Posts Tagged ‘Freude’

Hengilás

Mai 1, 2011

Diesen Titel habe ich vorhin in der Zufallsschleife gehabt und war gleichermaßen überrascht wie erfreut über die ruhige Untermalung, die aus einem epischen Film stammen könnte. Das Lied wird vom Künstler namens Jónsi vertont und heißt übersetzt so viel wie „Vorhängeschloss“.

Und damit startet dieses Blog in den Mai. Eigentlich wollte ich hier schon früher wieder in die Tasten hauen, aber Termine und Beschäftigung hielten mich davon ab. Überhaupt hatte sich zum Sonntag so viel angestaut, dass dieser erst mal für viel Ruhe und Gelassenheit reserviert werden musste.

Sportkurs, Kneipenquiz, Kinobesuch, populärwissenschaftliche Veranstaltungen, Sushi-Dinner, Filmabend, Geburtstagsfeier und ein Poetry Slam – das stand alles auf dem Plan und lässt diese Woche doch recht abwechslungsreich aussehen. Zuweilen sah ich mein Zuhause nur, wenn es dunkel und an der Zeit zu schlafen war.

Auswertung zur „Thor“-Verfilmung:
Insgesamt ist der Film sehr gut für eine Comic-Verfilmung. Jedoch würde ich Iron Man (1) höher bewerten, was aber auch daran liegt, dass ich die Figur besser finde. Ich glaube, was die Wirkung des Films etwas mindert, ist, dass man durch die Trailer schon auf den Verlauf der Handlung vorbereitet wird. Da bleiben neben gewaltigen CGI-Sets und Kämpfen nicht mehr viele Überraschungen für den informierten Cineasten. Dennoch ist es eine Leistung, die Marvel-Filmwelt mit „Herr der Ringe“-Elementen zu verbinden.

Zur „Langen Nacht der Wissenschaften“:
Ich hatte das Glück, ein paar sehr gute Vorträge und Darbietungen miterleben zu dürfen. Da fühlt man sich gleich viel besser, wenn man sieht, dass Leute mit Leidenschaft über ihre Interessen reden können. Nur die Shuttle-Bus-Intervalle waren viel zu groß. Ansonsten war es ziemlich kalt und ich nicht wirklich darauf vorbereitet – aber meine Teilnahme war auch spontan.

Sushi:
Lange nicht gegessen, aber doch immer mehr Freude daran gefunden. Auch die Suppe (Name vergessen) war nicht schlecht. Und obendrein wurde ich satt. Was will ich mehr?

Zum Kulturellen:
Verkommt der „Poetry Slam“ zum Comedy-Abend? In der letzten Kulturwoche hätte ich da vielleicht noch ja geantwortet, aber heute kamen auch richtig poetische Beiträge zu Wort. Alles in allem war es wieder lohnenswert und inspirierend. Und wieder denke ich, dass ich mal wieder kreativ schreiben sollte (also von Blogs abgesehen).

Tja, wenn das nicht so ein Problem mit der Zeit wäre. Ich habe nämlich auch noch ein paar Vektor-Grafiken in der Mache, die vollendet werden wollen. Und dann wäre da auch noch ein Musikstück, welches ich angefangen habe. Und für ein anderes Projekt wird sogar die Zeit knapp.
Manchmal wundere ich mich, ob ich solche Ideen überhaupt noch angehen sollte, wenn ich schon ein paar andere Vorhabe in der Warteschleife habe. Das beschäftigt mich vielleicht 2 Sekunden und schon ist das nächste „Ticket“ erstellt worden und im Pool der anderen Vorhaben.
Ich kann nicht mal sagen, dass es an wenig Freizeit liegt – bzw. würde das nicht als Grund gelten lassen. Viel mehr ist wohl meine Wertschätzung für Auszeiten – also von allem. Da profitiert dann neben meiner Ausgeglichenheit scheinbar nur noch der „Scrobble-Zähler“ von Last.fm.

Noch einen Ausblick? Hm, nein, irgendeine Deadline sitzt mir bestimmt schon im Nacken. 😉
Stattdessen noch ein Einschub: South Park startete in die neueste Staffel (15?) und das gleich wieder mit einem aktuellen Thema – Apple. Der vielseits bekannte Hersteller von Software und Hardware hat schon länger einen dubiosen Ruf, wenn es um den Umgang mit Kundendaten und Nutzerbestimmungen geht. Eben dies wurde in der jüngsten Folge auf die Spitze getrieben und mit einem Trash-Film kombiniert („Human Centipede“). Das Ergebnis ist viel schwarzer Humor, wie man es von South Park gewöhnt ist. Und wie schon in der letzten Staffel sind die Macher am Puls der Zeit, was mir sehr gefällt.

