ILZ #5 : Start/Stop/Rewind

Januar 19, 2021

Fast drei Wochen zählt dieses junge Jahr 2021 bereits – und ich hatte tatsächlich mehrfach den Gedanken, hier wieder ein paar Zeilen zu verfassen. Jedoch machen sich abermals viele Zweifel zu den gegenwärtigen Umständen breit, die ich gern irgendwann durchdacht formulieren würde. Einst fiel mir die Bloggerei leicht, aber dann summierten sich Erkenntnisse und Ereignisse, etc. Und damit hallo, liebe*r Leser*in.

Wie schon im vorigen Eintrag vermerkt, bin ich dieser Tage mitten im „Veganuary“. 31 Tage ohne tierische Produkte? Warum nicht? Ich denke, ich habe noch nie so lange keine Milchschokolade mehr gegessen. Jene Nascherei und Käse ringen in etwa täglich um Platz 1 meiner „Jieper-Charts“. Aber was soll ich großartig klagen? Es könnte schlimmer sein.

Stichwort schlimmer: Mir gab der YouTube-Algorithmus neulich ein Video über Cancel Culture. Klar wurde mein Interesse geweckt. Und nein, ich hatte nicht das Bedürfnis, zu recherchieren, wer mir da seine audiovisuelle Zusammenstellung präsentiert bzw. aus welcher Ecke mich da Aussagen erreichen sollen. Und im Nachhinein erscheint mir diese Einstellung irgendwie als spannender Punkt. Ich kann mir vorstellen, geneigte Konsument*innen haben ab einem gewissen Punkt (wie ich) wenig Lust auf Recherche zu (vermeintlich) recherchierten Inhalten. Und zumal wir (meines Wissens nach) noch kein Grundfach zu Medienkompetenz (inklusive Recherche) an der Schule haben, wird vielleicht vielseits das Verständnis erschwert. Wie sieht es denn mit der Loslösung von Nachricht und Bote aus?

Konkret: Ich hatte keine Ahnung, wer mir da Dinge zu Thema X präsentiert. Aber muss ich das, um die Inhalte besser in einen Kontext zu setzen? Hättet Ihr diesen Anspruch? An alle Texte, Songs, Videos, Illustrationen usw., die euch begegnen? Läuft es nicht in jedem Fall auf eine kritische Auseinandersetzung hinaus – ob nun mit Inhalten oder den Urheber*innen?

Ich betrachte Cancel Culture als große Herausforderung der Gegenwart. Und ich kann jeden Geist dazu einladen, sich einmal ein Fallbeispiel vorzustellen, welches einen selbst zum Unterstützenden des Cancelns oder zum Betroffenen werden lässt. Konkret: Was ließe uns zum Abschreiben einer Person bewegen? Oder wie würden wir damit umgehen, abgeschrieben zu werden?

In diesem Kontext fällt mir ein Vorfall in diesem Monat ein, bei dem ein Satiriker aus einem politischen Zusammenschluss mit einem anderen Satiriker ausgetreten ist. Wurde in dem Zuge wer oder was gecancelt? Hm, vielleicht. Ich kann das aktuell nicht so ganz überschauen. Jedoch brachte mich das Ereignis mit dazugehörigen Statements zum Nachdenken.

Rostock, Januar 2021 (by fm014)
Rostock, Januar 2021 (by fm014)

Nachdenken lässt mich natürlich auch die weiterhin andauernde Lockdown-Situation. Unabhängig von Maßnahmen, Zielstellung, Wirksamkeit und Begründungen – wundere ich mich zuweilen über meinen Zeitvertreib – also die Aktivitäten, welche diese Tage ausfüllen oder es vielleicht gerade nicht tun. Einerseits wäre das Hoffen auf einen baldigen Frühling ein Ansatz. Jedoch mag ich ebenso das Auskosten des Jetzt. Und hier liegt vielleicht die ungewohnte Hürde. Da wird noch ein wenig Denkarbeit nötig sein.

An dieser Stelle möchte auf die Titel-Referenz eingehen – so lautet der Song einer Musikgruppe aus Köln (COMA), der vielleicht zu meinem ersten Ohrwurm des Jahres werden könnte.

Es verbleibt mit der Aussicht auf Schmuddelwetter
F.

Lebenszeichen 2021

Januar 1, 2021

Himmel Donnerwetter! Da verzichte ich mal (wieder) Monate aufs Bloggen und das Interface ist nicht mehr wiederzuerkennen. Bin gespannt, wie es sich damit arbeiten lässt.

Aber der Reihe nach… Zunächst ein obligatorischer Einschub des Bedauerns, hier mit sehr viel Inaktivität zu glänzen. Da jedoch damit einhergeht, dass ich jenseits meiner Tastatur so manch „Projekt“ wuppe, hält sich mein Trauer in Grenzen. (Ich werde an dieser Stelle nicht aufzählen, womit meine Zeit ausgefüllt wird.)

Neues Jahr, neue… Herausforderungen. Und chapeau an mich, dass ich just heute mit dem waghalsigen Vorhaben beginne, einen Monat vegan zu leben. Online fand ich sogar schon eine Bezeichnung dafür: Veganuary. (Klingt nicht so missverständlich wie meine Idee – „Vegan im Jan“.)
Ehrlich gesagt zweifle ich noch etwas, ob ich das durchhalten kann. Jedoch stelle ich mir ein „zweites Silvester“ in Aussicht – also ein Countdown zum 1. Februar, den ich mit Milchschokolade oder dergleichen zelebrieren könnte.

Gedanklich halte ich mich dieser Tage durch viele Podcasts auf Trab – da wären „Alternativlos“ und „Die Neuen Zwanziger“ als Beispiel zu nennen. Ich fühle mich den kreativen Köpfen dahinter zu großem Dank verpflichtet, da die komplexen Inhalte viel zum Nachdenken animieren. Die Zeit damit empfinde ich besser genutzt, als wenn ich bei TikTok oder Insta hängen bleibe. Und ja, da passiert gelegentlich.

Wie sich das für meine Art des Jahreswechsels gehört, habe ich meinen Musikkonsum analysiert. Für um die 7200 Songs wurden Daten erhoben, wann ich was gehört habe. Und die Top-Positionen spiegeln natürlich meine Favoriten wieder. Da ich (zusätzlich zu meinem „Musik-Journal“) auch an dieser Stelle gern Empfehlungen ausspreche, gibt es nun ein Bild:

Seit Jahren konnte ich die Tage zwischen Weihnachten und Silvester zur Abwechslung mal ohne Arbeit gestalten. Eine beachtliche Zahl an Rest-Urlaubstagen macht es möglich. (Yikes!) Leider ereilte mich weniger die Lese-Laune, auf die ich gehofft hatte. Gegenwärtig liegen 4 (!) Sachbücher (!!) neben meinem Kissen – und ein Fünftes dürfte demnächst eintreffen. Von Comics ganz zu schweigen.

Und sonst? Na ja, Lockdown halt. Vereinzelt kann ich mich über ein Treffen zweier Haushalte freuen, wenn ich Freunde sehe. Dennoch fehlt mir der Austausch in einer „Runde“ (mit mehr als zwei Haushalten). Da bieten digitale Konferenzen leider nur ungenügenden Ersatz für mich.

Es verbleibt mit vielen Terminen für den Januar
F.

ILZ #4 : It takes a day to calm down

August 27, 2020

Zunächst die Anmerkung, dass ich mit diesem Eintrag viele (!) Wochen am Hadern war, weil ich nicht die richtige Stimmung zum Schreiben fand. (Keine Entschuldigung oder Erklärung, nur eine Anmerkung.) Die Tage des regulären Bloggens liegen so weit zurück, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie mir das einst gelingen konnte. (OK, ich war damals auch in weniger Vereinsvorständen als heute.)

