Posts Tagged ‘DC Comics’

AAA: Suicide Squad

August 18, 2016

Aus aktuellem Anlass: DC schlägt also wieder zurück. Neues Logo, neues Filmkonzept, erstes “Team” im noch jungen (Cinematic) “Expended Universe”. Und dann wird gleich ordentlich aufgefahren, was Comic-Referenzen angeht.

Die Handlung in Kurzform: Die (wahrlich skrupellose) “Regierungsberaterin” Amanda Waller setzt alle Mittel in Bewegung, um eine “Task Force X” zusammenzustellen und diese dann prompt bei einem Krisenfall in einer Großstadt einzusetzen. Dabei gibt es sowohl ein paar Schwierigkeiten und Enthüllungen.

“Suicide Squad” besticht zunächst einmal durch den Look. Der Film kommt stylisch und zeitgemäß daher und sieht aufwendig aus. Das sollte aber auch das Mindeste sein bei einem Film, dessen Budget über 170 Millionen liegt – und der sehr viel beworben wurde.

Im Großen und Ganzen stechen für mich 4 Charaktere hervor:

  • Will Smith als Deadshot, dem man spürbar die meisten Charaktermomente gegeben hat,
  • Margot Robbie als Harley Quinn, die schon im Vorfeld mit hohen Erwartungen konfrontiert wurde,
  • Jared Leto als Joker, einer der wohl anspruchsvollsten Comic-Figuren für einen Schauspieler
  • und Viola Davis als Amanda Waller, gewissermaßen einer “bösen” Schwester von Nick Fury.

Den genannten Schauspielern kann ich nichts vorwerfen. Sie lieferten. (Ebenso wie manch namhafte Gastauftritte.) Alle anderen Figuren wirken eher wie Randwerk, wobei es verständlicherweise schwierig ist, die Besetzung eines Ensemble-Films gleichmäßig zu berücksichtigen.

Mit zwei Comic-Verfilmungen kann man “Suicide Squad” durchaus vergleichen – “Guardians Of The Galaxy” aufgrund der neuen Gruppe Außenseiter, die sich zusammenraufen, sowie “Deadpool”, dessen Hauptfigur auch alles andere als ein Pfadfinder ist. Leider kommt die Squad schon allein wegen dem Spaßfaktor an keinen der beiden anderen Filme heran, wobei alle ihre Schwächen haben – nicht zuletzt wegen dem unnötigen 3D. Bei “Suicide Squad” sind die Makel halt zu auffällig, um sie zu vernachlässigen.

Da wäre die etwas lieblos zusammengestückelte Story, die ab der Hälfte irgendwie vorhersehbar wird und durch Zwischensequenzen manchmal an Schwung verliert. Dann das viele Randwerk, also Charaktere, die nur mal eben dabei waren, aber sonst eher wenig ausgearbeitet werden. Dann noch Randwerk in Form von Zwischensequenzen, die zwar hübsch aussahen, aber von der Hauptgeschichte ablenkten und wie aus anderen Filmen wirkten. Und nicht zuletzt ein “verschenkter” Joker – eine Figur, die so viel Interesse erzeugt, aber hier eigentlich keinen wichtigen Part hat, was eher enttäuschend für den Zuschauer endet.

Ach schade, Potential war vorhanden, aber in dieser Form (und in diesem Schnitt) reicht es gerade mal für ein “harmlos und okay”. (7/10, inklusive Batman-Bonus)

Es verbleibt mit Vorfreude auf „Doctor Strange“
F.

PS: Die Comics der Suicide Squad haben mich übrigens nie so recht interessiert – auch nicht mit dem neuerdings sehr hochkarätigem Kreativteam mit Jim Lee. Zum Vergleich: Nach der Sichtung von “Guardians Of The Galaxy” war ich an den Comics interessiert – auch denen von Rocket Racoon.

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Logbuch : viel Fleisch an Pfingsten

Mai 17, 2016

Logbuch

08.05.16 : Den sonnigen Sonntag hätte ich mir beinahe gespart. (Schlafbedarf macht es möglich.) Am Nachmittag trieb es mich dann doch an die frische Luft. Und das tat mir richtig gut. Ich holte mir den Schlüssel zum Hackspace, verweilte dort den Abend und ging schließlich in feinstem Mondschein nach Hause.

09.05.16 : Meine Woche begann für meinen Geschmack zu früh. Allerdings hatte der Tagesverlauf auch sein Gutes. Nicht nur spendierte Kollege M. auf Arbeit lecker Frühstück, ich nahm danach bei der Verleihung der Rostocker Ehrenamts-Card in der Societät Maritim teil, wo es ein lecker Buffet gab. Dann machte ich mich in strahlendem Sonnenschein mit Blume ausgestattet auf den Weg zur Frieda 23, wo ich mir den Film “Der Schamane und die Schlange” anschaute. Was für ein Film. Ich ging sehr inspiriert nach Hause.

10.05.16 : Zum Tagesstart eine Sportsession – teilweise sogar an der Freiluft. Einen Arbeitstag später ließ ich mich breitschlagen, P. beim AStA-Treffen zu begleiten. Lange nicht mehr solche Uni(-Gremien)-Luft geschnuppert. (Hatte ich auch wenig vermisst.) Danach schaute ich bei LOHRO vorbei, wo das KNW-Treffen ausfiel. Mit C., S. und T. spielte ich etwas Tischtennis – unter lautsamer Beteiligung des Hundes. Wir gingen noch in den Freigarten, wo ich U. kennenlernte als auch mal wieder B. traf.

11.05.16 : Arbeit, Redaktionstreffen 1, Redaktionstreffen 2… und dann ein spontaner Besuch im PWH, wo einen “Dead and Alive Slam” gab, einen Poetry Slam, bei dem Stücke toter Dichter gegen Stücke noch lebender Schreiberlinge antreten. Also eigentlich eher “Dead v Alive”. Ein paar Beiträge fand ich sehr unterhaltsam – überwiegend von Team Alive, welches auch gewann. Im Anschluss verweilten wir noch im Freigarten. Danach ging es noch zu REWE und zu LOHRO.

