Posts Tagged ‘Sushi’

Logbuch : Erkenntnisse und Filme

März 21, 2015

Dass diese Tage mir ungewöhnliche Zeiten der Reminiszenz bieten würden, war mir klar, aber dass das Bloggen schon fast ein wenig schleift, erscheint mir andererseits überraschend. Nun denn…

12.03.15 : Der Tag in vier Worten: Sport, Haarfarbe, Arbeit, Redaktionskonferenz.

13.03.15 : Die Freude am frühen Aufstehen hielt sich in Grenzen, aber im Laufe der dreistündigen Radiosendung wurde ich munterer. Immerhin wollte ein freier Tag genutzt werden. Ein wenig redaktionelle Arbeit später war ich auf dem Weg nach Hamburg, wo mich K. vom Hauptbahnhof abholte. Zum Abend kochte/improvisierte ich bei ihr Risotto und erfreute mich/uns an neuen Folgen Big Bang Theory und Modern Family.

14.03.15 : Für dieses Wochenende wurde Einiges umgeplant. Zunächst nutzte ich die Gelegenheit für extensives Ausschlafen. Dann besuchte ich den erkrankten K. mit Franzbrötchen. Wir unterhielten uns eine Weile. Am Nachmittag schlenderte ich erstmals durchs Schanzenviertel, welches mich sehr an London erinnerte. Danach wuselte ich noch durch die Einkaufsgegend um den Hauptbahnhof, wo ich nicht wirklich in Konsum-Laune war… bis ich es mir anders überlegte und nach Schuhen Ausschau hielt. Mit drei Tüten kehrte ich am Abend zurück. Eine davon enthielt eine bunte Mischung Donuts. Zum Dinner gab es Nudeln. Ich ließ mich auf einen TV-Abend ein, der mir fast die Nerven raubte (schon wieder DSDS). Wir machten uns danach in Richtung St. Pauli auf den Weg, wo ich erstmals die Gegenden jenseits der befahrenen Straßen mit all ihren Besuchern erleben durfte. Und wieder fühlte ich mich an London erinnert. Im Sommersalon hatten wir Cocktails und im Mash-Up verweilten wir auf der Tanzfläche. K. plante den Ablauf so gut, dass wir zu ihrer präferierten Zeit wieder auf dem Heimweg waren.

15.03.15 : Nach einem kurzen Frühstück brachte mich K. zum Bahnhof, wo ich mir noch Franzbrötchen holte, bevor mich der Zug (relativ pünktlich) nach Hause brachte. Dort verweilte ich nur kurz und war dann schon wieder in den Redaktionsräumen des Lokalradios aktiv. Von da aus ging ich zum Hackspace, wo es keine zehn Minuten dauerte, bis G. als erster Gast eintraf. Der Abend war semi-produktiv und hätte durchaus früher enden dürfen…

16.03.15 : Warum ich mir nicht einfach ein paar Stunden mehr Schlaf gönnen wollte, bleibt mir im Nachhinein ein Rätsel. So sollte es dann doch eine weitere Woche werden, die ich mit der Montagsrunde bei LOHRO beginne. Eine willkommene Mittagspause verbrachte ich mit K. in der KTV-Kantine bei schönstem Sonnenschein. Inwiefern ich mich abends noch zu einem Kinobesuch entscheiden würde, blieb im Tagesverlauf ungewiss. Und die Ironie, dass der einzige Vorführtermin von “Leviathan”, der mir in den Kram passte, ausgerechnet der im russischen O-Ton mit Untertiteln sein sollte, lässt mich heute noch schmunzeln. Aber das Erlebnis war es wert. So ein Film gewinnt dadurch an Authenzität, wenn auch ich hoffe, dass nicht alle Dramen dort einen derart düsteren Verlauf nehmen. Ein sehenswerter Film ist es allemal – allein der Landschaften wegen. (8/10)

17.03.15 : Lange nicht mehr in einer Art Prüfungssituation gewesen, dachte ich mir am Vormittag, an welchem meine Erklärkünste auf die Probe gestellt wurden. Nach ein paar Auswertungsrunden und einem sehr merkwürdigen kurzen Arbeitstag verausgabte ich mich mit sportlichen Höchstleistungen. Erfreut schaffte ich es zum vereinbarten Treffpunkt, um mit G. und N. nach Lütten Klein zu fahren, wo wir “Kingsman: The Secret Service” im Kino sahen. Die Comic-Verfilmung gefiel mir besser als die Vorlage und war dennoch so dermaßen abgedreht, dass ich das Werk nicht uneingeschränkt empfehlen kann. (8/10)

18.03.15 : Der Mittwoch gab mir im Wesentlichen zu denken. Unter anderem sorgten Redaktionstreffen dafür. Im Ausgleich zum “gedanklichen Overhead” freute ich mich über die Einladung von S., mal wieder ein Champions-League-Spiel in Gesellschaft zu schauen, wenn auch es zum vorerst Letzten mit BVB-Beteiligung werden sollte.

