Posts Tagged ‘Filmkritik’

AAA: Doctor Strange

Oktober 27, 2016

Kurze Randbemerkung: Ich nehme zur Kenntnis, dass mich wohl aktuelle Comic-Verfilmungen eher zum hiesigen Schreiben animieren als… mein Leben?! 😛

SR2PosterOkay, die Marvel Studios melden sich zurück – und haben nebenbei auch ihren Logo-Clip aufgepeppelt. Wie schon bei „Guardians Of The Galaxy“ und „Ant-Man“ wagen sich die Produzenten an eine Comic-Reihe, die jetzt nicht unbedingt dafür bekannt ist, die Kassen klingeln zu lassen… bzw. die überhaupt kaum große Bekanntschaft hat.

Ich selbst kenne Doctor Strange einerseits (wie eine Vielzahl anderer Figuren) durch die Event-Miniserie „DC vs. Marvel“ (1996), wo er gegen Doctor Fate antreten durfte (bevor ein „Doctor StrangeFate“ entstand.. don’t ask) sowie andererseits durch die Trickserie „Spider-Man„, wo er in Staffel 3 auftrat.
Als Marvel-Comic-Leser begegnete ich der Figur dann noch mehrere Male, zuletzt in der aktuellen selbstbetitelten Serie von Jason Aaron und Chris Bachalo, welche zwar viele positive Kritiken einheimste, mich allerdings nicht so ganz überzeugen konnte. Der Grund: ich bin im Comic-Kontext nicht so der Magie-Fan.

Als der Film (noch ohne jegliche Namensnennungen) angekündigt wurde, kamen bei mir keine großen Erwartungen auf. Im Gegenteil hätte ich damals gemeint, auf so einen Film verzichten zu können. Bzw. ich hatte Sorgen, dass das bislang schlüssige Marvel Cinematic Universe mit der Einführung von Magie Schaden nehmen könnte. (Das fand ich bei Thor schon bedrohlich.)
Und nun bin ich mit der Ergebnis eigentlich zufrieden – wie kommt’s?

Die Vorzeichen für den Film standen dank des beliebten Hauptdarstellers Benedict Cumberbatch gut und wurden durch erste visuelle Eindrücke in Fotos und Trailern sogar verbessert. Und ja, der Film beeindruckt visuell. Ich würde sogar so weit gehen und als 3D-Muffel für eine Sichtung mit 3D plädieren.
(Dass hin und wieder Erinnerungen an Inception geweckt wurden, störte mich durch die Dynamik der Szenen herzlich wenig.)

Ebenfalls positiv sind neben Besetzung und Effekte noch die Musik sowie die vielen Anspielungen zu vermerken, welche den Magie-Aspekt mit der Realität verknüpfen. Je nachdem, wie gut man sich mit Popkultur oder anderen Marvel-Filmen auskennt, findet man umso mehr „Easter Eggs“.

Eher mittelmäßig empfand ich die Geschichte, wobei der Entstehungsweg eines neuen Helden für die Hauptfigur überwiegend menschlich und überzeugend gehalten wurde. Beispielsweise ist Stephen Strange nicht der unrealistisch idealisierte Pfadfinder. Und auch die Prise Humor hat mir daran sehr gefallen.

Leider wiederholt der Film die typischen Schwächen des Genres:

  • substanziell unzureichend ausgearbeitete Schurke-Seite
  • flache Nebencharaktere
  • kann den Bechdel-Test nicht bestehen
  • kaukasische männliche Hauptfigur (na ja, vorlagengetreue Umsetzung eben) bzw. per se aus meiner Sicht keine Schwäche

Einen weiteren Makel, für den der Film vielleicht gar nichts kann, sehe ich im Szenario der Weltbedrohung. OK, dieses Mal war die Front nicht dort, wo ich sie erwartet hätte, aber die Anzahl der Referenzen zum Thema Weltuntergangsstimmung nimmt in meinem Fall als Filmfreund kontinuierlich zu. Und damit einher geht dieses „Kenn ich schon“-Gefühl, wenn beispielsweise wieder ein Portal „in die Finsternis“ auftaucht.

Nichtsdestotrotz – und gerade im Marvel-Film-Kontext – ist Doctor Strange eine überraschende Bereicherung mit viel Charisma. Ein guter fantasiereicher Abenteuerfilm, der nicht zuletzt dank Mid- und After-Credits-Scene irgendwie Lust auf Nachschub macht.
Und damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. (8/10)

Vier Leute und ein Podcast

März 31, 2014

Ich hatte es bereits gestern angedeutet. Es ist mir wieder gelungen, kurz vor Monatsende ein wenig Audio-Inhalt auf entspannte Art und Weise zu produzieren. Und das sogar mit Hilfe.

Dank Leuten wie A., K. und R. gibt es nun eine Film-Besprechung zu „Pusher“ -> LINK
Diese enthält aus meiner Sicht zwar Spoiler, welche einem aber nicht automatisch den Film kaputtmachen. Bzw. aus meiner Sicht muss man den Film nicht kennen, um sich unterhalten zu fühlen.
Aber vielleicht liege ich falsch. Dann teilt mir das mit. 😛

Es verbleibt schon an Themen für den nächsten Podcast tüftelnd
F.