12.05.16 : Nach der Arbeit erledigte noch ein wenig Einkauf und verbrachte ein paar Stunden bei LOHRO mit Nachbereitung und Bemusterung.

13.05.16 : Ein Freitag wie neulich erst. Arbeit, Sendung, Sport, Ruhe.

14.05.16 : Ich verzichtete auf ein zeitiges Aufstehen und ging dann einfach direkt zum Peter-Weiss-Haus, wo im Freigarten schon allerlei aufgebaut wurde – anlässlich des Gratis Comic Tages. (Sogar aus Greifswald kamen Menschen dafür.) Ich traf ein paar bekannte Gesichter, staubte ein paar Hefte ab und ging mit E. noch in die Innenstadt zu Thalia (in der Breiten Straße), wo gegen 11 Uhr (eine Stunde nach Öffnung) schon sehr viel weniger Auswahl war. Wieder zurück im zugigen Freigarten fand ich bereits K., der den Comic-Treff startete. Wir erzählten viel, E. brachte mir ein überbackenes Gebäck-Dings mit, wir nahmen am einem (Anime?) Quiz teil… und dann musste ich schon hetzen, weil ich im Zeitplan bleiben wollte. Auf ging es in die Heimat… mit einem kurzem Umweg über Prora (Ost), wo ich von C. abgeholt wurde. Ich vergesse zuweilen, wie schön es ist, abgeholt zu werden. (Passiert nicht so oft.) Ich half beim Update eines Windows-8.1-Systems und bekam Ragout Fin sowie Kuchen. Am Abend schaute ich mir den Eurovision Song Contest an und verbesserte das Erlebnis mit einem Twitter-Feed. Ich gebe zu, dass ich nicht mit so einem miesen Abschneiden unserer Teilnehmerin Jamie-Lee gerechnet hatte. Und letztlich war ich dann froh, dass weder Australien noch Russland gewonnen haben.

15.05.16 : Ausschlafen? Na ja, ging so. Mein Rücken wirkte von der Nachtruhe unzufrieden. Ein spätes Frühstück sparte ich mir aufgrund der Aussicht auf ein opulentes Mittagessen. Wir besuchten Freunde in Garz und bekamen 1A Lammbraten. Der Nachtisch in Form von künstlich schmeckendem Langnese-Eis (mit Erdbeer- und Baiser-Zeugs) hatte dagegen keine Chance. Am Nachmittag waren wir in Lauterbach unterwegs – ein Ort, an dem ich jahrelang nicht mehr war. Schön ruhig war es da. Allerdings auch sehr windig. Der kleine Flohmarkt lud zum Bummeln ein. Und die Chance auf echtes, dänisches Softeis ließ ich mir auch nicht nehmen. Auf dem Heimweg begegnete uns ein Schauerband, in das wir direkt hineinfuhren. Links heiterer Himmel. rechts heiterer Himmel – in der Mitte dunkle Regenwolken. Zum Abend gab es eine Art Doppel-Feature: wir schauten den zweiten Teil der Hunger-Games-Filme (“Catching Fire”) im TV und wechselten in den Werbepausen auf “X-Men: Zukunft ist Vergangenheit” im (Extended) “Rogue Cut”.

16.05.16 : Ausschlafen. Und dann viel Ruhe tanken. Dazu Unterhaltung wie “Last Week Tonight” oder “Family Guy”. Und dann habe ich gelesen. Nämlich endlich Ausgaben der aktuellen “Vision”-Serie. Und ja, diese Serie setzt sich deutlich von üblichen Marvel Comics ab. Gut geschrieben und toll gestaltet. Wieder einen Punkt mehr für Marvel, die mich im Gegensatz zu DC Comics durchweg überraschen können. Ebenfalls angelesen habe ich die aktuelle Serie um Doctor Strange. Jedoch kann ich dazu schnell sagen, dass dies nicht so mein Fall ist. Zum Abendessen gab es Wildschwein-Gulasch. In Rostock hatte ich wieder mit meinem Rechner zu tun, der mal eben ungebeten ein Update installiert hatte.

Es verbleibt in einer überwiegend durchgeplanten Woche
F.

Ansichtssache: Man of Steel

Juni 23, 2013

Ich denke, dass es kein gutes Signal setzen würde, wenn ich es mir als Comic-Fan erlauben würde, für diesen Film nicht ein paar Absätze zu verfassen. Ein großer Superman-Fan war ich ja nie, auch wenn es ein paar wenige Ausrutscher im Lesestapel gibt – z.B. die fantastische „Secret Identity“-Miniserie von Kurt Busiek oder die ersten Geschichten der 2003er-Serie „Superman/Batman“ (allein schon wegen Michael Turner als Gastzeichner). Andere sogenannte „Must-Reads“ wie Grant Morrisons „All-Star Superman“ oder der Neustart der „Action Comics“-Reihe hauten mich auch nicht vom Hocker. Jedoch werde ich mir bei Gelegenheit (als hochgelobte Werke) noch „Secret Origins“ von Geoff Johns sowie „Birthright“ von Mark Waid genehmigen, um meinen Eindruck abzurunden. Ansonsten reicht mir auch der Superman-Anteil aus Serien wie „Justice League“ und so weiter – zumal die aktuellen Reihen nicht gerade viel Unterhaltungswert bieten. Aber nun zum Film:

Nachdem die letzte Verfilmung vielerseits wegen mangelnder Zügellosigkeit hinsichtlich Supermans Fähigkeiten kritisiert wurde (er hatte immerhin meist nur schwere Dinge angehoben), war für eine weiteren filmischen Anlauf ein größerer Action-Anteil zu erwarten. Und das erfordert entsprechende Gegenspieler.

Dass ein Regisseur wie Zack Snyder mit effektgeladenem Spektakel umgehen kann, hat er mehrfach bewiesen. Nur fiel dabei schon mal die Geschichte flach aus (siehe „Sucker Punch“). Die Geldgeber wollten dem vorbeugen und holten mit Christopher Nolan und David S. Goyer die Namen heran, die dem geneigten Kinogänger nach der „The Dark Knight“-Trilogie vielleicht noch in Erinnerung sein könnten. Ebenfalls wie bei den letzten Batman-Filmen castete man zudem auch hier namhafte Schauspieler für Nebenrollen. Und hat es was gebracht?

