Posts Tagged ‘Stimmungstief’

Logbuch : ausgerechnet Samstag

Juli 7, 2013

Nach dieser ersten Juli-Woche bin ich etwas verunsichert, ob ich wissen möchte, wie der Monat weitergeht. Und das hat nicht mal mit den Nachrichten zu tun.

An dieser Stelle kann ich mir sogar sparen, die einzelnen Tage abzuarbeiten, weil die Abläufe bis Donnerstag relativ gleich waren. Es gab ein paar Termine, ich arbeitete an weiteren Schriftsätzen, war beim Training, beschäftigte mich mit der Codecademy bereitete und hörte mich in neue sowie bekannte Musik ein.

Letzteres für ein weiteres Redaktionstreffen bei LOHRO, bei dem ich ein gutes Händchen hatte, was meine Auswahl angeht. Ich folge einfach der Richtlinie, dass es nicht zu sehr nach N-JOY klingen sollte. 😉

Die Arbeit mit dem Jazler-System fiel mir am Donnerstag auch schon leichter als die Woche davor. Im Anschluss hatte ich einen schönen Abend beim Outdoor-Treffen unserer Couchsurfer-Gruppe. Selbst der minimale Nieselregen konnte das nicht verhindern.

Dafür gab es am Freitag die Trendwende. Schlecht geschlafen und dann gleich mehrere unschöne Nachrichten nach dem Aufstehen. Dementsprechend unglücklich (im Stimmungstief) war ich mit der Aussicht auf das Wochenende, obwohl das Wetter super werden sollte.

Der für Samstag ursprünglich geplante Ausflug wurde abgesagt, und so hatte ich Zeit für eine „Firmenvorstellung“, die mich alles andere als zuversichtlich zurückließ. Ich konnte mich an der Stelle kaum glücklicher schätzen, dank S. die Aussicht auf einen vergnüglichen Nachmittag zu haben. Das fing mit einem Kinobesuch zu „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ an, den wir dankend in der 2D-Version sahen. Der Film macht relativ konsequent da weiter, wo der erste Teil aufhörte. Leichter Familienspaß (7/10).
Die Backwaren, die wir danach zubereiteten, waren dagegen kolossale Schwergewichte dank „reichhaltiger“ Zutaten. Stichwort Schokolade. Die süße Schlemmerei wurde mit einem unterhaltsamen Fußballspiel abgerundet, wobei die Werbung dabei schon grenzwertig war.

Heute war ich in ultimativer Lese-Laune. Innerhalb weniger Stunden bewältigte ich das neue Buch von Hannes Jaenicke, welches mich interessierte, seitdem ich es im Laden habe stehen sehen. Grund? Es verspricht ungewohnt klare Ansagen von einem Prominenten der hiesigen Medienlandschaft. Dementsprechend würde ich mich nicht wundern, wenn besagter Schauspieler zunächst weniger im Gespräch sein sollte. Und ja, nach der Lektüre mag etwas Abstand vom aktuellen Zeitgeschehen willkommen erscheinen. Ich komme schon fast zur Auffassung, dass allgemeine Skepsis eine moderne Tugend sein sollte. Auf dass wir alle hobbymäßig mehr Detektiv-Fähigkeiten kultivieren.
Und damit noch nicht genug. Ich sitze schon beim nächsten Schmöker – von Gaby Weber. Thematisch geht es um Nachkriegsgeschichte, die mit neuen Erkenntnissen angereichert wird.

Es verbleibt an der Welt interessiert
F.

PS: Warum macht ein Automobilkonzern eigentlich eine Modewoche in der Hauptstadt?

Logbuch : Sommerregen

Juni 16, 2013

Spätestens nachdem ich gestern die ersten Erdbeeren des Jahres hatte, kann ich nun von Sommer reden. Zudem war ich in der glücklichen Lage, stärkeren Regenschauern zu entgehen. Aber der Reihe nach… (Und ja, der Titel verweist auch auf ein ohrwurmtaugliches Lied der Killerpilze.)

Der letzte Montag begann mit einem atemberaubenden Stimmungstief, wie ich es schon befürchtet hatte. Gleich zwei tolle Menschen in einer Woche aus dem näheren Umfeld zu verlieren hinterlässt eben Spuren. (Stichwort Abschied) Na ja, irgendwie rappelte ich mich dann doch auf und ging dem „Tagesgeschäft“ nach. Zum Abend durchflog ich die zweite Hälfte der dritten Staffel „Game Of Thrones“ – „durchflog“, weil ich einige Details gar nicht richtig mitbekam.