Ansichtssache: Blau ist eine warme Farbe

Dezember 22, 2013

Zum diesem Jahresende habe ich den Eindruck, dass wir nicht mit vielen Großproduktionen im Kino überschüttet werden. Vielleicht weil die Konkurrenz vor dem „Hobbit-Hype“ kapituliert und sich damit miese Einspielergebnisse sparen möchte. Egal… ich nutze die Zeit dann eben für Nicht-Mainstream-Filme. Einen solchen habe ich gestern gesehen. Und das veranlasst mich nun zu den folgenden Zeilen.

Aufmerksam wurde ich auf den Film „Blau ist eine warme Farbe“ durch das „deutsche“ Plakat, welches sich von der Abbildung hier stark unterscheidet. Neben der Farbkombination fand ich die Ausdruckskraft der Darstellerinnen beeindruckend, welche auf ein mitreißendes Liebesdrama vermuten ließ. Einige Zeit später sah ich den Trailer zum Film, der zwar irgendwie nichtssagens daherkam, aber dennoch mein Interesse halten konnte.

Und so war der entsprechende Kinobesuch nur eine Frage der Zeit. Apropos Zeit: huch, so ausartend habe ich den Handlungsverlauf eines Dramafilms selten erlebt (Stichwort Spieldauer), was ich im Vorfeld gar nicht gedacht hätte. Und apropos ausartend: mit Tabus schienen die Filmmacher wohl nicht viel am Hut zu haben. Da wurde den Hauptdarstellerinnen sehr viel abverlangt. Mehr als es eine amerikanische Produktion scheinbar jemals zulassen würde.

Aber der Film besticht nicht nur durch die Attribute lang und explizit. Nein, die Geschichte um Adéle’s Beziehungsleben während ihres Einstiegs in die Erwachsenenwelt ähnelt einer Achterbahnfahrt der Gefühle und Konflikte. Und dank der durchweg grandiosen Leistung der Besetzung entsteht ein überaus authentischer Eindruck – sowohl hinsichtlich der Charaktere als auch auf die Handlung bezogen.
Hinzu kommen noch Einschübe von Politik, über Karrierewege, Kunst, Philosophie, Literatur und ein Hauch Gesellschaftskritik. Und nein, das Ergebnis wirkt dadurch nicht langweilig.

„Blau ist eine warme Farbe“ würde selbst ohne ausführliche Bettszenen ein meisterhaftes Filmdrama sein, welches vielleicht manchen Gelegenheitskinogängern beweist, das modernes Kino nicht nur noch zur Berieselung oder Effekteschau verkommen muss. Denn den Grad des Schockiertseins bezüglich der dargestellten alternativen Lebensweise bestimmt der Zuschauer selbst. Auch da setzt das Werk aus meiner Sicht ein Zeichen – nämlich dass die „Achterbahn Liebe“ bei all der möglichen Verschiedenheit der Teilnehmer irgendwie doch oft gleiche Facetten der Freude und des Leids parat hält.

Gibt es auch Kritik? Ja, ein wenig ging mir die Zeitachse verloren. Und auch kleine Randnotizen über Adéle’s Lebenswandel wären als Ergänzung schön gewesen.

Fazit: ein durch und durch herausragendes Drama mit unglaublich starker Ausdruckskraft. (8/10)

Es verbleibt geplättet
F.

Ansichtssache: Gravity

Oktober 3, 2013

Ich gebe zu, dass mir der Trailer zu „Gravity“ im Vorfeld nicht sonderlich gefallen hat. Da wusste ich aber nicht, dass der Film vom Regisseur von „Children Of Men“ stammt – Alfonso Cuarón. Denn mit dem Wissen hätte ich wohl nicht auf die ersten Kritiken gewartet. Diese waren für mich überraschend euphorisch.

Und nun kann ich mich dem Echo nach der heutigen Sichtung anschließen. Dieser Film ist fürs Kino gemacht. Minimalistisch, was die Besetzung angeht. Dafür maximale Ausschlachtung technischer Tricks. Ich war damals ja schon von den genialen „Schnitten“ bei „Children Of Men“ begeistert. Aber hier erreichen die Macher ein noch extremeres Level – gerade im Weltraum-Kontext.

Muss ich noch erwähnen, dass der Film visuell eine Wucht ist? Von leise bis laut – ein komplettes Spektrum. Dazu ein stimmungsvoller Soundtrack. Passt.

Die wenigen Darsteller – George Clooney und Sandra Bullock – können den Film problemlos tragen. Mit anderen Worten: da fehlt nichts.

Das liegt an der simplen Handlung, die trotzdem Überraschungen parat hat und – zumindest in meinem Fall – fesselt. Sind doch nur Astronauten im All? Ja, mag sein und dazu noch in einer schwierigen Situation. Stichwort Überlebenskampf. Und das beeindruckend glaubhaft. Also keine leichte Kost.