Es verbleibt verschlossen
F.

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Calm me down

November 16, 2009

Schon mal etwas von Port O’Brien gehört? Nein? Na ja, damit gehören Sie wohl zur Mehrheit. Auch ich würde total im Dunkeln tappen, wenn ich nicht irgendwo eine Kritik über ein Album dieser Musikgruppe gelesen hätte, welche mich so neugierig gemacht hat, dass ich nachforschen wollte. Und siehe da… fast auf Anhieb ein wunderbares Lied gefunden, welches besonders durch sein „Outro“ glänzt, also die Stelle gegen Ende, wenn die Lyrics aufgebraucht sind. Ansonsten habe ich mich noch nicht so ganz mit dem Inhalt auseinander gesetzt. Aber wie der Titel verspricht, wird es wohl darum gehen, dass sich jemand gern beruhigen lassen möchte. Sollten Sie mehr erfahren wollen, schauen Sie mal bei last.fm nach – da sollte sich etwas finden lassen.

Wie dem auch sei… die letzte Woche ist vergangen und damit für mich auch wieder „ein größeres Kapitel des privaten Logbuchs“. Da ist es doch schon fast beruhigend, wenn die neue Woche so anfängt, wie die letzte aufgehört hat. Na gut, so schlimm war es dann auch nicht. Aber tendentiell ist der Auslastungspegel wieder gestiegen, was nicht heißen soll, dass ich am Montag schon behaupten möchte, mich auf das Wochenende zu freuen. Eigentlich freue ich mich mehr auf morgen aufgrund unkonventioneller Planung (im Sinne von außerplanmäßig). Manchmal reichen auch kleine Schritte oder so. Im Großen denke ich erst, wenn ich die Welt beherrsche oder so in der Art. 😛
Frage: Ob ich mit einem Tag (das Beschriftungsdingelchen, nicht die Zeitspanne) „Weltbeherrschung“ mehr Zugriffe auf diese Seite verzeichnen würde? Learning by doing? Och ne, heute nicht. Dafür ist der Text zu bescheiden.

Lektion des Tages: Für manche ist es „flüssiges Glück“ und andere denken an Suchtpotential.
Nein, das sollte kein Ausflug in den Bereich „Gesellschaftskritik am Abend“ sein, sondern einfach nur eine Anspielung auf den jüngsten Harry Potter Film (ich bin mir sicher, dass man im Deutschen dafür mindestens einen Bindestrich hätte verwenden sollen). Tja, in der welt der lustigen Glückszauberer (oder glücklichen Lustzauberer) fallen die Schulleiter vom Himmel – gibt also schlechteres Wetter für die nächsten Teile. Aber so in der Art verlief der Trend der Filmreihe bisher eh. Aber Kitsch beiseite, so schlecht war der Film gar nicht. Den kann man doch ein zweites Mal gucken, dachte ich. Umso besser, wenn besagte CGI-Schlacht im Lichtspielhaus von Nebenan auf dem Plan steht. Und abschließend sei noch vermerkt, dass es schon für den Unterhaltungswert spricht, wenn ein überlanger Film nicht als ein solcher wahrgenommen wird.

Ach ja, ich wollte noch kurz was zum Wochenende schreiben: Ruhe. Ich fand sie irgendwo in zwischen Bett und Tee-Gedeck (so viel zum Thema „calm me down“). Ansonsten gab es viel Musik, wie sich an betreffender Stelle nachlesen lässt. Und ich habe Kekse gebacken, die ziemlich industriell schmecken, was vielleicht daran liegen könnte, das der Teig höchstwahrscheinlich so produziert wurde. Sie erlebten soeben ein Abraten vom Erwerb fertiger Keksteigmischungen. Na ja, also zumindest die Sorte, die ich getestet habe und welche „Heidesand“ genannt wird. Kostet mehr als die nächste Billigpackung (meist unten in den Regalen zu finden) und man darf auch noch Energie (Strom) sowie Zeit für die Zubereitung aufwenden. Und wer glaubt, dass solch „frische“ warme Kekse den Aufwand wert sind, sollte besser nicht zu viel erwarten (oder vielleicht mal ans Aufwärmen fertiger Kekse denken).

