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Ansichtssache: Star Wars VII

Dezember 17, 2015

Vorab: Die Tatsache, dass ich nicht den offiziellen Titel für die Überschrift benutze, soll nicht als Respektlosigkeit gelten.

Da ist es also. Das Werk, welches uns den letzten (dümpelnden) Besuch einer Galaxie fernab (Episode III) vergessen lassen soll. Eine neue Hoffnung keimte auf, denn es sollte nach vorne geschaut werden… in eben jene Welt, wie sie etwa 30 Jahre später aussieht. Und immer noch gibt es viel Krieg zwischen den Sternen. Natürlich spielen die Gründe keine Rolle, weil das eigentlich nie wichtig war. Bzw. die Abkürzung ist ja oftmals „Machtgier“. Ich schweife ab. Viele haben jedenfalls auf diesen Film gewartet.

Mit einem riesengroßen Legat (und quasi Hausmarke) startet der neue „Krieg der Sterne“ nicht umsonst zu einer Jahreszeit, in der die ganze Familie ins Kino gezogen werden soll. Da müssen Zielgruppen bedient werden. Und nicht zuletzt hat ja auch Disney einen Ruf. Nebenaspekte, die für ein schönes Erlebnis nicht im Weg stehen müssen… und es in diesem Fall aus meiner Sicht auch nicht taten.

Zu den Stärken von „Star Wars: The Force Awakens“:

  • Technischer Schnickschnack: Wer hätte allen Ernstes angezweifelt, dass ein „Star Wars“-Film nicht brilliert, wenn es um Spezialeffekte geht. Da braucht man auch nicht auf Trends wie urst lange Kamerafahrten setzen.
  • Retro/Nostalgie: es tut schon gut, den einen oder anderen Verweis auf die ursprüngliche Trilogie aufzugreifen. Seien es bekannte Gesichter/Charaktere oder Orte bzw. Fahrzeuge. Auf etablierte Elemente setzen, war schon bei anderen Filmreihen kein schlechter Zug.
  • Cuteness Alert: Unabhängig von Vermarktungsstrategien der Merchandise-Industrie… so ein kleiner Droide mit Eigenwille hat schon was.
  • Diversität: Die Mischung aus männlichen/weiblichen/bunten Anteilen der „Main cast“ könnte aus meiner Sicht sogar noch weiter ausgebaut werden.
  • Tempo: Hier wird nicht lange gefackelt. Es gibt kaum Atempausen. Und schwupps, sind 2 Stunden vergangen.

Und wo schwächelt „Das Erwachen der Macht“?

  • Tempo: Charakter-Momente bleiben auf der Strecke.
  • Retro/Nostalgie: Eine ganze Reihe an Anlehnungen zu Episode IV kann kein Zufall sein. Und wenn das schon an ein Remake grenzt, sollten sich die Drehbuchautoren besser nicht zu sehr damit brüsten, an diesem Film gearbeitet zu haben. Stichwort Einfallslosigkeit.
  • Handlungslöcher: Stellenweise fehlen mir Erklärungen, die man durchaus hätte unterbringen können und sollen.
  • Das Ende: Kein Kommentar, aber da wäre viel mehr drin gewesen.

Fazit: Ach schade. So wird das nichts mit „Film-Highlight des Jahres“. Was bringen eine Tonne an Effekten, schöne Kulissen und eine gute Besetzung, wenn die Geschichte nicht zieht? Das bringt dank Franchise und Hype haufenweise Einnahmen… Und letztendlich zählt das mehr als zufriedene Zuschauer (jenseits des Teen-Alters). Kann ich den Film nun weiterempfehlen? Kommt drauf an. Freunde von Science Fiction und Action, die mit seichter Handlung leben können, dürften ihren Spaß haben, denn der Film ist kurzweilig. Braucht man Vorwissen? Vielleicht sogar besser nicht. 😛
Aber das Kinojahr hatte bessere Momente als diesen. (7/10)

Ansichtssache: Terminator Genisys

Juli 22, 2015

Also zunächst einmal möchte ich mich kurz über diesen Namensgebung “Genisys” aufregen… Warum das “i”? Das verstehe ich einfach nicht. Wäre ein zweites “e” nicht so viel sinnvoller?

OK, weiter geht es mit der nüchternen Betrachtung: Wenn man all die Déjà-vu-Aspekte und Handlungselemente abzieht, komme ich zu dem Schluss, dass dieser Film eigentlich nur dazu da war, um Arnold Schwarzenegger zum Einen wieder mit der Terminator-Franchise zu verbinden und zum Anderen sein Alter “logisch” zu begründen. Das alles wird dann mit viel Bumm-Bumm-Action Marke Greenscreen garniert, was stellenweise auch imposant ist. Überhaupt sind so manche Remake-Anleihen und Remix-Ideen durchaus gelungen und spannend. Jedoch verliert sich die Wirkung durch abstruse Erklärungsversuche in Dialogen. Stichwort Zeitreisen-Talk. Und nicht zuletzt schwächelt der Film dank der unzureichend ausgearbeiteten Charaktere. Stichwort Klischees. (“Ich kenne dich zwar nur über Erzählung und gerade mal seit ein paar Stunden in echt, würde aber für dich sterben.”) Und dann sehen die zwei Hauptdarsteller auch noch aus wie aus dem Model-Katalog. Es fehlt ein weiteres Mal der Mut zur Kante – quasi Effekte-Bizeps bis zum Abwinken, aber keinen Arsch in der Hose für konsequentes Storytelling. Ein eher unerwarteter Pluspunkt sind dafür die humoristischen Momente der Selbstironie. Ich glaube mehr Lacher hatte kein Teil davor.

