Posts Tagged ‘Trash TV’

Logbuch : Angrillen im Januar

Januar 25, 2016

Logbuch

17.01.16 : Nach dem Aufstehen ging ich (wie könnte es anders sein) zur Frieda 23. Mir war nach etwas Radio-machen, also half ich ein wenig bei den LOHRO Charts aus. Danach ging ich die Rotation durch und editierte viele viele Metadaten. Gegen Abend kochte ich meine restlichen Nudeln und teilte mir die mit A.. Die improvisierte Tomatensauce hatte es schärfe-mäßig in sich. Als ich auf dem Weg zum Hackspace war, traf ich S., der wohl schon geschaut hatte, ob auf ist. Wir schlossen auf, V. kam dazu, später noch G..

18.01.16 : Wochenstart mit kränkelnden Nebenwirkungen. Irgendwie konnte ich das Ende dieses Montags kaum erwarten. Da passten die paar Überstunden eher nicht so in den Plan. Und so fiel mein Vorhaben, vorm Bett noch etwas zu lesen, ins Wasser.

19.01.16 : Sport, Arbeit, Kino. Es gab “The Revenant”, einen Film, den ich eigentlich nicht sehen wollte… bevor der Nominierungs/Preis-Regen (der aktuellen Award-Season) losging.
Der Film ist nichts für zarte Gemüter. Brutal und schonungslos bis zum letzten Messerstich. Die kleinen Momente der Gesellschaftskritik gehen dabei schon fast unter. Zumindest wird dieser Film wohl so ziemlich jedem Zuschauer in Erinnerung bleiben. Na ja, wenn auch nicht unbedingt wegen der guten Besetzung. (6/10)

20.01.16 : Und wieder ein langer Tag – mit Musik zum Abend. Ich konnte mich ein weiteres Mal über ein gutes Händchen bei der Musikauswahl freuen. Ich kostete von einer der wohl schärfsten TK-Pizza-Sorten, welche mir je unter gekommen sind. Wir gingen noch in den Geier (zur Abwechslung mal ohne das Marat als “Umweg”.) Ich ließ mich zu einem Kickerspiel überreden. Dank der Beteiligung von B. schnitt mein Team nicht mal schlecht ab. Schlech abschneiden tat dagegen mein Zeitgefühl, weswegen ich sehr spät zu Hause ankam.

21.01.16 : Endlich zeigte mein Gesundheitszustand einen kleinen Aufwärtstrend. Nach der Arbeit ging ich noch zu LOHRO, um ein paar Technik-Aufgaben zu erledigen. Ich traf noch auf K., dem ich bei der Schlüsselübergabe half. Zurück zu Hause fand ich dann tatsächlich noch Zeit für etwas Haushalt.

22.01.16 : Der Arbeitstag war angesichts der 50% Ausfallquote (im Vier-Mann-Büro) entsprechend ruhig. Am Abend hatte ich das gute Gefühl, ein optimales Maß an Vorbereitung in die Radiosendung gesteckt zu haben. Weniger gut fühlte sich die Erkenntnis an, dass meine Stimme auffallend erkältungsgeprägt klang. Und auch den Grad der Erschöpfung habe ich etwas unterschätzt. Auf der Fahrt in die Heimat fand ich ein wenig innere Ruhe dank einer neuen Playlist.

23.01.16 : Ausschlafen ging so. Frühstück war genial. Brotaufstrich aus weißer Schokolade mit Pistazien hebt meine Stimmung ungemein. Und auch die “Real Time”-Folge ließ mich erneut wissen, warum ich Bill Maher’s Art der Unterhaltung so toll finde. Leider habe ich mir zu seinem 60. Geburtstag (20.01.) gar keine Widmung einfallen lassen. Na vielleicht nächstes Jahr. Am Nachmittag las ich den Abschluss der “Black Widow”-Comic-Serie von Nathan Edmondson und Phil Noto (auch bekannt als Volume 5). Was für ein Traum von einer Marvel-Serie. Ganz großes Kino mit vielen Charaktermomenten. Ich habe schon einige BW-Comics gelesen, aber diese Serie war von Anfang bis Ende mitreißend und ein weiterer Beweis dafür, wie gut Mainstream sein kann. (Ich bin schon auf das nächste Volume von Mark Waid gespannt.) Einen Einkauf später bastelte ich an SVG-Inhalten. Zum Abendessen gab es mit Grützwurst ein Gericht, welches ich schon eine Weile nicht mehr hatte. Der (Trash-)TV-Abend wurde mir durch zynische Twitter-Posts aufgewertet.

