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Logbuch : Eindrücke vom Sommer 2015

Juli 20, 2015

Als Vorwort möchte ich nur anmerken, dass dieser Eintrag für mich ein absolutes Maximum darstellt. Es passt leider gewissermaßen in eine Zeit, in der ich mich extremen Konditionen ausgesetzt sehe – dies zuweilen willentlich. Dagegen stelle ich mir die Frage “wer soll das alles lesen?” eher nicht. 😉

22.06.15 : Es war wieder einer dieser komischen Tage, an denen die Müdigkeit morgens nicht so spürbar war und dann am Nachmittag mit voller Wucht nachlegte. Na ja, kommt für einen extra-langen Arbeitstag nicht gerade gelegen. Für den Abend lag bereits ein Plan vor – das Aufzeichnen einer neuen THX-(Podcast-)Folge, eine Unterredung mit dem Redaktionsausschuss-Teamkollegen und ein Abend mit Musikrecherche für mein Journal.

23.06.15 : Auch Dienstag war das Aufstehen nicht wirklich schön (weil früh). Erstmals ergab sich auf Arbeit der Fall, dass ich im Büro quasi Einzelschicksal spielen durfte. Der Sport war anstrengend, der Abend unspektakulär, das Bett erwünscht.

24.06.15 : Die Mittwochsroutine blieb überwiegend intakt – was für mich bedeutet: Treffen der Musikredaktion und Besuch des Hackspace. Nur dieses Mal hatten wir bei LOHRO mehr abzustimmen und gingen anschließend zum Stammtisch in den Freigarten, wo ich N. kennenlernte und wohl mehr mit A. geredet hatte als gedacht. Im Hackspace war mir dann auch nicht mehr nach Computer-Zeugs.
Ach, und ich bin erstmals mit Fahrrad zur Arbeit gefahren. Ein spannendes Novum.

25.06.15 : Der Tag war entspannt ereignislos. Am Abend beschäftigte mich ein Einkauf und Recherche für den Beatbetrieb. Außerdem hielt mich ein Chat mit G. davon ab, zeitig schlafen zu gehen.

26.06.15 : Extra früh fing mein Freitag an, war also nicht wirklich ein Freutag, wovon sich hoffentlich nichts bei meiner Sendung anmerken ließ. Den Weg mit Fahrrad zurückzulegen, ergab eine willkommene Zeitersparnis. Am Abend wurde es wieder etwas eilig für mich, da ich mir fürs Abendessen sehr wenig Zeit ließ. Dann ging es mit G. und H. ins (gut gefüllte) Kino.
“Victoria” bekam derart viel Vorab-Lob, dass meine Erwartungen entsprechend hoch waren. Und handwerklich ist an dieser deutschen Produktion auch nichts auszusetzen. Selbst die Untertitel nahm ich nach ein paar Minuten gar nicht mehr wahr. Und nun das Aber: der Handlungsverlauf verlor sich dann in Abstrusitäten und das Ende wirkte langgezogen. Sehenswert ist der Film dennoch auf alle Fälle. (7/10)
Zwei Dinge verwunderten mich am Abend: einerseits war ich früher als gedacht wieder zu Hause und andererseits herrschte Party-Stimmung im Nebenzimmer. Erfreulicherweise verzogen sich die Feiernden kurz nach 0 Uhr ins Nachtleben. Mit Ruhe schläft es sich besser.

27.06.15 : Der große Tag war da. Ohne viel Stress machte ich ein paar Erledigungen, packte meine Sachen und startete meinen Ausflug nach Berlin. Erster Stopp dort: das Hotel in der Nähe vom Hauptbahnhof. Kurz das Schauerwetter abwarten und dann ab in die Innenstadt. Ein paar Einkaufstempel später genehmigte ich mir eine exotische Bio-Limonade, die ich allerdings nicht so erfrischend fand. Am Alexanderplatz begab ich mich erstmals in eine deutsche Filiale von Primark. Ich war verwundert, warum viele Kunden mit Netzen oder Rollwagen dort einkauften. Drei Regale später fand ich den Grund heraus. Die Auswahl und das Preisniveau lassen Einen kaum mit nur einem Artikel das Geschäft verlassen. Kaufrausch? Check. Ich probierte die Sachen nicht mal an. 😛 Dagegen war der Besuch im angrenzenden Kaufhaus schon fast ernüchternd. Der Magen meldete sich und ich genehmigte mir einen Donut mit Kräuterfrischkäse und einen exorbitant sättigenden Rum-Brownie von Dunkin Donuts. Im Hotel ruhte ich mich eine Weile aus und zog mich für den großen Abend um, der mich abermals in die o2-World lockte. (Wahrscheinlich zum letzten Mal unter diesem Namen.)
RoxetteIch nahm endlich die Möglichkeit wahr, Roxette – eine Band, deren Musik mich seit der Kindheit begleitet – live zu erleben. Die Vorband war auch ganz brauchbar, nuschelte allerdings nach dem ersten Song ihren Namen, so dass ich erst durch das letzte Lied “Something New” von allein darauf kam, dass es sich um Escobar handelte. Richtig ausgelassen wurde die Stimmung natürlich, als Roxette loslegten. Eine Tour zum 30-jährigen Bandjubilum lässt erwartungsbedingt nur wenig Spielraum für Songs jenseits der Hits, die man schon x-mal gehört hat, aber die Setlist war eigentlich ganz stimmig. Mit “Stars”, “Watercolors In The Rain” und “The Heart Shaped Sea” waren aber auch echte Perlen dabei. Um das schöne Konzert abzurunden, gönnte ich mir noch Andenken beim Merch-Stand. Dann bewegte ich mich mit der Masse Richtung S-Bahn-Haltestelle und sah mir (wohl ein letztes Mal) die beleuchtete o2-World an. Auf dem Weg zur Bahn probierte ich sogenannte “Ulti-Mate”, die eigentlich nur wie Club-Mate schmeckt und sogar die gleiche Flaschenform besitzt. Nächster Stopp Innenstadt, wo ich meinem Heißhunger erlag und eine Ditsch-Pizza aß. Als ich Richtung Brandenburger Tor schlenderte, fielen mir Lichtmaschinen und laute Musik auf… und schließlich stellte ich fest, dass ich die letzten Minuten der CSD-Feierlichkeiten mitbekam. Die Partymeile sah um diese Zeit auch schon eher kläglich aus. (Wahrscheinlich gab es einen Location-Wechsel.) Egal. Ich spazierte noch ein wenig und ging dann ins Hotel.

28.06.15 : Irgendwie blieb ich am Vorabend an eher lächerlichen Live-News von BBC hängen, was wiederum meine Schlafzeit einkürzte. Ich war also müde, als ich mich zum Berliner Hauptbahnhof begab. Dort gönnte ich mir eine Packung Donuts, das zweite “Moon Knight”-Paperback und noch einen Eiskaffee mit Bananensirup. Als der Zug nach Rostock eintraf, war die Fülldichte schon erstaunlich hoch. Fusion-Zeit eben. Ich verstand in dem Moment gar nicht, warum Leute da noch an einem Sonntag hinreisen würden. Egal. Die Leute und das Getränk ließen mich nicht schlafen. Also widmete ich mich der Schnittarbeit für die Podcast-Folge. In Rostock angekommen, widmete ich mich etwas sportlicher Betätigung, gönnte mir noch etwas Extra-Schlaf, die Donuts und einen (overdressed-)Besuch im Hackspace.

29.06.15 : Der für diesen Abend geplante Auftritt von Metada im Zwischenbau (Vorspiel) fiel aus. Ich nutzte die damit gewonnene Freizeit für die Vorbereitung meiner Rubrik im Kulturkonzentrat. Und das hat auch gereicht.