Es verbleibt ruhendem Gebäck
F.

Mind games

Juli 8, 2009

Hm… ich war mir nicht sicher, ob ich heute noch einen Eintrag schreibe – also ein paar interne „Mind Games“. Der Titel kommt von einer viel zu wenig beachteten englischen Band namens Ghosts. Über diese Entdeckung freue ich mich heute noch. 2007 war es, als ich erstmals den Remix zu „The World Is Outside“ wahrgenommen habe. Der Schritt zum gleichnamigen Album war dann auch nicht weit. Und heute bin ich kurz davor, es jedem Musikfreund aufzudrängen. Obwohl ich es wirklich unzählige Male gehört habe, kenne ich komischerweise immer noch nicht alle Texte, was ich mit der schier unglaublichen Wucht der Klangteppiche begründen würde.

Tja, der Tag war recht lang und selten füllt sich mein Mail-Postfach so schnell wie heute. Die Weiterverarbeitung ist zeitnah angelaufen und brachte somit erste Ergebnisse, die demnächst an der Reihe sind.
Ansonsten ist der dieswöchige „Kinomarathon“ nun beendet, bei welchem Humor im Vordergrund stand – einmal gepaart mit dem „trotzdem lachen“, dann dank Animationskünsten und schließlich mit der gesellschaftlichen Keule versehen.

Nachtrag: Bei meinem gestrigen Nachrichtenüberblick habe ich Italien und China vergessen. Damit wäre eine Krisen-Welttournee wohl komplett. Bleibt nur zu berücksichtigen, dass die Orte nur den Schlagzeilen entnommen sind. Ob es Studien zum Verhältnis zwischen krisenfreien und problematischen Regionen der Welt gibt? Und wie lang müsste eine weltweit ausgeglichene Berichterstattung sein?

Es verbleibt mit frisch aufgeworfenen Fragen
F.

Wheel

Juli 7, 2009

Ein ruhiges Lied von John Mayer leitet den heutigen Eintrag ein. Es vertont den Kreislauf der zwischenmenschlichen Beziehungen im Leben. „where someone’s last goodbye blends in with someone’s >>Hi<<“ – eine Empfehlung für die Vieldenker.

Tja, Begegnungen… gab es auch wieder in den letzten Tagen. Die Woche ist wieder am Laufen und ich kann schon zwei Abende als gelungenen Tagesausklang vermelden. Aktuell sehen auch die kommende Tage vielversprechend aus. Hinsichtlich Wetter gab es zwar einen Rückschritt, aber immerhin sind dadurch die Nächte erträglicher.

Die Freude über den Leseerfolg vom Wochenende blieb noch etwas erhalten (die Rezensionen wurden schon verfasst) und mittlerweile überlege ich mir schon, wie der nächste Lesestoff aussehen wird. Wahrscheinlich gibt es zur Abwechslung mal wieder bebilderte Bände.

Themenwechsel: Irgendwie stagnieren die Nachrichten (von der deprimierenden Tönung mal ganz zu schweigen). In Orten lässt sich das folgendermaßen zusammenfassen: Afghanistan, Iran, Nordkorea und Los Angeles. Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt.

Es verbleibt mit der Aussicht auf ein längeres Wochenende
F.

Bumblebee

April 28, 2009

Zunächst möchte ich kurz einen Dank an Steve Jablonsky aussprechen, der die Musik zur Realverfilmung Transformers beisteuerte und mir damit wunderbare Instrumentalwerke beschert hat, die ich zur passenden Gelegenheit jederzeit in die Playlist schmeiße. Daher auch der heutige Titel, der nebenbei bemerkt auch der Name meines favorisierten Autobots aus frühen Tagen ist.