24.01.16 : Eigentlich habe ich länger ausgeschlafen, als ich wollte. “Es ist Wochenende. So what?” dachte ich. Das überraschend milde Winterwetter gestaltete den Weg zum Bäcker einfacher als angenommen. Nach dem Frühstück erfreute ich mich an der neuesten Folge “SNL” und ließ mich von anderen Videos berieseln, bis es wieder an der Zeit für organisatorische Dinge war. Auf der Zugfahrt zurück in die Stadt kam ich in Leselaune: eine ganze Storyarc “Lazarus” und dann noch etwas “Spider-Gwen”. Bei letzterer Serie beginnt Volume 1 endlich, Spaß zu machen. In Rostock ruhte ich nicht lange und begab mich zum Hackspace, wo die Grillrunde bereits im Gange war, als ich ankam. Ich freute mich, eine Reihe bekannter Gesichter wieder zu sehen – teilweise auch Leute, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Es verbleibt seit gut zwei Wochen mit defekter Heizung
F.

Advertisements

Logbuch : eine Tonne Glee

April 6, 2014

Es ist wieder einer dieser Einträge, bei dem ich tatsächlich eine Weile nach einem passenden Titel suchen musste. Warum die Suche nun so endete, erfährt der geneigte Leser in den folgenden Absätzen meines Wochenrückblicks…

31.01.14 : Die Woche begann mit einer ordentlichen Überstunden-Aktion auf Arbeit. Wie gut, dass ich abends nichts vorhatte – außer halt dem üblichen Zeugs (Stichwort Musik-Journal).

01.04.14 : Der Dienstag startete emotional. Warum? Na ja, ich gab mir gleich nach dem Aufstehen die letzten Folgen „How I Met Your Mother“. Das Ende der Serie scheint ja überwiegend negativ aufgenommen worden zu sein. Ich war einfach nur mitgenommen und irgendwie froh, dass die Serie überhaupt ein Ende fand – zumal dieses offensichtlich seit Jahren so geplant war. Da kann man vielleicht eher über den Verlauf der 9. Staffel frustriert sein – aus meiner Sicht. Egal.
Abends hörte ich noch ein paar neue Alben, denn…

02.04.14 : …selbstverständlich stand wieder ein Treffen der LOHRO-Musikredaktion auf meinem Plan, für welches ich vorbereitet sein wollte. Im Sendehaus angekommen, erwischte ich M. und K. in einem guten Moment und beteiligte mich an der Koch-Aktion für Tomatensuppe (teilweise mit doppelt extra Käse). Nach der Abstimmung zum Titel der Woche, wählten wir viele elektronische Titel rein, und dann noch etwas von der Bemusterung… und ich kam gar nicht mehr zum Zug. Macht nix – ist meine Auswahl dann halt später dran. Die Nachbereitung war ziemlich unterhaltsam – schon fast zu unterhaltsam, da ich noch Anrufe tätigte, die vielleicht gar nicht nötig gewesen wären. 😉

03.04.14 : Einer ausgedehnten Mittagspause sei dank, dass ich das Gewusel am Abend mit weniger Hunger überstand. Denn ein weiteres IT-Treffen führte uns erstmals in die noch unfertigen Flure und Räume der Frieda23, wo LOHRO dieser Tage seine Posten verlagern wird. Thematisch ging es um die Konfiguration von Ansible bzw. Details der späteren (entfernten) Client-Einrichtung umd -Wartung.
Später hetzte ich nach Lütten Klein, weil ich unbedingt den Film „Snowpiercer“ sehen wollte. Darüber las ich bereits ein paar Hintergrund-Infos online, die mich sehr neugierig werden ließen. Bedauerlicherweise fand ich das Werk nicht so überragend, weil der Beginn (als Mischung von Arthaus und SciFi) doch sehr anstrengend auf mich wirkte. Man sollte also schon Geduld mitbringen, bevor man zum Ende vielleicht (je nach Erwartung) mit einer Reihe von Auflösungen „belohnt“ wird. (8/10)