30.06.15 : Ich empfand es sehr ärgerlich zum Start in meinen ersten Urlaub seit Monaten noch offene Punkten auf der ToDo-Liste zu haben. Was tat ich also? Ich legte eine Nachtschicht ein. Aber nicht, ohne den gebuchten Termin im CryptoRaum mit K. und K. wahrzunehmen. C. war sichtlich über unseren Erfolg erfreut und wir verweilten im Anschluss noch im Freigarten. Daher begann meine Nachtschicht ungeplanterweise erst sehr spät.

01.07.15 : Geburtstags-Aktionstags-Marathon – Teil 1. LOHRO feierte fünf Tage lang sein 10-jähriges Jubiläum als Dauersender und ich wollte mitmachen. (Daher der Urlaub von der Erwerbstätigkeit.) Für den ersten Tag war vorgesehen, dass ich bei der Außensendung vom Doberaner Platz half. Und das bei Sommerwetter pur. An Sonnencreme hatte ich gedacht, nur leider wieder die eine oder andere Stelle übersehen. Die Stimmung war gut. Ich konnte es sogar noch ganz kurz einrichten, A. bei einem Text zu helfen, was ich am Vortag leider nicht mehr geschafft hatte. Nach dem Abbau verlagerte sich das Geschehen auf den Vorhof der Frieda 23, wo es unfassbar leckere Kuchen und Torten gab. Spontan halfen G. und ich noch beim Ausschank aus und kosteten den “LOHROnge”, den man bei Sonne wohl eher in Maßen genießen sollte. Der metallische Shaker hatte jedenfalls Herdplatten-Charakter. Einen Besuch im Hackspace sparte ich mir an diesem Mittwoch…

02.07.15 : Geburtstags-Aktionstags-Marathon – Teil 2. Denn für die Mittsommer-Charts-Sendung musste ich früh aufstehen. D. war schon im Redaktionsraum an seinen Nachrichten, als ich und A. dazustießen. Die Sendung begann etwas schleppend, wurde dann aber im Laufe der drei Stunden (plus X) heiterer. Danach feilte ich noch an der Vorbereitung der Kultursendung, die ebenfalls an diesem Tag noch stattfinden sollte. Ich ging nach Hause, schlief dort eine ganze Weile (trotz Hitze) und machte mich dann wieder auf zu LOHRO, hatte meinen Anteil beim Kulturkonzentrat, sah ein wenig vom Poetry Slam vor der Tür, half beim Aufbau im Liwu und wartete gespannt auf den Start der Party, zu der ich auflegen durfte. B. und ich tauschten kurzerhand die Anteile, so dass es nach der Live-Musik mit Drum’n Bass losging. Und als ich schon fast gar nicht mehr damit rechnete, war ich am Zuge, hatte die ersten paar Songs einen leeren Raum vor mir und dann auf einmal sich bewegende Menschen. 🙂 War sehr spaßig, dass nicht mal die “Rausschmeißer” Wirkung zeigten, und wir tatsächlich das Licht anmachen mussten. Danach wurde aufgeräumt. Und auf dem Heimweg war es schon wieder hell draußen.

03.07.15 : Geburtstags-Aktionstags-Marathon – Teil 3. Ausschlafen? Pustekuchen. Nicht, wenn man wie ich das Händchen hat, und sich für einen OpenAir-Koch-Einsatz freiwillig meldet. So fand ich mich am späten Vormittag wieder bei der Frieda 23 wieder und half PestoPeter bei der Vorbereitung zu einer VoKü, die musikalisch untermalt werden sollte. Nebst Erdbeeren pulen, Zwiebeln anbraten und Äpfel kleinschneiden war das Angenehmste wohl, den Rucola durchs kalte Wasser zu ziehen. Ach, und der Milchshake mit Rucola, Kiwi und Banane war auch lecker. Gegen Mittag machte sich die Müdigkeit bemerkbar und ich ging nach Hause. Dabei machte ich einen Umweg über den Ulmenmarkt um eine Postsendung abzuholen. Die Schlange an dem kleinen Schalter fand ich nicht erbaulich. (Na ja, Streik und so.) Egal, erst mal schlafen, dachte ich mir dann zu Hause. Zum Abend ging ich dann zum PWH, wo die Vorbereitungen für das Konzert schon fast fertig waren. Zusammen mit einigen Helfern holten wir uns Abendessen und waren dann am Einlass. Nebenbei bedienten G. und ich soziale Netzwerke mit Updates vom Konzertgeschehen.

veis-eis04.07.15 : Geburtstags-Aktionstags-Marathon – Teil 4. No way, dachte ich mir, als ich erwog, beim Fußballturnier vorbeizuschauen. Dann lieber schlafen. Die Hitze war auch schon da, als ich den ersten Schritt vor die Tür setzte. Nächster Halt VEIS. Dort wurde mir eine Großpackung veganes Pistazieneis zurückgelegt, Und für einen Tag wie diesen war die fällig. Zurück zu Hause fiel ich darüber her und schaute nebenbei amerikanisches Late-Night-Gedöns. Danach ging ich wieder schlafen. (Brauchte nicht mal einen Ventilator.) Für den Abend stand dann ein anderer Geburtstag auf meinem Plan, denn J. und C. wollten zusammen feiern. Ich entschied mich, einen Beutel Eiswürfel mitzunehmen, was goldrichtig war. Die Party in der WG bot Gelegenheit, mal wieder mit bekannten Gesichtern wie E. und M. als auch mit vielen Unbekannten zu quatschen. Auch das Unwetter kam alles andere als ungelegen, waren wir doch in der Nähe des Balkons positiv über frische Windböen erfreut. Als uns Ordnungshüter über Konflikt zwischen fortgeschrittener Tageszeit und Lautstärke aufmerksam machten, verteilte sich die Runde. Viele gingen noch Richtung Stadtpalast, aber ich wollte noch bei der LOHRO-Party im MAU vorbeischauen. Dort angekommen war allerdings so gut wie nichts mehr los.

05.07.15 : Geburtstags-Aktionstags-Marathon – Teil 5. Wie gut, dass ich nicht noch später heimkehrte, denn sonst wäre der Tagesstart für diesen Sonntag wohl noch unangenehmer ausgefallen. Ein weiteres Mal machte ich bei den (regulären) LOHRO-Charts mit, die an diesem Tag eine Stunde früher begannen, weil im Anschluss an einen Außensendung übergeben werden sollte. Und zu eben jener Außensendung ging ich dann mit S. und D. sowie einem Wagen voller Getränke zum Circus Fantasia an den Stadthafen. Die Hitze war sehr unerfreulich. Umso schöner, dass PestoPeter gekühlte Eisgetränke und Proviant bot. G. überredete mich, die Hüpfburg zu testen. (War lustig.) Es wurden viele Fotos gemacht. Das Zelt wurde für das Konzert hergerichtet. Und Johannes Meißner (also die Band, für diesen Auftritt mit Ersatzmann) war hervorragend. Danach hieß es wieder Abbau. Und just als wir den Rest im Sendehaus verstaut hatten, brach noch ein viel größeres Unwetter aus. Dies ließ uns zunächst am Ort verweilen. Dann brachte uns K. zurück zum Circus, wo schon keiner mehr war. Und schließlich bummelten wir noch kurz ins Cro.

06.07.15 : Dieser Montag war trotz des anstrengenden “Urlaubs” ganz normal – Arbeit, Sport, Recherche und Bloggerei. Eigentlich wollte ich ab diesem Zeitpunkt mein Musikjournal umstellen. Aber dies verzögert sich wohl noch.