Ich möchte noch anfügen, dass mir der Film zu denken gab. Und das meine ich als Lob. 90 Minuten feinster Eskapismus mit Nachwirkungen. Einfach mal kurzzeitig die Perspektive ändern. Was in unserem Alltag so präsent ist – Politik, Wirtschaftsinteressen als Leitmotiv, gesellschaftliche Konflikte, Beeinflussung durch Werbung – verschwindet regelrecht, wenn man die Erde als Lebensraum betrachtet. Unsere Welt als schöne blaue Murmel sozusagen.

Fazit: für mich ist „Gravity“ ein Kino-Highlight, der das Zeug zum Klassiker hat. Selbst ohne das Hineininterpretieren von Weisheiten bleibt noch genug Spannung und Erlebnis-Feeling übrig. Auch für Raumfahrt-Muffel eine Empfehlung wert. (9/10)

Es verbleibt als Fan unserer Gravitation
F.

Logbuch : Museen und Sonne

September 8, 2013

gallerie_bIch bin so ehrlich und werde diesen Eintrag später fertigstellen, da mir immer noch etwas Schlaf fehlt. Zumindest ein Foto füge ich schon mal bei.

Es verbleibt müde
F.

EDIT: und hier der Eintrag.

Mit dem Monatswechsel ergab sich für mich auch ein Wandel im Alltag, denn ich bin nun (wieder) Praktikant. Dementsprechend ausgefüllt sind zur Zeit die Wochentage. Das „frühere“ Aufstehen klappt relativ gut, wobei ich das optional auch etwas schieben könnte, was ich aber zunächst nicht vorhabe. Der Grund dafür liegt in der Abendgestaltung – beispielsweise das Training dienstags und das Redaktionstreffen mittwochs. Solche Termine möchte ich nur bedingt ausfallen lassen.

Eigentlich fasst dieser Absatz schon die halbe Woche zusammen. Ich stehe auf, gehe zur Arbeit und beschäftige mich danach mit den üblichen Aktivitäten bzw. verlege manches vor. Die Auswahl für die Musikredaktion hatte ich also letzte Woche schon am Dienstag zusammengestellt.

Apropos Engagement: das Couchsurfing-Meeting legte ich ohne große Abstimmung (mangels Feedback) auf den mir am besten passenden Abend – Donnerstag. Und erfreulicherweise kamen sogar ein paar neue Gesichter dazu. Wir saßen zunächst am Stadthafen, was durch das milde Wetter noch möglich war, und gingen dann ins „Warmbad“, wo ich einen komischen Club-Mate-Mix hatte, den ich nicht weiterempfehlen kann. Auch mein Abendbrot fiel an dem Abend etwas dürftig aus.

Apropos Club-Mate: mir fiel wieder ein, dass es eine neue Sorte gibt und diese im Späti in der KTV zu finden sein würde. Auf dem Heimweg am Donnerstag lag besagtes Geschäft und ich probierte mein Glück. Nix. Stattdessen begnügte ich mich mit der Winter-Edition, die ich auch noch nicht probiert hatte bzw. im letzten Winter gar nirgends fand.

Der Freitag wurde zum Freutag. Nach der Arbeit war ich kurz in der Stadt, um wieder in Tonträger zu investieren, gönnte mir einen Döner und traf mich dann mit G. am Margaretenplatz, um die Eisscholle aufzusuchen. Zwei Kugeln (Erdbeer- und Pfefferminz-Eis) später ging es noch kurz zum Späti, wo sie tatsächlich die neue Club-Mate-Sorte hatten, zum Wochenendeinkauf und dann nach Hause. Doch damit sollte der Tag noch nicht vorbei sein. So wuselten wir abends zur Barke und dann ins ST, wo sich die DJs zunächst irgendwie nicht einigen konnten, wohin die „Ahoi-Party“ musikalisch steuern sollte. Erst als es relativ voll war, ging man in den „Guetta-Modus“ über.
So spaßig der Club-Abend auch war, eine Art Verzweiflung erreichte mich dann doch, als ich nach der Heimkehr auf die Uhr schaute. Das Wochenende sollte schließlich in aller Frühe beginnen – mit der Zugfahrt nach Berlin. Tja, und so blieb mir nur eine Schlafzeit in Spielfilmlänge, für die ich allen Ernstes nicht den Wecker, sondern den Timer stellte.

