Posts Tagged ‘Fragen’

Long long journey

Februar 28, 2010

Von Zufall kann ich nicht reden, wenn ich den Titel eben bewusst in die Warteschlange getan habe. Ja, heute abend möchte ich von sanften Klängen eingelullt werden. Da kam Enya gerade recht. Was allerdings wirklich dem Zufall zuzuschreiben ist, war meine Überraschung, heute im Musikfernsehen einen Enya-Clip zu erwischen – und zwar das sowohl zurückhaltend als auch mystisch angehauchte Video zu „Anywhere is“. Es erinnert mich daran, wie angenehm manche Musikvideos aus dieser Zeit sind.

So viel also zum „Damals“. Das „Heute“ lässt mich zu Soundtrack-Musik ein wenig rotieren, dass ich mir zwischenzeitlich schon wie eine laufende Checkliste vorkomme. Tja, und das „Morgen“ verspricht eine… Reise.
Ich könnte nun ausschweifen mit Phrasen wie „endlich mal den Alltag hinter einem lassen“, „die Welt kennenlernen“ oder „Entspannung finden“, aber so ist es dann auch nicht auf einer Dienstreise.

Was die vergangene Woche angeht, gab es viele tolle Abende. Unter anderem habe ich endlich wieder eine Lokalität der Stadt antesten dürfen, was eigentlich zu selten vorkommt. Dann gab es noch die üblichen Filmabende mit DVD oder Kinobesuch und schließlich ausgiebiges Socializing (ja, ich verwende dieses Wort).
Ansonsten bin ich enttäuscht, dass ich wider Erwarten nicht zum Lesen gekommen bin. Damit liegt mein Buch nun wieder seit mehreren Tagen unangetastet da. Aber irgendwann werde ich die skurrile Geschichte schon zu Ende lesen – vorzugsweise bis Ostern.

Und während ich ein paar neue CDs sortiere, überschlagen sich in den Nachrichten wieder die Horror-Meldungen. Erneut sagt die Natur, dass sie auch noch da ist. Wer nicht übermäßig abgestumpft ist, wird in kürzester Zeit vor Augen geführt, wie zerbrechlich doch alles sein kann. Kleinlich erscheinen dagegen ‚Probleme‘ wie religiöse Differenzen oder Gewinnmaximierung.
Wo sind die Prioritäten im Leben zu setzen? Wer hat sich das noch nicht gefragt?
Mir kommt in diesem Zusammenhang wieder der komische Spruch in den Sinn, den ich hier mal gepostet hatte (Tipp: war im Eintrag „I could say“).

Ob ich in den nächsten Tagen noch die Zeit zum Philosophieren komme? Abwarten.
Zumindest das Filmabend-Hobby wird wohl pausieren müssen. Spätestens wenn das „Schlaf-Hobby“ Aufmerksamkeit verlangt. 😉

So, und zum Abschluss wird ein Aufruf gestartet: Neulich gab es das Weichweizen-Zeugs namens Ebly zum Essen. Die Komposition mit Kaisergemüse wirkte jedoch suboptimal. Daher wären Empfehlungen toll, zu was sich Ebly besonders eignen würde. Erfahrungsberichte werden bevorzugt, Suchmaschinen kenne ich selber.

Es verbleibt am Abarbeiten der ToDo-Liste
F.

That I would be good

Februar 14, 2010

Es ist nicht so, dass es an neuem Material fehlt, aber irgendwie habe ich seit gestern die Musik von Alanis Morissette wiederentdeckt und mich erinnert, warum ich gedanklich ein Abo auf sie habe. Der Mix aus Gitarren und elektronischen Popmusik-Elementen (bis hin zu intensiveren Geräuschteppichen) allein ist ja schon nett, aber dann noch kombiniert mit der markant kräftigen Stimme (die manchmal schon ans Kreischen erinnert) und tiefgründigen Texten erhöht sich der Unterhaltungswert. Der gewählte Titel trieft zwar nur so vor Melancholie, ist aber dennoch aus meiner Sicht ein Highlight ihres musikalischen Schaffens.

Für den heutigen Eintrag, der sogar bei Tageslicht verfasst wird, habe ich ein paar Punkte gesammelt, die neben dem obligatorischen Rückblick auf die vergangene Zeit seit dem letzten Eintrag hier einfließen sollen.
Tja, also die letzte Woche war relativ entspannt, was den Stress-Pegel angeht. Die Software hat also größtenteils mitgespielt, abgesehen davon, dass noch ein paar Untersuchungen notwendig sind, bis ich mich einigermaßen mit Adobe FrameMaker (in einer älteren Version) „eingefuchst“ habe. ^^ (nebenbei: wer nutzt das Programm überhaupt noch? bzw. die Vorteile daran hab ich noch nicht gefunden)
Auf der Internet-Seite bin ich erfreut, wie gut es sich mit dem Google Translater auf Französisch und Spanisch mitteilen lässt. Noch toller wäre natürlich eine Integration in Kommunikationsdienste, was vielleicht schon irgendwo realisiert wurde. Recherche, Recherche, Recherche…