04.04.14 : Am Freitag war ich am Überlegen, ob ich etwas Nachtleben gebrauchen könnte. Jedoch endete der Tag für mich eher zu Hause, wo ich viele TV-Serien-Folgen nachholte. Und ja, das führt mich zum Titel des Eintrags, denn ein paar Folgen „Glee“ am Stück sind keine Leichtigkeit. Das liegt mitunter daran, dass die Serie seit dem Nebenschauplatz NYC einfach total nachgelassen hat und sich teilweise selbst wiederholt. Ich glich den Übermass an Kitsch dann mit „Modern Family“ aus, einer Serie die in der 5. Staffel immer noch Spaß macht.

05.04.14 : Auf in die Heimat machte ich mich fürs Wochenende. Dort hatte ich viel Ruhe sowie Laune am Lesen solch toller Comics wie den aktuellen Serien von „Black Widow“, „Moon Knight“ und „Hawkeye“. Nachdenklicher wurde ich bei der Informationsflut durch Nachrichten und Infotainment-Inhalte wie „Real Time“ und „VICE“. Denn es wurde wieder deutlich, wie furchtbar es teilweise in der Welt zugeht. Aktueller „Jammer-Höhepunkt“ sollte wohl eine Zusammenkunft von Regierung und Wissenschaft in den USA sein, bei der ernsthaft am Klimawandel gezweifelt wurde. Und das von Leuten, die viel in Bewegung setzen könnten bzw. es besser wissen sollten. Ich vermute, dass unser Rentensystem in 40 Jahren das kleinste Problem sein wird.
Ebenfalls zu denken gab mir die Sichtung einer Folge „The Price Is Right“. Warum gucke ich so etwas? Craig Ferguson tauschte für einen Tag mit dem Moderator. Darum. Nur konnte ich nicht ahnen, was für eine Reizüberflutung mich neben dem vielen Product Placement erwarten würde. Und das Publikum wirkte noch mehr „auf Drogen“ als die Kulissen-Designer. Ich hatte den Eindruck, ich sehe da gerade eine Parodie. Die Tatsache, dass so eine Sendung mit solchen Kandidaten zum amerikanischen Alltag gehört, hat mehr Schock- als Unterhaltungs-Charakter.
Von Unterhaltung kann man bei „Wetten Dass“ ja auch nicht mehr reden. Dass ich die letzten Sendungen gar verpasst hatte, kümmerte mich nicht weiter. Gestern tat ich mir das „Spektakel“ dann doch wieder an. Ergebnis: erneut hätte ich lieber viele der Gäste als Moderator gesehen – bis auf VF. Und die Mitteilung am Ende, dass die Show zum Jahresende eingestampft wird, berührte mich nicht sonderlich. Eher befürchte ich nun, dass die kommenden Show-Konzepte noch stumpfer werden könnten.

06.04.14 : Heute war ich erstmals in Karls Erlebnisdorf – dem Rügener Ableger des kaffeekannen@karls„Freizeit/Konsum-Tempels“ in Rövershagen. Wirklich schnieke gemacht, der Laden. Aber halt auch preisintensiv. Am Mittag hörte ich die LOHRO Charts, bei denen ich mithelfe (wenn auch heute nicht am Mikrofon). Danach schaute ich eine neue Folge SNL, die Anna Kendrick in Höchstform zeigte. Dann half ich bei einer Übersetzung, was mich mehr Zeit kostete als ich dachte. Hat aber trotzdem Spaß gemacht. Und am Abend musste ich ohne meine Dosis Trash-TV in Form von „Exklusiv Weekend“ auskommen. Na ja, dann höre ich eben irgendwann später wieder was von abgewrackten Ex-Sportlern, ihren Frauen-Geschichten oder anderen „Fremdschäm-Promis“, die einen Deal mit RTL haben.