07.07.15 : Die Wahrscheinlichkeit, an einem Dienstag in Eile zu geraten, ist bei mir höher als an anderen Wochentagen. Und so bemühte ich mich, rechtzeitig am Abend zur Stelle zu sein, um bei den “projekt:raum”-Mitmachenden zusammen mit V. einen kleinen Wiki-Workshop abzuhalten. Danach schaute ich beim Vorstandstreffen des Kulturnetzwerks vorbei. Und danach genehmigte ich mir bei El Waleed ein leckeres Abendessen. Kurzer Zwischenstopp bei REWE und dann war ich auch schon wieder dabei, anderen Leuten mit Computer-Zeugs zu helfen. In diesem Falle hieß das Thema “Lightroom”.

08.07.15 : Ein ganz normaler Mittwoch: mit Sport, Arbeit, Musikredaktionstreffen und Besuch im Hackspace. Ausnahme: dort wurde gegrillt und ein paar Musikredakteure kamen mit.

09.07.15 : Dass dieser Tag etwas ereignisloser ausfallen würde als sonst, begrüßte ich sehr. So nahm ich mir am Abend sogar mal wieder Zeit für Comics. Gleich zwei Saga-Hefte hatte ich auf dem Stapel. Nur leider waren dies die letzten Ausgaben vor der nächsten “Kreativpause”.

10.07.15 : Dass ich es bei all der Vorbereitung fürs Wochenende noch geschafft habe, den Beatbetrieb zu fahren, verwundert mich im Nachhinein. Ich war jedenfalls ausgelastet – bis ich dann am Nachmittag freundlicherweise von S. und Co. von der Arbeit abgeholt wurde. Die Fahrt nach Brandenburg verzögerte sich dank Stau-Stellen auf der Autobahn. Dennoch konnte ich ein Weilchen dabei einschlafen. Und spätestens der freundliche Empfang und das viele Essen ließen die paar Unannehmlichkeiten vergessen.

11.07.15 : Optimales Wetter für einen Wochenendausflug in der ländlicheren Gegend Brandenburgs. Sonne eben. Der Einkauf im Werder-Park verlief ohne größere Komplikationen. Wir würden definitiv nicht verhungern. Die Kasserin lobte mein T-Shirt. 😀 Am Nachmittag half ich beim Zubereiten von Käse-Teilchen. Es gab Kirsch-Kuchen. Wir gingen an den Badesee. Ich las ein wenig aus “Paper Towns”. Es wurde gegrillt. Wir hatten ein Spektrum an Saftsorten, die zu Cocktails verarbeitet wurden. Zum Abend hin wurden die Themen nicht unbedingt heiterer – wie das halt so ist, wenn ein nicht unerheblicher Teil der Anwesenden auf Jobsuche ist.

emma_201512.07.15 : Komischer Sonntag auf dem Lande. War es zu viel frische Luft oder warum fühlte ich mich trotz ausreichend Schlaf so müde nach dem Frühstück. Ein paar Leute gingen ein weiteres Mal zum Badesee und ich verschönerte mir die Zeit auf einem Klappstuhl unter dem Sonnenschirm. Später wurde ein weiteres Mal gegrillt. Und gesättigt ging es dann zurück nach Rostock, was nicht nur so manches Haustier traurig fand. Auf der Fahrt konnte ich abermals ein wenig schlafen. Zu Hause angekommen, wollte ich eigentlich nur noch auf mein Bett fallen. Später besuchte ich J. und A. noch, die mir wiederum neue Musik zeigten.

13.07.15 : Der Wochenstart verlief plangemäß. Für den Abend war die Sichtung des ersten Terminator-Films geplant. Ganz schön altbacken. Vor dem Heimweg, sagte ich kurz im SenseLab/Oppennet-Raum hallo, wo noch Menschen waren. Und es ging noch kurz in den KTV-REWE, weil ich kein Brot mehr hatte.

14.07.15 : Ein Novum in dieser Woche: Das anstrengende Training wurde auf den Morgen verlegt. Ich kann nicht sagen, dass es dafür leichter wird. Aber dem Abend sah ich dagegen gelassener entgegen. Und was sollte das ein Abend werden. Erster Stopp Geier, wo ich G., C. und A. traf. Die beiden Letzteren überredeten uns zum Tischtennis. Ich wusste gar nicht, dass man das auch im Geier spielen kann. Eine Runde Chinesisch hat mir dann auch gereicht. Nächster Stopp ST. Das dachten sich augenscheinlich auch viele andere Menschen. Denn bereits kurz nach Öffnung war die Schlange immens. Alles nur wegen der Happy Hour? Am Musikmix wird es wohl nicht gelegen haben, denn der hatte aus meiner Sicht Aussetzer, wenn auch ich Lieder erkannte, die ich selbst auf der Party-Playlist habe. Noch ein Novum: Minz-Mate. Irgendwie komisch, aber bestimmt verhält es sich da wie mit Club-Mate: “Man gewöhnt sich dran…” Nächster Stopp Zwischenbau. Einige bekannte Gesichter konnte ich dort antreffen. Persönliche Highlights: ich kannte den DJ und ich wurde nach dem Motiv auf meinem T-Shirt gefragt, welches ich vor Jahren selbst entworfen hatte. Fazit: so ein Weggeh-Abend war überfällig.

15.07.15 : Es gibt solche und solche Abschiedsveranstaltungen bei LOHRO. Aber ich würde meinen, dass B. da einen besonderen Tag gefunden hatte. Denn C. war ziemlich aufgedreht. Es gab ausreichend Grillgut. Und ich wusste bereits am Abend, dass ich die Kleidung am nächsten Tag bestimmt nicht würde riechen können. Als sich die Runde aufgelöst hatte, lag der Hackspace wieder einmal bequem auf dem Heimweg – zu geeignet, um nicht kurz hallo zu sagen.

16.07.15 : Die zwei entscheidenden Dinge dieses Tages waren Arbeit und eine Redaktionskonferenz. Darüber hinaus war ich sehr aufgebracht über die Tatsache, dass Brot vor dem Verfallsdatum bereits schimmlige Stellen hatte. Demnach war ein Spontaneinkauf erforderlich. Die Schokokekse, die ich dabei fand, überzeugten dann letztendlich nicht nur mich. Die Redaktionskonferenz bot viel Platz zum Meinungsaustausch, der ausgiebig genutzt wurde. So ausgiebig, dass gegen halb 11 der Protokollant schon keine Lust mehr hatte.

17.07.15 : Der Freitag im Schnellverfahren: Arbeit, Einkauf, Kochen, Kino. Das LiWu lud zur Spätvorstellung des zweiten Terminator-Films ein. Und als jemand, der diesen Film nie im Kino sehen konnte und das Werk für ein Highlight der Dekade hält, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Es war auch schon eine ganze Weile her, dass ich den Film letztmalig komplett sah. An manche Plotdetails konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Und nach wie vor unterhält dieser Actionstreifen richtig gut. (9/10)

