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Logbuch : und dann ist es schon fast Juli

Juni 30, 2016

Logbuch

Mir ist bewusst, dass schon wieder urst viel Zeit vergangen ist. Aber ich habe dieses Blog nicht vergessen…

17.05.16 : Der Tag begann sportlich und blieb es auch. Grund war ein Nachmittags-Termin im M.A.U.-Club. Am Abend saß ich bei LOHRO und hatte entweder mit einer Sendung oder einer Veranstaltung zu tun.

18.05.16 : Der Mittwoch in Kurzform: Arbeit, Warnow-Valley-Treffen, LOHRO-Musikredaktion.

19.05.16 : Wieder etwas Sport zum Tagesbeginn, Überstunden im Büro. Und dennoch bekam ich was vom Grill bei der Versammlung des LOHRO-Fördervereins am Abend. Später gingen wir noch kurz in den Freigarten.

20.05.16 : Ein besonderer Freitag. Nicht nur wegen der Sendung am Abend. Sondern vor allem wegen des Ansturms zum diesjährigen Pop-Fish – einer Musikveranstaltung im Rahmen des FiSH-Filmfestivals, bei dem ich Helfer war. Viele Leute kamen, Preise wurden überreicht. Ich bekam nur wenig davon mit. Die eine oder andere lokale Musikprominenz erkannte ich dafür.

21.05.16 : Ich stand (freiwillig) früh auf, um beim FiSH-Event im M.A.U.-Club zu helfen. Wir wurden gut versorgt und halfen an der Bühne sowie beim Auszählen. Einer der teilnehmenden Filme überzeugte mich so sehr, dass ich sogleich danach in die DVD investierte. Am Abend eilte ich nach Hause, warf mich in “gelbe” Schale und ging zu S., wo wir das DFB-Pokalfinale sahen. Ja, es war nicht so schön wie erhofft.

22.05.16 : Gleich nach dem Aufstehen war ich wieder an der Frieda 23, unterhielt mich mit Leuten – ua. über Österreich. Am Nachmittag schaute ich den Dokumentarfilm “Vom Wir zum Ich”, den ich sehr eindrucksvoll fand. Ich halt T. beim Sendungsaufbereiten und ging kurz zur Grillrunde des FiSH-Teams. Von dort aus begab ich mich in die Stadt – zum Kino.
“X-Men: Apocalypse” hatte Potenzial und gute Momente, fiel schließlich doch zu seicht aus. (7/10)

23.05.16 : Ein Ausschlafen wurde durch den Zettel im Flur vereitelt, dass die Rauchmelder geprüft werden. Natürlich kamen die Leute vor dem angegebenen Zeitfenster. Am Abend ging ich (nach der Arbeit) … ins Kino. Ich schaute “Civil War” noch mal in der deutschen Fassung und war abermals sehr gut unterhalten worden.

24.05.16 : Der Dienstag in Kurzform: Sport, Arbeit, Kinobesuch (“Die Poesie des Unendlichen” fand ich eher zäh). Planungstreffen zur “Fête de la musique”.

25.05.16 : Der Mittwoch in Kurzform: Arbeit, vergessenen Beutel im Kino abholen, Radiosendung, Treffen der Musikredaktion, Besuch im Freigarten.

26.05.16 : Donnerstag: Sport, Arbeit, ein anderes Planungstreffen, technische Unterstützung bei einer Radio-Sendung, Grafik-Bastelei wegen eines Flyers.

27.05.16 : Ausnahmsweise war dies ein Freitag ohne Radiosendung für mich – stattdessen landete ich am Abend wieder … im Kino. Zusammen mit N. schaute ich “Der Nachtmahr” – ein deutscher Thriller, den man als Zuschauer wohl so schnell nicht vergessen wird. Als Kinoerlebnis sogar noch weniger, weil da ordentlich der Sound aufgedreht wird.

28.05.16 : Der Samstag verlief sehr entspannt. Leider verpasste ich den Termin für einen „Privatflohmarkt“ bei B., war dafür gut erholt.

29.05.16 : Am Sonntag-Nachmittag sollte sich nach längerer Zeit wieder ein Treffen der LOHRO-Technikgruppe ergeben. Komischerweise war ich wohl zu früh vor Ort. Zusammen mit L. werkelte ich etwas an Servern und so.

30.05.16 : Und wieder ein Montag. Aber ein Schöner. Denn nach dem Arbeitstag schaute ich “Sing Street”, einen der besten Filme des Jahres für mich. Es gab so viel zu Lachen und auch etwas Drama. Ein herrlicher Film für Musikfreunde. (9/10)
Da lohnt sich übrigens auch der O-Ton, wobei die Akzente anfangs etwas schwierig sind.

31.05.16 : Der Dientag in Kurzform: Sport, Arbeit, Stammtisch im Freigarten, Anruf wegen Geschenk, Besuch im ST.
Letzteres tat unglaublich gut, weil ich das lange nicht mehr genossen habe.

01.06.16 : Der Mittwoch in Kurzform: Arbeit und LOHRO. Außerdem noch die “Last-Minute-Sichtung” eines Films für die Kinosendung.

02.06.16 : Dieser Tag war eigentlich mild, dank der hohen relativen Luftfeuchtigkeit doch eher herausfordernd. Für ein kurzes Treffen am Doberaner Platz brauchte ich ganz schön viel Kraft wegen der Luft. Die Kinosendung am Abend lief gut über den Tisch, wenn auch wir wohl keinen Mitschnitt so einfach bekommen würden.

03.06.16 : Das waren erste Anzeichen eines technischen Problems, welches am Freitag zum Studioausfall führte. Da war meine Sendungsvorbereitung für die Katz. Zum Ausgleich fuhr ich früher als geplant nach Hause in die Heimat.

04.06.16 : Erholt startete ich den Tag mit Brötchenholen. Ein üppiges Frühstück später schaute ich ein paar YouTube-Videos, Vines und “Real Time”. Ich half bei der Grillrunde – und irgendwie hatten wir wieder zu viel. Die Musik wurde zur fortgeschrittenen Stunde leider eher schlecht.

