Posts Tagged ‘Kritik’

Schöne neue Welt… am A****

Dezember 17, 2014

Allein die Tatsache, dass ich mich beim Titel selbst zensiere, sollte (mir) zu denken geben. Allerdings bin ich auch generell eher zurückhaltend, zumindest im Schriftlichen übermäßig Kraftausdrücke zu gebrauchen. Wie dem auch sei…

Dieser Tage fällt es mir besonders schwer, die Nachrichten zu verfolgen. Wo soll ich da nur anfangen?

  • Der neue Bericht über das gesetzeswidrige Vorgehen von “Behörden”, welches für entscheidende Beteiligte offenbar keine Konsequenzen haben wird. Stattdessen Reaktionen darauf, die erschütternder kaum ausfallen könnten.
  • Ein Meinungsbild, nach dem von Ordnungshütern nicht zu erwarten ist, über die legalen Grenzen ihres Handelns Kenntnis besitzen zu müssen. “Unvermeidbarer Verbotsirrtum” hin oder her.
  • Der Versuch, ein ehrenswertes Anliegen wie Datenschutz in halbherzigen Umsetzungen immer noch anpreisen zu wollen, obwohl sich seit den Offenlegungen im Sommer 2013 faktisch fast nichts am System geändert hat.
  • Die Tatsache, dass jeglicher Protest zu Abhörungspraktiken nahezu sinnlos erscheint.
  • Der ungleiche Kampf um Steuervorteile zwischen Politik und Wirtschaft.
  • Der Rückwärts-Trend, liebgewonnene Freiheiten wie Regierungs- bzw. Systemkritik oder (friedliche) Demonstrationen, einzuschränken oder gar zu verbieten.
  • Das (bedauerlicherweise verständlich) schlechte Klima für gewissenhafte Menschen, die auf Ungerechtigkeiten und Rechtsbrüche seitens der Obrigkeit hinweisen. Nach dem Motto “nicht das Problem angehen, sondern denjenigen, der darauf aufmerksam macht”.
  • Aktuelle Bewegungen, die gegen Minderheiten im teils religiösen Kontext gerichtet sind und auf unbegründete Ängste aufbauen.

Hinzu kommen die zeitlosen Klassiker-Themen wie Diskriminierung, Lobbyismus, etc., welche immer mal wieder zwischendurch für schlechte Laune sorgen. :/

Es verbleibt mit der Hoffnung auf kühle Gedanken zu diesen hitzigen Themen
F.

A fear of falling under

September 9, 2012

Tja, diesen Titel hatte ich scheinbar schon mal, wenn ich der URL-Generierung von WordPress trauen kann. Der bezieht sich auf das erste Lied von Darren Hayes‘ dritten Album „This Delicate Thing We’ve Made“, welches sogar ein Doppelalbum ist. Der Song ist eine gelungene Eröffnung für das Werk und bereitet den Hörer auf die neuen eigenwilligen elektronisch angehauchten Stücke vor und geht auch in den zweiten Track nahtlos über (Stichwort Weiterentwicklung).

Ob ich mich nach einem Wochenende Katzensitting als weiterentwickelt ansehen kann, ist fraglich. Aber ich bin der Hilfe von G. sehr dankbar, die ein besseres Verständnis von diesen Haustieren hat.
Ansonsten ist die größte Nachricht des Wochenendes die, dass ich „Fifty Shades Of Grey“ ausgelesen habe. Und ich bin so enttäuscht/frustriert über den Inhalt, dass ich mich entschlossen habe, die Folgebände nicht zu lesen. Das grenzt für mich an Zeitverschwendung, weil der Inhalt so plump ist und zudem sehr fragwürdige Elemente enthält.

Film-Ecke: in Vorbereitung auf „Das Bourne-Vermächtnis“ schaue ich dieser Tage die ersten Filme, in denen Matt Damon noch die Hauptrolle spielte. Der erste Teil von 2002 ist wirklich außergewöhnlich gut für einen Action-Thriller. Ich persönlich freue mich schon allein darüber, dass hier Originalschauplätze verwendet werden. Auch die Schauspielriege ist sehr überzeugend. Ich wusste gar nicht, dass Clive Owen im ersten Teil eine Nebenrolle hatte – dieser Darsteller hat meistens ein gutes Händchen für Rollenangebote.

Und was passiert sonst in der Welt? Das ist eine Frage, die schnell zur Launenverschlechterung führen kann. Da bin ich froh, dass in Fefes Blog nur wenige Meldungen pro Tag aufgeführt werden. Andernfalls käme man ja kaum noch aus dem Stimmungstief heraus. Interessant finde ich übrigens die jüngst losgetretene Medienschlacht um eine Politikergattin und einen Moderator. 😉

Apropos Medien: ich erlange neuerdings fast täglich neue Twitter-Follower. (Geht nur mir das so?) An und für sich nicht schlimm, aber meist sind es so komische Accounts, die man auch Bots nennen könnte – also automatische Datenkraken, die auf bestimmt Schlagworte anspringen. Echte Menschen werden da wohl bald Mangelware.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: endlich habe ich es geschafft und war in Rostock brunchen. Es ging heute ins Plan B und dort wurden wir alle mehr als satt. Die Auswahl war sehr gut und die Bedienung freundlich. Wir fanden sogar ohne Reservierung noch Platz.