Ein Freund meinte mal, dass der Mensch nach 25 nicht mehr so recht zu Hochleistungen fähig wäre. Das würde ich nun anzweifeln, weil ich bislang noch nie so wenig Schlaf hatte. Entgegen meiner Hoffnung, im Zug schlafen zu können, was mir sonst eigentlich nicht schwer fällt, konnte ich das Schlafkonto für den Samstag morgens nicht aufstocken. Schuld waren nebst Gewusel im Waggon noch die freundlich helle Sonne und vor allem das Geflacker dank der Fauna an der Strecke. (Stichwort Baumwipfel) Dafür hörte ich mich auf der Fahrt nochmals in Taylor Swifts „RED“ ein und kann nach über 20 Liedern sagen, dass die Frau echt Probleme hat. ^^
Am Berliner Hauptbahnhof angekommen war ich so unglücklich über meinen Zustand, dass ich beim zuckrigen Frühstück bei Dunkin Donuts um einen Schluck aus dem übergroßen Kaffeebecher von K. bat. Wie gut, dass sie Kaffee so versüßt und vermilcht mag, dass Puristen wohl die Krise kriegen könnten.
Berlin_MuseumGestärkt machte sich unsere Gruppe auf zur Museumsinsel. Das Kombi-Ticket lässt einen in 5 Museen – wir schafften innerhalb etwa 5 Stunden drei davon.Berlin_Gallerie Ich bedauere ein wenig, dass wir die Nationalgallerie erst zum Abschluss besuchten, da ich nach so viel Audio-Guide-Gebabbel und Reizüberflutung tatsächlich den „Denker“ übersehen hatte, obwohl ich zweifelsfrei auch in dem jeweiligen Raum war. Nur beachtete ich überwiegend die Bilder und weniger die Statuen. Na ja, passiert. Wenigstens haben die anderen das Kunstwerk fotografiert. Auf dem Weg zum Bahnhof machten wir bei strahlendem Sommerwetter noch einen Umweg zum Alexanderplatz, wo wir uns bei „Bandy Brook“ ziemlich teures Eis gönnten. Ich kann bei einer Wahl von zwei Kugeln von der Option Eiswaffel abraten, denn das wird schnell zum Balance-Akt, weil die Waffel so schmal ist. Zum Abend ließen wir uns in Werder nieder, wo wir ein üppiges Abendessen erhielten.

Was mir beim Betrachten der vielen Kulturschätze zu Denken gab, war die Vergänglichkeit hinsichtlich Weltanschauung sowie die Tatsache, dass wir Menschen scheinbar schon immer gern mal Dinge unvollendet lassen. Danach sehe ich Projekte wie S21, BER und die Elb-Philharmonie mit anderen Augen. Und wie kann man beim Betrachten antiker Fundtücke noch an die Beständigkeit aktueller religiöser Inhalte glauben? Wenn man sich die Geschichte in Jahrhundert-Schritten vorstellt, ist vielleicht auch das Christentum nur ein Trend, der kommen und wieder gehen mag.

EntenAm Sonntag sah ich dann endlich die Chinesischen Laufenten in Aktion, von denen S. im Vorfeld berichtet hatte. Und ja, die Bewegungen sind schon etwas lustig. Auch die Meerschweinchen sorgten für Erheiterung – allen voran „Mr Bad Hair Day“ (aka Puschel). Wir packten die Sachen und fuhren zurück nach Rostock. Dort angekommen entschied ich mich noch für einen Kinobesuch, den ich leider bereuen sollte.

Jedenfalls habe ich nun Grund, die Meinung von „Pöni“ von poenack.de noch mehr relativieren. Hatte dieser Kritiker einem Schmu wie „White House Down“ doch tatsächlich fast die Höchstwertung gegeben. (Stichwort WTF) Dieser Film rangiert für mich auf dem gleichen Level wie „Olympus Has Fallen“ – aber total, trotz personellen oder finanziellen Unterschieden. Oder mit anderen Worten: selten sah ein 150-Millionen-Dollar-Blockbuster so billig aus. Und wenn der Drehbuchautor von diesem klischeebeladenen Action-Drama tatsächlich zu den Vielverdienern in Hollywood gehört, kann ich nur mit Sorgen in die Zukunft schauen. Und dabei klammere ich hier den Patriotismus-Aspekt noch aus. Klischee-Checkliste gefällig?

  • Hauptfigur ist Single (ggf. mit kaputter Familiengeschichte), keine Intelligenzbestie und Experte in Sachen Kampf und Waffen
  • nerviges Kind, welches unbedingt (und ohne großen Schaden) überleben muss
  • nerdiger Hacker/Wissenschaftler mit wenig sozialer Kompetenz
  • unfassbar übertriebene News-Einspieler mit dummen Reportern
  • fataler Rettungsversuch, der schon in der Theorie wenig erfolgsversprechend erscheint
  • Fenster/Scheibe aus Plastik
  • Kommandozentrale mit möglichst vielen Monitoren (bzw. Video-Wall)
  • lächerliches Autorisierungsverfahren
  • Führungskraft, die blökend nach dem Grund des Chaos fragt
  • glückliche Fehlschüsse/Volltreffer für Bösewicht/Held im Übermaß
  • Erfolgsmoment, bei dem sich (wildfremde) Kollegen umarmen und jubeln
  • Schurke mit Akzent

(5/10)

Danach konnte der Abend nur besser werden. Und den verbrachte ich mit dem Sortieren von Dateien sowie allgemeinen Aufräum- und Planungsabläufen.