ingwerbrause18.07.15 : Auschlafen bis 12e, Einkauf, “Frühstücken” und dann erst mal einen Besuch bei VEIS einplanen – allein dank des Fotos einer Regenbogentorte. Das ist doch mal ein Wochenendstart. Dort angekommen probierte ich erstmals “Thomas Henry Spicy Ginger”, eine Limonade, die sich hinsichtlich Süße und Ingwer-Würze wohl nur schwer übertreffen lassen wird. Mit anderen Worten: ich war froh, dass es eine sehr kleine Flasche war. Die Torte sah auch in echt sehr lecker aus und schmeckte vortrefflich. Kein Wunder, dass sie dann wenige Minuten später ausverkauft war. J. und ich gingen in Richtung Innenstadt, wo ich P. beim Auflegen auf einem CSD-Wagen sehen wollte. Das hat geklappt. Aber die Lautstärke fand ich grenzwertig. Wir wuselten in dem Gemenge noch bis zum Zielpunkt Neuer Markt, wo wir nebst einiger LOHRO-Leute A. und S. trafen, die dann auch schon wieder woanders erwartet wurden. Mit einem kurzen Abstecher in der Bebel-Straße war mir nach Erfrischung in Form der “lebensverändernden” Wostock-Sorte “Aprikose-Mandel”. Und ja, im Bio-Laden des KTC findet man die noch. Von da aus ging es zum Stadthafen, wo ein “Aktionszelt” zu STI-Dingen viel Info-Installationen und so bot. Ein Highlight war sicherlich das Schlagzeug mit O-Tönen. Nächster Stopp: der Innenhof von M., wo das Info-Material ausgewertet wurde. A. und K. gesellten sich dazu. Dann ging es zu REWE, von da zum Skaterpark-Event und dann wieder in die Bebel-Straße, wo gekocht wurde. Schon mal einen Haushalt ohne Pfeffer gesehen? Ich nun schon. Na ja, das Chili-Gewürz hat einiges rausgerissen. Passierte Tomaten und Zucker sollten an die Nudelsauce nicht ran, also genehmigte ich mir für das Endergebnis eine Ladung Ketchup auf meinen Teller. Stichwort Aufwertung. Nebenbei holte A. einige Song-Perlen aus der Vergangenheit. Ich war noch am Korrespondieren und dann auf dem Weg in den Freigarten, wo S. und ihr Besuch aus Frankreich ihren Strandtag ausklingen ließen. Der Heimweg war frisch, aber dafür kurz.

19.07.15 : Ich entschied mich dazu, eine Stunde eher aufzustehen, um noch kurz ein wenig Sport zu betreiben. Das hatte mir wiederum etwas Gehetze eingebracht, noch bis zur Mittagszeit bei LOHRO zu sein. Dort hatte K. schon das Wichtigste für die Charts-Sendung vorbereitet. Und wir hatten Besuch von S. und T., die uns sogar etwas aushalfen. Das Angebot eines Stadtbummels konnte ich nicht wahrnehmen. Nahezu fließend war der Übergang von Moderation zu Beteiligung am Treffen der Technikgruppe. Es wurde einiges geplant, Hardware wurde untersucht und am Ende noch am Stream optimiert. Nebenbei fanden Nachbereitungen für den Wochenstart sowie Sendungen der Literatur- und Metal-Redaktionen statt. Und ich tobte mich ein wenig in der Küche aus und ließ Toastbrot überbacken. Im Anschluss an den sehr langen LOHRO-Tag kehrte ich kurz im Hackspace ein und war erstaunt über die Motivation der Schülergruppe, die etwas für einen “Gaming Developer Contest” kreiert.

Es verbleibt um Einschränkung solcher Beiträge bemüht
F.

52 Songs 2015 #3

Januar 25, 2015

52songs2015

Bevor Woche 3 abgelaufen ist, beeile ich mich mit dem heutige Thema… Katerstimmung. Quasi aus aktuellem Anlass ein Lied, welches mir gelegentlich in den Sinn kommt, wenn ich mich nach Ruhe sehne.

Roxette ist eine meiner Lieblingsbands. Dementsprechend kenne ich viele Lieder. Und dieser ist ein Bonus-Track aus dem Album „The Ballad Hits“. Entspannt euch also mit „The Weight Of The World„.

Es verbleibt etwas angeschlagen
F.

Spending my time

April 1, 2012

In meiner immer noch anhaltenden (wiedererweckten) Roxette-Fan-Leidenschaft bin ich erstaunt, dass ich diesen Titel hier noch nicht „verbraten“ habe. (Ich neige dazu, das vorher herauszufinden.) Passt auch so gut zum Wochenende. Denn da hatte ich Zeit. „Hatte“ weil es nun zu Ende geht.

Und was habe ich so angestellt? Gut, hier ein paar Einzelheiten: am Samstag habe ich ausgeschlafen (o, war das schön), war einkaufen, habe in Ruhe gefrühstückt, angefangen mit den ersten Episoden der ersten Staffel von „Game Of Thrones“, bin am späten Nachmittag in die Stadt gefahren, habe dort einen Subway-Gutschein aufgebraucht (Kekse!), bin nach Hause gefahren, habe gegessen und ein wenig gesungen, bin dann zum Treffpunkt (1) zum Café LOM aufgebrochen, traf nette Leute, die ich teilweise lange nicht mehr gesehen habe, bin dann wieder aufgebrochen (zu Treffpunkt 2), was mich zur „Trash Party“ (Motto: Fuck the music) in den Meli-Club brachte, wo ich mich dann vergnügt zu guter und schlechter Musik bewegt habe.
Und heute habe ich wieder ausgeschlafen (war aber irgendwie nicht so ausreichend), den Rest von „Game Of Thrones“ (Staffel 1) geguckt, Essen gemacht, eine Trash-TV-Sendung über „Prominente“ geguckt und über digitales Fernsehen gechattet, bevor ich nun an diesen Zeilen sitze.

Ach ja, die große Nachricht habe ich beinahe übersehen: am Freitag habe ich mein Ziel erreicht und das zweite Buch der „Hunger Games“-Trilogie ausgelesen. Fazit: beim Ende verkackt die Autorin erneut. Folge: ich musste danach mit Buch 3 beginnen, um noch einigermaßen zufrieden ins Bett gehen zu können.

Dieser Zusammenfassung entnehme ich: jawohl, nicht nur ist mir das mit dem Lesen geglückt. Ich habe es zudem wider Erwarten noch (knapp) rechtzeitig vor Beginn der zweiten Staffel geschafft, mich an diese beliebte Fantasy-TV-Serie heranzuarbeiten. Alles, was dafür geopfert wurde, betrifft so nichtige Dinge wie Ordnung im Zimmer und Abwasch.
Und das macht mich dann doch ein wenig traurig. Mehr Planung also beim nächsten Versuch? Oh Ikone, nein! Mein Wochenende verbringe ich lieber planlos mit Pausen am laufenden Band, als mir einen Fahrplan zu basteln, der dann in Stress ausarten könnte.
Aufräumen kostet manchmal etwas Überwindung – vielleicht schaffe ich das in der kommenden Woche, die auch nur zu 60% verplant ist. (Darunter zählt unter anderem die fast wöchentliche Inspektion eines Kinosessels in hiesigen Lichtspielhäusern.)