Ich würde dem ein zögerliches „joah“ entgegnen. Denn für einen Superman-Film stimmt bei „Man of Steel“ vieles. An der Besetzung gibt es aus meiner Sicht nichts zu kritisieren. Auch die Gegner wurden mit verständlicher Motivation versehen. Dass bei einer Nachbearbeitungszeit von über einem Jahr das CGI erstklassig ausfällt, erfüllt ebenfalls meine Erwartungen.

Positiv überraschten mich darüber hinaus der Einschub von Krypton (was ich zunächst eigentlich überflüssig finden wollte), der immense Science-Fiction-Anteil, die (ungewohnte) Vielschichtigkeit von Supermans biologischem Vater Jor-El und die Charakterisierung von Lois Lane, die hier wesentlich sympathischer und smarter auftritt als in aktuellen DC-Comics. Und nicht zuletzt empfand ich den Handlungsverlauf mit den Rückblenden gelungen.

Wo sehe ich Verbesserungsbedarf? So komisch es klingen mag, bei Superman einen realistischen Ansatz verfolgen zu wollen, sind doch einige grenzwertige Details vorprogrammiert. In diesem Fall die Verkörperung der Authoritäten durch zwei Militärmenschen. Als ob es keine höheren Hierarchie-Ebenen geben würde (Stichwort Krawattenträger).

Auch wenn mir das „Gekloppe“ zum Finale nicht zu viel wurde, so hätte ich mir stellenweise eine elegantere Auflösung gewünscht. So hätte der Zyniker in mir nicht den Gedanken „wäre das nicht auch zügiger gegangen?“ als Argument aufführen können.

Und schließlich mein Topp-Makel am Film: die fehlende Aufarbeitung. Es ist kein großer Spoiler, wenn ich schreibe, dass im Film Schäden entstehen. Dinge gehen kaputt. Das sah man schon im Trailer. Und ja, es gehen ganz viele Dinge kaputt. Nur fehlt mir in den letzten Szenen die Reflexion der Zerstörung – ein kurzer News-Einschub (wie bei „The Avengers“), ein paar Eindrücke der Räumungsarbeiten (wie bei „Watchmen“) oder vielleicht eine große Kundgebung/Rede (wie bei „Deep Impact“). Das Auslassen eines solchen kleinen Epilogs (gerade im Vergleich zum riesengroßen Prolog auf Krypton) finde ich enttäuschender als eine fehlende After-Credits-Szene, welche ein „Shared Universe“ andeutet.

Fazit: „Man of Steel“ muss man aus meiner Sicht nicht gesehen haben. Dazu erfreuen sich die Details um Superman einer zu hohen allgemeinen Bekanntheit. Die Geschichte, die erzählt wird, bietet insofern nicht viel Neues. Ergo punktet der Film nur in Nuancen der Neugestaltung und in der ausartenden Effekthascherei. Ein guter, moderner Remix für Genre-Fans sozusagen. (7/10)

Es verbleibt mit Nerven aus Stahl
F.

PS: um noch mal auf die Anlehnung zur Batman-Filmreihe zurückzukommen – auch da bot mir „Batman Begins“ nicht wirklich viel Neues. Erst mit „The Dark Knight“ konnten die Filmemacher ordentlich aufdrehen, nachdem die Entstehungsgeschichte bedient wurde. Vielleicht klappt das ein weiteres Mal.

Ansichtssache: P!nk und ein paar Comics

Oktober 14, 2012

Was ich in der vergangenen Woche noch schaffte und hier vergaß zu erwähnen, betrifft das neue Album von P!nk. Erstmals kann ich nun das Gesamtwerk um „The Truth About Love“ einschätzen. Und ja, das betrifft auch Bonus Tracks.

Zwar freut es mich, dass die Künstlerin nicht vollends auf den „Katy-Perry-Zug“ aufgesprungen ist, wie es sich andeutete durch die Singles „Raise Your Glass“ und „Fuckin’ Perfect“. Dies lag vornehmlich an der Wahl der Produzenten.
Und trotzdem nahm mich das erste Testhören nicht sonderlich mit. Das mag meiner Unaufmerksamkeit geschuldet sein. Viele Texte habe ich unzureichend beachtet. Aber allein der Klangteppich war überwiegend farblos. Mit Ausnahmen natürlich. Na, mal sehen, was Single-Auskopplungen, Musikvideos und Live-Auftritte noch bewirken können. Die aktuelle Single „Try“ beispielsweise wird durch die visuelle Umsetzung um Einiges aufgewertet.

Nun zur Lese-Ecke: nein, das Buch „The Perks Of Being A Wallflower“ habe ich immer noch nicht begonnen. Wie auch – bei all der Freizeitgestaltung der letzten Tage?

Dafür brachte eine kleine Aufräumaktion Comics zum Vorschein, die ich teilweise fast vergessen hatte:

Die Erstausgabe von „Haunt“ gehört dazu. Die Serie ist eine Gemeinschaftsarbeit von Spawn-Schöpfer Todd McFarlane und Image-Comics-Superschreiber Robert Kirkman (von ihm stammt unter anderem „The Walking Dead“). Zusammen mit den Künstlern Ryan Ottley und (meinem Favorit) Greg Capullo schufen sie eine Figur, die optisch an eine Mischung aus Venom (ein Spider-Man-Gegner) und Spawn erinnert, aber durchaus eine komplexe Entstehungsgeschichte vorweisen kann. Nach einem Heft kann ich zwar nicht sagen, wie gut die Serie ist, aber tendentiell ist Potential für Unterhaltung vorhanden.

Unterhaltung habe ich auch von der Nullnummer von „Voodoo“ (ein DC-Comic) erwartet, aber leider war der Begriff „Nullnummer“ auch Programm. Da half auch Zeichner Sami Basri nicht viel, der nach wie vor gute Arbeit abliefert. Die Geschichte war teilweise so dumpf, als wäre das vom Autor (Name unwichtig) hobby-technisch nebenbei verzapft worden. Kein Wunder also, dass die Serie eingestellt wird. Das bedauere ich dennoch, da der Anfang so vielversprechend war.

