Posts Tagged ‘Wolverine’

Selfmachine

Februar 6, 2011

So, der heutige Titel stammt von I Blame Coco, einer Nachwuchskünstlerin, welche hierzulande als Tochter von Sting vermarktet wird. Selbige hat ein feines Independent Pop Album herausgebracht, auf dem jener favorisierte Titel meinerseits enthalten ist.

Die Woche ist so gut wie um und ich bin aktuell nicht wirklich in Schreibelaune.
Rückblickend sei angemerkt, dass nicht sonderlich viel passiert ist, was wiederum positiv oder negativ interpretiert werden kann. Einerseits hielt sich der Stress durch Arbeit und Privatleben in Grenzen, andererseits hätte vielleicht auch mehr erreicht werden können. Ansichtssache.

Ein Kinobesuch war eigentlich nicht eingeplant, ließ sich dann aber dennoch einrichten – es ging zu „Nowhere Boy“, ein Film, der sich mit der Jugend von John Lennon auseinandersetzt. Nun, ich habe keine besondere Beziehung zur Epoche oder der Musik aus der Zeit, war dann aber auch mehr irritiert vom familiären Drama, welches dargestellt wurde. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es verkorkste Familien schon immer gab – unabhängig von Wohlstand, Zeit und Land.
Ach ja, die Schauspieler waren sehr gut, ebenso wie auch die Kulissen.

Themenwechsel: vor Kurzem war wieder „Groundhog Day“, ein Tag, welchen ich gern mit dem gleichnamigen Film feiere – sozusagen eine eigene neue Tradition. Der Unterhaltungswert war wie gewohnt groß, nur leider scheint die DVD in die Jahre gekommen zu sein – hatte sie doch an einer Stelle Aussetzer.

Dann noch ein paar Bemerkungen zum Wochenende:
Erneut gelang es mir, ein paar Wolverine Comics zu lesen, welche auch wunderbar flüssig geschrieben sind – Autor Jason Aaron hat nicht umsonst einen guten Ruf in der Szene. Aber auch Zeichner Ron Garney hat mich selten so beeindruckt wie in diesen Heften.
Darüber hinaus liegt hier noch herrlich ungelesenes Vertigo-Material, welches ich in der kommenden Woche angehen möchte.

Und dann ist es mir schon etwas peinlich, dass ich tatsächlich eine halbe Stunde bei DSDS hängen geblieben bin. Diese fürchterliche Casting-Maschinerie lockt nach wie vor unzählig viele junge Menschen vor die Kamera, in der Hoffnung, als ein 5-Minuten-Segment zu enden.
Passenderweise fällt mir nicht mal mehr der Name des Siegers der letzten Staffel ein. So viel zu den Erfolgsaussichten. Aber das interessiert ja keinen.

Schließlich noch aus der Abteilung „Beobachtungen“:
Eissturm über Nordamerika, Fluten und Sturm über Australien – Mutter Natur schein etwas angepisst zu sein.
Chaos in Nordafrika – auch da sind viele Gruppierungen aufgebracht, was wiederum benachbarte und verbündete Nationen besorgt. Was ich jedoch bei all den Meldungen nicht ganz verstehen kann, ist die Abneigung bezüglich der Berichterstattung, was wiederum scheinbar mit Kritikunverträglichkeit zusammenhängt.
Somit zur Frage der Woche: Was bringt Kritik? Selbige kann sowohl in Form von Lob als auch negativ behaftet auftreten. In meisten Fällen entspricht es einer Art Echo auf das eigene Verhalten oder Werk. In Sonderfällen lassen sich ganze TV-Formate darum basteln. Aber was soll der Einzelne mit Kritik anfangen? Ansichtssache. Wahrscheinlich ist es auch eine Frage der Gewohnheit, wie man damit umgeht, was wiederum ein Mittelweg zwischen Ablehnen und Annehmen sein könnte.

Es verbleibt gewohnt selbstkritisch
F.