Fazit: Die Fans sollte es freuen, dass nach über zwanzig Jahren mal wieder ein annehmbarer Terminator-Film entstanden ist, der sogar Spielraum für die Zukunft bereit hält. Andererseits wäre es töricht zu denken, bei diesem Teil handle es sich um einen Abschluss. Inwiefern in der nächsten Fortsetzung Arnold mehr in echt oder mehr animiert dabei sein wird, bleibt abzuwarten. (7/10)

Logbuch : huch, Pfingsten ist auch schon längst vorbei

Juni 2, 2015

Dass diese Aufarbeitung ein wenig überfällig war, verschweige ich gar nicht erst…

13.05.15 : Long time no see könnte man meinen, da ich nun seit Wochen nicht mehr bei einem Treffen der Musikredaktion dabei war. Und zur Erheiterung konnte ich sogar mit ein paar Songs für die Rotation punkten. Auf dem Weg zum Hackspace traf ich F. wieder, welche nach langer Zeit und Reisetätigkeiten wieder in der Stadt war. Die Weggeh-Pläne seitens G. wurden in Richtung Farellis abgeändert, wo ich mich auch noch zu später Stunde einfand, was vielleicht nicht die beste Idee des Abends (oder der Nacht) war.

14.05.15 : (Extremes) Ausschlafen am Feiertag: check. Viele Mails und Nachrichten aufarbeiten nach dem Aufstehen: check. Und schließlich mein “Highlight” des Tages: die Steuererklärung. Das sowie Wäsche hat mir dann auch gereicht.

15.05.15 : Es ist Internationaler Familien-Tag und wie starte ich den? Mit einer Frühschicht im Radio. Nachdem ich meine letzte Sendung komplett gegengehört habe, war ich erpicht, mich zu verbessern. Keine Ahnung, ob sich das bemerkbar machte. Spaß hatte ich trotzdem. Einen Arbeitstag später eilte ich abermals ein paar Kilometer durch die Stadt, weil eigentlich ein Theaterbesuch auf dem Plan stand. Dieser fiel allerdings kurzfristig aus (inklusive Nachholtermin). G. und ich erkundeten ersatzweise den Edeka-Markt auf der Holzhalbinsel, trafen auf K. und probierten komische Brause, während das Umfeld einen leichten Ghetto-Flair versprühte. Später sagte ich noch bei S. hallo und durfte leckere Burger probieren. Und noch später ging ich mit einer Gruppe Rollenspieler zur Spätvorstellung des Klassikers “Blade Runner” (im “Final Cut” & O-Ton) ins LiWu. Trotz meiner Müdigkeit ließ sich das Erlebnis noch mühelos mitnehmen. (Stichwort Überlänge)

16.05.15 : Ach, endlich wieder ausschlafen. Dann zu einem erhellenden Treffen der Technik-Gruppe, bei dem ich auf einem neuen V-Server nginx installierte (etc.). Von da aus ging in die Innenstadt, um mit V. und K. abermals “The Avengers: Age Of Ultron” zu schauen. Schöner Popcorn-Film, auch bei der zweiten Sichtung. (Ironischerweise die zweite Spätvorstellung an aufeinanderfolgenden Tagen.)

17.05.15 : Ausschlafen! Erster Stopp: LOHRO, wo sich die Leute schon auf den Nachmittag vorbereiteten. Denn es war der Tag des Rostocker Citylaufs. C. drückte mir die Kamera in die Hand und so wurde ordentlich fotografiert. Selbst ein Regenschauer störte nicht groß. Nach einiger Nachbereitung war ich dann wieder müde vom Tag und wollte es mir mit dem nächsten Wochenstart nicht verscherzen.

18.05.15 : Von den in der Nacht zum Montag stattfindenden 2015 Billboard Awards sollte ich an dem Tag nicht viel mitbekommen. Denn es gab zu tun, Sport und einen weiteren Abstecher in den Zwischenbau, um DIAS mal live zu erleben. Dabei waren die nicht mal der Main Act – das waren “Yes, we brace”. Auch nicht schlecht. Und als Vor-Vor-Band Jesters – ebenfalls sehenswert. 3 Bands an einem Abend. Im Anschluss war ich mit A. noch im REWE shoppen und gönnte mir leckeren Multisaft für den Heimweg. Zu Hause angekommen, plottete ich noch kurz meinen Musikjournal-Eintrag, um dem “Music Monday” noch gerecht zu werden.

19.05.15 : Es gibt so Tage, da kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Warum ausgerechnet zum Zeitpunkt meines Fußwegs von der Arbeit Richtung Freigarten ein Wolkenbruch stattfinden musste, ordne ich dem Zufall zu. Ich war jedenfalls nass und daher ein wenig kurz angebunden. Die Laune besserte sich dann bei einem Abendessen bei El Waleed. Danach traf ich bei LOHRO noch auf A.. Wir erzählten und gingen dann zu P. und von dort aus mit J. durch die KTV für einen “Sonderauftrag”.

20.05.15 : Auf Arbeit gab es Besuch aus Berlin und anlässlich dessen einen Termin für den Feierabend. Allerdings nicht, bevor ich beim Treffen der Musikredaktion vorbeigeschaut hatte. Es sollte noch ins (nun neu betriebene) Irish Pub gehen, wo man Guinness nicht mehr auf dem Menu findet. Hm, na ja, irisch wirkt es trotzdem noch auf mich.

21.05.15 : Dieser Tag war insofern außergewöhnlich, da ich mir mal zur Abwechslung wieder eine Nachmittagssendung geben wollte. Dass Studiogäste aus dem projekt:raum im Plan standen, erhöhte den Spaßfaktor. Im Anschluss gab ich mir Sport und einen Einkauf, bevor ich wieder in den Redaktionsräumen verweilte, um meinen Podcast um eine Folge zu erweitern.

Stadthafen_Mai201522.05.15 : Das schönste an diesem Freitag war wohl der Ausflug zum Hafen am Abend – trotz meiner Schwierigkeit, den richtigen Treffpunkt ausfindig zu machen. Mit J. und S. ging es dann noch zum Späti für Dosennahrung (Ravioli).

