Posts Tagged ‘Fernsehen’

Logbuch : neue Wege, neue Räume

April 14, 2014

Und wieder verspäte ich mich mit dem Wochenrückblick. Grund ist erneut die Auslastung am Sonntag, die mich dann nur noch das Bett hat aufsuchen wollen. Aber was passierte davor?

LeePaperAeroplanes07.04.14 : Für den Wochenstart musste ich etwas mehr planen, da ich die Gelegenheit hatte, mit S. nach Greifswald zu fahren. Dort fand eins der Konzerte von Lee MacDougall und Paper Aeroplanes statt – im Rahmen der „Tales From Britain Tour“. Es war herrlich. Wunderbare Darbietungen seitens der drei Musiker, die zum Ende sogar zusammen harmonierten. Da war es auch okay, spät abends erst wieder zu Hause anzukommen.

08.04.14 : Auch am Dienstag hatte ich volles Programm. Denn A. war so nett und gab uns von der LOHRO Charts Redaktion am Abend noch eine Studio-Einweisung in den neuen Räumlichkeiten der FRIEDA23. Und die Vorab-Einschätzung bewahrheitete sich. So große wird das Umgewöhnen wohl nicht werden.
Ebenfalls noch an dem Tag habe ich es geschafft, einen weiteren mir empfohlenen Film zu schauen. Es handelte sich um „Idioten“ von Lars von Trier. Um ehrlich zu sein, fand ich das Werk eher verstörend als unterhaltsam. (5/10)

09.04.14 : Schon wieder volles Programm? Ja, so in etwa. Wobei ein Treffen der Musikredaktion ja nicht so viel mit Stress verbunden ist. (Man darf auch später eintreffen. etc.) Ich stellte ein paar Lieder vor, von denen es auch welche in die Rotation geschafft haben. Außerdem bekam ich „Nachhilfe“, was Bands aus Manchester angeht. Und im Anschluss schauten ein paar von uns noch das Fußballspiel, welches eher traurig ausging.

10.04.14 : Das frühe Aufstehen wegen dem Zahnarzttermin ging besser als ich dachte. Und der Termin selbst erschien mir wie ein Boxenstopp – begrüßen, behandelt werden, verabschieden. Um genau zu sein, war ich sogar pünktlich fertig – also zum Zeitpunkt des Termins (weil ich ein paar Minuten eher da war). Ich weiß nicht, ob ich das schon mal hatte. Aber lustig fand ichs allemal. Nach der Arbeit ging es wieder zum IT-Treffen, wo uns weiterhin das Einrichten mit Ansible beschäftigt hält. Denn so ein Client-Rechner soll ja auch ordentlich konfiguriert sein. Danach schaute ich mir noch „Her“ an, einen der wohl besten Filme des letzten Jahres. Eigentlich würde ich darüber fast lieber einen extra Eintrag verfassen. Aber so kürze ich ab mit: sehr gut. (9/10)

11.04.14 : Der Tag war okay, der Abend umso besser. Ich besuchte G., wir sahen fern bzw. Sketche un bereiteten uns auf die Trash Party im ST vor. Dort wurde es rappelnd voll. Die DJs hatten (wieder) Aussetzer, was die Musikqualität angeht (Stichwort: 30 Minuten Hip-Hop), aber letztendlich war es doch wieder ein schöner Weggeh-Abend.

12.04.14 : Ausschlafen macht Freude. Ein lecker Frühstück auch. Danach ein weiteres IT-Treffen in der Frieda? Kommt drauf an, wie gut es vorangeht bzw. wie es mit der Motivation der Beteiligten aussieht. Jedenfalls verlief der Tag für mich im Wesentlichen in der FRIEDA23. Und würde es mir so gar keinen Spaß machen, würde ich das wohl nicht in mein Wochenende einbauen.

13.04.14 : Eigentlich dachte ich, dass die Vorbereitung für die Charts-Sendung ganz entspannt verlaufen würde, bis wir feststellten, dass nicht alle Lieder da waren. Tja, da geht die Anspannung doch noch ein wenig Richtung Hochtouren, was sich allerdings positiv auf den Sendebetrieb ausgewirkt hatte. Mit anderen Worten: ich war so mit der Vorbereitung ausgelastet, dass ich keine Zeit fürs Aufgeregtsein wegen der Sendung hatte. 😀
Danach kochten wir 4 verschiedene Puddings (von 2 Litern Milch) und erzählten über dieses und jenes, was man so im Internet findet. Und noch etwas später… war ich wieder in der FRIEDA23 wegen IT und Gedöns, wobei eher Gedöns, weil ich mit der WaveLab-Emulation eher weniger zu tun hatte. Dort erschreckte mich A. etwas mit ihrer Kenntnis über einen Teil meiner Uni-Vergangenheit, der so eigentlich nicht zu erfahren ist. (Schuld war letztendlich Vitamin B wie Bekanntschaften.)
Und Stichwort neue Räume. Am Abend besuchte ich erstmals einen Ort, den so mancher Technik-Freund Hackspace nennt. Dort erlebte ich nebst komischem Humor eine weitere Stalking-Erscheinung, als so Manches über meine Online-Auffindbarkeit „getestet“ wurde. Ansonsten versuchte ich, weiterhin mit der Schriftarbeit der Technik-Gruppe produktiv zu sein. Tja, und das ging dann bis in den späten Abend. Der Tag war um, und ich müde.