Cream Soda, 2020 (by fm014)

Cream Soda, 2020 (by fm014)

Ostern 2020 ist (sowas von) Geschichte und im Nachhinein war es gar nicht mal so einsam – dank lieber Menschen in meiner Nähe. Kulinarisch hätte durchaus mehr drin sein können. Aber ich bin da genügsam. Über dem Foto ist übrigens kein Farbfilter – diese Cream Soda hat echt einen leichten Grünstich und schmeckt sehr süß. Bei nächster Gelegenheit würde ich sie wieder kaufen. (Gefunden im „Asia Markt Lee“ in Berlin – Ende Februar.)

Weniger Finanzmittel würde ich derweil in Discord-Server einstreuen, denn just wenige Tage nach meinem letzten Eintrag verging mir der Spaß aufgrund von Aussagen/Ansichten, die mir noch heute zu denken geben. Demnach verlief das Abstoßen so abrupt wie der Einstieg.

Stichwort Einstieg: In der Woche nach Ostern ging ich wieder redaktioneller Planung nach und konnte auch endlich wieder „Radiosendungsproduktionsbedingungen“ erleben. Dazu gehört auch das Lesen so einiger Comics, darunter die ersten Bände unter dem Label „Panini Ink“, welche DC-Charaktere in einer ganz eigenen Umgebung und auf jugendlich getrimmt vorstellen – immerhin in abgeschlossenen Geschichten. Leider waren die Eindrücke eher ernüchternd, wobei ich mir durchaus im Klaren darüber bin, vielleicht nicht zur Zielgruppe zu gehören und damit einen anderen Blick auf die Bände zu haben. Mehrere Monate später konnte ich sogar wieder Live-Erlebnisse beim Radio machen – und gerade im Juli war sich überglücklich darüber. Es war dieses kleine zurückgewonnene Gefühl von Normalität nach einer langen Zeit von eher außergewöhnlichen Bedingungen.

Dazu gehört auch der Ausbau meiner Sammlung an Mund-Nase-Bedeckungen. Gerade jüngst traf wieder ein 20er-Pack ein. Und in dem Kontext merke ich, wie lange ich nicht mehr auf einem Shopping-Bummel war. Ausflüge in andere Städte fielen seit März größtenteils aus – inklusive einer Vielzahl von Konzerten. Jegliches Nachtleben unterliegt den gängigen Einschränkungen und lässt mich Parties vermissen. Dennoch betrachte ich die Situation weiterhin mit Vorsicht.

Stichwort Situation: Eine Großpackung Ruhe scheint mir vielerorts ein guter Ansatz zu sein – und passenderweise bezieht sich der Titel auf eine Textzeile aus dem Song „Calm Down“ von Bathe Alone. Andernfalls empfehle ich natürlich Tee, welchen ich übrigens oft aus Rock Bechern XL (von Leonardo) trinke, weil da so viel reinpasst.

Es verbleibt wiederholt bemüht um kürzere Pausen zwischen den Einträgen
F.

PS: Ein erste Version dieses Eintrags stammt vom 08.05.20.

 

ILZ #3 : got to hurt just to feel alive

April 3, 2020

Ja, supi… Gleich mal statt wenigen Wochen einen ganzen Monat übersprungen. Und derweil hat sich gefühlt das ganze Leben auf den Kopf gestellt. Was mir in kurzer Reminiszenz wieder vor Augen führt, warum es situativ sehr ratsam erscheint, das Leben im Moment auszukosten. Fragen nach der Lebensplanung in 10 Jahren mochte ich ja noch nie. Und wer möchte gerade noch gern in die Zukunft blicken?

Rostock, März 2020 (by fm014)

Rostock, März 2020 (by fm014)

Wenige Tage nach dem letzten Eintrag hier war ich auf einer Kurzreise, deren Hauptgrund zwei Stunden vor Beginn abgesagt wurde. Eine bittere Erfahrung, die mich vermutlich noch ein Weilchen begleiten wird. Ein paar Tage später begann die Zeit der sozialen Distanz.

Zunächst amüsierte es mich, dass durch den Wegfall von Möglichkeiten der sozialen Freizeitgestaltung mein Leben auf einen ähnlichen Stand wie vor 17 Jahren zurückgedreht werden würde. Dies dauerte jedoch nur kurz an. Abende zu Hause wurden zur Seltenheit und feiern dank der aktuellen Umstände quasi ein Comeback. Noch fühle ich mich dadurch irgendwie gelähmt, wenn es darum geht, die Zeit für audiovisuelle Medien (Filme/Serien) zu nutzen. [Mit anderen Worten: wenig Lust darauf] Wenigstens das Lesen kommt so ein wenig voran. (Dazu vielleicht demnächst noch eine Empfehlung hier.)

Neuerdings wiederholt sich meine innere Fragestellung, ob ich überhaupt „Jammern“ darf – beispielsweise über ein bevorstehendes äußerst einsames Oster-Wochenende. Andere sind doch so viel mehr betroffen. Andererseits würde ich meinen, dass solch Einschränkungen auf Dauer für die Psyche vielleicht auch an Grenzen stoßen könnten. Nichts Genaues weiß ich nicht. Es handelt sich nur um ein Gefühl, derlei Tristesse nicht gleich unterdrücken zu wollen. Bzw. Unterdrücken stelle ich mir selten als guten Lösungsansatz vor. Sonst bin ich mit kritischem Hinterfragen allgemein gut gefahren.

Als eine Form von Balsam betrachte ich derweil musikalische Ablenkung oder Entdeckungsreisen. Fast jede Woche lerne ich neue bzw. ungehörte Alben sowie Single-Veröffentlichungen kennen. So auch das Lied „Alive“ der Band SOPHIA, aus dem eine Textstelle im Titel zu finden ist.

So vermag sich vielleicht die ganze Welt in diesen Tagen verändern – und doch habe ich noch ein paar Dinge, an denen ich festhalten kann. Sei es nun eine Favoriten-Playlist oder langes Ausschlafen am Wochenende.

Es verbleibt neuerdings häufiger in Discord-Online-Welten unterwegs
F.

ILZ #2 : Bring The Pain

Februar 29, 2020

Super. Ich könnte erneut einen langen Zeitraum hier zusammenfassen, verzichte jedoch darauf. In letzter Zeit gibt es wieder erhöhtes „Aufgaben-Aufkommen“, was gern zu „Termin-Tetris“ führt. Und gar etwas schwindlig könnte mir werden, wenn ich an die nächsten Tage denke.

Um so wichtiger erscheinen mir die Momente der Ruhe und Freizeit – wie zum Beispiel jetzt.

Februar 2020 (by fm014)

Februar 2020 (by fm014)

Gestern noch nach Berlin gefahren – für Einkäufe und ein Konzert. Sam Fender hat aus meiner Sicht die Stimme einer Generation. Und Live-Spielen kann er auch sehr gut. Meine Anspieltipps wären „Will We Talk?“ und „The Borders“ – findet man auf seinem Debüt-Album.

Kein Debüt stellt die Sushi-Mischung dar, die ich hier abbilde. Eine Sorte davon wurde in Mango eingewickelt. Das kenne ich nur vom lokalen Anbieter hier. Habt ihr sonst noch Empfehlungen?

Empfehlen könnte ich euch noch etwas moderne Musik: da wären die ganz neue Single von Lady Gaga („Stupid Love“), welche sich gerade in meinen Kopf frisst – und nicht zuletzt der Comeback-Song von BTS („ON“), dessen Textzeile ich im Titel zitiere.

Sollen die Schmerzen der Gegenwart kommen. Hilft ja irgendwie nicht, auf Stagnation zu setzen. Die Nachrichtenlage erschien mir schon mal besser. Und bestimmte Inhalte könnten eine Trigger-Warnung vertragen. Hierzu würde ich dann vielleicht demnächst ein paar Zeilen verfassen. Nun ruft das Freizeit-Leben…

Es verbleibt vorläufig schmerzfrei
F.