05.06.16 : Selten so gut geschlafen. Nur diese Helligkeit am Vormittag ließ mich nach Verdunkelungsmöglichkeiten wünschen. Ich schaute “Die Heute-Show” sowie zwei Filme, fuhr wieder in die Stadt, besuchte den Comic-Treff (#8) und wuselte noch bei LOHRO den Abend über.

06.06.16 : Der Montag in Kurzform: Sport, Arbeit, Opennet-Treffen. Bei Letzterem holte ich mir Befestigungsmöglichkeiten für meinen Access Point.

07.06.16 : Eine wichtige Versammlung stand für diesen Tag auf dem Plan. Das Kulturnetzwerk wählte einen neuen Vorstand. Die Erwartungen gingen auseinander. Das Ergebnis stand dann irgendwann. Wir redeten noch eine Weile darüber.

08.06.16 : Der Mittwoch in Kurzform: Sport, Arbeit, Stoffladen in der Stadt mit C. besuchen, Musikredaktion, Besuch bei S., Gang ins Kino – zu “Sing Street” auf Deutsch. Immer noch ein wunderbarer Film.

09.06.16 : Ursprünglich wollte ich an dem Abend zu einem Hauskonzert. Aber ich war dann doch sehr müde am Abend, schlief eine Weile und betätigte mich noch kurz sportlich.

10.06.16 : Ein bedeutsamer Tag. Nach der Arbeit wieder eine Sendung – komischerweise mit “Zusatzpublikum”, die miterleben wollten, ob ein gewisser Studiogast eintreffen würde. Wie weise war doch die Entscheidung, nichts vorab anzukündigen. Denn die Sendung kam ohne Besuch aus. In der Musikredaktion waren wir noch uneinig, ob wir noch zum Konzert von Money Boy gehen würden. Ich befürwortete den Konzertabend. Wir waren teils verstört und vielleicht auch empört. Aber im Nachhinein fand ich den Abend ganz lustig.

11.06.16 : Für dieses Wochenende stand ein Ausflug auf dem Plan am Nachmittag für ich nach Ludwigslust, von wo aus ich abgeholt wurde – für eine Familienfeier in Rambow. Es war ein sehr ausschweifendes Fest mit dem wohl besten Grillteam, was ich seit Langem erleben durfte.

12.06.16 : Ausschlafen war möglich. Insofern nutzte ich die Gelegenheit, hatte dann noch leckere Erdbeerkonfitüre zum späten Frühstück und sogar noch Kuchen, bevor es wieder in Stadt ging. Dort angekommen entschied ich mich statt EM für einen Theaterbesuch. Das Stück hieß “Sichometrie”, kam von jungen Akteuren und bot viel Stoff zum Nachdenken.

13.06.16 : Der Montag in Kurzform: Arbeit und abendliche Infotainment-Inhalte.

14.06.16 : Der Dienstag in Kurzform: Arbeit, zwei Planungstreffen und Gespräche zum Thema LOHRO.

15.06.16 : An dem Tag nahm ich erstmals an einer Pressekonferenz im Rathaus teil – Grund war die “Fête de la musique”, zu dessen Planungsteam ich gehörte. Es wurden sogar Fotos gemacht. Danach das Übliche: Arbeit und Musikredaktion.

16.06.16 : Eigentlich wollte ich den Arbeitstag schnell hinter mich bringen und dann vielleicht noch eine Portion Schlaf tanken. Stattdessen folgte ich der Einladung von S. zum Fußballgucken.

17.06.16 : Der Freitag in Kürze: Arbeit, Sendung, Gespräche mit I., Spaziergang durch den Lindenpark mit T. und T., ein wenig Unterhaltungsmedien.

18.06.16 : Der Samstag forderte mich etwas in Zeitmanagement, so dass ich gleich nach dem Aufstehen eine beachtliche ToDo-Liste hatte. Mittags versorgte ich Meerschweinchen und wurde von B. abgeholt, um einen Zoobesuch durchzuführen, der schon lange im Voraus geplant wurde. K. stieß dazu und wir wuselten stundenlang über das eindrucksvolle Gelände. Besonders beeindruckt war ich von den Großkatzen und dem Aquarium im Darwineum. Sehr schön eingerichtet.
Auf dem Heimweg stand ich abermals ein wenig unter Zeitdruck, da ich noch ein paar Vorbereitungen für den LOHRO Charts Contest im Zwischenbau zu erledigen hatte. Quasi on the go nahm ich noch etwas Abendessen zu mir und begab mich in die Südstadt, wo dann wiederum die Vorbereitungen etwas schleppend verliefen, weswegen das Event gut 90 Minuten später anfing. Aber dann ging alles recht gut.

19.06.16 : Nach wenig Schlaf reiste ich wieder in die Heimat, wo ich in Sagard abgeholt wurde, um in Mukran zu frühstücken. Danach verging der Nachmittag sehr entspannt und irgendwie zu schnell. Am Abend war ich wieder auf dem Weg in die Stadt.

20.06.16 : Dieser Montag wird mir lange in Erinnerung bleiben, und das leider nicht wegen des Familienabends in einem Griechischen Restaurant. Das wäre auch zu schön. Nein, stattdessen wurde ich über Restrukturierungsmaßnahme informiert. Und ich durfte das seltene Ereignis miterleben, dass ich auf Festnetz angerufen werde. Irgendwie wurde ich den ganzen Tag nicht wach, weswegen mir am Abend ein zeitiges Schlafengehen sehr im Sinne war.

21.06.16 : Endlich wieder mal einen Urlaubstag genutzt. Der zweite in diesem Jahr. Und wofür? Für das Mitorganisieren der “Fête de la Musique” in Rostock. Das Wetter war erst frisch, dann relativ passabel für so ein Open-Air-Event. Ich half beim Aufbau vor der Frieda 23, Am Brink und auf dem Margaretenplatz mit. Und dann ging der Schlagabtausch der Bands auch schon los, vom dem ich eine Reihe Fotos gemacht habe. Abschließend etwas Abbau und gemütliches Fußballgucken in heiterer Runde.

22.06.16 : Der Mittwoch in Kurzform: Sport, Arbeit, Musikredaktion. Es wurde ein langer Tag.