14.04.14 : Heute war ich nach der Arbeit kurz in der Stadt, die merklich „in Ferienstimmung“ ist, was ich allerdings nicht bin. Und zur Abendunterhaltung schaute ich mir vorhin die „2014 MTV Movie Awards“ an, einer Event-Show, bei der tatsächlich die „Grumpy Cat“ als anwesende Berühmtheit gefeiert wurde. Kann es ein deutlicheres Signal für den sinkenden Unterhaltungswert von Fernsehen geben? Na wie gut, dass der Spaß bei 1,5-facher Geschwindigkeit nicht so lange dauert. 😉

Es verbleibt um gutes Zeitmanagement bemüht
F.

Logbuch : wenn die Erkältung anklopft

März 17, 2014

Gestern hatte ich wirklich keine Lust mehr, irgendwas zu machen, als ich nach Hause kam. Insofern ist dies ein etwas verspäteter Wochenrückblick.

10.03.14 : Die vergangene Woche fing damit an, dass ich nicht nur immer noch etwas müde vom Wochenende war, sondern mich gesundheitlich angeschlagen fühlte. Letzteres entgegnete ich mit einer extra Kleidungsschicht, Schal und viel Tee. Als der Arbeitstag überstanden war, gab es für mich nur noch die Zielstellung: Abendessen und Bett. (mit etwas Gute-Laune-Late-Night-Entertainment)

11.03.14 : Ein leichter Aufwärtstrend war zu erkennen. Das Sonder-Treffen der Web-Redaktion war aus meiner Sicht jedoch nicht so erbaulich, da Verwaltungsabläufe nicht so erleichtert wurden, wie ich mir das gewünscht hätte. Egal, einen Arbeitstag (inklusive viel Tee) plus Sport-Einsatz später wollte ich eigentlich auch nur noch früh ins Bett.

12.03.14 : Mein Mittwoch ist ziemlich geeicht, was den Tagesverlauf angeht. Und so brauche ich hier nicht viel berichten. Außer vielleicht: Ich hatte Hühnersuppe zum Abend.

13.03.14 : Wie zu erwarten, hatte der Donnerstag einiges an Trubel für mich – Termine und ein langes IT-Treffen am Abend. Inhalt: LDAP und GOsa.

14.03.14 : Der Tag, an dem ich meine erste Radiosendung allein orchestrieren durfte. Es war ein Pi-Tag, und wie sich herausstellte auch der Geburtstag von M.. Die Vorbereitung dafür wurde bereits an den Tagen davor mehrfach verfeinert, wobei es nicht nur die Auswahl an Musik umfasst, sondern auch den einen oder anderen Sendeinhalt. Und im Nachhinein kann ich mir auf die Schulter klopfen, einen ordentlichen Sendeplan erstellt zu haben. Denn so eine Hilfestellung ist Gold wert, wenn im Live-Betrieb die Playlist verschwindet oder so. Mit dem Spektrum an älterer und ganz neuer Musik bin ich immer noch sehr zufrieden. Für Freunde habe ich bestimmt auch noch einen Link für den Mitschnitt frei. 😉
Nach zwei Stunden intensiver Anspannung war das Runterkommen gar nicht so leicht. Für den Abend gab es eigentlich keinen Plan und ich war letztendlich froh, im Sendehaus etwas Gesellschaft finden zu können.

15.03.14 : Was ist das für eine Woche, in der ich ausgerechnet an meinem geliebten Samstag frühstmöglich das Bett verlasse? Ich weiß auch nicht. Vielleicht lag es an der Aussicht auf 2 Stunden mehr Heimat und früheres Frühstück. Am Nachmittag widmete ich mich endlich wieder ein paar neuen Comics. Darunter viele neue Marvel-Serien, die sehr auf Charakterisierung setzen – beispielsweise Magneto und Loki. Zwei „Schurken“, die nun eine eigene Serie am Start haben, welche auf Eigenständigkeit Wert legt.
Mein Highlight des Tages war dann die Zubereitung von Risotto. Das Rezept von G. wurde den Gegebenheiten angepasst und das Ergebnis konnte sich für einen ersten Anlauf sehen lassen. Dazu hatten wir Hähnchen im Bratpapier. (Was es alles gibt.)
Einziger Minuspunkt geht ans Abendprogramm. Ich habe nur sporadisch zwischen ProSieben und RTL gewechselt – aber ob es nun „Joko gegen Klaas“ oder „DSDS“ ist, mein Verstand leidet.

16.03.14 : Am Vormittag schaute ich ein paar TV-Serien, bastelte an neuen Dateien für die LOHRO Charts und war dann auch wieder auf dem Weg zum nächsten IT-Treffen. Thematisch ging es um die Visualisierung des Gesamtsystems, weiteres Dokumentieren und die Frage nach der Backup-Strategie. Von den zur Auswahl stehenden Möglichkeiten blickten wir (oder vielmehr ich) zunächst auf das Tool „burp“. Und glaubt mir, da nach Tutorials zu suchen, leitet gern zu ungewünschten Inhalten. Wie ich eingangs schon anmerkte, ging das Treffen sehr lange, so dass ich danach nur noch ins Bett wollte. Aber nicht, bevor ich mich noch mit dem Konvertieren von E-Books beschäftigte.

Aussicht: in dieser Woche steht wohl ein Fußballabend auf dem Plan. Und auch die nächste Live-Sendung dürfte es wohl am Sonntag geben. Und ins Kino würde ich auch gern wieder gehen. 😉

Es verbleibt am Planen
F.

