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Logbuch : einen 24-Stunden-Tag später

Mai 4, 2014

Hui, was sind das für komische Zeiten. Das Wetter hatte mal kurz den Herbst-Gang eingelegt. Ich befürchte schon, dass die nächste Erkältungswelle ins Haus steht. Und politisch sind die Nachrichten dieser Tage nur schwer erträglich. Aber politisch wurde ich hier ja eh schon eine Weile nicht mehr. Dabei würde es sich doch scheinbar so gut anbieten – mit einer kommenden Wahl etc. Egal. Ich beschränke mich auf mein Logbuch…

30.04.14 : Der Mittwoch verlief ungewöhnlich ruhig. Und auch das Treffen der Musikredaktion war ungewöhnlich beteiligungsarm. Mir machte es insofern nicht viel aus, da ich erneut eine Reihe neuer Titel für die Rotation beisteuern konnte. Und das sollte ich später in der Woche auch gebrauchen können. Nach dem Treffen chattete ich kurz mit G., weil ich noch Kleinigkeiten einkaufen wollte. Leider wollten dies kurz vor dem Feiertag noch jede Menge anderer Leute, weswegen es im REWE sehr voll war. Egal… einen kurzen Zwischenstopp zu Hause später besuchte ich G., wo ich Katzen bespaßen konnte.
Wir gingen noch ins ST, wo die Mathematiker-Feier mit einer (aus meiner Sicht) sehr guten Musikmischung aufwarten konnte. Das merkte ich spätestens bei P!nk’s „Raise Your Glass“, was ich ja fast ultimativ zum Feiern finde.

01.05.14 : Am Mai-Feiertag konnte ich ausschlafen, also nutzte ich die Gelegenheit auch. Zwar war ich mir bewusst, dass es eine Reihe von Aufrufen und Aktionen in der Umgebung gab. Jedoch war ich ein wenig groggy und noch viel mehr müde, um mein Engagement zu wecken. Außerdem nahm mir die Info, dass das Demokratie-Fest mit der Live-Musik sehr kurzfristig abgesagt wurde, noch zusätzlich den Wind aus den Segeln.
Stattdessen war ich viel am Vorbereiten…

02.05.14 : … denn am Freitag hatte ich ein weiteres Mal die Ehre, eine zweistündige Sendung allein zu fahren. Die Technik des neuen Studios war zwar noch etwas ungewohnt, und auch die Ablenkungen durch den Trubel nebenan wirkte etwas störend, aber mit dem Gesamtbild war ich sehr zufrieden. Ich konnte nämlich sehr viele neue Lieder spielen.
Zum Abend war ich auch wieder bei LOHRO, dann jedoch ein letztes Mal im alten Sendehaus am Margaretenplatz, wo die große Winke-Winke-Abschiedssause stattfand. Zunächst gab es eine gemütliche Grillrunde, auch wenn das Wetter etwas kühl wurde. Auch die „kräftige“ Live-Musik sorgte für ordentlich Stimmung. Und der Abend sollte weitergehen. Mit K. und Co. zog ich erstmals ins JAZ, wo das Motto „Waterkant Souvenirs“ basslastige elektronische Musik versprach… und halten konnte. Als ich in der Frühe nach Hause kam, stellte ich fest, dass ziemlich genau 24 Stunden seit dem Aufstehen vergangen sind. Irgendwie krass.

03.05.14 : Irgendwie traurig war ich, als ich knappe 4,5 Stunden später schon wieder wach sein musste, um einen Schlüssel abzuholen. Und auch die Tatsache, dass ich nicht so gut mit der Vorbereitung für die Charts-Sendung vorankam, frustrierten mich etwas. Aber ich hatte auch noch nichts gegessen. Das könnte ein weiterer Grund gewesen sein. Ein nachmittagliches Frühstück später ging es meiner Laune schon besser. Ich war sogar so spontan und ging zu einer Couchsurfing-Runde in den Freigarten. Zum Abend lernte ich zwei nette internationale Hobby-Radfahrer kennen, die von Berlin aus in Richtung Kopenhagen einen Stopp in Rostock einlegten.
Aber da ich schon einen langen Tag (plus wenig Schlaf) hinter mir hatte, verabschiedete ich mich zeitig und ging nach Hause, wo ich noch was aß und eine Unterhaltungssendung sah, bevor ich selig ins Bett fiel.

