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Logbuch : keine Zeit für Nichts (August 2017)

Dezember 30, 2017

01.08.17 : Zum Monatsauftakt gab es wieder viel Gesprächsbedarf, den wir uns abends bei LOHRO im Rahmen von Vorstandstreffen gaben. Danach zogen wir noch ins Cro (eine Raucherkneipe) und “feierten” schließlich in C.’s Geburtstag rein.

02.08.17 : Der Mittwoch in Kurzform: Arbeit, Schlaf, Musikredaktion, Ausklang im Freigarten. (Ach, Sommerzeit.)

03.08.17 : Erster Donnerstag im Monat: da steht eine Kinosendung auf meinem Plan. Ich war happy, dass ich in J. einen Ersatz-Co-Moderator finden konnte. Nicht, dass ich nicht auch allein zwei Stunden über Filme labern könnte, aber ein gelegentliches “so so” vom Gegenüber empfinde ich angenehmer.

04.08.17 : Auch Freitag hatte ich wieder einen On-Air-Einsatz für den Beatbetrieb. Und weil es abends im Sender gern gemütlich wird, bin ich noch ein Weilchen geblieben.

05.08.17 : An diesem Samstag ging viel Zeit fürs Schlafen drauf. Abends erledigte ich noch ein paar redaktionelle Aufgaben und traf K. wieder, welche gerade in der Stadt war. Aber wie das manchmal so in meinem Leben ist, fallen Termine auf den gleichen Abend… und so fuhr ich im Dunkeln gen Warnemünde Strand, wo C. am Stand seinen Geburtstag feierte. Ich denke mal, er freute sich über mein Geschenk, denn es wurde sogleich genutzt. Derweil probierte ich erstmals eine erlesene Köstlichkeit. Und richtig surreal wurde es, als eine andere Menschengruppe am Stand ein Feuerwerk-Box zündete und der Boden alle paar Sekunden in einer anderen Farbe leuchtete. Trotz viel Wind war es ein schöner Abend, den ich aber nicht zu lang werden lassen wollte – daher nahm ich mit M. die letzte S-Bahn in die Stadt.

06.08.17 : Der Koffer war gepackt und am Vormittag ging mein Kurzurlaub so richtig los, mit einer Bahnfahrt nach Berlin, gefolgt von einer S-Bahn-Fahrt durch gefühlt zig Stadtteile zum Flughafen. Dort gönnte ich mir zur Stärkung ein kleines Brot mit eingebackenem Käse und Speck. (Teuer zwar, aber was solls… so oft bin ich nicht an dem Flughafen.) Das Wetter war gut, schon fast zu gut, um es gegen Schottland einzutauschen. Aber was schreibe ich da? Ich freute mich sehr darauf, Edinburgh kennenzulernen – und das gleich zur Fringe-Zeit. Sonntagabend ging es erst mal via Tram ins Zentrum und von da mit leichtem Umweg zum Hotel. (Stichwort: Straßensystem auf zwei Ebenen) Mein Zimmer war einzigartig groß und mit super Aussicht ausgestattet. Mich zog es dank Sonnenschein sogleich ins Getummel der Innenstadt. Und ich war erfreut, dass sich noch an dem Abend ein Treffen mit A. ergab, die auch in der Stadt war. Wir aßen Fish&Chips und zogen durch die Straßen, schon mal auf der Suche nach dem Austragungsort, wo die RH Experience ihre Imro-Shows abhielt. Hatten das auch relativ schnell gefunden. Danach gingen wir in eine sehr komische Club/Bar-Einrichtung, die irgendwie arg bunt erschien und redeten viel.