Goldene Kamera 2013

Februar 3, 2013

Wow, war das langweilig. Da versuche ich, das Fremdschämen beim Fernseh-Abend zu reduzieren, meide die Casting-Hölle (DSDS) ebenso wie die „Folter-Grinsekatze“ (Hansi) – und was bekomme ich vom ZDF? Eine unglaublich dröge Preisgala, für welche hoffentlich nicht zu viele Gebühren draufgegangen sind. Was für die Unterhaltungs-Weltmeister die Golden Globes sind, nennt man bei uns Goldene Kamera. Wobei der Vergleich hinkt, weil die Auswahl der Preisträger (aus den Bereichen TV, Kino oder Musik) nicht unbedingt auf das vergangene Jahr zu beziehen ist. Eher erscheint es, dass man alte „Show-Hasen“ noch mal eben ehren möchte, bevor sie weg vom Fenster sind, oder diese gerade an einem Comeback arbeiten.

Warum war diese Veranstaltung so frustrierend? Eine kurze Auflistung:

  • Also am Setting liegt es nicht. Die Bühne war angemessen – mit LED-Panelen versehen.
  • Moderator Hape Kerkeling hatte zwar auch schon bessere Gags auf den Lippen, kann aber auch nicht als Gegenargument angebracht werden.
  • Die Kategorien wirkten allesamt stimmig – nicht zu viel.
  • Dass man von den TV-Filmen oder nationalen Darstellern nicht unbedingt alles kennt, ist in meinem Fall verständlich. Bis ich mir den Namen einer „neuen“ Schauspielerin merke, kann es dauern. Und von deutschen TV-Filmen halte ich generell auch wenig bis nichts.
  • Da finde ich es schon bezeichnender, wenn scheinbar alle nominierten deutschen TV-Filme unter die Kategorie Krimi fallen. (Reichen Tatort und Co. nicht aus?) Andererseits rutschen Komödien schnell ab in Richtung Klamauk und bevor wir so etwas wie Science Fiction oder Fantasy (selbst im Low-Bereich) erwägen, importieren wir das doch lieber.
  • Was wir leider nicht importieren können, ist Ausstrahlung. Bei so ziemlich jedem Kamera-Schwenk ins Publikum sah man arrogante Visagen und aufgetakelte Ischen, die problemlos mit dem Hashtag „karrieregeil“ versehen werden könnten. Dagegen taten mir die internationalen Gäste wie Sigourney Weaver und Al Pacino leid, die nicht wie die Zuschauer zu Hause mal eben den Raum verlassen konnten, wenn es langweilig wird.
  • Schauspieler (international) des Jahres ist Clive Owen. Okay, er ist ein fähiger Mime. Aber warum jetzt? Was hat er in den letzten 12 Monaten geleistet, was er nicht schon davor auf seiner Filmographie hätte verbuchen können? Und gegen wen trat er ins Rennen? (Wahrscheinlich war er der Einzige mit Platz im Terminkalender.) Es sind genau solche willkürlichen Entscheidungen, die mich wundern.
  • Wie peinlich ist es bitte für einen „Musiker des Jahres“, wenn dieser (Unheilig) vom Band singt, während der fürs Lebenswerk geehrte Opa (Joe Cocker) es noch live bringt?
  • Es war genau ein einziger (vielleicht sogar noch schön-gerechneter) Prozentpunkt, der „Wetten Dass“ als beste Unterhaltungssendung auszeichnete – wohl gemerkt bei einer verkürzten Auswahl von ausschließlich öffentlich rechtlichen Produktionen. (Stimmt. DSDS, Supertalent und Dschungelcamp guckt/befürwortet offiziell auch niemand.) Dass man da noch eine Balkengrafik eingeblendet hat. Das konnte nur von der Dankesrede eines Markus Lanz unterboten werden.
  • Die für mich schlimmsten Aussetzer waren jedoch die Lobenshymnen auf Nominierte, die scheinbar endlos vorwiegend abgelesen wurden und mangels audiovisueller Untermalung so glaubhaft wirkten wie politische Reden. Das hätten doch nun echt Einspieler sein können. Und ebenso befremdlich war die Wahl der Laudatoren. (Was hat David Garrett bitte mit Joe Cocker zu tun?)

TV-Zuschauer, die sich die komplette Sendung antaten, sollten sich vielleicht rechtfertigen – für diesen Verlust an Lebenszeit. Ich habe dieses Brechmittel deutscher Unterhaltung nicht vollständig ertragen können.

Es verbleibt beschäftigt mit Frustabbau
F.

Only the horses

Mai 6, 2012

Der Titel stammt von der aktuellen Single der Scissor Sisters, die kurz davor sind, ein neues Album zu veröffentlichen und mit dem Song bereits einen Schritt näher am Mainstream sind. Das Video dazu ist auch ziemlich gelungen.

Und sonst? Tja, die Woche begann für mich in Wien bei sommerlichem Wetter, ging weiter mit einer ziemlich langen Rückreise (Stichwort Schienenersatzverkehr) und endete bei eher herbstlicher Frische am Wochenende in meiner Heimat. Dort habe ich seit langer Zeit endlich wieder ein paar Comics gelesen und etwas PS3 gespielt. Nur irgendwie ist mein Schlaf-Haushalt seit dem Urlaub noch nicht ganz wieder hier angekommen. Ich vermute, das liegt daran, dass es so früh schon hell ist. (Und dabei befürworte ich die Abschaffung der Sommerzeit.) Ach ja, im Kino war ich (natürlich) auch wieder – Stichwort Avengers. (Und ja, den Film könnte ich sogar ein drittes Mal sehen. Aber mich würde da auch der O-Ton reizen.)