23.06.16 : An dem Tag hatte ich ein paar Erledigungen und einen ruhigen Abend.

24.06.16 : Ausgestattet mit einem Plus an Freizeit ließ ich mir viel Zeit, hatte eine Sendung am Abend und ging danach Richtung Ulmen-Campus zum Open-Air-Quiz, welches gerade noch rechtzeitig vor dem Unwetter fertig wurde. Bei einer Musikfrage wurde nach dem Projekt Sophia gefragt, was ich erkannt habe. Dafür hatte ich mich bei der Anzahl von DragonBalls geirrt.

25.06.16 : Ich stand zeitig auf, erledigte einen kurzen Einkauf und versuchte, bei einem Wochenend-Workshop behilflich zu sein. Nebenbei bemusterte ich noch etwas Musik. Am Abend verzog sich bereits auf dem Heimweg der Himmel. Keine guten Anzeichen für eine Strandparty. C. nahm mich mit nach Warnemünde, wo dann auch der Regen so richtig in Gang kam. Wir standen gut eine Stunde neben einer Imbiss-Bude, bevor die Signale gen KTV zeigten. Wir grillten und feierten dann bei U..

26.06.16 : Als ich bei LOHRO eintraf, waren bereits viele Leute am Wuseln. Eine Sondersendung kam ziemlich knapp zustande. Ich saß an der Vorbereitung für die Kinosendung. Derweil erhielt ich eine Einladung zum Abendessen. Bei S. schauten wir dann abermals Fußball.

27.06.16 : Ein Bedürfnis nach Nichtstun erfasste mich am Montag, weswegen alles irgendwie länger dauerte. Am Abend war ich wieder in den Redaktionsräumen am Wuseln. Dieses Mal wegen eines Artikels, einer Grafik und einem Beitrag.

28.06.16 : Am Dienstag erfreute ich mich an der Möglichkeit, mehr zu schlafen. Ich schaute einen enttäuschenden SciFi-Film, ging einkaufen, besuchte dann G. für einen weiteren Film, der nicht so ganz unterhaltsam war, wie ich mir das gewünscht hatte. Dafür hatten wir F*****. Danach gingen wir in den ST-Club, wo der Musikmix abermals “jugendlich” war.

29.06.16 : Wirklich Zeit lassen konnte ich mir aufgrund von Terminen nicht. Aber alles klappte so wie erhofft. Eine Sendung am Abend gelang mir auch. Mit H. besprach ich Dinge für das Hanse-Sail-Wochenende. Und dann tagte ich wieder mit der Musikredaktion.

30.06.16 : Der Donnerstag in Kurzform: Ausschlafen. Termin. Sport. Abendessen. Recherche.

Es verbleibt dieser Tage eher betrübt als das Wetter
F.

Logbuch : ein verlorener Frühling

Juni 22, 2015

Es ist meiner Ansicht nach kaum zu bestreiten, dass der Frühling (bzw. sogar Sommeranfang) 2015 sehr bescheiden ausfällt. Bis Ende Mai noch mit Winterjacke ausgestattet sein zu wollen, finde ich eher extrem – zumal ich es ganz anders kenne.
Etwas extrem ist auch das Aufschieben dieser Absätze geworden. Vielleicht lässt es sich zwischen den Zeilen erahnen – dieses großgeschriebene „Zeitmangel“ meinerseits dieser Tage.

02.06.15 : Der Dienstag war ganz schön vollgepackt. Nach der Arbeit kurz zum Sport, dann ein Einkauf und die Teilnahme an einer Vorstandssitzung in der Frieda 23. Von dort aus ging ich dann in die Innenstadt, wo ich nebst S. und K. auch M. nach längerer Zeit wiedersah. Wir schauten uns “Kiss The Cook – So schmeckt das Leben” im Kino an. (Originaltitel ganz schlicht „Chef“.) Und ich war so froh, dass ich den Film nicht ohne Snacks überstehen musste. So viel gut aussehendes Essen! Da wurde die “nette” Handlung schnell zur Nebensache, wobei ich die Hauptfigur teilweise eher unsympathisch fand. Ein “Held mit Makel” plus ein idealisiertes (wenn nicht engelsgleiches) Kind rangen mir etwas Verständnisprobleme ab. Na ja, ein sehr seichter Film eben. (6/10)
Im Anschluss plauderten M. und ich noch eine Weile im Geier. Darunter waren auch unschöne Themen.

03.06.15 : In weiser Voraussicht, dass die Tagesgestaltung an diesem Tag etwas knapp werden würde, verschob ich einen Termin und war dann abends pünktlich beim Treffen der Musikredaktion. Endlich mal wieder Musik vorstellen. Hatte mich die vorigen Wochen zurückgehalten. (Die Quote war auch wie in alten Zeiten.) Ob ich noch einen Besuch im Hackspace machen würde, war noch etwas unklar. Ich entschied mich dafür und beredete ein paar Planungsdinge, konnte aber sonst nicht viel machen, weil ich nur mit Tablet ausgerüstet war. 😛

04.06.15 : Früh ging es raus für mich – zum Sport, dann zur Arbeit. Und von dort aus zu LOHRO – nicht nur für die Moderation der Kultursendung, sondern auch der Redaktionsversammlung. Drei Stunden intensiver Meinungsaustausch. Erst danach war ich in der Lage, in Ruhe mein Abendessen zu genießen, plauschte noch mit A. und eilte dann nach Hause, um noch ein paar Stunden Schlaf zu tanken, …

05.06.15 : … da ich wieder zeitig beim Radio auf der Matte stand, um den Weckruf nach besten Möglichkeiten zu gestalten. Danach ging ich ins Büro. Für den Abend stand eine letzte Aufführung von “Alptraum vom Glück” vom Freigeister-Kollektiv im Schauwerk auf dem Plan, welche ich unbedingt besuchen wollte – schon allein, um C. auf der Bühne zu sehen. Ich beeilte mich mit dem Abendessen und wuselte bei bestem Sonnenschein zum Theater im Stadthafen, wo G. schon wartete. Zum Stück kann ich im Nachhinein nur ausführen, dass ich es über die Hälfte lang etwas verstörend empfand, weil ich nicht wusste, wie viel Schauspiel auch jenseits der Bühne stattfindet. Und das schloß unangenehm viel laute Kommunikation mit ein. Ich hatte den Eindruck, mich danach beruhigen zu wollen. Wir gingen noch in die Innenstadt und verweilten auf dem Rückweg auf dem Kanonsberg, wo ein schönes Panorama-Bild entstand. Nach kürzeren Zwischenstopps im El Waleed und im Pirat ging dieser doch sehr lange Tag für mich zu Ende.