04.05.14 :  Kaum war ich eine halbe Stunde eher aufgestanden, als ich eigentlich wollte, riss mich ein Anruf aus der Ruhe. Denn A. berichtete von einem Sende-Ausfall, der mich schnellstmöglich mobilisieren sollte. So kam ich also ein Weilchen später etwas mürrisch gelaunt zur Frieda-23, wo mich P. schon erwartete. Wir konnten den Ausfall rasch beheben. Dann traf auch schon mein Co-Moderator K. ein, mit dem ich die Sendung vorbereitete.  Das Fahren verlief entspannt. Die Nachbereitung auch. Das anschließende Treffen der Technik-Gruppe war dann schon etwas anstrengender aufgrund eines kleinen Meinungsaustausches, was generelle Ansichten zum Audio-Verarbeiten auf Linux-Systemen angeht. Ansonsten läuft es bis jetzt ganz gut.
Ja, ich bin noch nicht zu Hause. Ein fast schon typischer Sonntag für mich.

Es verbleibt in Gesellschaft von „Techies“
F.

Logbuch : einen an der Waffel

Januar 20, 2013

Ich habe den Eindruck, dass sich mein Wochenrückblick allgemeine herrlich zum sogenannten „Bullshit-Bingo“ eignet. Hier ein paar Vorschläge für die Check-Liste: Kinobesuch, Couchsurfing-Treffen, Nahrung, Comics, Filme, TV-Sendungen, Arbeit, Schlaf, Ausgeh-Abend

Aber immerhin glaube ich nicht, mich trotz der „beschränkten“ Themen-Vielfalt zu wiederholen. Insofern… auf ein Neues:

Montag: Kino. Film: „The Sessions“ mit Helen Hunt. Meinung: beeindruclender Independent-Film. Mitnehmend, lustig und rührend – und dabei nicht laut oder aufgesetzt. (9/10)

Dienstag: Einkauf. Lese-Abend. Buch: „Gun Machine“ von Warren Ellis. Grund? Viele Comics schreibt der Autor nicht mehr und so wundert mich eben, woran er nun arbeitet. Bisher ist das Buch nicht besonders zu empfehlen.

Mittwoch: Kino. Film: „Django Unchained“. Meinung: kann man im Blog nachlesen. Und huch, war der Film lang. Da blieb nicht viel Zeit zum abendlichen Lesen, damit die Nacht nicht zu kurz wird.

Donnerstag: Couchsurfing-Treffen. Ort: Hemmingway. Highlights? Die Gesprächsthemen (inklusive dem einen oder anderen schlechten Witz), die Runde an sich und… Happy-Hour-Preise.

Freitag: Spätschicht. Dann Zugfahrt mit Lesestoff in Comic-Form. Unter anderem die aktuelle Batman-Ausgabe, in der es ein Aufeinandertreffen mit dem Joker gibt, welches wohl später mal als Klassiker zählen wird. Dazu ein Puhdys-Album. Oy, diese Musik verdient einen höheren Bekanntheitsgrad.

Samstag: Ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Wunderbar. Dann wieder ein Paperback aus dem „Zu Lesen“-Stapel. (siehe Sonntag) Endlich neue Folgen von „Real Time with Bill Maher“. Ein Einkauf, bei dem neue Köstlichkeiten entdeckt wurden.
Ich darf vorstellen, die „Oreo-Version“ einer Manner-Waffel. (Nö, ich bin mir für diese Schleichwerbung nicht zu schade.) Schmeckt vorwiegend „nur süß“, aber doch auch lecker. Dazu noch die gute Portionierung, wobei mir bei der ersten Kostprobe eher nach einer Großpackung gewesen wäre. (Ja, lasset mir ein Kilo von dem Zeug zukommen und ich dokumentiere meine „Challenge“.)

Wo war ich? Von Zuckerzeug zu Trash-TV. Na ja, für manche gibt es ohne das eine das andere gar nicht – im Sinne von Erträglichkeit. „Wetten Dass“ fing so öde an, dass ich nicht lange zögerte und „Little Miss Sunshine“ den Vorzug gab. Dieser geniale Film lief sogar werbefrei – yay!

Sonntag: Lese-Zeit mit „Mystique by Brian K. Vaughan – The Ultimate Collection“. So heißt das Paperback. Aber im Wesentlichen habe ich gleich die ganze (kurzlebige) Comic-Serie um diese Mutantin aus dem Marvel-Universum (X-Men-Abteilung) gelesen. War nett, mehr aber auch nicht. Da kann der Autor mehr. Zum Abend gönnte ich mir noch ein paar neuere Comics. Wolverine hat wieder eine neue Serie bekommen – diese sieht optisch gut aus, hat aber leider für meinen Geschmack inhaltlich nicht viel zu bieten. Anders sieht es aktuell bei „Thor“ aus. Der Serien-Neustart (unter dem Banner „Marvel Now“) sorgte sowohl zeichnerisch als auch erzählerisch für episch frischen Wind. Mit anderen Worten: ich bin beeindruckt und auf den Abschluss der ersten Storyline gespannt.