Es verbleibt heute furchtlos
F.

Darkness

September 7, 2012

Zum Fortsetzen der Titel-Serie verweise ich heute auf das erste Lied von Darren Hayes‘ zweitem Album „The Tension And The Spark“, welches auch gleich ein Highlight für mich ist. (Ironie?) Überhaupt ist der zweite Langspieler sehr viel eigenwilliger und zum Teil düster, wie man es von einem als Schmusesänger abgestempelten Künstler nicht erwartet hätte.

Was Erwartungen angeht waren meine in den Film „The Cabin In The Woods“ relativ hoch, weil ich sehr viel Gutes im Netz dazu gelesen zu haben. Dabei gelang es mir, wesentliche Handlungselemente (und somit auch Spoiler) zu umgehen. Und das wiederum ist sehr zu empfehlen für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich diesen Film anzuschauen.
Lohnt es sich? Oh ja. Selten habe ich einen Film derart mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen sehen. Soll heißen: wenn man Vermutungen über das Ende hat, wird man ein paar Minuten später wieder überrascht. Und das finde ich sehr begrüßenswert. Gerade das Ende ist aus meiner Sicht herrlich konsequent, wie es für Hollywood-Produktionen schon fast untypisch geworden sein mag.
Ja, zugegeben, an manchen Handlungselementen könnte man sich wieder aufregen. Und man sollte einigermaßen erfahren sein, was Horror-Filme angeht (, um nicht gleich beim ersten Anzeichen von Grusel aus dem Sitz zu springen). Aber das Gesamtresultat finde ich überzeugend… und unterhaltend. Denn nicht umsonst lässt sich dieses Werk als Abrechnung mit dem Genre verstehen.
Fazit: wenn man sich darauf einlässt, bekommt man eine unglaublich kreative und detailreiche Achterbahnfahrt serviert.

Ansonsten ist in den letzten Tagen nicht viel passiert. Ich kann noch anfügen, dass ich mir vermehrt nebenbei (zum Frühstück beispielsweise) politische Reden bei YouTube angeschaut habe. (Das wird ja noch nicht geblockt.) Und zwar politische Reden von amerikanischen Parteien. Die sind von der Art (unabhängig vom Inhalt) überwiegend gut gemacht – wie eigentlich alles aus deren Unterhaltungsbereich.

Ich wundere mich da manchmal, warum dieses Land in den Medien aus meiner Sicht oftmals so ausführlich wie kaum ein anderes behandelt wird. Ich meine, wer hört denn schon viel vom kanadischen Wahlkampf? (Ich könnte nicht mal sagen, wie deren Regierungschef heißt.) Sind die USA denn noch so wichtig? Oder hängt das mit der Omnipräsenz derer Unterhaltungsindustrie (und den damit verbundenen Geldmengen) zusammen? Immerhin findet man massig Filme (und auch Serien-Folgen), die deren System thematisieren.
Habe ich eine Meinung zu deren Kandidaten? Jein. Ich verweise da lieber auf den Ausspruch, dass jedes Land die Regierung hat, die es verdient. (Auch wenn das in manchen Teilen der Welt wie Hohn klingen mag.)

Es verbleibt bei Tageslicht
F.

Automatic systematic habit

September 2, 2012

Ich habe ganz vergessen, wie gut manche der neuen Garbage-Lieder sind. Gleich der Album-Auftakt (siehe Titel) haut ordentlich rein. Diese Woche hatte ich jedenfalls die Gelegenheit, da erneut reinzuhören.

Und was war das wieder für eine Woche. Gleich am Montag habe ich einen mehr oder weniger ernst gemeinten Versuch unternommen, beim „Rippchen-All-You-Can-Eat“ mitzumachen. Waren dann doch nur 4 Stück, wobei mir die Honey-Variante besser gefiel.

Der Dienstag bot mir dringenden Ausgleich, da ich irgendwie ziemlich müde war und früh ins Bett gehen konnte.

Mittwoch ging es Richtung „Ghetto-Viertel“ für eine stilechte Vorpremiere von „Expendables 2“, einen Film, der nur wegen seinem Kult-Faktor punkten kann. Und der kommt wiederum von den beteiligten Schauspiel-Größen, die man so nur selten zusammen erleben kann. Aus meiner Sicht ist der größte Gewinner Jean Claude Van Damme, den wohl nur noch die älteren Semester kennen. Hier konnte er einen herrlich diabolischen Bösewicht spielen – etwas, was ihm durchaus liegt, so dass ich mich frage, warum noch keiner davor auf die Idee kam.

Donnerstag gab es eine spontane Zusammenkunft zur letzten bestandenen Prüfung von S., bei der wieder allerlei alte Geschichten aufgewärmt wurden. Hat aber auch Spaß gemacht.

Am Freitag besuchte ich Y., weil K. gerade in der Stadt war und ihrem Kater S. ein neues Zuhause verpasst hatte. Das wiederum ließ mich erneut einsehen, dass ich kein Katzen-Mensch bin, weil mir manche Eigenheiten gleich störend auffielen.