ILZ #1 : Morrow

Januar 30, 2020

Januar 2020 (by fm014)

Januar 2020 (by fm014)

Na das klappt ja wunderbar. Nicht. Eigentlich war es schon zu erwarten, aber Hoffnung hat ja bekanntermaßen gern eine hohe Lebensdauer. Und es soll hier nicht gleich in die Talfahrt gehen. Daher hallo allerseits – zur 2020-Eröffnung von…

Was ist schon wieder passiert? Ich war feiern! (Bild als Referenz) Und das mehrfach erschwerend herausfordernd – aber just (letzte Woche) auch zur Abwechslung auf sehr harmlose Weise. Und stets waren wunderbare Menschen dabei, denen ich vielleicht öfter für diese gemeinsam verbrachte Freizeit danken sollte.

Weniger dankbar bin ich für die Schlafqualität, die ich in diesen Tagen erfahre. Fast keine Nacht durchzuschlafen, ist mir nicht neu. Aber die Tagesbeginne, die mir angenehm erscheinen, kann ich an einer Hand abzählen. Und ja, ich kenne die Erkenntnisse zum Bio-Rhythmus und dergleichen. Sollte ich also vielleicht meine Arbeitszeit-Vorgaben in Frage stellen?

Stichwort Fragen. Derweil in meiner Ask-Fragebox: Täglich neuer Eingang. Teils aber auch eher komische und sich wiederholende Themen. Haut auch gern was raus. Oder seid cool und gebt mir auch Tells.

Stichwort Erzählen. Habe ich hier schon mal von dieser südkoreanischen Musikgruppe BTS geschrieben? Und vielleicht sogar erwähnt, dass ich seit gut eineinhalb Jahren Fan bin? Nun, wie dem auch sei, BTS haben die Promo-Maschine wieder angeworfen und nebst Trailer („Shadow“) die erste Vorab-Single „Black Swan“ veröffentlicht. Beides lässt meine kritische Wesensart wieder in Skepsis verfallen, ob denn die weiteren neuen Lieder meinen Nerv treffen werden. Fun Fact: Genauso verhielt es sich im vergangenen Jahr mit „MAP OF THE SOUL : PERSONA“. Uff, allein der leicht kitschige Text des Hitsongs „Boy With Luv“ oder die Farbgebung des Albums (Rosa). Und schließlich konnte ich mich doch nach einer Weile mit vielen Liedern anfreunden.

Stichwort Lied. Die Titel-Referenz bezieht sich auf einen Song von 070 Shake, einer amerikanischen Künstlerin, die ihr alle kennen solltet. Warum? Weil sie nebst Authentizität eine Begabung für zeitgemäße Musik mit viel Tiefgang hat. „Morrow“ kommt in die Kategorie „wenn ich Musik machen würde, sollte es so klingen“. Im Januar erschien ihr erstes Album „Modus Vivendi“, welches noch weitere musikalische Juwelen enthält.

Stichwort Musik. Ich habe bereits die ersten Highlight-Songs in eine Playlist getan. Dieses Vorgehen erleichterte mir 2019 ein persönliches „Best of“ ungemein. Aber hier werde ich dazu noch nichts verlinken.

Stichwort Link. Kurz vor Schluss möchte ich euch noch ein informatives Video von HYPERBOLE empfehlen.

Es verbleibt in einer Frühjahrsmüdigkeit
F.

ILZ #0 : Holding On

Dezember 31, 2019

Binz, November 2019

Binz, November 2019

Boah, was ist bloß passiert? Für jemandem, der jahrelang konstant bloggen konnte, sind wohl die Prioritäten ordentlich durchgemischt worden. Und siehe da – ich schreibe von Prioritäten anstelle von Zeitmangel. Denn viele Aspekte mit dem ollen Z-Wort lassen sich als Ausrede nutzen. Ich denke mittlerweile, dass wir alle die gleiche Zeit verleben und damit auch ausreichend haben. Und auch wenn ich wirklich nicht weiterempfehlen möchte, den Alltag zum „Termin-Tetris“ ausarten zu lassen, haben so leichte Management-Ansätze unter Umständen eine positive Wirkung.

Und damit hallo zu diesem kleinen Neustart, den ich mit ILZ abkürze. Wofür das steht, soll folgendes Bild erklären.

Ich habe tatsächlich noch eine ganze Reihe an Absätzen „auf Halde“, um mein „Logbuch“ von 2018 fortzusetzen. Nur wäre damit die Aufholjagd alles andere als beendet. Daher verzichte ich auf den Anspruch, hier lückenlos festzuhalten, wie gleichmäßig mein Alltag ausfällt. Teilweise ließe sich das nämlich in via Copy&Paste vervielfachen. (Ich denke da vorwiegend an Mittwochs, an denen man vielleicht Uhren nach meinen Aktivitäten justieren könnte.) So also der Wandel zu weniger Verbindlichkeit. Mal erscheint hier etwas und dann vornehmlich im aktuellen Kontext.

In letzter Zeit… höre ich relativ wenig Musik unterwegs in der Stadt. Möglicherweise hängt es mit dem immensen Musikkonsum am Rechner zusammen. Wäre vielleicht interessant, zu ermitteln, wie viele Alben ich in diesem Jahr gehört habe. Oder auch nicht. Bei mir sickert immer mehr die Erkenntnis durch, dass ich niemals alles wahrnehmen kann, was ich vielleicht gern erkunden möchte – sei es nun im Bereich Lesen, Hören oder Schauen. Hilfreich sind da Freunde, die diesen Umstand auch begreifen und ganz entspannt betrachten. Die kleine Vorbildfunktion für Zwischendurch quasi.

Was wäre solch Online-Spaß angenehmer, wenn generell mehr Gelassenheit existieren würde. Dem entgegen steht eine Zielstellung, auf Klicks zu kommen. Und was eignet sich da besser als Empörung zu schüren? Klick hier und finde heraus, warum dies und das so skandalös einzustufen ist. Irgendwie bedauernswert, dass Medienbetriebe auf solche Methoden scheinbar angewiesen sind. Und derweil sehe in einem Buchladen einen Ratgeber, wie man Manipulation durchschauen kann. Ein anderes Schlagwort, was mir in dem Kontext durch den Kopf geistert, ist Medienkompetenz. Teils stark erwünscht und doch für die Wirtschaft vielleicht irrelevant. Lässt sich mit Harmonie also weniger verdienen?

Eigentlich möchte ich darauf hinaus, dass seit meinen letzten Einträgen hier/online arg viel passiert ist, was auf eine Änderung im Umgang mit bloßer Meinungsäußerung hinweist. Eine ungünstige Formulierung und eine ungeahnte Welle an Feedback kann entstehen. Vieles mag beäugt und vielleicht anders als intentioniert genutzt werden. Und Interessen-hinterfragen steht aus meiner Sicht nicht sonderlich im Trend.

Nun denn, die „Nullnummer“ schließe ich ohne weitere Bilanz von 2019 ab. Ich hoffe, dass ich für den nächsten Eintrag weniger lange Anlauf benötige.

Es verbleibt mit Zuversicht
F.

PS: Der Titel referenziert einen Song der Band The War on Drugs aus ihrem fantastischen 2017er Album „A Deeper Understanding“, was ich beim Schreiben dieser Zeilen höre.