Bingo! Ich bin durch.

Zum Abschluss noch etwas Zeitgeschehen: Die ersten Berichte zur Wahl in Niedersachsen empfinde ich nicht gerade ermutigend. Natürlich kann man das nur bedingt auf einen bundesweiten Trend beziehen. Und selbst wenn – es spielt doch eh kaum eine Rolle, an wen sich die Lobbyisten als Nächstes wenden. Ja, das klingt wieder sehr politikverdrossen. Nur lassen es Nachrichten dieser Tage kaum anders zu – in einem Land, welches in Sachen Korruptionsbekämpfung viel Nachholbedarf hat.

Es verbleibt mit Lust auf harmonische Musik
F.

Give me all your luvin‘

Februar 5, 2012

Ist wohl keine Überraschung, dass ich an diesem Tag genau diesen Titel wähle, welcher vorgestern weltweit digital erhältlich gemacht wurde. Ja, es ist nur schnöder Pop mit „Happy-Lyrics“ und (mäßig begeisterungswürdigen) Ausflügen ins Slang-Terrain. Aber ansonsten sollten sich Fans bedient fühlen. Und nein, ich werde mir nicht den dazu passenden Live-Auftritt von Madonna (und Gästen) beim heutigen Superbowl geben, weil mein Tag lang war und ich müde bin.

Schnell aber noch ein paar Zeilen zur vergangenen Woche.
Ursprünglich wollte ich ja noch vor dem Wahlsonntag in Rostock einen kleinen Artikel aufsetzen – schon allein, um das Ereignis in Erinnerung zu rufen und über die furchtbare Wahlwerbung zu lästern. Aber mir fehlte die Zeit und teilweise auch die Lust. Ähnliches lässt sich wohl auch über die Wählerschaft behaupten, denn mit einer Wahlbeteiligung von unter 40% kann von Erfolg nicht die Rede sein. Und wie ich neulich in meiner Rubrik „Politik zum Puh-Schreien“ zusammengefasst habe, hat sich kein Wandel durchgesetzt. Also alles beim Alten und zurück zum Tagesgeschäft.

Und sonst in meiner Welt? Quiz- und Kinoabende, Lesestoff und natürlich viel Musik. Klingt nicht besonders. Aber es war doch ganz angenehm. Beispiel? Hier mal meine Checklist zum Wochenende:

  • mindestens 7 Comics aus DC’s „New 52“-Welle lesen – check
  • „Batman: Arkham City“ spielen – check
  • Kinobesuch „Dame, König, As, Spion“ – check
  • Strandspaziergang – check

Lustig, dass ich bei der Planung gar nicht mein aktuelles Buch berücksichtig habe, welches ich spätestens seit letztem Donnerstag nicht schnell genug lesen konnte. Grund war nämlich das verstärkte News-Aufkommen zur Verfilmung, welches drohte, mir meine eigene Vorstellung von der Handlung zu zerstören. Tja, aber das ist nun vom Tisch, denn ich habe gestern „The Hunger Games“ ausgelesen. Und? Ja, ist ein gutes Buch. Mehr werde ich wohl demnächst in einer extra Rezension schreiben.

Auch zu den Filmem will ich nur kurz mein Meinungsbild abgeben. Das hängt damit zusammen, dass mir bei der Recherche zum Blogger-Jahr 2011 aufgefallen ist, wie viell ich hier über Filme schreibe. Das ist zwar nicht schlimm, da diese Form der Unterhaltung einen sehr hohen Stellenwert für mich hat. Aber irgendwie wäre es mir lieber, das gesondert zu behandeln – bzw. durch solche Filmabende nicht meine Woche zu definieren.
Nummer 1: „Drive“ – ungewöhnlich intensiver Thriller mit unfassbar grausamen Szenen. Sehenswert, aber nur für starke Nerven.
Nummer 2 „Dame, König, As, Spion“ – ungwöhnlich konmplexer Agenten-Thriller mit Retro-Feeling. Nichts für Zwischendurch. Eher Kino für Fortgeschrittene.

Zu den Comics, die ich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass es wieder eine krasse Mischung war. Von Western über SciFi zu Militär-Action, Fantasy und Krimi – alles dabei, wenn man Titel wie „All-Star Western“, „Red Lanterns“, „Deadman“, „Birds of Prey“, „Blackhawks“, „Hawk & Dove“ und „Red Hood & the Outlaws“ liest. Es gab sogar Überraschungen in Form von „oha, die Serie ist hat einen interessanten Auftakt“ . (Es handelte sich jeweils um die erste Ausgabe einer neugestarteten Serie.)
Und es ist tatsächlich so, dass ich immer noch nicht alles von diesem Stapel gelesen habe.