stadthafen_jun15

06.06.15 : Sehr langer Tag trifft auf sehr kurze Nacht. Das Ergebnis kann einen schon mal an den Rand der Belastungsfähigkeit bringen. Das Aufstehen war entsprechend schwierig. Die Reisepläne in die Heimat wurden dadurch allerdings nicht beeinflusst. Über den Tag hinweg wuselte ich an Computer-Dingen und am Abend besuchten wir Freunde in Prora. Dort versuchte ich kurz mein Glück, einen alten Drucker mit Windows 8 zum Laufen zu bringen, und war abermals über die Eigenheiten des Betriebssystems erstaunt.

07.06.15 : Obwohl ich ausschlafen konnte, gelang mir das irgendwie nicht. Und so fühlte ich mich beim späten Frühstück eigentlich immer noch so, als ob ich Schlaf nachholen sollte. Ich sah ein wenig Infotainment und dann den Film “Der Schaum der Tage”, den mir S. geliehen hatte. Beim Anfang dachte ich noch, es wäre eine Traumsequenz, bis mir schwante, dass der ganze Film mit Surrealismus aufwarten würde. Die wenigen leicht verstörenden Szenen waren leicht zu verkraften, das schwermütige Ende erreichte mich irgendwie nicht sonderlich. Handwerklich allerdings topp. (6/10) Weniger topp war die Stimmung, als ich zur Rückreise in die Stadt aufbrechen wollte. Unter anderem hatte ich mich auch noch ein straffes Abendprogramm auferlegt – Sport, Kino, Hackspace.
Der Film “Ex_Machina” wurde mir im Vorfeld von unterschiedlichen Seiten empfohlen. Da tat die Möglichkeit, das Science-Fiction-Werk im O-Ton im LiWu sehen zu können, den Rest. Der Film ist zwar inhaltlich nicht so ganz neu, vom Stil allerdings sehr gelungen aufbereitet – inklusive kleiner Plottwists. Dazu noch ein paar edle Inneneinrichtungen schön in Szene gesetzt. Fertig ist ein neuer Kultfilm. (9/10)

08.06.15 : Neuerdings sind Montage bei mir sehr zeitintensiv. Und ging es für gleich von Arbeit aus zur Abendunterhaltung in den Zwischenbau. Montags im Zwischenbau? Ja, das Motto heißt dort immer noch “Vorspiel”. In dieser Woche waren die Greifswalder Musiker der Band Turtleneck zu Gast, welche mir allein durch ihren Song “Lass knutsch’n, Anna” bereits im Vorfeld irgendwie sympathisch waren. Und daher konnte ich das Event auch getrost an Freunde wie K. und G. empfehlen. Dafür sollte sich auch ein Apple-Event verpassen lassen. Komischerweise dauerte der Soundcheck unfassbar lang. Und bereits die Vorband Affenjets (Stichwort Deja vu) brachte uns vor die Wahl, den Konzertabend vorzeitig zu beenden. (Na ja, es war eher eine Person, die das irgendwie nicht aushalten konnte. Und das Argument mit der schlecht abgemischten Anlage traf auch wirklich zu.) Zusammen waren wir noch bei REWE und auf dem Heimweg machte ich mit G. noch einen Halt im Pleitegeier.

09.06.15 : Da es im Büro etwas stressiger als sonst war, änderte ich mein Sportprogramm für den Abend, um dann doch noch rechtzeitig beim Kino zu sein. Denn ich wollte doch gern die Gelegenheit nutzen, um mir “Tomorrowland” (bzw. “Projekt Neuland” oder “A World Beyond”) im Kino anzuschauen – zumal der Film (sympathischerweise) in der Innenstadt ohne 3D vorgeführt wurde. Auch K. wollte den Film sehen.
Brad Bird hat aus meiner Sicht richtig gute Arbeit abgeliefert. Das Werk liefert Eskapismus in seiner schönsten Form. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Es erinnerte mich an eine krasse Mischung aus Doctor Who und Terminator. (9/10)

10.06.15 : Der Mittwoch nahm eine unerwartete Wendung, da ich nach dem Treffen der Musikredaktion nicht gen Hackspace unterwegs war, sondern J. bei einem ungewöhnlichen “Kopfding” half. Nebenbei gab es viel Musik von Feine Sahne Fischfilet und eine PS2… sowie die Singstar-Edition mit “Bohemian Like You” und “What’s My Age Again”. Letzteres hätte ich mich auch gut auf dem Heimweg fragen können. 🙂

11.06.15 : Es wurde allmählich Zeit für Ausgleich. Und so nahm ich mir für den Donnerstag absichtlich nichts vor. Beinahe hätte ich mit Fahrrad nach Hause kehren können, aber wie R. und ich bei der Garage feststellten, musste ein Reifen repariert werden. Na ja, so blieb es bei einem ruhigen Abend mit Infotainment.