19.03.15 : Es kommt nicht oft vor, dass der vierte Tag einer Woche für mich zum dritten Kinoabend wird. Aber in dieser Woche hat es sich irgendwie angeboten. In heiterer Runde schauten wir (abermals in Lütten Klein) den neuen Disney-Film “Cinderella”, der kitschiger kaum hätte sein können. Und all der Pomp erst. Animierten Tieren sei dank, fand sich bei all dem Idealisieren noch etwas Herz (im Kommerz). (7/10)
Der Tag war damit allerdings noch nicht vorbei, da ich noch J. besuchte und beim Hantieren mit Färbemitteln helfen konnte.

ktv_mrz1520.03.15 : Großes Hype-Thema war natürlich die Sonnenfinsternis, von der dich bis vor einer Woche noch gar nichts wusste. Das Schauspiel ließ sich ohne Hilfsmittel auch nur schlecht verfolgen, war aber dennoch irgendwie spannend. Eine lustige Reflexion verhalf mir zum Foto während der Hochphase (aus MV-Sicht). Der Arbeitstag wurde durch ein absolut außergewöhnliches Mittagessen unterbrochen. Zusammen mit S. und K. besuchte ich erstmals die Sushi Bar am Dobi, wo es allerlei Auswahl gibt. Wir kosteten uns unter anderem durch Spinat-Salat und Grüner-Tee-Eis. Und ich fühlte mich wirklich satt danach, was ich so nicht unbedingt erwartet hatte. Am Nachmittag wurde es etwas hektisch, da ich mir doch gern etwas mehr Vorbereitungszeit für die Nachmittagssendung gewünscht hätte. Na ja, dafür mangelte es mir nicht an Inhalten. S. und C. schauten auch noch kurz vor Schluss vorbei. Ein für den Abend geplantes Couchsurfing-Event wurde verlegt, weswegen ich mich dann doch für ein Abendessen zu Hause entschied. Nebenbei schaute ich noch ausgelassene Folgen Family Guy und Modern Family. Aber richtig begeistern taten mich die Comics, die ich mir vornahm – unter anderem die neuesten Ausgaben “Batman Eternal” und “Saga”. Und dann war da noch der günstige Anlass. Denn kürzlich fand “The Private Eye”, eine meiner Lieblingsserien der vergangenen Monate, ihren Abschluss. Was für eine verdrehte und geniale Serie. Ich denke, ich sollte den 10-Teiler ein weiteres Mal am Stück lesen. (Und überhaupt sollte ich wohl wieder mehr lesen… es hat sich so Vieles angestaut.)

21.03.15 : Ausschlafen? Fehlanzeige. Dafür war ich schon zeitig einkaufen, frühstücken und werkeln – und zwar an Trailer-Snippets für die nächste Monatsrubrik. Das Gewusel des offenen Tages bei LOHRO tangierte mich da nur wenig. Eine (etwas verlängerte) Fahrt in die Heimat später saß ich schon wieder an der Rubrik, fühlte mich dabei auch erfreulich produktiv. Ich schaute “Real Time” und las mich durch Fefes Blog… fühlte mich dann also noch informiert… und nun (nach einem backwaren-reichen Abendessen) etwas müde.

Es verbleibt mit guten Vorsätzen für die kommende Woche
F.

Hengilás

Mai 1, 2011

Diesen Titel habe ich vorhin in der Zufallsschleife gehabt und war gleichermaßen überrascht wie erfreut über die ruhige Untermalung, die aus einem epischen Film stammen könnte. Das Lied wird vom Künstler namens Jónsi vertont und heißt übersetzt so viel wie „Vorhängeschloss“.

Und damit startet dieses Blog in den Mai. Eigentlich wollte ich hier schon früher wieder in die Tasten hauen, aber Termine und Beschäftigung hielten mich davon ab. Überhaupt hatte sich zum Sonntag so viel angestaut, dass dieser erst mal für viel Ruhe und Gelassenheit reserviert werden musste.

Sportkurs, Kneipenquiz, Kinobesuch, populärwissenschaftliche Veranstaltungen, Sushi-Dinner, Filmabend, Geburtstagsfeier und ein Poetry Slam – das stand alles auf dem Plan und lässt diese Woche doch recht abwechslungsreich aussehen. Zuweilen sah ich mein Zuhause nur, wenn es dunkel und an der Zeit zu schlafen war.