Dafür habe ich es geschafft, am „Groundhog Day“ „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu gucken (einen meiner Lieblingsfilme) –  und zwar auf 1,5-facher Geschwindigkeit, weil ich nicht so viel Zeit hatte. Amüsant wie eh und je.
So kann ich am Ende dieser Woche doch einigermaßen zufrieden sein.

Es verbleibt ohne Spendenaufruf für Zuneigung
F.

Firework

September 5, 2011

Der heutige Titel wurde kürzlich von MTV (Amerika) zum besten Video des Jahres gewählt. Die Künstlerin Katy Perry setzt damit ihren Erfolgskurs fort, den ihr das zweite Album beschert. Auch wenn man ihr vorwerfen könnte, nur auf einen Hit-Produzenten wie Dr Luke zu setzen, zeigt sich auf längerer Sicht dann doch auch, dass da Gehalt mitgeliefert wurde (anders als wie beim letzten Britney-Album). Ja, die Probleme eines Popmusik-Fans.

Nun also zum Tagesgeschehen:
Die letzten Tage waren ziemlich strikt durchgeplant bei mir. Und auch bin ich viel rumgekommen im Land – lange Autofahrten inklusive. Es gab teilweise sehr viel Vertrautes, aber natürlich auch eine Menge von neuen Eindrücken – sowohl in der Landschaft als auch in der Gesellschaft – von einer Hochzeit ganz zu schweigen.
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich zuletzt auf einer Hochzeit war, aber den „Counter“ kann ich ja nun eh „reseten“. Aus meiner Sicht ist es schon beachtlich, was an so einem Tag an Aufmerksamkeit und Ehre auf die Hauptpersonen zukommt. Ferner werden vor allem ebenso die kulinarischen Sinne aller Beteiligten versorgt. Zum Fest gehört typischerweise nun mal auch ein Festessen – von den vielen Festgetränken mal ganz abgesehen (Stichwort Weinregion). Dementsprechend kann es hilfreich sein, ausreichend Erholungszeit im Anschluss einzuplanen.

Erholung der unterhaltsamen Art gab es in den letzten Tagen auch woanders. Zur Kino-Ecke:
Die neueste Verfilmung von „Die Drei Musketiere“ habe ich gesehen und ich bekam erfreulicherweise genau das, was mir der Trailer versprochen hatte – einen „leichten“ und imposanten Action-Film mit einer bunten Schauspielergruppe (bzw. Cast). In erster Linie ist der Film der reinste (technische) Augenschmaus – Effekte, Kamerafahrten, Zeitraffer und vor allem auch Settings bzw. Kulissen vom feinsten. Dazu ein paar hübsche Gesichter und ordentliche Duelle bzw. ein paar Luftschlachten. Und die Story? Na ja, die ist simpel und erträglich bzw. mit neckischen Dialogen ausgeschmückt. Wie gesagt, ich fand die Mischung gut.

Ach ja, noch etwas Politik. In Mecklenburg-Vorpommern wurde (endlich) gewählt. Das heißt für mich in erster Linie, dass ich künftig weniger Werbung in der Gegend sehen werde, was mich freut. Das Resultat gefällt bestimmt nicht jedem, aber letztendlich ist es die Entscheidung, die seitens der Wahlberechtigten (bzw. etwa jedem Zweiten – gemessen an der schlechten Wahlbeteiligung) an die Landesvertretung weitergegeben wird. Na ja, in 5 Jahren wird dann neu gewürfelt.
Und bundespolitisch sieht es ja doch ganz anders aus.

Es verbleibt ohne Feuerwerk
F.

Neon tides

August 31, 2011

Ist das nicht ein schöner Titel? Würde ich ernsthaft Musik machen, könnte das von mir sein. Aber so ist es ein Instrumental-Werk von dB soundworks, einem Künstler der Computerspiele vertont. Schaut mal auf seine Bandcamp-Webseite. Da findet man eine große Auswahl. Der Titel stammt vom Album „Blush“ (na ja, es ist mehr eine Single – Album kann man das nicht nennen).