23.05.15 : Huch, verschlafen. Dann eben einen Zug später in die Heimat. So mein Start ins Wochenende. Und was für eine Fahrt es war. Ich hatte den Eindruck, dass ich doppelt so viele Gedanken als gewöhnlich hatte. (Transzendenz maybe?) Wahrscheinlich tut die Musik auf den Ohren den Rest. (Ich wechselte während der Reise von Balladen auf schnellere Titel.) In der Heimat verbrachte ich am Nachmittag ein paar Stunden am Audioschneiden und hatte sonst eher viel Ruhe für den Tagesrest.

24.05.15 : Pfingstsonntag sollte mich nicht ausschlafen lassen. Denn ein “Roadtrip” war vorgesehen. Es ging auf die Insel Ummanz bzw. die Bauernhöfe in der Nähe. Ich ließ es mir nicht nehmen und probierte Spargel ala Bauer Lange. Mit ganz viel Land und frischer Luft. Nach so einem Ausflug gönnte ich mir Schlaf und einen weiteren ruhigen Abend mit Berieselung in Form einer DVD.

25.05.15 : Der extra Feiertag zum Start in die Woche tat mir außerordentlich gut. Die freie Fläche im Kalender sollte auch überwiegend frei bleiben. Am Abend ging ich zum Vereinsgrillen der Opennet Initiative und probierte unterschiedliches Grillgut. Die von mir mitgebrachten Marshmallows kamen scheinbar auch gut an. So war L. eine ganze Weile damit beschäftigt. C. überredete mich noch zu einer kreativen Zuarbeit für ihr Cryptoraum-Projekt. Und so verlagerten wir die Runde noch in einen anderen Stadtteil. Leider verlor ich dabei ein wenig das Gefühl für die Zeit.

26.05.15 : Entsprechend unschön empfand ich den Start in die Arbeitswoche. Allerdings fand ich im Tagesverlauf noch die Motivation für eine Spätschicht und bin nach Sport und Abendessen zum zweiten Mal an diesem Tag ins Büro gegangen.

27.05.15 : An dem Tag fand seit Langem wieder ein LOHRO-Stammtisch statt. Leider zeichnete sich im Verlauf des Tages ab, dass ich und andere es nicht dahin schaffen würden. Und so blieb es beim Üblichen – Treffen der Musikredaktion und Besuch im Hackspace.

28.05.15 : Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So ergab sich dann für diesen Abend ein Wiedersehen mit K. und S., welche im Besorgungsstress fürs Wochenende waren. Selten erschien mir ein Besuch im REWE so chaotisch. Danach aßen wir bei El Waleed und wuselten durch die KTV.

29.05.15 : Der Freitag wurde zum zweigeteilten Arbeitstag, da ich gern den Beatbetrieb (am frühen Nachmittag) moderieren wollte. Gesagt getan. Hat Spaß gemacht. Am späten Abend aß ich eine Kleinigkeit, wollte mal die Kunstnacht mitnehmen und traf G. auf dem Hinweg in die Altstadt. Dort hat sich doch Einiges verändert. (Gefühlt war ich da fast 2 Jahre nicht mehr.)
Spätvorstellung “Mad Max: Fury Road”: check. Der Film wurde ja von vielen Seiten gelobt. Sonst hätte ich mir das Spektakel (im unnötigen 3D) wohl nicht gegeben. Und was soll ich berichten. Der Film ist aus meiner Sicht maximal okay. Grund dafür ist die sehr spärliche Handlung, die durch bunte Bilder, rasante Verfolgungsjagden, krass geschminkte Menschen und ein paar Effekte nicht wett gemacht werdn kann. (7/10)

30.05.15 : Ich stand gegen 9 Uhr auf, ging einkaufen und gönnte mir ein leckeres Frühstück. Nach dem Abwasch war ich auf dem Weg in die KTV, wo ich ein wenig beim LOHRO-Stand-Aufbau behilflich war. Für viel Betreuung hatte ich die Zeit nicht. Denn gegen Mittag trafen wir uns am Eingang zum Brauereihoffest, welches mir jedes Jahr unattraktiver vorkommt – jedenfalls, wenn man es mit früheren Jahren vergleicht. Wir schauten uns das kleine Museum an und flohen vor dem “heiteren” Bühnenprogramm. Nächster Halt Margaretenplatz. Ebenfalls eher überschaubar. Dann doch lieber einen Snack bei El Waleed. Von da aus wollten wir eigentlich das “Offene Regenbogenhaus” erkunden, welches allerdings geschlossen war. Also machten wir am Brink Halt, wo eine Schülerband ihren Soundcheck hatte. Die Gruppe wurde größer und wir machten uns auf in den Freigarten, wo es unter anderem Kuchen gab. Danach lauschten wir den Chorproben in der Heiligen-Geist-Kirche, waren nochmals kurz auf dem Margaretenplatz und gönnten uns teilweise noch Eis von der Eisscholle, bevor sich die Gruppe auflöste. Für mich ging es am Abend noch zum Sport. Dann erreichte mich die Anfrage nach Übernahme der Charts-Sendung am Sonntag. Und am Abend wurde dann bei S. ordentlich geschlemmt, was den unschönen Spielverlauf des DFB-Pokalfinales erträglicher machte. Ach, das Kniffelspielen war auch spaßig.

31.05.15 : Komisch. Eigentlich konnte ich ausschlafen und war doch eher nicht willig, am Vormittag aufzustehen. Egal, eine Sendung sollte gefahren werden. Ich konnte noch A. als Co-Moderatorin gewinnen – und so gingen mal eben über 3 Stunden Freizeit drauf (inklusive Vor- und Nachbereitung). Weitere Vorbereitungstätigkeiten für eine andere Sendung beschäftigten mich bis in den Abend. G. erinnerte mich an das Vorhaben, mal wieder extrem scharf zu essen. (Nach dem Motto geteiltes Leid…) Auf ging es also zu Coney’s am Dobi, der immer noch den Hot Dog “FSK-18” im Angebot hat. Und hui, war das wieder eine Herausforderung. (“Kontrollierte Vergiftung” meinte R. im Nachhinein.) Die Nachwirkungen begleiteten mich den Abend dann noch im Hackspace, wo ich eher weniger produktiv sein wollte und auch nichts gegen einen früheren Aufbruch hatte. Zu Hause nur noch das Bett.