Und wo ich schon bei Filmen und Kindheit bin, kann ich gleich ins nächste Geek-Thema einsteigen: Wolverine. Auch diese Figur zählt seit Jahren zu meinen Favoriten (Kategorie: Marvel/Comic-Charaktere). Es wird wahrscheinlich um das Jahr 1993 gewesen sein, als ich erstmals von den X-Men (inklusive Wolverine) hörte bzw. sah, denn es war eine Zeichentrickserie. Farbgebung, Maske und Fähigkeiten (Krallen und Selbstheilung) waren es, die mir damals zusagten. Heute (und spätestens nach dem ersten X-Men-Film) bin ich der Ansicht, dass die Bekleidung in grellen Farben extrem unrealistisch ist. Oder anders: das funktioniert nur in Comics (in vielen Wolverine-Geschichten wurde gänzlich auf ein Kostüm verzichtet). Die TV-Serie wurde dann irgendwann abgesetzt und Wolverine trat höchstens mal als Gast in der Spider-Man-Trickserie auf.
Im Sommer 1996 stieg ich ein in die Welt der amerikanischen Superhelden-Comics und innerhalb eines großen Aufeinandertreffens vieler Charaktere zweier bekannter Verlage tauchte auch Wolverine wieder auf (Rätsel am Rande: welcher Titel?). Im Frühjahr 1997 fing ich dann an, die neuen Comics von Marvel Deutschland zu sammeln, wobei X-Men eine der ersten Serien war. Knapp ein halbes Jahr später startete hier dann auch eine Wolverine-Comicserie, die ich natürlich ebenso verfolgt habe – nicht zuletzt, da es für lückenlosen Lesegenuss bei sogenannten Crossovern (serienübergreifende Geschichten) erforderlich war. Zu dem Zeitpunkt hatte Wolverine kein Metall im Körper (dementsprechend Krallen aus Knochen). Ich erinnere mich auch noch ziemlich gut daran, dass in der ersten Jubiläumsausgabe (Nummer 12) ein missglücktes Vorhaben damit endete, dass Wolverine für eine ganze Zeit Menschlichkeit verlor und teilweise wie eine Art Troll dargestellt wurde.
Aber wie (Superhelden-)Comics nun mal sind, kehrt der Status quo früher oder später zurück. So also die menschliche Gestalt und dann später auch die Adamantium-Krallen (eine erdachte Metalllegierung). Und wenn ich heute so zurückdenke, bin ich froh, noch so manche Highlights bezüglich Wolverine-Abenteuern miterlebt zu haben. Ich denke da an Geschichten von Larry Hama, Warren Ellis, Frank Tieri und Greg Rucka. Gegen Ende 2007 habe ich aufgehört, Wolverine-Hefte zu sammeln. Jedoch verfolge ich die Abenteuer immer noch sporadisch.

Mittlerweile ist die Comic-Figur in den amerikanischen Printmedien sehr stark vertreten (nebst diversen Team-Serien in ca. 4 eigenen monatlichen Reihen) und nun steht der erste Wolverine-Film in den Startlöchern. Letzteren werde ich baldigst im Kino schauen und hier dann wahrscheinlich noch ein paar Zeilen lassen.

Mich überrascht es, wie textfüllend so ein Thema aus dem Bereich Erinnerungen und Geek-Wissen sein kann. Ich könnte problemlos noch ein paar Anekdoten loswerden, aber dieser Eintrag hat bereits ausreichend Zeit beansprucht.
Noch kurz zum Tag: es passierte nicht viel Bemerkenswertes und leider verlief der Abend nicht ganz so wie geplant.

Es verbleibt mit einem neuen Eintrag auf dem imaginären Buchstapel
F.

Psychological

April 26, 2009

Heute bin ich mal so frei und gebe die Quelle des Titels nur indirekt an, indem vermerkt wird, dass es sich um ein erstes Lied eines Albums handelt (das kleine Rätsel am Rande ist wieder da). Schon lustig, wie man „Psycho“ und „logical“ in ein Wort bekommt. Irgendwie muss ich dabei an einen durchgedrehten Vulkanier denken.

Na ja… das Thema Star Trek soll erst nächste Woche aktuell werden, wenn der Film startet. Ich verspüre auch schon eine gewisse Vorfreude, aber nur unterschwellig. Mit zu großen Erwartungen will ich da nicht im Kino aufschlagen.

