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Logbuch : keine Zeit für nichts (Juni 2017)

Dezember 23, 2017

Logbuch

01.06.17 : Kindertag. Kinotag. Erster Donnerstag im Monat. Na logo heißt das wieder Sendungsmacherei beim Lokalradio für mich. Gesagt, getan. Und danach noch ein wenig Sport.

02.06.17 : Bin ich froh, dass Arbeitstage wie dieser zur Seltenheit gehören. Ein konstant hoher Stresslevel am Nachmittag ließ mich sogar meinen veganen Joghurt vergessen, den ich mir in der Sorte Apfelstrudel für diesen Tag gönnen wollte. Und dann war ich auch schon wieder in Eile. Grund Radiosendung. Diese verlief erfreulich entspannter. Danach wurden Pläne fürs Abendessen geschmiedet. Und schließlich sah ich ein weiteres Mal “Batman v Superman: Dawn Of Justice” in Gesellschaft – ein Film, dessen Inhalt genauso überladen und pseudo-dramatisch wirkt wie sein Titel. Mit anderen Worten: ich war danach abermals bedient.

03.06.17 : Ausschlafen war an diesem Samstag nur bedingt möglich, da ich einiges auf meiner Agenda hatte. Wie gut, dass ich extra “Zeitpuffer” eingeplant hatte, damit ich am Vormittag nicht in Hektik verfalle. Und so landete ich am Nachmittag gemütlich in der Heimat. Zum Abend schauten wir uns das Angebot auf dem Kurplatz an. Es war so mager, dass es ein Spättrip zur Kauffhalle wurde. Ich nahm das zum Anlass, mal eine Schoko-Pizza zu kosten. 1000 Kallorien später befand ich mich in dem seltenen Zustand, keine Schokolade mehr sehen zu können. Zum Abend gönnten wir uns einen heiteren Film mit Meryl Streep. Und später blieb ich noch bei “Burlesque” hängen.

04.06.17 : Wie jedes Jahr steht an dem Datum was Familiäres auf dem Plan. Und abermals lief es letztlich wieder erfreulich entspannt ab. Tagsüber hatte ich Zeit zum Datei-Sortieren und abends kam Besuch… inklusive IT-(An)Fragen.

05.06.17 : Mein Pfingstmontag begann entspannt und verlief zunächst ebenfalls so. Kaum war ich wieder in der Stadt hatte ich gleich zwei sportliche Termine, bevor zum Abend wieder Ruhe einkehrte.

06.06.17 : Für den Dienstag stand ein ungewöhnlicher Termin auf meinem Plan, weswegen ich zum Abend in die Innenstadt fuhr. Dort machte ich kurz Halt beim Juwelier und stellte fest, dass ich die Regenintensität unterschätzt hatte. Konsequenz? 3,49 Euro (bei Rossmann) später ging ich mit meinem neuen (dritten) Regenschirm noch kurz zu Penny und dann zu “Funkhaus.io” (oder so ähnlich). Dank S. wurde ich an diese junge Gruppe ambitionierter Technikmenschen vermittelt. Bei dem Termin ging es um eine Art Planung mit Medienkontext. Es dauerte länger als erwartet, weswegen ich nicht noch bei LOHRO vorbeischaute.

07.06.17 : Irgendwie war der Tag anstrengender als erwartet, weswegen ich mir Zeit für eine Schlafpause nach dem Bürotag gönnte. Einen (comic-bezogenen) Umweg bei der Post später und beim Radio angekommen war ich gedanklich leicht abwesend, denn ein Interview war eigentlich vereinbart. Nur hatte der von mir geschätzten Musiker wohl die Zeit verpeilt und ich saß zunächst minutenlang in der Einsprechkabine auf den Anruf wartend. Eine Stunde später klingelte mein Mobiltelefon und es konnte weitergehen. Nach dem Gespräch bastelte ich sogleich am Audioschnitt und war doch irgendwie sehr happy daüber, dass es geklappt hat.