12.06.15 : “Gönn dir” war wohl das inoffizielle Motto für meinen Radio-Einsatz am Freitag. Denn es standen ganze drei Studiogäste auf dem Plan. Erschienen sind dann zwar nur zwei, aber immerhin. Die Abengestaltung ergab sich erst im Laufe des Nachmittag. Der “Zuschlag” ging abermals ans Schauwerk – mit den Freigeistern und deren Stück ”Leonce und Lena, oder: Versteh ich nicht! Find ich gut!”. Der Titel ist schon fast egal, denn wie schon genau eine Woche davor fühlte ich mich ein wenig überfordert mit all den Eindrücken und Details. Das kann unmöglich alles geplant worden sein, dachte ich mir. Ich werde an dieser Stelle auf Details verzichten und solche dann eher in Gesprächen verraten. Es war jedenfalls sehr außergewöhnliches Theater.
Einen späten Stopp bei REWE später war ich mit J. auf Foto-Tour durch die Stadt unterwegs. Den ersten Halt machten wir im Lindenpark, wo ich Fledermäuse selten so aufdringlich erlebt habe. (Fast schon erschreckend, wenn die auf einen zu fliegen.) Als das Tageslicht schon schwand, erreichten wir die Südstadt, wo ich mich an meine eigenen Fotografier-Versuche erinnerte. (Damals noch vor Zeiten dieses Blogs, als Student, mit Fuji-DigiCam und S. als Berater.) Bereits damals mochte ich die Ecke an der Chemie, wo Bäume nachts angestrahlt werden. Nun habe ich endlich einen (besser belichteten) bleibenden Eindruck davon. Und ebenfalls beeindruckt war ich von den Neubauten der Physik, die scheinbar kurz vor ihrer Eröffnung stehen. Außerdem fiel mir auf, dass ich seit über einem Jahr nicht mehr in der Südstadt-Mensa war. Ein weiterer Halt war an der Fußgängerbrücke zur Stadthalle, bei dem man die Straßenkreuzung gut im Blick hat. Verwundert trafen wir dort auf angeschwipste Teenager, die scheinbar auf Party-Tour waren. (Letzter Schultag vielleicht?) Weitere Highlights waren die zweifache Begegnung mit Igeln, der unglaublich zeitversetzte Nachrichtenaustausch mit S. und das Treffen am Doberaner Platz zur späten Stunde mit fröhlichen Menschen aus Mexico.

13.06.15 : Das Wochenende begann für mich mit Planänderungen. Kein Einkauf, stattdessen eine Tour zur Südstadt-Mensa – und das bei Sommerwetter der etwas unangenehmen Art. Eine Stärkung später ließ sich noch ein Eis bei VEIS mitnehmen, bevor ich erpicht war, mich für den Studiokurs vorzubereiten. Die 4 Stunden ließen meine Stimme ganz schön an ihre Grenze stoßen. Danach war ich eine Weile am Krächzen. Mit G. sorgte ich für Abendessen, welches wir gerade noch rechtzeitig vor einem immensen Wolkenbruch retten konnten. Währenddessen waren auch Kollegen anderer Vereine in der Frieda 23 mit Technik beschäftigt. Und ich lernte einen entspannten Mitmacher der Nighttraxx-Redaktion kennen.
Die Option, noch ins Peter-Weiss-Haus zu gehen, lehnte ich ab, und auf dem Heimweg traf ich noch auf J. und I., die mich wiederum zum Zwischenbau-Besuch überreden wollten. Nein, nein, Schlaf sollte es sein.

14.06.15 : Eine gute Entscheidung. Denn sonst wäre der Start in den Sonntag wohl unangenehmer ausgefallen. Gegen 11 Uhr war ich im Freigarten zum “Freimarkt” (Flohmarkt) und bekam eine Sonnenbrille geschenkt. Vom Zeitplan her musste ich aber bald los, denn LOHRO-Charts-Pflichten erforden rechtzeitiges Vorbereiten. Mein Co-Moderator K. war auch schon da. Die Sendung ließ uns zwar an Stellen etwas ins Grübeln kommen, verlief sonst aber gut. Im Anschluss probierte ich mich erstmals an veganen Pancakes, die an und für sich schon genial einfach sind, aber mit Mango-Apfelmus noch eine Klasse besser sein können. Das Techniktreffen nahm ich erst zum späteren Nachmittag wahr, weil ich davor noch mit J. in der KTV unterwegs war. Am Abend kochte ich Himbeerpudding, den man laut Anleitung ohne Milch zubereiten kann. Ich nahm dennoch Milch. Das Ergebnis war okay. Später wuselten einige von uns noch in den Hackspace. Und für mich war der Tag dann auch irgendwann lang genug.

15.06.15 : Für den Wochenstart kündigte sich der Schornsteinfeger an, um die Rauchmelder abzulesen. Dies tat er dann auch etwa 10 Minuten vor dem angekündigten Zeitraum. Warum auch nicht? Musste ich eben nicht warten. Der Arbeitstag war durch zwei Ereignisse außergewöhnlich: zunächst war der ehemaliger IT-Leiter zu Besuch und dann wurde zum Abend gegrillt (inklusive inoffiziellem “Salat-Battle”). Leider blieb mir für Letzteres nicht so viel Zeit, da ich mit K. verabredet war. Ich traf sie (nach einem kleinen Umweg) mit I. am Hafen. Wir gingen noch im KTC einkaufen, wo ich im Bioladen zwischen den ungewöhnlichen Limonaden den wohl bedeutungsvollsten Fund des Monats machte. Es gab Wostok in der Sorte “Aprikose & Mandel”. Als wir uns bei K. zum Basteln einfanden, konnte ich meinem Geschmackserlebnis kaum trauen. Fast wie Marzipan als Brause. Krass. Nicht ganz so krass war das zeitaufwendige Gestalten eines Geburtstagsgeschenks, von dem ich mir nur erhoffte, dass es unversehrt bleibt und gut ankommt. H. kam auch noch vorbei und erfreute uns mit dem Musik-Shuffle ihres Rechners, bei dem aus meiner Sicht nur noch etwas John Mayer fehlte. 😛

16.06.15 : Müde machte ich mich früh auf zur Arbeit, von dort aus zum Sport und von dort aus nach einem flinken Abendessen auf zum “Campus-Quiz” in der Ulmenstraße. Der Andrang war ungeahnt groß. Die Moderation wurde von M. übernommen, der auch ein paar lustige Sprüche auf Lager hatte. Und für unser Team reichte es nicht für einen Gewinn. Spaßig war es trotzdem. Und ein bisschen triviales Halbwissen werde ich von dem kalten Abend bestimmt auch noch behalten.

