Posts Tagged ‘Pet Shop Boys’

Logbuch : ein weiterer Aktivurlaub

Juli 30, 2016

Logbuch

18.07.16 : So oft hatte ich einen Weckruf-Einsatz am Montag nicht. Daher erstaunte mich, wie viele Sportnachrichten sich da recherchieren lassen. Leider hatte T. weder H. noch H. Bescheid gegeben, dass ich moderieren wollte. Daher waren wir wohl etwas überbesetzt. Und dann erschien auch noch ein Studiogast. der gar nicht auf dem Plan stand – wie sich herausstellte, war er eine Woche zu früh am Start. Danach holte ich zu Hause Schlaf nach, und hatte auch noch Haushaltsdinge zu erledigen. Am Abend ging ich zum Opennet-Treffen, welches nicht lange ging.

19.07.16 : Der Dienstag in Kurzform. Sport. Termin (erster Anlauf). Suche nach meinem Reisepass. Termin (zweiter Anlauf). Nickerchen. Besuch des Ideenhafen-Treffens im Projekt:Raum. Besuch bei G.. Auf dem Weg zum ST-Club. Lange Schlange. Besuch beim KTV-REWE und dann ein Abend auf dem Kanonsberg mit Freunden.

20.07.16 : Die erste Aufgabe des Tages war mein Koffer, den ich frühzeitig für die Reise vorbereiten wollte. Am Vormittag hatte ich noch ein Treffen wegen der “Science @ Sail” und war danach noch ein Weilchen bei LOHRO. Am Abend hatte ich einen Sendung zusammen mit M., die ein wenig spontan wurde, aber aus meiner Sicht dennoch viele Themen abdecken konnte. Das Treffen der Musikredaktion verlief entspannt. Im Anschluss eilte ich in die Innenstadt zur Vorpremiere des neuen “Star Trek”-Films. “Star Trek Beyond” ist wirklich besser als befürchtet. Es gibt viele Charaktermomente, schöne Effekte, viel Action und macht dabei stets Laune. Das ist keine Leichtigkeit heutzutage. (8/10)
Danach musste ich leider noch mal kurz zu LOHRO, um ein paar Dinge zu erledigen.

21.07.16 : Ich stand früh auf, erledigte die letzten Vorbereitungen und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Dort gönnte ich mir ein Käse-Flûte, welches schon wieder teurer geworden ist. Auf dem Hamburg Airport angekommen vernahm ich erhöhte Nervosität wegen dem bevorstehenden Flug. Ja, mir wurde richtig mulmig. Dabei verlief alles vorbildlich und im Zeitplan. Auf dem Weg hörte ich übrigens das neue Album von Bear’s Den, welches ich jedem ans Herz legen möchte, der den Song “Auld Wives” gut findet. “Red Earth & Pouring Rain” ist ein perfektes Reise-Album. In London angekommen bemerkte ich gleich die sommerliche Temperatur und erwarb Wasser. Eine kurze Erholungsphase im Hotel später war ich bereits unterwegs durch den schönen Hyde Park. Dort kann man die Seele baumeln lassen. Man sieht Menschen sporteln sowie auf der Wiese liegen oder auf einer Bank beim Lesen. Lustigerweise dauerte es keine 30 Minuten, bis ich mich irgendwie leicht verlaufen hatte. Das Verlorengehen gelingt mir dort sehr schnell. Am Abend war ich in der Gegend um den Leicester Square unterwegs, aber weniger wegen Theater oder Musical. Mein erster Abend sollte ein Kinobesuch werden – und zwar im ODEON, dem Kino, wo gern mal internationale Premieren stattfinden. Dort lief im großen Saal der neue Ghostbusters-Streifen. Der ist okay, aber kein Muss für Filmfreunde. (6/10)
Auf dem Rückweg ging ich abermals ein paar Mal im Nachtleben der Stadt verloren, bis ich die nächstbeste Underground-Haltestelle fand.