Und diese Woche bricht nun scheinbar der Herbst an. Stört mich nicht sonderlich, da ich eh meist indoor zu tun habe.

Es verbleibt mit verbesserungswürdigem Zeitmanagement
F.

Logbuch : kulturelles Upgrade

August 25, 2013

Ich fange mal einfach da an, wo ich letztens aufgehört hatte…

Am Freitag war ich dann also doch noch im Kino. Es sollte „The Bling Ring“ sein – und damit die seltene Ehre, Emma Watson im hiesigen Kino zu sehen. Ja, da spricht immer noch die Enttäuschung mit, dass „The Perks Of Being A Wallflower“ bzw. „Vielleicht lieber morgen“ hier nicht gezeigt wurde. Kürzlich gab mir K. noch ein paar Eckdaten, die mich am Unterhaltungswert von „The Bling Ring“ haben zweifeln lassen. Teenies, die bei Berühmtheiten einbrechen? Echt? Und das von der Regisseurin, die der Welt „Lost In Translation“ bescherte? Egal, ich hielt an meinem Plan fest. Und nein, mich störte auch nicht, der einzige Mann in der Vorstellung gewesen zu sein. (Ist ja nichts Neues oder so.) 😛
Der Film war übrigens ganz passabel – also dafür, dass mich die Handlung ohne Zusammenhang mit Darstellern oder Produktionsteam nicht sonderlich interessiert hätte. Ich lernte zudem, dass sich „Ring“ dabei nicht auf das Schmuckstück bezieht. „Die Bling-Bande“ funktioniert als faszinierendes Sozialdrama in der Form einer Momentaufnahme über Personenkult und Exzesse. (7/10)

Den Freitag-Abend verbrachte ich dann zu Hause, als ich Dateien sortierte. Ist auch hin und wieder notwendig. Und dann sah ich mir „Drinking Buddies“ an, ein weiteres soziales Drama mit guten Schauspielern. Leider enttäuschte mich der Film. Es war so ein Fall von „wie, das war es?“, wenn der Abspann kommt. (5/10)

Mein Samstag war auch ganz aufregend. Ich war einkaufen und habe viel gelesen. Und vorm Schlafengehen ging ich noch spazieren.

Lese-Ecke: ich bleibe dem Autor Brian K. Vaughan aktuell treu und lese „Ex Machina“ – eine weitere Maxiserie, die schon vor Jahren abgeschlossen wurde. Hierbei geht es um einen New Yorker Bürgermeister, welcher nebst Tagesgeschäft mit einer Vergangenheit als Superheld viel um die Ohren hat. Das ganze kommt daher wie eine Mischung aus „The Newsroom“ und „The X-Files“ – Politik und Mystery. Bisher macht es Spaß.

Heute erreichte mich die Nachricht, dass im Freigarten ein Brunch stattfindet, zu dem ein paar Couchsurfing-Freunde hingehen würden. Ich hatte Hunger und ließ mich also darauf ein. Inwiefern alles vegan oder „nur“ vegetarisch war, kann ich im Nachhinein gar nicht sagen. Zudem konnte ich mir bei der Vielfalt gar nicht merken, welcher Brotaufstrich/Salat besser schmeckte. Das Minz-Wasser war auch toll.
Und ich lernte M. kennen, einen professionellen Opernsänger. Inwiefern ich durch diese „Kultur-Infusion“ im Bekanntenkreis neue Eindrücke sammeln werde können, bleibt abzuwarten. Aktuell stehe ich mit dieser traditionellen Unterhaltungsform noch auf Kriegsfuß.
Ach ja, und während wir so im Freigarten den Tag verbrachten, baute die FreieTheaterJugend die Bühne auf – für eine (Remix-)Inszenierung von „Romeo und Julia“ mit Bezug auf die Gaza-Region. Als sei das nicht kontrovers genug, hatten die Kostüme (inklusive Maske) einen Touch CSD. Tja, mit meiner Leidenschaft zum Theater als Kunstform sieht es auch nicht gerade rosig aus. Aber generell schließe ich eine Verbresserung nicht aus.

Es verbleibt am Lesen
F.

Ansichtssache: Elysium

August 23, 2013

Neill Blomkamp ist ein Name, den ich mir merke. Denn seit „District 9“ steht dieser Name für anspruchsvolle Science Fiction. Und nachdem mich die Effekt-Blockbuster des Jahres („Oblivion“, „After Earth“ und „Pacific Rim“) bisher nicht vom Hocker hauen konnten, lag meine Hoffnung auf „Elysium“. Dies wurde durch den Trailer begünstigt, da dieser wenig von der Handlung preisgab.

Nun habe ich den Film gesehen und kann sagen: jawohl, Herr Blomkamp, weiter so. Das ist SciFi Action, wie ich mir das wünsche. Stichwort Dystopie. Ein simpler Plot mit ganz leicht sozialkritischen Nuancen. Gute Effekte, die nicht im Vordergrund stehen. Glaubhafte Charaktere. Keine erzwungene Romanze. Ein Handlungsverlauf, der einen mitfiebern lässt. Und ein Protagonist, der Ecken hat.