Es verbleibt gelassen
F.

Logbuch : L wie Lektüre

Januar 5, 2014

02.01.14 : Ich wollte ja nicht spät aufstehen. Nur wäre etwas mehr und vor allem angenehmerer Schlaf wünschenswert gewesen. Auf Arbeit gab es gleich die nächste Überraschung: der Entwicklungsserver war nicht zu erreichen. Wohl noch im Urlaub (wie meine Kollegen). Tja, da hätte ich dann eigentlich wohl auch bleiben können. Aber nein, ich widmete mich dann der Grundlagen-Literatur. Ruhe hatte ich ja.
Im Anschluss schaute ich bei LOHRO vorbei, was wohl nun öfter passieren könnte, weil es halt auf dem Heimweg liegt und die Arbeitszeiten eine Änderung erfahren. Dort fand ich auch gleich Gesellschaft in Form „meiner Podcast-Gefährten“.  Zu Hause widmete ich mich dann Büchern. Einerseits las ich das Buch von Gaby Weber aus und andererseits fing ich darauf mit „Der Medicus“ an.

03.01.14 : Der Tagesverlauf war ähnlich. Ruhiger Bürotag mit anschließendem Ausklang beim Lokalradio. Dort erfuhr ich unter anderem von der russischen Version des „Winnie Pooh“, die sich auf YouTube findet. Weiterhin erhielt ich eine Einladung, die mich wohl schon am zwei Tage früher erreichen sollte. Ich sagte zu, hatte aber noch kein Geschenk. Zum Abend hin ergab sich irgendwie nichts und ich las also… dieses Mal Comics.

04.01.14 : Wow, so einen Schlaf hatte ich lange nicht mehr. Intensiv und irgendwie angenehm. Das Aufstehen gegen 9 Uhr hätte für einen Samstag kaum besser sein können. Einen Standard-Einkauf später war mir klar, dass ich fürs Geschenk noch mal los musste. Und so bummelte ich mittags durch die Innenstadt – in einen Buchladen, zum Tiger-Laden, zu DM, sogar bei TK-Maxx war ich. Entsprechend groß meine Verzweiflung. Am Ende fand ich dann im zweiten Buchladen doch noch etwas, was ich guten Gewissens verschenken konnte. (Im E-Fall wäre es sonst ein Gutschein gewesen.)
Wieder zu Hause angekommen, war mir nach Berieselung. Mir fiel ein, dass die dritte Staffel von „Sherlock“ gerade angelaufen ist und es diesbezüglich einiges an Lob im Internet gab. Das nahm ich zum Anlass und schaute mir die erste Staffel am Stück (und in erhöhter Geschwindigkeit) an. Ja, doch, die Serie ist wirklich gut – und wird mir als London-Fan durch die Szenerien gleich sympathisch.
Abends ging ich dann zur Geburtstagsfeier, wo es nebst leckerem Essen ein Wiedersehen mit vielen Freunden gab – sowie Mitbringsel in Form von Proben.

rucka05.01.14 : Heute ließ ich mir sehr viel Zeit bis zum Aufstehen, las ein wenig (unter anderem von Greg Rucka) und beschloss, dann doch auch mal die Bude zu verlassen. Zielort Sendehaus. Dort traf ich K., mit dem ich über Beiträge und Comics sinnierte. Zum Abendessen lieferte mir der bekannte Privatsender wieder eine ordentliche Portion Trash-TV. Und schließlich wollte ich dann in dieser Woche doch noch ein Kino aufsuchen und hatte mir bereits Alternativen überlegt. Ich entschied mich für „Walter Mitty“ und wurde nicht enttäuscht.
Der Film besticht in erster Linie durch leise Töne und weniger durch Effekte oder Bildgewalt. Die Darsteller harmonisieren sehr gut. Vielleicht sollte man nicht zu viel erwarten, aber mir gefiel die Mischung aus tristem Alltag, Fantasie-Welt und Abenteuer-Ausflug. Zudem sagte mir der ziemlich aktuelle Kontext zu – Stichwort Lebensinhalt. (8/10)

Es verbleibt mit neuem „Stundenplan“
F.