Kurz zu den anderen Medien: Unter den von mir gelesenen Comics befanden sich Serien wie „Ultimate Spider-Man“ (ich weiß, dass es eigentlich „Ultimate Comics All-New Spider-Man“ heißen müsste… aber pfft) und „Catwoman“. Damit kann ich von einer ausgeglichenen Balance zwischen Marvel- und DC-Titeln reden. Im Übrigen sind beide Serien sehr lesbar und gut gezeichnet. Das freut mich besonders für Letztere, da es weibliche Hauptfiguren meist schwerer haben. Dazu gibt es ganze Vereine, die das Thema auswalzen (Stichworte wie Klischees und T&A-Faktor).
Gespielt habe ich nun den Anfang von „The Darkness“ (einer Comic-Adaption von Top Cow) – und zwar in der ungeschnittenen Fassung, was aber bisher nicht groß auffallen sollte, da ich es nicht mal über das Tutorial hinaus geschafft habe. Ego-Shootern mit Joypad ist echt nicht leicht. Vielleicht muss ich nur die Empfindlichkeit des Controllers hochdrehen. Na ja, Ende des Monats sollte sich wieder eine Gelegenheit ergeben. 😛

Ein anderes Medium, von dem ich am WE nicht verschont blieb, ist das Fernsehen, welches mich wirklich beeindruckt – dadurch, dass es tatsächlich noch schlechter geht. Damit meine ich die Unerträglichkeit von Sendungen wie diverse Casting-Formate, die wohl gerade Hochkonjunktur haben.

Ebenfalls beliebt scheint die neue Folge 23 von Alternativlos zu sein, einem von mir geschätzten Podcast. Diese konnte ich mir den ganzen Nachmittag nicht konsumieren. Aber nun hole ich das nach und mache gleichzeitig etwas Werbung dafür. Ich kann es kaum fassen, wie informativ diese Aufnahmen sind.
Und irgendwie hätte ich Lust, wieder etwas darüber zu schreiben. Aber das ist mir beim letzten Versuch nicht so wirklich geglückt. Daher rate ich den Interessierten einfach dazu, die Zeit zu investieren und sich auf die Informationsflut einzulassen. (Vielleicht gibt es auch bald wieder eine Transkription der Audioinhalte.)

In den letzten Tagen ereilte mich auch wieder eine kleine Sinnkrise. Das sind so Momente, in denen das Hinterfragen kein Ende nehmen mag. Warum das alles? Wo soll das noch enden? Immer nur Gier und Machtkämpfe und Manipulation. Dazu der ewige Meinungsaustausch zu brisanten Themen. Na ja, das kann schon mal überwältigend werden.

Ach ja, ich habe mir übrigens eine GQ besorgt und angefangen darin zu lesen. Meine Güte, ist da viel Werbung drin. Ich habe mir die Ausgabe nur geholt, weil es als Bonus das neue WIRED-Heft gibt. Kann es kaum erwarten, damit zu beginnen (nach der GQ), weil die Themen mir das letzte Mal Hoffnung gemacht haben, dass es doch so etwas wie gute Aussichten für die Zukunft gibt.

Noch kurz was zur Gegenwart: gerade bin ich in einer sozialen Playlist auf Spotify vernetzt – über die Zusatz-App Soundrop. Da können beteiligte Nutzer Titel hinzufügen und andere Vorschläge per Klick nach oben in der Spielfolge schieben. Nur leider kann der Spaß als Gratis-Nutzer schnell ein Ende haben, weil man das Streaming nur begrenzt erhält.

Einschub aus der „Probiert“-Abteilung: Backbananen aus dem TK-Fach (inklusive Honig-Sauce). Na ja, die Zubereitung im Ofen ist zwar so leicht wie bei Pizza, nur irgendwie ist der Teig nicht so passend. Der war irgendwie neutral (als ob man den auch für Chicken-Nuggets nehmen könnte). Insofern dann doch lieber „the real deal“ aufm Markt genießen oder eigens eine Friteuse einsauen. ^^

Es verbleibt ohne Pferde
F.

Spending my time

April 1, 2012

In meiner immer noch anhaltenden (wiedererweckten) Roxette-Fan-Leidenschaft bin ich erstaunt, dass ich diesen Titel hier noch nicht „verbraten“ habe. (Ich neige dazu, das vorher herauszufinden.) Passt auch so gut zum Wochenende. Denn da hatte ich Zeit. „Hatte“ weil es nun zu Ende geht.

Und was habe ich so angestellt? Gut, hier ein paar Einzelheiten: am Samstag habe ich ausgeschlafen (o, war das schön), war einkaufen, habe in Ruhe gefrühstückt, angefangen mit den ersten Episoden der ersten Staffel von „Game Of Thrones“, bin am späten Nachmittag in die Stadt gefahren, habe dort einen Subway-Gutschein aufgebraucht (Kekse!), bin nach Hause gefahren, habe gegessen und ein wenig gesungen, bin dann zum Treffpunkt (1) zum Café LOM aufgebrochen, traf nette Leute, die ich teilweise lange nicht mehr gesehen habe, bin dann wieder aufgebrochen (zu Treffpunkt 2), was mich zur „Trash Party“ (Motto: Fuck the music) in den Meli-Club brachte, wo ich mich dann vergnügt zu guter und schlechter Musik bewegt habe.
Und heute habe ich wieder ausgeschlafen (war aber irgendwie nicht so ausreichend), den Rest von „Game Of Thrones“ (Staffel 1) geguckt, Essen gemacht, eine Trash-TV-Sendung über „Prominente“ geguckt und über digitales Fernsehen gechattet, bevor ich nun an diesen Zeilen sitze.