Eclipse (all yours)

September 5, 2010

Über einen Internetbekannten hörte ich vor einigen Monaten erstmals von einer Band namens Metric, welche im Independent Pop/Rock-Bereich einzuordnen ist. (Zu Independent zähle ich persönlich gern Musiker, von denen ich weder einen TopTen-Hit noch ein Videoclip kenne.) Und eben jene Gruppe mit Sängerin erfuhr jüngst einen ordentlichen Schubser in Richtung Mainstream, und zwar durch die „Ehre“, den Titelsong zu einem Twilight-Film beisteuern zu dürfen. Kritiker dürfen sich nun gern damit befassen, was kitschiger ist – der Film, das Buch oder der Song. Mir jedenfalls gefällt das Lied und ich wählte es als Aufhänger, weil der Moment, an dem mir der Shuffle diesen Titel auf dem Heimweg von der Arbeit lieferte ein Highlight meiner Woche war.

Apropos Woche: selbige geht wieder schnell dem Ende, um wieder ein wenig auf die Smalltalk-Ebene zu rutschen.
Und pünktlich zum Abschluss kann ich doch noch ein paar Erfolgsmeldungen notieren:
Die Endzeit-Wolverine-Geschichte „Old Man Logan“ kann ich nun von der ToRead-Liste nehmen. Mark Millar hätte sich zwar bei den Feinheiten etwas mehr Mühe geben können, aber insgesamt war es wieder großes Blockbuster-Action-Kino in Comic-Form, was er abgeliefert hat. Und die Krönung kommt eh von Zeichner Steve McNiven, der erneut klarstellt, warum er zu den Top-Talenten der Szene gehört.
Es mag zwar komisch erscheinen, in einem Blog darüber zu schreiben, dass man in sein Tagebuch geschrieben hat, aber ich zähle es als Erfolg, weil ich das lange nicht tat und tun wollte. Dementsprechend umfangreich fiel das Update aus. Nur der Kugelschreiber wollte nicht so recht mitmachen heute. Ich dachte schon daran, wieder auf Füller oder Fineliner zurückzugreifen, aber da ist die Schmier- und „Durchdrück-Gefahr“ dann doch wieder zu hoch.
Und dann konnte ich mich auch endlich wieder beim Archivieren austoben, wobei das leider noch mit ordentlich Nacharbeit verbunden ist, was wiederum an iTunes liegt, welches irgendwie schlecht Tags ausliest. Und wenn ich dann noch für jedes Album das richtige Cover einfügen möchte, ist es noch mehr Aufwand. Noch ist kein Ende in Sicht. Leider.

Themenwechsel: Aus der Abteilung „probiert und danke“: Was von außen mit dem Wort Wellness in großen Buchstaben wohl für ein gutes Gefühl beim Kauf sorgen soll, entpuppt sich bereits beim ersten Schluck als 0-8-15-Zuckerwasser. „Kirsch Ginseng“ mag vielleicht die Vorlage gewesen sein, aber außer Aroma, Zitronen- und Kohlensäure kommt bei mir nicht mehr viel an. Na gut, ich gestehe, dass meine Erwartungen eh nicht hoch waren. Aber das Geschmack dann so lieblos zusammengeschustert wurde, hat mich dann doch enttäuscht.
Ebenso nicht zu empfehlen sind Naschereien kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Damit tut man sich keinen Gefallen. Ein Mitbewohner hat der Wohngemeinschaft die Freude gemacht, relativ nahmhafte Schokoladenprodukte „zur allgemeinen Vernichtung“ (Zitat von der Notiz) in der Küche zu hinterlassen. Leider verging mir die Freude angesichts des muffigen Geschmacks. Aber alles hat sein Gutes. Ich habe darauf gleich mal in meinem Nasch-Depot einen Kontrollbesuch gemacht.

