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Logbuch : serielle Freizeitkiller

September 30, 2013

Als wären die Tage nicht so schon kurz genug, legt die Unterhaltungsindustrie nun wieder mit Neuware nach – Serien, Staffeln, Specials, etc. Und das macht sich bei mir dadurch bemerkbar, dass ich wieder Buch führe, wann was vielleicht zeitnah abzuarbeiten ist. Wobei es natürlich ums Vergnügen geht und nicht um irgendwelche Pflichten.

Die vergangene Woche hielt mich zudem noch mit zwei Monatsprojekten beschäftigt, welche mit dem heutigen Tag zu einem Abschluss kommen sollen. Ich bin guter Dinge. Und auch die Erkältungsanzeichen werden eifrig bekämpft.

Da war es am Dienstag fast leichtsinnig, den Tag bei einer Grillrunde am Stadthafen ausklingen zu lassen. Aber das Wetter hat mitgemacht und die Atmosphäre war schön und nicht zu kalt. Die Quittung erreichte mich dann zu Hause, als ich ungeahnt früh eingeschlafen bin.

Aufgrund des vorverlegten Redaktionstreffens, welches noch vor 7 vorbei war, machte ich den Mittwoch zu meinem Kinoabend, welcher mich seit langer Zeit wieder ins LiWu führte. Dort wurden prämierte Kurzfilme gezeigt, die im Rahmen des FiSH-Festivals liefen. Die Inhalte waren sehr unterschiedlich und überwiegend unterhaltsam, was vor allem an den unkonventionellen Geschichten liegt.

Am Donnerstag wurde das wöchentliche Couchsurfing-Treffen wortwörtlich zum Stammtisch, denn die Beteiligung fiel sehr mau aus. Dafür kostete ich Einiges, was im “Warmbad” auf der Karte steht.

Als ich am Freitag nach der Arbeit in die Stadt ging, kam mir das Kontrastprogramm von Tagesinhalt und Menschenmenge unangenehm extrem vor. Mit anderen Worten: ich fühlte mich ein wenig überrollt von all den Eindrücken, zumal ich leider eine Stoßzeit erwischte. Die Innenstadt war voll und ich fand das nicht toll. Ebenfalls unschön war die Art und Weise, wie wenig Hilfe ich im Vodafone-Laden bekam. Da hieß es in Bezug auf meine scheinbar inaktive SIM-Karte nur “rufen Sie die Hotline an”. Schönen Dank auch.
Aufmunterung erwarb ich in Form von Brötchen, was in einem leckeren Abendessen endete. Danach schaute ich mit G. ein paar neue Serien-Folgen, wozu wir uns noch Eis gönnten.

Berlin_sep13Das Wochenende sollte mich ein weiteres Mal nach Berlin führen, wo C. seinen Abschied “feierte”. Die Hinfahrt verzögerte sich schon am Startbahnhof um gut 30 Minuten, von denen dann aber überraschend welche aufgeholt werden konnten. Das Gewusel am Berliner Hauptbahnhof war erwartungsgemäß groß, aber dass man sogar bei der S-Bahn am Fahrkartenautomat warten musste, hatte ich lange nicht. Die Tageskarte hätte ich mir auch eigentlich sparen können, denn das Umsteigen in die U6 wurde zum Stadtbummel. Einen Sonder-Pendelzug später war ich endlich angekommen und irgendwie gestresst. Wie gut, dass wir nachmittags noch ein wenig durch den Park spazierten, wo ich erstmals die neue HDR-Option der Telefonkamera ausprobierte – bis zum Potsdamer Platz, wo der Rollschuh-Marathon in vollem Gange war. Das machte Hunger. Und so waren wir über das ausgiebige Buffet sehr dankbar. Nebst Fachsimpelei und Gesprächen beinhaltete der Abend noch Brettspiele wie “Was is’n das?” und “Verflixxt”.

Als ich am Sonntag nach einem leckeren Frühstück in Richtung Hauptbahnhof aufbrach und aufgrund der Samstagserfahrung lieber zu Fuß gehen wollte, konnte ich noch nicht ahnen, wie sehr der Marathon Berlins Innenstadt auf den Kopf stellte. Die erste Kehrtwende musste ich nehmen, um via unterirdischem Bahnhof die abgesperte Straße überqueren zu können, die zweite kurz vorm Brandenburger Tor, weil da nun wirklich gar nichts mehr ging bzw. lief außer den Läufern und Stewards. Wollte ich mich zunächst gefrustet auf den ÖPNV einlassen, stellte ich am Bahnhof Potsdamer Platz fest, dass mein Zug auch dort anhält, was die Wegsuche zum Hauptbahnhof überflüssig werden ließ. Na ja, immerhin war ich an der frischen Luft und das Wetter war sonnig. Dennoch entschädigte ich mich nach der Geschleppe (ich hatte außer Schlafsack noch Leihgaben in Form von Fachbücher dabei) mit einem Besuch bei Dunkin’ Donuts.donuts_sep13
Die Zug war pünktlich und nicht mal voll. Das schöne Wetter begrüßte mich auch in Rostock und so bummelte ich mit G. noch nachmittags durch die Innenstadt, wo ich einen McDoof-Gutschein kurz vorm Verfall einlöste. Abends war ich dann nur noch müde.

OK, hier ein kurzer Abriss zu all den Serienstarts, die ich mitverfolgen konnte:

  • die finale Staffel von “How I Met Your Mother” startete solide, aber nicht überragend
  • “Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.” konnte mich nach der Pilotfolge noch nicht überzeugen
  • “The Big Bang Theory” erfüllt die Erwartungen und unterhält noch
  • “Modern Family” beweist bereits nach den ersten zwei Folgen der neuen Staffel erneut, warum das eine der besten Comedy-Serien ist
  • die erste neue “South Park”-Folge seit einer langen Pause war zwar wieder mit aktuellem Kontext versehen, zündete humoristisch aber nicht wirklich
  • das “The IT-Crowd”-Special war ein gelungener Abschiedsgruß für Fans der Serie
  • “Saturday Night Live” hat sich besetzungstechnisch wieder verändert und liefert erwartungsgerecht Lacher
  • “Family Guy” sowie “American Dad” wirken auf mich immer noch frisch (also nicht ausgelutscht)
  • “Glee” bleibt mit schwachem Staffelstart auf dem Abwärtstrend, der mich den Sinn der Serie hinterfragen lässt

Und eine besondere Erwähnung ist mir “Breaking Bad” wert, eine durch und durch sehr gute Serie, die meine Begeisterung im Sturm erobern konnte und die nun einen Abschluss fand. Mir wird Drama auf diesem Niveau fehlen.

Es verbleibt am Tee-Trinken
F.

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