Zum Abschluss aber noch eine erfreuliche Entdeckung. Als vor vielen Jahren mal eine Miniserie im Batman-Umfeld mit dem Titel „Arkham Asylum: Living Hell“ erschien, war ich nicht so interessiert. Das lag daran, dass ich als unerfahrener Comic-Leser oftmals auf ansprechendes Artwork achtete. Zudem kannte ich da den Autor noch nicht. Heute verbindet man mit Dan Slott eher Spider-Man-Comics, welche er schon seit Jahren schreibt. Insofern handelt es sich hier um ein Frühwerk.
Wie dem auch sei… ich habe bisher nur Teil 1 (von 6) gelesen und bin sehr erfreut, wie bizarr der Auftakt ist. Schwarzer Humor mit ein paar überraschenden Wendungen vom Feinsten. Das werde ich hoffentlich bald weiterlesen.

Es verbleibt viel Lese-Stoff
F.

Prime time

Juli 15, 2012

Der junge „Indielectro“-Künstler mr.tinoforever hat wieder zugeschlagen und brachte kürzlich eine kostenlose EP heraus (siehe seine Facebook-Seite), auf der er seinen musikalischen Vorbildern Tribut zollt, indem er Samples für eigene Songs nutzt. Und dieses Liedgut hat es in sich, wenn es um elektronische Verzerrung und vokale Wortgewalt geht. Da ist der Titel schon fast als harmlos einzustufen.

Fast harmlos war auch meine Woche. Dazu nun mehr:

Der Montag verlief relativ entspannt für einen Wocheneinstieg und endete (gewohnheitsmäßig) mit Bloggerei zum Thema Musik. Da bin ich schon ein wenig stolz, dass mein Journal konstant gefüllt wird.

Am Dienstag habe ich endlich „W.E.“ gesehen, ein Film, den ich seit Jahresbeginn auf meinem Radar habe. Und wie war der so? Handwerklich sehr überzeugend – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Durch die vielen Zeitsprünge wird man auch einigermaßen gefordert. Nur leider schwächelt die Handlung ein wenig zum Ende hin. Oder ich war einfach nicht in der Lage, die ganze Message zu verstehen.
Fazit: Der Film ist keine leichte Kost, aber je nach Interessenlage wird man einigermaßen unterhalten.

Mittwochs gibt es immer mal wieder Vorpremieren im Kino. Welcher Film am vergangenen Mittwoch im Angebot war, kann man in meinem letzten Eintrag nachlesen. Denn ich habe es mir nicht nehmen lassen und danach eine kleine Auswertung geschrieben. Mit anderen Worten: ich brauche ein neues Fünf-Sterne-Ticket, nachdem ich mir zuletzt eine Karte für die Mitternachtspremiere von „The Dark Knight Rises“ (also dem dritten Nolan-Batman-Film) geholt habe. (extremer Vorfreuden-Alarm!)

Am Donnerstag wurde es wieder etwas chaotischer mit der Abendgestaltung, als ich mich ganz kurzfristig zum Weggehen in den Stadtpalast angeschlossen habe, wo wohl die Germanisten unter dem Studentenvolk ihren Semesterausklang feierten.

Erstaunlich wenig beeinflusst von einer etwas kurzen Nacht verging auch der Freitag. Mein erstes qwertee-Shirt kam mit der Post an. (Das Motiv verrate ich später.) Zum Abend ging es kurz in den Pirat. Danach war der Dobi Treffpunkt und ich wechselte von einer bekannten in eine etwas unbekanntere (dafür umso internationalere) Runde, bei der ich Reisetipps für die Niederlande erhielt. Aber damit nicht genug. Es folgte noch ein (erster) Besuch im DejaVue (mit Sonderangebots-Konditionen), was Spaß gemacht hat und dementsprechend dauerte.

Der Samstag begann für mich dann gut 2 Stunden zu spät, da mich mein Wecker scheinbar im Stich gelassen hat (oder mich das Schlummerland nicht loswerden wollte). Macht ja nichts. Wurde das heimische Frühstück eben verschoben. Hat trotzdem geschmeckt, auch wenn ich lieber nicht davon in Kenntnis gesetzt geworden wäre, dass die Brötchen beim Holen noch warm waren. Da das Wetter zum Weggucken war, verbrachte ich den Tag mit Lesen.
Auf meinem Plan stand „Batwoman“, eine DC-Serie, der man (schon allein wegen der Konkurrenz durch Batgirl oder Catwoman) ziemlich schnell die Existenzgrundlagen nehmen würde wollen, wenn man nicht wüsste, wie außerordentlich gut diese Comicreihe produziert wird. Es hat wirklich Laune gemacht, das absolut traumhafte Artwork von J.H. Williams III. in seinen Details zu entdecken und nebenbei die sehr ernste Geschichte um die Protagonistin weiterzuverfolgen.
Am Abend wurde dann ausgiebig geschlemmt – das Zauberwort heißt BBQ.

Und heute lief alles ganz entspannt ab. Brötchen holen. Frühstücken. Comics lesen. Dateien sortieren. Daim-Eis kosten (lecker lecker). PS3 spielen (The Darkness). Im Buch weiterlesen – habe 10% bei der Zugfahrt geschafft.

Das war meine Woche.

Es verbleibt zu später Stunde
F.

Trembling hands

Juni 10, 2012

Der Titel bezieht sich auf meinen aktuellen Ohrwurm durch die Band The Temper Trap. Bin eher per Zufall auf deren Musik aufmerksam geworden. Und ich kann behaupten, die bis vor einem Monat überhaupt nicht zu kennen. Aber das ist bei dem Input an Mainstream-Schmu auch nicht schwer. Egal. Leute, testet die Mucke mal an. Ist wirklich sehr hörbar.