Weiterhin habe ich (natürlich) wieder ein paar Filme gesehen, darunter besonders erwähnenswert „Up In The Air“ mit George Clooney. Da haben die Filmemacher einiges richtig gemacht, was einen die Erinnerungen an den vielen Trash aus Hollywood verdrängen lässt. Letztere Bemerkung lässt sich auf Verrissen der Verfilmungen von „Percy Jackson“ und „In meinem Himmel“ zurückführen, die ich neulich gelesen habe.
Ach ja, passenderweise startete in dieser Woche die 60. Berlinale, was die Medien natürlich auf jeglichen Kanälen verbreiten, so dass es schon fast zu viele Meldungen aus der Ecke gibt.
Noch bedeutsamer sind international gesehen dieser Tage Meldungen vom Sport. Die Olympischen Winterspiele sind in Kanada, einem Land, dass ich eigentlich immer als fortschrittlich angesehen habe. Jedoch wankt diese Sicht neuerdings, wenn ich Öko-Leute von extremen Landausbeuten und Verschmutzungen berichten höre. Spätestens Anmerkungen zu unsinnigen Investitionen in die Infrastruktur lassen mich dann denken: „die Politik da drüben ist auch nicht viel besser als hier“.
Und wieso will jede Region so gern Gastgeber der Olympischen Spiele sein, wenn damit gravierende Kosten verbunden sind? Wie verläuft da eigentlich der Geldfluss? (Warnung an mich selbst: zu viel Einblicke in die Wirtschaft wirken nicht gerade erbauend) Ich vermute, das geht bei den Sponsoren los, die ihre Werbung innerhalb der Veranstaltung platzieren können. Das Geld geht dann vielleicht an die Organisatoren und von da wahrscheinlich teilweise an die Gastgeber. Und die Region erhält natürlich PR. Aber sollte das ausreichen? Ich meine, wie oft hört man aus dem Bekanntenkreis denn Sätze wie „ich fahre im Urlaub nach <Region Y>, weil da mal die Olympischen Spiele waren“?

Und wie der geneigte Internet-User vielleicht aus Spielen wie FarmVille erfahren haben mag, begann vor Kurzem das Jahr des Tigers. Gibt es Esso eigentlich noch? Die hätten das doch super als Slogan aufbereiten können.
Was Marketingstrategien angeht, sind die Bäcker auch nicht ohne. Sah ich doch gestern in der hiesigen Auslage unfassbar viele bunte Sahnetörtchen in Herzform. Damit auch die letzten Leute, die in ihrer eigenen Welt leben mögen, daran erinnert werden, dass wieder so ein „Feiertag“ ansteht. Und ausgerechnet fällt der dann noch auf einen Sonntag. Da kann man sich nicht mal mit Arbeit ablenken. Selbst das Kino schließt sich der kommerziellen Verschwörung an und lässt eine Schar Hollywood-Stars gebündelt für die Floristen-Industrie werben. Na ja… man kann auch versuchen, das zu ignorieren. Insofern… Ansichtssache.

Einschub aus dem Alltag:
Ich habe neulich wieder Wasser gekauft und schon am Regal kam mir das Griffgefühl der Flasche komisch vor. Schließlich erkannte ich an der Kasse, dass die Hersteller das Flaschenformat verändert haben. Ich hatte auf dem Band die bekannte und die neue Form nebeneinander liegen. Hat mein Tastsinn also ein Gedächtnis?
Wie dem auch sei… die alte Form fand ich angenehmer in der Handhabung und so heißt es also Umgewöhnen.
Und wo ich schon bei Nahrung bin. Die Tomatensauce (aus der Packung) neulich war überraschend knackig. Ein Blick auf die Zutaten lieferte als Erklärung, dass da Karottenstücke drin waren. Oh wie toll, dachte ich. Natürlich möchte ich beim Kauf von Tomatensauce nicht auf Karotten verzichten.
Mit der Nahrungsmittelindustrie ist es doch wie im Showbiz – so genau weiß man gar nicht mehr, was echt ist.
Aber was ist in Zeiten des Internets noch echt? Du, lieber Leser, vielleicht? Dann denk mal drüber nach. 😉

Es verbleibt mit besten Grüßen an Valentinstag-Fans
F.

Asking why

August 24, 2009

Der heutige Titel stammt von einer relativ unbekannten Band namens Memorial Beach (nicht zu verwechseln mit dem Album/Lied von A-ha, was nur der Namensfindung diente) und erinnert mich etwas an Coldplay. Dem neugierigen geneigten Leser sei dazu herzlich folgender Link empfohlen.

