Posts Tagged ‘Red Robin’

Love love

Juni 19, 2011

Es war schon eine Überraschung, als ich mich erst über die angenehme Musik im Abspann von „X-Men: Erste Entscheidung“ wunderte und dann zu lesen bekam, dass der besagte Song (und damit der Titel) von Take That kommt. Jene Ex-Boygroup hat sich nämlich nach dem Lob zum letzten Studioalbum nicht ausgeruht und ein paar Monate später gleich noch eine EP mit Stuart Price produziert, auf der jener Titel zu finden ist. Das Lied besticht durch den ungewöhnlich elektronisch und bedrohlich wirkenden Anfang und die leicht verstellten Stimmen.

Was lief also in den letzten Tagen ab?
Ich habe jede Menge Comics gelesen – darunter fast ausschließlich alles im Batman-Umfeld. Ich kann sagen, dass ich nicht viel verpasst habe. Bzw. ich vermute, dass meine Erwartungen vielleicht mittlerweile zu hoch sind, als dass ich noch mittelmäßige Superhelden-Geschichten genießen kann. Dabei sind die Zeichnungen der aktuellen Batgirl- und Red Robin-Serie wirklich gut.
Weniger gut fand ich die Geschichte, wie Bruce Wayne aus seinem „Zeit-Tod“ entkommen konnte. Aus meiner Sicht hätte es kaum mehr an den Haaren herbeigezogen wirken können. Da nutzt dann auch kein britischer Top-Autor wie Grant Morrison, der da eher noch eine Schippe Absurdität zulegt.

Ein „kulturelles“ Ereignis der Sondergüte war am Wochenende wohl die Sommer-Ausgabe von „Wetten Dass“, die mich mit Bestürzung feststellen ließ, dass es tatsächlich schon wieder ein Jahr her ist, seit die spanische Arena für die größte deutsche TV-Show hergerichtet wurde. Die Gäste waren recht gut gemischt und wirkten zudem auch relativ gut gelaunt. Die Wetten waren auch ok. Und hey, J-Lo hat versucht, live zu singen.

Nicht weniger kulturell anspruchsvoll empfand ich den Flohmarkt, welchen ich heute besucht hatte. Es ist teilweise erschreckend und beruhigend zugleich, wenn ich sehe, welchen Krempel die Leute anbieten. Ansonsten ging ich auf den paar zig Metern Markt doch tatsächlich an 3 Softeis-Buden und mehreren Bratwurst-Ständen vorbei. Tja, Vielfalt war wohl gestern.

Schließlich noch aus der Film-Ecke: „Drachenzähmen leicht gemacht“ war schon lange auf meiner „Ma kuck’n“-Liste. Nun getan. Fazit: teilweise weniger lustig und dramatischer als erwartet. Und gerade das Ende ist schon relativ ordentlich – gerade für einen Kinderfilm. Da wären manch andere Filme nicht so mutig gewesen.

Es verbleibt weiterhin mit ausreichend Liebe für Medien
F.

Little shadow

September 14, 2009

Heute abend gibt es eins der ruhigen Lieder der Yeah Yeah Yeahs, welches sich auf dem jüngsten Album der Band finden lässt.

Am Wochenende habe ich neben dem Einkauf und Weggeh-Abend für Zwischendurch… gelesen… zwar nicht im Buch (weiterhin trauriges Lesezeichen), aber dafür ein paar Comics. Unter anderem standen noch ein paar Ausgaben „Red Robin“ aus, eine Serie über (jetzt wirds schwierig) den dritten Robin (der Helfer von Batman). Jener Robin ist nun etwas älter geworden und als Red Robin unterwegs (weil es ja noch einen „neuen“ normalen Robin gibt). An dieser Stelle wäre wohl weniger Erklärung sinnvoller gewesen. Jedenfalls reist der Protagonist durch die Welt und macht fragwürdige Bündnisse – also suboptimal unterhaltsam.
Dagegen lesen sich die Ausgaben von „Kick-Ass“ schon flüssiger, wenn auch die Geschichte um einen Teenager mit Superhelden-Ambitionen äußerst extreme Szenen beinhaltet. Die Verfilmung könnte da schon an Tarantino erinnern, wenn man sich einigermaßen an der Vorlage orientiert.
Richtig lustig empfand ich jedoch ein Ereignis in der Serie „New Avengers„, die nach wie vor von Brian Michael Bendis geschrieben wird. Ohne hier ins Spoilern zu verfallen, möchte ich nur anmerken, dass vor etwa 2 Jahren etwas passierte, was durch eine (aus meiner Sicht) dämliche „übernatürliche“ Tat wieder rückgängig gemacht wurde. Und nun geht es wieder in die gleiche Richtung wie vor zwei Jahren, was für mich diese damalige „Reset-Aktion“ noch bescheuerter erscheinen lässt. Man kann es ja nur schwerlich allen rechtmachen und bei Comic-Lesern scheint das sogar noch schlimmer zu sein, habe ich den Eindruck. Es kommt mir gelegentlich vor, als sei es ein sich wiederholendes Wechselspiel zwischen den Plänen, von denen Autoren meinen, ganz toll zu sein, und den Ansichten, welche von Fans/Lesern vertreten werden, die sich dann verschaukelt fühlen. Bestes Beispiel ist dazu wohl das mehrfache Ableben und Wiederauferstehen von Charakteren.

Ansonsten habe ich am Wochenende noch ein paar Filme gesehen, und zwar zwei Komödien aus den Bereichen Familie und Freizeit – beide relativ seicht, aber durchaus lohnenswert und mit Anspielungen versehen.

Noch kurz ein paar Angaben aus der Abteilung Zeitgeschehen (um mal auf das Wort Nachrichten zu verzichten):
Protest in Großstädten erforderte wieder starke Nerven und wird dementsprechend kritisch betrachtet (seitens Demonstranten und Beamten). Solange es im Rahmen des gemeinsamen Auftretens und der Meinungsdarstellung dient, ist das noch verständlich für mich. Weniger einleuchtend sind dann die Ausschreitungen am Rande, die scheinbar nie ausbleiben und teilweise sogar unverdient große Medienpräsenz erhalten.
Weiterhin hat der Trend für Zivilcourage nach einem weiteren Opfer wohl einen Dämpfer erhalten und es liegt nahe, die Sinnhaftigkeit solcher Berichterstattung zu hinterfragen. Ähnlich wie bei Selbstmorden ist es vielleicht eine Option, die Meldungen darüber auf kleiner Flamme zu verbreiten, was aber wohl dadurch erschwert werden würde, dass politische Forderungen nach höheren Strafen oder vermehrter Überwachung dann weniger fruchtbaren Boden hätten.
Und nicht zuletzt hätte der heutige TV-Abend für deutsche Zuschauer kaum ansprechender sein können, wenn es um die Farben Schwarz-Rot-Gelb geht – in einem Duell zwischen Politik und Unterhaltung. Wie traurig ließe sich wohl die Aussage, beides schon mal gesehen zu haben, einschätzen? Zumindest die eine Sendung davon war immerhin in Echtzeit (live) und wirkte auf mich doch wie eine Wiederholung.
Nebenbei sind auch schon die Briefwahlunterlagen eingetroffen, die ich hoffentlich schon in der kommenden Woche auf Reisen schicken werde. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass mir der Abend ein paar optimistische Impulse dazu liefern konnte – ist aber nicht der Fall.

Es verbleibt amüsiert über die Sozialismus-Angst der US-Amerikaner bezüglich geplanter Neuerungen des Gesundheitswesens
F.