Was ist also in den letzten Tagen so passiert? Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, vom Arbeitsplatz aus zum Themenabend mit anschließender Grillrunde zu gelangen – war ja nur einen Flur entfernt.
Donnerstag war ich auf dem wohl kleinsten Couchsurfing-Meeting der hiesigen Community, welches mich in ein mexikanisches Restaurant (mit S.) in Rostocks Innenstadt führte und mich Zeuge einer „exotischen Tanzeinlage“ am Tisch gegenüber werden ließ. Wer kann denn ahnen, dass man die gemietete Gesellschaft kurviger und solariumsbrauner Art auch in einem Restaurant wahrnehmen kann? Ich war verleitet, die Karte nochmal zu studieren, ob das dort zum Service gehört – zumal der Betrieb für den Anlass Lieder der passenden Art (gewissermaßen anzüglich zum Ausziehen) während der Darbietung aufgelegt hat.
Und der Freitag verlief dann wieder ganz anders, als ich nicht nur (spontan) den EM-Auftakt in einer Kneipe in geselliger Runde (inklusive Special G.uest aus Kalifornien) mitverfolgen konnte, sondern danach noch Kostproben indischer Snack- und Filmkunst garniert bekam. Erfreut hat mich das „Happy Hour Angebot“ vor Spielbeginn. Danach gabs eine Runde „Chili-Kurze“ – holla! Und zum Nachspülen wollte ich eigentlich Wostok (Kräuterlimo) bestellen, erhielt dann aber ein Rostocker (Bier), welches ich dann sogar annahm und… auch trank. Keine Ahnung, warum mir das in dem Moment egal war. Kann am Chili gelegen haben. Dieses für meine Gewohnheiten sonderbare Verhalten wurde nicht mal gewürdigt. (Potzblitz! Und das, nachdem ich neulich sogar Kaffee getrunken hatte.) Ja, daher vermerke ich das hier besonders deutlich.
Was die indischen Snacks angeht, fallen mir die Namen natürlich ein… nicht. Das eine waren so Etwas wie größere Marzipankartoffeln in Rosenwasser-Sirup eingelegt (frisch aus der Dose) und das andere würzige Puffreis-große Knusper-Erbsen. Urteil: interessant.

Hat er auch wieder Filme gesehen? Hat er, hat er.
Mal eben in den Tagesverlauf reingedrückt habe ich „50/50“ (dank 1,4-facher Geschwindigkeit) – ein nachdenkliches Sozialdrama mit sehr guten Schauspielern und einer packenden Geschichte. Kann ich empfehlen. Ist aber keine leichte Kost.
Und dann wäre da noch „Ra.One“, die Bollywood-Version von „Matrix“, „Iron Man“, „Terminator“ und „TRON“ – ja, all das in einem (zu langen) Film mit Singsang, Tanz und Tränen. Habe ich schon erwähnt, dass ich vor dem Film in einer Kneipe war? Unter anderen Umständen wäre das bunte Spektakel wohl schwieriger zu ertragen gewesen. Kann ich diesen Film empfehlen? Um Himmels Willen nein. Dagegen ist Marvel’s Thor ein Shakespeare-Drama. Sogar DC’s Flopp „Green Lantern“ erscheint im Vergleich dazu gar nicht mal so schlecht, obwohl ers war. Mir wurde ja nahegelegt, nicht zu sehr auf die Handlung zu achten… aber das ist mit 2,5 Stunden Spielzeit nicht leicht. Und nein, nur wegen ein paar „besseren“ Effekten, netten Drehorten und westlich angehauchter Popmusik punktet der Schwachsinn mit der Grinsebacke Nummer 1 nicht. Ich meine, wie tief muss man die Erwartungen senken, wenn ich behaupte, dass das Beste an dem Action/Adventure-Film noch die Tanz-Einlagen sind?
Und um mal einen Vergleich zu den herkömmlichen Superhelden-Verfilmungen zu machen: bei Batman wird die ganze Stadt terrorisiert, bei Captain America wird ein Kontinent bedroht, bei X-Men steht die gesamte Menschheit vor der Versklavung und bei The Avengers gibt es eine Alien-Invasion. Was steht bei „Ra.One“ auf dem Spiel? Das Leben eines Rotzbengels, der dem Zuschauer nicht wirklich sympathisch erscheint. Aber stimmt ja, in Indien haben die so wenig Nachwuchs. Da kommt es schon mal auf die Göre von reichen Leuten an. Upps, Fehler meinerseits. Ich habe auf die Handlung geachtet und nicht auf die mühsam einstudierten Gesichtsausdrücke der Hauptdarsteller. Schade, dass ich „Snow White and the Huntsman“ nicht danach gesehen habe…

Was war denn am Wochenende? Ja, Fußball war. Habe das Spiel aber nur halb verfolgt. Heute dann ein wenig gedaddelt – „Child of Eden“ (neues Level freigespielt). Bei „Oblivion“ stellte ich fest, dass man nur einen Charakter fortsetzen kann, was mich natürlich den erarbeiteten Spielstand kostete, als ich einen Neuen angelegt habe. Und ich bin wieder mehrfach bei „Sonic“ gestorben. Echt deprimierend. Da geht sowas von der Spielspaß flöten.
Da fällt mir ein, dass nun Trailer zu neuen Spielen um „South Park“ und „Tomb Raider“ veröffentlicht wurden. Das sieht schon sehr gut aus – fürs kommende Jahr.

Lese-Ecke: auch da kann ich was berichten. Ich habe mich heute auf der Heimfahrt in Sachen „Batwing“ eingelesen. Das ist so eine Art Mischung aus Batman und Iron Man, spielt in Afrika und ist überwiegend einfach nur brutal. Also absolutes Mittelmaß. Da hilft auch kein Gastauftritt von Batman und Co.. Aber was soll den Schmu wieder rausreißen? Na klar, DC Comics setzt einfach einen guten Zeichner darauf an. Das ist das eigentliche Drama. Dass Talent für 0-8-15-Inhalte herhalten muss.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: im roten Netto gibt es nächste Woche Oreo-Eis – das, was ich in Wien hatte. 🙂

Es verbleibt ohne zitternde Hände
F.