Aktuell denke ich gerade an das Fernsehen allgemein, welches früher einst zu meinen liebsten Hobbies gehörte und heute (leider) immer mehr verhasst ist. Damit sind nicht nur endlose Werbepausen und idiotische Anruf-Spielchen gemeint. Es ist der furchtbare Umgang mit TV-Serien sowie Filmen (Sendeplatz und Zensur), die „Nacht-Fixierung“ von informativen Reportagen und die Übermacht von „Scripted Reality“.
Nicht zuletzt die Nachricht über eine weitere Absetzung von „Harald Schmidt“ sorgte dafür, dass ich mich gefragt habe, was in den Chefetagen der Sender so abgeht. Es gab mal Tage, da konnte ich die Sendung kaum erwarten. Und heute nehme ich so eine Meldung mit überragender Gleichgültigkeit auf, weil mich das Programm überwiegend nicht die Bohne kümmert. (Da lese ich lieber ein Buch.)
Stattdessen habe ich vor Kurzem ein paar Folgen der „Daily Show“ mit John Stewart gesehen, die mir aufzeigten, dass auch im Vorzeige-Land des Entertainment solche Formate teilweise sehr belanglos erscheinen, weil es wie ein Gehetze nach Pointen und Effekthascherei wirkt. Bzw. in besagter Sendung gibt es Ausschnitte, die mich wirklich schockieren. Warum? Ich habe den Eindruck, dass die USA hinsichtlich meinungsbildender (und damit manipulierbarer) Medien dermaßen hochentwickelt sind, dass mir die Worte ausgehen. Und dann so oft dieses „Zack-Zack noch ein Interview-Gast“-Getue (im Sinne von Hektik). Der arme Gast wird dann mal eben knappe 5 Minuten mit teilweise idiotischen Fragen bombadiert, um dann bei der nächsten Werbepause zu verschwinden. Ich glaube, gute Interviews funktionieren im TV bald gar nicht mehr, bei all den Einspielern und Pausen. (Stichwort wertvolle Sendezeit) Für Zuschauer wie mich ist die Erkenntnis dabei natürlich frustrierend.

OK, und weil ich eh schon mindestens 30 Minuten länger plotte, als ich wollte – noch ein Nachschlag. Deutsche TV-Show-Prominenz wird ebenfalls zum Hass-Objekt für mich. Damit meine ich, dass ich immer weniger von diesen „Knopfdruck-Grinsern“ leiden kann. Damit fühle ich mich selbstverständlich in der Minderheit. Denn wenn es vielen so gehen würde, hätten wir nicht diese Moderatoren/Formate zu ertragen. Nein nein, einzig und allein das Abschalten ist in solchen Fällen ratsam.
Eigentlich müsste ich mich also gar nicht aufregen, weil ich mich doch so selten von der TV-Kiste berieseln lasse. Nur leider treffe ich bei den wenigen Gelegenheiten oftmals auf Pappnasen wie Geissen, Pilawa, Schreil (+Bohlen), Opdenhövel, Lanz, Kerner etc.

So, um nicht mit diesen Namen am Ende zu sein, kurz noch zu „Game of Thrones“: In einem kurzen Funken der Kreativität überlege ich, ob ich nicht auch eine epische Saga entwickeln könnte. Wie ich Bösewichte oder Monster nennen wollen würde, habe ich ja bereits aufgezählt. 😉

Es verbleibt mit Zeit
F.

Touched by the hand of God

März 30, 2012

Gut, der Titel mag etwas dick auftragen, ist aber dennoch ein wahres Highlight an Song, wenn es um das neue Roxette-Album geht, welches ich dieser Tage gern höre. Also neu und gar nicht mal schlecht.

Und, war eure tippende Wenigkeit wieder im Kino? Ja, war er. Es gab „Türkisch für Anfänger“ und damit erneut eine Chance für deutsche Wertarbeit. Die Komödie ist leicht und heiter, was natürlich den Schauspielern und dem guten Drehbuch zu verdanken ist. Insofern fühlte ich mich durch die Kritiken im Netz gut beraten.
Selbige gibt es auch schon zum neuen Film „Russendisko“, jedoch mit dem Unterschied, dass diese hierbei überwiegend vernichtend sind. Heißt? Hm, dafür gebe ich wohl kein Geld aus.

Lese-Ecke: huch, ja, ich habe immer noch ein paar (viele) Kapitel zu lesen, bis ich den zweiten Teil der „Hunger Games“-Trilogie endlich geschafft habe. Aber die Woche ist ja noch nicht um.

Weniger optimistisch stehen die Chancen, dass ich mich in diesem Monat noch bis zur zweiten Staffel von „Game of Thrones“ heranarbeite. Na ja, dafür macht die Kritik zur ersten neuen Folge schon Mut, dass die Serie weiterhin gut bleiben wird.

Wenn es zwei Worte gibt, die ich mit Politik nicht in Verbindung bringen kann, sind es wohl auch „gut“ und „bleiben“. OK, wenn man schon einen Blick auf entsprechend ketzerische Online-News-Seiten wirft, sollte man sich nicht wundern, wenn die „Verdrossenheit“ wieder Höhenflüge macht.
Was ich mich in diesem Zusammenhang jedoch ganz allgemein frage, ist: haben wir das Nörgeln perfektioniert?
Es gibt doch wirklich kein Werk (Album, Film, politischer Vorschlag etc.), was nicht auf Kritik stößt – und das nicht mal konstruktiv. Ich weiß, dass mir Zweifel eigentlich sympathisch sind. Aber der Gegenwind, der wie ein Automatismus auf „Ideen“ einwirkt, ist teilweise schon echt arg. Das soll kein Aufruf zu mehr Nettigkeit sein – oder vielleicht doch? Ich meine, was doof ist, kann auch jeder so bezeichnen. Nur habe ich den Eindruck, dass Ablehnung in der Schnelllebigkeit (echt mit 3 „L“?) gern voreilig erfolgt.
Oder aber man liest erst gar keine Kritiken, Kommentare oder Forenbeiträge, um sich den Kampf der Meinungen zu ersparen.

Mal was anderes: habe ich schon Werbung für Tumblr gemacht? Egal. Dann hier nochmal. Auch wenn man das Netzwerk wie einen weiteren Newsfeed ala Facebook/Google+ betrachten kann, sorgt es doch in meinem Fall regelmäßig für Unterhaltung. Das kommt natürlich auch auf die Abos an. Wer „krasse Leute/Seiten“ bei Facebook/Google+ im Abo hat, wird wahrscheinlich schon da mit Links und Bildchen und Videos bombadiert. Aber es sind Bilder wie das am Rand, welche ich nicht so ohne weiteres in anderen Feeds finde, die mir dann zeigen, dass Tumblr eine Existenzberechtigung hat.
(Übrigens wurde auch ein Teil der Familie bereits mit einem Tumblr-Konto ausgestattet – erfolgreich.)

Es verbleibt bei dem Wetter mit den Patschehändchen in den Jackentaschen
F.

It’s possible

März 23, 2012

Ach, dies ist ein Tag wie so schnell kein Zweiter. Warum? Ich habe noch nie erlebt, dass sowohl Madonna als auch Roxette ein neues Album am selben Tag veröffentlichen. Und das macht mich als Fan happy. Eine weitere Neuerung diesbezüglich ist, dass ich nun „nö“ zu physikalischen Datenträgern gesagt habe und mir iTunes somit schon kurz nach Mitternacht meine Bestellung „ausgeliefert“ hat. Wie dem auch sei… der Titel ist wohl eine Roxette-Single, von der ich bisher nur eine Version kenne. (Das Album hat 2 davon.)

Ist nicht schwer zu erkennen, dass ich Musik mag – und so entging mir natürlich nicht der Echo 2012, den ich aber noch nachträglich sehen werde (Grund: Kino). Viele Sieger entsprechen ja dem, was so gespielt (und bereits woanders gekrönt) wird. Aber was bitte soll der Schmu in der Kategorie „Hit des Jahres“ – ja, Gotye hat mit „Somebody that I used to know“ Erfolg gehabt, aber erst seit knapp 3 Monaten. Heißt das, dass in der Zeitspanne von der letzten Echo-Verleihung an kein vergleichbares Werk so erfolgreich war oder soll der „Hit des Jahres“ schon für 2012 gelten? (Letzteres fände ich frech.)
Übrigens: im Rahmen meiner Recherche habe ich die Seite „charts.de“ entdeckt – als ich damals noch für meinen wöchentlichen Musik-Journal-Beitrag die Charts analysiert habe, blieb mir nichts anderes übrig, als auf der Viva-Homepage nachzuschauen. Insofern ist diese Pendant zu „billboard.com“ sehr willkommen.