08.06.17 : Und wieder zog es mich abends zur Post. Grund war die Rückgabe einer Sichtungs-DVD eines Kinofilms an den Verleih. (Ja, mittlerweile ergibt sich sogar so etwas als Teilzeit-Journalist.) Etwas Sport ließ sich noch einschieben und dann saß ich im (verregneten) Freigarten, wo ich auf C. wartete und nebenbei ein paar Batman-Comics las. (Wow, ist die Serie unterirdisch oder meine Erwartungshaltung mittlerweile zu hoch?) Wir plauderten über ihren Ausflug zur FedCon (inklusive Fotos/Videos) und sonstige Dinge. Am Abend fasste ich den Entschluss, doch noch ins Kino zu gehen, um einem deutschen Film eine Chance zu geben. Und tatsächlich entpuppte sich “Einsamkeit und Sex und Mitleid” als gelungener Episodenfilm – mit nur wenigen Aussetzern. Wer die abstrusen “Errungenschaften” der Moderne wie in einem Zerrspiegel reflektiert haben möchte, dem würde ich den Film empfehlen. (7/10)

09.06.17 : An dem Tag kam ich mir fleißig wie ein Bienchen vor, konnte die Woche abermals mit einer Stunde Musiksendung abschließen und war danach am “Stream-Überwachen”. (Nebenbei investierte ich noch in eine sündhaft teure Konzertkarte, die dann hoffentlich in einem Jahr noch gültig ist.)

10.06.17 : Es war zwar nicht wirklich sommerlich, aber in der Innenstadt fand das WIRO-Sommerfest statt, bei dem auch LOHRO und ich in meiner Wenigkeit als Fördervereins-Bestandteil teilnahm. Ich wechselte quasi von windigem Standort für eine Außensendung zum ruhigen Studio. Am Nachmittag ging ich zum Comic-Treff in den Freigarten – den Letzten vor der Sommerpause. Ich nutzte die Chance und erwarb ein Ticket fürs PunxPicnic (Festival). Abends gab ich mir einen waschechten Trash-Film, den ich niemandem empfehlen kann. (Fängt mit “Bay” an.) Und zur späten Stunde trudelte ich noch in den Freigarten und traf ein paar bekannte Gesichter.

11.06.17 : Ach, ist das schön, wenn der Nachmittag mal ganz entspannt mit Freunden verbracht werden kann – mal wieder im Freigarten. Dieses Mal sogar mit Sonnenschein. G. brachte mir exotische Oreos (in einer Feuerwerks-Edition) mit, die super knisterten. Und auch U. schaute noch vorbei. Irgendwie schade, dass sich solche Treffen zu einer Seltenheit entwickelt haben. Am Abend traf ich L. und J. – und wir gingen ins Kino – zu jeweils einer unterschiedlichen Sprachfassung von “Die Mumie”, dem Neuaufguss mit Tom Cruise. Na ja, hätte besser sein können. War aber nur so mittelmäßig. (6/10) Danach schauten wir noch kurz im Freigarten vorbei.

12.06.17 : Mein Montag in Kurzfassung: Arbeit, Sport, Haushalt, Einkauf.

13.06.17 : Am Dienstag machte sich ein Schlafdefizit bemerkbar, welches ich am Abend mit einem Sonderbesuch im Schlummerland bekämpfen konnte, nur um dann doch noch später bei LOHRO am Wuseln zu sein und auf C. zu treffen. Na ja, so glich sich das wohl wieder etwas aus.