Zum Tag gibt es nicht viel zu vermelden, außer vielleicht, dass die Schlagzeilen wieder ernüchternd eintönig sind – Katastrophen in aller Welt und politische Parolen. Fast würde ich den Versuch unternehmen, für ein paar Tage jeglichen Nachrichten zu entgehen und darauf irgendwann ein „News Update“ zu machen. Aber dieser Tage bin ich so sehr am Wetterbericht interessiert, dass sich das nur schwer umsetzen ließe.

Also nun auf zur Frage des letzten Eintrags: „Ist die Wahrheit nicht nur ein Deckmantel für Leute, die keine Fantasie besitzen?“ (ja, es wird wieder leicht philosophisch)
Irgendwie bringt mich diese Aussage zum Nachdenken, was vielleicht an der eigenartigen Zusammenstellung liegen könnte. Gut, unter dem Begriff der Wahrheit wird wohl jeder eine relativ ähnliche Auffassung haben. Auch Fantasie sollte recht eindeutig sein. Leute, die es nicht so mit der Fantasie haben, dürften wohl eher realistisch veranlagt sein. Aber soll das bedeuten, dass selbige somit nicht zum Lügen fähig wären? Na ja, die Lüge erfordert ja nicht ausschließlich viel Kreativität. Aber die absolute Härte an der Aussage dürfte die „Wahrheit als Deckmantel“ sein, was mich schon eher an Sinnfreiheit denken lässt.
Ich meine, was sollte denn mit Wahrheit verdeckt werden? Ein Beispiel: „Karlchen war einmal in Chicago, was nicht stimmt – das hatte er damals nur so gesagt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.“ Soll damit vielleicht ein Mangel an Imagination/Vorstellungskraft überdeckt werden? Aber wahrheitsgemäß wird dieser Aspekt doch indirekt zugegeben. Was soll also Wahrheit abdecken? Nicht ausgereifte Lügen? Überspielt das also die Faulheit, seinen Geist anstrengen zu wollen? Letzteres klingt schon fast wieder sinnvoll.
Na ja, mehr möchte ich vorerst nicht interpretieren, zumal die Herkunft der Frage eher dubios einzustufen ist. Sollte mir vielleicht einfach nur was zu denken gegeben werden, was den Aufwand vielleicht gar nicht wert ist? Aber wer entscheidet über den Wert eines Gedankengangs? Und welche Schäden ergeben sich „zu viel Denken“? Zeitmangel vielleicht? Aber ist das schon ein Schaden? Einfache Antwort: Ansichtssache! 🙂

Es verbleibt wohl stets fragend
F.

The man who can’t be moved

August 6, 2009

Ja, so ungefähr fühle ich mich nach über zwei Stunden extensiver Freizeitbeschäftigung entlang einer maritimen Großveranstaltung. Viel gesehen, viel gerochen und auch ein wenig konsumiert (natürlich nur die Highlights). Außerdem gab es einige Give-aways abzustauben – darunter eine sehr schöne Einkaufstasche.
Eigentlich war noch ein Abstecher zu einer der Freiluftbühnen in meiner Planung, aber wie schon eingangs erwähnt, fehlt mir dazu der Antrieb, was schließlich auch zu diesem Eintrag führte.

Ach ja… der Titel stammt übrigens von der irischen Band The Script, deren gleichnamiges Album eine Empfehlung an Freunde von Acts wie The Fray, James Morrison oder OneRepublic ist (die Beispiele kommen von last.fm). Der Titel behandelt eigentlich eine Liebesbeziehung, bei der einer noch nicht kapituliert hat. Darüber hinaus erinnert mich der Sänger gerade bei dem Lied ein wenig an Sting.