22.07.16 : England-Urlaub, Tag 1. Ich machte mich zeitig in Richtung Tower auf. Dies war bislang eins der wenigen Denkmäler, welches ich noch nicht erkundet hatte. Die “Yeoman Warder Tour” war sehr unterhaltsam. selbst in einer Gruppe von über 100 Touris aus aller Welt. Danach schaute ich mir die Kronjuwelen an und darf zugeben, dass die mich am meisten beeindruckten. Allein die dicken Stahltüren in die Räumlichkeiten vermittelten mir, dass es sich hierbei um große Kostbarkeiten ging. Und tatsächlich sieht man solchen Prunk nicht alle Tage. Dagen war der Rest schon fast trist. Der White Tower mit der Waffensammlung hatte höchstens vom Gebäude eher beeindruckende Aspekte. (Die Waffen und Rüstungen ließen mich eher kalt.) Und auch der Weg um den ersten Festungsring war eher seicht als eindrucksvoll. Pünktlich um 1 traf ich R. am Souvenir-Shop. Wir gingen in eine Wagamama-Filiale. (Ebenfalls ein Punkt auf meiner “noch nicht erlebt”-Liste). Das japanische Essen war okay, wurde dank Chili-Öl wesentlich besser. Danach half R. mir beim Finden des “Gherkin”. Ich meine, die Gebäudespitze sieht man von vielen Ecken, aber ich wollte einmal direkt vor dem Gebäude stehen. Dies gelang mir nun – in dem stark verwinkelten Business-District. Gleich in der Nähe war eine Filiale der “Hummingbird Bakery”, auf die ich dank eines Instagrams von Darren Hayes aufmerksam wurde. Ich konnte nicht anders und erwarb ein Stück “Regenbogentorte”, welche kaum bunter hätte sein können. (Stichwort Zuckerschock.) Dann gingen wir Richtung Forbidden Planet, wo ich erst das viele neue und teils topp-aktuelle Merchandise bestaunte und dann fast noch bei den Comic-Sonderangeboten schwach wurde. Wir gingen wegen einsetzendem Regen noch kurz in eine nahegelegene “Spoons-Kneipe” und verabschiedeten uns dann. Ich besorgte noch eine Kleinigkeit für G. bei Fortnum & Mason, wo ich ein Zwiebel-Karamell-Chutney kostete. Dann gings kurz zum Frischmachen ins Hotel und von dort wieder in Richtung Convert Garden – erst zu M&S für ein kleines Abendessen und dann ins Royal Opera House… für die Pet Shop Boys. Ein sehr eindrucksvoller Ort und eine sehr eindrucksvolle Show. Überwiegend toll. Sitzplätze im Parkettbereich wurden zu Stehplätzen während der gesamten Show. Der Auftakt war genial. Nur ein paar Songs von der Setlist fand ich unglücklich gewählt. (“Winner” war nun echt kein Hit.) Danach aß ich einen Burger bei Jamie’s Diner und bummelte kurz durch den Soho-Teil der Stadt.

23.07.16 : Ein großes WTF entfuhr mir zu Tagesbeginn, weil… der Feueralarm losging. Ich dachte zunächst an einen schlechten Scherz und vernahm auch wenig “Panik” in der Nähe. Dennoch beeilte ich mich und ging rasch nach draußen. Dort war absolute Ruhe und kaum ein Mensch. Ich wendete mich an die Rezeption und erfuhr von der “Überempfindlichkeit” der Geräte und dass wohl ein benachbartes Zimmer sehr lange heiß geduscht haben mag. Wow…. meine Ruhe war dahin, ich fühlte mich 10 Jahre gealtert und durchaus angefressen. Als ich meinen Tagesausflug nach Oxford startete, war ich sehr traurig über die verlorene Stunde Schlaf. Auf der Hinfahrt waren kaum noch Sitzplätze frei. In Oxford war das Wetter ebenfalls sommerlich und die Innenstadt gefüllt. Scheinbar war irgendwo ein Abschluss zu feiern, denn ein paar junge Leute hatten diese typischen “Absolventen-Klamotten” an. Ich bummelte zunächst im Primark, dann in dem urigen Kaufhaus mit der guten Spielwaren-Abteilung. Dann ging ich zu Atomic Pizza, wobei mir der Weg (wie schon früher) ungemein lang vorkam. Ich aß eine “Luke Cage”-Pizza und konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, dazu Root Beer als auch Cream Soda zu trinken. Auf dem Rückweg schrieb ich noch ein paar Postkarten. Auf der Rückfahrt nach Paddington hatte ich meinen reservierten Sitzplatz in der “Quiet Zone” – also am ruhigen Ende des Zuges. (Dort fährt ja noch Vieles mit Diesel.) Ein kurzer Zwischenstopp im Hotel und schon war ich wieder unterwegs in Richtung Innenstadt. Ich machte im Green Park halt, bummelte zum Buckingham Palace und war wirklich etwas nervös bei all den tief fliegenden Flugzeugen – daran könnte ich mich nur langsam gewöhnen. Das Wetter war wunderbar sonnig und so glänzten die vielen Goldverzierungen auch beinahe magisch. (Stichwort Fotos.) Am Abend zog es mich abermals in ein Kino am Leicester Square – dieses Mal fettes IMAX zu „Star Trek Beyond“. Irgendwie kam mir diese Version geschnitten vor.