14.06.17 : Ein besonderer Mittwoch war es, denn ich machte mich vom Büro aus gleich auf den Weg nach Hamburg. Grund: ein Konzert von Normandie. Schnell noch beim AirBnb-Anbieter vorbeigeschaut und auf ging es für mich in die Gegend um die Reeperbahn. Die wohl überwältigendste Überraschung war, dass ich wiedererkannt wurde. (Sind ja nur gut 11 Monate seit dem ersten und einzigen Treffen mit der Band vergangen.) Das Pacoo ist klein und fein, das Konzert war gut… und der Austausch mit den Menschen danach noch schöner. Wäre ich doch nur zur letzten U-Bahn noch an der Haltestelle gewesen. Die Nachtbus-Pläne waren mir zu komplex. Ein Taxi wollte ich mir nicht gönnen. Und so watschelte ich dann eben gegen Mitternacht ein paar Kilometer durch Hamburgs Innenstadt. Eigentlich alles dufte… wäre da nicht die Aussicht auf unter vier Stunden Schlaf.

15.06.17 : Ach, kann ich doch im Zug zur Arbeit ein wenig Dösen – dachte ich. Rechtzeitig auf dem Bahnhof war ich ja schon mal. Schön leer war es um 4 Uhr bla. Und es standen auch nur zwei Züge. Die Anzeige funktionierte allerdings nicht. Da der eine Zug aber auf dem Gleis stand, welches auf meinem Ticket referenziert war,… und dies sogar noch 10 Minuten vor Abfahrt, hatte ich keine Zweifel. Dann fuhr der Zug überraschend 4 Minuten eher los… und die Ansage erzählte was von “Nicht Rostock” als Ziel. Da setzte dann Panik ein. Schnell studierte ich via Mobiltelefon, wo die nächste Haltestelle war und wie ich von da nach Rostock kommen könnte. Ergebnis: ja, es gab tatsächlich einen Umsteigeweg, wie ich noch meinen geplanten Zug erreichen würde… und der ging über Lübeck. Also einmal bitte Umweg und etwas mehr Umsteigen. Ja super, das würde meine Müdigkeit aber 1A verkraften. Es ging ja letztlich auch. Nur fühlte ich mich gegen 8 Uhr in der Heimat sehr erschöpft. Zu meiner Überraschung traf ich K. in der Straßenbahn und erzählte ich meine jüngsten Erlebnisse. Ihre erheiterte Reaktion ließ mich darüber nachdenken, das vielleicht mal in ein Drehbuch als Nebenhandlung zu schreiben. Vielleicht kann sich wer denken, dass so ein Morgen den ganzen Tag nachhallt. Insofern konnte ich mein Bett am Abend kaum erwarten.

16.06.17 : Oh, was ein Freitag. Nach der Arbeit habe ich wieder eine Stunde Beatbetrieb gestaltet. Im Anschluss daran war ich auf dem Sprung zum Stadthafen, wo ich D. nach Jahren mal wiedersehen und zugleich Otto’s Restaurant (welches schwimmt) antesten konnte. 1A Essen, aber schon gehoben. Als sich die Runde auflöste, ging ich wieder zu LOHRO, wo ich mit C. den Film “Oh Boy” sah. Der war ja schon seit Ewigkeiten auf meiner Liste. Nun kann ich verstehen, warum der bestimmt bei jedem Indie-Fan hoch im Kurs ist. Der Film unterhält auch, ließ mich allerdings etwas enttäuscht zurück, weil es mir zu sehr nach Talfahrt vorkam. Wir gingen dann noch ins PWH zu einer Party, die einen sehr schönen bunten Musikmix bot. Die Nacht sollte kurz werden.

17.06.17 : Schade eigentlich, dass ich nicht besser geplant hatte. Sonst wäre das Campus-Quiz wohl besser in mein Wochenende integriert gewesen. So allerdings war ich etwas kaputt, als ich mich auf dem Weg zur Ulmenstraße machte. Wir saßen zwei Stunden in der prallen Sonne, stellten uns den illustren Fragen und belegten einen der vorderen Plätze bei der Endauswertung. Nebenbei verabredete ich mich mit Freunden für das KTV-Fest. Am Brink sah ich Marteria, der von Fans umgeben war. Ich traf die Mutter von Mauler. Ich hatte noch einen Einkauf zu erledigen. Und schließlich war ich noch im Zwischenbau zum “Älternabend” – einer Party, die einen leicht erhöhten Reggae-Anteil bot.