Der Tag bracht eine Fülle von Erkenntnissen hinsichtlich Datenschutz, welche ich hier teilweise rekapitulieren möchte. Vielleicht erfährt der geneigte Leser dadurch ein paar Dinge, die unter Umständen nicht ausreichend weit bekannt sind.
Da wäre beispielsweise der Anfang moderner Datenschutz-Bestimmungen, den man im sogenannten „Volkszählungsurteil“ des Bundesverfassungsgerichts von 1983 findet. Eine zukünftige Volkszählung ist nebenbei für 2011 geplant und das sogar europaweit. Das damalige Urteil enthielt Leitsätze, in denen es unter anderem heißt, dass die Würde des Menschen aufgrund moderner Datenverarbeitung verletzt werden kann. Beim Datenschutz als Grundrecht geht es weniger um den Schutz der Daten als vielmehr um die Befugnis der Daten, denn Herrscher des Wissens über Person XY ist… Person XY.
Dazu mal eine Frage: Läßt sich heute überhaupt noch mit hinreichender Sicherheit überschauen, welche Informationen über einen bekannt sind?
Im zweiten Leitsatz geht es um die Situation, wann Einschränkungen in der informationellen Selbstbestimmung zulässig sind. Da kommen Phrasen wie „überwiegendes Allgemeininteresse“, „gesetzliche Grundlage“, „Normenklarheit“, „Verhältnismäßigkeit“ sowie „organisatorische und verfahrensrechtliche Vorkehrungen“ vor.
Das war also damals. Und heute? In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur „Online-Durchsuchung“ wird über die Persönlichkeitsgefährdung in Verbindung mit der Nutzung informationstechnischer Systeme geschrieben, was einem schon zu denken geben könnte.
Personenbezogene Daten werden definiert als „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person“ (aka der Betroffene). Und sowohl das Erheben als auch die Verarbeitung (Speichern, Verändern, Übermitteln) sind wichtige Knackpunkte, welche jedem im Alltag begegnen. Dabei ist der Personenbezug für den Einzelnen nicht immer sofort ersichtlich, was aber im Rechtlichen keine Rolle spielt, wenn die Angaben einer Person zugeordnet werden können. In diesem Kontext gibt es kaum eine Angabe, die nicht schützenswert ist.

Wer weiß, wann der Tag kommt, an dem ich bereue, ein Blog zu führen, in dem ich die eine oder andere schützenswerte Angabe über mich in die weite Welt werfe… Auf der anderen Seite kommt mir da das Schlagwort „Datenmüll“ in den Sinn, was ja schon einmal behandelt wurde (genauer: im April). Wie beeindruckend muss da ein Datenbanksystem sein, welches viele verschiedene Informationsbrocken zu einer „ID-Collage“ zusammenzubasteln vermag.
Und nicht zuletzt: Wer garantiert einem, dass die nächstbeste Datensammlung nicht auch Lügen beinhaltet? Man scheint im Zusammenhang mit Daten ziemlich schnell an Fakten zu denken. Aber wie sieht es mit Gerüchten aus?

Es verbleibt für den Rest des Tages ziemlich unbeweglich
F.

Going somewhere

Juli 28, 2009

Eine samtig rauhe Stimme und Gitarrenbegleitung leiten diesen Eintrag ein, bei dem gerade Colin Hay den Ton der Hintergrundbeschallung angibt. Wenn man bedenkt, dass eben noch ein trance-lastiger Remix den Lüfter übertönt hat, ist das schon eine Art Stilwechsel.

Wie dem auch sei… mir ist aufgefallen, dass diese (verlängerte) Wochenende ohne Zwischenmeldung geendet hat. Als Zusammenfassung ließe sich neben ein paar Filmen sowie Erledigungen auch etwas bewältigter Lesestoff vermelden.
Da wäre zum Einen die „bebilderte Abteilung“, die mit zwei SciFi-angehauchten Serien Unterhaltung brachte. Und zwar habe ich endlich die „Season 1“ (= 12 Hefte) von „Hunter-Killer“  gelesen. Ja, der Name hat mich erst verwundert, ist aber wohl aus dem Militärischen gebräuchlich für eine Spür-und-Tötungseinheit. Die Serie erschien gegen 2005 beim Label Top Cow (einer Sparte von Image Comics) und ließ mich insofern stutzig werden, als dass mit Mark Waid und Marc Silvestri zwei ziemliche Großkaliber der Mainstream-Szene ein Kreativteam bildeten. Letzterer (es war zu erwarten) hielt nicht bis zum Ende durch und wurde durch diverse Aushilfszeichner ersetzt. Die Geschichte begann relativ dumpf, war im Mittelteil etwas haarsträubend (also selbst im Kontext, dass es nur Superhelden-Comics sind) und konnte gegen Ende dann doch ein wenig Spannung erzeugen. Dass man am Ende dann mit dem Vermerk, dies wäre nur die erste Staffel, um die Ecke kam (die Serie begann schließlich nicht als eine Staffel), hat mich geärgert, weil dadurch der Abschluss so gut wie unnötig war bzw. nicht ausreichend endgültig. Eine durchdachte Maxiserie in 12 Teilen hätte aus meiner Sicht einen besseren Eindruck hinterlassen. So ist es nur wieder ein neues Konzept (mit vielen Klischees), welches scheinbar mit aller Kraft aufs Unendliche ausgepresst wird, bis wirklich kein Hahn mehr danach kräht (immer diese Vermarktungsstrategen). Aber egal… die Zeichnungen waren vor allem in den letzten Kapiteln sehr gelungen.
Die zweite Geschichte betraf Marvels „neuen“ Strahlehelden Iron Man, der vor knapp 2 Jahren eine neue Serie erhielt (damals passend zum Start der erfolgreichen Verfilmung). Das Kreativteam besteht aus Matt Fraction (von dem habe ich bis dato so gut wie nichts gelesen) und Salvador Larroca (von dem habe ich sehr viel gesehen). Und eben jenem Gespann gelingt es mit Bravour, frischen Wind in die Welt von Tony Stark zu bringen. Neben den durchaus soliden Zeichnungen war diese erste Storyline (Heft 1 bis 6) sowohl mit Überraschungen als auch mit sehr guten Dialogen versehen. Da wundert es mich nicht, dass die Serie jüngst mit dem Eisner Award, einer Art Comic-Oscar, ausgezeichnet wurde.