Ach ja, die große Nachricht habe ich beinahe übersehen: am Freitag habe ich mein Ziel erreicht und das zweite Buch der „Hunger Games“-Trilogie ausgelesen. Fazit: beim Ende verkackt die Autorin erneut. Folge: ich musste danach mit Buch 3 beginnen, um noch einigermaßen zufrieden ins Bett gehen zu können.

Dieser Zusammenfassung entnehme ich: jawohl, nicht nur ist mir das mit dem Lesen geglückt. Ich habe es zudem wider Erwarten noch (knapp) rechtzeitig vor Beginn der zweiten Staffel geschafft, mich an diese beliebte Fantasy-TV-Serie heranzuarbeiten. Alles, was dafür geopfert wurde, betrifft so nichtige Dinge wie Ordnung im Zimmer und Abwasch.
Und das macht mich dann doch ein wenig traurig. Mehr Planung also beim nächsten Versuch? Oh Ikone, nein! Mein Wochenende verbringe ich lieber planlos mit Pausen am laufenden Band, als mir einen Fahrplan zu basteln, der dann in Stress ausarten könnte.
Aufräumen kostet manchmal etwas Überwindung – vielleicht schaffe ich das in der kommenden Woche, die auch nur zu 60% verplant ist. (Darunter zählt unter anderem die fast wöchentliche Inspektion eines Kinosessels in hiesigen Lichtspielhäusern.)

Aktuell denke ich gerade an das Fernsehen allgemein, welches früher einst zu meinen liebsten Hobbies gehörte und heute (leider) immer mehr verhasst ist. Damit sind nicht nur endlose Werbepausen und idiotische Anruf-Spielchen gemeint. Es ist der furchtbare Umgang mit TV-Serien sowie Filmen (Sendeplatz und Zensur), die „Nacht-Fixierung“ von informativen Reportagen und die Übermacht von „Scripted Reality“.
Nicht zuletzt die Nachricht über eine weitere Absetzung von „Harald Schmidt“ sorgte dafür, dass ich mich gefragt habe, was in den Chefetagen der Sender so abgeht. Es gab mal Tage, da konnte ich die Sendung kaum erwarten. Und heute nehme ich so eine Meldung mit überragender Gleichgültigkeit auf, weil mich das Programm überwiegend nicht die Bohne kümmert. (Da lese ich lieber ein Buch.)
Stattdessen habe ich vor Kurzem ein paar Folgen der „Daily Show“ mit John Stewart gesehen, die mir aufzeigten, dass auch im Vorzeige-Land des Entertainment solche Formate teilweise sehr belanglos erscheinen, weil es wie ein Gehetze nach Pointen und Effekthascherei wirkt. Bzw. in besagter Sendung gibt es Ausschnitte, die mich wirklich schockieren. Warum? Ich habe den Eindruck, dass die USA hinsichtlich meinungsbildender (und damit manipulierbarer) Medien dermaßen hochentwickelt sind, dass mir die Worte ausgehen. Und dann so oft dieses „Zack-Zack noch ein Interview-Gast“-Getue (im Sinne von Hektik). Der arme Gast wird dann mal eben knappe 5 Minuten mit teilweise idiotischen Fragen bombadiert, um dann bei der nächsten Werbepause zu verschwinden. Ich glaube, gute Interviews funktionieren im TV bald gar nicht mehr, bei all den Einspielern und Pausen. (Stichwort wertvolle Sendezeit) Für Zuschauer wie mich ist die Erkenntnis dabei natürlich frustrierend.

OK, und weil ich eh schon mindestens 30 Minuten länger plotte, als ich wollte – noch ein Nachschlag. Deutsche TV-Show-Prominenz wird ebenfalls zum Hass-Objekt für mich. Damit meine ich, dass ich immer weniger von diesen „Knopfdruck-Grinsern“ leiden kann. Damit fühle ich mich selbstverständlich in der Minderheit. Denn wenn es vielen so gehen würde, hätten wir nicht diese Moderatoren/Formate zu ertragen. Nein nein, einzig und allein das Abschalten ist in solchen Fällen ratsam.
Eigentlich müsste ich mich also gar nicht aufregen, weil ich mich doch so selten von der TV-Kiste berieseln lasse. Nur leider treffe ich bei den wenigen Gelegenheiten oftmals auf Pappnasen wie Geissen, Pilawa, Schreil (+Bohlen), Opdenhövel, Lanz, Kerner etc.

So, um nicht mit diesen Namen am Ende zu sein, kurz noch zu „Game of Thrones“: In einem kurzen Funken der Kreativität überlege ich, ob ich nicht auch eine epische Saga entwickeln könnte. Wie ich Bösewichte oder Monster nennen wollen würde, habe ich ja bereits aufgezählt. 😉

Es verbleibt mit Zeit
F.

You are water

Februar 16, 2012

Ja, auch am „Tag des leuchtenden Sterns“ verschaffe ich mir kurz die Zeit für einen Eintrag. Der Titel ist übrigens von der Gruppe „Wilhelm Tell Me“, die ich erst kürzlich auf meinem Radar verzeichnen darf und schöne Indie-Musik präsentiert (Anspiel-Tipp: „Lost“). Davon kann man sich übrigens bald live überzeugen – denn die touren und machen demnächst Halt in Rostock. Wie erfreulich.

Und während in Nordkorea dieser denkwürdige Tag gefeiert wird (denn auch tote „Geliebte Führer“ haben einen Geburtstag), geht woanders gar nichts mehr. Grund: Streik. Dabei hatte ich doch gestern erst die Thematik um „mehr Geld“. Da hoffe ich zumindest auf einen guten Kompromiss – letztendlich ist das ja meist ein Ergebnis.
Wäre auch krass, wenn so ein Arbeitskampf bis zum Letzten ginge. Spätestens bei der Öffentlichkeit hört der Spaß auf. Ich meine, wer ersetzt denn die ausgefallenen Tickets etc.?