18.06.17 : Erst mal ausspannen! Diese Woche schaffte mich ordentlich. Aber ich wiederum schaffte es auch zur OV-Vorstellung von “Wonder Woman” am Sonntagabend. Na ja, solide, mit ein paar Klischees. Aber nicht unbedingt der große Wurf, wie der Film andernorts gesehen wird. (7/10)

19.06.17 : Huch, hatte ich mich doch tatsächlich für die dreistündige Frühsendung bei LOHRO eingetragen. Na ja, einen dreistündigen Weckruf später verweilte ich noch den Vormittag dort. (Stichwort Bemusterung) Außerdem: Mittagsschlaf und Sport und noch mehr Radioarbeit,

20.06.17 : Der vierte Workshop aus der Reihe “ganztägig lernen” war im Wesentlichen mein Tagesinhalt am Dienstag. Danach fuhr ich aufgrund Familie nach Warnemünde.

21.06.17 : Welch komischer Mittwoch: mal kein Treffen der Musikredaktion, dafür “Fete de la Musique”. Mein Highlight: Aekjubohra am Margaretenplatz. Danach noch eine kleine Runde im Geier.

22.06.17 : Warum nur eine Weckruf-Sendung in der Woche, wenn ich dank komischer Zeitplanung auch zwei schaffen würde. Ansonten: Arbeit, Sport und Müdigkeit.

23.06.17 : Einfach mal nach Neubrandenburg fahren. Was habe ich geflucht, als sich herausstellte, dass durch die umfangreichen Bauarbeiten die Wegstrecken teils urst umständliche Umwege erforderten. Aber zum Grund: ich wollte mir das PunxPicnic-Festival anschauen. Und dank J. fand ich auch den Austragungsort – das AJZ. Durchaus entspannte Stimmung und 1A Verköstigung. Ich traf sogar ein paar bekannte Gesichter aus Rostock. De Abend wurde lang und verlief glücklicherweise weniger verregnet als befürchtet. Nur ist unbekanntes Gelände ohne Tageslicht noch unbekannter… Ergo ließ sich der Weg zur Unterkunft dann nur noch mit GPS-fähigem Mobiltelefon finden.

24.06.17 : Na ja, wirklich ausgeschlafen fühlte ich mich eigentlich nicht. Aber egal, den Weg zum Bahnhof hatte ich gedanklich gut optimiert. Die Fahrt verzögerte sich leider, weswegen ich nicht den Anschlusszug hatte, den ich erreichen wollte. Aber dafür sah ich mal Ecken des Bundeslandes, die ich so noch nicht kannte. Kaum war ich zu Hause, holte ich mir noch eine Portion Schlaf, betätigte mich sportlich und erledigte einen Kurzeinkauf. Und schon war ich wieder auf dem Weg zum nächsten Ereignis. Das Release-Konzert von The Flexfitz zog viele Menschen ins PWH. Die Band lieferte gut ab, aber noch toller war die Aftershow-Party mit Trash-Anteil – ua. dank Songs, von denen ich nie dachte, die mal im PWH zu hören. Auch mit sich leerender Tanzfläche war die Stimmung toll. Ich lernte zwei Orga-Menschen kennen und war bis zum Ende dort.

25.06.17 : Kompromisloses Ausschlafen! Dafür war dieser Sonntag reserviert. Irgendwann rappelte ich mich dann doch auf. Mit G. tingelte ich gen Innenstadt und für den Abend stand “Transformers: The Last Knight” auf dem Plan. Oje, diese Filmreihe geht dermaßen den Bach runter, dass es mich traurig macht. Und ja, ich bin der Meinung, dass die Vorlage (trotz Spielzeug-Motivation damals) die Möglichkeit für schöne Geschichten bietet. (4/10)

26.06.17 : Was ein Wochenstart. Überraschend musste ein Abschiedsessen vorverschoben werden. Meine Bestellung aus Amiland kam an – mit saftigem Zoll-Aufschlag. Aber egal… nennt mir mal einen anderen Menschen mit einer (limitierten) Lying Cat (Statue) auf dem Schreibtisch. (Nerd-Level-Upgrade +100) Der Abend war dann relativ “chillig”.

