Posts Tagged ‘Gedankengang’

52 Songs 2015 #36

September 13, 2015

52songs2015

In dieser Woche gab es ein überraschendes Wiedersehen mit A., die ich prompt nach einem Thema gefragt habe. Erhalten habe ich eine Motto, wie ich eins nur von ihr bekommen könnte – der Spleen des goldenen Esels. Wohlklingend vielleicht, zum Nachdenken anregend schon eher.

Insofern wurde die Musiksuche zu einem wahren Gedankengang. Bei Spleen dachte ich zuerst an Björk. Hätte sie ein Lied mit Gold-Referenz geschrieben, welches mir ohne Recherche eingefallen wäre, hätte sich die Suche schnell erledigt. Weiter ging es mit Gold, was mich an I Blame Coco und deren Lied „In Spirit Golden“ denken ließ, mir aber noch zu wenig Themenbezug bot. Blieb also noch Esel, worauf mir die Shrek-Version von „Livin‘ La Vida Loca“ einfiel, welche von Eddie Murphy (in der Rolle des Donkey) gesungen wurde. Weiterhin fand ich, dass auch „Mule“ als ein annehmbares Synonym dienen könnte. Und mit nur einer Buchstabenänderung gelangte ich zu Muse. Goldbezug? Die britische Rock-Band ist mittlerweile sehr erfolgreich – Stichwort Goldstatus. Aber der Spleen? Für mich in erster Linie, die komisch theatralische Stimme des Sängers. Und da fällt mir sofort ein (sogar relativ aktueller) Song ein, über dessen Refrain ich mich schon merfach amüsieren konnte – „Mercy“ vom 2015er Album „Drones“. Wie das Wort in die Länge gezogen wird und beinahe blökend erscheint.. herrlicher Spleen. 😀

Es verbleibt amüsiert
F.

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52 Songs 2015 #20

Mai 24, 2015

52songs2015

Da ich es ein weiteres Mal vergessen habe, jemanden im Bekanntenkreis nach einem Thema zu fragen, gebe ich mir selbst etwas vor: Fotografie.

Ich finde es interessant, wie verbreitet Digitale Spiegelreflexkameras (bzw. DSLR) dieser Tage sind. Ich vermute, jeder kennt eine Person mit einem Faible fürs Fotografieren. Ich zumindest hätte da mindestens drei Ansprechpartner. Auch erwog ich mal die Investition in eine komplexere Kamera. Mittlerweile bin ich ganz froh, darauf verzichtet zu haben, da ich nicht die Kapazitäten sehe, mich ausreichend umfassend damit beschäftigen zu können. Selbst meine (in die Tage gekommene) Digicam ist seit Monaten “außer Hause” (verliehen). Und von dem kurzen Crash-Kurs zu Belichtung etc. würde mir nicht mehr viel einfallen. Auf meinen Reisen genügt mir die Qualität der Kamera, die im Mobiltelefon integriert ist. Just heute war ich damit wieder fleißig.
Vor ein paar Wochen sah ich bei K., die meines Wissens nach gelegentlich auf Einwegkameras setzt, eine Kiste zum Aufbewahren ihrer Schnappschüsse. Mir gefiel der (beinahe altmodisch anmutende) Ansatz, solche Bilder noch in greifbarer Form zu erhalten. Es ist ein schöner Kontrast im Vergleich zu Leuten (wie ich selbst), die solche Momentaufnahmen nur auf Displays anzeigen können.

Zur Musik: Da fällt mir ein, wie manche Lieder mittlerweile Dienste wie Instagram für einen Reim referenzieren. Wie solche Texte wohl in 10 Jahren wirken mögen? Wie ironisch, dass meine Wahl hierbei auf einen Oldie aus den 70ern verweist. Als Kompromiss muss ich gestehen, dass ich nur die Cover-Version kenne, welche wiederum in den 90ern entstand. Und zwar im Kontext der TV-Serie “Ally McBeal”, die daraus sogar ein Markenzeichen machte. Der Dank geht da an Vonda Shepard, die musikalisch ordentlich gefühlvoll in die Tasten haute und mir mit Balladen mehrmals Gänsehaut gab. Auch textlich wirkten die Klassiker-Songs wunderbar zeitlos.