07.08.17 : Montagmorgen in Schottland und das Wetter war traumhaft. (Hallo?) Mein erstes Ziel des Tages war das Schloss, welches nicht umsonst die wohl größte Touri-Attraktion ist. Denn bereits vor Öffnung gab es eine Schlange. Nach kurzer Wartezeit näherte ich mich dann auch der “echten” Kasse. Das Gelände war geräumig und es gab sehr viel zu sehen. Alle paar Minuten wurden Touren angeboten und ich schloss mich einer an. Hin und wieder fiel ein wenig Nieselregen. Es ist halt Schottland. Danach begab ich mich in die Innenstadt und schaute schon in Souvenirläden nach Schottenröcken. Ich wollte nämlich nicht ohne zurückkehren, aber auch nicht das erstbeste Stück erwerben. Ergo dauerte die Suche, aber ich war erfolgreich. Nebenbei investierte ich in Tickets für die RH Experience. Mein nächstes Ausflugsziel war der Hügel gegenüber vom Hotel, der ganz schön steile Wege bereithielt, aber dafür astreine Aussichten. Ich bemerkte zwar erste Erschöpfungsanzeichen, wurde aber durch die exotische Umgebung euphorisiert und motiviert. Nächster Stopp: Shopping-Zone, wo ich natürlich nicht an der Primark-Filiale vorbeikam. (So ein Opfer.) Beinahe wäre ich auch noch in ein Museum gegangen, welches ich mit einer Gallerie verwechselte, aber die Zeit wurde knapp. Daher kurzer Halt im Hotel und wieder raus ins Getümmel. Ich suchte mir ein kleines Restaurant, wo ich erstmals Haggis aß. Hm, sehr viel leckerer als erwartet – für Fans von Grützwurst. Am Abend sah ich dann die RH Experience. 1A Unterhaltung. Und schön, mal wieder Hallo zu sagen, nachdem man sich Jahre lang nicht gesehen hatte. Danach ging ich zum Three Sisters, wo A. noch Schicht hatte. Ich sah mir eine Comedy-Veranstaltung an, bei der unter anderem ein amerikanischer Gag-Schreiber auftrat und herrlich amerikanisch wirkte. Später wurde ich an der Bar von einer Gruppe Briten angesprochen, während ich komische Biersorten probierte. Mit A. ging ich dann noch ein wenig durch die Stadt.

08.08.17 : Dienstagmorgen und wieder hatte ich traumhafte Wetterbedingungen. Diese verschönerten mir den Weg in die Berge ungemein. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. So unglaublich steile (und damit gefährlich erscheinende) Wege und rote Böden. Der Weg zur Spitze war anstrengend, aber so lohnenswert. Da störten mich die Schulklassen und anderen Touristen nicht, denn man konnte sich sehr gut aus dem Weg gehen. Als ich wieder ins Hotel kam, musste ich erst mal duschen. Und das Aufrappeln zum nächsten Ausflug fiel mir schwer. Aber egal… zur Entspannung verordnete ich mir einen Kinobesuch. “Baby Driver” ist ein schöner Film. (8/10) Danach ging ich wieder zu einer Show der RH Experience, wo ich auch E. wiedersah. Ich wurde von A. abgeholt und wir gingen zu “Under The Stairs”, wo ich abermals Haggis aß, der da aber anders serviert wurde. Danach ließen wir uns noch in der Scotmans Lounge nieder und erlebten gutgelaunte Menschen. Es wurde spät und mein Abschied rückte näher.

09.08.17 : Mein Flug ging gegen 10 Uhr. Und das Wetter war wieder herrlich. In Berlin aber umso sommerlicher. Als ich 8 Stunden später wieder in Heimat ankam, fühlte ich mich merkwürdig weltfremd in der eigenen Heimat. Zu viele Eindrücke galt es noch zu verarbeiten. Aber egal, wir hatten ein Redaktionstreffen bei LOHRO und zogen danach noch in den Freigarten.

10.08.17 : Wenn ich Urlaub habe, kann es gut sein, dass ich mich der Herausforderung stelle, eine Frühsendung (wie den Weckruf) zu moderieren. Und dies tat ich an dem Donnerstag. Natürlich ließ die Müdigkeit nicht lange auf sich warten. Aber zunächst kümmerte ich mich um eine Theaterkarte für “Fiete und Schiete”. Und am Nachmittag ging ich mit Freunden über die HanseSail. Es war abermals ein entspanntes Bummeln, wie ich es mir nur an einem Donnerstag vorstellen kann, weil das Arreal an Folgetagen doch noch voller ist.

11.08.17 : Am Freitag gönnte ich mir zunächst sportliche Betätigung, um in den Tag zu kommen. Danach saß ich stundenlang an einer Playlist. Und dann wurde es schon Zeit, die nächste Radiosendung vorzubereiten – in diesem Fall der Beatbetrieb am Freitag. Nebenbei vereinbarte ich noch einen Interviewtermin mit einem aufstrebenden deutschen Popsänger. Es war lustig, mal das Backstage-Umfeld bei der NDR-Bühne kennenzulernen. Derweil saßen wir noch bei LOHRO in vergnügter Runde, da J.’s Bruder zu Besuch war. Am späten Abend gingen wir (in Nieselregen) zur MAU-Bühne, wo Milliarden auftraten. Die Tour durch den Stadthafen war sehr lustig, auch wenn ich mir sicher bin, dass sich nicht jeder der Beteiligten an alles erinnern wird.