Dies wurde mir Dienstag beim gemeinschaftlichen Mittag in der Mensa bestätigt. (Kann ich ahnen, dass jemand meine live-Tweets liest?) Am Nachmittag schaute ich ins Kinoprogramm, war erstaunt, dass der neue Film nach einem Stephenie-Meyer-Buch schon anläuft, und entschied mich für die Sichtung jenes Werkes. Mit anderen Worten: ich begann, „Seelen“ (im Original „The Host“) zu lesen. (Erst bei einem Einkaufsbummel am Donnerstag machte ich die unschöne Entdeckung, dass die Papierversion des Buches mit über 800 Seiten aufwartet – viel Platz für Schmalz also.)
Für das Abendprogramm genehmigte ich mir ein Sozialdrama in Filmform, welches dem Genre gerecht wurde und mir zu denken gab.

Am Mittwoch stand wieder ein LOHRO-Treffen auf dem Plan, bei dem ich viele neue Lieder kennenlernen durfte (, wobei mir das Anspielen tendentiell zu wenig ist). Außerdem freute ich mich darüber, dass meine Songvorschläge überwiegend positiv aufgenommen wurden. Und nicht zuletzt bot die Tatsache, auf andere Musiknarren zu treffen, ebenfalls eine angenehme Abwechslung zum Alltag.
Im Anschluss ging ich für den Couchsurfing/Erasmus-Stammtisch in den Freigarten, wo zunächst kaum einer anwesend war, es ich aber zum späteren Abend füllte.

Für den letzten Kino-Donnerstag entschied ich mich für „Olympus Has Fallen“. Grund dafür war eine sehr gute Kritik bei IMDb und die vergleichsweise schlechte Bewertung von „Seelen“, welches ich ja nun erst lesen möchte. Leider enttäuschte mich der Film auf ganzer Linie. Bei all der Brutalität halfen die wenigen One-Liner einer eigentlich guten Besetzung auch nicht. Und die Handlung! So übertrieben und so dämlich, dass ich mir fast wünschte, die Bösen mögen gewinnen. (4/10)
Ich räume ein, dass ich vielleicht auch nicht in der Stimmung für amerikanische Patriotismusparolen war.

Am Freitag fuhr ich wieder in die Heimat und hörte dabei neue Musik. Den Nachmittag widmete ich mich ein paar Comics – darunter „Savage Wolverine“, einer Serie mit zweifelhafter Daseinsberechtigung, und dem Start der neuen Serie „Superman Unchained“. Letztere haute mich (trotz ansprechender Optik) nicht gerade vom Hocker. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, wann ein Autor zuletzt gleichzeitig sowohl Batman als auch Superman „betreut“. Scott Snyder machts möglich.
Das unterirdische TV-Programm ließ mich abends kalt. Unterhaltung fand ich eher in paar Schachpartien.

binz_2013-06Schach spielte ich auch am Wochenende, da mich Mails und Push-Benachrichtigungen erinnern, wenn von mir ein neuer Zug erwartet wird. Aber auch das tagsüber sehr schöne Wetter wurde genutzt – mit einem Spaziergang durch Binz und einem Besuch bei meiner Großtante in ihrem Garten. (Das Foto ist von einer kleinen Parkanlage in der Nähe des Schmachter Sees.) Als starker Regen einsetzte, waren wir schon wieder zu Hause.

Heute werde ich noch ein paar Vorbereitungen für die kommende Woche erledigen, mich in der Küche austoben (Stichwort Pfannkuchen) und den Rest dem Zufall bzw. meiner Laune überlassen.

Es verbleibt mit Terminen für nächste Woche
F.

Logbuch : Achterbahn

April 21, 2013

Es gibt Logbuch-Einträge, für die mir ein Titel nicht sofort einfallen will. Anders sieht es bei den letzten 7 Tagen aus. Mal sehen, wie ich das beschreibe…

Der Montag belohnte die Gegend mit ersten richtigen Frühlingsimpressionen (ja, Wetter schon wieder) und ich war noch ganz entspannt in der Heimat. Darum konnte ich gleich zwei Freunden nicht zusagen, den Tag zu nutzen. Irgendwie schade.