Auswertung zur „Thor“-Verfilmung:
Insgesamt ist der Film sehr gut für eine Comic-Verfilmung. Jedoch würde ich Iron Man (1) höher bewerten, was aber auch daran liegt, dass ich die Figur besser finde. Ich glaube, was die Wirkung des Films etwas mindert, ist, dass man durch die Trailer schon auf den Verlauf der Handlung vorbereitet wird. Da bleiben neben gewaltigen CGI-Sets und Kämpfen nicht mehr viele Überraschungen für den informierten Cineasten. Dennoch ist es eine Leistung, die Marvel-Filmwelt mit „Herr der Ringe“-Elementen zu verbinden.

Zur „Langen Nacht der Wissenschaften“:
Ich hatte das Glück, ein paar sehr gute Vorträge und Darbietungen miterleben zu dürfen. Da fühlt man sich gleich viel besser, wenn man sieht, dass Leute mit Leidenschaft über ihre Interessen reden können. Nur die Shuttle-Bus-Intervalle waren viel zu groß. Ansonsten war es ziemlich kalt und ich nicht wirklich darauf vorbereitet – aber meine Teilnahme war auch spontan.

Sushi:
Lange nicht gegessen, aber doch immer mehr Freude daran gefunden. Auch die Suppe (Name vergessen) war nicht schlecht. Und obendrein wurde ich satt. Was will ich mehr?

Zum Kulturellen:
Verkommt der „Poetry Slam“ zum Comedy-Abend? In der letzten Kulturwoche hätte ich da vielleicht noch ja geantwortet, aber heute kamen auch richtig poetische Beiträge zu Wort. Alles in allem war es wieder lohnenswert und inspirierend. Und wieder denke ich, dass ich mal wieder kreativ schreiben sollte (also von Blogs abgesehen).

Tja, wenn das nicht so ein Problem mit der Zeit wäre. Ich habe nämlich auch noch ein paar Vektor-Grafiken in der Mache, die vollendet werden wollen. Und dann wäre da auch noch ein Musikstück, welches ich angefangen habe. Und für ein anderes Projekt wird sogar die Zeit knapp.
Manchmal wundere ich mich, ob ich solche Ideen überhaupt noch angehen sollte, wenn ich schon ein paar andere Vorhabe in der Warteschleife habe. Das beschäftigt mich vielleicht 2 Sekunden und schon ist das nächste „Ticket“ erstellt worden und im Pool der anderen Vorhaben.
Ich kann nicht mal sagen, dass es an wenig Freizeit liegt – bzw. würde das nicht als Grund gelten lassen. Viel mehr ist wohl meine Wertschätzung für Auszeiten – also von allem. Da profitiert dann neben meiner Ausgeglichenheit scheinbar nur noch der „Scrobble-Zähler“ von Last.fm.

Noch einen Ausblick? Hm, nein, irgendeine Deadline sitzt mir bestimmt schon im Nacken. 😉
Stattdessen noch ein Einschub: South Park startete in die neueste Staffel (15?) und das gleich wieder mit einem aktuellen Thema – Apple. Der vielseits bekannte Hersteller von Software und Hardware hat schon länger einen dubiosen Ruf, wenn es um den Umgang mit Kundendaten und Nutzerbestimmungen geht. Eben dies wurde in der jüngsten Folge auf die Spitze getrieben und mit einem Trash-Film kombiniert („Human Centipede“). Das Ergebnis ist viel schwarzer Humor, wie man es von South Park gewöhnt ist. Und wie schon in der letzten Staffel sind die Macher am Puls der Zeit, was mir sehr gefällt.

Es verbleibt verschlossen
F.

Misery

September 19, 2010

Von Maroon 5 hat man lange nichts gehört, könnte man denken, wenn man nicht hin und wieder Musikvideos im Musikfernsehen erwischt (ja, sonst laufen da ja nur Serien und Klingeltonwerbung) – denn die Herren machen wieder auf sich aufmerksam bzw. die Sender spielen besagten Titel dieser Tage häufiger (was bestimmt nicht zuletzt am effekt-geladenen Video dazu liegt). Das neue Album ist mittlerweile auch schon erschienen und wurde mehrerer Quellen nach recht „poppig“ produziert.

