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Logbuch : Urlaub und sonst so

Februar 24, 2013

Da hatte diese Woche noch nicht angefangen und ich war am Wundern, wie ich am Montag den Wocheneinkauf am besten einplanen sollte – bis mir erheitert auffiel, dass ich ja Urlaub habe. So verankert ist der Alltag also. Wie lief also diese ungewöhnliche Woche für mich ab?

Erst mal Ausschlafen – ausgiebig. Dann ganz in Ruhe ein paar Neuigkeiten im Netz abrufen. Die Betonung liegt auf „in Ruhe“. Entschläunigung im großen Stil. Wann ist Zeit fürs Training? Egal, gehe ich halt eine Stunde später. Einkaufen? Ach, keine Eile, solange der Supermarkt noch auf ist. Frisches Brot vom Bäcker geholt – fürs Abendessen. Und danach mit der Bahn ins „ferne“ Evershagen für L.’s Abschiedstreffen (für Couchsurfer und Freunde). Hat Spaß gemacht.

Dienstag hatte ich noch ein paar Termine (ohne Ausschlafen) – darunter eine der nun seltener werdenden Mittagsrunden in der Mensa. Schleichende Abgewöhnung sozusagen. Und danach als Tageshighlight ein Nickerchen am Nachmittag.

Für den Mittwoch stand seit Wochen ein anderer Termin auf meinem Plan, der sage-und-schreibe 90 Minuten davor telefonisch gecancelt wurde (um 7 Uhr 30). Das raubte mir nach einer bescheiden schönen Nacht (aufgrund innerer Unruhe) so ziemlich den letzten Nerv und ich legte mich wieder hin. Zum Abend gönnte ich mir die Vorpremiere von „Warm Bodies“ (siehe Filmkritik). Danach war ich noch munter und habe ein paar Playlists erstellt. (Zu finden bei 8tracks.)

Und auch die Nacht zum Donnerstag bekam mir irgendwie nicht. Schlecht geschlafen 2.0 sozusagen. Na ja, irgendwie rappelte ich mich dann doch noch auf. Grund: ich wollte die erstbeste Vorführung der neuen „Les Misérables“-Verfilmung mitnehmen. Und lustigerweise war ich da nicht allein – so traf ich im Kino C. und F., die selbiges vorhatten. Gut zweieinhalb Stunden gegrölter Mono- und Dialoge hatten mir dann auch gereicht (siehe Filmkritik). Am Abend habe ich dann noch ein paar Daten sortiert, was auch seine Zeit kosten kann.

Freitag zog es mich in die Heimat, wo ich noch mehr Ruhe fand – und meine Leselaune. Keine 3 Stunden war ich dort und hatte schon 5 Comics gelesen. Freizeitliche Produktivität angekurbelt. Zum Nachmittag kam auch die Sonne mal raus. Ich war ein wenig in Binz bummeln. Beim Einkauf fand ich eine neue Sorte Volvic – mit Apfel und Zimt. Na? Was dachte ich mir wohl? Richtig, „das klingt so widerlich, ich muss es probieren“. Es schmeckt, wie man es sich vorstellen würde – für Zwischendurch interessant, aber flaschenweise nicht unbedingt zu empfehlen. Und am Abend sah ich „The Master“. Der Film war ganz anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich verzichte da lieber auf eine Kritik.

Ein Wochenende beginnt für mich am besten mit einem ausgiebigen Frühstück, welches gern auch spät sein darf. So geschehen. Croissants hatte der Bäcker da schon gar nicht mehr, aber immerhin noch Brötchen. (Und die waren auch wichtiger.) Danach war ich in Filmlaune und habe (rechtzeitig vor den Oscars) noch „Amour“ und „The Impossible“ gesehen. (Zu Ersterem werde ich gleich noch was schreiben.) Letzterer ist eher durchschnittlich als hervorragend. Anders sieht das bei der Sorte des Jahres von Ritter Sport aus. „Kokos“ erinnert stark an Bounty in Schokoladenform. Also gar nicht mal übel.
Wegen Sympathieträgern wie Bruno Mars und Justin Timberlake tat ich mir abends größere Stücke „Wetten Dass“ an. Die Abschnitte mit besagten Künstlern waren auch ziemlich unterhaltsam. Den Rest sollte man sich besser schön…denken.