Wird es also wieder melancholisch? Ja, 100%. Ein Thema wie Fotografie sehe ich sehr nah an Nostalgie. Lehnt euch also zurück und lauscht den Klängen von “Neighborhood”. (Man findet den Song auf dem ersten Soundtrack zu „Ally McBeal“.)

Es verbleibt zuweilen ungewollt als Fotomotiv
F.

PS: Hier noch ein paar Lieder, die ich zu dem Thema angeben könnte:

  • John Mayer – 3×5
  • Republica – Picture Me
  • Ed Sheeran – Photograph
  • Filter – Take A Picture
  • Britney Spears – Kill The Lights

Love song for no one

April 30, 2009

Ach, ein kleiner Eintrag geht noch… und wenn John Mayer schon so berauschend im Hintergrund spielt und singt, dann kann ich problemlos nochmal einen Titel aus seinem ersten Album nehmen. Nebenbei: ich hätte wirklich gern mal eine Statistik in wie vielen Liedern meiner Playlist es um Liebe geht.

Tja, der Tag ist zwar noch nicht ganz um, hat dennoch ein paar Spuren hinterlassen. Da wäre zunächst die überaus negativ überraschende Art, mit der ich heute frühzeitiger als geplant geweckt wurde. Ich habe zwar (noch) nicht nachgeforscht, bin mir aber ziemlich sicher, dass ein Schülerjahrgang heute seinen letzten regülären Schultag hatte. Und sowas wird gewöhnlich auch mal etwas lautstärker publik gemacht. Wenn in diesem Zusammenhang ein Fenster die Nacht über geöffnet bleibt, ist es nicht verwunderlich, wenn das Eine zum Anderen führt.
Ansonsten gab es heute neben ein paar Treffen hier und ein paar Erkenntnissen da (bisher) nicht viel Verwertbares für das Blog. Manches werde ich erst selbst verarbeiten, bevor es hier vermerkt wird. Und ich denke, dass dafür genügend Zeit in Aussicht steht.

Themenwechsel: Tags. Mir kam neulich in den Sinn, dass mein bisheriges System etwas daneben ist. Soll heißen: die relativ begrenzte Anzahl an Tags, die ich standardmäßig nutze, würde sich wohl eher als Kategorien eignen. Drum versuche ich, ab Mai einen Schnitt zu machen, und werde den Gebrauch von Tags intensivieren (im Sinne von „ausbauen“). Dann kann ich mit den Tags konkreter auf den Inhalt der Einträge eingehen.
Mittlerweile haben sich schon ertstaunliche 40+ Einträge angesammelt und das in einem Zeitraum von weniger als einem Quartal. Ich vermute, dass es nicht ganz so emsig weitergehen wird. Kommt wohl darauf an, inwiefern das Bloggen bei mir schon als Hobby verankert ist.

Nun steht der Mai also bereits vor der Tür und mir erscheint der April wie im Flug vergangen zu sein. Gut, das lässt wohl sehr oft sagen, aber dennoch kommt es mir an diesem Punkt besonders vor. Manche der letzten Tage sehe ich irgendwie klein (ohne das Wort „bedeutungslos“ nutzen zu wollen). Das könnte auch daran liegen, dass manche Tage im Nachhinein so ereignisreich wirken, dass sie die anderen überschatten…
Ach, so genau mag ich auch nicht eine Monatsbilanz ziehen. Es ist zwar gelegentlich ganz interessant, sich umzudrehen und (im übertragenen Sinn) die letzten Meter des Weges zu betrachten, aber dann geht es auch schon weiter. Die Richtung ist da schon fast zweitrangig.
Entweder macht mich das Gedankenschweifen müde oder es sind die Nachwirkungen des ungewöhnlichen Erwachens. In der kommenden Nacht bleibt das Fenster jedenfalls geschlossen.