17.06.15 : Der Mittwoch hätte ziemlich routiniert verlaufen können, wenn mein Kollege R. nicht überraschend mit dem Fahrrad-Deal vorangeschritten wäre. Zunächst fühlte ich mich aufgrund Bepackungsgrad etwas überfordert, konnte dann allerdings mit J.’s Unterstützung mein neues Fortbewegungsmittel vom Reperaturladen abholen und im Keller verstauen… und war dann immer noch rechtzeitig beim Treffen der Musikredaktion. Es gelang mir doch tatsächlich, jeden Vorschlag von der Mehrheit abgesegnet zu bekommen. Dabei wollte ich erst gar nichts vorschlagen. Fast im Gegenzug dafür änderte sich mein Plan für den Freitag. Weitere Stopps des Abends betrafen J. und den Hackspace, was meinem Versuch, etwas für den Schlafausgleich zu tun, in die Quere kam.

18.06.15 : Entsprechend unschlüssig war ich am Donnerstag, ob ich es am Abend noch in die Stadt schaffen wollte. Immerhin traf sich dort ein nette Runde zum Kinobesuch. Irgendwann am Nachmittag fiel dann die Entscheidung. Ich war noch kurz bei LOHRO restliches Mango-Apfelmus vernichten und dann auf dem Weg in die Stadt, wo ich U., G., R., N. und zwei neue Gesichter ins Kino begleitete.
Jurassic World ist so in etwa der Neuaufguss von Jurassic Park für eine neue Generation. Zwar wurden Handlungselemente minimal verändert bzw. modernisiert und noch (aus meiner Sicht unnötiges) 3D draufgepackt – das Endergebnis bleibt jedoch ziemlich gleich. Ich hätte mir (aus Nostalgiegründen) mehr Gänsehautmomente gewünscht, was vielleicht ausbleibt, wenn man schon drei solcher Filme im Kino gesehen hat. Unschön fand ich die vielen (altbekannten) Klischees und die Tatsache, dass die Dinosaurier trotz fortgeschrittener Effekt-Technik irgendwie künstlich wirkten – zusätzlich zu den offensichtlichen Green-Screen-Szenen. Was bleibt, ist eine blasse Erinnerung an die Faszination des Originals, die der Film kurzzeitig weckt, aber nicht nachbilden kann – und die Vorahnung, dass ein weiterer Teil der Serie so gut wie nichts Neues bieten kann. (7/10)

19.06.15 : Dank der Planänderung für diesen Freitag durfte ich zwar nicht allzu früh, aber immerhin noch früh genug aufstehen – ausreichend früh, um die ersten Weckruf-Nachrichten zu vernehmen jedenfalls. Überrascht stellte ich im Büro fest, dass ich nicht der Erste war. Gegen Mittag erfuhr ich von einem Studiogast für den Beatbetrieb, den ich mit allerhand neuer Musik ausgestaltete. Kaum war die Sendung vorbei, eilte ich schon wieder durch die Stadt. Mal im Familien-Kontext, oder wegen Sport oder wegen Einkauf. Erst am fortgeschrittenen Abend hatte ich das Gefühl, zur Ruhe zu kommen. Überraschend war Z. wieder in der Stadt, und so ergab sich eine heitere Runde – mit Neuigkeiten und Reminiszenzen. Der Regen hielt uns nicht ab, in der Nacht noch den Ort zu wechseln. Da Stadtkind und Warmbad nicht mehr so glücklich über Kundschaft waren, sollte es eben der Pleitegeier sein. (Ein Schlaf-Nachholen wurde abermals verschoben.)

20.06.15 : Das Ausschlafen hätte erholsamer sein können. Aber so ganz glücklich war ich mit der Länge der Schlafphase nicht. Noch kurz die neuen Treter ausgepackt und schon ging es in die Stadt, wo eine Familienfeier in der Osteria (Radisson) stattfand. Einige Gesichter hatte ich schon eine Weile nicht mehr gesehen. Wieder erkennt man sich ja trotzdem. Das Buffet war okay bis gut, für den Ruf der Lokalität allerdings eher enttäuschend. Während des Mittags wurde ich von S. und K. kontaktiert zwecks Abendgestaltung. Erstere hatte Freikarten fürs Theater und Zweitere wollte an den Strand (Warnemünde). Wirklich reizvoll fand ich beide Optionen nicht. Nach der Familie kam die Technik. Mit kleiner Verzögerung begann ein weiteres Techniktreffen in den LOHRO-Redaktionsräumen. Thema unter anderem: ein Server, der besuchsweise vorort bedient werden konnte. Ich widmete mich ein paar Windows-Rechnern.
Dann wurde es Zeit für meinen allerersten Besuch im Volkstheater Rostock – zur Premiere von “(No) Satisfaction”, einem Stück über die Wahrnehmung früherer Formen der Unterhaltungsmusik in der DDR. Klingt öde, wurde allerdings ziemlich gut umgesetzt – bis auf das abrupte Ende vielleicht. Für die Feierlichkeiten im Anschluss nahmen S. und ich uns nicht viel Zeit, da wir noch einkaufen (quasi in letzter Minute) und was essen wollten. Einen REWE- und El-Waleed-Besuch später, überlegten wir noch, inwiefern der Tag zu Ende sein sollte. S. schlug den direkten Heimweg vor, ich hingegen ging nochmals zu LOHRO, wo ich mehr oder weniger Zeuge einer weiteren Sternradio-Sendung wurde.