Ach ja… zum Anderen habe ich auch ein paar Seiten meines aktuellen Buches gelesen, welches mich noch einige Zeit kosten wird. Die Leselaune bleibt jedenfalls erfreulicherweise erhalten bzw. so schnell mag ich das Buch gar nicht aus der Hand legen (ein gutes Zeichen). Mal sehen, wann ich den Wälzer geschafft habe.

Noch ein Einschub: Kennt jemand auch diese Situationen, in denen man sich liebend gern einer großartigen Müdigkeit hingeben will, aber es leider nicht angebracht ist? Das sind beispielsweise Momente, die mit Gedanken wie „Kann ich diesen Zug nicht mieten?“ oder „Diese Rede/Stimme hätte ich gern zum Einschlafen.“ geschmückt sind.

Es verbleibt nach ca. 500 Wörtern
F.

PS: Nutzt man für das Plural von „Wort“ eher „Worte“ oder „Wörter“?

True to me

Mai 30, 2009

Der Titel kommt heute von Metro Station und ist gar nicht mal so unpassend. Bedauerlicherweise ist dieses Lied musikalisch nicht unbedingt ein Highlight des selbstbetitelten Albums. Umso lustiger, dass dieser kleiner Ausspruch zum Philosophieren einlädt. Denn wie sollte man jemanden von einer Wahrheit überzeugen, die er nicht glaubt? Wahr ist also eine Definitionssache?

In diesem Zusammenhang kommt mir eine Dokumentation in den Sinn, die ich vor Kurzem sah und welche sich mit so ähnlichen Fragen des Leben befasst. Dokumentarfilme unterhaltsam und informativ zu gestalten, ist schon keine leichte Aufgabe – vor allem, wenn ein möglichst breites Publikum angesprochen werden soll. Insofern lässt sich die mangelnde Anzahl von Dokumentarfilmen im (Standard-)Kino erklären. Wobei natürlich das Medium Kino ausgefüllt werden will – also beispielsweise durch spektakuläre Aufnahmen oder schauspielerische Leistungen. Wenn ein Film nur redende Leute in Nahaufnahmen enthält, braucht es nicht unbedingt auf einer meterlangen Leinwand (inklusive Dolby-Soundsystem) gezeigt werden – meine Meinung.
Wie dem auch sei, der Film war unterhaltsam und dennoch ziemlich aufwühlend – nicht ganz in der Intensität von „Money as Debt“ (der geneigte Leser mag sich erinnern), aber schon in diese Richtung. Daher lasse ich es in Gedanken noch etwas kreisen und komme vielleicht ein anderes Mal darauf zurück.

Das Pfingstwochende meint es wettermäßig gut mit dieser Region und so käme es mir fast wie eine Verschwendung vor, wenn ich nicht auch die Außenwelt inspiziert hätte (außer zum obligatorischen Wochenendeinkauf). Umso schöner, wenn der Bummel für Zwischendurch Entdeckungen mit sich bringt. So habe ich heute beispielsweise Zitronenpudding erworben, was ich davor nie im Handel gesehen habe (oder verdrängt wurde).
Und welch ein Zufall – nur kurze Zeit davor hatte ich endlich mal wieder Pudding gekocht. Sorte: Karamell. Das war neulich im Angebot und ich wollte mich schon freuen, bis mir heute beim Kochen einfiel, dass ich doch lieber Mandelpudding esse (wonach ich also besser mal Ausschau halten sollte). Und es müssten auch schon etliche Monate vergangen sein, seit ich das letzte Mal Pudding gekocht habe, denn beinahe hätte ich den Zucker vergessen (wäre sonst eine unschöne Überraschung geworden! Stichwort: Erfahrung).

Ansonsten sei noch vermerkt, dass ich heute ein paar tolle neue (also mir bisher unbekannte) Lieder gehört habe, wovon bestimmt noch einige genauer betrachtet werden. Da fällt mir ein, dass ich eigentlich noch lesen wollte. Aber das Wochenende ist ja noch nicht um.