Es verbleibt ohne großen Plan fürs Wochenende
F.

Anyone

April 29, 2009

Der heutige Titel stammt von einer Ballade der schwedischen Gruppe Roxette. Anfangs konnte ich das Lied nicht wirklich leiden (selbst heute mag ich den plötzlich einsetzenden Beginn nicht), aber nicht zuletzt die bezaubernde Stimme der Sängerin und ein melancholisch triefender Text entschädigen da ungemein. So viel zum Auftakt.

Apropos Auftakt. Prequel-Stimmung in Hollywoods Marvel-Comic-Verfilmung-Abteilung. Nicht nur kommt bald der flaggenfreudige erste RächerHeld ins Kino (ok, dauert noch), sondern läuft aktuell mit „X-Men Origins: Wolverine“ eine Art „X-Men: Episode I“ in den Kinos an (sprich: was ein Teil 4 hätte sein können, ist eine Vorgeschichte).
Ich habe selbigen Film vorhin gesehen und bin einigermaßen zufrieden. Wer die Figur Wolverine mag und auch bei „X-Men 3“ seine Freude hatte, kann sich das ansehen. Ach, eigentlich kann sich das jeder Action/Fantasy/Comic-Filmfreund (oder Fan von Hugh Jackman) anschauen, so er denn Zeit und Geld findet. Zumindest kann man dann mitreden.
In diesem Stadium der Auswertung kann ich nur anmerken: der Film hätte besser sein können, aber auch schlechter. So oder so lässt er sich gut in die bestehende Filmreihe einfügen.

Themenwechsel: Vor Kurzem las ich einen Text über den Vergleich von Blogs mit „abgetriebenen Gedanken“ (vielleicht stimmt der Link noch), was mich über die Sachlage natürlich hat nachdenken lassen (wenn auch nicht allzu lange). Meine Meinung hat wieder eine knackige Kürze: Ansichtssache.
Bin ich Autor? Nein. Brauche ich meine schreiberische Kreativität für meinen Beruf? Nein (fast schon jein). Muss ich also befürchten, dass ich meine Kreativität einschränke, wenn ich blogge? Absolut… nicht! Na dann ist ja gut.
Insofern ist der Text also nur subjektives Larifari. Jeder schreibt doch wahrscheinlich aus anderen Motiven. Für mich ist diese Tätigkeit beispielsweise (nicht ausschließlich) eine Art Übung hinsichtlich Konzentration und Kontext (manchmal auch noch Rechtschreibung). Ansonsten macht es mir nur irgendwie Spaß.

Hm… eine Überleitung von Spaß zu Schweinegrippe ist mir gerade etwas umständlich. Was man in bei diesem Thema erneut gut feststellen kann, ist die Art der Verwertung durch oder in Medien. Und genau da kommt wieder mein Freund Skeppy, die gesunde Portion Skepsis, ins Spiel (aber ohne Spaß). Da sollen auf der einen Seite die Leute aufgeklärt werden und dennoch lässt sich durch Panikmache der Profit erhöhen. Welch eine Zwickmühle für die Berichterstattung. An dieser Stelle fühle ich mich erleichtert, nicht in irgendwelchen Redaktionen zu arbeiten.
Irgendwie gibt es doch so viel auf der Welt, was einem den Lebenswillen nehmen kann (welch geniale Aussage). Ob nun die Vergangenheit, die Zukunft oder die Gegenwart betrachtet wird und mit welcher Emotion behaftet… das ergibt zumindest Stoff für eine interessante Gesprächsrunde. (in einem der ersten Einträge hatte ich mal ein feines Zitat in diesem Zusammenhang angeführt)
In diesem Sinne: wir werden alle sterben (äh, ok, zu unverblümt)…  wird schon werden (ne, was soll das denn heißen?)…  teilen wir uns die Schuld (noch nicht ganz)… Ansichtssache!