24.07.16 : Beim Aufstehen schon irgendwie knülle zu sein, ist ein ungewohntes Gefühl für mich. Allerdings war es irgendwie verständlich bei all den Unternehmungen der Vortage. Nichtsdestotrotz wollte ich noch mal in die Innenstadt. Bei Waterloo Station angekommen war ich geradezu schockiert über die Großbaustelle, die sogar die kleine Fußgängerbücke über die Straße beeinflusste. Bei “Pret” gönnte ich mir ein heißes Brötchen mit Ei und Schinken sowie ein Stück (meines Lieblings-)Bananenkuchen, was ich mit der Aussicht auf Big Ben verspachtelte. Dann ging ich über die Brücke Richtung Westminster Station, welche natürlich nur so gespickt war von Touristen wie mich. Dann fuhr ich noch kurz zur London Bridge, um mir den Eingangsbereich des nun fertig gestellten Shards anzuschauen. Und dann wurde es auch Zeit für den “Checkout”. Eine Zugfahrt später fand ich mich in Southampton wieder, wo das Wetter frischer und trister war. Natürlich verlief ich mich gleich in den ersten Minuten, weil ich Norden mit Süden verwechselte. Das Hotel fand ich dann schließlich und musste mich erst mal ein paar Minuten ausruhen. Das Wetter war sehr grau und die unmittelbare Umgebung sah nicht sonderlich einladend aus. Ich rappelte mich auch  für eine erste Tour Richtung Zentrum. Dabei stellte ich fest, dass ich noch gut eine halbe Stunde Zeit hatte, bevor die meisten Läden dicht machten. Ich gönnte mir Käse-Sandwiches von Tesco und erkundete kurz die Hafenregion. Auf dem Rückweg kam ich an einem sehr tristen Rummel vorbei und dann fing es auch noch an zu regnen. Ich ging noch mal ins Hotel undruhte mich wieder aus. Schließlich wurde es Zeit für das Konzert, weswegen ich überhaupt dort war. Erst kurz davor bemerkte ich, dass sich gleich vier Bands die Bühne an dem Abend teilen würden. The Joiners ist ein ziemlich kleiner aber charismatischer Laden. Ich fühlte mich dort jedenfalls wohl. Die Bands waren gut gelaunt. Darunter auch Normandie, die Band, weswegen ich all den Weg auf mich nahm. Auf ihren Auftritt freute ich mich am meisten. Und es war schön – selbst die kleinen Patzer trübten meinen Eindruck nicht. Ich redete kurz mit dem Sänger und ließ mir ein Poster signieren. Zurück im Hotel fühlte ich mich glücklich und unglaublich müde.