Ja, und das Wochende wurde kurzerhand umgeplant und ich fuhr wieder in die Heimat, um in Ruhe zu lesen. Und das tat ich auch sehr viele Stunden lang. Ich kann es kaum erwarten, dieses olle „Fifty Shades of Grey“ auszulesen, damit ich mich „besserer“ Lektüre widmen kann. Und ja, ich meine „besser“, weil ich mich nicht gerade gut unterhalten fühle.

Ach, da fällt mir ein, dass ich zum Monatswechsel ein neues Projekt gestartet habe, welches mit „User Generated Content“ zu tun hat. Ich weiß, das klingt mysteriös. Vielleicht verrate ich Details zu einem späteren Zeitpunkt.

Es verbleibt mit so manchen komischen Gewohnheiten
F.

Blown away

August 24, 2012

Carrie Underwood kennt hierzulande wohl kaum einer. Macht auch nichts. Das ist eine Country-Pop-Sängerin aus den Staaten, welche mit diesem Titel gerade in einigen Charts unterwegs ist. Ich gestehe, dass mir der Song mit der Zeit noch besser gefällt. (Und es tut gut zu wissen, dass sie das auch live singen kann.)

Von besser zu weniger Gefallen – das wäre dann meine Kritik zu „Total Recall“ (der 2012er Aufguss):
Es ist schon grenzwertig, sich einen Film angucken zu wollen, von dem im Vorfeld schon Verrisse kursieren. Aber ich mag Science Fiction und von dem Genre gibt es dieser Tage nicht viele neue Filme. Und wie bei einer teuren US-Produktion zu erwarten, waren die Effekte auch sehr schön anzusehen. Auch die Filmmusik war angenehm passend. Und zwei Nebendarsteller sehe ich auch gern vor der Kamera. Punkt. Das sind so die positiven Aspekte vom Film.
Den Rest kann man getrost vergessen.

Fazit: nur was für Fans und Leute, die ihre Erwartungen herabsenken können. Der Rest sollte sich bei Interesse lieber die erste Verfilmung aus den 1990ern angucken.

Zum Abschluss noch eine indirekte „Leserfrage“: Warum heißt „Fifty Shades of Grey“ so?
Ich lese das Buch zwar immer noch, kenne daher die komplette Handlung nicht. Jedoch nehme ich stark an, dass es sich da auf die Vielseitigkeit/Vielschichtigkeit des Herren Grey bezieht (seine „Shades“), was den Titel angeht. Die Zahl 50 („Fifty“) ist wohl nur so spontan gewählt, vermute ich.

Es verbleibt ins Wochenende weggeweht
F.

Lift me up

August 12, 2012

Manchmal höre ich gern in Alben rein, die irgendwie vom Radar verschwunden sind. Erinnert sich noch jemand an das Album „Bionic“ von Christina Aguilera von 2010? (Also damals, als sie noch schlank war.) Es wurde mit relativ viel Tamtam angekündigt und ist dann mehr oder weniger „untergegangen“ – vielleicht wegen zu viel Belanglosigkeit. Nun könnte man meinen, dass es richtig so ist. Aber wie viel anderer (belangloser) Pop-Output wird dank Hype gepusht wie sonst was. Na egal.

Zum Wochenrückblick:

Montag wurde mehr oder weniger spontan zum Kinoabend. „The Dark Knight Rises“ gehört damit zu den von mir am häufigsten gesehenen Filmen dieses Jahres. Davor gab es noch lecker Döner (inklusive exotischer Limonade) in der KTV. Leider wurde meine Bestellung (ohne Zwiebeln, mit Käse) ignoriert und ich bekam das Standard-Produkt. (#1)

Dienstag sollte es eins der ungewöhnlichsten CouchSurfing-Treffen unserer lokalen Community geben. Trotz frischem Wind ging es an den Stadthafen, dann kurz zum Dobi, auf den Kanonenberg und wieder an den Hafen. (#2)

Mittwoch war wieder regulärer Kinoabend – dieses Mal mit der (von mir lang erwarteten) Premiere von „Prometheus“, dem neuen SciFi-Film von Ridley Scott. Ich werde hier keine große Kritik verfassen und komme gleich zum Fazit: Der Film hat auffällige Schwächen in der Handlung, kann aber personell sowie technisch sehr gut punkten. Eigentlich ein Dilemma für Cineasten. Aber es gibt Schlimmeres. (#3)

Donnerstag ging es zur Eröffnung auf die diesjährige HanseSail. Und holla, was war das ein Andrang. Gutes Wetter und Prominenz machen es möglich. Wichtiger war mir persönlich der Genuss-Faktor durch exotische Snacks und die gab es auch. Ich hatte ungarisches Fladenbrot, ein Grillfleisch (mit Knochen) und den obligatorischen Slush-Drink (Stichwort Gehirnfrost).