27.06.17 : Für den Tag skippe ich gleich zum Abendmahl. Denn dieses gab es im Meatropolis. Lecker Burger, so wie ich das mag. (In Größe XL.) Es wurden reichlich Fotos gemacht. (Dank K.) Und wie es zu erahnen war, gingen wir noch in den Geier. Ich ließ mich sogar zum Kickern überreden. Na ja, Abschiedsstimmung und so…

28.06.17 : Mitten in der Woche abends wegzugehen, kann durchaus unangenehm für den Folgetag werden. Aber meine Müdigkeit hielt sich in Grenzen und ich blieb im Zeitplan. Am Abend gönnte ich mir mit J. bei LOHRO Steaks, bevor es zur regulären Musikredaktionssitzung ging. Im Anschluss daran war ich noch mit etwas Schnittarbeit beschäftigt und glücklich, nicht zu spät fertig gewesen zu sein.

29.06.17 : Der Tag stand unter dem Schatten einer abendlichen Redaktionsversammlung, die ich nach Arbeit und Sport besuchte. Ein schöner Austausch fand statt. Im Anschluss wurde energisch über den Sender und dessen Musik gesprochen.

30.06.17 : Uff, der Arbeitstag war so angespannt, dass ich den Abend kaum abwarten mochte. Wieder gönnte ich mir eine Stunde Musiksendung – dieses Mal mit Beiwohnerin. Danach war es ungeahnt leer in den Redaktionsräumen… bis C. samt einer Kiste Bier ankam. Wir plauderten und schauten YouTube-Videos. Dann gingen wir zu B. und wühlten in seinem ausgemisteten Kram. (Selbstredend fand ich natürlich auch etwas.) Von da aus suchten wir den Geier auf. Auf dem Weg dorthin trafen wir F., der sich uns anschloss und seine Freunde ebenfalls dorthin lotste. Es war wieder eine dieser komischen Gelegenheiten, bei der ich neue Menschen kennenlernen konnte.

Es verbleibt nur noch mit 6 Monaten zum Aufarbeiten :/
F.

52 songs #49

Juni 4, 2012

Der letzte Monat mit Beiträgen für das (erste) „52 Songs„-Projekt der Gedankendeponie hat begonnen. Woche 49 beschert uns folgendes Thema: Soundtrack.

Nun, das ist ein Thema, was mich an den Rand der Verzweiflung bringt. Warum? Weil ich viele Filme schaue und mir dementsprechend viele Vorschläge einfallen – vornehmlich natürlich welche von meinen Lieblingskünstlern.
Ein weiterer (für mich entscheidender) Aspekt ist die Unterscheidung zwischen Soundtrack und Score eines Filmes. Der Soundtrack ergibt meist ein Compilation-Album, während die Score-Musik oftmals von einem Komponisten stammt. Ja, letztendlich ist das Ansichtssache, aber so gehe ich halt an das Thema heran.
Im zweiten Schritt ist es mir wichtig, nicht immer in alte Muster zu verfallen – also Interpreten zu meiden, die ich während der vergangenen 48 Themen/Wochen schon vermerkt hatte. Das machte die Auswahl dann schon schwieriger.
Und als wäre das nicht noch genug, würde ich auch gern damit einen Film referenzieren, den ich mag oder gar weiterempfehlen kann. Es ist also kein Wunder, dass ich etwas nachdenken muss.
Ein Bonus wäre es dann noch, wenn der Song extra für den Film produziert wurde. OK, hier wurde dann ein Kompromiss notwendig.