01.06.15 : Frisch auf in eine neue Woche und das mit Überstunden. Mit Freude nahm ich nebenbei zur Kenntnis, dass M. gerade in der Stadt ist. Wir verabredeten uns für den kommenden Tag. Am Abend reichte meine Aufmerksamkeit nur noch für eine Folge “Last Week Tonight”. (Denn Müdigkeit kennt manchmal keine Grenzen.)

Es verbleibt gut in den Juni gekommen
F.

Logbuch : Erkenntnisse und Filme

März 21, 2015

Dass diese Tage mir ungewöhnliche Zeiten der Reminiszenz bieten würden, war mir klar, aber dass das Bloggen schon fast ein wenig schleift, erscheint mir andererseits überraschend. Nun denn…

12.03.15 : Der Tag in vier Worten: Sport, Haarfarbe, Arbeit, Redaktionskonferenz.

13.03.15 : Die Freude am frühen Aufstehen hielt sich in Grenzen, aber im Laufe der dreistündigen Radiosendung wurde ich munterer. Immerhin wollte ein freier Tag genutzt werden. Ein wenig redaktionelle Arbeit später war ich auf dem Weg nach Hamburg, wo mich K. vom Hauptbahnhof abholte. Zum Abend kochte/improvisierte ich bei ihr Risotto und erfreute mich/uns an neuen Folgen Big Bang Theory und Modern Family.

14.03.15 : Für dieses Wochenende wurde Einiges umgeplant. Zunächst nutzte ich die Gelegenheit für extensives Ausschlafen. Dann besuchte ich den erkrankten K. mit Franzbrötchen. Wir unterhielten uns eine Weile. Am Nachmittag schlenderte ich erstmals durchs Schanzenviertel, welches mich sehr an London erinnerte. Danach wuselte ich noch durch die Einkaufsgegend um den Hauptbahnhof, wo ich nicht wirklich in Konsum-Laune war… bis ich es mir anders überlegte und nach Schuhen Ausschau hielt. Mit drei Tüten kehrte ich am Abend zurück. Eine davon enthielt eine bunte Mischung Donuts. Zum Dinner gab es Nudeln. Ich ließ mich auf einen TV-Abend ein, der mir fast die Nerven raubte (schon wieder DSDS). Wir machten uns danach in Richtung St. Pauli auf den Weg, wo ich erstmals die Gegenden jenseits der befahrenen Straßen mit all ihren Besuchern erleben durfte. Und wieder fühlte ich mich an London erinnert. Im Sommersalon hatten wir Cocktails und im Mash-Up verweilten wir auf der Tanzfläche. K. plante den Ablauf so gut, dass wir zu ihrer präferierten Zeit wieder auf dem Heimweg waren.

15.03.15 : Nach einem kurzen Frühstück brachte mich K. zum Bahnhof, wo ich mir noch Franzbrötchen holte, bevor mich der Zug (relativ pünktlich) nach Hause brachte. Dort verweilte ich nur kurz und war dann schon wieder in den Redaktionsräumen des Lokalradios aktiv. Von da aus ging ich zum Hackspace, wo es keine zehn Minuten dauerte, bis G. als erster Gast eintraf. Der Abend war semi-produktiv und hätte durchaus früher enden dürfen…

16.03.15 : Warum ich mir nicht einfach ein paar Stunden mehr Schlaf gönnen wollte, bleibt mir im Nachhinein ein Rätsel. So sollte es dann doch eine weitere Woche werden, die ich mit der Montagsrunde bei LOHRO beginne. Eine willkommene Mittagspause verbrachte ich mit K. in der KTV-Kantine bei schönstem Sonnenschein. Inwiefern ich mich abends noch zu einem Kinobesuch entscheiden würde, blieb im Tagesverlauf ungewiss. Und die Ironie, dass der einzige Vorführtermin von “Leviathan”, der mir in den Kram passte, ausgerechnet der im russischen O-Ton mit Untertiteln sein sollte, lässt mich heute noch schmunzeln. Aber das Erlebnis war es wert. So ein Film gewinnt dadurch an Authenzität, wenn auch ich hoffe, dass nicht alle Dramen dort einen derart düsteren Verlauf nehmen. Ein sehenswerter Film ist es allemal – allein der Landschaften wegen. (8/10)

17.03.15 : Lange nicht mehr in einer Art Prüfungssituation gewesen, dachte ich mir am Vormittag, an welchem meine Erklärkünste auf die Probe gestellt wurden. Nach ein paar Auswertungsrunden und einem sehr merkwürdigen kurzen Arbeitstag verausgabte ich mich mit sportlichen Höchstleistungen. Erfreut schaffte ich es zum vereinbarten Treffpunkt, um mit G. und N. nach Lütten Klein zu fahren, wo wir “Kingsman: The Secret Service” im Kino sahen. Die Comic-Verfilmung gefiel mir besser als die Vorlage und war dennoch so dermaßen abgedreht, dass ich das Werk nicht uneingeschränkt empfehlen kann. (8/10)

18.03.15 : Der Mittwoch gab mir im Wesentlichen zu denken. Unter anderem sorgten Redaktionstreffen dafür. Im Ausgleich zum “gedanklichen Overhead” freute ich mich über die Einladung von S., mal wieder ein Champions-League-Spiel in Gesellschaft zu schauen, wenn auch es zum vorerst Letzten mit BVB-Beteiligung werden sollte.