Wenn Gehälter ansteigen, ist das oft eine gute Sache – anders sieht es beim Aufkommen von Ärztepfusch aus, welches mal lieber schön niedrig bleiben sollte. Jedoch gelang das scheinbar in letzter Zeit nicht (35% Zuwachs in 12 Monaten!). Oder ist das eine Auswirkung schlechter Entlohnung? Nachher sollen noch die Krankenkassen-Überschüsse in Personal investiert werden. Wie wäre es mit einem Schulfach für Hauskrankheiten (ein Jahr in Sekundarstufe 2 – wie Astronomie)? OK, das ist nicht durchdacht, aber allemal ein Vorschlag zur Weltverbesserung.

Apropos „Verbesserung“: So langsam sickert das Gerücht um Markus Lanz’s Übernahme von „Wetten Dass…“ auch auf andere News-Webseiten. Scheint also was dran zu sein. Und weil mich das Flaggschiff deutscher Fernseh-Unterhaltung so beschäftigt, gebe ich hier mal meine Wunschvorstellung an. Also, wenn ich das Sagen über die Moderation hätte, würde ich als Doppelgespann folgende Prominente auf die Zuschauer loslassen: Wolfgang Lippert und Barbara Schöneberger. Warum? Der Eine hatte schon mal die Ehre, die Sendung zu moderieren und dürfte bei manchen Zuschauern noch in Erinnerung sein. Und die Andere ist mal einfach (m)eine Göttin, wenn es um weibliche Showmaster in Deutschland geht. 😉
Na ja, bleibt abzuwarten, ob das ZDF tatsächlich auf eine Co-Moderation verzichtet, was den Fernseh-Abend um Einiges „lanz-weiliger“ werden ließe.

Wo ich schon bei TV-Gedöns bin, wurde ich vor Kurzem wieder daran erinnert, wie furchtbar „unfrei“ das Programm aus dem „Land der Freiheit“ ist, wenn es um die sogenannten „Four-Letter-Words“ geht. Was ist das? Nun, im Englischen sind es unter Anderem folgende Kraftausdrücke, die in Amiland offiziell als ultra verpönt gelten (aber im wahren Leben dort nicht wegzudenken sind): cunt, cock, dick, shit, piss, slut, twat, tits… und das allseits beliebte „fuck„. Es gibt natürlich noch mehr und Variationen. (Danke der Nachfrage.) ^^
Ich finde, dass es auf den Kontext ankommt, wann solche Ausdrücke unerwünscht sind. Ein generelles Verbot (und Zensieren) halte ich jedoch für lächerlich (Stichwort Doppelmoral).

Es verbleibt mit Teewasser
F.

Shake it out

November 6, 2011

So, heute mal im Kurzverfahren ein weiterer Eintrag nach längerer Pause. Der Titel kommt von „Florence + The Machine“, die ordentlich Medienpräsenz haben dank des neuen Albums, welches auch erstaunlich gut ist. Viele Lieder haben etwas von einer Hymne.

Nicht ganz so episch gestalteten sich meine vergangenen Tage. Wäre es ein Werbespot, hätte ich schreiben können: „Gammel-Woche bei FM014“ 😛
Na ja, aber dafür habe die wenigen Termine (Arzt und Amt) wahrgenommen und – aufgepasst – ein Buch gelesen. Ja, so etwas schaffe ich meistens besser im Urlaub. Es war der Roman „Zwei an einem Tag“, den ich dann auch noch im Kino gesehen habe. Das Buch ist wirklich gut und gibt teilweise Gedanken wieder, wie ich sie auch schon hatte. So ist das halt bei Büchern über das Aufwachsen – in diesem Fall das spätere Fußfassen im Leben ab 20. Ich kann nicht einschätzen, ob das nun ein typisches Frauenbuch (und damit dann ein typischer Frauenfilm) ist. Und auch kann ich nicht sagen, wie der Film wirkt, wenn man das Buch nicht kennt. Wie schon bei „Harry Potter“ muss bei der filmischen Umsetzung viel gestrichen werden. Dennoch war das Resultat schon gewissermaßen das, was das Buch ausmacht. Ich brauche Lesemuffeln wohl gar nicht erst zum Buch raten. Aber wie gesagt: hat was. (Buch sehr gut, Film gut)

Und wo ich schon bei Verfilmungen bin: „Die Abenteuer von Tim und Struppi“ habe ich auch gesehen. Optisch ist der Film sehr gelungen (habe dankend auf 3D verzichtet), jedoch ist der Unterhaltungswert etwas schwer zu finden. Vieles kam mir zu kindisch vor, wobei ich nicht sagen kann, inwiefern das der Vorlage gerecht wird. Insofern: eher was für Fans.

Fan von Award-Shows bin ich ja ein wenig, aber aufgrund Ablenkung und Verspätung kam ich heute nicht so recht dazu, mir die MTV Europe Music Awards 2011 aus Belfast anzuschauen. Im Nachhinein kommt es mir vor, als ob die Show heute sogar ziemlich kurz war. Dazu sei angemerkt, dass trotz des Event-Charakters gerade im britischen TV-Raum die Sendung mit deren Version von „The X Factor“ konkurrieren musste. Vielleicht betont das den Sparflammen-Eindruck.
Jedenfalls werde ich mir eine Wiederholung der Show nochmal antun müssen, um das ordentlich auszuwerten.