u_bird_2015_fete-hro21.06.15 : Ich war kaum vom Sport zurück, da meldete sich auch schon K. wegen der Übergabe des Geburtstagsgeschenks für S., was dann auch just eine Stunde später stattfinden sollte. Ich denke, ihr gefiel das “Kunstwerk” sowie mein Geschenk. Wir saßen eine Weile in der Küche, die Runde beschloss den Aufbruch Richtung Strand, und ich ging zu LOHRO, von wo aus ich ein paar Musikredakteure zum Auftakt der “Fête de la Musique” zum Margaretenplatz begleitete. Endlich ergab sich damit für mich die Gelegenheit, u.bird live zu erleben. Und eben jene Band war aus meiner Sicht ein Highlight. Während der Umbauphase ging ich mit G. zu VEIS und freute mich sehr über die Tatsache, dass die Sorte “Weiße Schokolade / Matcha” wieder im Angebot war. Zudem kostete ich erstmals “Tonka”-Eis, was mich an Kaffee- bzw. Gewürzkekse erinnerte. Weiter ging es zu anderen Bühnen in der KTV, deren Darbietungen nicht so ganz meinen Geschmack trafen. Im PWH gab es bei unserer Ankunft gerade eine kleine Kapelle, die Cover-Versionen spielte, und einen Burger-Stand, der 1A vegane Burger im Angebot hatte. Später gesellten sich noch H. und J. zur Runde, und wir teilten uns gewissermaßen auf. Zunächst sättigten mich Kartoffeldippers beim Vegangster und danach noch eine Kugel Schokoeis von VEIS. Und wieder ging es eine Runde um den Kiez, vorbei an Bühnen, die meine Aufmerksamkeit nicht so ganz halten konnten – bis zum PWH, wo ich unter anderem eine Wette verlor und auf S., C., M., S. und K. traf. Bei LOHRO holte ich noch ein paar Sachen ab, konnte den Kollegen des Phlegmaexpress behilflich sein, widmete mich in Windeseile meinem Blog-Projekt und war dann schon auf dem Weg in den Hackspace, nur um von dort aus wieder Richtung Stadthafen und dann KTV unterwegs zu sein.
Ich weiß nicht, wie diese Kurzfassung wirken mag, aber ich war am Ende des Tages… müde.

Es verbleibt über 2920 Wörter später (, die nicht alle in einer Session geschrieben wurden)
F.

Logbuch : kulturelles Upgrade

August 25, 2013

Ich fange mal einfach da an, wo ich letztens aufgehört hatte…

Am Freitag war ich dann also doch noch im Kino. Es sollte „The Bling Ring“ sein – und damit die seltene Ehre, Emma Watson im hiesigen Kino zu sehen. Ja, da spricht immer noch die Enttäuschung mit, dass „The Perks Of Being A Wallflower“ bzw. „Vielleicht lieber morgen“ hier nicht gezeigt wurde. Kürzlich gab mir K. noch ein paar Eckdaten, die mich am Unterhaltungswert von „The Bling Ring“ haben zweifeln lassen. Teenies, die bei Berühmtheiten einbrechen? Echt? Und das von der Regisseurin, die der Welt „Lost In Translation“ bescherte? Egal, ich hielt an meinem Plan fest. Und nein, mich störte auch nicht, der einzige Mann in der Vorstellung gewesen zu sein. (Ist ja nichts Neues oder so.) 😛
Der Film war übrigens ganz passabel – also dafür, dass mich die Handlung ohne Zusammenhang mit Darstellern oder Produktionsteam nicht sonderlich interessiert hätte. Ich lernte zudem, dass sich „Ring“ dabei nicht auf das Schmuckstück bezieht. „Die Bling-Bande“ funktioniert als faszinierendes Sozialdrama in der Form einer Momentaufnahme über Personenkult und Exzesse. (7/10)

Den Freitag-Abend verbrachte ich dann zu Hause, als ich Dateien sortierte. Ist auch hin und wieder notwendig. Und dann sah ich mir „Drinking Buddies“ an, ein weiteres soziales Drama mit guten Schauspielern. Leider enttäuschte mich der Film. Es war so ein Fall von „wie, das war es?“, wenn der Abspann kommt. (5/10)

Mein Samstag war auch ganz aufregend. Ich war einkaufen und habe viel gelesen. Und vorm Schlafengehen ging ich noch spazieren.

Lese-Ecke: ich bleibe dem Autor Brian K. Vaughan aktuell treu und lese „Ex Machina“ – eine weitere Maxiserie, die schon vor Jahren abgeschlossen wurde. Hierbei geht es um einen New Yorker Bürgermeister, welcher nebst Tagesgeschäft mit einer Vergangenheit als Superheld viel um die Ohren hat. Das ganze kommt daher wie eine Mischung aus „The Newsroom“ und „The X-Files“ – Politik und Mystery. Bisher macht es Spaß.

Heute erreichte mich die Nachricht, dass im Freigarten ein Brunch stattfindet, zu dem ein paar Couchsurfing-Freunde hingehen würden. Ich hatte Hunger und ließ mich also darauf ein. Inwiefern alles vegan oder „nur“ vegetarisch war, kann ich im Nachhinein gar nicht sagen. Zudem konnte ich mir bei der Vielfalt gar nicht merken, welcher Brotaufstrich/Salat besser schmeckte. Das Minz-Wasser war auch toll.
Und ich lernte M. kennen, einen professionellen Opernsänger. Inwiefern ich durch diese „Kultur-Infusion“ im Bekanntenkreis neue Eindrücke sammeln werde können, bleibt abzuwarten. Aktuell stehe ich mit dieser traditionellen Unterhaltungsform noch auf Kriegsfuß.
Ach ja, und während wir so im Freigarten den Tag verbrachten, baute die FreieTheaterJugend die Bühne auf – für eine (Remix-)Inszenierung von „Romeo und Julia“ mit Bezug auf die Gaza-Region. Als sei das nicht kontrovers genug, hatten die Kostüme (inklusive Maske) einen Touch CSD. Tja, mit meiner Leidenschaft zum Theater als Kunstform sieht es auch nicht gerade rosig aus. Aber generell schließe ich eine Verbresserung nicht aus.

Es verbleibt am Lesen
F.

Logbuch : erster Kontakt mit dem HSV

Dezember 3, 2012

Sodele, der erste Advent ist da – und ich feierte ihn in Hamburg. Aber wie kam es dazu? Und vor allem: was lief davor in dieser Woche?

Den Montag kann ich gleich überspringen. Der Tag verlief wie gewohnt. Ich glaube, von allen Wochentagen ist mein Montag zur Zeit reinste Routine. Aber das wird sich zum Jahresende noch ändern.

Am Dienstag ging ich mit G. und M. ins Kino zu „Love Is All You Need“ (Originaltitel: „Die kahle Friseurin“), einer dänischen Liebeskomödie mit Pierce Brosnan. Die Handlung bietet zwar nicht viel Neues, aber die (sympathisch durchschnittlich aussehenden) Schauspieler und die schönen Landschaften (Süditalien) sind es wert, beachtet zu werden. Soll heißen: ein Film wie ein kleiner Urlaub. Unterhaltsam und sehenswert.