Erwartungen… das bringt mich zu Ansprüchen. (nicht mehr lange und ich genehmige mir ein Tag dafür… oder gar eine Kategorie) Heute ging mir durch den Kopf, dass ich mir gern eine neue Windjacke zulegen würde (als braver Konsument, der ich manchmal bin). Eigentlich wäre das nicht so das Problem, weil ausreichend Geschäfte in Reichweite sind. Aber da kommen nun die Ansprüche meinerseits ins Spiel, welche mir schon mehrfach Frust bereitet haben (das Vorhaben ist nicht neu). Hier spare ich mir mal alle Kriterien, an denen ich meine Kaufentscheidung diesbezüglich festmachen würde. Und es ist nicht so, als dass ich utopische Vorstellungen hätte. Im Gegenteil. Ich habe ein entsprechendes Exemplar in meinem Besitz, welches jedoch leider schon in die Jahre gekommen ist.
Und ja, ich habe nach einem gleichartigen Ersatz gesucht. Wie schon angemerkt… Frust. Andererseits ist seit meiner letzten Suche einige Zeit vergangen, wodurch sich wieder ausreichend Motivation sammeln konnte. Ergo: vielleicht wird bald ein neuer Versuch gestartet.

Ansonsten gab es am Wochenende keine besonderen Vorkommnisse. Seit langer Zeit nutzte ich mal wieder die Gelegenheit, mich hinzulegen und einfach nur Musik zu hören (fast schon altmodisch von CDs und mit Kopfhörern). Diesen Zeitvertreib gönnte ich mir schon zur Schulzeit und immer noch habe ich meine Freude daran. Nebenbei kann ich wunderbar die Fantasie schweifen lassen.
Weiterhin habe ich wieder ein paar Seiten der aktuellen Buchlektüre geschafft, was mich bedauerlicherweise thematisch wieder zum Frust bringt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein Leseerlebnis hatte. Mir kommt es vor, als ob jede zweite Seite eingespart werden könnte, weil die Geschichte so viel redundantes Larifari enthält. Das wird bestimmt eine interessante Rezension, wenn ich mit dem Buch fertig bin (möge dies nicht mehr allzu lange dauern). So ganz habe ich die Hoffnung auf ein entschädigendes Ende nicht aufgegeben.
Apropos Ende…

Es verbleibt mit dem Wunsch nach schönen letzten April-Tagen
F.

Split screen sadness

April 24, 2009

Hach… wieder so ein tolles Lied erwischt. Es stammt von John Mayer und begleitet mich nun auch schon fast zwei Jahre. Das dazugehörige Album zählt zu meinen Favoriten. Und damit genug Schleichwerbung.

Manchmal ist es so einfach, sich etwas Gutes zu tun. Mir kam der Gedanke „ein heißer Tee wäre jetzt nicht schlecht“ und ich habe ihn realisiert. So einfach. Grandios.
Wahrscheinlich ist das einer der seltenen Momente, in denen meine innere Stimme klar und deutlich zu verstehen ist (oder ein Verlangen rasch bedient werden kann). Und daher erfreut mich das Resultat umso mehr.

Ansprüche – das wollte ich auch mal ansprechen. (keine Lust, zu schauen, ob ich das schon einmal hatte) Ich denke, je nach Thematik kommen sie zum Vorschein oder werden anderweitig verschleiert. Ob hoch oder gering sei hier nebensächlich, denn das ist doch oftmals subjektiv gefärbt (trotz mancher großen Nenner).
Gelegentlich habe ich den Eindruck, ein Verteidiger (gar Prediger?) des Individualismus zu sein. Kommentare wie „Ansichtssache“ oder „muss jeder selbst wissen“ werden in gehäufter Form dann doch auffällig. Und nun komme ich mit dem Thema Anspruch erneut zu Betrachtungen, die mir bereits während des Schreibens obsolet erscheinen.
Soll hier nun folgen: „Leute, haltet mal den Ball flach, wenn ihr mehr vom Leben haben wollt“? Oder „Da geht noch mehr, also tut was dafür“? Nein… keineswegs (zumindest allgemein gesehen). Aus diesem Grund verzichte ich auf Tags wie „Lebensberatung“ (oder „der goldene Weg“).
Nur kurz angemerkt: Sind die Ansprüche zu hoch, können sie oft nicht erfüllt werden – hallo Frust. Im umgekehrten Fall… tja, sieht die Welt wohl auch nicht rosiger aus. Aber wie gut, dass die Frage nach dem „zu hoch“ oder „zu gering“ hier nicht von Belang sein soll. Ist schon fast wie in der Mathematik… den Bruch ordentlich kürzen und übrig bleibt nur eins (also das Leben oder so). Vielleicht greife ich das Thema nochmal auf (die Leser-Abstimmung dazu spare ich mir).