Themenwechsel: Gestern habe ich das „Trivial Pursuit“ mit DVD-Erweiterung spielen dürfen, was erstaunlich unterhaltsamer ist als die Standardvariante. Entweder das oder es lag an der Gesellschaft.

Und wo ich schon beim Wochenende bin, möchte ich noch kurz auf „Stickaid“ eingehen. Im Wesentlichen war das ein 24-Stunden-Livestream von Samstag bis Sonntag. Was nun genau das für ein Verein ist, kann man im Netz nachlesen. Was mich neben der Tatsache, dass da eine Gruppe junger Briten ehrenamtlich tätig war, fasziniert hat, war der Aspekt, dass es nicht wie eine normale Spendensendung im TV konzipiert war. Stattdessen wurde aktiv auf das Echo der „Zuschauer“ eingegangen. Und da es alles internet-basiert ablief, gab es neben Livechat und Twitter-Meldungen ausreichend einfache Möglichkeiten für den User, ohne große Umwege seinen Senf und seine Vorschläge für den Sendungsverlauf abzugeben. Das und der Verzicht auf Werbepausen sowie relativ unerfahrene Youtube-Vlogger vor der Kamera ergaben eine angenehme Präsentation, die schon fast einen anarchistischen Charakter hatte.
Auf jeden Fall musste ich darüber nachdenken, wie stark das Internet in das Leben junger Leute integriert ist. Ich frage mich, wie ich damit umgehen würde, wenn zu meiner Schulzeit schon gefühlt jeder zweite mit UMTS-Smartphone rumgelaufen wäre. Irgendwie will ich mir das dann aber auch nicht vorstellen.

Und schließlich noch ein Einschub zum Zeitgeschehen: Wenn derzeit wieder etwas für Zündstoff sorgt, dann ist es wohl die Meinungsfreiheit. Dabei stellt sich mir die Frage, inwiefern sich der Begriff allein erfassen lässt. Oder anders ausgedrückt: es mag vielleicht vielerorts kein Problem sein, eine Meinung zu haben, aber an dem Punkt, an dem man sich dazu bekennt, ist man auf einmal ganz schnell angreifbar.
Aber ist es noch Meinungsfreiheit, wenn man eine Meinung zwar haben, aber nicht äußern kann (jedenfalls ohne Folgen)?
OK, neben dem Was ist auch das Wie ein entscheidender Faktor, wobei aber die Gefahr besteht in mehrdeutigen Phrasen auszuweichen. Also: Erst der Ton, dann Ansichts- und noch Auslegungssache. Und gute Nacht.
Dann vielleicht doch lieber mal in den Raum werfen, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, und gucken was passiert? Wie dem auch sei… man muss ja nicht gleich Talkshows damit aufsuchen. 😉

Freuen Sie sich (vielleicht schon nächste Woche) auf den nächsten Beitrag zum Thema Integration und Volksverständigung.

Es verbleibt fern von geistiger Verdunkelung und erst recht nicht gänzlich Ihr
F.

Hang with me

August 29, 2010

Robyn liefert mir heute diesen Titel, den ich nicht nur heute unterwegs gehört habe, sondern auch über die Woche verteilt ziemlich oft. Ähnlich wie auch „Dancing On My Own“ und „With Every Heartbeat“ ist dieses Lied oberflächlich gesehen sehr eingängig, aber auch ziemlich melancholisch und daher mehr als nur seichte Popmusik (aus meiner Sicht).

Mit Schrecken darf ich wieder feststellen, wie viel Zeit sich im Internet verlieren lässt. Denn eigentlich wollte ich in diesem Eintrag davon schreiben, wie toll die letzte Wolverine-Geschichte von Mark Millar (dem Schöpfer von „Wanted“ und „Kick-Ass“) geworden ist. Nur ein Haken hat die Sache: ich habe erst die ersten 3 Teile geschafft… und das war gestern.