Zur Auswertung der letzten „Wetten Dass…?“-Sendung kann ich nur sagen, dass ich die Sendung immer noch irgendwie mag. Nur langsam geht mir das Abschieds- und Nachfolger-Gerede auf die Nerven. Muss das jedes Mal thematisiert werden? Egal, einmal haben wir den Salat noch, danach heißt es Farbe bekennen, wie es denn nun weitergehen soll.

Ich gestehe, dass ich auch kurzzeitig in „Das Super-Talent“ reingeschaut habe – natürlich mit kritischem Blick. Denn das Format samt Aufbereitung (Schnitt, Ton-Effekte etc.) gefällt mir nicht. Zu viel Ironie und Inszenierung – erinnert mich an den einen News-Artikel, der diese Art der Unterhaltung analysiert hatte (Stichwort Fremdscham usw.). Das war lesenswert.

Schließlich noch etwas aus der Geek-Ecke: habe nun ein wenig Erfahrung mit der PS3 gesammelt und das eine Batman-Spiel („Arkham Asylum“) angespielt, welches einen schön mitnimmt – also in die Story und das Setting. Nur leider fällt mir die „Leicht“-Einstellung manchmal gar nicht so leicht. Bin einfach nicht Meister-Zocker.

So, und nun sehe ich gerade, dass nach endlosen Update-Balken mein iPod scheinbar wieder zur Benutzung zur Verfügung steht und mir damit endlich wieder das Bedienen von iTunes erlaubt. Ja, das musste hier nun erwähnt werden. Habe mich bisher ja nicht umsonst gesträubt, bei all den Gigabytes ein Update zu starten. Aber nach mehreren Fehler-Meldungen beim Synchronisieren sah ich mich genötigt, meine Meinung zu ändern.

Es verbleibt weiterhin im Urlaub
F.

Skies of L.A.

Oktober 24, 2010

Ich weiß nicht, inwiefern der Titel ein Cover ist, aber ich meine die Version von Céline Dion, die übrigens jüngst wieder Mutter wurde. Gratulation dazu.
Apropos Cover: wer mal die Schändung eines Juwels an Pop- und Soundtrack-Musik hören möchte, sollte sich auf das neue Lied der Black Eyed Peas gefasst machen („The Time (The Dirty Bit)“). Das ist so grausam, dass nur die Verkaufszahlen noch mehr schocken könnten.

Ja, das muss Ironie sein. Als ich letzte Woche sehr zufrieden mit meinem letzten Eintrag war, habe ich selbigen gleich mal bei Flattr ins System eingebracht. Heute schaue ich auf die Zugriffsgrafik von WordPress und sehe rekordverdächtig wenig.

Ach ja, letzte Woche: nicht einen, nicht zwei, sondern drei Vorträge standen auf dem Plan. Zu meiner eigenen Schande gestehe ich, dass jeder hätte besser vorbereitet werden können – aber was kann das schon nicht in dieser schnelllebigen Zeit. (oje, schon wieder ein Satz, der einen altern lässt)
Na ja, es ging relativ gut, zumal ich ja hin und wieder unterstützt wurde.
Irgendwie kommt mir gerade die Frage in den Sinn, ob ich ein guter Moderator sein könnte. Aktuell wäre ich bestimmt ein wesentlich besserer Regisseur, der aus dem Off den einen oder anderen fiesen Kommentar abgibt.

Ach, und dann stellte ich heute noch fest, dass meine Hemmschwelle, ein waschechtes Vlog zu produzieren immer weiter sinkt. Ich müsste mich nur etwas mehr mit der Schnittsoftware auseinandersetzen.

Themenwechsel: ich durfte vor Kurzem wieder Zeuge der modernen Version von Menschenhandel werden (und das gewiss nicht freiwillig). Gemeint ist die deutsche Version einer Sendung zur Begabtensuche (so ließe sich jedenfalls vom Titel her schließen).
Jedoch ist es eher die schlimmste Art von „Vorführung“, die ich kenne. Was dieses Spektakel hervorruft, möchte ich mir bei manchen „Kandidaten“ gar nicht vorstellen. Auf der anderen Seite werden scheinbar auch viele Leute animiert, da mitzumachen, was ebenfalls kein schöner Gedanke ist. Aber vielleicht wäre all das noch erträglich.
Was mir wirklich aus dem Hals hängt und meinen Gemütszustand doch mehr beeinflusst, als ich es gern hätte, ist die Produktion. Die Inszenierung ist derart übertrieben, dass es mir bei jedem guten Song wehtut, der für die Untermalung von Drama oder Klamauk herhalten muss. Und dann noch Bild-und Ton-Effekte. Und nicht zu vergessen: der Schnitt. Zeitlupen und Wiederholungen bis zum Abwinken. Furchtbar.
Ja, das musste niedergeschrieben werden, da es mich gewissermaßen frustriert, wohin sich Unterhaltungsformate entwickeln.

Dazu muss mir zwangsläufig der Film „Idiocracy“ in den Sinn kommen. Dieser ist zwar keine Empfehlung wert, verfolgt jedoch einen interessanten Ansatz: die Verdummung der Gesellschaft.
Wenn ich dann noch in einer Zeitschrift von einer Lehrerin lese, die zwar engagiert ist, ihre Klasse bestmöglich zu unterrichten, aber dann angehalten wird, die Noten auf den Durchschnitt der Schule hinab zu bringen, verdüstert sich mein Bild von der Zukunft wieder ein Stück.

