt
F.

Talk talk talk

Juli 3, 2011

Nein, es geht nicht um diese furchtbare TV-Sendung im deutschen Fernsehen, die ich vielleicht früher mal gesehen haben mag (Sünden der Jugend halt), sondern um das sehr schöne neue Lied von Darren Hayes, welches ich in diesem Titel verewigen möchte. Irgendwie passt es ins Blog, da ich hier gern einen Schwall von Absätzen loswerde. Schade, dass es noch bis Herbst dauern wird, wenn das Album dazu erscheint.

Nun, wo es vorbei ist, kann ich ja mal drüber schreiben. Gemeint ist mein dienstlicher Ausflug nach Lissabon. Das „dienstlich“ sei hier deswegen vermerkt, weil ich privat wohl eher zig andere Orte angesteuert hätte. Das soll jetzt keine Kritik an Lissabon sein, sondern lediglich meine Meinung.
Dementsprechend viel Spielraum für gute Impressionen war gegeben. Jedoch richtete sich meine Aufmerksamkeit vorwiegend auf die Konferenz. Das heißt im Klartext: morgens hin zum Tagungsort, abends zurück ins Hotel (ggf. noch schnell was einkaufen auf dem Heimweg). Das war es. Die Verbindungen mit der (unfassbar lauten) U-Bahn waren sehr gut. Nie musste man auf einen Fahrplan achten, weil immer gleich die nächste Bahn kam. Und auch die Ausschilderung war angemessen.
Zur Stadt selbst kann ich nur sagen, dass man ziemlich genau das bekommt, was man bei Google Streetview sehen kann. Viele verwinkelte Straßen, die auf den Hauptverkehrsachsen auch gern mal 7-spurig werden, und dazu viele dichtstehende Gebäude. Das „dicht“ kann man sogar doppelt auffassen – einmal, weil wirklich wenig Zwischenplatz gelassen wurde, und einmal, weil manche Fenster auf Leere verweisen. Dabei sei angemerkt, dass ich so gut wie gar nicht touristisch aktiv war (somit nicht so viel gesehen habe). All die Wahrzeichen oder Sehenswürdigkeiten interessierten mich nicht, was auch durch das hochgradige Sommerwetter bedingt war. Bei 32°C macht mir einfach kaum etwas Spaß und ich wollte die Reise bewusst überwiegend der Arbeit widmen – vielleicht indirekt auch als Strafe. Da passte es natürlich auch wunderbar ins Bild, dass ich am Dienstag erfuhr, dass ich am Donnerstag doch eine Präsentation halten könnte. Spätestens da war dann auch das Abendprogramm nach der Veranstaltung festgelegt.

Apropos Veranstaltung: Zum Luftschnuppern auf einer internationalen Konferenz bietet sich die ED-MEDIA ziemlich gut an, weil sie wirklich international ist und, wie wohl für eine Konferenz üblich, ein randvolles Programm bietet.
Und auch die Bandbreite an Beiträgen mit mehr oder weniger technischem Hintergrund geben dem geneigten Forscher ausreichend Möglichkeiten, über den Tellerrand zu blicken und vielleicht inspiriert zu werden.
Dann sind da noch die Keynotes, zu denen talentierte Redner eingeladen wurden. Dass da eine ordentliche Portion Profilierung mit einberechnet werden sollte, versteht sich von selbst. Das hat mich schon teilweise an eine Ansammlung von „Steve Jobs Juniors“ erinnert – nur dass diese nichts verkaufen wollen (außer vielleicht sich selbst).
Für Leute, die es (noch) nicht auf die große Bühne geschafft haben, gibt es dann durch eine Twitterwall die Gelegenheit, kurz als Randnotiz im Rampenlicht zu stehen. Und ja, das wurde genutzt – und sei es nur für einen RT (Re-Tweet) der Nachbarin, die sich überschminkt plus Designerbrille und hübsch verpacktem iPad für wichtig hält bzw. Anwärterin für die offizielle Live-Tickerin der Konferenz.
Ach ja, die Frauen-Quote (ein durchaus relevantes Kriterium für Leute aus den technischen Wissenschaften) war beträchtlich – ebenso wie die Vielfalt an Englisch-Kenntnissen. „Highlight“ war eine Frau, die es mangels Sprachgebrauch vorzog, ihren Vortrag mit französischem Akzent abzulesen, was das Thema leider auch nicht interessanter werden ließ bzw. für überladene Folien nicht entschädigen konnte. Über letztere (nicht seltene) Erscheinung möchte ich mich nicht auslassen, denn das würde den Rahmen sprengen.
Eine gravierendere negative Überraschung kam mit den „Daily Updates“-Zetteln. Denn nachdem schon der Workshop im Vorfeld der Konferenz abgeblasen wurde, wovon vielleicht auch die Teilnehmer (oder das Personal am Tagungsort) in Kenntnis gesetzt werden sollten, hieß es dann auch noch für die zweiteilige Diskussion um E-Learning „fällt aus wegen ist nicht“. Ganz tolle Wurst. Dabei war die Beschreibung wirklich gutklingend.

Abschließendes Fazit: Ich sollte vielleicht besser nachschauen, wo eine Konferenz stattfindet, bevor ich mich entscheide, da etwas einzureichen. Kleiner Scherz.
Ja, wer den Sommer vermisst, kann sich von Juni bis August gern nach Portugal begeben, denn da braucht man in dieser Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Regensachen (obwohl ich einen winzigen Schauer miterleben durfte) – bzw. so etwas nimmt man dann bestimmt gern in Kauf. Darüber hinaus wirken viele Orte wie ein Paradies für Klimaanlagen, die es in Hülle und Fülle zu bestaunen gibt.
Ach ja, noch etwas aus der Ecke „positive Überraschung“: amerikanische TV-Inhalte (Serien, Reportagen und Filme), die nicht synchronisiert (nur mit Untertiteln) laufen. Das gefällt mir. Wird sich bei uns zwar nicht durchsetzen, aber fände ich toll.

So viel also dazu. Derweil bin ich hier nach 9 Stunden Fahrt gut angekommen (so gut das eben geht nach 9 Stunden Fahrt) und habe auch den nötigen Einkauf erledigt. Ursprünglich wollte ich gestern zwar noch einer Feier beiwohnen, entschied mich dann jedoch wegen Wetter und Müdigkeit dagegen. Meine Leistung von heute (bis jetzt): 8 Folgen „House“. Ich wiederhole mich zwar ungern, aber die Serie ist toll.
Ansonsten merke ich gerade, dass ich lange nichts mit Bildern gelesen habe und mich auf den nächsten Kinobesuch freue, bei dem ich mein Hirn bestimmt beim Einlass abgeben sollte, um nur von Effekten bedient zu werden. Dazu dann vielleicht schon im nächsten Eintrag mehr.

Ach ja, und noch eine Anmerkung: ab nächster Woche soll das 52-Songs-Projekt von der „Gedankendeponie“ starten, worauf ich ebenfalls gespannt bin. Das bedeutet dann wohl auch, dass ich hier schreib-aktiver sein werde (obwohl meine Titel ja bereits ausreichend Song-Material verarbeiten). 😉

Es verbleibt für Gespräche verfügbar
F.