Posts Tagged ‘Titanic’

Lift me up

August 12, 2012

Manchmal höre ich gern in Alben rein, die irgendwie vom Radar verschwunden sind. Erinnert sich noch jemand an das Album „Bionic“ von Christina Aguilera von 2010? (Also damals, als sie noch schlank war.) Es wurde mit relativ viel Tamtam angekündigt und ist dann mehr oder weniger „untergegangen“ – vielleicht wegen zu viel Belanglosigkeit. Nun könnte man meinen, dass es richtig so ist. Aber wie viel anderer (belangloser) Pop-Output wird dank Hype gepusht wie sonst was. Na egal.

Zum Wochenrückblick:

Montag wurde mehr oder weniger spontan zum Kinoabend. „The Dark Knight Rises“ gehört damit zu den von mir am häufigsten gesehenen Filmen dieses Jahres. Davor gab es noch lecker Döner (inklusive exotischer Limonade) in der KTV. Leider wurde meine Bestellung (ohne Zwiebeln, mit Käse) ignoriert und ich bekam das Standard-Produkt. (#1)

Dienstag sollte es eins der ungewöhnlichsten CouchSurfing-Treffen unserer lokalen Community geben. Trotz frischem Wind ging es an den Stadthafen, dann kurz zum Dobi, auf den Kanonenberg und wieder an den Hafen. (#2)

Mittwoch war wieder regulärer Kinoabend – dieses Mal mit der (von mir lang erwarteten) Premiere von „Prometheus“, dem neuen SciFi-Film von Ridley Scott. Ich werde hier keine große Kritik verfassen und komme gleich zum Fazit: Der Film hat auffällige Schwächen in der Handlung, kann aber personell sowie technisch sehr gut punkten. Eigentlich ein Dilemma für Cineasten. Aber es gibt Schlimmeres. (#3)

Donnerstag ging es zur Eröffnung auf die diesjährige HanseSail. Und holla, was war das ein Andrang. Gutes Wetter und Prominenz machen es möglich. Wichtiger war mir persönlich der Genuss-Faktor durch exotische Snacks und die gab es auch. Ich hatte ungarisches Fladenbrot, ein Grillfleisch (mit Knochen) und den obligatorischen Slush-Drink (Stichwort Gehirnfrost).

Am Freitag hatte ich auf einer Feier das seltene Erlebnis, für mein T-Shirt gelobt zu werden. Es war eins von „The Sounds“, welches ich einst bei eBay ergattert hatte, nachdem ich traurig feststellte, dass es im aktuellen Bestand keine schönen Fan-Sachen gab. (#4)

Der Samstag begann relativ entspannt und führte mich sogleich in die Innenstadt, wo ich die Science@Sail aufsuchte. Grund war neben dem aktuellen Programm der Schauvorlesung ein Gastvortrag zum Thema Titanic. Das Besondere daran ist, dass der Professor ein meisterhafter „Erklärbär“ ist, wenn es um das Verbinden von Unterhaltungsmedien mit Naturwissenschaft geht. Im Anschluss daran war ich mutig und wagte mich erneut auf die HanseSail (und das am Samstag, wo ich sonst ein Bogen um das Areal machen würde). Aber was tut man nicht, wenn Freunde in der Stadt sind.
Zum Abend hin waren wir nicht nur in einem Fahrgeschäft (inklusive Überschlägen), sondern sogar im tiefsten Trubel der Feierwütigen (Stichwort Party-Turm). Mir wurde da schon ein wenig mulmig bei all dem Gedränge. Mein Instinkt wurde leider bestätigt, als ein paar Ruhestörer anfingen inmitten der Menge Feuerwerksutensilien losgehen zu lassen. Na ja, aber da waren wir schon fast auf dem Rückweg. Zum Abschluss des Abends konnte eine UltraStar-Session für Stimmung sorgen. (#5)

Und heute? Heute stand ich bemerkenswert früh auf, um einen Zug in die Heimat zu nehmen. Dort angekommen ging es auch gleich auf einen Spaziergang durch den Ort. Und am Nachmittag genehmigte ich mir ein paar Stunden PS3-Gedaddel.

Anmerkung: Die Nummerierung bei der Rekapitulation des Wochengeschehens bezieht sich auf Tage, an denen ich erst sehr spät wieder zu Hause war. Ich vermute, dass es sich dabei um eine ungewöhnliche Ausnahmeerscheinung handelt. Jedenfalls fiel mir das selten so deutlich auf, wie in dieser Woche. Hätte ich Haustier, sollte mir das zu denken geben.

Und nun zu einer Sektion, die ich bereits vor ein paar Tagen verfasst hatte, aber irgendwie (siehe letzten Absatz) nicht beenden konnte. Und zwar geht es um ein paar Eindrücke aus aktuellen Nachrichtenmeldungen: Oder auch: was mit der Welt nicht stimmt.

So ist das also. Große Firmen (und Banken) können sich durch Geldzahlungen von Vorwürfen (und damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen) befreien. Ist das nicht ein 1A Beispiel, wie man in der Wirtschaft agieren sollte? Einfach mal allen dubiosen Angelegenheiten nachgehen. Und wenn man erwischt wird, kommt eine „kleine“ Sonderzahlung und weiter kann es gehen.
Da brechen Banken gern das eine oder andere Gesetz (Gewinn geht vor) und müssen keine Konsequenzen fürchten. Na ja, es kann auch schwierig werden, wenn man sich mit kriminellen Organisationen einlässt. Wie gut, dass Aufsichtsbehörden scheinbar immer vorerst still bleiben. Und noch schöner ist es, wenn Regierungsangehörige die Seiten zur Privatwirtschaft wechseln und dort ihr Fachwissen einsetzen können.