So, was hier derzeit größere Wellen schlägt, nennt sich Wahlkampf. Viele Größen der Politik hat es schon in die Stadt verschlagen. Und ich habe gehört, dass der geneigte Bürger beim Wahlamt sogar schon vorzeitig seinen Stimmzettel ausfüllen und abgeben kann. Das finde ich wirklich gut. So etwas hätte ich mir früher gewünscht. Apropos Wahlzettel: meiner ist hoffentlich auch angekommen – per Post. Bevor ich ihn jedoch mit Kreuzen versehen habe, dachte ich mir, dass es vielleicht „festhaltenswert“ sein könnte. Neugierig? Dann hier:

Ja, so groß ist die (Aus-)Wahl 2011. Sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Mir persönlich fiel die Wahl nicht so schwer. Es kann auch mal ganz hilfreich sein, den einen oder anderen Namen zu googlen. 😉

So, Themenwechsel: „Kill the Boss“ wollte ich eigentlich nicht unbedingt sehen, weil mir der Titel so unglaublich dumpf erscheint. Dann aber sah ich die Wertung bei IMdB bzw. so schlecht war der Trailer auch nicht. Eine Vorpremiere später kann ich nun sagen: ja, der Film macht Laune. Das Drehbuch hatte die nötigen WTF-Momente und unvorhersehbare Wendungen, die so eine amerikanische Komödie vom Rest abheben. Das soll nicht bedeuten, dass der Film viel Tiefgang oder ausgereifte Charaktere hat. Das Werk besticht durch viel Dreistigkeit und eine bunte Gruppe an mehr oder weniger bekannten Schauspielern. Fazit: leichte Unterhaltung mit vielen lustigen Momenten. Mir hat es gefallen.

Ebenfalls lustig fand ich eben, dass mir WordPress (genauer: das Dashboard) Auskunft erteilt, dass meine Browser-Version veraltet ist. Da musste ich schmunzeln… dann updaten… zweimal. 😛

Was mich alles andere als zum Schmunzeln bringt, ist die Tatsache, dass ich zu einer Zoll-Poststelle „reisen“ darf. („reisen“, weil die Adresse so ziemlich im Nirgendwo ist) Das internationale Bestellen von Waren kann also auch schlimmere Nachteile haben, als den Postboten mit etwas Steuergeld zu belohnen. Bin gespannt, wie das ausgehen wird. Lehrreich ist es jedenfalls jetzt schon.

Es verbleibt in baldigen Wogen des Schlafes
F.

Dark road

September 27, 2009

Annie Lennox hatte vor ein paar Monaten (/Jahren?) mit diesem Song nach einer Pause wieder auf sich aufmerksam gemacht und irgendwie erscheint mir dieses Lied heute treffend.

Nun denn… die Woche ist wieder fast um und es wird Zeit für einen kurzen Rückblick.
Also die vergangene Woche war dann teilweise doch anstrengender als erwartet und hatte viele schöne Abende. Unerfreulicherweise endete sie dann doch nicht ganz so erfreulich.
Der Grund dafür ist einfach: Durch politische Umwälzungen hat das Imperium die Macht an sich gerissen. Die Rede ist natürlich von Episode III. 😉
Dabei fiel mir bei dem Effekte-Spektakel auf, wie sehr durchwachsen doch das Drehbuch ist. Da hat also jemand Angst um den Verlust seiner Liebe, wirft seine Ausbildung dahin, unterwirft sich dubiosen Lehren und wird schließlich zum Massenmörder, bevor er sich dann auch noch von der Liebe im Stich gelassen fühlt und versucht, selbige zu töten.  Na, das ist doch Stoff wie aus dem realen Leben, von dem eine Supernanny oder so nur träumen kann. 😛
Und nebenbei bemerkt wirken die Kulissen derart künstlich, dass es echt den Rand des Erträglichen streicht (von jeglicher Physik mal ganz zu schweigen). Allein die Schatten und ultra-ebenen Böden veranlassten mich, mit den Augen zu rollen.

Ach ja, es war Wahl, aber das Ergebnis verzögert sich wohl um vier Jahre, bis man einen Blick drauf wagen kann. Kleiner Scherz 😛 Natürlich verlief alles, wie es zu erwarten war. Oder auch nicht. Denn die Protest-Nichtwähler verdienen es wohl auch nicht anders. Ungefähr jeder vierte hatte scheinbar gute Gründe, heute als Bürger dieses Landes mal ordentlich seine Rechte abzutreten – irgendwie beinahe verständlich, denn schließlich bekam man nicht mal Frei-SMS für den Gang zur Urne. Die Welt ist aber auch sooo ungerecht (zumal kein Ponyhof oder so). Na ja, die nächsten Jahre werden zeigen, inwiefern sich daran etwas bessern kann.