25.07.16 : Ich wollte eigentlich eine Stunde eher aufstehen. Aber Erschöpfung derartiger Güte kann schon hinderlich sein. Ich rappelte mich auf und unternahm noch einen Kurzausflug in die Innenstadt von Southampton. Die Parks wirkten bei leichtem Sonnenschein schon ungemein einladener. Ein paar Kiddies betätigten sich dort sportlich. Mir gelang es noch, in Kürze eine Postkarte aufzusetzen und einen Abstecher in den dortigen “Forbidden Planet”-Laden zu unternehmen. Dann wurde ich es schon etwas hektischer mit dem Weg zum Hauptbahnhof. Eine nette Dame hatte den Sitz neben mir reserviert und wir redeten kurz über die Unterschiede zwischen England und Deutschland. Das Umsteigen in Reading setzte mich vor ungeahnte Schwierigkeiten, da es mehrere Züge gab, die zur gleichen Zeit das gleiche Ziel ansteuerten. Auf dem Flughafen gönnte ich mir ein “rustikales” (also nicht labriges) Sandwich mit Avocado und Schafskäse sowie ein Stückchen Karottenkuchen. Ich stellte sehr enttäuscht fest, dass es keinen HMV mehr dort gab. Hätte doch gern noch in eine DVD oder CD investiert. Dann verspätete sich auch noch der Flug in die Heimat. (Grund war ein Tankmanöver.) In Hamburg bekam ich zugleich mit, dass es ordentlich sommerlich ist. Auf dem Hauptbahnhof musste ich zunächst in eine Flasche Wasser investieren. Und ich erwarb ein (preisintensives) Moleskin-Sketchbook für ein Projekt, welches ich die Tage beginnen wollte. Der IC nach Rostock war fast pünktlich. Das Abteil, in dem ich mich niederließ, kam mir sehr heiß vor. Die Schaffnerin ermutigte uns dann zum Waggon-Wechsel, da hier die Klimaanlage nicht funktionierte. Danach war die Fahrt auch gleich viel angenehmer. Ich beendete meine Lektüre an “Pubertiere” – ein Buch, welches ich wirklich nicht weiterempfehlen kann. (Zu viel Larifari.) In Rostock angekommen, war ich einem Regenabend entgangen, spürte allerdings noch die hohe Luftfeuchtigkeit. Zu Hause wollte ich eigentlich nur noch ins Bett fallen. Korrespondenz hielt mich allerdings noch eine Weile wach. Unter anderem bastelte ich für C. gleich zwei Grafiken.

26.07.16 : Ein denkwürdiger Tag. NIcht nur, weil ich so gern länger geschlafen hätte. Auch nicht, weil ich doch tatsächlich in eine Tageskarte investierte, um letztlich nur eine Strecke damit zurückzulegen. Ein Termin am Vormittag war der Auslöser. Danach gönnte ich mir etwas Schlaf, danach etwas Asiatisches zum Abendessen. Ich ging zu LOHRO und später zu G. und noch später ins ST, wo ich noch ein paar bekannte Gesichter traf.

27.07.16 : Wie gut, dass ich Zeit hatte, um in den Tag zu kommen. So allmählich bekam ich auch wieder Hunger und konnte bei LOHRO am Abend sogar doppelt schlemmen. S. hatte ein feines Quiz vorbereitet und unser Team (Blond) konnte sogar gewinnen. Später trafen wir uns noch im Freigarten.

28.07.16 : Ich konnte irgendwie nicht lange im Bett bleiben, wuselte dann etwas im Internet. Tagsüber ließ ich mir Zeit und sortierte viele Dateien. Am Abend begab ich mich zum Sendehaus, um die Heimspiel-Sendung mit Marten Pankow vorzubereiten. Im Anschluss daran habe ich mir ein paar Stunden Bemusterung gegönnt, wobei mir der Lärm vom Stadthafen auffiel. Dort waren die deutschen Feuerwehrmeisterschaften gerade frisch eröffnet – und dies leider mit einer Reihe furchtbarer Cover-Versionen bekannter Lieder am späten Abend. Von Nebenan hörte ich dann noch einige elektronische Klänge von S. und ihrem DJ-Gast. Danach plauderten wir noch eine Weile und ich stellte fest, dass starker Regen eingesetzt hatte. Das Radar zeigte ein mobiles Wolkenband. Nach einiger Zeit beschloss ich, den Rückweg anzutreten, und über die Hälfte des Weges blieb es trocken. Dann allerdings kehrte wieder der Starkregen zurück und ich war in weniger als 10 Minuten komplett durchnässt.

29.07.16 : Freitag: Spät aufgestanden. Festgestellt, dass ich Opfer eines “Frapes” wurde, weil ich ein seltenes Mal das Ausloggen vergessen hatte. Auf zum Lokalradio, wo das Abschiedsessen von S. und T. schon fast fertig war. Geschlemmt. Geplant. Gesendet. Am Abend ging in die Innenstadt, holte mir eine Kinokarte und neue Bleistifte. Wieder bei LOHRO war ich kreativ. Außerdem schaute ich etwas “Infotainment”. Zum späteren Abend stellte ich überrascht fest, dass doch noch ein paar andere Menschen die Sondervorstellung des neuen Batman-Animationsfilms “The Killing Joke” (nach der Graphic Novel von Alan Moore und Brian Bolland) schauen wollten. Der Film war kurzweilig und neben dem Prolog mit Batgirl sehr nah an der Vorlage. Als Einem, der die Handlung kannte, hatte ich ein leicht melancholisches Gefühl. Der Film wird als “ab 16 Jahren” vermarktet, was allerdings eher durch die Inhalte als durch die Darstellungen begründet sein dürfte. Etwas negativ fiel mir manchmal die Animation auf. (7/10)

Es verbleibt in einer denkwürdigen Woche
F.