Don’t think about me

April 29, 2012

Was nimmt man nicht alles im Urlaub mit? (Nicht in den Urlaub, sondern schon im Urlaub.) Ich bin selbst überrascht, dass ich irgendwie kurz bei DSDS 2012 (dem Finale) hängen geblieben bin. Damit gehöre ich scheinbar nicht zu einer „großen“ Mehrheit, da Berichten nach die Sendung in der Zuschauergunst gefallen ist. <Ironie> Na so ein Wunder. Dabei sind da doch so talentierte Sänger dabei – sowie ein sympathischer Moderator und eine eloquente Jury. </Ironie>
Luca Hänni heißt der (aus meiner Sicht bedauernswerte) Junge, der nun den Titel „Superstar“ aus deutscher Sicht tragen darf, ihn international aber erst verdienen müsste. Letzteres wird ihm mit einem Song wie dem Titel aber kaum gelingen, da die Produktion derart lieblos ist, dass es einfach nur dreist erscheint, dafür Geld verlangen zu wollen. Aber egal. Ansichtssache. (So viel besser sind „One Direction“ ja auch nicht unbedingt – im Bereich Musik für die entsprechende Zielgruppe.)

Urlaub! Und ich blogge trotzdem. Mal schauen, was alles passiert ist.
Es gab erneut eine Trash-Party, die wieder wunderbar ins Wochenende eingeplant werden konnte. Kurz darauf konnte ich den dritten Teil der „Hunger Games“ („Die Tribute von Panem“) auslesen. (Eine Kritik dazu werde ich auch mal verfassen… irgendwann). Die Arbeitswoche war für mich kurz, weil… Urlaub! Dieser begann jedoch alles andere als erholsam. Was soll man sagen, wenn man sich fürs Aufräumen freinehmen muss? (OK, so etwas wie Besuch gibt da noch mehr Ansporn.) Jedenfalls dauerte es Stunden und raubte Kraft. Wie gut, dass gleich im Anschluss „Avengers“ auf dem (Kino-)Plan stand, bevor der Tag dann in eine lange Nacht des Wissens gipfelte und sämtliche Kraftreserven aufgebraucht hatte. Wie gut, dass es am Tag darauf hieß „raus und ab zum Bahnhof/Bahnhof/Bahnhof/Flughafen/Bahnhof/Hotel“. Nur 9 Stunden später waren wir auch schon in Wien.

Wien. Ja, diese Stadt ist schon ein Erlebnis. Ich könnte nun problemlos ein Essens-Tagebuch anlegen. Anders als zum Beispiel bei London, stand für mich bezüglich Österreich ja weniger „Sightseeing“ als viel mehr „Sighttasting“ auf der Agenda. Erstes Frühstück am Samstag? Kaiserschmarn. Zum Abend dann ein Wiener Schnitzel. Heute ein Stück Sacher Torte.
Jeder Ernährungsberater würde den „Hot Button“ aktivieren – im Sinne von Alarm. Aber nein, das muss sein. So oft bin ich hier ja nicht. Was auch wieder sein Gutes hat, denn es verursacht Ausgaben wie vom anderen Stern.

Auch Frischluft wurde geboten. Weniger in den Gaststätten, da vielerorts das Rauchen gestattet ist. Dafür 100 Meter in der Höhe – z.B. bei einer Fahrt mit/auf dem Prater Turm (ein Kettenkarussell). Hat Spaß gemacht.

Weniger Spaß brachte mir meine Probierfreude ein. Heute abend waren wir indisch essen und ich wich von der Gewohnheit ab und bestellte statt einem Mango-Lassi die salzige Variante (mit etwas Kreuzkümmel als Geschmacksgeber). Boah, war das eine Salz-Jauche! Nein, sorry, dafür ist mein Gaumen nicht ausgelegt. Und auch das Curry war nicht so lecker, wie ich es mir gewünscht hatte. Dafür ging es anschließend zum Bio-Eis-Verkäufer um die Ecke, wo auch nur gut 40 Leute anstanden. Kann kein schlechtes Zeichen sein, oder? War es auch nicht. Genuss!

Kino-Ecke: heute mit zwei Berichten aus heimatlichen Lichtspielhäusern:
> „Battleship“ : ich war echt am Überlegen, ob ich mir ein T-Shirt mit dem Spruch „I can’t believe I watched Battleship in the cinema“ anfertigen sollte. So eine Katastrophe war der Film für mein Cineasten-Herz. Ja, ich wurde vorgewarnt, dass die Handlung flach ist. Nur zwei Dinge ließen mich dennoch den Versuch wagen: eine Empfehlung von U., der den Film sogar ein zweites Mal im Kino sehen wollte und die IMDb-Wertung von 6.5 (von 10). OK, es war kein totaler Rotz wie „Battle LA“, aber ich war wohl nicht so recht drauf eingestellt an dem Tag (oder einfach zu nüchtern). Fazit: Leute, guckt lieber noch mal „Independence Day“ aus den 90ern und spart euch das Geld für die paar neuen Effekte neben der belanglosen Story.
> „The Avengers“ / „Marvel’s Avengers“ / „Avengers Assemble“ : Unterhaltung vom Feinsten, wenn auch ich mir den Anfang etwas „flotter“ gewünscht hätte. Zwei Dinge möchte ich besonders hervorheben: wäre ich nicht schon längst Fan der Film-Version von Iron Man gewesen, wäre ich es spätestens jetzt. Und noch nie war mir eine Hulk-Adaption so sympathisch wie bei dieser Darstellung. (Das wären dann auch meine zwei Highlights neben den vielen anderen lobenswerten Aspekten wie Soundtrack, Effekte, Darsteller, Kulissen und Ausgewogenheit der Handlung.) Fazit: einer der besten Filme des Jahres! (Das Warten hat sich gelohnt. DC Comics ist nach dieser Steilvorlage von Marvel erst mal am Arsch.)

Noch kurz ein Einschub der Kategorie „Dinge, die wir in Deutschland brauchen“: Oreo-Eis und weiße Malteser. Beides haben die Ösis im Laden.
Zum Ausgleich „Dinge, die gern weiterhin in Ösiland bleiben können“: Seifen in Nahrungsmittel-Sorten wie „Honig-Marzipan“ oder Raucherlokale.