Weniger willkommen sind allgemein „Wutreden“, wobei diese auch zum Unterhaltungswert beitragen können. Aktuell hat sich der deutsche Musiker (und Lebenskünstler) Sven Regener über die „neuen Medien“ ausgelassen und ordentlich Staub aufgewirbelt. Ich habe mich ja schon früher darüber beklagt, dass Google/YouTube es nicht hinbekommt, der GEMA zu trotzen und Musikvideos dort anbietet. Irgendwer meinte, dass die Clips „freiwillig“ für den Konsum in Deutschland geblockt werden, bevor es Stress mit der GEMA gibt. Diese Institution sieht sich (laut meiner Auffassung) als Vertretung aller Musikschaffenden und möchte, dass deren Angebot (also Audio- und Video-Zeug) entsprechend entlohnt wird. Wieviel Prozent die sich nehmen, weiß ich nicht. Ist auch egal. Ich finde, das „Modell“ ist überholt.
Was ist mit Künstlern, die einen schlechten oder keinen Draht zur GEMA haben? Beispiel Alex Day – der macht so ziemlich alles selbst bei seiner in England produzierten Musik. Trotzdem kann ich mir seine Musikvideos bei Youtube nicht anschauen. Das ist doch doof.

Sehr viel weniger doof empfinde ich die Verfilmung von „The Hunger Games“ („Die Tribute von Panem“), was ja dank unfassbar viel Werbung scheinbar international ordentlich Hype erzeugen konnte. Ist dieser nun gerechtfertigt? Ja, das Spektakel kann man sich ansehen und wirkt trotz Überlänge weder gehetzt noch erschlagend. Fazit: ein guter (SciFi-)Abenteuer-Film, der das erste Buch der Trilogie zufriedenstellend zusammenfasst. (Das Buch ist natürlich besser.)

Nun etwas Politik: ich hatte vor einiger Zeit hinterfragt, inwiefern unsere „Interessenvertreter“ (Politiker, Wirtschaftler etc.) die „Bösen“ sind, die Europa nicht unbedingt allseitig hilft (um es mal ganz vorsichtig zu formulieren). Und der Podcast, den ich letzte Woche verlinkt hatte, bestätigt die Vermutung. Denn demnach haben „wir“ zurecht einen schlechten Stand in Griechenland. Maßnahmen wie „Schuldenabbau geht vor Sozialausgaben“ kann man ernsthaft doch nicht befürworten. werdem jedoch gefordert.
Mit anderen Worten: Man sollte bei Meldungen aus Europa wirklich zweimal hinhören, bevor man sich einer Meinung anschließt. Eigentlich traurig, aber so objektiv wird zum Teil nicht berichtet. (Stichwort Meinungsmache)

Und um nicht so negativ zu enden: es ist Wochenende. Meins wird wahrscheinlich etwas anstrengend ausfallen. Aber dazu dann im nächsten Beitrag mehr.

Es verbleibt ein Freund von Möglichkeiten
F.

52 songs #32

Februar 6, 2012

Und so schnell schreibt man sich wieder. Es ist Montag – Music Monday – und ich freue mich, wieder einen Beitrag für das Blogger-Projekt „52 Songs“ der Gedankendeponie leisten zu können. Das Thema der Woche ist ganz einfach: Nacht.

So einfach das Thema auch sein mag, so „mehrfach“ ist hier eine Wahl möglich. Mir fielen gleich mehrere Lieder ein, die auch sehr unterschiedlich sind. Von kitschig poppig, über gruselig bis hin zu feier-lustig. Und leider muss ich hier wieder zum „Wiederholungstäter“ werden – es wird also eine Band das Rennen machen, die ich schon mal für einen Song auserkoren habe. Grund dafür ist das Video – ich habe nicht mal 25 Sekunden davon sehen müssen, um zu wissen, dass dies eindeutig ein Song ist, den ich mit „Nacht“ verbinde. Und Regisseur Jonas Åkerlund hat hier zauberhafte Arbeit abgeliefert.

Genauso wie ürbigens auch die Künstler, die ich nicht in meiner Musiksammlung missen möchte. Mit dieser Single meldeten sie sich 1999 nach kreativer Pause zurück. Ich erinnere mich noch an die ersten Hörproben, die ich bei Autofahrten aufgeschnappt habe – im lokalen Radio war der Song beliebt. Und er ist auch sehr gut produziert – für mich gar vertonte Spätnacht. Eigentlich fällt es mir schwer, das als Ballade abzutun – ich sage mal „Midtempo“. Es ist also kein Schlaflied.
Was ich übrigens schade fand, waren die Party-Show-Events, bei denen die Künstler den Song im Rahmen der PR für ihr Comeback nutzten – denn da wirkte das Lied mit der besinnlichen Stimmung fehlplatziert. Soll heißen: hätten die mal eine Uptempo-Nummer als Comeback-Single vermarktet und dann diese „Ballade“ nachgereicht, wäre es vielleicht besser gewesen. Ja, das wollte ich mal loswerden.
Dennoch ist der Song definitiv einer der besten vom Album „Have A Nice Day“.

OK, dann kann ich ja nun lüften, worum es geht. Erfreut euch nun am Video zu meiner Wahl zum Thema „Nacht“ – „Wish I Could Fly“ von Roxette :


[ja, verdammter Geo-Dienst von Youtube – in Kooperation mit der „Gebühren-Mafia“!]
Wir Leute in Deutschland müssen also andere Portale aufsuchen: Tape-TV-Link oder MyVideo-Link
[Laut Wikipedia wurde das Video übrigens als „NSFW“ (not safe for work) eingestuft – ich könnte wetten, dass das aus Amerika kommt.]

EDIT: hätte doch wieder beinahe das Bildchen vergessen:

Es verbleibt als Freund der Nacht
F.

Shadow of a doubt

Oktober 16, 2011

Neulich hatte ich mal wieder einen Jieper auf ältere Roxette-Lieder. Und dabei kam mir der Titel in den Sinn, der wahrscheinlich eindeutig den 80er Jahren zugeordnet werden kann. Nichtsdestotrotz sehe ich gerade bei der Musikgruppe weniger eine Zeitgebundenheit – man denke nur an „Listen to your heart“. Nostalgie und doch nicht eingestaubt.

Ans Einstauben war auch bei mir in den vergangenen Tagen zu denken. Die Woche bot wieder sehr viel Abwechslung. In Kürze:
Montag der (schon fast) obligatorische Quiz-Abend, Dienstag ein heiterer Loriot-Filmabend, Mittwoch ein ausgiebiger Club-Besuch, Donnerstag dann der notwendige Schlaf-Ausgleich, Freitag ein geselliger Café-Besuch mit anschließendem „Absacker“, Samstag noch mehr Schlaf-Ausgleich und die ultimative Club-Tour und heute Ruhe mit etwas kreativem Bastel-Anteil.
Das ließ mich dann heute auch gleich daran denken, dass ich (für meine Verhältnisse) lange nicht mehr im Kino war. Es läuft zur Zeit auch nicht wirklich etwas, was mich interessiert. Aber für November sehen die Ankündigungen schon besser aus. Auf meinem Plan sind: „Die Abenteuer von Tim und Struppi“, „Zwei an einem Tag“ und „Anonymous“.