Taken by the sea

September 16, 2012

Und damit endet die Titel-Serie, in der ich jeweils den ersten Songnamen eines Darren-Hayes-Albums genutzt habe. In seinem aktuellen Langspieler nähert sich der Künstler wieder dem Mainstream. Ich würde es „Indie Pop“ nennen, wenn das nicht ein Widerspruch ist. Einerseits sind die Lieder sehr eingängig und dennoch nicht gleich zwanghaft zeitgemäß.

Was meine Zeit angeht, habe ich es wieder ein paar Tage ohne Eintrag ausgehalten. Insofern folgt hier wieder kurz ein Rückblick:

Am Montag habe ich meine kulinarischen Fähigkeiten erweitert und unter G.’s Anleitung an einer Tomatenbutter mitgearbeitet, die für Mittwoch vorgesehen war. Das ging schneller als gedacht. So konnte ich darauf noch einen Bourne-Film sehen, der mir gut gefallen hat. Insgesamt kann ich damit sagen, dass die Trilogie um Matt Damon sehenswert ist.

Der Dienstag hielt ein ganz besonders Dinner bereit, denn es ging (für mich erstmals) in den Petrikeller, ein mittelalterliches Restaurant in der Altstadt. Und was soll ich sagen? Satt wird man ohne Ende. Das Ambiente stimmt und die Bedienung war sehr freundlich. Es gab sogar kleine Spielchen zum Abschluss. Ich denke mal, der Runde wird es auch gefallen haben – war es doch ein außergewöhnliches CouchSurfing-Treffen unserer lokalen Stammgruppe. Im Anschluss habe ich noch Y. besucht und meinen Senf zu Einrichtungsfragen loswerden dürfen. (Hoffentlich war es nicht zu verwirrend. Zur Not schiebe ich es auf „Dr. Pepper“.)

Und nach der Völlerei war der sehr frühe Mittwochmorgen für mich alles andere als traumhaft, da ich eigentlich gern weitergeschlafen hätte. Aber an diesem Tag ging es auf einen Betriebsausflug der besonderen Art. Es gab drei Führungen, die zwar in der Qualität schwankten, aber dennoch informativ waren. Wer hätte gedacht, dass man Bernsteine verbrennen kann. (Obwohl eigentlich logisch, es ist ja nur Harz.) Ach, und wir hatten Picknicks – Frühstück und Kuchen – wo ich unter anderem die Tomatenbutter beisteuern konnte.
Zum Abend hin war ich zwar müde, ließ es mir jedoch nicht nehmen und verbrachte zum Anlass von U.’s Rückkehr aus (dem gefährlichen) Amiland einen geselligen Abend im „Pirat“.

Der Donnerstag wurde zum Kinoabend: Und damit fix zur Kritik von „Das Bourne-Vermächtnis“. Enttäuschend. Teilweise langweilig und inhaltsarm. Nette Cast, aber wenig Charaktermomente. Hätte ich es gekonnt, hätte ich den Film in 1,5-facher Geschwindigkeit gesehen. Normalerweise würde ich nun schreiben „nur was für Fans“. Aber selbst die könnten wie ich sehr wohl enttäuscht werden.

Freitag war für mich ein außergewöhnlicher (22-Stunden-)Tag, denn nicht nur war ich auf einer Diplomverteidigung der Chemiker, sondern danach (einen Pizza-Abend später) noch im ST-Club, zur beliebten Bad-Taste-Party. Diese war besser als die letzte, aber hatte schon andere Hoch-Zeiten erlebt. (Eigentlich schlimm, wenn man anfängt, von „früher“ zu reden.)