Am Freitag hatte ich auf einer Feier das seltene Erlebnis, für mein T-Shirt gelobt zu werden. Es war eins von „The Sounds“, welches ich einst bei eBay ergattert hatte, nachdem ich traurig feststellte, dass es im aktuellen Bestand keine schönen Fan-Sachen gab. (#4)

Der Samstag begann relativ entspannt und führte mich sogleich in die Innenstadt, wo ich die Science@Sail aufsuchte. Grund war neben dem aktuellen Programm der Schauvorlesung ein Gastvortrag zum Thema Titanic. Das Besondere daran ist, dass der Professor ein meisterhafter „Erklärbär“ ist, wenn es um das Verbinden von Unterhaltungsmedien mit Naturwissenschaft geht. Im Anschluss daran war ich mutig und wagte mich erneut auf die HanseSail (und das am Samstag, wo ich sonst ein Bogen um das Areal machen würde). Aber was tut man nicht, wenn Freunde in der Stadt sind.
Zum Abend hin waren wir nicht nur in einem Fahrgeschäft (inklusive Überschlägen), sondern sogar im tiefsten Trubel der Feierwütigen (Stichwort Party-Turm). Mir wurde da schon ein wenig mulmig bei all dem Gedränge. Mein Instinkt wurde leider bestätigt, als ein paar Ruhestörer anfingen inmitten der Menge Feuerwerksutensilien losgehen zu lassen. Na ja, aber da waren wir schon fast auf dem Rückweg. Zum Abschluss des Abends konnte eine UltraStar-Session für Stimmung sorgen. (#5)

Und heute? Heute stand ich bemerkenswert früh auf, um einen Zug in die Heimat zu nehmen. Dort angekommen ging es auch gleich auf einen Spaziergang durch den Ort. Und am Nachmittag genehmigte ich mir ein paar Stunden PS3-Gedaddel.

Anmerkung: Die Nummerierung bei der Rekapitulation des Wochengeschehens bezieht sich auf Tage, an denen ich erst sehr spät wieder zu Hause war. Ich vermute, dass es sich dabei um eine ungewöhnliche Ausnahmeerscheinung handelt. Jedenfalls fiel mir das selten so deutlich auf, wie in dieser Woche. Hätte ich Haustier, sollte mir das zu denken geben.

Und nun zu einer Sektion, die ich bereits vor ein paar Tagen verfasst hatte, aber irgendwie (siehe letzten Absatz) nicht beenden konnte. Und zwar geht es um ein paar Eindrücke aus aktuellen Nachrichtenmeldungen: Oder auch: was mit der Welt nicht stimmt.

So ist das also. Große Firmen (und Banken) können sich durch Geldzahlungen von Vorwürfen (und damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen) befreien. Ist das nicht ein 1A Beispiel, wie man in der Wirtschaft agieren sollte? Einfach mal allen dubiosen Angelegenheiten nachgehen. Und wenn man erwischt wird, kommt eine „kleine“ Sonderzahlung und weiter kann es gehen.
Da brechen Banken gern das eine oder andere Gesetz (Gewinn geht vor) und müssen keine Konsequenzen fürchten. Na ja, es kann auch schwierig werden, wenn man sich mit kriminellen Organisationen einlässt. Wie gut, dass Aufsichtsbehörden scheinbar immer vorerst still bleiben. Und noch schöner ist es, wenn Regierungsangehörige die Seiten zur Privatwirtschaft wechseln und dort ihr Fachwissen einsetzen können.

Und wenn mal gegen dubiose Geschäftstreiber vorgegangen wird, passiert so etwas: Minderjährige werden stundenlang verhört, weil ein Elternteil auf einer Verdachtsliste steht, die mit Steuerhinterziehung zu tun hat. Und das in einem „Vorzeigestaat“ der Demokratie und Freiheit.

Apropos Freiheit: Ein Innenministerium möchte soziale Netzwerke überwachen, um danach ihre Agenda auszurichten. Reicht das Telefon-Abhören nicht mehr? Oder erhofft man sich dadurch bessere Öffentlichkeitsdarstellung?

Ach ja, PR-Angestellte frisieren Wikipedia-Einträge von Politikern, um ein besseres Licht zu erzeugen. Da frage ich mich, ob das nicht entgegen der Intention der Wikipedia-Idee steht.

Stichwort PR: „Paywalls“ ist ein Begriff, der sich auf die Vergütung von Berichterstattern bezieht. Aktuell ist es ja so, dass sehr viele Nachrichten frei zugänglich im Netz zu finden sind. Leute können sich über viele Themen informieren. Ob diese bequeme Art des Wissenserwerbs eine Utopie ist, wäre eine Diskussion wert.
Was passiert aber, wenn Informationen nicht mehr frei erhältlich sind? Gut, bisher ist dies nur bedingt denkbar, da es meist einen Nachrichtenkonkurrent gibt, der die Meldung „unbeschränkt“ anbietet. Noch ist das vielleicht so. Und es gibt nicht umsonst Konzepte zu einer Kultur-Flatrate. Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende nicht an der Unvernunft von einflussreichen Minderheiten „scheitert“. Ja, wir und unsere Medien.

Das nächste Thema ist ein Klassiker (So alt wie die Menschheit?): Korruption.