Advertisements

Someone like you

Oktober 9, 2011

Auch wenn die zynische Bemerkung (nicht von mir), Sängerin Adele könnte diesen Titel einem Cheeseburger zusingen, für mich mit diesem Lied in Verbindung kommt, hat sie es sehr hübsch bei den diesjährigen MTV VMAs vertont. Nicht zuletzt war das auch ein Grund, ihrer Musik mal eine Hörprobe zu geben.

Und so nehme ich mir wieder die Zeit und versuche, das Wesentliche der letzten Tage zusammenzufassen.
Montag war Feiertag und an dem habe ich zur Feier des Tages keine Nachrichten geguckt und stattdessen endlich wieder Comics gelesen, von denen eines der reinste Müll war – es soll demnächst meinerseits referenziert werden, wann immer ich auf schlechte Literatur treffe. Der Dienstag war teilweise anstrengend und schockierend – letzteres aufgrund folgendem Einschub:

Film-Ecke: „Der große Crash“ / „Margin Call“
Ich verkneife mir die Bemerkung über suboptimale Filmtitel-Übersetzungen und springe gleich zum Fazit. Wer Minimalismus bei Settings/Musik mag und Dialoge über Ethik und Wirtschaft wirken lassen möchte, ist hier richtig. Die (teils namhafte) Cast überzeugt und die Handlung ist überwiegend ruhig und schwermütig – keine falsche Effekt-Hascherei. Und damit ist dieser Film angenehm unkonventionell, wenn auch unangenehm bezüglich der Thematik.

Am Mittwoch ging es nach Berlin, um einerseits die TU dort kennenzulernen und dann an einem Bankett teilzunehmen, welches irgendwie nicht ganz so den Preis (aber die Erfahrung) wert war.
Der Donnerstag war dagegen (neben der Konferenz) richtig außergewöhnlich – Indisch zum Mittag (gutes Restaurant gefunden), (Dunkin‘) Donuts zum Nachmittag, „Social Network“ am Abend und Italienisch zum Abend (wieder ein Restaurant). Und da kamen niemand anderes als die Pet Shop Boys hereinspaziert. Wie krass ist das das denn! Unfassbar, wie so ein Ereignis den Tag prägen kann.
Am Freitag ging es nach dem Konferenz-Ende wieder in die Heimat (inklusive Regenschauer) und am Samstag (nach viel zu kurzer Nacht) noch mehr in die (zweite) Heimat. Dort wurde ich vom herbstlichen Wetter in ländlicher Gegend ordentlich „durchgefröstelt“. Wie gut, dass die anwesenden Hunde beim Streicheln etwas Wärme für meine Hände boten – nebst Sand für meine Jacke.
Ja, und heute habe ich dann endlich Staffel 1 von „Mad Men“ beenden können. Furchtbar, wie danach gleich der Wunsch nach neuen Folgen entsteht. Dabei gestehe ich, dass ich die Serie nicht unbedingt mehrfach sehen müsste. Sie ist zwar gut und historisch ziemlich aufschlussreich, aber profitiert letztendlich doch sehr vom Drama der Charaktere. Meine Staffelbox wird demnächst wahrscheinlich weitergereicht werden.

So, und aktuell kommt mir der Gedanke, hier eine weitere Seite anzufertigen, in der ich meine 52 Songs (aus dem gleichnamigen Projekt) zusammenfassen kann. Grund: ich möchte Wiederholungen vorbeugen. 😛

Ach ja, und ich habe neuerdings Gefallen am Netzwerk „GetGlue“ gefunden. Dort kann man ähnlich wie bei „Foursquare“ einchecken, wenn man einen Film oder eine Serie schaut… in der Hoffnung, dass die Algorithmen für personalisierte Empfehlungen einigermaßen was taugen.
Und ja, ich bin damit wieder ein Stück transparenter geworden. Komischerweise glaube ich trotzdem immer noch, für Überraschungen gut zu sein. Oder vielleicht will ich einfach ein Exempel für Durchschaubarkeit setzen. Ansichtssache.

Es verbleibt als einer wie ich
F.