Es verbleibt ohne weitere Gedanken an irgendeinen Casting-Gewinner
F.

All the small things

März 12, 2012

Der Titel bezieht sich auf den letzten nächtlichen Club-Besuch (Stichwort blink-182) und war so ziemlich der einzige Lichtblick auf einer Party, mit deren Musik-Mix ich irgendwie wenig anfangen konnte. (Dafür war die Auslage beim Ausschank personalbedingt üppig.) Na ja, dann nächstes Mal doch lieber „nur“ Indie.

Und sonst? Die letzten Tage waren irgendwie ereignisreich und doch auch ruhig. Ich habe gearbeitet, gelesen und „gesocialt“ – dafür weniger geschlafen, was sich zum Wochenstart wohl ein wenig rächen wird.

Lese-Ecke: Am Wochenende widmete ich mich zwei bebilderten Miniserien, deren Abschluss noch relativ frisch in Erinnerung war.
Zum Einen ging es in „Ultimate Hawkeye“ (von Marvel) um den (mehr oder weniger) Solo-Einsatz des Bogenschützen unter den „Avengers“ mit Beteiligung von Hulk und einigen Mutanten, was besonders durch die Rückblenden gut und interessant aufgelockert wurde, und ansonsten ziemlich „over-the-top“ gehalten wurde. Nett.
Zum Anderen durfte sich die Vigilantin „Huntress“ in ihrer aktuellen Serie durch Italiens kriminelle Unterwelt im DC-Universum kämpfen. Einerseits sehr gut gezeichnet und erfreulich bodenständig (fast keine Superkräfte), andererseits auch irgendwie austauschbar, weil die Motivation der Hauptfigur irgendwie gegeben war, aber nicht erklärt wurde. Frage also: was hat die Frau davon, ihr Geld und Leben für Selbstjustiz einzusetzen? Was treibt sie an? Eine Antwort wäre da ziemlich wichtig gewesen und „ist halt so“ reicht mir nicht.

Kino-Abteilung: Mit „John Carter“ ist das Genre Science Fiction / Fantasy wieder gut vertreten in unseren Lichtspielhäusern, wobei die Abzocke mit dem 3D-Aufpreis echt kein Dienst am Kunden ist (Stichwort Konvertierung). Auch wenn die Vorlage schon sehr alt ist, kommen dem geneigten Filmkritiker Vergleiche mit „Flash Gordon“, „Conan“ oder „Star Wars“ sehr leicht von der Hand. Aber an und für sich ist der Film gut (wenn man die Erwartung entsprechend niedrig ansetzt).

Und schließlich eben probiert: „Spicy Hot Chocolate“ – hui, das Getränk hat ordentlich Würze in sich, war aber nach der Eingewöhnung lecker – vor allem in Verbindung mit einem Keks.

Es verbleibt mit vielen Kleinigkeiten
F.

Sever

Februar 20, 2012

Neulich sah ich noch in meinem Tumblr-Feed ein animiertes GIF (also bewegte Bilddatei) und staune kürzlich nicht schlecht, als ich das wiederfinde. Es war Teil des aktuellen Videos von iamamiwhoami (Titel-Referenz), welches wie gewohnt sehr eigen ist. Ich würde fast behaupten, so wäre Lady Gaga ohne Kommerz. Link folgt.

Und nun zur Auswertung: Wilhelm Tell Me sind live hervorragend. Die Musik geht ab – und der Zufall meinte es gut mit mir, da all meine Lieblingslieder gespielt wurden. (Gut, bei einem Album in der Diskografie ist das nicht schwierig.) Der Abend (oder sollte ich besser Nacht sagen) war jedenfalls super. Ich habe sogar Andenken in vorm von Band-Merchandise… und Glitter, jede Menge Glitter.

Und sonst? Na ja, mein Tag war herrlich ereignislos. Ich habe gelesen – und zwar alle fehlenden DC-Comics der „New 52“-Welle. Welch eine Leistung. An diesem Punkt wollte ich zwar schon im November sein, aber so hat man halt mehr davon gehabt. Jetzt kann ich mich also bald an eine umfassende Gesamtauswertung machen. Vielleicht nächsten Monat (oder doch im Urlaub).
Dabei stellte ich erneut fest, dass ich mit Green Lantern (Comic-Serie sowie Film) nichts anfangen kann – es ist einfach zu kosmisch für meinen Geschmack. Dann lieber Flash, der von Francis Manapul grafisch ordentluch überzeugt. Dann wären da noch Batman-Serien wie „Batman & Robin“, „Detective Comics“ und „Batman: The Dark Knight“… Ich weiß, ich weiß. Der geneigte Laie mag nun denken „Hä? Was? Warum denn so viele Serien gleichzeitig?“. Und genau das dachte ich heute auch wieder. Aber es ist halt der Kommerz-Aspekt, der große Lizenzgeber dazu verleitet, mehr einnehmen zu wollen. Und dabei ist klar, dass nicht jede Serie so toll wie die andere sein kann – man nimmt also mittelmäßige Qualität in Kauf. Das nenne ich mal Dienst am Kunden. Aber andererseits kauft der es ja doch.

Auch in der „Hunger Games“-Trilogie, die ich lieber „Panem-Trilogie“ nennen würde, bin ich weiter vorangekommen. Nur leider ist der Handlungsverlauf gerade sehr frustrierend. Ich bin gespannt, ob die Folgeteile auch verfilmt werden – bzw. was dann vielleicht verändert wird.