Der Samstag begann (passend zur Woche) mit Müdigkeit, da ich meine Reisepläne nicht ändern wollte und eine kurze Nacht in Kauf nahm. Dafür war der Zug nicht überfüllt und pünktlich. Nach einem sehr späten Frühstück hatte ich ein paar Comics auf meiner Agenda, die sich prioritätstechnisch nach vorne gedrängt hatten, weil dazu im Internet Spoiler lauerten, die ich mir nicht geben wollte. Also habe ich mal eben die Reihe „Avengers vs. X-Men“ nachgelesen bin zum aktuellen (vorletzten) Heft, in dem ein bekannter Marvel-Charakter (scheinbar) das Zeitliche segnet (wobei man hier wohl besser von Wechsel der Existenzebene reden sollte – Rückkehr-Wahrscheinlichkeit hoch). Ansonsten sind die Hefte schön anzusehen, aber furchtbar in Bezug auf den Lesespaß. Selten fühlte ich mich als Comic-Fan so betrogen – so sehr lebt die Serie vom Hype.
Der Abend wurde dann mit Trash-TV erster Güte (Stichwort Castingshow) veredelt. Waren die beiden quotenmäßig mal Gegenspieler, so dürfte das Gespann um Bohlen und Gottschalk nun mit vereinten Kräften für Traumquoten sorgen. Ach ja, eigentlich soll dabei noch ein „Supertalent“ gefunden werden. Aber das ist ja nur zweitrangig. (Hat mal jemand gezählt, wie viele Kandidaten der tausenden Bewerber am Ende in der Sendung vor der Jury standen? Das sagt dann wohl einiges.)

Und heute? Da habe ich gelesen und mein erstes Rührei zum Abendessen zubereitet. Es ist etwas ungewohnt mit dem Rühren, damit die Pampe nicht anbrennt, aber letztendlich doch sehr einfach.

Eigentlich wollte ich noch ein paar andere Themen ansprechen, aber das ist dann was für künftige Einträge.

Es verbleibt gern an der Küste
F.

Little wing

Januar 16, 2011

Na super, da merke ich im letzten Eintrag noch an, dass ich mit einer Steigerung des Outputs (bzw. Inputs) spekuliere und dann tut sich mal wieder eine Woche lang nichts. Na ja, der Wille ist immer noch da. Übrigens stammt der heutige Titel von den Corrs, die ich in den vergangenen Tagen wieder vermehrt in meiner Playlist fand. Zur Band muss ich eigentlich nicht viel schreiben. Die meisten kennen die irische Folk-Pop-Familien-Band bestimmt vom Namen her – wenn nicht, sorry.

So, heute wird das wieder etwas unstrukturiert hier, aber mal sehen.
Normalerweise möchte ich auf diesen Seiten nicht so sehr auf die Arbeit eingehen, aber wenn man schon mal tagelang Gegenstände von Raum A nach Raum B schleppt und dann nochmal extra viele Stunden mit dem Sortieren von Akten beschäftigt ist, kann hier ruhig eine Randnotiz landen.
Kurzgefasst: neues Büro, neue Büroteilhaberin, viel Chaos in den ersten Tagen.
Ich erwarte jedoch keine größeren Änderungen im Alltag. Denn immerhin bleibt das Aufgabenpensum unverändert.

Zu angenehmeren Dingen: ich war abermals überrascht, wie viel Spaß es doch macht, an einem Quiz teilzunehmen. Einfach mal für einen Abend mit völlig anderen Dingen konfrontiert zu werden und danach so etwas wie einen Lerneffekt oder Minierfolge genießen. Beispiel: unglaublich, dass die Artenvielfalt der Schildkröten mehr als das 10-Fache ist im Vergleich zu Krokodilen.

Lesefront: Menno, ich sehe mich nun ganz schön unter Druck gesetzt, wenn ich noch vor dem vereinbarten Kinotermin die „Kevin-Smith-Version“ der Green Hornet lesen möchte. Denn leider habe ich am WE keine 3 Hefte geschafft (von den insgesamt 1o) und so wird es nun knapp.
Somit ist auch schon ein Teil der Aussichten bekannt geworden – ja, es geht bald wieder ins Kino („endlich“ möchte ich fast anfügen).