12.08.17 : Ich fuhr wieder in die Heimat und brachte ein paar Souvenirs aus Schottland mit – zB. Haggis-Chips. Außerdem saß ich abermals Stunden an einer Playlist, die später noch relevant werden sollte. Abends ließ ich mich dafür vom TV berieseln.

13.08.17 : Auch am Sonntag hielt mich vormittags die Arbeit an einer Playlist beschäftigt. Zum Abend kehrte ich wieder in die Stadt zurück. Im Kino sah ich “Planet der Affen: Survival” als “War For The Planet Of The Apes”, also das dritte Kapitel der neuen Trilogie. Das Ende war überraschend konsequent. Und da ich nach kurzer Zeit gar nicht darüber nachdachte, wie sie die Charaktere animiert haben, muss ich gestehen, dass die Effekte-Abteilung einen guten Job gemacht hatte. Insofern aus meiner Sicht der beste Teil der Trilogie. (8/10)

14.08.17 : Der Arbeitsalltag erreichte mich an diesem Montag und leider war noch etwas Restmüdigkeit vorhanden, was ich abends sogleich ausgleichen konnte. Dann nutzte ich die letzte Gelegenheit, den Film “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes” im Kino zu schauen. Und wow, war das eine gute Entscheidung. Noch nie habe ich einen so absurden Film aus Deutschland gesehen. Ich empfand die Handlung trotz bizarrer Figuren und Wendungen sehr gehaltvoll. (9/10) Danach ging ich noch kurz einkaufen.

15.08.17 : Mein Dienstag: Arbeit, Schlaf, Sport, Radioarbeit.

16.08.17 : Ein Routine-Mittwoch: Arbeit und LOHRO.

17.08.17 : Auch an diesem Sommertag ging ich abends in Kino. Dank J. und L. hatte ich sogar Begleitung. Wir schauten den “Bullyparade”-Film, der leider nicht so lustig war, wie ich erhofft hatte. Die Episoden wirkten gezwungen aneinandergereiht, mehrere Gags zündeten nicht. Ach, es ist eigentlich sehr schade um das Potenzial. (6/10)

18.08.17 : Am Freitag ging es abends abermals um Filme. (Ich bemerke ein Häufung.) Wir schauten “Plan B – Scheiß auf Plan A” (in der Spätvorstellung), der zwar anfangs amüsant erschien, mir letztendlich aber doch nicht so gut gefiel. (6/10)

19.08.17 : Dank ausschweifendem Freitagabend gefiel mir das frühe Aufstehen am Samstag so gar nicht. Aber egal, ich ging wieder auf Reisen – und das in ungewohnt viel Style. Dieses Mal war Potsdam das Ziel, wo ich sogar freundlichweise am Bahnhof abgeholt wurde. Die Sonne schien und wir erreichten die kleine Kirche in einem Ort, dessen Namen ich schon wieder vergessen hatte. M. und S. heirateten und dies in ausgelassener Gesellschaft. Es wurden viele Fotos gemacht. Am Nachmittag checkte ich im Hotel ein. Es gab lose Verabredungen für eine Tour zu dem einen See. Mir war das egal. Ich musste unbedingt etwas Schlaf nachholen. Zum Abend suchte ich mir den Weg zum Kletterwald, wo die Feier in einem übergroßen Zelt fortgesetzt wurde. Und nach dem Essen wurde es Zeit für meine Beteiligung als DJ. So wie es mir im Nachhinein zugetragen wurde, waren die Gäste mit der Beschallung zufrieden. (Ich fand mich auch gut.) Der Abend wurde lang und irgendwann landete ich auch wieder im Hotel.