Stichwort Veränderungen. Dafür konnte eine Webseite wie WikiLeaks allemal sorgen – „konnte“, weil da ja zur Zeit die Luft raus ist. Und warum ist das so? Geanu das kann man sich auf der Arte-Webseite gerade als filmlange Reportage angucken. Die Geschichte um den charismatischen Frontmann, der einst in der Szene als edler Verfechter der Wahrheit gefeiert wurde und dann „fiel“, ist interessant und fast spektakulär. Ich wusste gar nicht, dass es eine Allianz mit Pressevertretern aus Amerika und England gab, um die Enthüllungen gezielt zeitlich abzustimmen. Jedoch war bei der Weltsicht des WikiLeaks-Gründers ein Bruch dieses Vertrauenskreises vorprogrammiert. Und genau hier erhält die Geschichte so etwas wie Symbolcharakter. Da gab es eine Idee und eine Gruppe von Leuten, die dachten, gemeinsam für etwas einzustehen. Aber wenn das Vertrauen wegfällt, kann auch ganz schnell die Idee scheitern.
Wesentlich tragischer finde ich jedoch das Schicksal des amerikanischen Ex-Analysten, der (wenn er noch lebt) die Schattenseiten des Landes der Freiheit kennenlernt. Darüber wurde auch berichtet (Stichwort Verrat). Sogar die Todesstrafe könnte ihn ereilen. Und da wird es moralisch heikel. Abgesehen davon, dass die Strafe an sich immer eine Diskussion wert ist, wühlt mich dabei auf, dass hierbei die Straftat so „gering“ erscheint. Informationen zuspielen ist also genauso schlimm wie Mord und dergleichen? Ich weiß nicht.

Und um nicht ganz so deprimierend zu enden: Juhu, unsere Parteien scheinen sich mal einigen zu können – und wir haben wohl bald einen neuen Präsidenten.

Es verbleibt ohne Abbruch
F.

So emotional

Februar 12, 2012

Und? Wer hats gleich erkannt? (Ist ja immerhin 25 Jahre her.) Aber richtig, es ist ein Titel (und auch Hit) von Whitney Houston, der diesen Eintrag passenderweise ziert. Denn sie gehört nun auch in den Kreis der Berühmtheiten, um die es geschehen ist. Böse könnte ich nun behaupten, dass nach der Sängerin eh kein Hahn mehr gekräht hat – passend zu ihrer verhunzten Stimme. Ja, die Drogen. Aber sie hatte ihre Zeit gehabt und die Musik bleibt ja erhalten.
Ich gestehe, dass Whitney Houston für mich schon seit fast 10 Jahren (musikalisch) abgeschrieben ist. Oder kann sich irgendjemand an das Nicht-Comeback 2002 mit dem Nicht-Hit-Song „Whatchulookinat“ erinnern? Um ehrlich zu sein, denke ich da nur an einen furchtbaren Auftritt bei dem MTV EMAs, der entgegen meiner Auffassung in hiesigen Medien positiv bewertet wurde. Dabei sah das verschwitzte Gezappel in der roten Kluft eher traurig aus – von der Austauschbarkeit des Liedes ganz zu schweigen.
Huch, das findet man sogar noch bei Youtube:

Zum Trost sei noch vermerkt, dass zumindest 2 Lieder von ihrem letzten Comeback-Versuch ganz passabel klingen, wenn auch das überwiegend der Produktion zu verdanken ist – wie auch das Album-Cover der digitalen Nachbearbeitung dankt. (siehe Abbildung)

Ach ja, heute im Zuge der Whitney-Recherche wieder festgestellt: Die Restriktionen im Internet gehen mir schon jetzt auf die Nerven. Es kann nicht angehen, dass ich ein Musikvideo, welches ich sowohl bei MTV (Deutschland) als auch bei VIVA finde, nicht angucken kann „aufgrund rechtlicher Beschränkungen“. Es geht um ein Musikvideo und das sind namhafte Musik-TV-Webseiten (um nicht zu sagen „Major Player“). Welchen Deal hat die hiesige Rechteverwertungs-Mafia denn mit „MyVideo“, „Clipfish“ oder „tape.tv“, dass man erst da findig werden muss? Sauerei. Schlimm genug, dass „YouTube“ in Deutschland durch die Geo-Begrenzung verstümmelt ist – nun also auch die Musik-Anlaufstellen.

So, und sonst? Kann in drei Tagen denn viel passieren? Ja.
Die Arbeit forderte viel Aufmerksamkeit, das Wochenende startete mit 90 Minuten Verspätung, vegetarischer Nudelauflauf konnte überzeugen, ein Buch wurde an 2 Tagen gelesen, die PS3 wurde aktualisiert und zum Spielen genutzt, ich hatte meine ersten Geocaching-Gehversuche und lernte etwas über Turntables.

Zuerst mal zum Lese-Stoff: Der zweite Teil der „Hunger Games“-Trilogie („Catching Fire“) geht nun langsam in die spannende Phase über, und da wollte ich mir mal zur kurzen Abwechslung einen Genre-Wechsel gönnen und fing daher mit „The Fault In Our Stars“ von John Green an. Tja, gestern erreichte ich schon 50% und heute ging dann in einer Session der Rest durch. (Es ist zwar kein dickes Buch, aber dennoch bin ich erstaunt über meine Lesegeschwindigkeit.)
Meine Güte, war das ein Buch. Zu sagen, es sei ergreifend, ist schon fast eine Untertreibung. (Manchmal darf es auch eine Übertreibung sein.) Beim Lesen wurde mein Gesicht fast zum Wasserfall – so rührend fand ich manche Stellen – sowohl im fröhlichen als auch im tragischen Sinn. Aber was erwartet man auch bei einem Buch über krebskranke Jugendliche (, die überraschend frühreif agieren)? Sollte die Geschichte mal verfilmt werden, und wenn auch nur halb so bewegend, dann sollte man das tunlichst nicht ohne Taschentücher schauen.

Dagegen verblassen die Comics, die ich noch am Freitag gelesen hatte. Macht aber auch nichts, denn die Serien „Green Arrow“, „Deathstroke“ und „Justice League International“ (alles aus dem Hause DC Comics) begannen ziemlich fade. Nicht mal die Zeichnungen konnten groß helfen.

Und schließlich meine Bilanz nach einem Nachmittag Geocaching im Schneegestöber: ein verwundeter Finger und eine Dreck-Schramme an der Tasche. Na ja, es könnte schlimmer sein. Zumindest war ich gegen das Wetter gewappnet. Ach ja, und natürlich habe ich die ersten „Tradis“ gehoben und sogar einen „Multi“ mitgemacht. Der Erfolg wird dann demnächst im Netzwerk vermerkt werden.

Es verbleibt mit Emotionen ausgestattet
F.