The way it used to be

März 7, 2010

Ich bin immer noch überrascht, wie gut mir manche der neueren Lieder der Pet Shop Boys gefallen – darunter der heutige Titel. Scheinbar habe ich vergessen, dass dieses Duo auch mit Texten punkten kann, also nicht nur mit Ohrwurm-Melodien. Und wie multimedial und bescheiden zugleich ein Konzert gestaltet werden kann, habe ich kürzlich durch die jüngste DVD der Band erfahren. Nicht zuletzt lieferte es auch noch ein paar ’neue‘ Ohrwürmer.

Manche Tage sind fast wie geschaffen für nachdenkliche Exkurse in die Vergangenheit. Und so wurde ich heute an die letzten Jahre erinnert, als die Konstellationen im familiären Umfeld noch anders standen. Nun denn, der Wandel gehört zum Leben. Und ein Blick in den Rückspiegel kann auch lehr- bzw. hilfreich sein.

Apropos Wandel: Ortstechnisch habe ich ein paar Tage den Arbeitsraum in eine fremde Gegend verlagert. Wie schon im letzten Eintrag angedeutet ließ mich eine Dienstreise ein paar andere Ecken von Deutschland kennenlernen. Alles in allem sind damit wieder ein paar neue Erfahrungen auf meinem Konto gelandet. Aber andererseits war ich auch froh, dass es nur eine relativ kurze Reise war. Der Grund dafür liegt überwiegend im ungewohnten Umfeld mit anderen Wirtschafts- und Vermarktungsabteilungen, die nicht unbedingt zu meinem Alltag gehören.

Ich kann nicht sagen, dass die vergangene Woche mit all den neuen Eindrücken nun schneller oder langsamer vergangen ist. Nur war das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit etwas unausgeglichener als sonst. So habe ich zum Beispiel erst in den letzten zwei Tagen wieder ein paar Filme sehen können, aber im Gegenzug dazu mein Durchschnittspensum an Filmkonsum und Kinobesuchen wieder erreicht.
In Stichworten war von Historienfilm über Horror und schwarzer Komödie bis Drama alles dabei. Erwähnenswert finde ich hierunter den Film „Paranormal Activity“, der ja bereits im letzten Jahr Medienpräsenz genoss als einer der bemerkenswerteren Horrorfilme der letzten Jahre. Zu Meinungen, dass es sich nur um eine abgewandelte Form vom „Blairwitch Project“ handelt, kann ich nichts sagen, da ich jenen Film noch nicht kenne. Aber abgesehen davon war es ein unterhaltsamer Kinobesuch. Manchmal frage ich mich, warum ich zu dieser Art von Filmen überhaupt ins Kino gehe. Immerhin kann man da nicht die Lautstärke regeln, was vielleicht den einen oder anderen Schocker mildern würde. So ist es also eine Achterbahnfahrt für den Adrenalinspiegel. Aber wie heißt es so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid. 😛 Das Kino war nämlich relativ gut gefüllt und so eine Atmosphäre lässt sich schlecht zu Hause nachstellen. Kurzes Zitat: der Film ist sehenswert, aber nicht unbedingt für schreckhafte/empfindliche Menschen geeignet.

Empfindlich sollte man scheinbar auch nicht sein, wenn man zu größeren Pokerturnieren geht, wie frische Nachrichtenmeldungen berichten. Reichen ein paar Tausend Euro aus, um Leute zu solchen Taten anzustiften, oder ist der Hang zum Terror anderweitig bedingt?
Sollte es wirklich so einfach sein, seine Lebenslage gewissenlos mit Geld aufzuwerten? Irgendwie bin ich da skeptisch. Irgendwer meinte neulich mal, dass der Reichtum schnell vergessen wird, welcher hierzulande schnell  als Standard gilt. Ohne nun mit der Moralkeule zu wedeln, sei angemerkt, dass machmal lediglich eine andere Perspektive auf die eigene Situation fehlt.

Ansonsten bin ich enttäuscht, wie wenig Zeit ich zum Lesen fand. Da staut sich wieder einiges an Comic-Material auf. Andererseits lesen sich viele Geschichten im Rutsch auch besser. Ein weiterer Vorteil am Zeitmangel ist auch, dass man stärker selektiert, was es nun wert ist, gelesen zu werden.