Da wird behauptet, hiesige sei der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung nur unzureichend geregelt. Aber mal ehrlich: warum sollten sich Politiker ins eigene Fleisch schneiden? Sie sind doch auch nur Menschen. Oder welcher Bürger käme auf die Idee, freiwillig mehr Steuern zu zahlen bzw. Strafsätze zu erhöhen, die einen unter Umständen selbst betreffen? Sind wir am Ende des Tages also alle kriminell veranlagt? Ein trauriger Gedanke.

Tja, da gab es so manche Denkanstöße, auf die man vielleicht verzichten könnte. Aber was solls? Das kann passieren. Wie schönes Sommerwetter.

Es verbleibt mit gelegentlichem Bedarf nach Aufmunterung
F.

Fastlife

Juli 25, 2012

Zum Titel: kennt ihr die Jonas Brothers? Nein? Kein Problem, ihr habt nichts verpasst. Einer davon heißt Joe und dieser hat mal ein Solo-Album (mit diesem Titel) gemacht, welches ich mir mal anhören wollte. Und dann dachte ich noch daran, wie schnell doch die Zeit vergeht. Passt also.

Und damit gleich zum zweiten Teil meines Urlaubs (also dem Bericht davon):

Der Montag begann etwas zeitiger, damit man die Vormittagssonne ausnutzen konnte. Warum? Schaut aufs Bild. Das Frühstück war übrigens Englisch und wurde stilecht im Pub eingenommen. Danach ging es also ein weiteres Mal nach Waterloo und Westminster für Schnappschüsse. Auf dem Weg zum Buckingham Palast sahen wir noch die Proben der Garde, die unter anderem die A-Team-Melodie und das 007-Theme spielten. Ach, und die berittene Division passierte uns auch. Im St. James Park sahen wir noch ein paar Eichhörnchen und einen Pelikan. Dann gingen wir vom Palast aus zum Kaufhaus Harrods. Eine Ecke weiter machten wir dann bei einem Eis-Shake Pause, bevor es zum Piccadilly Circus und von da zu „Fortnum & Mason“, ein Kaufhaus, welches da schon seit (festhalten) über 300 Jahren situiert ist. Dort gibt es eine riesige Delikatessen-Abteilung mit Tee, Naschwerk und Gewürzen, aber auch Kleidung und Kosmetik. Dort genehmigte ich mir ein Kännchen Jubilee Tea (also der extra für das Thron-Jubiläum der Königin produziert wurde). Lecker, aber auch kräftig. Im Anschluss machten wir uns durch die sonnige Innenstadt zum Trafalgar Square auf den Weg, welcher wegen den Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2012 nur zum Teil begehbar war.
Dann nahmen wir die U-Bahn Richtung Angel, wo unser Hotel war, frischten uns auf und fuhren dann zum Tottenham Court (eine Haltestelle, die seit Monaten/Jahren im Umbau ist), wo unser Abendprogramm stattfand. Davor eilten wir jedoch noch ein paar Straßen entfernt durch den Forbidden Planet Megastore. Für mich immer wieder ein Highlight. Auf dem Rückweg machten wir bei „Byron“ halt, wo sie in vereisten Gläsern unter anderem… (importierte) Cream Soda anbieten. Wie genial ist das denn? Der Burger, den ich hatte, war aber auch lecker.
Nun aber fix zum Dominion Theatre, wo „We Will Rock You“ aufgeführt wird. Unsere Plätze waren nicht nur günstig, sondern auch absolut in Ordnung, was Lage angeht. So ein Musical ist ja fast wie ein Konzert, nur mit ein paar Theater-Einlagen. Dass die Handlung SciFi-Charakter hat und mit Gegenwarts-/Musik-Rerferenzen ausgestattet ist, hat mir sehr gefallen – wie natürlich auch die Musik von Queen, die allein schon ein Erlebnis ist. Ist also sehr zu empfehlen.
Im Anschluss besuchten wir noch ein Pub („The Crown“), wo es unter anderem Erdbeer/Lemon-Cider gibt. Als der Laden dichtmachen wollte, sind wir noch ein wenig in der Gegend um Leceister Square gebummelt, wo es einen der abgedrehtesten Läden überhaupt gibt, der natürlich auch noch gegen Mitternacht auf hat und aufgrund von Farbwechsel-LEDs sowie lauter Musik wie ein Tanz-Club wirkt – die M&M-World. Vier (4!!!!) Etagen voller M&M-Merchandise. Verrückt.