Logbuch : klirrende Kälte und opulente Ostertage

August 12, 2018

Kann sich irgendwer noch an den winterlichen März erinnern? Tja, ich gebe mir Mühe, damit ich keine Lücken im Logbuch habe. 🙂

01.03.18 : Tag 1 ohne Dusche. Die Kälte sorgte für Einbußen im Haushalt. Nichtsdestotrotz blieb mein Plan davon relativ unbeeinflusst. Das umfasst die frühest mögliche Kinosendung eines Monats, etwas sportliche Betätigung sowie einen ruhigen Lese-Abend. Dank E. kam ich in den Genuss der hiesigen Comic-Produktion “Im Eisland”. Bei Band 1 brauchte ich gut 20 Seiten, um in den Erzählfluss zu gelangen. Dann wurde es jedoch angenehm informativ und unterhaltsam. (Bin also bereit für Band 2.)
02.03.18 : Tag 2 ohne Dusche. Ich erwartete eigentlich einen harmlosen Abend mit Freunden bei G., was jedoch zeitlich irgendwie ganz schön lang ging…
03.03.18 : …und so wunderte es mich nicht sonderlich, dass ich für einen “frühen” Start in den Samstag mehr als ungünstige Voraussetzungen geschaffen hatte. Ergo kam ich zur Cereal-Verkostung im Fernkost-Laden mindestens eine halbe Stunde zu spät und sah wohl entsprechend “fertig” aus. Dennoch genoss ich die neuen Geschmackseindrücke. Ziemlich schnell hatte ich meine Favoriten unter den Cornflakes gefunden. Ein paar Stunden später war ich mit intensivem Dokumenten-Zusammentragen beschäftigt und begab mich mit G. zur OstseeMesse, wo wir beide nach kaum 30 Metern auf dem Gelände jeweils etwas gefunden hatten. (In meinem Fall waren es… Schuhe.) Das Getümmel empfand ich nach einer Weile ganz schön anstrengend. Aber wir sollten bei der Weinverkostung bestens entlohnt werden. Komischerweise hatten wir beide geschmacklich durchaus überwiegend die gleichen Präferenzen. (Das macht das Teilen der Bestellung einfacher.) Am Nachmittag hatte meine innere Uhr wohl eine leichte Abweichung. Denn im Café Marat war ich für den Comic-Treff gut eine Stunde zu früh dran. OK, so blieb noch Zeit für eine Stärkung. Am Abend ging ich zum Zwischenbau, wo Aekjubohra ein wunderbares Konzert gaben.
04.03.18 : (Tag 4) Schön ausgeschlafen bis Mittag machte ich mich auf den Weg zu LOHRO, um die Kinosendung nachzubereiten und bei Gelegenheit etwas Musik zu bemustern. Am Abend besuchte ich dann noch den Hackspace – und schon war das (kalte) Wochenende auch wieder um.
05.03.18 : (Tag 5) Winterlicher Wochenstart mit Neuzugang: Ein neuer Rechner bereicherte seit diesem Tag meinen “Fuhrpark”. Ergo war ich am Abend sehr damit beschäftigt, grundlegenden Dinge einzurichten. Ansonsten war ich noch einkaufen. (Voll aufregend.)
06.03.18 : Am Dienstag war ich dank straffer Planung am Abend ordentlich in Eile. Nach dem Sport auf zur Frieda23, wo ich eigentlich zum Mediensnack-Treffen gehen wollte. Dann gab es noch ein Vorstandstreffen im dritten Stock. Und schließlich ließen wir den Tag im Café Marat ausklingen. Ach ja, die heimische Dusche ging wieder. (Erfolg oder Erleichterung!)
07.03.18 : Nach Arbeit und Sport war ich abermals im Marat – fürs Monatstreffen des Hackspace-Vereins. Danach zogen wir in die Vereinsräumlichkeiten weiter.
08.03.18 : Aufgrund von Terminlichkeiten durfte ich diesen Tag quasi eine “Spätschicht” einlegen. Damit konnte ich endlich mal vor der Arbeit zum Sport. Am Abend hatte ich die Ehre, ein Interview mit BLOND via Telefon zu führen. Und wenn ich schon im produktiven Fluss bin, habe ich es auch gleich geschnitten.
09.03.18 : Oje, was ein Freitag. Nach Arbeit, Radio-Sendung, Fernkost-Einkauf und heimischem Abendessen traf ich mich mit K. und B. in der Barke, wo wir in Erinnerungen schwelgten und illustre Getränke hatten. Dann holte mich C. ab, um ins PWH zu gehen. Der Abend wurd sehr sehr lang (und überraschend teuer).
10.03.18 : Nach so viel Trubel ist es bestimmt verständlich, dass ich den Samstag wünschenswert spät starten wollte. Ergo nahm ich eine spätere Zug-Verbindung in die Heimat.
11.03.18 : Höhepunkt des Sonntags: ich wurde von der Familie zu einem Tanz-Kurs mitgeschleppt. Und der wollte gefühlt nicht aufhören. Na ja, aber das Wetter war angenehm.
12.03.18 : Ganz toller Wochenstart. Ich habe frei, der Ausflug fällt quasi ins Wasser und dann bemerke ich auch noch unschöne Erkältungserscheinungen. Darüber hinaus vernahm ich Anzeichen einer familiären Krise “in the making”. Nun denn, kaum wieder in der Stadt ging ich zum Sport und danach ins Café Marat, wo ein Kneipenquiz stattfand. Soweit mir noch in Erinnerung, war unser Team nicht so gut. Aber egal.
13.03.18 : Ach menno, in eine verkürzte Arbeitswoche mit Schlafdefizit zu starten, ist nun nicht unbedingt wünschenswert. Und auch sämtliche Neid-Bekundungen Richtung Krankmachender bereute ich, denn ich fühlte mich doch eher gesundheitlich angeschlagen. Und so konnte ich den Nachmittag kaum erwarten, legte mich schlafen, machte mich dann noch zum Vorstandstreffen am Abend auf und dann wieder zurück ins Bett.
14.03.18 : Huch, da habe ich mir zum OnAir-Jubiläum aber ein “Geschenk” gemacht – nämlich eine dreistündige Morgensendung. Dementsprechend motiviert verging der anschließende Arbeitstag zügig. Und zum Ausklang noch ein Besuch im Hackspace.
15.03.18 : Da seit diesem Jahr YouTube wieder zu meinen am häufigsten besuchten Seiten gehört, entdecke ich da gelegentlich neue Kanäle bzw. bekomme durch diese Kanäle wieder Impulse ungeahnter Art. An diesem Tag war es Musik von Carly Rae Jepsen, deren einzigen Welthit ich stets unerträglich finde und die für mich eher keine Relevanz hat. Tja, und da ist da noch ihr Song “Run Away With Me”, den ich laut meinen Statistiken einzig im Juli 2015 gehört hatte. Ja, und an den musste ich dank einem YouTuber wieder denken. Ansonsten ein harmloser Tag mit Schlaf, Sport und Hackspace-Besuch (zur Sonderöffnung).
16.03.18 : Endlich wieder Freitag. Das Wochenende wurde eingeleitet mit einem Besuch im Fernkost-Laden, den ich eigentlich nie mit leeren Händen verlasse. Und schließlich lockte wieder die “Schatzkiste” ins LiWu-Kino. An diesem Abend gab es den Klassiker “Rosemary’s Baby”. Gesehen hatte ich diesen Klassiker noch nie – und nach der Sichtung müsste ich das so bald auch nicht wieder haben. (Da hilft mir auch die Info nicht, dass es wohl Teil einer Trilogie sein soll.) (6/10)
17.03.18 : Was tue ich an einem Samstag ohne Pläne? Nun, das geht dann schon mal in die Richtung Sport, Stadtbummel, Einkäufe und… Kino. Ich schaute “Arthur und Claire”. Dieser Film ist jawohl genial bis ins Detail. 1A Unterhaltung. (9/10) Später zu Hause stapelte ich noch viele Comics und hörte Musik.
18.03.18 : Eigentlich wollte ich gar nicht so lange ausschlafen, aber es war Sonntag. So what? Dinge wie Abwasch haben es nicht eilig. Am Nachmittag wuselte ich bei LOHRO umher und von dort ging ich abends wieder ins Kino.
Tomb Raider (2018) : Ach, wie schade. Ich wollte den Reboot eigentlich mögen. Und mit der Besetzung sah es ja schon vielversprechend aus. Aber überzeugen konnte mich das Spektakel um Lara Croft und ihren Vater dann doch nicht. Aber eigentlich wollte ich auch nie einen Reboot mit Origin. (6/10)
19.03.18 : Nach dem Motto “Müdigkeit kennt keine Grenzen” konnte ich es kaum erwarten, diesen Tag zu beenden. Mit anderen Worten: den Wochenstart empfand ich sehr mühsam. Vor dem Einschlummern gönnte ich mir noch ein waschechtes Drama (aus Chile). “Eine fantastische Frau” (Una Mujer Fantástica) hätte wohl kaum dramatischer verlaufen können. Die ganze Geschichte dreht sich um Trauer und Diskriminierung. Ich kann verstehen, warum ein Film allein der Relevanz und der subtilen Umsetzung wegen mehrfach ausgezeichnet wurde und diese Beachtung verdient. (8/10)
20.03.18 : Das besondere Highlight des Tages – nach Arbeit und etwas sportlicher Betätigung: 1 Crypto-Party im Hackspace – für so was ist der Verein ja eigentlich prädestiniert. Ich denke, es wäre gut, wenn solche Events häufiger stattfinden. Nicht nur allein wegen der Vernetzungsmöglichkeiten.
21.03.18 : Nach dem Arbeitstag und einer Extraportion Schlaf machte ich mich auf die Suche nach Abendessen und öffnete die Vereinsräume. Dort besuchte uns ua. J. aus Schwerin. Die Band spielte abermals nebenan – und das anfangs gar nicht schlecht. Ich nutzte die Zeit zum Datei-Sortieren und war dann auch wieder der Letzte, der abschließen konnte.
22.03.18 : Der Donnerstag machte mich so fertig, dass ich nach Überstunden direkt mein Bett aufsuchte und mich abends noch kurz wegen sportlicher Betätigung in die Außenwelt schleppte, bevor ich wieder nur noch schlafen wollte. Da munterten mich auch keine Anfrage wegen Kino oder Lokalbesuch auf.
23.03.18 : Dass dieser Freitag in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung für mich darstellen sollte, deutete sich bereits am Vortag an. Na ja, und so hatte ich einen ereignissreichen Bürotag und war entsprechend erpicht, den Kopf wieder frei zu bekommen. Denn das Wochenende sollte mit einer Beatbetrieb-Sendung eingeleitet werden. Natürlich gab es keinen Weg an Feine Sahne Fischfilet vorbei, die am Abend in der (ausverkauften) Stadthalle spielten. Waren da einige Leute? Oh ja. Aber unsere Rangplätze empfand ich als gut gewählt. The Baboon Show lieferten auch ordentlich ab, bevor es dann den amtlichen Abriss Marke FSF zu erleben gab – nebst Ansagen und emotionaler Momente. Wir erwogen, im Anschluss noch ins PWH zu gehen, wurden allerdings durch die Schlange am Einlass demotiviert. Also saßen wir noch eine Weile im Geier.
24.03.18 : Hoch die Hände, Wochenende. Erst mal ausschlafen, ein wenig Einkäufe tätigen. (Fernkost inklusive) Und zum Nachmittag wieder ins Lokalradio, für gleich zwei Sondersendungen. Denn der Abend hatte noch eine IndieNight im Stadtpalast auf Lager – zuvor mit Konzert von Kat Frankie. Deren Stimme ist zwar gut, musikalisch war das Gesamtpaket aber oftmals eher nicht so mein Fall. Tja, und auch im Anschluss war der Trubel eher mäßig. Na ja, passiert.
25.03.18 : Zum späten Frühstück machte ich mich auf zum VEIS-Café – für vegane Schlemmereinen in Form von Eis und Waffeln. Dann bummelte ich noch kurz in die Innenstadt, um meine Kinokarte vorab zu holen. Den Vorabend saß ich wieder bei LOHRO – bis es Zeit fürs Kino wurde. “Pacific Rim: Uprising” ist eigentlich keineswegs schlechter als der erste Teil… nur halt auch nicht besser und wieder militaristisch dumpf gehalten. (6/10)
26.03.18 : Montag: Arbeit, Schlaf, Sport, Kinobesuch. “I, Tonya” lieferte wie erhofft ab. Ein Drama mit zynischen Untertönen und schwarzem Humor, der das Beste aus der Besetzung herausholen kann. Topp. (8/10)
27.03.18 : Dienstag mit Ausrufezeichen: denn der Abend forderte nicht nur mein Zeitmanagement, sondern ließ mich in Gesellschaft von C. und Freunden ungewöhnlichen Gesprächsthemen beiwohnen. Ursprünglich war der Kurs auf den ST-Club gesetzt. Nur kamen C. und F. “just in time” dazwischen und sämtliche Vorhaben lösten sich in Luft auf.
28.03.18 : Der Mittwoch hätte aus meiner Sicht gern schneller vergehen können, forderte mich abermals sehr. Wenigsten brachte mir die Teilnahme beim Musikredaktionstreffen noch ein, dass “Best Friend” von Sofi Tukker in die Tagesrotation aufgenommen wurde – leider nicht auch “You Could Have Been The One” von Coasts. (Man kann nicht alles haben.)
29.03.18 : Gründonnerstag in Kürze: Arbeit, Schlaf, Einkauf, Dinner bei El Waleed und “Abcornern” bei LOHRO.
30.03.18 : Am Karfreitag erwartete mich zunächst etwas Hausarbeit, bevor ich den Weg in die Heimat antrat. Dort war die Sachlage entspannt und für den Abend suchten wir uns irgendeinen Film aus.
31.03.18 : Highlight des Samstags: Essen – in Form von Frühstück und Mittag im Fischmarkt. (Klar hatte ich wieder den Fischzopf.)