Zum Abschluss noch ein Nachtrag in der Kategorie „The world we live in“: Da gibt es also einen regionalen Musikförderpreis (neudeutsch: Award), was unter anderem auch junge Menschen ansprechen soll (der Gestaltungsart des Werbefahrzeugs nach zu urteilen) und ausgerechnet eine Zigarettenmarke setzt ihren Namen drauf. Irgendwie suboptimal… oder Ansichtssache.

Es verbleibt mitten im Wochenende
F.

The static age

Mai 22, 2009

Heute höre ich mich durchs aktuelle Album von Green Day, wobei ich nicht sonderlich auf den Inhalt achte. Daher kommt mir der Klangteppich ziemlich konstant vor. Mit anderen Worten: ja… typische Green Day Musik. Ich denke, man kann die Band ohne Weiteres in die Emo-Abteilung einsortieren. Irgendwie fehlt da die Heiterkeit wie bei „Basket Case“ damals.
Apropos damals: Nun sind wieder einige Tage seit dem letzten Eintrag vergangen. Es fielen Botengänge zur Innenstadt, zwei Kinobesuche und ein ausgiebiges Feiertagsmahl an. So also die Zusammenfassung. Die zwei Filme warfen ein paar interessante Themen auf.

Im einen Film wurde das moderne Beziehungsleben thematisiert, obwohl viele Probleme nicht an eine Zeit gebunden sind. Da wäre das Prinzip der Gegenseitigkeit, wenn Person A Person B ganz toll findet, aber umgekehrt es nicht so rosig aussieht. Aus solchen Sehnsuchtsfällen können bestimmt viele tolle Kunstwerke (Musik, Bild, Text)  entstehen und ich denke, es würde auf viel Verständnis treffen. Dann gab es noch Inhalte wie Verabredungen, Fremdgehen und Heirat, worüber sich ebenfalls diskutieren lässt – gerade im Hinblick auf die Missverständnisse zwischen den Menschen.
Zusammengefasst hielt der Film jede Menge Charaktere mit Identifikationspotential bereit.

Der andere Film behandelte Fragen um Wissenschaft und Glaube. Die Kinogänger unter den Lesern werden sich denken können, welche Literaturverfilmung gemeint ist. Aber das soll hier nicht so wichtig sein.
Ich finde, dass sich die Leute glücklich schätzen sollten, für die Glaube und Wissenschaft einigermaßen im Einklang stehen (also nicht als Gegner). Da kann man auch nicht großartig anecken, wenn man Beides toleriert. Die Bewertung der zwei Seiten ist dann natürlich Ansichtssache.
In diesem Zusammenhang kommt mir die Bewegung der Kreationisten in den Sinn, die unter anderem gern am Schulsystem drehen würde, damit es nicht als einzige Wahrheit heißt, die Erde sei über mehrere Millionen Jahre alt. Nun denn… das mit der Bildung erscheint gegenwärtig beinahe obsolet, wenn die Masse mit Nichtigkeiten (die Bedeutung möge sich jeder selbst denken) abgelenkt wird. Bzw. ist es denn so essentiell wichtig, ob es nun den Urknall gab oder ob eine höhere Macht uns nur vorspielt, dass die Welt uralt sein mag? Vielleicht lebt ja jeder auf seinem eigenen Holodeck (um mal eine gewagte Behauptung aufzustellen).
Schlimm wird es doch erst, wenn zu Gewalt gegriffen wird, um irgendwen zu überzeugen (also jenseits von unschuldigen Schülern). Insofern vielleicht besser nur tatenlos zusehen, wie das Bildungssystem „verkommt“? Ähm… keine Ahnung. Nach de Sade würde sich das System wohl nur dem menschlichen Wesen anpassen. (Notiz an mich: weniger brisante Themen für die Zukunft)

Hier mal ein Beispiel: Sollen Forscher an „noch nicht ganz Menschen“ rumbasteln? Anmerkung zu einer möglichen Antwort: Irgendwo im Heimlichen werden es die Herrschaften sowieso tun… also kann es auch öffentlich getan werden (dann wahrscheinlich unter massivem Protest).
Und was ist mit genetisch veränderten Nahrungsmitteln und den oftmals nicht ausreichend untersuchten Auswirkungen? Anmerkung zu einer möglichen Antwort: Glutamat und Aspartam wachsen auch nicht auf Bäumen (jedenfalls noch nicht).
Tja… spätestens an dieser Stelle gelange ich wieder zu dem Punkt, dass ich solche Fragestellungen vielleicht mal auflisten sollte.

Zum Abschluss noch ein arg wirrer Denkanstoß:
Wenn Gott den Menschen schuf und der Mensch die Atomwaffen – sind die Atomwaffen dann ein Geschenk Gottes?
(das Wortspiel habe ich einem Film mit anderem Kontext entnommen)

Es verbleibt kurz vor der Heimfahrt
F.