Heute habe ich mich an Kaiserschmarrn (aus der Tüte) versucht, der mir nicht so ganz gelungen ist, da die Pfanne zu heiß war. Röstaroma in Ehren, aber wenn es teilweise an Aktivkohle erinnert, hört der Spaß/Genuss auf. Zumindest die selbstgemachte Erdbeer-Marmelade konnte noch was retten. Auch das Möhren-Fenchel-Gemüse zum Dinner war nicht der Bringer, weil es sehr an Kräutertee erinnerte. (Aber das ging nicht auf meine Kappe.)

Abschließend noch eine Erfolgsmeldung: ich habe „Gun Machine“ von Warren Ellis nun durchgelesen. Gut 40 % an einem Tag. Es freut mich, zu verkünden, dass es besser geschrieben ist als der erste Roman des Autors („Crooked Little Vein“, was man hier allen Ernstes mit „Gott schütze Amerika“ übersetzt hat). Insofern eine Empfehlung wert für Freunde von „Crime Fiction“ bzw. Polizei/Serienkiller-Hickhack im Kontext der Geschichte Amerikas. (Ja, ganz schön viel Amerika für einen Britischen Schreiber.)

Es verbleibt (immer noch) im Urlaub
F.

Complicated

September 22, 2011

Ach, war das noch eine Zeit, in der Avril Lavigne wie ein freches Mädchen aussah und Musik machte, die einerseits eigenständig und dennoch massenkompatibel war. Heute kommt von besagter Künstlerin nur noch „hey, hey“ und „yeah, yeah“ mit bla-bla-Herzschmerz-Texten. Wie dem auch sei… ein sehr aktiver Tumblr-User hat mich an die frühe Avril erinnert.

Ja, was in dieser Woche sonst noch geschah und nicht mit Arbeit zusammenhängt:
Die Primetime-Emmies sind gelaufen. „Mad Men“ holt sich wiederholt eine Trophäe (sollte mal endlich meine Staffel-Box zu Ende gucken). Ein paar von mir gemochte Schauspielerinnen haben auch gewonnen. Aber der große Abräumer war eine Serie namens „Modern Family“ – eine „Comedy“-Serie. Lief laut meiner Recherche noch nicht in Deutschland. Ist mit dem Al Bundy Darsteller. Habe ich mal angetestet. Ist sehr herzlich – ein Mix aus Stromberg und Desperate Housewives. Zu empfehlen also.

Dann gibt es noch ein paar Erkenntnisse zu Filmen:
„Freundschaft Plus“ ist eine nette RomCom, in der es um das Drama der Neuzeit geht, dass man wegen Beruf oder anderen Gründen nicht so wirklich an feste Beziehungen glaubt. (Das scheint bei den Amerikanern ja fast genauso eine Glaubensfrage zu sein wie das Christentum.) Der Film hat (wie zu erwarten) nur eine dünne Handlung, kann aber dank Natalie Portman und ein paar Nebenrollen punkten. Wie gesagt: nett.
„Attack the Block“ hingegen ist wirklich außergewöhnlich. Zwar dauert es eine Weile, bis man sich an die Slang-Dialoge gewöhnt hat, und auch die blutigen Momente fallen expliziter aus als erwartet… aber dann kommen allmählich auch leicht gesellschaftskritische Nuance in der Nebenhandlung zum Vorschein. Am Ende noch etwas Pathos – und fertig ist ein Film, den man so wohl nie aus Amerika bekommen würde. Der hier ist ja auch aus England. Fazit: kein leichter Stoff, teilweise brutal und ein wenig trashig (Stichwort B-Movie-Optik).

Und zum Abschluss noch ein Einschub aus der „Probiert“-Abteilung: Von Volvic gibt es wieder eine „neue“ Sommer-Sorte, die so schräg klingt, dass ich das kosten wollte. „Minze Limette“ heißt sie und ist überraschend un-süß. Insofern genießbarer als die abartige „Mango Maracuja“-Variante.

Es verbleibt kompliziert
F.