Es verbleibt im Hochsommer der Gegenwart
F.

Logbuch : ein kurzer Monat mit kurzen Nächten (Feb’18)

April 25, 2018

Schande über mein Haupt. Bloggen fällt mir tatsächlich schwerer als gedacht. Zusammen mit dem Wunsch, hier chronologisch zu bleiben, ergibt sich eine kleine Spirale der Komplikation. Vielleicht probiere ich bald noch andere Ansätze…

Und sonst so? Erinnert sich von euch noch jemand an den Februar?

04.02.18 : Also an diesem Sonntag konnte ich einigermaßen ausschlafen und hatte abermals einen Bummel in den Ort, um an frische Brötchen zu kommen. Ein üppiges Frühstück später beschäftigte ich mich mit Filmen. Am Nachmittag half ich einer Nachbarin mit Computerdingen und am Abend zog es mich wieder zurück ins Stadtleben.

05.02.18 : Die Ferienzeit erwischte mich mal wieder unverhofft zum Wochenstart. Die Bahnen fahren dann leider mal anders. Für den Abend rappelte ich mich abermals für einen Kinobesuch auf – mit kurzem Umweg über den Fernkost-Laden. Grund: Flipz. (Oh, wie hatte ich die Teile vermisst.) Zu “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” hatte ich mich ja letztens schon geäußert. Ein absolut empfehlenswerter Film! Danach widmete ich mich noch ein paar Dateien.

06.02.18 : Nach dem Bürotag nutzte ich die Zeit für ein wenig Schlaf, sportlicher Betätigung sowie Einkäufen. Schließlich begab ich mich zwecks Nachbereitung noch zum Lokalradio.

07.02.18 : Oh, was ein Mittwoch. Da kann ich gleich zum Abend springen: Telefon-Interview mit miirtek, Treffen der Musikredaktion, Vereinsstammtisch im Marat und dann… ein Konzert der Moscow Death Brigade im JAZ, gefolgt von einer Auswertung im Molli… Das erlebe ich nicht jede Woche und damit kann ich gut leben.