Darüber hinaus gefiel mir das Ende, weil es konsequent ist und damit gewissermaßen hollywood-trend-trotzend. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass der Regisseur hier genau das durchgezogen hat, was er umsetzen wollte.

Mein einziger Kritikpunkt: ich hätte gern mehr von der Welt erfahren.

Fazit: Für mich ist „Elysium“ der beste (eigenständige) SciFi-Film des Jahres – mit einem überraschend hohen Action-Anteil. (9/10)

Es verbleibt immer noch am Bloggen
F.

Ansichtssache: Kick-Ass 2

August 23, 2013

Wie es das eine YouTube-Mädel mit den pinken Haaren schon anmerkte, ist „Kick-Ass“ eins der Werke, welches bei der Übertragung von Ausgangsmedium (Comic) auf die Leinwand (Kino) verbessert werden konnte. Der Film von 2010 rangiert seitdem unter den besten Comic-Verfilmungen. Eine Fortsetzung war daher willkommen.

In der Zwischenzeit haben die Schöpfer (Mark Millar und John Romita jr.) gleich zwei Miniserien produziert, die für den neuen Film die Vorlage bilden – „Hit-Girl“ und „Kick-Ass 2“ (ehemals mit dem Untertitel „Balls To The Wall“). Und die eine Miniserie hatte ich auch im Vorfeld gelesen, kam aber zu einem enttäuschenden Urteil, dass das anfänglich simple Basiskonzept nun total in Übertreibungen untergeht. Ebenfalls die „Hit-Girl“-Miniserie gibt den Charakteren nur bedingt mehr Tiefe.

Und was ist nun mit dem Film „Kick-Ass 2“? Nun, dieser dämpft die Übertreibungen erfreulicherweise, kommt jedoch immer noch sehr „krass“ daher. Wie sollte es auch anders sein, wenn zum wesentlichen Inhalt gehört, dass es nun eine Vielzahl kostümierter Alltagsmenschen gibt? Und für mich macht genau das den Charme des „Originals“ etwas kaputt. Zu viele Farben und aufgesetzte Coolness – und dagegen zu wenig „herkömmliche“ Gegenspieler, von den Polizisten abgesehen.

Kenner der Vorlagen werden vieles von der Handlung wiedererkennen und vielleicht mit den Änderungen glücklich sein. Im Gesamtbild ist diese Adaption dem Werk sehr treu geblieben und schafft es, die Athmosphäre der Kick-Ass-Filmwelt zu bewahren.

Klingt doch gut, oder? Nur kann ich nach der Sichtung in meinem Fall nicht von Begeisterung reden. Denn wenn mittelmäßige Comics zu einem „nur“ guten Film aufgewertet werden, bleibt halt noch Spielraum nach oben.

Was beanstande ich? Neben dem Überangebot an Kostümierten sind es die teilweise sehr flachen Lacher und vor allem der Mangel an überzeugenden Gegnern. Meine gute alte Richtlinie: ein Superhelden-Film ist nur so gut wie der Bösewicht.
Hier haben wir einen dämlichen Bengel, der seine Angestellten anblafft und sich „Kämpfernaturen“ einkauft, welche als optisches Beiwerk wiederum so gut wie keinen Hintergrund haben. Seine Motivation waren mehr Klischee als Bedrohung – Rache und ein bissel Terror nebenbei. Ich vermisste einen ernsten Schurken wie Mark Strong (aus Teil 1), welcher verbissen um den Erhalt seines Geschäfts ringt. Das ist glaubhafte Motivation.

Als nebensächliche Randbemerkung und nicht als echter Kritikpunkt möchte ich noch auf die physische Präsens von Kick-Ass-Darsteller Aaron Taylor-Johnson hinweisen. Der musste sich teilweise in Schlabberkleidung hüllen, um nicht wie ein Fitness-Junkie zu wirken. Kostümiert sah er dafür wie ein Schrank aus, was im Vergleich zu den anderen „Normalo-Helden“ fast lachhaft wirkte. Mit anderen Worten: wo für den typischen Superhelden-Film ein Schauspieler oft Muskelmasse aufbauen muss, war hier ironischerweise Untertreibung notwendig.

Und noch eine Anmerkung: entgegen manch anderer Bewertungen finde ich die Brutalität des Films nicht schlimmer als bei Teil 1.

Fazit: „Kick-Ass 2“ ist die mehr oder weniger konsequente Steigerung des Originals und damit ein durchaus unterhaltsamer Action-Film. Nur für wahre Begeisterung reicht mir dieser zweite Teil nicht. (8/10)

Es verbleibt bei der Kino-Aufarbeitung
F.

Logbuch : blumiger Aktiv-Kurzurlaub

August 11, 2013

Ich bin gerade froh, dass ich zum Aufarbeiten der Woche entspannt sitzen kann. Denn wie der Titel es schon andeutet, mangelte es mir in jüngster Vergangenheit nicht an Bewegung.