Dieses Wochenende kam ich leider nicht wirklich zum Lesen. OK… ein mittelkleines Superman-Comic war drin, aber das ist story-technisch nicht so umwerfend neu (weil retro) und daher nur bedingt unterhaltsam, wenn auch mächtig gut gestaltet.
Nebenbei sind die neuen Bücher eingetroffen und sehen dank geringer Seitenanzahl sehr verführerisch aus. Dagegen habe ich noch nicht einmal 10% meines aktuellen Wälzers geschafft. Sollte ich also vielleicht doch ein anderes Buch nebenbei lesen? Na ja… so eilig habe ich es dann auch noch nicht.

Es verbleibt in Gedanken bei „Biene Maja“
F.

Uprising

September 21, 2009

Der heutige Titel stammt von der Band Muse und bringt mir die Begriffe „alternative“, „electro“ und „rock“ in den Sinn, um mal lapidar eine Umschreibung zu wagen. Erstmals gehört habe ich das Lied bei den MTV VMA’s 2009, wo ich die Inszenierung relativ jaulend empfand.

Nun denn… eigentlich wollte ich noch ein paar Worte zum Wochenende (also am Wochenende) verfassen, was wegen mangelnder Zeit gestrichen werden musste. Sonst wäre mir das Aufstehen heute wohl noch schwerer gefallen, als es so schon ist. Dementsprechend kann ich leider nicht von einem angenehmen Start in die Woche schreiben, weil die Laune anfangs nicht so ganz mit dem guten Wetter mithalten konnte.
Ja, am Wochenende war ich wieder viel unterwegs und auch viel in den gewohnten vier Wänden. Unter anderem habe ich nicht einen Pudding gekocht… nö, es wurden zwei. Der eine Markenpudding schmeckte sogar besser als erwartet, obwohl eine Geschmacksrichtung „Sahne“ das nicht unbedingt nahelegen würde. Als besagte Speise frisch fertig war, roch sie auch nicht sonderlich lecker. Jedenfalls kam er auch bei anderen gut an. Der zweite Pudding des Wochenendes überraschte schon beim Anrühren mit einer Nusseinlage. Wer hätte gedacht, dass es auch Mandelpudding mit Mandelstückchen gibt? 😛
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Grieß dabei war. Das Endprodukt wurde für gute Zwecke auswärts gelagert. Vielleicht erhalte ich da noch Feedback. Ansonsten fällt mir gerade ein, dass nun zwei Schüsseln weniger in meinem Haushalt sind, was allerdings kein großes Problem darstellt. Denn irgendwie ist mir dieser Tage nicht danach, noch einen Pudding anzurühren. 😛

Gelesen habe ich am Wochenende übrigens auch ein wenig, nur nicht im aktuellen Buch. Aber mehr habe ich gehört, und zwar Musik der Puhdys. Vieles gefällt mir immer noch und demnächst steht der Praxistest an (ein paar Stücke kommen auf den mp3-Player).

Und nicht zuletzt gab es am Wochenende viel zu bereden – von Wahl bis Gott und die Welt. Erstere geht langsam in die heiße Phase über (mein Brief ist auch schon weg) und letztere dreht sich noch (wenn auch vielleicht gestört durch Windkraftwerke). Ja, viel Gedankengut wurde verarbeitet. Und jüngst kamen mir neue Ideen, die bei Gelegenheit irgendwie umgesetzt werden könnten.

Es verbleibt mit neuen Terminen
F.

Little shadow

September 14, 2009

Heute abend gibt es eins der ruhigen Lieder der Yeah Yeah Yeahs, welches sich auf dem jüngsten Album der Band finden lässt.