19.03.15 : Es kommt nicht oft vor, dass der vierte Tag einer Woche für mich zum dritten Kinoabend wird. Aber in dieser Woche hat es sich irgendwie angeboten. In heiterer Runde schauten wir (abermals in Lütten Klein) den neuen Disney-Film “Cinderella”, der kitschiger kaum hätte sein können. Und all der Pomp erst. Animierten Tieren sei dank, fand sich bei all dem Idealisieren noch etwas Herz (im Kommerz). (7/10)
Der Tag war damit allerdings noch nicht vorbei, da ich noch J. besuchte und beim Hantieren mit Färbemitteln helfen konnte.

ktv_mrz1520.03.15 : Großes Hype-Thema war natürlich die Sonnenfinsternis, von der dich bis vor einer Woche noch gar nichts wusste. Das Schauspiel ließ sich ohne Hilfsmittel auch nur schlecht verfolgen, war aber dennoch irgendwie spannend. Eine lustige Reflexion verhalf mir zum Foto während der Hochphase (aus MV-Sicht). Der Arbeitstag wurde durch ein absolut außergewöhnliches Mittagessen unterbrochen. Zusammen mit S. und K. besuchte ich erstmals die Sushi Bar am Dobi, wo es allerlei Auswahl gibt. Wir kosteten uns unter anderem durch Spinat-Salat und Grüner-Tee-Eis. Und ich fühlte mich wirklich satt danach, was ich so nicht unbedingt erwartet hatte. Am Nachmittag wurde es etwas hektisch, da ich mir doch gern etwas mehr Vorbereitungszeit für die Nachmittagssendung gewünscht hätte. Na ja, dafür mangelte es mir nicht an Inhalten. S. und C. schauten auch noch kurz vor Schluss vorbei. Ein für den Abend geplantes Couchsurfing-Event wurde verlegt, weswegen ich mich dann doch für ein Abendessen zu Hause entschied. Nebenbei schaute ich noch ausgelassene Folgen Family Guy und Modern Family. Aber richtig begeistern taten mich die Comics, die ich mir vornahm – unter anderem die neuesten Ausgaben “Batman Eternal” und “Saga”. Und dann war da noch der günstige Anlass. Denn kürzlich fand “The Private Eye”, eine meiner Lieblingsserien der vergangenen Monate, ihren Abschluss. Was für eine verdrehte und geniale Serie. Ich denke, ich sollte den 10-Teiler ein weiteres Mal am Stück lesen. (Und überhaupt sollte ich wohl wieder mehr lesen… es hat sich so Vieles angestaut.)

21.03.15 : Ausschlafen? Fehlanzeige. Dafür war ich schon zeitig einkaufen, frühstücken und werkeln – und zwar an Trailer-Snippets für die nächste Monatsrubrik. Das Gewusel des offenen Tages bei LOHRO tangierte mich da nur wenig. Eine (etwas verlängerte) Fahrt in die Heimat später saß ich schon wieder an der Rubrik, fühlte mich dabei auch erfreulich produktiv. Ich schaute “Real Time” und las mich durch Fefes Blog… fühlte mich dann also noch informiert… und nun (nach einem backwaren-reichen Abendessen) etwas müde.

Es verbleibt mit guten Vorsätzen für die kommende Woche
F.

Ansichtssache: Birdman

Februar 25, 2015

Gerade noch rechtzeitig habe ich den Film vor den Oscars 2015 gesehen und kann demnach endlich mitreden. Ist “Birdman” ein Film des Jahres? Handwerklich auf jeden Fall. Dazu steckt zu viel Originalität in der Machweise, als das man die Dramödie auslassen sollte.

Für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es dennoch nicht, da die Thematik um das neurotische Schauspier-Dasein am Theater relativ wenig Zugang für Außenseiter bietet. Zwar schaut man der Besetzung dank genialer Kamerafahrten quasi über die Schulter, aber mehr als Kopfschütteln blieb zumindest bei mir als Reaktion nicht übrig. Hinzu kommt die Wirkung auf der Meta-Ebene – weil mit Michael Keaton, Edward Norton und Emma Stone der reale Bezug zu Comic-Verfilmungen gegeben ist. Sogar der Verweis auf 1992 sitzt nicht nur im Filmkontext um einen gealterten einstigen Megastar.

Fazit: „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“  fordert den Zuschauer mit kantigen Figuren und einer eigentümlichen Erzählstruktur. Belohnt wird man dafür mit origineller Kameratechnik und überzeugenden Darstellern. (8/10)

Ansichtssache: CITIZENFOUR

Dezember 9, 2014

Endlich wieder ein Film, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Und dann noch ein Dokumentarfilm. Dabei stellte ich mir zunächst die Frage, inwiefern der Inhalt überhaupt Neues oder Spannendes aufarbeiten kann. Ich wusste jedoch auch nicht viel über die Entstehungsgeschichte des Werkes. Daher rechnete ich mit einem Zusammenschnitt von bereits veröffentlichten Interviews und Medienberichten. Insofern ließ ich meine Erwartungshaltung bewusst niedrig und schaute mir nur kurz den Bewertungsstand bei IMDb an, als ich mich für den Kinobesuch entschied. Und oh, was eine richtige Entscheidung. (Großer Dank an das LiWu, den Film hier zu zeigen – und dies sogar in der OmU-Fassung.)

Der Titel „Citizenfour“ bezieht sich auf den Nutzernamen, mit dem Edward Snowden Anfang 2013 Kontakt zu der Filmmacherin Laura Poitras aufnahm. Letztere erfuhr aufgrund ihrer kritischen Dokumentarfilme über die USA nach 9/11 bereits einige unangenehme Folgen, die es so geben kann. Stichwort Watchlist. Nur passend also, dass sie mit dem Filmen der Ereignisse um den Whistleblower eine Trilogie abschließen konnte.

Und filmisch macht dieser Film nahezu alles richtig. Wer hätte gedacht, dass knapp 2 Stunden Dokumentation von größtenteils bekannten Tatsachen so spannend verpackt werden können. Zusätzlich bekommt der Zuschauer einen unmittelbaren Eindruck der so entscheidenden ersten Treffen zwischen Snowden und Greenwald – dem Kennenlernen und dem Wissensaustausch. Und über die Reichweite der Enthüllungen muss ich wohl keine Worte verlieren.