Da war der Montag noch der harmloseste Tag. Nebst ersten Lektüre-Einheiten zum Django-Framework und weiteren Schreibtätigkeiten (inklusive neuer Termine) passierte da nicht viel.

Gleiches gilt für Dienstag, nur dass ich da noch eine traumhaft leckere Nachtisch-Kombination in der Mensa hatte. Und nein, ich finde es nicht traurig, dass ich mich daran noch so gut erinnern kann.

Am Mittwoch sollte es wieder musikalisch werden, denn in der Musikredaktion wurde wieder bemustert, was das Zeug hält. Dabei lernten wir die neuen Gesichter kennen, die sich da nun auch einbringen werden. Nach dem Treffen war ich noch mit C. und A. im Freigarten, wo ich noch M. traf.

Donnerstag war mein HanseSail-Tag – egal, was die Wetteraussicht sagte. Zuvor jedoch ging ich beim Training fast ein, war noch terminlich im Bahnhofsviertel unterwegs und traf überraschend G., der sich sogar noch an mich erinnerte. Fürs Abendprogramm sammelte ich noch etwas Ruhe am Nachmittag, bevor wir uns im Patriotischen Weg sammelten für den gemeinsamen Sail-Besuch. Es dauerte keine 100 Meter, da erlag ich schon der Versuchung in Form von Belgischen Waffeln, die man ja hier nicht oft angeboten bekommt. Für den herzhaften Genuss sprach mich später noch Lángos mit Sauerrahm und Käse. Dieser Snack war dieses Jahr sehr im Trend – nebst Schafkäse im Fladenbrot an vielen Ständen. Bis zum Mittelalter-Markt an den Aida-Gebäuden begleitete ich die Gruppe, bevor ich mich aufmachte zum Couchsurfing-Event, welches ebenfalls ein Bummel auf der HanseSail beinhaltete. Nur wusste ich dann schon, wo was ist. Mit F. und M. sah ich noch einen Großteil des Auftritts von Frida Gold, deren Musik ich nach wie vor okay finde. Nach gut 6 Stunden und zwei Rundgängen am Stadthafen hat es mir dann auch gereicht.

Am Freitag gerat ich ein wenig in Eile, weil ich fürs Packen nicht alles auf Anhieb fand. Am Nachmittag traf ich mich mit S. und C. am Bahnhof für unseren Wochenend-Ausflug nach Hamburg. Dort eingetroffen genehmigte ich mir zunächst zwei Franzbrötchen. Dann fuhren wir zu St., hatten kaum die Sachen abgelegt und waren schon auf dem Weg zum Dom nach Sankt Pauli. Dort gesellte sich noch K. zu uns und wir bummelten über den Platz, teilten Snacks und nahmen einige Fahrgeschäfte mit. Zur Krönung sahen wir noch ein fantastisches Feuerwerk, welches aus meiner Sicht so manche Silvester-Erfahrung in den Schatten stellt.

schaukeln_igs2013Nach so einem ereignisreichen Start ins Wochenende, hatte wohl auch keiner von uns was dagegen, den Samstag etwas später aufzustehen. Nach einem ausgedehnten Brunch (bzw. Frühstück) fuhren wir in die Speicherstadt, wo noch immer kräfitg gebaut wird. Dort besuchte ich erstmals einen Meßmer-Momentum-Laden, was mehr als nur Café und Tee-Laden ist – ein richtiges kleines Museum mit Selbst-Lern-Elementen wird dort geboten. Und man kann sich eine Box mit Teebeuteln zusammenstellen lassen. Mit anderen Worten: ich habe nun ein Arsenal an Kostproben. 😛
Von einer überaus modernen U-Bahn-Station machten wir uns dann auf den Weg zur IGS 2013 – die Gartenschau. Davor legten wir noch einen kleinen Irrweg zum nahegelegenen Marktkauf-Supermarkt ein, der uns durch ein leeres Parkhaus/-dachdeck führte. Auf der Gartenschau gab es viele Blumen und Anlagen zu sehen (macht Sinn, ne?) – aber mein Highlight war die Schaukel auf einem der Spielplätze. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal schaukeln war. Das hat Spaß gemacht. Ebenfalls spaßig war mein erster Gehversuch auf einer Slack-Line. Gerade in der Mitte der Strecke kann das sehr wackelig werden. Dann gab es noch Trampoline, Rutschen und eine kleine Tauzieh-Waggon-Anlage, welche einiges an Kraft erforderte. Schließlich nutzten wir noch das freie Basketball-Feld (mit sehr stylischen Holzbänken) zum Frisbie-Spielen. Was also anfing wie ein Parkbummel, wurde zum Ende hin wie ein Sportkurs. Das Wetter meinte es gut mit uns, denn es blieb trocken und manch Wolkenfeld sorgte für angenehme Frische. Erst als wir in der S-Bahn saßen, kamen wir noch in einen heftigen Regenschauer.
Zum sehr späten Abendessen wurden wir seitens St. mit frischem Gulasch versorgt, welches bei Bedarf mit Jalapeño-Sauce aufgepeppt werden konnte. Danach kamen noch süße Sachen auf den Tisch, als wir uns unter Anderem noch über das Thema „Veggie-Day“ unterhielten.