08.02.18 : Dass so ein ausschweifender Abend mit am Folgetag den Wunsch nach mehr Schlaf bescheren würde, dürfte verständlich sein. Und so teilte ich meine Freizeit entsprechend auf. Schlaf hier, ein Besuch beim (wohl ersten) “Mediensnack”-Treffen des JMMV, Sport und abermals eine “Abend-Session” (Spätschicht) bei LOHRO, um Audiomaterial zu schneiden.

09.02.18 : Möchte ich hier von meinem Arbeitstag berichten? Nein, daher wieder der Sprung in den Freizeitbereich, welcher mir kaum Zeit zum Verschnaufen gab. Einen angenehmen Start ins Wochenende bereitet mir eine Beatbetrieb-Radiosendung. Ich versorgte mich mit allerlei “Snackereien” und begab mich auf den Weg in den Zwischenbau, wo The Offenders aus Italien auftraten. Zwar ist es musikalisch nicht ganz so meine Richtung, aber die Stimmung war gut. Noch besser war die Stimmung im Peter-Weiss-Haus, wo unter dem Motto “Take Me Out” wieder abermals Klassiker aufgelegt wurden.

10.02.18 : So viel Trubel verlangt Ausgleich. Und den holte ich mir am Samstag mit viel Ruhe und wenigen Erledigungen. Am Abend war ich dann bei G. und traf Freunde.

11.02.18 : Auch der Sonntag ließ sich zum Ausschlafen nutzen. Na ja, so halb zumindest, da ich die LOHRO Charts mitmoderieren wollte. Danach bummelte ich mit G. zu VEIS (für ein heiße Waffel) und noch in die Innenstadt, um schon mal vorab ein paar Kinokarten zu holen. Zurück bei LOHRO beschäftigte ich mich noch ein wenig mit der Bemusterung und organisatorischen Dingen, bevor der nächste Treffpunkt das Arjun war, wo ich seit längerer Zeit endlich wieder indisch essen konnte. Gut gesättigt gingen wir dann zum Capitol.
Der Kinobesuch zum dritten “Fifty Shades”-Film (Fifty Shades Freed) bot letztendlich das, was zu befürchten war – Hochglanzoptik für dumme Dialoge eindimensionaler Charaktere und eine Handlung, die sich in einem Musikvideo zusammenfassen lassen würde. Von den langweiligen Intim-Details ganz zu schweigen. Eigentlich wirkt der Film wie eine Ohrfeige für alle, die es wagen, noch mit geringster Erwartungshaltung an dieses “Werk” heranzutreten. Den einzigen Bonus gebe ich für den Soundtrack. (2/10)

12.02.18 : Neue Woche, neues Glück – und bei meinem Glück ein paar neue Trainingsübungen, welche mich nach der Arbeit ganz schön fertigmachen konnten. Zur Belohnung eilte ich danach noch zu Sequential Art, wo doch tatsächlich die limitierte HC-Edition eines “Black Panther”-Bandes eintraf, den ich dort in der vergangenen Woche geordert hatte. Einen Stopp beim Fernkost-Laden später war ich wieder mit exotischen Oreos und bunten Fanta-Limos ausgestattet. Zu Hause verbrachte ich den Abend mit Leserei. Auch wenn der Comics-Serienstart von 1998 nun schon 20 Jahre her ist, wirkt die Geschichte sehr untypisch in ihrer Erzählweise und dabei schon wieder zeitgemäß. Ich wusste gar nicht, dass mit Autor Christopher Priest so einige Elemente vorgestellt wurden, die nicht nur die Zeit überdauerten, sondern darüber hinaus noch in der Verfilmung berücksichtigt wurden. (Fragt mich gern, wenn ich euch den Band ausleihen soll.)

13.02.18 : Eine ungeahnte Müdigkeit überraschte mich, als ich am Dienstag nach dem Arbeitstag nach Hause kam. Daher zunächst etwas Schlaf und noch ein Gang zum Sport. Und schließlich machte ich mich mit schöner Popmusik auf den Ohren auf den Weg zum Fördervereins-Stammtisch ins Café Marat, wo sogar schon bekannte Gesichter anwesend waren – darunter eine freundliche Systemausfall-Mitmacher-Gruppe. Es ist schön, einen Menschen wie K. nach langer Zeit wiederzusehen und fast instantan festzustellen, warum die Bekanntschaft eine wunderbare Bereicherung ist. Ua. ergab sich ein interessantes Gespräch über Musik im Allgemeinen und die Antilopen Gang im Speziellen. Dann wurde mit C. noch ein wenig “gebrainstormt”.

14.02.18 : Und jährlich grüßt der V-Day mein inneres Zynismus-Zentrum. Schön, dass ich damit nicht allein bin und es sich manchmal im Freundeskreis anbietet, diesen Anlass für einen gemeinsamen Abend zu nutzen. Wir schauten “Codename U.N.C.L.E.” (bzw. “The Man From U.N.C.L.E.”) – einen Guy-Ritchie-Film, den ich noch nicht kannte – oder eher, der mich damals nicht ins Kino locken konnte. Auch wenn für Fans von James Bond eine Menge Anlehnungen geboten werden, fand ich die Handlung nur bedingt spannend. Schöner war doch der Austausch mit S. und B..

15.02.18 : Ja, ach, so ein Zufall. Einen weiteren Filmabend hatte ich am Donnerstag. “Ex Machina” sollte es sein. (Nicht zu verwechseln mit der sehr guten Comic-Serie von Brian K. Vaughan.) Den Film hatte ich seit dem Kinobesuch damals nicht wieder gesehen. Entsprechend oft überraschte mich die Handlung. Ach, was ein packender SciFi-Spaß.

16.02.18 : Freitag Freutag: wieder eine Beatbetrieb-Sendung gefahren, mit Freunden zu Abend gegessen und dann ein Konzert besucht. Die Giant Rooks gaben sich in Rostock die Ehre… und ich gestehe, live sind die so gut wie RAZZ. Konnte ich da ohne Merch nach Hause? Äh, nein. 😛

17.02.18 : Zum Wochenende fuhr ich wieder in die Heimat – Kopf frei bekommen und so. Tagsüber lauschte ich unter Anderem dem Alternativlos-Podcast und konnte die Füß hoch legen.

18.02.18 : Auch der Sonntag brachte mich nicht aus der Ruhe. Sogar ein wenig Produktivität war drin: konkret hatte ich mein Zertifikat für Steuer-Dinge erneuert. Auf dem Heimweg in die Stadt machte ich einen Umweg zu VEIS, wo es leider keine Sandwiches mehr gab. Na ja, dann eben wieder eine Waffel. Am Abend ging ich mit G. wieder ins Kino – für einen weiteren “Original Sunday”-Beitrag.
“Black Panther” besticht zwar durch ein neuartiges Setting – in Verbindung mit einem Fantasy/Adventure/Spionage-Genre-Mix – und auch einer tollen Cast, hat mich dann aber im Kontext der Realitätsnähe gar geärgert. Ich würde meinen, man merkt diesem Film an, dass er aus nordamerikanischer Perspektive entstanden ist. Das mag zwar vorlagengetreu gehalten worden sein, stört mich bei einigen Aspekten aber dennoch. (Stichworte: Nationalismus und Geflüchtete) So bleibt es für mich ein Marvel-Film mit bitterem Beigeschmack. (7/10)

19.02.18 : Der Montag in Kürze: Arbeit, Sport, Einkauf, Web-Gedöns.