Fazit: Dies ist ein „Must-See“-Film für jeden einigermaßen aufgeweckten Menschen, der einen wichtigen Teil Zeitgeschehen auf spannende Weise zusammengefasst nachvollziehen möchte. Und ja, ich habe mich trotz der Ernsthaftigkeit der Inhalte keine Minute gelangweilt. Auch handwerklich kann die Dokumentation punkten. Und selbst, wenn aus Dramaturgie-Gründen ein paar Details anders zusammengeschnitten wurden, schadet das in keinster Weise der Bedeutung des Films. Ohne Einzelpersonen glorifizieren zu wollen, bin ich der Meinung, dass wir froh sein können, dass es solche Menschen gibt, die mit ihrem Wirken hoffentlich nachhaltig für Inspiration und Anlass zum Nachdenken sorgen. (9/10)

Es verbleibt als Nummer unter vielen
F.

Na Hauptsache smart

September 14, 2014

smatch

Da war es am Dienstagabend mal wieder so weit und eine große Firma schaffte es erneut, einen Teil der digitalen Community über alle Zeitzonen hinweg gebannt zu halten. (Am besten übrigens mit dem haus-eigenen Browser.) Der Ablauf ist Erfahrenen bereits bekannt: Zunächst das übliche Gebabbel über die besten Absichten und eigene Erfolge, bis dann wieder ein neues „bestes“ Mobiltelefon vorgestellt wird.
Zyniker können ihren Counter wieder auf 365 Tage stellen – denn so in etwa dann wird dieser neue heiße Scheiß überholt sein.

Der Markt hat gesprochen – und mehr Display lautet die Parole. Demnächst kann man also in ausgewählten Geschäften in der Sparte Telefon zwischen 3 Größen/Auflösungen wählen. Die restlichen Upgrades/Unterschiede sind für Alltags-Anwender eigentlich ziemlich unbedeutend geworden. Es sei denn, aus der Handy-Kamera soll etwas mehr herausgeholt werden. (Man finde den logischen Fehler im letzten Satz.)

Egal… mir geht es eher um Folgendes:

Die Zeit der sogenannten „Wearables“ hat einen neuen Einsteiger gefunden, welcher den Konkurrenzkampf höchstwahrscheinlich beleben wird. Und die Marketing-Fans können sich schon jetzt auf all die Momente freuen, in denen der Masse verklickert werden soll, dass ein Leben mit Smartwatch besser ist.
Ja, die „umständliche“ Handbewegung Richtung Smartphone mag damit in der Häufigkeit abnehmen. Und nach einer intelligenten Brille kommt es doch auf einen weiteren „Screen“ (plus Akku) am Körper auch nicht mehr an, oder? Dafür endlich hautnahe Impulse, wenn es um Termine, Wegstrecken oder Messaging geht. Aber soll es das mit den überzeugenden Argumenten dafür gewesen sein? Okay, das, was früher als Special-Effect in Filme eingebaut wurde, kann der verspielte Technikfreund nun in echt haben. Bloß wer wird denn wirklich später mal Fotos auf seinem Handgelenk betrachten wollen?

Mühe hat man sich offensichtlich gegeben – sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Präsentation. Und Erwartungen sollten erfüllt werden. Wer weiß, wie priviligiert sich manch Besucher im Publikum gefühlt haben muss. Ich denke, selbst als Außenseiter könnte sich die Spannung auf einen übertragen. Und ich persönlich wäre wohl spätestens beim Kurzbesuch von U2 aus dem Häuschen. Aber nicht alles, was applaudiert wurde, kam mir im Kontext „Jahr 1 nach Snowden“ so begeisternd vor.

So konnte ich jedenfalls keine Euphorie verspüren, als das Feature des geteilten Herzschlags vorgestellt wurde. Reichen also personenbezogene Daten wie Mails, Fotos und Stimme nicht aus? Nun können die großen Datenzentren in entlegenen Teilen der Erde auch noch einen Aktenreiter mit „Vitalfunktionen“ über die Nutzenden bestimmter Geräte anlegen.

Und auch die primäre Zielgruppe würde ich gegenwärtig als wenig umweltbewusst einstufen. Den Weltverbesserungsaspekt dieser Vorstellung sehe ich somit eher eingegrenzt – gerade in Bezug auf den Werbefilm. Oder zynisch: Wie wird denn die Welt verbessert, wenn ein paar gutverdienende Sportmuffel nun besser an ihre Gesundheit erinnert werden? Vielleicht fehlt mir da der Weitblick. (Übrigens hat die Westantarktis derweil den Kipppunkt überschritten.)

Es verbleibt skeptisch
F.

Ansichtssache: Looper

Oktober 9, 2012

Die Woche fing sogleich mit einem Filmabend an. Mit „Looper“ stand ein Film auf dem Plan, den ich schon erwartet habe und bei dem mir die Wartezeit durch die ersten positiven Meinungsbilder aus dem Ausland erschwert wurde. Immerhin konnte ich den Kinogang letzte Woche nicht mehr einbauen (auch nicht am Wochenende).

So, wie ist der Film denn? Wow. Der Film ist grandios. Für unter 50 Millionen bekommt der Zuschauer ein Spektakel geliefert, welches ungeahnte Tiefen entwickelt. Low budget SciFi at its best.
Effekte gibt es entsprechend sparsam, aber das fiel beim Gucken überhaupt nicht ins Gewicht. Denn die wenigen Einblicke in die Zukunft haben ausgereicht. Für mich war das wie die Umkehrung vom 2012er „Total Recall“ – der hatte sehr wenig Inhalt und massig Effekte.

Nun gibt es neben der Problematik um die Zeitreisenden (aus dem Trailer) noch mindestens 2 weitere Handlungsebenen, die dem Film mehr Komplexität geben. Mit anderen Worten: der Plot bietet mehr Abwechslung, als man annehmen könnte. Dass Aspekte (der Zukunftswelt) nebenbei nur kurz angesprochen werden, gefällt mir ebenfalls, weil man sich dadurch auf die für die Geschichte wichtigen Dinge konzentriert.
Auch war das Ausmaß an drastischen Darstellungen so nicht abzuschätzen. Im Film gibt es Szenen, die ohne Weiteres in Horror-Filme eingebaut werden könnten. Also Vorsicht – Alptraum-Potential ist vorhanden.