Es verbleibt am Ende eines blog-reichen Aprils
F.

This must be it

April 28, 2009

Nach einem Blick in die „Vergangenheit“, stelle ich fest, dass ich zum wiederholten Male Musik aus dem Album Junior (von Röyksopp) höre. Tja, damit hätte ich die Frage nach dem aktuellen Inspirationsumfeld auch schon beantwortet. Die Musik ist wirklich angenehm.

Die neue Woche startet (ob man will oder nicht) und bisher ist alles noch shiny. Na ja… nicht so ganz, denn heute erreichte mich eine ziemlich tragische Nachricht. Dabei sei vermerkt, dass sie für mich direkt eigentlich nicht tragisch ist, aber auf indirekt verbundene Weise dann doch etwas Besorgnis hervorruft. Ich bin noch unsicher, was eine adäquate Reaktion angeht, habe aber dennoch irgendwie Zuversicht. Immerhin kann diesbezüglich nicht von Enttäuschung die Rede sein und es gibt noch ausreichend Klärungsbedarf.

Ansonsten geht mir um diese Zeit nicht mehr wirklich viel durch den Kopf, was vielleicht mit der Müdigkeit zusammenhängen mag.
Vielleicht noch ein Einschub aus dem aktuellen Zeitgeschehen: Da wurde der Herr Klinsmann also nun von seiner Anstellung in Bayern entlassen. Ich denke mal, es hängt mit den nicht erfüllten Erwartungen zusammen. Na Hauptsache das Medienecho stimmt. Ich spare mir an dieser Stelle ein paar Aussagen zu Fußball-Begeisterung. Mittlerweile wundere ich mich, warum ich diese Thematik hier überhaupt anschneide. Wahrscheinlich, weil es für mich irgendwie zur Meldung des Tages geworden ist. (Sorry, „Schweine-Pest“, du musst noch warten.) Die Bild-Schlagzeile morgen wird bestimmt dementsprechend ausfallen.
Also, ich verkneife mir einfach mal meinen Kommentar und bin gespannt, was der Herr K. demnächst tun wird. Irgendwie werde ich das schon mitbekommen (es muss also nicht wirklich aktiv verfolgt werden).

Überhaupt verfolge ich nicht wirklich viele Dinge aus den Nachrichten aktiv, was ich mit einer gewissen Skepsis gegenüber Berichterstattern begründe. Wahrscheinlich haben viele Leute eine favorisierte Quelle, wenn es um Nachrichten geht. Ich kann das für mich nur bedingt behaupten. Manchmal springt mir die „subjektive Einfärbung“ (ich nenne es mal so) von Meldungen förmlich ins Gesicht und ich denke „ja klar, das kann gar nicht anders sein“ (Sarkasmus). Andere Berichte wirken auch mal glaubwürdiger auf mich.
Aber ist es allgemein nicht schon ein Missstand (neben der Schreibweise), dass Medien mühevoll hinterfragt werden sollten? Na gut, keiner sagt, dass man Medien/Nachrichten hinterfragen soll (übertrieben formuliert). Dementsprechend vermute ich, dass es nur selten praktiziert wird. Und es könnte doch so einfach sein, wenn man einfach nur glaubt, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen gesendet wird.
Da möge der geneigte Leser meine Haltung als „umständlich“ auffassen, aber mir ist das zu einfach. Wobei… Ansichtssache. Manche Tatsachen sprechen auch für sich. Und als alleinige Begründung für sporadischen Nachrichten-Konsum kann Skepsis bezüglich der Glaubwürdigkeit aus meiner Sicht auch nicht dienen. Drum sei hier noch die persönliche Abneigung gegenüber Werbung als Ergänzung angegeben. (eventuell soll darauf nochmals eingegangen werden)

Es verbleibt mit dem Glücksgefühl, einem mittelstarken Schauer entgangen zu sein,
F.