Gesehen habe ich dafür in den letzten Tagen jeweils eine Folge von „Moonlight“ und „Life on Mars“:
„Moonlight“ ist eine gescheiterte TV-Serie von 2007 über einen Privatdetektiv, der – Achtung! – ein Vampir und irgendwie wohl verliebt ist. (Wann startete nochmal der Twilight-Hype?) Na ja, die eine Folge, die ich gesehen habe, ließ mich nicht gerade nach mehr verlangen. Das lag einerseits am gestreckten Plot (den man ggf. auch in 30 Minuten hätte abarbeiten können), andererseits doch eher an den (im ersten Moment total) uninteressanten Charakteren, die zweidimensionaler und klischeebeladener wirkten als so manche Comic-Figur. Ach ja, und die Action-/Effekte-Anteile reißen da auch nichts mehr. (OK, ein paar wenige Kamerafahrten waren nett.)
Bei „Life on Mars“ bin ich lieber noch vorsichtiger hinsichtlich einer Beschreibung: sagen wir einfach, dass es mit Kriminalpolizei, Manchester und den 70er Jahren zu tun hat. Die Pilotfolge hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber doch neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht. Dazu noch der herrliche „Oldie“-Soundtrack und so manche Verschwörungsansätze – da sehe auch gern über das veraltete Rollenbild vergangener Tage hinweg.

Probiert und so schnell wohl nicht wieder in der Einkaufstüte: Mandel-Kamm (oder so) eines lokalen Bäckerei-Betriebes. Die Idee mit dem Schoko-Guss ist zwar nett, täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass das Gebäck mächtig dröge ist. Und wenn da irgendwas in Richtiung Marzipan oder Persipan zu den Zutaten gehört haben mag, war das viel zu wenig, als dass es auf der Zunge noch ankommen könnte. So, das Bissel an Frustabbau musste sein.

Ach, stimmt nicht. Da war noch etwas: iOS 5. Die aktuelle Version des Apple-Betriebssystems für die hauseigenen Mobilgeräte (ohne Tastatur.. also Pods, Pads und Phones) ist erschienen, wurde meinerseits auch gleich mal installiert und hat mir den halben Tag (Donnerstag) vermiest, weil ich schon befürchtete, alle Fotos und Zugangsdaten verloren zu haben. Hat sich dann doch noch irgendwie alles einrichten lassen. Die Musik war aber dennoch weg. Ebenso wie mein WLAN zu Hause, was ebenfalls Frust verursachte aber dann wieder behoben werden konnte. Und schließlich hat es noch fast 24 Stunden gedauert, bis mein Lion-System es zu einem kompletten Backup gebracht hatte.
Kurz: Ich bin wieder zu dem Standpunkt gekommen, dass jedes System (Windows, Linux oder OS X) für Nutzer-Ärger sorgen kann.

Zum Abschluss noch kurz etwas aus der Politik: Frauenquote. So gesehen ist diese erstmal nur ein Wert. Wenn aber seitens der Geschäftsleitung ein Ziel daraus gemacht wird, kann das schon unangenehmer werden. Stellt man dann unter Umständen lieber jemanden ein, der schlechter qualifiziert ist, aber die Quote zu erfüllen hilft? Kann das ausgeschlossen werden? Und wie sieht es mit den Fachbereichen aus, die schon in der Ausbildung eine schlechte Quote haben? Sollte man nicht eher da anfangen, bevor sich Betriebe verbiegen müssen? Ansichtssache.

Es verbleibt gelegentlich im Schatten des Zweifels
F.

Speak to me

August 28, 2011

Der heutige Titel ist die „aktuelle“ Single-Auskopplung von Roxette. Eine gute Wahl, wie ich finde, da es eins der besseren Lieder vom letzten Album ist. Aber damit nicht genug – der Song wurde neu abgemischt und klingt nun noch etwas elektronischer. Ist aber immer noch schöner Pop – nicht zuletzt dank Maries Stimme.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich eigentlich wieder ein paar Themen hätte, die ich abhandeln wollte. Aber nun wird es wohl doch eine spontane Zusammenstellung.

Einen Gruß möchte ich an die Firma Gelato richten, die aus meiner Sicht sehr leckeres Bananensplit-Eis im Angebot hat. Es ist cremig und hat ordentlich Schokoladen-Sauce.

Wer gern SciFi-Komödien schaut, sollte sich „Paul“ nicht entgehen lassen. Wie ich am Wochenende feststellen durfte, kann man den Film problemlos mehrfach sehen.

Leider gelang es mir immer noch nicht, ein paar Comics zu lesen. Bzw. ich sollte mir da vielleicht zunächst einen Dringlichkeitsplan machen.

Ich mag keine Wahlwerbung mehr sehen. Es wirkt, als würde man mit Unaufrichtigkeit und dummen Sprüchen bombardiert werden. Selbst bei „sympathischen“ Parteien verkommen die Sprüche und Bilder angesichts Überheblichkeit zu platten Parolen. OK, mit Bescheidenheit wird das vielleicht nichts mit der Beachtung bei all der Konkurrenz. Und irgendwie soll der Bürger ja auch auf die Schilder aufmerksam werden. Aber letztendlich dürfte vielerseits doch auch vielleicht eine Art Übersättigung einsetzen. Na ja, wie gut, dass da noch die Kundgebungen sind, bei denen man die Fotos in Echtzeit erleben kann.

In Echtzeit werden in dieser Nacht bestimmt auch irgendwo die MTV Video Music Awards 2011 übertragen – nur mit Sicherheit nicht im deutschen Free-TV (bzw. hab nicht nachgeforscht). Ist mir aber dieses Mal auch irgendwie egal, denn zum Teil kenne ich die Nominierten nicht und zum anderen Teil werde ich wohl langsam zu alt für den üblichen Hype um Stars und PR (vom Gekreische des Publikums ganz zu schweigen).

Ach, und dann vielleicht wieder etwas Ernsteres: Abgrenzung. Damit meine ich im übertragenen Sinne sowohl Elitarismus (also die sich überlegen fühlende Oberschicht) als auch gewissermaßen Schubladendenken.
Ich habe mich neulich (als Nachwirkung eines aufschlussreichen Gesprächs) gefragt, wie sehr wohl die Geschichte der Menschheit damit verbunden ist. Nun bin ich kein Hobby-Historiker, aber ein wenig Denkerei geht auch so. Jedenfalls vermute ich, dass es da viele Anknüpfpunkte gibt. Sei es nun die Gemeinde von Urmenschen mit Anführer, die frühen Formen der Demokratie mit Volksvertretern oder der Adel. Da ist es nicht weit bis zu den Bildungsschichten, die heute immer noch Stoff zum Debattieren bieten – immer noch, weil es doch mit all dem technischen Fortschritt vielleicht leichter sein könnte, sich Wissen zu ereignen. Nun reicht da jedoch die Möglichkeit allein nicht aus – wer nicht lernen möchte, wird dadurch wohl nicht in seiner Haltung beeinflusst.
Worauf ich aber hinaus will, ist folgender Zusammenhang: funktioniert die Gesellschaft überhaupt noch mit steigendem Bildungsniveau? Bzw. wenn jeder Abitur machen könnte, wie könnte man dann noch eine Abstufung für die Arbeitgeber finden? Gäbe es dann vielleicht das Abi Home und Abi Professional? Wer würde dann die „niederen“ Arbeiten noch übernehmen, wenn jeder Akademiker wäre?
Und noch ein Schritt weiter: wer würde noch Geld in „zweifelhafte“ Produkte/Dienstleistungen investieren, wenn jeder es besser wüsste? Oder richtig radikal formuliert: braucht die Wirtschaft die Dummen? Es wäre doch auch viel schwierigern einen Mangel zu suggerieren, wenn jeder vieles hätte bzw. das durchschauen könnte, oder?