Was weniger eine Überraschungstüte war, betrifft die Besetzung. Wirklich jeder Schauspieler hat abgeliefert. Darunter natürlich die Hauptdarsteller. Dank guter Schminke entwickelt Joseph Gordon-Levitt viel Ähnlichkeit mit Bruce Willis (abgesehen von den Augenbrauen).

Die Schwächen, die der Film auch hat, lassen sich anhand des Gesamteindrucks gut vernachlässigen. Dazu gehören ein paar Übertreibungen (mit Waffen) und ein deplatziert wirkender Beischlaf.

Fazit: Genre-Mix-Fans von Endzeit-SciFi, Film Noir (Krimi) und Western sollten hier ihre Freude finden. Es gibt Spannung, wohl dosierte Action und Drama. (8/10)

Es verbleibt mit Meinungsbild
F.

PS: der Regisseur hatte übrigens schon „Brick“ zusammen mit Levitt gedreht – ebenfalls eine Empfehlung für Noir-Fans.

Someone like you

Oktober 9, 2011

Auch wenn die zynische Bemerkung (nicht von mir), Sängerin Adele könnte diesen Titel einem Cheeseburger zusingen, für mich mit diesem Lied in Verbindung kommt, hat sie es sehr hübsch bei den diesjährigen MTV VMAs vertont. Nicht zuletzt war das auch ein Grund, ihrer Musik mal eine Hörprobe zu geben.

Und so nehme ich mir wieder die Zeit und versuche, das Wesentliche der letzten Tage zusammenzufassen.
Montag war Feiertag und an dem habe ich zur Feier des Tages keine Nachrichten geguckt und stattdessen endlich wieder Comics gelesen, von denen eines der reinste Müll war – es soll demnächst meinerseits referenziert werden, wann immer ich auf schlechte Literatur treffe. Der Dienstag war teilweise anstrengend und schockierend – letzteres aufgrund folgendem Einschub:

Film-Ecke: „Der große Crash“ / „Margin Call“
Ich verkneife mir die Bemerkung über suboptimale Filmtitel-Übersetzungen und springe gleich zum Fazit. Wer Minimalismus bei Settings/Musik mag und Dialoge über Ethik und Wirtschaft wirken lassen möchte, ist hier richtig. Die (teils namhafte) Cast überzeugt und die Handlung ist überwiegend ruhig und schwermütig – keine falsche Effekt-Hascherei. Und damit ist dieser Film angenehm unkonventionell, wenn auch unangenehm bezüglich der Thematik.

Am Mittwoch ging es nach Berlin, um einerseits die TU dort kennenzulernen und dann an einem Bankett teilzunehmen, welches irgendwie nicht ganz so den Preis (aber die Erfahrung) wert war.
Der Donnerstag war dagegen (neben der Konferenz) richtig außergewöhnlich – Indisch zum Mittag (gutes Restaurant gefunden), (Dunkin‘) Donuts zum Nachmittag, „Social Network“ am Abend und Italienisch zum Abend (wieder ein Restaurant). Und da kamen niemand anderes als die Pet Shop Boys hereinspaziert. Wie krass ist das das denn! Unfassbar, wie so ein Ereignis den Tag prägen kann.
Am Freitag ging es nach dem Konferenz-Ende wieder in die Heimat (inklusive Regenschauer) und am Samstag (nach viel zu kurzer Nacht) noch mehr in die (zweite) Heimat. Dort wurde ich vom herbstlichen Wetter in ländlicher Gegend ordentlich „durchgefröstelt“. Wie gut, dass die anwesenden Hunde beim Streicheln etwas Wärme für meine Hände boten – nebst Sand für meine Jacke.
Ja, und heute habe ich dann endlich Staffel 1 von „Mad Men“ beenden können. Furchtbar, wie danach gleich der Wunsch nach neuen Folgen entsteht. Dabei gestehe ich, dass ich die Serie nicht unbedingt mehrfach sehen müsste. Sie ist zwar gut und historisch ziemlich aufschlussreich, aber profitiert letztendlich doch sehr vom Drama der Charaktere. Meine Staffelbox wird demnächst wahrscheinlich weitergereicht werden.

So, und aktuell kommt mir der Gedanke, hier eine weitere Seite anzufertigen, in der ich meine 52 Songs (aus dem gleichnamigen Projekt) zusammenfassen kann. Grund: ich möchte Wiederholungen vorbeugen. 😛

Ach ja, und ich habe neuerdings Gefallen am Netzwerk „GetGlue“ gefunden. Dort kann man ähnlich wie bei „Foursquare“ einchecken, wenn man einen Film oder eine Serie schaut… in der Hoffnung, dass die Algorithmen für personalisierte Empfehlungen einigermaßen was taugen.
Und ja, ich bin damit wieder ein Stück transparenter geworden. Komischerweise glaube ich trotzdem immer noch, für Überraschungen gut zu sein. Oder vielleicht will ich einfach ein Exempel für Durchschaubarkeit setzen. Ansichtssache.

Es verbleibt als einer wie ich
F.

Hot air balloon

Juli 27, 2011

An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich hoffe, dass Owl City sich musikalisch weiterentwickelt. Der Titel ist ein Bonus des erfolgreichen Albums „Ocean Eyes“ und sogar eins der besseren Lieder aus meiner Sicht. Wenn ich hingegen an das aktuelle Album denke, bin ich eher enttäuscht, weil ich schon beim ersten Reinhören nichts Besonderes vernehmen konnte. Irgendwie eintönig.