Nicht weniger verrückt war auch mein Dienstag, der mit einem opulenten Frühstück in einer traditionellen Boulangerie (scheinbar eine Kette unter dem Namen Paul) begann. Die heiße Schokolade dort sollte man sich nicht entgehen lassen. Und von den vielen Gebäckteilchen findet man bestimmt auch was Passendes. Die restliche Zeit vorm Checkout verbrachten wir noch im nächstbesten HMV (der britische MediaMarkt) und bei Cyber Candy. Danach ging es zum internationalen Bahnhof St. Pancras, wo ja auch Züge nach Paris und Brüssel abfahren. Das wusste ich gar nicht. Na ja, unser (klimatisierte) Express-Zug brachte uns nach Luton, von wo aus der (leider nicht klimatisierte) Bus den Flughafen ansteuerte. Nach der Sicherheitsschleuse gönnten wir uns noch einen „Glossy Strawberry Donut“ und waren dann schließlich auf dem Weg nach Schland.
Kurze Randbemerkung: der Flughafen Schönefeld hat bei mir nicht wirklich Eindruck schinden können. Aber wenigstens ist der Weg zum Bahnhof überdacht.
Der RE, den ich für meine Heimfahrt einplante, fuhr zwar rechtzeitig ab, verzögerte sich jedoch ein paar Minuten, was mich dann am Berliner Hauptbahnhof im Laufschritt von Gleis 14 nach Gleis 6 hetzen ließ. Nicht unbedingt die angenehmste Art umzusteigen – schon gar nicht bei Hitze und mit Koffer. Aber hat ja noch geklappt. Zur Belohnung war der ICE relativ pünktlich. Und auch mein reservierter Platz war frei. Yeah, so hat die erste ICE-Fahrt meines Lebens Spaß gemacht. Die Zeit habe ich übrigens genutzt, um noch einmal „Batman Begins“ zu gucken. Dazu gleich mehr.

Kaum in Rostock angekommen, war mein Tag noch lange nicht vorbei. Zunächst wurde ich spontan noch zu einem Besuch bei Helgas Stadtpalast eingeladen, was ich gern annahm, wenn auch ich mal eben meinen Koffer wegbringen musste. Aus dem vorgeschlagenen Ort wurde dann im Verlauf noch die „BARke“, wo ich einen leckeres Getränk mit Minze hatte.
Und schließlich konnte ich von da aus problemlos eine Bahn in die Innenstadt nehmen, wo die Mitternachtspremiere von „The Dark Knight Rises“ auf meinem Plan stand. Endlich würde ich erfahren, wie die Saga endet. Seit der Weltpremiere letzte Woche war die Wartezeit keine Leichtigkeit für mich.

Film-Kritik: „The Dark Knight Rises“ ist ein sehr genialer Superhelden-Film, der die Trilogie von Christopher Nolan abrundet. Anders als die bunte Leichtigkeit bei Marvel’s Avengers oder das Beziehungsdrama bei Spider-Man ist diese Saga ziemlich bodenständig, düster, ungeschönt und mit nahezu philosophischen Ansätzen versehen, dass es einem schon fast den Atem raubt. Bei so viel Inhalt fällt es auch gar nicht leicht, die handwerkliche Leistung zu bestaunen. Ich kann es kaum erwarten, den Film ein weiteres Mal zu schauen. 🙂

Muss ich eigentlich noch schreiben, dass dieser Tag ziemlich spät endete? Na ja, zum Ausgleich habe ich heute ein paar Gänge runtergeschaltet, um die Ereignisse zu verarbeiten.

Es verbleibt mit Ruhepausen
F.

Stupid girls

Juli 11, 2012

Schon gehört, dass P!nk kurz vor einer neuen PR-Initiative steht, um ihr neues Schaffen als Sängerin zu präsentieren? Als Einstimmung kann man (im Ausland) schon das Lyric-Video zur neuen Single (auf YouTube) sehen. Na ja, bald wird dann das echte Video folgen – und dann bestimmt auch Live-Auftritte in Shows weltweit. Das wird später vielleicht noch behandelt. Derweil krame ich noch mal kurz in der Vergangenheit und habe mich für diesen Titel entschieden, welcher auf mein Thema referenziert.

Und dieses Mal steht wieder eine Filmkritik an. „Fast Verheiratet“ heißt die Komödie mit Jason Segel und Emily Blunt, die gerade bei uns hierzulande anläuft. Und ja, ich finde, man kann hier problemlos vom Filmtitel auf die Hauptdarsteller verweisen, denn diese machen den Film besonders bzw. lassen den Zuschauer über ein paar Schwächen im Drehbuch hinwegsehen. Und warum? Weil die beiden ihr Geld wert sind und als Paar überzeugen.

Auch möchte ich hier anmerken, dass es einerseits erfrischend ist, dass die Beziehung mit Karriere-Ambitionen der Partner relativ bodenständig umgeht. Sie als Akademikerin und er als engagierter Koch – klingt nicht nach viel Freizeit, oder? Aber das hörte ich neulich auch von anderen Quellen, dass beispielsweise Urlaub generell im amerikanischen Alltagsleben des Mittelstandes so gut wie nicht vorkommt. Im Gegenteil darf man dort von Glück reden, wenn ein Job ausreicht.

Ach ja, noch zum Film: auch die Nebencharaktere mit ihren Macken lockerten den Film auf, wenn die Handlung mal zu sehr ins Drama abrutscht. Und ja, das ist neuerdings wohl so bei amerikanischen Komödien – war ja bei „Brautalarm“ auch nicht anders. Gleiches gilt auch für die Humor-Ebene bzw. manche Gags, die auf Bettszenen oder Kraftausdrücke basieren. Ich finde, dass der spaßbremsende Anteil sich hier glücklicherweise in Grenzen hält. Und das Ende war wirklich niedlich.