Psychological

April 26, 2009

Heute bin ich mal so frei und gebe die Quelle des Titels nur indirekt an, indem vermerkt wird, dass es sich um ein erstes Lied eines Albums handelt (das kleine Rätsel am Rande ist wieder da). Schon lustig, wie man „Psycho“ und „logical“ in ein Wort bekommt. Irgendwie muss ich dabei an einen durchgedrehten Vulkanier denken.

Na ja… das Thema Star Trek soll erst nächste Woche aktuell werden, wenn der Film startet. Ich verspüre auch schon eine gewisse Vorfreude, aber nur unterschwellig. Mit zu großen Erwartungen will ich da nicht im Kino aufschlagen.

Erwartungen… das bringt mich zu Ansprüchen. (nicht mehr lange und ich genehmige mir ein Tag dafür… oder gar eine Kategorie) Heute ging mir durch den Kopf, dass ich mir gern eine neue Windjacke zulegen würde (als braver Konsument, der ich manchmal bin). Eigentlich wäre das nicht so das Problem, weil ausreichend Geschäfte in Reichweite sind. Aber da kommen nun die Ansprüche meinerseits ins Spiel, welche mir schon mehrfach Frust bereitet haben (das Vorhaben ist nicht neu). Hier spare ich mir mal alle Kriterien, an denen ich meine Kaufentscheidung diesbezüglich festmachen würde. Und es ist nicht so, als dass ich utopische Vorstellungen hätte. Im Gegenteil. Ich habe ein entsprechendes Exemplar in meinem Besitz, welches jedoch leider schon in die Jahre gekommen ist.
Und ja, ich habe nach einem gleichartigen Ersatz gesucht. Wie schon angemerkt… Frust. Andererseits ist seit meiner letzten Suche einige Zeit vergangen, wodurch sich wieder ausreichend Motivation sammeln konnte. Ergo: vielleicht wird bald ein neuer Versuch gestartet.

Ansonsten gab es am Wochenende keine besonderen Vorkommnisse. Seit langer Zeit nutzte ich mal wieder die Gelegenheit, mich hinzulegen und einfach nur Musik zu hören (fast schon altmodisch von CDs und mit Kopfhörern). Diesen Zeitvertreib gönnte ich mir schon zur Schulzeit und immer noch habe ich meine Freude daran. Nebenbei kann ich wunderbar die Fantasie schweifen lassen.
Weiterhin habe ich wieder ein paar Seiten der aktuellen Buchlektüre geschafft, was mich bedauerlicherweise thematisch wieder zum Frust bringt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein Leseerlebnis hatte. Mir kommt es vor, als ob jede zweite Seite eingespart werden könnte, weil die Geschichte so viel redundantes Larifari enthält. Das wird bestimmt eine interessante Rezension, wenn ich mit dem Buch fertig bin (möge dies nicht mehr allzu lange dauern). So ganz habe ich die Hoffnung auf ein entschädigendes Ende nicht aufgegeben.
Apropos Ende…

Es verbleibt mit dem Wunsch nach schönen letzten April-Tagen
F.

Someday

April 24, 2009

Ein (wie könnte es hier anders sein) gelungenes Lied von Nickelback dient als Titel für den heutigen Eintrag. Theoretisch könnte ich auch mal absichtlich eine Hintergrundbeschallung einstellen, die mir nicht sonderlich gefällt… und hätte dann die Möglichkeit, hier ein wenig ins Lästern zu verfallen.