20.08.17 : Ganze 25 Minuten wären es gewesen, die ich hätte früher wach werden müssen, um meine präferierte Heimreise-Verbindung nutzen zu können. Und nun das. Ich kam zwar relativ zeitig am Berliner Hauptbahnhof an, saß dann aber 70 Minuten fest. Leichte Kopfschmerzen inklusive. Als Erheiterung leistete ich mir eine 6er Box Donuts und eine Flasche Wasser. Beides würde die nächsten Minuten/Stunden nicht überstehen. Dann endlich in Rostock angekommen blieb mir keine Zeit für ein wenig Schlaf, weil ich ja schon fürs Kino verabredet war. “Der Dunkle Turm” (als “The Dark Tower” in der OV) unterhielt mich gut und hatte ein annehmbares Ende. Ich kannte allerdings auch die Hintergründe nicht sonderlich. (7/10)

21.08.17 : Es wurde wieder Zeit, einen Bufdi-Jahrgang bei LOHRO zu verabschieden. Und dies erfolgte natürlich abendfüllend in gemütlicher Runde.

22.08.17 : In weiser Voraussicht hatte ich diesen Tag freigenommen und konnte entsprechend ausschlafen. Am Nachmittag ging ich zum Sport und hatte einen weiteren On-Air-Einsatz im Tagesprogramm. Und am Abend schaute ich mir im Kino “Der Wind und der Wein” an. Ein schönes Drama, nicht mehr und nicht weniger. (7/10)

23.08.17 : Und wieder ein Nicht-Routine-Mittwoch mit Sport und Redaktionsgedöns.

24.08.17 : Am Donnerstag ergab sich die Gelegenheit, eine Heimspiel-Sendung in Vertretung moderieren zu dürfen. Dies übernahm ich sogleich und hatte ein entspanntes Gespräch mit Robertmusic. Danach verweilte ich noch in der Musikredaktion und ging Bemusterungsmails durch.

25.08.17 : Der Arbeitstag war stressig, umso angenehmer der Ausgleich mit einer weiteren Radiosendung und dem daran anschließenden Daddel-Abend. J. spielte sich durch “Batman: Arkham Knight” und ich schaute zu. 🙂

26.08.17 : Dieser Samstag war insofern spaßig, als dass ich SXTN live im MAU-Club erleben durfte. Vom ersten Lied an war die Stimmung toll.

27.08.17 : Ausnahmsweise hatte ich die Ehre, bei den LOHRO Charts wieder einen Moderationseinsatz zu haben. Und am Abend sah ich “Atomic Blonde” im Kino. Mir egal, wer darin die weibliche Version eines “John Wick” sieht. Ich finde den Fim nicht nur wegen der Darsteller, sondern auch vor allem wegen dem Look sehr gelungen. (9/10)

28.08.17 : An diesem Montag ergab sich (nach Arbeit, Radiosendung und Sport) die seltene Gelegenheit, meinen Kommilitonen S. wiederzusehen, der mit seiner Freundin in der Stadt war. Wir aßen gut im “Alex” und plauschten über allerlei. (Ich hatte nen super Sommersalat.)

29.08.17 : Der Dienstag in Kurzfassung: Arbeit, Sport, Treffen der LOHRO-WebGruppe und Kinobesuch bei “Die Erfindung der Wahrheit” (in der OmU-Version) – 1A Film (9/10)

30.08.17 : Ein Routine-Mittwoch, also Arbeit und LOHRO.

31.08.17 : Auch den Tag könnte ich mit den zwei Worten zusammenfassen. Aber war das Heimspiel mit Paulette als Gast schon ziemlich ulkig, weil wir teilweise herrlich aneinander vorbeiredeten. Keine Ahnung, wie verwirrt es für Hörende gewirkt haben mag.

Es verbleibt an einen der schönsten Monate des Jahres denkend
F.

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American life

August 21, 2011

Ja, heute mal ein themenbezogener Titel, der (wie man vielleicht schnell vermuten mag) von Madonna kommt und sich sowohl auf ein Lied als auch ein Album bezieht. Beides ist meiner Meinung nach relativ unterschätzt – der Song wurde für die ReInvention Tour 2004 ordentlich aufgemotzt (Stichwort E-Gitarre) und das Album ist trotz wenig Massenkompatibilität inhaltlich komplex und sehr eigenwillig – daher schon fast nicht als Pop abzustempeln. Allein die Tatsache, dass sich ein Soundtrack-Lied nahtlos in die Tracklist eingliedert, ist schon eine Besonderheit.