Na ja, dafür habe ich wieder ein paar Themen aufgeschnappt, die mir einiges an Inhalt geben. Vielleicht noch kurz zur vergangenen Woche: Diese ging wieder arg schnell vorbei. Highlight war ein Tagesauflug durch die regionale Landschaft – mit Boot, Kutsche und auf einer Art „Fahrrad“. Belohnt wurde die Tour mit einer leckeren Portion Eiscreme.

Thema 1: Kirchen
Es gab da mal eine Reportage über große Bauten, die in erster Linie für die Religion errichtet werden. So schön es auch ist, dass die Leute sich dafür ins Zeug legen und teilweise sogar so erfüllt von der Arbeit für den „guten Zweck“ sind, dass sie auf Vergütung verzichten – aber ich finde es auch irgendwie schade, dass diese Hochleistungen der Baukunst in erster Linie nur einen Teil der Bevölkerung ansprechen.
Kunst hat meiner Ansicht nach einen universellen Anspruch und wird in diesen Fällen dann eher zum Mittel der Selbstdarstellung. Hm, okay, das klingt nicht besonders gut durchdacht. Es ist auch eine Frage der Interpretation.
Für manche ist es ein Gotteshaus und für andere Prachtbau einer großen Organisation. Denn welche andere Instanz kann so etwas errichten? Doch in erster Linie nur Herrscher, der Staat oder Unternehmen.
Letzteres bringt mich zu…

Thema 2: Amerika
Ja, ich weiß, dass man darunter den Doppelkontinenten verstehen kann. Aber gleich danach denken die meisten doch bestimmt an das große Land mit den drei Buchstaben. Jedenfalls gibt es da oftmals interessante Einsichten zu deren Streitkultur in den Medien. Ich kann mich erinnern, dass ich in der Schule fasziniert war vom dortigen politischen System. Mittlerweile bin ich eher der Ansicht, dass deren Politik genauso verkorkst ist wie unsere. Es ist ja schon toll, zu sehen, wie Leute von guten Rednern mitgenommen werden und Tatendrang schöpfen. Aber an diesem Wochenende durfte ich dann hören, dass es große Proteste über „zu viel Staat“ gibt. Und noch besser –  das kam nicht von Unternehmen. Wobei es höchstwahrscheinlich doch aus der Ecke stammt. Proteste müssen ja bezahlt werden.
Wie dem auch sei… da gehen Leute auf die Straße, die „weniger Staat“ fordern, obwohl der „Staat“ doch vom Volk gewählt wird. Demnach wünschen die Leute sich also weniger Mitbestimmungsmöglichkeit?
Sollen also Unternehmer wieder ordentlich was kaputtwirtschaften können? Also ich weiß ja nicht, wie sehr die Normalos da die Medien hinterfragen. Aber gut zu wissen, dass der Konzern Fox als ultra-konservativ eingestuft wird (laut hiesiger Berichterstattung).
Und wieder eine grandiose Überleitung zu…

Thema 3: Atlantis
Ich beziehe mich dabei auf einen Animationsfilm von Disney, der hier als Mega-Erfolg angepriesen wurde (Berichterstattung) und mich zum Recherchieren animierte. Denn ich dachte immer, der Film sei gefloppt. Resultat? Na ja, so erfolglos war der Film dann doch nicht, aber die Lobpreisung der Kritiker hätte dann auch besser ausfallen können.
Jedenfalls wollte ich den Film eigentlich gestern sehen, aber die Pläne wurden dann geändert und so ist es nun vertagt.
So oder so ist diese Art Film zu einer Seltenheit geworden, seitdem 3D-Computeranimationen die Oberhand gewannen. Dabei ist spätestens seit „König der Löwen“ kaum noch ein echter Zeichentrickfilm ohne Computer entstanden. Warum auch auf angenehme Erleichterungen verzichten?

Es verbleibt wieder am Abhängen ^^
F.

PS: ja, ich habe „böse“ Buttons von Facebook, Twitter und Co. freigeschaltet. Datenschützer finden bestimmt zur Not auch einen anderen Weg zum Lesen. 🙂