Ansonsten kommt mir der Tag abschließend vor, als hätte er den doppelten Umfang. Ob das lediglich daran liegt, dass ich heute viel unterwegs war oder viel an der frischen Luft? Möglich. Da lohnt sich der Schlaf vielleicht auch doppelt.
Noch schnell etwas an der Planung für morgen gebastelt und dann kann die Schlummerphase auch gleich beginnen.

Es verbleibt in Vorfreude auf eine neue Form der Dunkelheit
F.

PS: der Vollständigkeit halber gebe ich hier mal noch den Link zu meiner bescheidenen U2-Rezension an. (tja, ich habe es nicht vergessen)

One step closer

März 12, 2009

Ich finde es erstaunlich, dass ich heute noch mehr Erschöpfung verspüre als gestern. Die Anspannung des Tages habe ich wohl unterschätzt. Wenn ich den Tagesverlauf betrachte, fällt mir auf, dass so ziemlich alles nach meinen Vorstellungen abgelaufen ist. Ja, ich gebe zu, ich habe Spaß am Planen. So generell.
Wahrscheinlich kam diese Planungsfreude so nach und nach… jedenfalls kann ich mich da an kein bestimmtes Ereignis erinnern, wodurch sich ein Leben wandeln mag. Ich habe aber auch nie sonderlich darüber nachgedacht, da ich nicht die Notwendigkeit sehe.
Und so ist es jedenfalls immer erfreulich, wenn sich eine Planung angenehm umsetzen lässt. Das könnte man als Standard hinnehmen oder doch lieber als kleinen Zusatzerfolg ansehen. Sozusagen das i-Tüpfelchen. Und wieder schweife ich ab auf die „Erfolgsschiene“ bzw. den „Freudenkatalog“.  Sollte ich da ein Muster erkennen?

Freude ist doch wieder einer der Hauptnenner der Gesellschaft. So ziemlich jeder kann damit was anfangen. Es verbindet also verschiedene Menschen. Und es ist so variabel wie Eiscreme-Sorten. (ok, es gibt bessere Vergleiche)
Unterschiedlich wird es beispielsweise hinsichtlich des Auslösers. „Schau mal, ein Eichhörnchen!“ – dieses Zitat aus einer deutschen Komödie schoss mir förmlich just durch den Kopf, weil es genau darum geht. (Rätsel am Rande: welcher Film?) In dieser besagten Szene wird verdeutlicht, dass Freude gelegentlich an Erwartungen gekoppelt ist. Oder anders formuliert: warum soll man sich an einem Tier erfreuen, wenn man sich zum Beispiel vernachlässigt fühlt? Und ich frage: warum denn nicht?
Hier nun eine Übertreibung: warum soll ich über eine perfekte Mahlzeit erfreut sein, wenn es Hunger in der Welt gibt?
Da liessen sich jede Menge weitere Beispiele anfügen. (das ist jetzt aber kein Aufruf für Comments)
Es läuft alles auf den Auslöser-Aspekt hinaus. Und damit gewissermaßen auf die eigene Verantwortung. In einem Wort: Ansichtssache.
Wann lässt sich Freude vertreten? An welcher Stelle sollte man sie sich verbieten bzw. überhaupt? Und wie sieht es mit der Schadenfreude aus?

Auf der anderen Seite ließe sich untersuchen, inwiefern man über ein gesundes Maß sprechen kann. Ab welchem Grad ist welche Verhaltensweise wichtig oder gar schädlich, wenn es um den „gesellschaftlichen Hauptnenner“ Freude geht? Ja, werter Leser, es sammeln sich erneut Fragen. Und mein Eintrag scheint wieder philosophisch angehaucht zu sein, was eigentlich nicht beabsichtigt ist.
Es verbleibt mit einer neuen Tagesplanung
F.

Milk and toast and honey

März 11, 2009

Ach, wie passend. Ein Lied, in dem so viel Bedeutung liegt. Nebenbei möchte ich dem Leser nochmal in Erinnerung rufen, dass ich oftmals den Titel des Eintrags der aktuell spielenden Hintergrundmusik entnehme. Also mit diesem Lied verbinde ich: entspannten Tagesbeginn, bequeme Sitzgelegenheiten, eine aufgehende Sonne, kühle Luft, Frühstück, Frühling, hellblau und gelb. Und da es jahreszeitlich in Richtung Frühling geht und ich dazu lächelnd in Erinnerungen schwelge, ist es passend.