Am Wochenende habe ich neben dem Einkauf und Weggeh-Abend für Zwischendurch… gelesen… zwar nicht im Buch (weiterhin trauriges Lesezeichen), aber dafür ein paar Comics. Unter anderem standen noch ein paar Ausgaben „Red Robin“ aus, eine Serie über (jetzt wirds schwierig) den dritten Robin (der Helfer von Batman). Jener Robin ist nun etwas älter geworden und als Red Robin unterwegs (weil es ja noch einen „neuen“ normalen Robin gibt). An dieser Stelle wäre wohl weniger Erklärung sinnvoller gewesen. Jedenfalls reist der Protagonist durch die Welt und macht fragwürdige Bündnisse – also suboptimal unterhaltsam.
Dagegen lesen sich die Ausgaben von „Kick-Ass“ schon flüssiger, wenn auch die Geschichte um einen Teenager mit Superhelden-Ambitionen äußerst extreme Szenen beinhaltet. Die Verfilmung könnte da schon an Tarantino erinnern, wenn man sich einigermaßen an der Vorlage orientiert.
Richtig lustig empfand ich jedoch ein Ereignis in der Serie „New Avengers„, die nach wie vor von Brian Michael Bendis geschrieben wird. Ohne hier ins Spoilern zu verfallen, möchte ich nur anmerken, dass vor etwa 2 Jahren etwas passierte, was durch eine (aus meiner Sicht) dämliche „übernatürliche“ Tat wieder rückgängig gemacht wurde. Und nun geht es wieder in die gleiche Richtung wie vor zwei Jahren, was für mich diese damalige „Reset-Aktion“ noch bescheuerter erscheinen lässt. Man kann es ja nur schwerlich allen rechtmachen und bei Comic-Lesern scheint das sogar noch schlimmer zu sein, habe ich den Eindruck. Es kommt mir gelegentlich vor, als sei es ein sich wiederholendes Wechselspiel zwischen den Plänen, von denen Autoren meinen, ganz toll zu sein, und den Ansichten, welche von Fans/Lesern vertreten werden, die sich dann verschaukelt fühlen. Bestes Beispiel ist dazu wohl das mehrfache Ableben und Wiederauferstehen von Charakteren.

Ansonsten habe ich am Wochenende noch ein paar Filme gesehen, und zwar zwei Komödien aus den Bereichen Familie und Freizeit – beide relativ seicht, aber durchaus lohnenswert und mit Anspielungen versehen.

Noch kurz ein paar Angaben aus der Abteilung Zeitgeschehen (um mal auf das Wort Nachrichten zu verzichten):
Protest in Großstädten erforderte wieder starke Nerven und wird dementsprechend kritisch betrachtet (seitens Demonstranten und Beamten). Solange es im Rahmen des gemeinsamen Auftretens und der Meinungsdarstellung dient, ist das noch verständlich für mich. Weniger einleuchtend sind dann die Ausschreitungen am Rande, die scheinbar nie ausbleiben und teilweise sogar unverdient große Medienpräsenz erhalten.
Weiterhin hat der Trend für Zivilcourage nach einem weiteren Opfer wohl einen Dämpfer erhalten und es liegt nahe, die Sinnhaftigkeit solcher Berichterstattung zu hinterfragen. Ähnlich wie bei Selbstmorden ist es vielleicht eine Option, die Meldungen darüber auf kleiner Flamme zu verbreiten, was aber wohl dadurch erschwert werden würde, dass politische Forderungen nach höheren Strafen oder vermehrter Überwachung dann weniger fruchtbaren Boden hätten.
Und nicht zuletzt hätte der heutige TV-Abend für deutsche Zuschauer kaum ansprechender sein können, wenn es um die Farben Schwarz-Rot-Gelb geht – in einem Duell zwischen Politik und Unterhaltung. Wie traurig ließe sich wohl die Aussage, beides schon mal gesehen zu haben, einschätzen? Zumindest die eine Sendung davon war immerhin in Echtzeit (live) und wirkte auf mich doch wie eine Wiederholung.
Nebenbei sind auch schon die Briefwahlunterlagen eingetroffen, die ich hoffentlich schon in der kommenden Woche auf Reisen schicken werde. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass mir der Abend ein paar optimistische Impulse dazu liefern konnte – ist aber nicht der Fall.

Es verbleibt amüsiert über die Sozialismus-Angst der US-Amerikaner bezüglich geplanter Neuerungen des Gesundheitswesens
F.

Nothin‘ but love

September 9, 2009

Manchmal denke ich genau das über die Themenauswahl, wenn ich viel Musik gehört habe – nichts außer Liebe. Ist aber selten der Fall. Und eigentlich geht es in dem Lied von Whitney Houston auch um etwas anderes, nämlich den löblichen Vorsatz keinem in langer Sicht böse zu sein. Nebenbei ist jener Song auch ein Anspieltipp, wenn es um die neueren Stücke besagter Künstlerin geht. Die Melodie ist ziemlich eingängig.

Die Woche verläuft bisher ganz annehmbar, wenn auch es noch ein paar ungeklärte Fragen gibt, was sich hoffentlich in den nächsten Tagen klären wird
Neulich habe ich einen Mango-Maracuja-Nektar-Saft probiert, der natürlich nur Bruchteile von diesen Bestandteilen beinhaltet und mit Orangensaft-Konzentrat sowie Zitronensäure angereichert wurde. Bei genauerer Betrachtung konnte am Rand die komplette Bezeichnung „Mango-Orangen-Maracuja-Nektar“ gefunden werden. Der Geschmacksbringer war es jedenfalls nicht sonderlich, so dass dieser kulinarische Ausflug als Fehlinvestition eingestuft wird.