20.02.18 : Am Dienstag gab es ein wenig Gesprächsbedarf mit Musikredaktionskollegen, der hoffentlich zu mehr Verständnis der unterschiedlichen Perspektiven führen konnte. Danach schnackte ich ein wenig mit K., der wieder in der Stadt war. Später am Abend schaute ich mir “The Shape Of Water” (oder “Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”) im Kino an. Dieser Film überzeugt mich eigentlich auf ganzer Linie, obwohl ich nicht mal Fan von solch Retro-Stories bin. Das will was heißen. (9/10)

21.02.18 : Für den Mittwochabend war ich weise und tankte noch etwas Schlaf. Grund: eine späte Sondersendung mit B. über Konzerte, Musikempfehlungen und Anekdoten. Hat Spaß gemacht, ging bis in die Nacht und kann in ähnlicher Form gern bald wiederholt werden.

22.02.18 : Auch dieser Wochentag wurde für meine Freizeit wesentlich vom Lokalradio geprägt. Stichwort: Medienrechtssschulung. Uff, was da alles so an Erkenntnissen auf den geneigten Radiomachenden in dieser Region einprasselte. Es wirkte schon fast verstörend und sorgte für einige Nachbereitung. Schön, dass mir dennoch ein zeitiger Weg ins Bett gelang.

23.02.18 : Was mache ich so in meiner Freizeit an einem Freitag wie diesem? Erst mal schön bei Vero registriert, einem Netzwerk, dessen Sinn sich mir lange Zeit nicht erschließen sollte. Außerdem sicherte ich mir schon vorsorglich ein Ticket für ein Dezember-Konzert. Einfach mal zehn Monate im Voraus die Abendbeschäftigung verplanen. Kann ich. Zudem wieder einen Beatbetrieb gefahren und…  ach ja, ich daddelte seit gefühlten Ewigkeiten wieder mit meiner PS4.

24.02.18 : Nach etwas Haushalt war ich wieder am Wuseln… Grund: Leute treffen, Abendessen vorbereiten und dann schön weggehen – die präferierten Ziele waren der Geier und das PWH.

25.02.18 : Ich schlief tagsüber bis in die Nachmittagsstunden und gönnte mir ein kalorienreiches “Frühstück” bei VEIS. Den Rest des Tages verbrachte ich im Hackspace.

26.02.18 : Ich nahm einen halben Tag frei, um… wegen Vereinsdingen einen Notartermin wahrnehmen zu können. (Ist das Engagement, oder was?) Eine interessante Erfahrung, wie das so abläuft. Am Abend ging ich ins Kino und schaute “Aus dem Nichts”. Den Film fand ich okay, wenn auch ein wenig unausgeglichen. (6/10)
Und wenn ich schon mal in der Frieda23 war, nutzte ich die Gelegenheit für spätabendliche Sendungsvorbereitung.

27.02.18 : Der Dienstag bestand im Wesentlichen aus Arbeit, Schlaf und Sport.

28.02.18 : Ausnahmsweise gönnte ich mir einen Beatbetrieb am Mittwoch und wuselte gleich darauf gen Hackspace. Zum Dinner probierte ich “Pulled Pork Nuggets”. Meine Skepsis war berechtigt, denn die Teile schmecken nicht sonderlich. (Stichwort dröge) Dafür wurde es ein munterer Abend im Hackspace, weil doch noch einige Leute vorbeischauten, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Dann zum Monatsende noch ein schöner “Downer”, als ich nach Hause kam. Mit den fallenden Temperaturen fiel quasi auch meine Stimmung in den Minusbereich, als mir gesagt wurde, dass Dusche und Waschmaschine vorerst untersagt sind. Grund: vereiste Rohre und die Sorge, dass der Schaden größer wird. (Isolierung 0 : Winter 1) So etwas ist mir in meiner Zeit in Rostock nie passiert und ich meine, schlimmere Winterperioden durchstanden zu haben. Ich hoffe, das wird Nachbesserungen mit sich ziehen. Kann doch nicht sein, dass zwei Tage mit -10 °C und weniger in der Nacht die Gemütlichkeit flöten geht.

Es verbleibt gedanklich in einer sehr kalten Jahreszeit
F.

Logbuch : then put your little hand in mine…

Februar 5, 2018

21.01.18 : Sonntage inklusive Ausschlafen sind schöne Sonntage. Am Nachmittag schaute ich bei LOHRO vorbei und widmete mich etwas der Musik-Bemusterung. Gegen Abend war mein Ziel der Hackspace. Als sich dort unter anderem H. und M. einfanden, kamen eher bizarre Gesprächsthemen (inklusive verstörender Internetsuchen) auf. Wie gut, dass die Hälfte davon wieder in Vergessenheit geraten ist.

22.01.18 : Nach einem verlängerten Arbeitstag rappelte mich noch für etwas Sport auf, erledigte sogar noch einen Einkauf und eilte nach dem Abendessen gen Café Marat, wo das LOHRO-Team beim Kneipenquiz doch tatsächlich den zweiten Platz erreichen konnte. (Es half sehr viel, bei der Bilderrätsel-Runde mit Alben-Covern konfrontiert zu werden.)

23.01.18 : Das Großereignis des Tages war eine abendliche Redaktionsversammlung, die über aktuelle Geschehnisse im LOHRO-Kosmos informieren sollte. Dass es auch belegte Brötchen geben würde, hat mich sehr überrascht und hoch erfreut.

24.01.18 : Auch am Mittwoch konnte ich mich nicht über mangelnden Freizeit-Ausgleich beklagen. Wie fast jeden Mittwoch saß ich am Abend im Kreise der Musikredakteure sowie weiterer LOHRO-Mitmachender und hatte meinen Anteil an den Abstimmungen über die nächste Heavy Rotation. Danach ging ich mit C. und D. ins Kino zu “The Big Sick”. Der Film überraschte mich aufgrund respektvollem Umgang mit den Charakteren sowie der doch angenehmen Humor-Dichte. Dass amerikanischen romantische Komödien so ein Level erreichen können, kann ich mir nur mit der starken Beteiligung des Hauptdarstellers Kumail Nanjiani erklären. (8/10)

25.01.18 : Ich hätte wohl am Vorabend nicht so lange mit C. im nasskalten Wetter über Filme und Comics reden sollen, denn ich fühlte mich am morgen doch etwas unwohl. Und dabei konnte ich mal etwas später zur Arbeit, weil es einen Abendtermin gab. Auf dem Heimweg erledigte ich noch einen Einkauf und war verblüfft, wie anders der Aldi im Neptun Center seit der Umbauarbeiten nun aussieht. Nach ein wenig entspannter Auszeit mit Salat machte ich mich auf den Weg ins PWH, um Otterwechsel und Die Gruppe König live zu erleben. Erstere überraschten mich mit vorgelesener Lyrik und erwiesen sich leider nicht als die “Anheizer”, wie ich es erhofft hatte. Und der Haupt-Act wirkte nach zwei Liedern wie eine Enttäuschung, weil deren Kunst so unausgereift daherkam wie deren Logo und Name. Na ja, es ist nur meine bescheidene Meinung. Nebenbei traf ich auf viele bekannte Gesichter – darunter J., mit der ich gleich zum Radio gehen konnte, um eine weitere entspannte “LOHRO Late Night” zu fahren.

26.01.18 : Falls sich jemand wundert, wie ich spät abends moderieren kann und am nächsten Tag zur frühen Stunde wieder munter und mit froher Gesinnung der Erwerbstätigkeit ohne Spuren nachgehen kann… dem ist nicht so. Mit anderen Worten: Der Tagesverlauf war schon mit Anstrengung verbunden. Die Beatbetrieb-Sendung stellte ich routiniert mit einer Mischnung neuer Lieder zusammen. Zur Belohnung gönnte ich mir abends noch einen Besuch beim Fernkost-Laden. Dann verzögerte sich meine Planung mit Sport, Abendessen und Entspannung. Aber zur Rezensionssichtung von “Lucky Loser – Ein Sommer in der Bredouille” und ein wenig Daddelei mit PS4 kam ich dann doch noch. Ein paar Stunden später sah ich mich mit der Tatsache konfrontiert, das Wochenende irgendwie schon vor dem Ausschlafen begonnen zu haben.