Um die anderen nicht zu Wecken, zog ich mich nach dem Aufstehen am Sonntag zurück und las Comics, bis alle wach waren. Dann wurde gefrühstückt. Ich versuchte, bei einer Access-Fragestellung zu helfen – automatische Feldergänzung um den Schlüsselwert. Wir packten und erreichten sogar noch einen Zug vor 15 Uhr. Auf der Fahrt las ich weitere Comics.

Und zwar habe ich nun mit Marvel’s „Hawkeye“-Serie angefangen – endlich, muss ich anfügen. Denn diese Serie über das Leben des Bogenschützen, wenn er nicht bei den Avengers mitmischt, ist unfassbar genial. Allein Ausgabe 3 ist perfekte Comic-Unterhaltung. Das Kreativteam um Matt Fraction und David Aja wird zurecht mit Lob überschüttet.
Von Matt Fraction stammt auch die Serie „Satellite Sam“, die ich heute angefangen habe. Jedoch ist das ein ganz anderes Genre, welches mich noch nicht komplett überzeugt hat.

Tja, und dann war ich noch im Kino. Heute. Ich wagte mich an „The Lone Ranger“ heran, obwohl mich der Trailer nicht überzeugt hatte und erste Negativ-Kritiken sowie magere Einspielergebnisse kein gutes Vorzeichen sind. Aber ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Dieser Genre-Mix unterhält bis zum Schluss dank Humor und furiosem Finale. Inwiefern man das Werk als „Fluch der Karibik“-Abklatsch betrachten kann, sollte man wohl selber entscheiden. Ich fand sowohl Handlung als auch Charaktere erfrischend anders. (7/10)

Es verbleibt begeistert
F.

Ansichtssache: The Wolverine

Juli 26, 2013

Marvels muntere Mutantenbande wuselt nun schon seit über 10 Jahren über die Leinwand – und das sogar in einigermaßen intakter Zeitlinie ohne echten Reboot. Das ist schon eine Leistung. Wenn ich dann noch bedenke, dass Wolverine eigentlich immer dabei ist, sollte mich das als Fan glücklich machen. Aber wie sieht es nach dem jüngsten Kinoerlebnis aus?

Für einen „Weg des Kriegers“ beschäftigt sich der Film überraschend viel mit Aufarbeitung vergangener Schlachten bzw. dem Verlust des Lebensinhalts. Und ja, das gibt Wolverine schon ein wenig mehr notwendige Tiefe. Handlungsseitig führt es den zerrissenen Ex-Soldaten (oder auch Ronin, also führerlosen Samurai) nach Japan, wo eine mächtige Familie interne Streitigkeiten austrägt. Dass dabei sowohl Materialschäden als auch ein Bodycount an Handlangern involviert sind, versprach schon im Trailer. Außerdem ist Wolverines „Unsterblichkeit“ ein Schwerpunkt der Handlung, ein Thema, welches auch sehr gern in den Comics angeschnitten wird.

Wirklich zünden tut die Mischung allerdings nicht. Viele Charaktere sind nur Randwerk, weswegen zumindest mir deren Schicksal herzlich egal war. Und dann wäre da noch die Grundregel für Comic-Verfilmungen, nach der so ein Werk mit der Qualität des Gegenspielers steht oder fällt. Der Film hat keine „guten“ Schurken.

Dabei standen die Chancen nicht schlecht – hier die positiven Aspekte:

  • gute Eröffnungssequenz
  • exotischer Schauplatz
  • wenig bekannte Schauspieler
  • Bezug zu anderen X-Men-Filmen
  • Wolverine flucht
  • vielversprechende After-Credits-Szene

Fazit: „Wolverine: Weg des Kriegers“ bietet Hugh Jackman zwar die Möglichkeit, einem der beliebtesten Marvel-Helden ein weiteres Mal seinen Stempel aufzudrücken, macht aber wegen der Schwermütigkeit und den langweiligen Charakteren nur stellenweise Spaß. Die 3D-Konvertierung hätte man sich auch sparen können. (6/10)

In dem Zusammenhang möchte ich noch anfügen, dass mir die Wolverine-Comics zur Zeit leider auch wenig Lesefreude bereiten. Beide relativ jungen Serien „Savage Wolverine“ und „Wolverine“ (Volume 5) strotzen zwar vor bunten Action-Kampf-Einlagen, dümpeln dennoch sinnfrei nur so dahin. Beispiel gefällig? In der Eröffnungsgeschichte von Paul Cornell jagt Wolverine einer außerirdischen Laserpistole hinterher, die fliegen kann und Menschen zu Killern macht.
Richtig begeistern konnten mich dagegen die Abenteuer von Autoren wie Greg Rucka und Frank Tieri.

Es verbleibt nach viel investierter Zeit für diesen Beitrag
F.