An dieser Stelle passt irgendwie der Themenwechsel auf Apple und den „Rücktritt“ von Steve Jobs, der nur noch im Hintergrund ein paar Fäden zieht. Mit der Meldung gab es ein paar Börsen-Schwankungen, Meinungen über die Leistungen des Visionärs und… natürlich auch Kritik am Unternehmen. Den Schritt mit der Klage gegen Samsung, was zum Verkaufsstopp deren 10.1-Tablets führte, fand ich schon krass. Und auch die eigenwillige Zensur-Abteilung für den App-Store ist schon eine Ohrfeige für Freigeister. Ja, da ist nicht alles so glänzend wie das Display eines iPads. Als Kunde sollte man sich vielleicht besser belesen (und ist das nicht immer so?).
Dann aber die Argumentation zu lesen, dass Apple sich selbst ruiniert, weil es zunehmend zum Mainstream wird, ist schon interessant. Weil also bald jeder Vierte ein iDings hat, verliert es an Exklusivität. Und das verringert den „Angeber-Faktor“, was wiederum schädlich fürs Geschäft ist (scheinbar total egal, ob das Produkt gut ist oder nicht). Da haben wir es wieder: Abgrenzung.
Na ja, wie heißt es so schön: haters gonna hate. Das ist ja bei Windows nicht anders. Nur Linux kann man schwer hassen, weil es ja keine Firma hinter sich hat bzw. viel Werbung macht.

Und was lernen wir daraus? Bald sind Wahlen (jedenfalls hier).

Es verbleibt gelegentlich gern für ein Gespräch zu haben
F.

52 songs #02

Juli 12, 2011

Na gut, aus dem Music Monday ist dann wohl ein Dienstag geworden. Grund dafür war die späte Rückkehr vom Kino gestern (Transformers 3 in 3D). Ich bin ja schon froh, mein Musik-Journal im Kurzverfahren abgearbeitet zu haben.

Wie dem auch sei – auf gehts nun in Woche 2 zum Projekt „52 Songs“ mit dem Thema Regen. Ach ja, ich wollte ja nun ein Banner dazu verwenden. Moment…

Also, wenn es um Lieder mit dem Bezug Regen geht, ist es eine Leichtigkeit, an Beispiele zu kommen. Wahrscheinlich werden Songtexter davon oft inspiriert. Und dementsprechend vielseitig fällt der Ansatz aus, wie man mit dem Regen umgeht.
Ich entscheide mich hier für ein etwas älteres Lied, welches ich in der Schulzeit mit Regen in Verbindung brachte und mich an Spaziergänge mit dem Hund erinnert. Es ist relativ melancholish und dennoch nicht so weinerlich – stattdessen eher kühl und bedacht.
Der Song „The Rain“ von Roxette ist auf dem Album „Tourism“ zu finden, welches neben einigen Live-Tracks eine schöne Mischung aus nachdenklichen und leichten Pop-Liedern enthält.

(zum Zeitpunkt des Eintrags ist der Link gültig)

Es verbleibt heute hoffentlich ohne Regen
F.

What’s she like?

Juli 6, 2011

Heute ist wieder ein Flashback-Tag. Und so krame ich in meiner Playlist und finde diesen Titel von Roxette, der sich auf einem Album aus den 90er Jahren befindet. Diese Ballade hat einen tollen Anfang und steigert sich dann in einen noch tolleren Piano-Teil mit ein paar E-Gitarren im Hintergrund. Nostalgie eben. Heute würde ein Lied wahrscheinlich nicht so klingen.

Frisch aus dem Lichtspielhaus kann ich erneut über einen Film schreiben. Ich gehe gern ins Kino und so habe ich auch kein Problem, neben all den Blockbustern auch in eine RomCom-Vorstellung zu gehen. Ähnlich wie bei Comics ist das Schema einer Romantic Comedy selten neu – und so müssen eben besonders pfiffige Trailer oder Namen für Aufmerksamkeit im Publikum sorgen.
Die Vorschau zu „Bad Teacher“ lief hier im Vorfeld bis zum Erbrechen in fast jeder Vorstellung – ok, ja, das sollte relativiert werden, wo ich doch etwas öfter ins Kino gehe. Und weder ein Name noch die Art der Inszenierung ließ mich damals in Erwägung ziehen, den Film zu schauen. Woher also der Sinneswandel? Hm, einerseits wollte ich Abwechslung (nach den vielen „Action-Krachern“) und dann war ich neugierig, zu welchem Schluss ich mit niedrigen Erwartungen kommen würde.
Fazit: Es war ok, also gar nicht mal schlecht. Der Film ist seicht, typisch amerikanisch (also klischee-beladen), zum Teil sehr frech und wurde nie langweilig. Dazu ein paar Lacher, die man noch nicht aus dem Trailer kannte und (fast schon obligatorische) WTF-Momente.
Zum Klatsch: also Justin Timberlake hat wirklich Humor. Und das meine ich nicht nur hinsichtlich der Meldung, dass er MySpace wieder auf die Beine bringen will. Nein, er wird zunehmend als Schauspieler wahrgenommen und hat ein Talent für Komik, was ja nicht das einfachste ist und er schon mehrfach im amerikanischen TV unter Beweis stellen konnte. Und hier „reibt“ er sich sogar an einer ehemaligen Freundin. Humor halt.
Und was ist mit Cameron Diaz? Tja, ich finde, sie wirkt irgendwie alt, was ja auch ihrer Rolle in dem Film zu Gute kommt. Und es tut ihrer Schönheit und Figur nicht weh (bzw. wahrscheinlich nicht so weh wie manche Schuhe, die sie tragen durfte). Nur wird es aus meiner Sicht Zeit für einen Image-Wechsel. Die einstige Nachfolgerin von Julia Roberts sollte sich mal wieder etwas ins Zeug legen, wenn es um herausfordernde Rollen geht. Sonst endet sie noch wie Meg Ryan.

Ach, da fällt mir ein, dass ich noch gar nichts zu „Transformers 3“ geschrieben habe. Tja, der Film war gewaltig – lang, voller Effekte, mit ein paar Gags und jeder Menge explosiver Kampfeinlagen. Also wieder die reinste Visitenkarte für Hollywoods Techniker? Fast. Auch bei der Geschichte sind Ansätze von Mühe zu sehen. Nur leider denkt man daran kaum noch nach dem Finale, welches aus meiner Sicht einen wesentlich ausführlicheren Epilog verdient hätte. Aber nein, so viel Handlung wollte man im Schneideraum dann doch nicht in 2,5 Stunden Materialschlacht (inklusive Product Placement) einbauen.
Fazit: Die Trilogie ist abgeschlossen – mit der Erkenntnis, dass eigentlich schon alles im ersten Film gesagt wurde. Die Fortsetzungen bieten nur mehr Effekte.

So, damit konnte ich also 500 Wörter für diese unglaublich weltbewegenden Themen verbuchen. Und sonst?
Noch eben schnell nachgelesen, was nun die wichtige Facebook-Ankündigung war – Video-Chats (mit Unterstützung von Skype). Aha, Innovation ist es nicht gerade, macht aber irgendwie Sinn.
Anders als die Vorstellung der Regierung, tatsächlich von Steuerentlastungen zu reden. Vielleicht wird der Glaube, dass man demnächst irgendwo auf Einnahmen verzichten kann, mit der Aussicht auf weitere Waffendeals in aller Welt kompensiert.
Derweil in einer Rating-Agentur: „Portugal war auch mal besser.“ – Reaktion der EU: „Och ne!“
Neues vom Spocht: Olympia… wird es vorerst in München nicht geben.
Und nun noch das Wetter: Sonne oder Regen, jedenfalls nicht kalt.

Es verbleibt mit der Frage, wie wohl Google+ so ist
F.