27.01.18 : Als ich irgendwann am frühen Nachmittag meinen Tag begann, war mir eher nicht nach großer Erledigungstour. Ich riss mich zusammen und ging los. Erster Stopp: der (neue) TEDi-Laden in der Doberaner Straße, der leider nicht das hatte, wonach ich dort seit Wochen schon suchen wollte. Stopp 2 betraf die Innenstadt. Dort war es – wie zu erwarten – voller Leute. Eine größere Tour nach Toitenwinkel und Dierkow später, fand ich mich abermals in der Innenstadt wieder. Ziel: Adapter bei Saturn kaufen. Es scheiterte an meinen Ansprüchen. Dafür waren die Einkäufe bei DM und Netto erfolgreicher. Am Abend stimmte ich mich musikalisch auf das Konzert von Subbotnik im Stadtpalast ein. Mit jemanden wie C. hätte ich an dem Abend nicht gerechnet. Aber schön, doch noch ein paar bekannte Gestalten wieder zu treffen. Ich erwog, noch ins PWH zu gehen, entschied mich jedoch dagegen (und für mein Bett).

28.01.18 : Noch glücklich über meine weise Wahl vom Vorabend freute ich mich auf eine heiße Waffel bei VEIS – in diesem Fall mit Banana-Split-Eis getoppt. Von dort aus zog es mich zu LOHRO, wo das erste Treffen der TechnikGruppe in diesem Jahr stattfand. Durch L.’s Hilfe konnte ich mein VI-Wissen etwas auffrischen. Nebenbei scherzten wir mit der Literaturredaktion. Zum Abend fand ich mich wieder im Hackspace ein, um mit H. ein wenig zu plaudern. Viel Zeit hatte ich nicht, da ich noch zum LiWu wollte, wo die OmU-Vorstellung von “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” immens gut besucht war. Der Film ist ein Paradebeispiel für Drama mit sehr viel schwarzem Humor und überragend guter Besetzung. Nicht nur wegen Auszeichnungen oder Hype ein Film des Jahres.(9/10)

29.01.18 : Dieser Wochenstart verlief relativ harmlos – mit neuer Müsli-Sorte. Nach der Arbeit und etwas Sport verkroch ich mich zu Hause unter die Decke und schaute die Grammys. Tolle Show, aber die Preisvergaben erschienen mir teils fragwürdig. (In dem Fall dauernd Bruno Mars.)

30.01.18 : Mein Dienstag in Kurzform: Arbeit (inklusive viel Stress), Sport (inklusive Zeitdruck), Vorstandstreffen (inklusive neuer Aufgaben), Sendungsvorbereitung (inklusive “Motivationsgetränk”) und die restlichen Folgen „The End Of The Fucking World“.

31.01.18 : Ein anstrengender Routine-Mittwoch mit Arbeit, Musikredaktion und einer späten warmen Mahlzeit (dank M.).

01.02.18 : Gleich zum Monatsbeginn stand eine weitere Kinokonzentrat-Sendung auf dem Plan, was mich nach einer 90-minütigen „Telko“ am Nachmittag etwas in Zeitdruck versetzt hat. Da sich J. angekündigt hatte, gestaltete sich das Unterfangen mit fünf Redakteuren im Studio als immens abwechslungsreich. Ich hoffe, die Beteiligten hatten ebenso viel Spaß wie ich. Nach zwei Jahren Aufbauarbeit sehe ich die Kinoredaktion bei LOHRO gut eingespielt. Zum Abend beschlossen J. und ich, den minimalen Aufwand mit TK-Pizza zu fahren, damit wir ausreichend schnell weggeh-bereit waren. In der Zwischenzeit trafen S. und D. ein und wir schauten die Pilotfolge von „The End Of The Fucking World“ – quasi zum Anteasern der wenigen Nichtkenner. Als wir zum Dobi eilten, sahen wir die Bahn schon abfahren und gingen zu Fuß via Bebel-Straße zum Steintor, trafen S. wieder und machten uns auf zum JAZ, wo Waving The Guns (zusammen mit Pöbel MC und der Hinterlandgang) ihr Zusatzkonzert zum Samstagstermin gaben, was übrigens beides ausverkauft war. Ein überaus intensives Konzert – allein schon wegen der Bassleistung der Technik.

02.02.18 : Der diesjährige Murmeltiertag stellte mich vor neue Herausforderungen. Zunächst mit doch krass kurzer Nacht einen halben Arbeitstag allein überstehen. Dann galt es, zwei Interviews vorzubereiten, sowie noch ein paar aktuelle Songs (inklusive dem obligatorischen Klassiker des Tages) für den Beatbetrieb rauszukramen. Eine kurze Schlafpause musste auch noch irgendwie eingeschoben werden. Und nebenbei sagte J. für den Abend ab. Schließlich wurde es Zeit für den Aufbruch am Nachmittag – erster Stopp: MAU-Club, wo ich nur wenige Minuten Zeit für Gloria hatte, da das Interview noch bis zur Sendung zu schneiden war. Dies gelang mir. Und kaum war ich beim Einpflegen der Dateien ins System erschien der Besuch – in Form von Milli Dance und Pöbel MC. (Welch Ironie, dass sich dieser “Jackpot” ohne mein Dazutun ergeben hatte.) Es gibt so Momente, die ich irgendwie gesondert abspeichern würde wollen. (Also abgesehen von einem Audio-Mitschnitt oder einem Foto.) Diese eine Beatbetrieb-Sendung zählt dazu. (Mal schauen, ob ich dazu je Feedback erhalten werde.) Wie soll man nach solch Ausnahmestimmung, die da in den Redaktionsräumen herrschte, wieder auf sein Alltags-Level runterkommen? Na ja, mit einer Portion Reis und der Aussicht auf die Jahresversammlung des Opennet-Vereins. Dank P. musste ich nicht in die Südstadt laufen. Und was hat sich die Campus-Gegend schon wieder verändert. Das Versammlung konnte mit nur geringer Verzögerung einigermaßen effektiv ablaufen. (Schätzt mal die Frauenquote.) Anders als in den Jahren davor konnte ich dieses Mal nicht bis zum Ende bleiben, da ich noch ein Vorhaben hatte, um meine Tradition aufrecht zu erhalten. Schön, dass sich mit H., D. und M. noch Mitmachende fanden. Wir schauten nämlich “Groundhog Day”. (Ich weiß nicht, wie oft ich den Film schon gesehen habe, aber nun ist es diese Zahl plus Eins.)

03.02.18 : Eine außergewöhnliche Premiere erlebte ich bei der Zugfahrt in die Heimat an diesem Samstag. Es ist mir in vielen Jahren Rostock-Rügen-Pendelei noch nie passiert, einen Anschlusszug verschlafen zu haben. Tja, an dem Tag hing ich nach der zweistündigen Zugfahrt noch eine ungeplante Busfahrt von Sassnitz über Prora ran. Was für ein krasser Ort ist Sassnitz eigentlich? Von vielen Stellen kann man die Ostsee sehen, wohl wissend dass dort “unten” kein Strand ist. Und doch macht mich die Gegend traurig, weil ich mich daran erinnern kann, dass es dort mal ein Gymnasium und ein Krankenhaus gab. Stichwort Abbau. (Ob der Tierpark auch wieder öffnen wird?) Im Tagesverlauf schaute ich Filme, kochte Essen und ließ mich vom TV-Programm berieseln, welches diese eine Dschungel-Sendung beinhaltete. Das sogenannte “Finale” empfand ich gefühlt nicht mal halb so unterhaltsam wie noch vor ein paar Jahren. (Yikes, es vergeht so viel Zeit.)

Es verbleibt aktuell in drei Vereinsvorständen
F.