Fazit: „Fast Verheiratet“ ist eine gute (wenn auch etwas lange) „Dramödie“ mit einer tollen Cast und vielen lustigen Momenten. Je nach Interessenfeld und Altersgruppe kann man damit einen vergnüglichen Filmabend haben.

Es verbleibt respektvoll gegenüber allen Bildungsschichten
F.

Til Kingdom Come

Juni 27, 2012

Strike 1: ich habe „The Amazing Spider-Man“ gesehen. Strike 2: ich habe einen Coldplay-Song in dem Film erkannt (siehe Titel). Strike 3: ich habe sogar richtig geschätzt, auf welchem Album dieses Lied zu finden ist – nämlich „X&Y“. So, und damit gleich zu meinem Eindruck vom Film.

FilmposterKurzgefasst kann man sagen, dass dieser Film für die Spidey-Reihe das ist, was in Falle vom Dunklen Ritter „Batman Begins“ war – und zwar der Ansatz einer Neuerzählung (von vorne) mit düstererer Gestaltung. Sieht man vielleicht auch schon an den Filmplakaten.
Um auch gleich eine andere Frage zu beantworten: Brauchte man 3D dafür? Na ja, eigentlich nicht.
Und gibt es (wie so oft neuerdings) nach dem Abspann eine Szene? Ja, und zwar nach dem ersten Abspann (also wo die Zeilen noch nicht nach oben schweben) – für Fachleute: „Mid-credits scene“.

Wer leichte Kost wie Iron Man oder The Avengers erwartet, wird wohl überrascht sein, wie viel Drama (ziemlich gut) eingebaut wurde. Dafür sorgt die rundum gelungen zusammengesetzte Cast. Wie schon gesagt – da gibt es Parallelen zu „Batman Begins“.
Dazu zähle ich auch die Altersfreigabe. So wirklich kindgerecht (unter 12) würde ich den Film nicht einstufen. Es gibt da einige Szenen, die nicht unbedingt für bessere Träume sorgen. Dafür kommen Horror-Fans (in wenigen Momenten) auf ihre Kosten.

Weitere Punkte:
Effekte? Ja, solide, aber nicht bahnbrechend.
Musik? Hätte ich es im Vorfeld nicht gewusst, würde ich bestimmt James Horner vermuten.
Wackelkamera? Kommt zum Einsatz, aber gemäßigt. Zur Sicherheit sollte man lieber nicht zu weit vorne sitzen.
Plot? Gut, jedoch mit Abstrichen.
Humor? Ja, sparsam.
Stan-Lee-Cameo? Check.

Fazit: Dafür, dass die Entstehungsgeschichte von Spider-Man mittlerweile wie ein ausgelutschtes Bonbon schmecken könnte, wurde hier ordentlich nachgewürzt. Das Ensemble ist überwiegend sympathisch und die düstere Athmosphäre wird ausreichend aufgelockert. Ein unterhaltsamer Film mit ernsthaften Untertönen.

So, und hier noch kurz ein Absatz für Comic-Leser:
Also nach dem Film kann man die Real-Film-Umsetzung von Killer Croc auf absehbare erst mal streichen – bzw. das Produktionsteam hat sich vielleicht sogar von einem der letzten Batman-Spiele inspirieren lassen. Gleiches würde andersherum gegen Black Cat in einem Spidey-Film sprechen, was aber computerspiel-seitig schon abgehandelt wird.
Und wie schade, dass Marvel’s Film-Universum studio-technisch zerteilt ist.

Es verbleibt als fleißiger Kinogänger
F.

Trembling hands

Juni 10, 2012

Der Titel bezieht sich auf meinen aktuellen Ohrwurm durch die Band The Temper Trap. Bin eher per Zufall auf deren Musik aufmerksam geworden. Und ich kann behaupten, die bis vor einem Monat überhaupt nicht zu kennen. Aber das ist bei dem Input an Mainstream-Schmu auch nicht schwer. Egal. Leute, testet die Mucke mal an. Ist wirklich sehr hörbar.