Und wenn mal gegen dubiose Geschäftstreiber vorgegangen wird, passiert so etwas: Minderjährige werden stundenlang verhört, weil ein Elternteil auf einer Verdachtsliste steht, die mit Steuerhinterziehung zu tun hat. Und das in einem „Vorzeigestaat“ der Demokratie und Freiheit.

Apropos Freiheit: Ein Innenministerium möchte soziale Netzwerke überwachen, um danach ihre Agenda auszurichten. Reicht das Telefon-Abhören nicht mehr? Oder erhofft man sich dadurch bessere Öffentlichkeitsdarstellung?

Ach ja, PR-Angestellte frisieren Wikipedia-Einträge von Politikern, um ein besseres Licht zu erzeugen. Da frage ich mich, ob das nicht entgegen der Intention der Wikipedia-Idee steht.

Stichwort PR: „Paywalls“ ist ein Begriff, der sich auf die Vergütung von Berichterstattern bezieht. Aktuell ist es ja so, dass sehr viele Nachrichten frei zugänglich im Netz zu finden sind. Leute können sich über viele Themen informieren. Ob diese bequeme Art des Wissenserwerbs eine Utopie ist, wäre eine Diskussion wert.
Was passiert aber, wenn Informationen nicht mehr frei erhältlich sind? Gut, bisher ist dies nur bedingt denkbar, da es meist einen Nachrichtenkonkurrent gibt, der die Meldung „unbeschränkt“ anbietet. Noch ist das vielleicht so. Und es gibt nicht umsonst Konzepte zu einer Kultur-Flatrate. Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende nicht an der Unvernunft von einflussreichen Minderheiten „scheitert“. Ja, wir und unsere Medien.

Das nächste Thema ist ein Klassiker (So alt wie die Menschheit?): Korruption.

Da wird behauptet, hiesige sei der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung nur unzureichend geregelt. Aber mal ehrlich: warum sollten sich Politiker ins eigene Fleisch schneiden? Sie sind doch auch nur Menschen. Oder welcher Bürger käme auf die Idee, freiwillig mehr Steuern zu zahlen bzw. Strafsätze zu erhöhen, die einen unter Umständen selbst betreffen? Sind wir am Ende des Tages also alle kriminell veranlagt? Ein trauriger Gedanke.

Tja, da gab es so manche Denkanstöße, auf die man vielleicht verzichten könnte. Aber was solls? Das kann passieren. Wie schönes Sommerwetter.

Es verbleibt mit gelegentlichem Bedarf nach Aufmunterung
F.

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I see you

April 8, 2012

Der Titel verweist (wie könnte es anders sein) auf den Song zum Film „Avatar“, welcher gerade Free-TV-Premiere an diesem österlichen Feiertag… äh… feiert. Na ja, der Song ist von Leona Lewis – und die kann ich eigentlich nicht leiden. Den Hit „Bleeding Love“ hat sie von Jesse McCartney (plus Ryan Tedder) und mit „I Will Be“ hat sie ein Avril Lavigne Werk erhalten, welches mal besser nicht von ihr interpretiert worden wäre. Ach, und ja, bei der Avatar-Titelmelodie muss ich immer an „Titanic“ denken. James Horner hat wohl nicht so viele Noten in seiner Art der Komposition.

Und damit auch gleich zum Rückblick: Montag war Quiz-Abend (das Resultat hab ich schon verdrängt), Dienstag war „Früh-Schlaf“-Abend (noch vor 21 Uhr), Mittwoch ging es zu „Titanic“ (3D natürlich), Donnerstag war CouchSurfing-Meeting, Freitag die Heimreise zu Ostern… ja, und dann war auch schon Ostern.
Mein Ostern besteht aus relativ wenig… allem? Na ja, ich hatte eigentlich gehofft, etwas mehr zu lesen. Oder wenigstens die PS3 zu reaktivieren. Aber na ja, so wichtig war es dann wohl doch nicht.

Übrigens zu „Titanic“ in 3D: wer den Film mag, schmeißt bestimmt bereitwillig das Geld nochmal für ein Kinoticket raus (trotz 3D-Aufschlag). Wer den Film nicht kennt, kann auch getrost ins Kino gehen. Der Rest kann es sich wohl sparen. Denn so toll ist die 3D-Konvertierung echt nicht. Und in meinem Fall war sogar der Sound altbacken. Aber ansonsten war die „gluck gluck gluck“-Nummer schon spaßig – auch, wenn ich mich manchmal mit dem Gedanken erwischte „Alter, waren die mal jung!“.

Ansonsten habe ich neuerdings wieder ein Händchen für brisante Nachrichten. Oder anders: irgendwie interessieren mich Meldungen um so ein Gedicht, oder um neue Gesetze in Russland oder die Musik-Industrie.
Zu weiteren kuriosen Meldungen aus der Welt, die im Wirrwarr des hiesigen Medienhypes untergehen, habe ich auch ein sehr tolles Blog entdeckt, welches ich demnächst nochmal genauer vorstellen werde.
Zusammenfassend möchte ich nur meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen, wie sehr von uns Internet-Nutzern so Vieles zerredet werden kann. OK, was lese ich auch Kommentare zu Artikeln durch. Da verstehe ich auch, warum manche Meldungen diese Funktion gar nicht erst freischalten. Sehr oft geht die Argumentation ins Persönliche oder artet in Übertreibungen aus, was mich dann wieder an „Entertainment-News-Sendungen“ erinnert.

Nun denn, das verlängerte WE bietet vielerorts noch etwas Erholung. Und die will genutzt werden. Insofern beende ich den Eintrag mit einem gut gemeinten Gruß an die Leser, dass sie einfach mal in den Himmel über uns schauen. Mir gab das heute ein gutes Gefühl.

Es verbleibt noch mit mehr oder weniger Seekraft
F.