Ebenfalls besonders fällt diese Woche für mich aus, die ich noch in London beginnen durfte, mich dann in die Heimat führte, vier mal ins Kino und auf einen Polterabend. Ich kenne mich da nicht so mit den Traditionen aus, aber so ein paar Geschirrteile mutwillig klirren zu lassen, hat schon was. Verpflegungstechnisch war das Angebot reichhaltig – ich konnte kaum einen Favoriten unter den Salaten ausmachen, weil alle gut schmeckten. Und Knüppelbrot ist auch eine Erfahrung wert. Dabei wird Pizzateig an ein Stockende gewunden und dann über ein Feuer gehalten. Ja, das Lagerfeuer war auch schön.
Weniger schön empfand ich den Ausflug in die Volksmusik und gar lästig wurden mir die Mücken, die dank Teich in der Nähe einfach überall waren. Der Verzicht auf Präventivmaßnahmen in Form von Lotion erwies sich dann in meinem Fall als fatal.

Weniger fatal war meine „Kino-Woche“: jeder Film ein Treffer für mein cineastisches Gemüt.
Los ging es mit „Planet der Affen: Prevolution“ (oder besser „Rise of the planet of the apes“) – ein effektgeladenes Prequel bzw. doch irgendwie schon mehr Reboot oder kompletter Neuanfang. Keine Raumfahrer, keine Zeitreisen – einfach nur ein paar ethisch zweifelhafte Wissenschaftler und die „Ernte“, die sie einfahren. Dabei verwendete man viel Zeit für die „Herkunft“ des „Haupt-Affen“, was schon etwas in die Richtung Tierfilm geht. Dann kommt das soziale Drama, etwas Spannung und eine Prise Action, die teilweise irgendwie dumm wirkte. Am Ende schwächelt das Drehbuch, aber sonst ist es guter SciFi-Stoff, der sich für die unausweichliche Fortsetzung viel Spielraum für Verbesserungen lässt.
Ein Filmtitel wie „Crazy, Stupid, Love.“ mag zunächst nach Teenie-Komödie oder „Chick-Flick“ (toller Kategoriename) klingen – letzteres ist wohl auch zutreffend. Dennoch besticht diese „RomCom“ durch die Besetzung, vor allem dank Schauspielerinnen wie Julianne Moore und Emma Stone, sowie der Geschichte, die erfrischend kitsch-arm wirkt (auch wenn bei näherer Betrachtung wohl das eine oder andere Klischee enthalten sein dürfte). In Kurzform: tolles Drehbuch, geniale Cast und frischer Liebes-Kitsch.

Nun zum Hauptfilm dieser Woche. Und das sollte für mich kein anderer als „Captain America: The First Avenger“ sein. Auch hier sei zunächst die Auswahl an Schauspielern lobend erwähnt, die für diese Comic-Verfilmung getroffen wurde. Dann gleich mal ein Minuspunkt für die absolut unnötige 3D-Vermarktung (gerade hier die reinste Abzocke, da keine 2D-Version angeboten wird). Und schließlich noch Pluspunkte für Effekte (also generell), Story, Spannung, Geschwindigkeit, Vorlagentreue und After-Credits-Teaser (obwohl der schon beinahe böse schnell geschnitten war).
Aus meiner Sicht hätte man die Entstehung von Captain America (Stichwort Origin) nicht besser umsetzen können. Die etwas gelöste Einreihung in historische Tatsachen war genau richtig. Und der Erzfeind war eindeutig Erzfeind und belegt damit die These, dass ein Superheldenfilm nur so gut sein kann wie die Darstellung des Schurken.
Ich kann es auch kaum erwarten, wieder ein paar Comics dazu zu lesen, wobei ja Cap seit dem Neustart mit Autor Ed Brubaker unglaublich lesbar geworden ist – soll heißen: tolle Geschichten und ebenso schöne Zeichnungen. Und der Trend hielt die letzten Jahre an. Was nun der aktuelle Neustart bzw. die Umbenennung der Reihe bringt, kann ich leider nicht sagen, da ich erst zig Hefte nachlesen muss.

Abschließend möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich angefangen habe, alte Transformers-Zeichentrick-Episoden zu schauen – Season 3 von Generation One (für die Insider). Es erinnert mich an meine Kindheit und macht bisher Spaß, wenn auch der Staffelstart mit einer 5-teiligen „Mehrfach-Folge“ ganz schön anspruchsvoll ist – also für eine Kinderserie.

Und damit verbleibt ein wenig der amerikanischen Kultur verbunden
F.