Und damit zu einem thematisch ebenfalls eingeschränkten Eintrag. Es wird mal wieder Zeit, ein paar Filme abzuhandeln, für die ich Geld investiert habe. Oh, und das bringt mich doch gleich zu dem Seitenhieb auf die hiesige Unterhaltungsbranche, die eine Studie unter Verschluss hält, nach der die „bösen“ Internet-Kinofilm-Gucker durchschnittlich sogar mehr für Kinokarten ausgeben, als die besonnenen Mitbürger, die vielleicht entweder zu wenig Ahnung von Technik haben oder zu einfältig sind, bestimmte Internet-Angebote zu finden. So jedenfalls eine Nachrichtenmeldung der vergangenen Tage – wer weiß schon, wie viel dran ist. Noch können jedenfalls Blockbuster produziert werden.
Es folgen Eindrücke zu drei relativ unterschiedlichen Werken.

Los geht es mit „Harry Potter 7.2“, dem wohl vorerst letzten Film-Update um die Leiden des jungen Magiers. Tja, der Hype war groß und ließ meine Erwartungen dann doch zu hoch werden. Faupax Nummer 1: keine Rückblende zu Beginn. Was für eine vertane Chance! Hier hätte man so schön einiges animieren oder zusammenschneiden oder eben nur erzählen können. Und dann wurde noch nicht mal Bezug zum Film 7.1 gegeben. Weiter geht es mit der relativen Teilnahmslosigkeit von Hermine und Ron, die gefühlt zu Nebendarstellern wurden. OK, das mag der Buchvorlage zuzuschreiben sein. Dann hätte ich da eben lieber ein paar sinnvolle Abweichungen gehabt. Und dann das Finale, welches irgendwie nicht wirklich episch rüberkam – nach dem Drachen und der Schlacht um Hogwarts (das kann man wohl kaum als Spoiler bezeichnen).
Und dann sind mir noch ein paar generelle Dinge in dem Film/Buch aufgefallen wie der leichtfertige Umgang mit dem Töten – ich will nicht wissen, wie viele Schüler/Lehrer/Wiederstandskämpfer nun rechtlich als Mörder zu bezeichnen sind. Hier hätte ich mir etwas mehr Kodex oder so gewünscht. Kann ja nicht angehen, dass das Motto „Gleiches mit Gleichem“ lautet. Und ebenso falsch finde ich das „Kasten-Denken“, wenn es darum geht, wer aus welcher Familie kommt und daher nicht in den Freundeskreis passen dürfte. Schließlich erhielt ich noch von Kollege P. die Anmerkung, dass das eine Haus von Hogwarts nach der „Nummer“ eigentlich verbannt werden müsste.
Fazit: ja, wer die anderen Filme gesehen hat, wird am Finale nicht vorbeikommen. Aber ich habe mehr erwartet.

Weiter geht es mit „Brautalarm“ (Bridesmaids), dem Film für Kinogänger, die sich nach mehr „Sex and the City“ sehnen oder sich eine Art Frauen-Version von Hangover wünschen. Mag kritisch klingen, ist es aber nicht. Denn wenn man sich erst einmal mit dem Humor-Level angefreundet hat, feuert der Film ordentlich nach. Und viel Lob geht dabei an Kristen Wiig, die hier ein Talent an den Tag legt, an das man sich gern erinnert. Da verzeihe ich gern einige Schwächen in der Handlung.
Fazit: selten eine solche „Lacher-Lawine“ erlebt. Für mich ganz klar eine positive Überraschung.

Und nun wieder etwas mehr Geek-Feeling, denn ich gönnte mir die Vorpremiere zu „Green Lantern“, einer Comic-Verfilmung, die nicht aus der Marvel-Ecke kommt. DC sieht man normalerweise nur vor Superman- oder Batman-Filmen flackern. Aber nach all der Aufmerksamkeit, die Marvel um ihre Lizenzen wie Avengers (Iron Man, Hulk, Thor, Captain America), Mutanten (X-Men, Wolverine) oder Spider-Man erhaschen konnte, wurde es Zeit für den „Rivalen“, mal eine andere Franchise aufzubereiten und dem Kinogänger zu präsentieren. Das hat dann auch eine ganze Weile gedauert. Und nun ist sie da – die Antwort auf Marvels Erfolg – und sie ist grün.
Nun wird es schwierig: für jüngere Kinogänger ohne viel Anspruch sollte der Film unterhaltsam rüberkommen. Ein paar Lacher, eine Prise Romantik und viele Effekte – dazu noch Comic-Bezug. Passt.
Aber dann ist da noch die Ansichtssache. Und die sagt mir, dass man sich die 3D-Umsetzung sparen hätte können wie auch so manche Effekt-Hascherei (Hallo? Animierte Kostüme?). Denn das konnte bei Weitem nicht von der durchschnittlichen Geschichte ablenken, die schon allein der Vorlage nach für Kinogänger schwer verdaulich sein dürfte.
Wo Marvel noch mit Genmanipulation, Ultra-High-Tech oder Aliens eingermaßen auf dem Boden bleibt, hebt man bei DC gleich mal mit einer kosmischen Einsatztruppe und ihren Wunderwaffen ab. Und wenn ich mir vorstelle, dass DC gern die komplette Justice League ins Kino bringen möchte, frage ich mich, wo da das Gegengewicht herkommen soll? (Ja, ich kenne viele der Comics, bin aber dennoch bei der Realfilm-Umsetzung skeptisch.) Allein nach dem GL-Film wirkt die Hauptfigur derart omnipotent, dass eine Koexistenz mit Superman und Flash fast wie ein Overkill wirkt. Es erscheint doch irgendwie lächerlich, eine Anzahl X an Superwesen auf der Erde zu haben, wenn allein eins „kräftemäßig „ausreicht, um die Welt zu retten. (Anmerkung: bei Marvel wirken die Superhelden oftmals relativ limitiert in ihrer Macht – außer vielleicht Thor).

So, das wäre es für heute. Nun zurück ins reale Leben.

Es verbleibt mit Übersättigung von zu viel heißer Luft in Hollywood-Produktionen
F.