Zu meiner Wahl: Ich bin Fan der Band (zwar nicht seit der ersten Stunde, aber relativ schnell einer geworden) und habe diese innerhalb „52 Songs“ noch nicht genannt. Das Lied, welches mir auch wirklich gut gefällt, gehört definitiv zu einem Soundtrack und wurde extra dafür geschrieben. Und der Film… ähm, der hat auch seine guten Seiten.
Es ist eine Fortsetzung, die das Motto „wie Teil 1, nur mir mehr“ extrem auf die Spitze treibt und damals nicht zuletzt aufgrund Autorenstreiks handlungsmäßig gelitten hat. Mit anderen Worten: es war wie eine Parodie auf Teil 1, wobei das „Original“ schon sehr grenzwertig zu betrachten ist.
Objektiv lässt sich zur Filmreihe irgendwie nur schwer etwas Positives finden, außer die technische Umsetzung… und der Soundtrack (sowie Score). Aber wenn damit Kindheitserinnerungen verbunden sind, fällt einem das Akzeptieren der vielen Schwächen (Handlung zusammengewürfelt, Charaktere flach [trotz mancher Rundungen], respektlose Frauendarstellung, Product-Placement bis zum Abwinken, Glorifizierung der westlichen Kultur und des Militärs) irgendwie leicht.
Und hier geht es schließlich um die Musik. Da erübrigt sich eine Entschuldigung, dass ich mir Filme wie „Transformers“ im Kino ansehe – mehrfach.
Aber warum nehme ich dann nicht einfach den Song zu Teil 1, der von derselben Band stammt? Na ja, weil der auch ohne Film auf dem Album „Minutes To Midnight“ zu finden ist. Ich gebe auch zu, dass sich die Lieder zu den Teilen 1 und 2 ähneln – aber damit habe ich auch kein Problem.

Nach all dem Larifari hier nun mein Song der Woche: „New Divide“ von Linkin Park (aus dem 2009er-Film „Transformers: Die Rache“ / „Transformers: Revenge Of The Fallen“, welcher definitiv nicht zu empfehlen ist) :


[man findet das Video bestimmt noch auf anderen Portalen… oder installiert das Plugin von unblocker.yt und kann es dann auf YouTube gucken]

Das Artwork der Single ist herrlich aussageschwach, nutzt aber den gleichen Band-Schriftzug wie das damals aktuelle Album „Minutes To Midnight“. Ich würde behaupten, die Gestaltung weist zudem auf den Einsatz technischer Musikelemente hin. Und das tun Linkin Park ja – Rockmusik mit elektronischen Elementen vermischen.
Übrigens wusste ich gar nicht, dass das Video am Filmset gedreht wurde, aber dafür, dass Komponist Steve Jablonsky Samples des Songs in die Filmmusik einbaute.

Es verbleibt mit der Idee einer ganzen Soundtrack-Playlist
F.

PS: ups, habe aus Versehen vorzeitig den „Publish“-Button betätigt.

American life

August 21, 2011

Ja, heute mal ein themenbezogener Titel, der (wie man vielleicht schnell vermuten mag) von Madonna kommt und sich sowohl auf ein Lied als auch ein Album bezieht. Beides ist meiner Meinung nach relativ unterschätzt – der Song wurde für die ReInvention Tour 2004 ordentlich aufgemotzt (Stichwort E-Gitarre) und das Album ist trotz wenig Massenkompatibilität inhaltlich komplex und sehr eigenwillig – daher schon fast nicht als Pop abzustempeln. Allein die Tatsache, dass sich ein Soundtrack-Lied nahtlos in die Tracklist eingliedert, ist schon eine Besonderheit.

Ebenfalls besonders fällt diese Woche für mich aus, die ich noch in London beginnen durfte, mich dann in die Heimat führte, vier mal ins Kino und auf einen Polterabend. Ich kenne mich da nicht so mit den Traditionen aus, aber so ein paar Geschirrteile mutwillig klirren zu lassen, hat schon was. Verpflegungstechnisch war das Angebot reichhaltig – ich konnte kaum einen Favoriten unter den Salaten ausmachen, weil alle gut schmeckten. Und Knüppelbrot ist auch eine Erfahrung wert. Dabei wird Pizzateig an ein Stockende gewunden und dann über ein Feuer gehalten. Ja, das Lagerfeuer war auch schön.
Weniger schön empfand ich den Ausflug in die Volksmusik und gar lästig wurden mir die Mücken, die dank Teich in der Nähe einfach überall waren. Der Verzicht auf Präventivmaßnahmen in Form von Lotion erwies sich dann in meinem Fall als fatal.