TV-Ecke: heute habe ich mich doch tatsächlich dabei ertappt, zu gucken, wann die nächste Folge „Wetten dass“ ausgestrahlt wird. Fazit: Keine Angabe. Derweil hörte ich neulich, dass die Michelle da nicht mehr mitmachen will. Ich habe danach nicht recherchiert, also hoffe ich mal, dass es nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, denn das wäre schon irgendwie schade. Ich hätte nie gedacht, dass die Ex-Nervensäge von DSDS noch Sympathiewerte sammelt. ^^
Ach ja, besagtes Casting-Format suchte wieder neue Opfer und präsentiert in den kommenden Wochen erneut Menschen, die Aufmerksamkeit haben wollen.
Dazu hätte ich noch eine Meinung: Es soll mir kein „Künstler“ rumjammern, dass man ohne TV-Sender oder Plattenfirmen nichts erreichen kann. Das stimmt nicht. Siehe England. Dort gibt es einige junge Leute, die ganz eigenständig Songs zusammenfrickeln und diese auch vermarkten – über das Internet. Sei es nun ein soziales Netzwerk wie YouTube, oder Vermarktungsseiten wie DFTBA oder iTunes – es gibt Möglichkeiten. OK, man verdient nicht gleich viel Geld damit, aber man kann Leute erreichen – ganz ohne Knebelverträge.
Das damit natürlich alles in die eigenen Hände genommen werden muss, sollte ich vielleicht noch anmerken. Das heißt: Texte schreiben, Musikspuren einspielen, Aufnehmen, Konvertieren, Cover-Artwork erstellen. Und spätestens da merke ich auch selbst, dass die Mehrheit von Casting-Teilnehmern wahrscheinlich keine Ambitionen hat, so tief in die Materie einzusteigen. Die wollen wohl die „einfache, schnelle Tour“ und wundern sich dann vielleicht später, warum nichts aus der Karriere wird.

Oh, das ist eine herrliche Überleitung zu einer weiteren Sendung (aus dem Bereich Trash TV): in Australien schickt ein bekannter Privatsender wieder Möchtegern-Prominente vor die Kameras (mit viel grüner Vegetation im Hintergrund). Ergebnis: Zumindest ich gelange zur Ambivalenz dabei – es ist schon irgendwie interessant und dennoch sehr bedenklich, darin einen Unterhaltungswert zu finden.

Bedenken kamen mir in den vergangenen Tagen auch in Folge einiger aufschlussreicher Unterhaltungen über Profitgier und weltpolitischer Zusammenhänge. Aber was heißt Bedenken? Es ist nicht unbedingt so, als hätte man die Wahl. Eher gleicht das Leben in dieser Welt doch einem Glücksspiel. Geboren in der falschen Region und man endet in Statistiken über Opfern. Geboren in der entsprechenden Familie und man wird Zeit seines Lebens von der Presse belagert. Ein komischer Gegensatz.
Was nun Profitgier und politische Zusammenhänge angeht, kann Ahnung schon manchmal zum Gift für Ideale werden. Manchmal möchte ich lieber nicht wissen, welche Vorteile eine militärische Auseinandersetzung hat, bei der Leben im besten Fall auf einer Gedenktafel oder in einem TV-Bericht enden. Genauso wenig, wie vielleicht der geneigte Konsument Hintergrundwissen von Futtermittelketten aufarbeitet.

Und schließlich noch eine erheiternde Randbemerkung: Laut der WordPress-Statistik wurde mein Blog erneut über Suchanfragen nach CityVille gefunden, wenn ich das richtig verstehe. Herrlich. Ja, ich spiele dieses Facebook-Spiel immer noch, aber allmählich weicht der Spielspaß der Routine. Geschäfte ernten, Wohnhäuser ernten, Felder ernten, sogar Hafenanlegestellen ernten – ja, man kann es eintönig zusammenfassen. Na ja, sonst ist da immer noch die neckische Aufmachung und die Spielerziele nach neuen Gegenständen oder Missionen. Das typische Zynga-Prinzip eben. ^^

Ja, und damit endet wieder ein langer Text über alles und nichts. Blogs sind doch toll, nicht?

Es verbleibt 2 Browser-Tabs von Facebook entfernt
F.