Hm… mal testen. Also heute abend ergab sich der für mich seltene Fall, dass ich regionalen Radio-Sendern gelauscht habe. Und es liefen sogar die Hörer-Charts. Tja, und irgendwann (bin mir nicht mehr sicher, ob es aus den Charts war) wurde dann ein Cover angekündigt, welches meine Aufmerksamkeit wecken konnte. Eine junge Musikgruppe (Name irrelevant, aus der Abteilung „Happy Lala Pop“) hatte den grandiosen Einfall, das Lied „No Limits“ (ehemals von 2 Unlimited, 1990er Jahre) ins Repertoire (ja, das Wort musste ich nachschlagen) zu nehmen. Und meine Güte… das geht so daneben, dass ich schon nach den ersten Sekunden eine Gesichtsentgleisung hatte.
So manche Lieder ertrage ich nicht in neuer Form. Und in besagtem Fall war die Form nicht mal sonderlich neu… ähnelte eher einer schlechten Karaoke-Version mit neuen Gesangsspuren. Respekt, wenn das Management (inklusive Produzent und Plattenfirma) es schafft, damit noch Geld zu verdienen. Schämen sollten sie sich trotzdem. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie always ultra krass die Choreografie ausfallen mag, wenn sich die jungen Leute in ihrer Performance verausgaben.

So, werter Leser, könnte es aussehen, wenn ich mal nicht lobend über Musik schreibe. Etwas Zynismus mag da erlaubt sein. Ich will da niemanden bekehren. Wem es also gefällt, darf gern weiter das Radio dazu aufdrehen (wenn ich ausreichend räumlichen Abstand dazu habe).

Erst vor wenigen Tagen durfte ich feststellen, wie ernüchternd eine Diskussion zum Musikgeschmack sein kann. Irgendwann kritisiert jemand Favoriten des anderen und die Stimmung macht eine Talfahrt. Auf der anderen Seite kann es aber auch sehr erbaulich sein, gemeinsame Favoriten zu besprechen. Wahrscheinlich ist das (wie so oft) eine Einstellungssache der Gesprächsteilnehmer (nein, ich arbeite nicht für Telekommunikationsdienstleister).
Ich kann mir gar nicht vorstellen, auf jemanden zu treffen, der so ziemlich die gleichen Sachen hört wie ich. Vermutlich würde ich mich freuen… oder nicht. (Kann man Musikgeschmack eigentlich schon für Charakterstudien verwenden?)

Hm, mit einer Frage möchte ich den Eintrag nicht beenden. Also sei noch kurz zu meinem Tag angemerkt, dass ich einen Bevormundungsversuch erfolgreich abwehren konnte. Klingt nun ohne weitere Erklärung vielleicht etwas komisch, aber ich weiß, worum es ging. Ob sich das Nachfragen lohnt, kann der Leser entscheiden.

Es verbleibt nach einem anstrengenden Nachmittag
F.

Split screen sadness

April 24, 2009

Hach… wieder so ein tolles Lied erwischt. Es stammt von John Mayer und begleitet mich nun auch schon fast zwei Jahre. Das dazugehörige Album zählt zu meinen Favoriten. Und damit genug Schleichwerbung.

Manchmal ist es so einfach, sich etwas Gutes zu tun. Mir kam der Gedanke „ein heißer Tee wäre jetzt nicht schlecht“ und ich habe ihn realisiert. So einfach. Grandios.
Wahrscheinlich ist das einer der seltenen Momente, in denen meine innere Stimme klar und deutlich zu verstehen ist (oder ein Verlangen rasch bedient werden kann). Und daher erfreut mich das Resultat umso mehr.