Was ist also in den letzten Tagen so passiert? Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, vom Arbeitsplatz aus zum Themenabend mit anschließender Grillrunde zu gelangen – war ja nur einen Flur entfernt.
Donnerstag war ich auf dem wohl kleinsten Couchsurfing-Meeting der hiesigen Community, welches mich in ein mexikanisches Restaurant (mit S.) in Rostocks Innenstadt führte und mich Zeuge einer „exotischen Tanzeinlage“ am Tisch gegenüber werden ließ. Wer kann denn ahnen, dass man die gemietete Gesellschaft kurviger und solariumsbrauner Art auch in einem Restaurant wahrnehmen kann? Ich war verleitet, die Karte nochmal zu studieren, ob das dort zum Service gehört – zumal der Betrieb für den Anlass Lieder der passenden Art (gewissermaßen anzüglich zum Ausziehen) während der Darbietung aufgelegt hat.
Und der Freitag verlief dann wieder ganz anders, als ich nicht nur (spontan) den EM-Auftakt in einer Kneipe in geselliger Runde (inklusive Special G.uest aus Kalifornien) mitverfolgen konnte, sondern danach noch Kostproben indischer Snack- und Filmkunst garniert bekam. Erfreut hat mich das „Happy Hour Angebot“ vor Spielbeginn. Danach gabs eine Runde „Chili-Kurze“ – holla! Und zum Nachspülen wollte ich eigentlich Wostok (Kräuterlimo) bestellen, erhielt dann aber ein Rostocker (Bier), welches ich dann sogar annahm und… auch trank. Keine Ahnung, warum mir das in dem Moment egal war. Kann am Chili gelegen haben. Dieses für meine Gewohnheiten sonderbare Verhalten wurde nicht mal gewürdigt. (Potzblitz! Und das, nachdem ich neulich sogar Kaffee getrunken hatte.) Ja, daher vermerke ich das hier besonders deutlich.
Was die indischen Snacks angeht, fallen mir die Namen natürlich ein… nicht. Das eine waren so Etwas wie größere Marzipankartoffeln in Rosenwasser-Sirup eingelegt (frisch aus der Dose) und das andere würzige Puffreis-große Knusper-Erbsen. Urteil: interessant.

Hat er auch wieder Filme gesehen? Hat er, hat er.
Mal eben in den Tagesverlauf reingedrückt habe ich „50/50“ (dank 1,4-facher Geschwindigkeit) – ein nachdenkliches Sozialdrama mit sehr guten Schauspielern und einer packenden Geschichte. Kann ich empfehlen. Ist aber keine leichte Kost.
Und dann wäre da noch „Ra.One“, die Bollywood-Version von „Matrix“, „Iron Man“, „Terminator“ und „TRON“ – ja, all das in einem (zu langen) Film mit Singsang, Tanz und Tränen. Habe ich schon erwähnt, dass ich vor dem Film in einer Kneipe war? Unter anderen Umständen wäre das bunte Spektakel wohl schwieriger zu ertragen gewesen. Kann ich diesen Film empfehlen? Um Himmels Willen nein. Dagegen ist Marvel’s Thor ein Shakespeare-Drama. Sogar DC’s Flopp „Green Lantern“ erscheint im Vergleich dazu gar nicht mal so schlecht, obwohl ers war. Mir wurde ja nahegelegt, nicht zu sehr auf die Handlung zu achten… aber das ist mit 2,5 Stunden Spielzeit nicht leicht. Und nein, nur wegen ein paar „besseren“ Effekten, netten Drehorten und westlich angehauchter Popmusik punktet der Schwachsinn mit der Grinsebacke Nummer 1 nicht. Ich meine, wie tief muss man die Erwartungen senken, wenn ich behaupte, dass das Beste an dem Action/Adventure-Film noch die Tanz-Einlagen sind?
Und um mal einen Vergleich zu den herkömmlichen Superhelden-Verfilmungen zu machen: bei Batman wird die ganze Stadt terrorisiert, bei Captain America wird ein Kontinent bedroht, bei X-Men steht die gesamte Menschheit vor der Versklavung und bei The Avengers gibt es eine Alien-Invasion. Was steht bei „Ra.One“ auf dem Spiel? Das Leben eines Rotzbengels, der dem Zuschauer nicht wirklich sympathisch erscheint. Aber stimmt ja, in Indien haben die so wenig Nachwuchs. Da kommt es schon mal auf die Göre von reichen Leuten an. Upps, Fehler meinerseits. Ich habe auf die Handlung geachtet und nicht auf die mühsam einstudierten Gesichtsausdrücke der Hauptdarsteller. Schade, dass ich „Snow White and the Huntsman“ nicht danach gesehen habe…

Was war denn am Wochenende? Ja, Fußball war. Habe das Spiel aber nur halb verfolgt. Heute dann ein wenig gedaddelt – „Child of Eden“ (neues Level freigespielt). Bei „Oblivion“ stellte ich fest, dass man nur einen Charakter fortsetzen kann, was mich natürlich den erarbeiteten Spielstand kostete, als ich einen Neuen angelegt habe. Und ich bin wieder mehrfach bei „Sonic“ gestorben. Echt deprimierend. Da geht sowas von der Spielspaß flöten.
Da fällt mir ein, dass nun Trailer zu neuen Spielen um „South Park“ und „Tomb Raider“ veröffentlicht wurden. Das sieht schon sehr gut aus – fürs kommende Jahr.

Lese-Ecke: auch da kann ich was berichten. Ich habe mich heute auf der Heimfahrt in Sachen „Batwing“ eingelesen. Das ist so eine Art Mischung aus Batman und Iron Man, spielt in Afrika und ist überwiegend einfach nur brutal. Also absolutes Mittelmaß. Da hilft auch kein Gastauftritt von Batman und Co.. Aber was soll den Schmu wieder rausreißen? Na klar, DC Comics setzt einfach einen guten Zeichner darauf an. Das ist das eigentliche Drama. Dass Talent für 0-8-15-Inhalte herhalten muss.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: im roten Netto gibt es nächste Woche Oreo-Eis – das, was ich in Wien hatte. 🙂

Es verbleibt ohne zitternde Hände
F.