Wie ich im Vorfeld bereits erahnte, brauchte ich fürs frühe Aufstehen am Dienstag keinen Wecker, war dann gewissermaßen terminlich gebunden, ließ das Mittag ausfallen und kam erst am Nachmittag zur Ruhe. Und diese wollte ich dann erhalten, weswegen ich nicht zum Stammtisch gegangen bin. Stattdessen versuchte ich, „Drive“ weiterzulesen und bummelte am Hafen entlang. Aber auch die frisch zusammengestellte Playlist hat der Stimmungs-Talfahrt nicht entgegengewirkt.

Am Mittwoch brauchte ich den ganzen Tag, um mich einigermaßen aufzurappeln. Und so einen furchtbaren Tagesstart hatte ich sehr lange nicht mehr. (Stichwort Zukunftsängste) Ich kann von Glück reden, dass mir die abendliche Vorpremiere von „Das hält kein Jahr…!“ (zusammen mit S. und S.) dermaßen gut getan hat, dass ich endlich wieder lachen konnte. Der Film ist auch sehr zu empfehlen. (8/10)

Auch am Donnerstag kehrte die Gelassenheit stückweise zurück – sehr zu meiner Freude. Ich ließ mich erneut zu einer Teilnahme am Pub Quiz (im Bunker) überreden – Ergebnis: dritter Platz. Und damit noch nicht genug Tollkühnheit meinerseits. Ich probierte ein Mixgetränk mit Tabasco, was definitiv eine Erfahrung für meinen Hals war. Der Schärfegrad ist eher was für Fortgeschrittene.

Eine dreiteilige Einkaufstour stand für mich am Freitag auf dem Plan – Innenstadt, Neptun Center und Supermarkt um die Ecke. Und abends fuhr ich mit G. (als „early bird“) zu L., die mit E. wochenlang dieses Datum fixierte, um deren Geburtstage zu feiern. Der Abend war sehr lustig – und wurde spätestens mit Beschallung durch Nicki Minaj legendär.

Da ich am Vortag vorausschauend einkaufen war, konnte ich das Wochenende entspannt verspätet beginnen. Ein wenig Lesestoff und Unterhaltungssendungen sowie eine Extraportion Schlaf später war der Tag auch fast schon wieder um. Nebenbei lernte ich neue Lieder von Michael Bublé kennen und gab mir danach Musik von will.i.am, was ich sehr anstrengend fand. Die Frage der Abendgestaltung war nach U.’s Einladung zum Sit-in geklärt. Und im Anschluss daran sah ich noch einen Film mit Barbra Streisand. Derweil trudelte mein Steuerbescheid an dem Tag ein. (Natürlich wieder eine Nachzahlung.)

Heute fand ich sogleich nach dem Aufwachen eine iMessage auf meinem iPod (Stichwort Vernetzung), die mich über Pläne zum Mittagessen einweihte. Und so testete ich zusammen mit C., G. und U. ein griechisches Restaurant mit dem aussagekräftigen Namen „Der Grieche“. Hm, Gyros mit Reisnudeln. Lecker lecker. Und wo wir schon unterwegs waren (im Sonnenschein), konnte die Schlemmerei noch mit einem Besuch bei der Eisscholle veredelt werden. (Mein erster Besuch seit der Winterpause.) Ich entschied mich für Fruchteis, wurde nicht enttäuscht und war danach pappensatt. Zum Nachmittag war mir nach Musik von Taylor Swift. Ich mag ja die Lieder „Sparks Fly“ und „Enchanted“ – und ich mich versehe, ist das ganze Album durch.
Abends regte ich mich noch ein wenig über Trash-TV auf. Ein Bericht über die Frisur eines Fußballtrainers? Oh bitte. Und dann besuchte ich noch S., bei der ich das Ende eines (Mädchen-)Teenie-Films sah, der so idealisiert wirkte, dass ich nun Mitleid habe – und zwar mit den Vätern, die das ertragen müssen.

Zur Lese-Ecke: ich habe mich nun durchgerungen und Mark Millar’s „Secret Service“ durchgelesen. So schön es vielleicht für Werbezwecke sein mag, den Watchmen-Zeichner dafür gewinnen zu können, so enttäuschend empfand ich die Optik. Und auch die Geschichte lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig, was ich wieder vordergründig an den flachen Charakteren ausmache. Die Synopse wirkt vielversprechend, während die Comics dann schwächeln. Hoffentlich wird das bei der Verfilmung nachgebessert.

In der kommenden Woche finden Veranstaltungen im Rahmen der Kulturwoche statt – darunter die „Lange Nacht der Wissenschaften“. Dazu noch die üblichen Termine wie Stammtisch, Training oder Kinobesuch. Ja, sollte nicht langweilig werden.

Es verbleibt entspannt
F.