Aber zum Rückblick:
Wenn ich in meinen Kalender schaue, bin ich verblüfft, was alles in der nun endenden Woche zu verzeichnen war – gleich drei Spielabende, ein Kinobesuch und eine Clubnacht.
Und damit auch gleich zum ersten Punkt. Ein gewisses lokal gelegenes Partyschiff weiß mit Lautstärke zu beeindrucken. Ich habe das Gefühl, dass meine Ohren noch eine Weile Entspannung brauchen. Die Musik war wie zu erwarten sehr rhythmus-orientiert und erinnerte mich teilweise an Dub-Remixe aus meiner Sammlung, machten mich aber auch darauf aufmerksam, wie hilfreich „LaLa-Lyrics“ für erfolgreiche Vermarktung sein können. Und schließlich sei noch kurz das jugendliche Publikum erwähnt, welches zwar überwiegend auf Individualität bedacht zu sein scheint, aber (wie heute in Gesellschaft treffend bemerkt) durch das „Folgen“ von Trends zu einer homogenen Masse verschmilzt. Mit anderen Worten: teuer aussehende Turnschuhe auf der einen Seite und Longshirts über Leggings auf der anderen Seite.
Das sei nur eine ironische Randnotiz – denn wahrscheinlich gibt es diesen Aspekt in der Jugendkultur schon lange. Ich mag mich an diese Zeit vielleicht gar nicht mehr erinnern wollen. 😛

Der Film war übrigens eine der wenigen historischen Filme, die mich wirklich fesseln konnten. In „Black Death“ geht es (kurz und knapp) um die Pest im Mittelalter. Aber auch die Rolle der Religion wurde in dem Kontext behandelt. Und ich möchte anmerken, dass mir dieser Film gezeigt hat, dass man mit einem guten Drehbuch auch gern mal an Special Effects sparen kann. Um nicht zu sagen: es war nicht nötig.
Nur wäre meiner Sicht auch so manche (in Mode geratene) Wackel-Kamera-Einstellung nicht nötig gewesen. Aber dennoch: sehr sehenswert.

Und nun wieder eine Episode aus der Abteilung „probiert und begutachtet“:
In dieser Woche hat es mich durch Zufall wieder in die Innenstadt getrieben (weil der nächstgelegene Ticketshop seine Öffnungszeiten und meinen Einkaufszeiten keine Schnittmenge fanden). Und in einem „höfischen Fresstempel“ habe ich mich nicht nur spontan entschieden, erneut Sushi anzutesten, sondern auch eine neue Eissorte entdeckt.
Zum Sushi: Es handelte sich um eine kleine Auswahl verschiedener California Rolls, die doch ziemlich lecker waren. Irgendwie würde ich eine „komplette“ Sushi-Mahlzeit auf meine Wunschliste setzen wollen, wenn ich mich nicht immer noch damit anfreunden müsste, dass das Essen im Endeffekt kalt ist. ^^ Ja, die Gewohnheiten.
Die Wasabi-Paste, die es neben Soja-Sauce und dem würzig eingelegten Ingwer als Beilage gab, hatte ich auch schärfer in Erinnerung – bzw. ich habe dann doch lieber auf die Aromen der Hauptkomponenten vertrauen wollen und nicht viel von der grünen Creme genutzt (in den Teilchen war ja teilweise auch Wasabi enthalten).
Zum Eis: Die Sorte Nougat war eine Enttäuschung (da soll mir mal einer den Unterschied zum normalen Schokoladeneis erklären bzw. wahrscheinlich hat man nur auf Schokostückchen verzichtet), aber der Überraschungsbringer war die Sorte „Gebrannte Mandel“. Nun will ich lieber gar nicht erfahren, was an Zutaten da chemisch wie zusammenwirkt und begnüge mich einfach mit dem leckeren Geschmacksergebnis.

Ach ja, und weil ich schon mal in der Stadt, habe ich nicht nur spontan eine Armbanduhr zum Schnäppchenpreis erworben (die Erste seit mindestens 3 Jahren), nachdem mein aktuelles (verkrüppeltes) Modell signalisiert, dass ein Batteriewechsel bevorsteht – nein, ich war auch auf „Brötchenfang“ bei einem anderen Bäcker (als die üblichen Verdächtigen). Fazit: das war wohl nichts. Die Teile waren zwar nicht sonderlich teuer, aber pappig bis zum Abwinken.

Ich stelle fest, dass ich in dieser Woche viel zum Essen zu schreiben habe. Und ich gestehe, dass ich schon mal über die Idee eines „Food Journals“ nachgedacht habe. Aber jegliche Lebensbereiche in einzelne Blogs zu verfrachten, bringt mir im Endeffekt auch nicht viel. Nicht zuletzt werde ich gelegentlich gefragt, wann denn der nächste neue Eintrag in meinem Arbeitsblog zu erwarten ist. Randnotiz: das könnte wieder eine Weile dauern… aufgrund von Urlaub.

Ja, diesen wollte ich eigentlich am Wochenende verplanen. Und so ganz hat es dann zwar nicht geklappt. Aber ich habe zumindest schon eine grobe Vorstellung, wie die ToDo dafür aussehen könnte. Morgen geht es dann an die Feinabstimmung.

Es verbleibt urlaubs-mäßig hoffentlich fern einer Misere
F.