Politisch werde ich heute nicht mehr. Die paar Stunden, in denen ich Dateien sortiert habe (und ja, das klingt nicht nur langweilig/pedantisch), haben mir die Lust dazu genommen. Kleiner Scherz. Natürlich nimmt mir so etwas nicht die Lust. Viel mehr sind es die tollen Meldungen aus dem hiesigen Regierungsapparat, die mich allmählich nerven.

Es verbleibt unterhalb eines trüben Himmels
F.

Numb

Februar 8, 2010

In dieser Woche liefern mir die Pet Shop Boys einen passenden Titel für den Eintrag (Auszug: „all the madness“). Das mag daran liegen, dass ich in den letzten Tagen eine Überdosis Fernsehen konsumiert habe. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor. Und nun fühle ich mich übersättigt durch Nichtigkeiten.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich mich über das Programm (im Allgemeinen) bereits hier ausgelassen. Aber nun ist das Thema mal wieder aktuell für mich. Und nein, es liegt nicht am Super Bowl, der just in diesen Minuten weltweit übertragen wird.
Bzw. wenn es bloß so eine harmlose Sport/Entertainment-Veranstaltung ginge, wäre ich nicht so entrüstet. Stattdessen war es ein Bombardement an Werbung, Grinsen und Selbstinszenierung, welches mich wahrscheinlich noch eine Weile heimsuchen wird. Details will ich dem Leser ersparen.

Was war sonst noch los: In der letzten Woche hatte ich zwei übermäßig lange Arbeitstage, viel Musik gehört und wieder einige Filme gesehen (genauer: vier).
Das Wochenende begann leider mit einer unerfreulichen Überraschung, als ich dank einer suboptimalen Zugverbindung (selbstverschuldet) etwa eine Stunde in einer eiskalten Wartehalle verbringen durfte. Ich habe zwar ein paar Kapitel geschafft (endlich, nach ca. 2 Wochen Lesepause), kann aber dennoch nur davon abraten mit frierenden Händen und tränenden Augen zu lesen.

Und damit wäre ich auch schon beim wohl beliebtesten Smalltalk-Thema dieser Tage: das Wetter. Es ist Winter, es ist kalt, und der Schnee kann sich scheinbar nicht entscheiden, ob er tauen oder wieder gefrieren soll. Stellenweise ist es also glatt und sowohl für Fußgänger als auch Autofahrer unangehm (wer noch Fahrrad fährt, ist selber schuld). ^^
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal meterhohen Schnee wegschaufeln durfte. Insofern ist es schon ein bemerkenswerter Winter. Seitens einiger Bekannter wird schon der Frühlingsanfang gefordert, was jedoch mindestens einen Monat zu früh sein dürfte. Solange der Alltag nicht wie am letzten Wochenende vollends lahmgelegt wird, kann ich jedoch noch mit dem Winter auskommen.

Ansonsten kam ich am Wochenende noch in den Genuss eines ungewöhnlichen Obstsalates mit Fenchel. Beim ersten Bissen musste ich an Hustensaft denken, aber insgesamt war es doch ziemlich lecker. Überhaupt macht Fenchel in meinem Leben in letzter Zeit einen Quantensprung, wenn es um Verwendbarkeit geht. Denn abgesehen von Salat lässt sich mit Fenchel und Mango zudem noch eine leckere Beilage köcheln.
Wird es also Zeit für einen neuen Trend? Na ja, warum nicht? Es muss ja nicht gleich ein Themenabend im Fernsehen werden (obwohl das vielleicht sogar noch eine Verbesserung wäre).

Es verbleibt immer noch leicht TV-geschädigt
F.

Give it 2 me

Mai 9, 2009

Paul Oakenfold schuf einen sehr trance-lastigen Remix zu diesem Titel, der mich wie das Original auf Reisen begleitet (mp3-Player) und daher heute diesen Eintrag ziert.

Wochenend-Stimmung bestimmte den Tag und so fällt die Bilanz relativ gering aus. Wobei das wiederum auch eine Meisterleistung hinsichtlich Kurzfassung sein könnte.
Na ja, heute widmete ich mich der Lektüre, genauer meinem aktuellen Buch und ein paar Comics. Das hält einen auch ganz schön beschäftigt. Erfreulicherweise liest sich das Buch nicht so dröge wie das letzte und der bebilderte Lesestoff konnte auch überzeugen, was ich wohl meiner geschickten Auswahl nach Lieblingsautoren verdanke. Mit Werken von Brian Michael Bendis oder Mark Millar hatte ich eigentlich nie einen Reinfall erlebt.

Insgesamt verlief alles recht entspannt, wenn auch ich mir ein besseres Abendprogramm gewünscht hätte. Zumindest bin ich nun auf dem Laufenden, was irgendwelche Casting-Resultate angeht (der geneigte Leser mag die Details erahnen). Mein Eindruck: teilweise belanglos und teilweise vorhersehbar.
Erneut kam mir in den Sinn, dass eine Zeit (vielleicht gar ein Leben?) ohne Fernseh-Programm mir heute wesentlich leichter fallen würde als noch vor ein paar Jahren. Übertrieben formuliert könnte ich fast von einer „Medienverdrossenheit“ reden, was vielleicht mit einer vorübergehenden Übersättigung zusammenhängt. Es gibt ja durchaus Abende, an denen ich das Programm ansprechend finde und mich gern berieseln lasse, was jedenfalls heute nicht der Fall war.
Ob ich solche Gedanken nun bedauerlich oder befürwortend bewerten sollte… da bin ich unschlüssig.

Es verbleibt kurz vor dem Muttertag 2009
F.