Ansprüche – das wollte ich auch mal ansprechen. (keine Lust, zu schauen, ob ich das schon einmal hatte) Ich denke, je nach Thematik kommen sie zum Vorschein oder werden anderweitig verschleiert. Ob hoch oder gering sei hier nebensächlich, denn das ist doch oftmals subjektiv gefärbt (trotz mancher großen Nenner).
Gelegentlich habe ich den Eindruck, ein Verteidiger (gar Prediger?) des Individualismus zu sein. Kommentare wie „Ansichtssache“ oder „muss jeder selbst wissen“ werden in gehäufter Form dann doch auffällig. Und nun komme ich mit dem Thema Anspruch erneut zu Betrachtungen, die mir bereits während des Schreibens obsolet erscheinen.
Soll hier nun folgen: „Leute, haltet mal den Ball flach, wenn ihr mehr vom Leben haben wollt“? Oder „Da geht noch mehr, also tut was dafür“? Nein… keineswegs (zumindest allgemein gesehen). Aus diesem Grund verzichte ich auf Tags wie „Lebensberatung“ (oder „der goldene Weg“).
Nur kurz angemerkt: Sind die Ansprüche zu hoch, können sie oft nicht erfüllt werden – hallo Frust. Im umgekehrten Fall… tja, sieht die Welt wohl auch nicht rosiger aus. Aber wie gut, dass die Frage nach dem „zu hoch“ oder „zu gering“ hier nicht von Belang sein soll. Ist schon fast wie in der Mathematik… den Bruch ordentlich kürzen und übrig bleibt nur eins (also das Leben oder so). Vielleicht greife ich das Thema nochmal auf (die Leser-Abstimmung dazu spare ich mir).

Ansonsten kommt mir der Tag abschließend vor, als hätte er den doppelten Umfang. Ob das lediglich daran liegt, dass ich heute viel unterwegs war oder viel an der frischen Luft? Möglich. Da lohnt sich der Schlaf vielleicht auch doppelt.
Noch schnell etwas an der Planung für morgen gebastelt und dann kann die Schlummerphase auch gleich beginnen.

Es verbleibt in Vorfreude auf eine neue Form der Dunkelheit
F.

PS: der Vollständigkeit halber gebe ich hier mal noch den Link zu meiner bescheidenen U2-Rezension an. (tja, ich habe es nicht vergessen)

The weight of the world

April 22, 2009

Ein ganz tolles Lied prägt heute diesen Eintrag, welches ich erstmals im vierten Quartal 2002 gehört habe (so lange musste ich darüber nicht nachdenken). Die Melodie daraus geht mir oftmals durch den Kopf und ich verbinde damit eine Art Klangfarbe (man könnte auch Wiedererkennungswert dazu sagen).

Heute kam kurzzeitig das Thema Datenmüll auf, worüber ich auch hier ein paar Bemerkungen verlieren möchte. Als jemand, der vor einiger Zeit Grundlagen der Informationstheorie beigebracht bekam, kann ich mit diesem Schlagwort nicht viel anfangen.
Die Vorstellung von wertloser Information ist mir insofern fremd, als dass eine Wertung meist auf subjektive Aspekte basiert. Mit anderen Worten: ob die Information wertlos ist, entscheidet jeder für sich. (wie wohl ein Informations-Messie aussieht?) Dementsprechend ließe sich die Definition von Müll im Allgemeinen betrachten, wobei da wahrscheinlich ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann („wenn es gammelt, ist es Müll“ oder so in der Art).
Auf der anderen Seite vermute ich, dass manche Leute den Wert von Informationen unterschätzen. „Was? Mit dieser Karte bekomme ich Rabattpunkte? Los, lass uns einkaufen gehen!“ Und dementsprechend bereitwillig lässt man Firma XYZ mal eben registrieren, wo und wann die neue Kaffeemaschine gekauft wurde. So ähnlich könnte sich das auch mit dem (Achtung Kunstwort!) online-Verhalten… äh… verhalten. Nur dass ich keinen Kugelschreiber gratis bekomme, wenn ich in einem beliebigen sozialen Netzwerk meine Spuren hinterlasse (oder einen Blog-Eintrag schreibe).
Wo sind die Studien darüber, was Leute für einen kostenlosen Kuli alles tun würden? Und wie lange hält so eine Verhaltensforschung den Wissenschaftler am Ball, bevor auch sein Verhalten erforscht wird? (kleiner Scherz)

Wahrscheinlich ist es die eigene Unbefangenheit oder Geringschätzung der eigenen Daten, die mich… äh… jemanden dazu bringt, beispielsweise über die eigene Sicht des Tagesgeschehens  zu schreiben. (ziemlich viel „eigen“)
Heute im Supermarkt um die Ecke: keine Bananen. (zählt das nun regional bedingt als Flashback?)