Heute war der Tag anstrengend auf eine positive Art. Das betrifft zum Beispiel persönliche Erfolgsgefühle, wieder etwas von der ToDo-Liste streichen zu können. Da kommt mir entgegen, mit „kleinen“ Zielen zu arbeiten. Granularität. Ein schönes Wort. Vielleicht auch ein Ansatz, gegen Frust vorzubeugen. Könnte ich mir zumindest denken.
Na gut, das allein mag vielleicht auch nicht glücklicher machen. Aber warum nicht? Mangelnde Freude im Alltag?
Freude, Spaß, Fun… das in Zusammenhang mit Arbeit scheint manchmal fremd zu klingen. (juhu… unklare Aussagen)
Kann man das lernen? Oder sollte man besser genauer danach suchen?
Ach, Patentrezepte in solchen Dingen kann ich mir viele ausdenken. Wichtiger ist doch die eigene Sicht. Vielleicht wird Glückseligkeit auch überbewertet.
Apropos Bewertung: mein Tag. Ich bin kaputt und doch nicht fertig. Oder anders: ich bin zufrieden. Die Planung hat sich als optimal erwiesen und neben den „Pflichtanteilen“ kam die Freizeit nicht zu kurz. Weiterhin sorgte die ehrenamtliche Betätigung für einen angenehmen Ausgleich. Man sagt „Nutze den Tag“ und ich antworte „Done“.

Und schon wieder endet der Eintrag anders, als ich das erwartet habe. So kann das laufen, wenn ich mir nicht vornehme, ein Thema XY abzuhandeln, sondern einfach mal die (erschöpfte) kreative Energie fließen lasse. Und das von mir als Nicht-Esoteriker.
Es verbleibt in vertrauten Klängen summend
F.

Black burning heart

März 3, 2009

Heute mal ein leicht poetisch angehauchter Titel, den mir meine Playlist gibt (Rätsel am Rande: welcher Interpret?). Ich gestehe, dass ich zu diesem Anlass mal den Liedtext konsultiert habe, und bin ein wenig enttäuscht, wie deprimierend der Inhalt ist. Vor allem in Bezug auf die irreführend heitere Melodie.
Dieser Kontrast als Stilmittel von Musikern ist mir jedoch nicht neu. Und nicht selten entpuppt sich ein Lied unter anderem dadurch als eine Art Wundertüte für die Interpretation. Da habe ich durchaus meinen Spaß dabei.

Ja, Spaß gab es heute auch in anderen Bereichen. Die berufliche Tätigkeit erzielt Ergebnisse, die Pausen werden durch Gesellschaft optimiert und auch die ehrenamtliche Beschäftigung fährt Erfolge ein. Außerdem war ich mal wieder im Kino. Obwohl der Film nicht unbedingt als leichte Kost durchgeht, hatte ich den Eindruck, gut unterhalten worden zu sein. Ich würde sogar meinen, dass mich dessen Inhalt emotional mitgenommen hat. Die Unterhaltungsindustrie wurde also erneut durch meine Ausgaben unterstützt und ich hatte danach ein gutes Gefühl. Ich sehe das momentan lieber als einen guten Tausch, denn wirtschaftliche Aspekte lasse ich vorläufig gern aus…
Jedenfalls kann ich „Der Vorleser“ guten Gewissens weiterempfehlen, wenn es mal etwas mehr Anspruch sein soll. Sowohl die Handlung als auch die schauspielerische Leistung haben mich überzeugt. Darüber hinaus war ich in der günstigen Lage, mich relativ ahnungslos auf diese Literaturverfilmung einlassen zu können. Das ist bei meinem Interesse an Trailern und Newsmeldungen selten der Fall.

Ahnungslosigkeit kann doch ein Segen sein. Aber in welchem Bezug steht diese Aussage mit der Verantwortlichkeit? Und in welchen Fällen kann man sich Ahnungslosigkeit erlauben?
Nun, werter Leser, auch dies bietet wieder Stoff für die gelegentliche Grundsatzdiskussion zur falschen Zeit.
Es verbleibt mit leicht angeschlagenem Metabolismus
F.