Triggering your senses

Mai 7, 2009

Strike! Das Buch ist geschafft. Nun gilt es erst mal etwas Abstand zu gewinnen, bevor ich mich einer Auswertung widme. Gegenwärtig fühle ich eine gewisse Erleichterung über das vollbrachte Vorhaben. Es hat ja auch ausreichend Zeit in Anspruch genommen und anfangs sah es so aus, als würde ich noch viele Wochen daran lesen. Leider konnte das Ende dann auch nicht mehr viel reißen.

Was mich zum nächsten Punkt bringt: Star Trek. Eine Saga, die ebenfalls zu einem mittelmäßigen Ende gebracht wurde… bevor in diesen Tagen ein fulminanter Neustart zu verzeichnen ist. Ja, der Kinofilm war wunderbar. Damit allein hätte mein gestriger Abend schon ein tolles Ende gefunden. Jedoch ging der Spaß danach erst richtig los, was mich später letztendlich müde ins Bett fallen ließ. Einerseits denke ich, dass es solche Gelegenheiten öfter geben könnte, aber andererseits könnte dann auch die Besonderheit verloren gehen. Insofern alles bestens.

Heute gab es eine interessante Unterhaltung über Nachrichten, also die Meldungen, die oftmals für die Allgmeinheit interessant sind und welche man wahrscheinlich gern gut recherchiert zu schätzen weiß. Auslöser war ein relativ aktueller Bericht über einen möglichen Wandel in der Internet-Landschaft, wenn News-Portale kostenpflichtig werden.
Daraufhin stellte sich mir die Frage: wer bezahlt professionelle Berichterstatter? In erster Instanz käme man bestimmt auf den Verlag oder die Redaktion. Aber auch diese Abteilungen brauchen eine Art Einnahmequelle. Hier käme dann wahrscheinlich die Werbung ins Spiel. Und wo Werbung ist, können Sponsoren auch nicht weit weg sein.
Zusammen ergibt das vermutlich eine nette Mischung aus Interessenverbänden, die so eine Nachrichtenschmiede am Leben erhalten. Und hier wird es auch schon komisch. Stichwort: Einflussnahme.
Wer entscheidet, was berichtet wird und dazu noch was wie berichtet wird? Und welche Wirkung lässt sich damit erreichen?

Samthandschuhe beiseite: viele Leute wollen informiert sein über das aktuelle Geschehen. Manche mögen das gar als ein persönliches Anrecht ansehen. Je nach eigenen Interessen ist die Auswahl an Meldungen unterschiedlich priorisiert. Der Eine will im lokalen Kreis über wichtige Themen informiert werden, der Andere interessiert sich vornehmlich für Sportnachrichten. Da ist es doch schön, wenn das Internet gegenwärtig irgendwelche Nachrichten für jeden kostenfrei zugänglich macht. Die (obligatorischen) 10 Werbebanner lassen den findigen Browsernutzer dank Plugins kalt. Vieles ist aktueller als die Tageszeitung und einfach zu finden.
Aber hat sich schon mal jemand überlegt, wovon die Autoren dieser Artikel bezahlt werden? Ich möchte fast vermuten, dass das Gehalt nicht so hoch ausfallen kann, wenn die Seite frei verfügbar ist. Aber würde man für diesen Service im Nachhinein ein Zahlungssystem etablieren können, wenn es doch auch kostenfrei ging? Wie hoch ist eigentlich die allgemeine Erwartungshaltung an solche Artikel?
Und soll die Zukunft wirklich so aussehen, dass nur noch ein elitärer Menschenkreis in der Lage ist, auf möglichst gut recherchierte Nachrichten zurückzugreifen, weil die Finanzen es zulassen, während der Rest über neue Einkaufszentren informiert wird?

Es verbleibt mit leicht gestutztem Idealismus
F.

PS: der Titel ist einem Lieblingslied entnommen, welches hier nicht weiter betrachtet werden soll, aber durchaus einen Bezug zum Eintrag hat.

The weight of the world

April 22, 2009

Ein ganz tolles Lied prägt heute diesen Eintrag, welches ich erstmals im vierten Quartal 2002 gehört habe (so lange musste ich darüber nicht nachdenken). Die Melodie daraus geht mir oftmals durch den Kopf und ich verbinde damit eine Art Klangfarbe (man könnte auch Wiedererkennungswert dazu sagen).