Faden, wo bist du? Und warst du nicht mal rot? Na ja, die SPD kam auch schon mal besser rüber.
Ach ja… Daten und Wert. Wer das eine hat, sollte vielleicht auch mal über das andere nachdenken. Und wer die nächste aufstrebende Web2.0-Plattform kritisch betrachtet, kann doch auch mal eine Pause einlegen und froh sein, dass die vielen „unnützen“ Daten keine Papier-Ressourcen fressen.

Es verbleibt mit dem Wunsch auf einen regenfreien Donnerstag-Abend
F.

This fire

April 21, 2009

Hallo hallo,
und wieder starte ich den Versuch, mich zeitlich einzuschränken beim Schreiben. Der Titel stammt dieses Mal von Franz Ferdinand (erkennt jemand die Mehrdeutigkeit?). Zunächst wundert mich, dass ein Anstieg der Seitenzugriffe zu verzeichnen war… und anfangs dachte ich, dass es vielleicht mit dem Tag „Politik“ zusammenhängen könnte, aber nach einiger Überlegung vermute ich andere Gründe, welche hier nicht weiter „gezwitschert“ werden sollen.

Zurückblickend war dieser Wochentag ziemlich gut strukturiert, obwohl er eine Viertelstunde später als geplant begann. Jedoch sind kleine Verzögerungen (wenn sie nicht gerade mit Terminen zusammenhängen) oftmals kein Problem, sondern lassen sich relativ gut mit Ausgleichsphasen kompensieren. So jedenfalls in meinem Fall.
Damit bin ich erneut beim Thema Planung und muss daran denken, dass mir mal der Beruf Manager nahe gelegt wurde. Komischerweise hat sich meine Reaktion im Laufe der Jahre diesbezüglich kaum geändert: ich frage mich immer noch, was man dazu lernen sollte. BWL vielleicht? Wenn ja, so würde ich das Thema als gegessen betrachten.
Na ja… ich vermute, dass es relativ irrelevant ist, welche ursprüngliche Richtung eingeschlagen wurde, wenn es um die Position eines Managers geht. In erster Linie denke ich bei Managern an die Leute, welche für irgendwelche VIPs Termine verwalten (also eine Art priviligierter Sekretär). Erst danach kommt mir die Institution der Aufsichtsräte in den Sinn, welche in diesem Zusammenhang auch gern genannt werden. Irgendwie beruhigt es mich, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich viel Ahnung in solchen wirtschaftlichen Zusammenhängen habe, denn ich möchte noch schlafen können. Schon allein das Finanzwesen (Bedeutung von Geld) hält bessere Schocker parat als mancher Roman (der geneigte Leser mag sich erinnern). Der kleine Crashkurs von damals hat also bleibende Eindrücke hinterlassen.

An dieser Stelle sage ich mir lieber: positiv denken! Sich darüber zu beklagen, was wo wie ungerecht ist, halte ich zu so später Stunde für keine gute Idee. Oder aber mir fällt kein gewitztes Gleichnis ein, welches ich mit meiner unglaublich erstaunlichen kreativen Energie aus dem Hut zaubern könnte. (apropos Hut: sollte ich mir eine modische Kopfbedeckung zulegen?) Damit grüßt auch mein Humor diesen sonst relativ tristen Eintrag.

Es verbleibt nach einem (seltenen) System-Fehlstart
F.