Zum Mittwoch bleibt mir auch nicht viel zu schreiben, außer dass ich früh ins Bett gehen wollte. Donnerstag fand wieder ein CouchSurfing-Meeting statt – Ort: Salsarico in der Innenstadt. Dort fand ich heraus, dass ich kein Freund von Frozen Magarita bin.

Am Freitag ging ich mit S. ins Theater zu einer Impro-Show lokaler Schauspieler. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt im Theater war. Die Impro-Show war gut, hatte sowohl Ausschläge nach oben als auch unten für mein Humor-Verständnis.

Hamburg im Dezember 2012

Hamburg im Dezember 2012

Nun zum Wochenende: gleich am Samstag musste ich früher raus, als ich das an einem Samstag gern tun würde. Dann traf ich S. und K. am Bahnhof für die Fahrt nach Hamburg. Dort angekommen, gönnte ich mir Franbrötchen bei „franz & friends“ (Sorte des Tages: Krokant), bevor uns St. abholte zum Sachen abladen. Kurzer Einkauf später kochten wir Nudeln. Am Nachmittag entschieden wir uns dann gegen ein Schläfchen und dafür für den Stadtbummel, den wir (dank S.) überwiegend im Bastel-Laden und Kleidungsgeschäften verbrachten. Für den Abend stand dann der Dom auf dem Plan, wo wir noch auf Ka. warteten. Es gab wieder Fahrgeschäfte, Leckereien und blinkende Lichter bis zum Abwinken.
Als wir gegen 22 Uhr einigermaßen fertig waren mit Menschenmenge und Kälte, ging es zum Schlafplatz, wo wir ein lustiges Frosch-Memory und viele Runden Sopio spielten. Mensch, habe ich lange kein Sopio mehr gespielt. (Leider gewann ich kein einziges Mal.)

Nach so viel Trubel am Samstag, war es auch nicht so schlimm, dass der Sonntag sehr spät begann. Das Frühstück zur Mittagszeit (Brunch anyone?) tat sehr gut. Und kurz darauf war ich mit S. bereits auf dem Weg zur Hamburger O2-World, wo ich erstmals ein Handball-Bundesliga-Spiel (natürlich mit Beteiligung des HSV) erleben durfte. Gleich am Eingang bekam ich ein wenig Premium-Stimmung, da O2 eine eigene Schlange hatte und mir Gewinnmöglichkeiten geboten wurden. 2 SMS später konnten wir uns über Freigetränke freuen. Das Spiel war (wie wohl Handball üblich) rasant, aber schon fast Nebensache, wenn man bedenkt, wie viel Show-Charakter die Eröffnung (bzw. der „Einlauf“) hatte. Medial und vermarktungs-technisch ist der Verein sehr gut aufgestellt. Ach ja, gewonnen hat der HSV heute auch. Nachdem sich S. ein paar Autogramme der Spieler holte, waren wir auch schon auf dem Weg zum Hauptbahnhof, wo ich mir erneut Franzbrötchen gönnte (Sorte des Tages: Nougat) gönnte.
Daheim angekommen habe ich vorbildlichst gleich ein paar Fotos vom Wochenende gesichtet, die nun hoffentlich demnächst bei den Beteiligten eintreffen. Hm, also das war meine Woche.

Es verbleibt zu später Stunde
F.

PS: beim Schreiben dieses Eintrags fiel mir (dank WP-Interface) auf, dass ich nun schon 4 Jahre mein WordPress-Blog habe. Nur so zur Info.

Thinkin bout you

August 22, 2012

Der Titel stammt von Frank Ocean, einem Soul/R’n’B-Künstler, welcher zur Zeit einen Hype erlebt. Aber das ist nicht umsonst, da seine Musik wirklich hörenswert ist.

Kaum ist man wieder in der Heimat, macht mir das Wetter ganz schön zu schaffen. Und das vor allem nachts, da mein Zimmer einfach nicht abkühlen will. Und schlafen bei 27°C macht nicht wirklich Freude. Und so verläuft der eine oder andere Tagesstart sehr schleppend.

OK, genug gejammert. Was läuft sonst? Ich habe nun mit „Homeland“ angefangen, einer Drama/Thriller-Serie aus den Staaten (woher auch sonst?), die vor allem durch die Hauptdarstellerin Claire Danes punktet. Eigentlich sollte ich mal lieber erst die zweite Staffel „Life on Mars“ beenden, aber dazu fehlt mir aktuell die Laune.

Ansonsten scheine ich dieser Tage langsam Pina-Colada-Zeugs zu mögen. Nicht nur in Joghurt-Form, sondern auch als Kuchen schmeckte mir das in den vergangenen Tagen sehr gut.

Apropos vergangene Tage: Spider-Man hat nun 50 Jahre seit seiner Schöpfung durch Stan Lee auf dem Buckel. Was sagt man dazu? Na ja, er hat sich gut gehalten und ist aktuell sogar in zwei wirklich unterschiedlichen Versionen in den Marvel-Comics unterwegs. Natürlich mussten diese Versionen auch aufeinander treffen – in einer Miniserie namens „Spider-Men“, die noch nicht abgeschlossen ist. Spider-Man zählt zu meinen Lieblings-Marvel-Superhelden (neben Wolverine und Daredevil), auch wenn ich seine reguläre Serie gar nicht mehr verfolge. Es wurde durch diese Teufel-Pakt-Sache einfach viel versaut. (Fragt nicht.)
Dafür ist Spider-Man im Ultimate Marvel Universum nach wie vor sehr lesbar.

Heute war ich mal wieder im Theater – also das ohne „Lichtspiel“ davor. Und es war toll. Das Stück heißt „Bis zum Anschlag“, erzählt von den Geschehnissen in Lichtenhagen (vor 20 Jahren in Rostock) und wird im Peter-Weiss-Haus aufgeführt. Sehr zu empfehlen.
Es wirft natürlich die Fragen auf, wie wir zu Zuwanderungen und Gewalt gegen Minderheiten stehen. Das sind natürlich nicht die angenehmsten Themen. Dennoch denke ich, dass man sich das mal antun sollte.

Es verbleibt öfter mal am Denken
F.