Weniger fatal war meine „Kino-Woche“: jeder Film ein Treffer für mein cineastisches Gemüt.
Los ging es mit „Planet der Affen: Prevolution“ (oder besser „Rise of the planet of the apes“) – ein effektgeladenes Prequel bzw. doch irgendwie schon mehr Reboot oder kompletter Neuanfang. Keine Raumfahrer, keine Zeitreisen – einfach nur ein paar ethisch zweifelhafte Wissenschaftler und die „Ernte“, die sie einfahren. Dabei verwendete man viel Zeit für die „Herkunft“ des „Haupt-Affen“, was schon etwas in die Richtung Tierfilm geht. Dann kommt das soziale Drama, etwas Spannung und eine Prise Action, die teilweise irgendwie dumm wirkte. Am Ende schwächelt das Drehbuch, aber sonst ist es guter SciFi-Stoff, der sich für die unausweichliche Fortsetzung viel Spielraum für Verbesserungen lässt.
Ein Filmtitel wie „Crazy, Stupid, Love.“ mag zunächst nach Teenie-Komödie oder „Chick-Flick“ (toller Kategoriename) klingen – letzteres ist wohl auch zutreffend. Dennoch besticht diese „RomCom“ durch die Besetzung, vor allem dank Schauspielerinnen wie Julianne Moore und Emma Stone, sowie der Geschichte, die erfrischend kitsch-arm wirkt (auch wenn bei näherer Betrachtung wohl das eine oder andere Klischee enthalten sein dürfte). In Kurzform: tolles Drehbuch, geniale Cast und frischer Liebes-Kitsch.

Nun zum Hauptfilm dieser Woche. Und das sollte für mich kein anderer als „Captain America: The First Avenger“ sein. Auch hier sei zunächst die Auswahl an Schauspielern lobend erwähnt, die für diese Comic-Verfilmung getroffen wurde. Dann gleich mal ein Minuspunkt für die absolut unnötige 3D-Vermarktung (gerade hier die reinste Abzocke, da keine 2D-Version angeboten wird). Und schließlich noch Pluspunkte für Effekte (also generell), Story, Spannung, Geschwindigkeit, Vorlagentreue und After-Credits-Teaser (obwohl der schon beinahe böse schnell geschnitten war).
Aus meiner Sicht hätte man die Entstehung von Captain America (Stichwort Origin) nicht besser umsetzen können. Die etwas gelöste Einreihung in historische Tatsachen war genau richtig. Und der Erzfeind war eindeutig Erzfeind und belegt damit die These, dass ein Superheldenfilm nur so gut sein kann wie die Darstellung des Schurken.
Ich kann es auch kaum erwarten, wieder ein paar Comics dazu zu lesen, wobei ja Cap seit dem Neustart mit Autor Ed Brubaker unglaublich lesbar geworden ist – soll heißen: tolle Geschichten und ebenso schöne Zeichnungen. Und der Trend hielt die letzten Jahre an. Was nun der aktuelle Neustart bzw. die Umbenennung der Reihe bringt, kann ich leider nicht sagen, da ich erst zig Hefte nachlesen muss.

Abschließend möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich angefangen habe, alte Transformers-Zeichentrick-Episoden zu schauen – Season 3 von Generation One (für die Insider). Es erinnert mich an meine Kindheit und macht bisher Spaß, wenn auch der Staffelstart mit einer 5-teiligen „Mehrfach-Folge“ ganz schön anspruchsvoll ist – also für eine Kinderserie.

Und damit verbleibt ein wenig der amerikanischen Kultur verbunden
F.