Am Montag unternahm der Regisseur und Autor Kevin Smith einen 24-Stunden-Twitter-Marathon („tweet-a-thon“), bei dem er jede Menge Fragen seiner 1,25 Millionen großen „Folgschaft“ auf seine gewohnt „witzige“ Art beantwortete und nebenbei mehrfach seine „Tour“ als auch sein neues Buch angepriesen hat. Alle Tweets (es waren wohl um die 700) habe ich nicht gelesen und viele Antworten kannte ich schon bzw. fand ich nicht so interessant. Ich freue mich eher auf seinen neuen Film mit Bruce Willis in der Hauptrolle und auf seine Maxi-Comicserie „The Green Hornet“, in der er sein nicht angenommenes Skript für eine Verfilmung verarbeitet.

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass der Wahlkampf nun bei den kleinen Leuten angekommen ist. Na ja, bei Dauer-Beschallung via Nachrichten/Sendungen ist das auch kein Wunder. Neben dem TV-Duell der beiden Kanzler-Kandidaten gibt es sogar noch ein „Triell“ der Parteifiguren der kleineren Parteien, bei dem wahrscheinlich nur Gezanke und schnöde Programmparolen zu erwarten sind. Ach, irgendwie ist die Wirkung in diesem Wahlkampf ziemlich ermüdend. Ich würde gern mal einen Politiker sehen, der nicht gegen andere Parteien wettert und einfach gelassen seine Position vertritt (vielleicht sogar noch mit einem Lächeln). Aber Gelassenheit angesichts der „es muss dringend etwas passieren“-Stimmung hätte wohl auch Nachteile. Und dann wieder: was hat das Volk davon, wenn sich seine Vertreter durch Verbissenheit und Stress Bluthochdruckbeschwerden oder so holen?
Tja… alles relativ und in 3 Wochen auch wieder Schnee von gestern.

Es verbleibt mit müden Füßen
F.

Keeps gettin‘ better

September 4, 2009

Heute stammt der Titel nicht von der aktuellen Hintergrundbeschallung, sondern vom zuletzt gehörten Song, als ich mit mp3-Player unterwegs war. Kürzlich habe ich da ein paar Änderungen der Zusammenstellung vorgenommen, wobei unter anderem noch dieses Lied von Christina Aguilera erhalten geblieben ist. Auch wenn es melodiös vielleicht etwas unausgewogen erscheinen mag und die elektronische Untermalung nicht jedermanns Geschmack ist, finde ich den Track im Gesamtbild ziemlich gut.

Heute gab es wieder eine überraschende Nervenprobe, als ich den Interaktionen einer Klasse (wahrscheinlich auf Ausflug) für eine Weile ausgesetzt war. Im Nachhinein bin ich sehr zufrieden mit mir, dass ich mich aus der Ruhe habe bringen lassen und sogar ein paar Kapitel in meiner aktuellen Lektüre geschafft habe. So allmählich nähert sich da auch handlungstechnisch der Schwerpunkt – also die Stelle, die sogar titelgebend ist. Da das Wochenende wahrscheinlich nicht gerade zu extensiven Outdoor-Aktivitäten einladen wird, ist es durchaus möglich, dass ich noch ein paar Seiten schaffe. Und falls ich Abwechslung haben möchte, sind auch wieder ein paar bebilderte Hefte im Angebot.

Unter anderem fiel mir in dieser Woche auf, dass sich schon letzte Woche ein Besuch beim Zeitschriftenhandel gelohnt hätte, um wieder ein paar Euros für Comic-Unterhaltung zu investieren. Dann dachte ich an frühere Zeiten, als ich die Erscheinungstermine meiner favorisierten Ausgaben im Kopf hatte. Wenn beispielsweise der Standardtermin der letzte Donnerstag eines Monats ist, muss man für das System auch nicht viel rechnen. Mittlerweile sehe ich den Veröffentlichungen gelassen entgegen.

Und dann konnte ich heute noch überrascht feststellen, dass ich mit meiner kürzlich geschilderten Haltung zur bevorstehenden Wahl nicht allein stehe. Da kam die Meldung, dass nun der Wahl-O-Mat freigeschaltet wurde, wie gerufen. Mein Ergebnis hat mich dann nochmals überrascht. Es ist auch ungemein hilfreich, kurz und knapp den Positionsvergleich der Parteien auf wesentliche Themen einsehen zu können (zB. in einer PDF-Datei).
Na ja, nun kann ich mir das Ganze nochmal in Gedanken kreisen lassen.

Es verbleibt mit einem Wochenendgruß an alle Leser
F.