Heute kam kurzzeitig das Thema Datenmüll auf, worüber ich auch hier ein paar Bemerkungen verlieren möchte. Als jemand, der vor einiger Zeit Grundlagen der Informationstheorie beigebracht bekam, kann ich mit diesem Schlagwort nicht viel anfangen.
Die Vorstellung von wertloser Information ist mir insofern fremd, als dass eine Wertung meist auf subjektive Aspekte basiert. Mit anderen Worten: ob die Information wertlos ist, entscheidet jeder für sich. (wie wohl ein Informations-Messie aussieht?) Dementsprechend ließe sich die Definition von Müll im Allgemeinen betrachten, wobei da wahrscheinlich ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann („wenn es gammelt, ist es Müll“ oder so in der Art).
Auf der anderen Seite vermute ich, dass manche Leute den Wert von Informationen unterschätzen. „Was? Mit dieser Karte bekomme ich Rabattpunkte? Los, lass uns einkaufen gehen!“ Und dementsprechend bereitwillig lässt man Firma XYZ mal eben registrieren, wo und wann die neue Kaffeemaschine gekauft wurde. So ähnlich könnte sich das auch mit dem (Achtung Kunstwort!) online-Verhalten… äh… verhalten. Nur dass ich keinen Kugelschreiber gratis bekomme, wenn ich in einem beliebigen sozialen Netzwerk meine Spuren hinterlasse (oder einen Blog-Eintrag schreibe).
Wo sind die Studien darüber, was Leute für einen kostenlosen Kuli alles tun würden? Und wie lange hält so eine Verhaltensforschung den Wissenschaftler am Ball, bevor auch sein Verhalten erforscht wird? (kleiner Scherz)

Wahrscheinlich ist es die eigene Unbefangenheit oder Geringschätzung der eigenen Daten, die mich… äh… jemanden dazu bringt, beispielsweise über die eigene Sicht des Tagesgeschehens  zu schreiben. (ziemlich viel „eigen“)
Heute im Supermarkt um die Ecke: keine Bananen. (zählt das nun regional bedingt als Flashback?)

Faden, wo bist du? Und warst du nicht mal rot? Na ja, die SPD kam auch schon mal besser rüber.
Ach ja… Daten und Wert. Wer das eine hat, sollte vielleicht auch mal über das andere nachdenken. Und wer die nächste aufstrebende Web2.0-Plattform kritisch betrachtet, kann doch auch mal eine Pause einlegen und froh sein, dass die vielen „unnützen“ Daten keine Papier-Ressourcen fressen.

Es verbleibt mit dem Wunsch auf einen regenfreien Donnerstag-Abend
F.

In repair

April 19, 2009

Wenn ich einen Song wählen sollte, der diesen Tag in einer Überschrift zusammenfasst, dann wohl diesen. Und damit lässt sich die Woche zudem auch entspannend abschließen. Ich nahm mir die Zeit, wieder etwas in der Musiksammlung zu kramen, ein paar Favoriten zu hören und in Erinnerungen zu schwelgen. Aus meiner Sicht war das notwendig zum Sortieren und Verarbeiten von Dingen, die in den letzten Tagen vernachlässigt wurden.

Da stellt sich mir gelegentlich die Frage, ob es bei all der Aufarbeitung überhaupt ein Ende geben kann. So sehr die Ordnung oder Fokussierung erwünscht sein mag, erscheint es oftmals nur an kurze Augenblicke geknüpft zu sein. Kurz darauf mag erneut das Chaos hervorkommen (überspitzt formuliert).
Das hat schon fast den Charakter einer Beschäftigung zum Selbstzweck, wenn der Ertrag so flüchtig erscheint. Aber wie viele Handlungen werden denn schon mit dem Ziel der Nachhaltigkeit ausgeführt? Bzw. wie dehnbar ist der Begriff „Nachhaltigkeit“? Und welcher Aufwand ist damit verbunden?
Nicht selten ist es da die Bequemlichkeit, welche die Oberhand gewinnt, was jedoch nicht als Entschuldigung dienen sollte. Ansichtssache.
Aus meiner Sicht ist eine Postablage ein geeignetes Vergleichsobjekt. Es kommen pro Tag unterschiedlich viele Sendungen an, welche in irgendeiner Art verarbeitet bzw. abgeheftet werden sollen. Sind es an einem Tag beispielsweise nur zwei Sendungen, dauert das Verarbeiten relativ kurz, wenn man es nicht gar für diesen Tag vernachlässigt und am Folgetag zusammen mit den neuen Sendungen verarbeiten möchte. Nur leider ist die Anzahl der eintreffenden Sendungen nur schwer vorauszusagen. Die Komplexität ließe sich nun durch eine Angabe zur Priorität erhöhen.
So in etwa beschreibe ich die Ausgangslage. Die Frage nach dem besten Ansatz zur Verarbeitung oder sogar dem Sinn, eine Ordnung herzustellen, möchte ich hier nur andeuten.

Kurz gefasst gab es also einiges an „Post“, was sich hin und wieder anhäuft und darüber hinaus auch mal zu weitergehenden Fragestellungen führen kann. (ein Hoch auf Umschreibungen) Da bietet sich der Sonntag als Auszeit ziemlich gut an.

Es verbleibt mit neuen Terminen
F.