Zum Schluss noch eine Frage an die Leser: Mein neuer Brennnesseltee ist selbst nach einer Woche noch ungewohnt in der Aromatisierung. Speziell der süßliche Nachgeschmack irritiert doch mehr, als ich dachte. Gibt es da vielleicht irgendwelche Verwertungsrezepte? (mischen oder anderweitig nutzen)

Es verbleibt in Erinnerung, wie es einmal war
F.

Numb

Februar 8, 2010

In dieser Woche liefern mir die Pet Shop Boys einen passenden Titel für den Eintrag (Auszug: „all the madness“). Das mag daran liegen, dass ich in den letzten Tagen eine Überdosis Fernsehen konsumiert habe. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor. Und nun fühle ich mich übersättigt durch Nichtigkeiten.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich mich über das Programm (im Allgemeinen) bereits hier ausgelassen. Aber nun ist das Thema mal wieder aktuell für mich. Und nein, es liegt nicht am Super Bowl, der just in diesen Minuten weltweit übertragen wird.
Bzw. wenn es bloß so eine harmlose Sport/Entertainment-Veranstaltung ginge, wäre ich nicht so entrüstet. Stattdessen war es ein Bombardement an Werbung, Grinsen und Selbstinszenierung, welches mich wahrscheinlich noch eine Weile heimsuchen wird. Details will ich dem Leser ersparen.

Was war sonst noch los: In der letzten Woche hatte ich zwei übermäßig lange Arbeitstage, viel Musik gehört und wieder einige Filme gesehen (genauer: vier).
Das Wochenende begann leider mit einer unerfreulichen Überraschung, als ich dank einer suboptimalen Zugverbindung (selbstverschuldet) etwa eine Stunde in einer eiskalten Wartehalle verbringen durfte. Ich habe zwar ein paar Kapitel geschafft (endlich, nach ca. 2 Wochen Lesepause), kann aber dennoch nur davon abraten mit frierenden Händen und tränenden Augen zu lesen.

Und damit wäre ich auch schon beim wohl beliebtesten Smalltalk-Thema dieser Tage: das Wetter. Es ist Winter, es ist kalt, und der Schnee kann sich scheinbar nicht entscheiden, ob er tauen oder wieder gefrieren soll. Stellenweise ist es also glatt und sowohl für Fußgänger als auch Autofahrer unangehm (wer noch Fahrrad fährt, ist selber schuld). ^^
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal meterhohen Schnee wegschaufeln durfte. Insofern ist es schon ein bemerkenswerter Winter. Seitens einiger Bekannter wird schon der Frühlingsanfang gefordert, was jedoch mindestens einen Monat zu früh sein dürfte. Solange der Alltag nicht wie am letzten Wochenende vollends lahmgelegt wird, kann ich jedoch noch mit dem Winter auskommen.

Ansonsten kam ich am Wochenende noch in den Genuss eines ungewöhnlichen Obstsalates mit Fenchel. Beim ersten Bissen musste ich an Hustensaft denken, aber insgesamt war es doch ziemlich lecker. Überhaupt macht Fenchel in meinem Leben in letzter Zeit einen Quantensprung, wenn es um Verwendbarkeit geht. Denn abgesehen von Salat lässt sich mit Fenchel und Mango zudem noch eine leckere Beilage köcheln.
Wird es also Zeit für einen neuen Trend? Na ja, warum nicht? Es muss ja nicht gleich ein Themenabend im Fernsehen werden (obwohl das vielleicht sogar noch eine Verbesserung wäre).

Es verbleibt immer noch leicht TV-geschädigt
F.

I get along

Juli 19, 2009

Ja, irgendwie muss doch jeder mit seinen Angelegenheiten klarkommen, auch wenn das nur ein Bruchteil vom Titel der Pet Shop Boys darstellt. Gab es dazu nicht so ein bizarres Schwarz/Weiss-Video? (mal nachforschen) Aha! Fast. Es gibt auch Farbe im Clip. Zumindest war meine Erinnerung tendentiell richtig.

Das Wochenende verlief überraschend unspektakulär, wobei ich auch keine hohen Erwartungen hatte. Aber etwas mehr Aufmerksamkeit für vernachlässigte Vorhaben wäre schon schön gewesen. Vielleicht passt davon noch einiges in die kommende Woche.
Also habe ich nicht viel gelesen, dafür jedoch ein paar Lieder gehört und einen Film gesehen. Letzteres war nicht sonderlich erbaulich, da erneut versucht wurde, mit Effekten eine schwache Geschichte zu überspielen.
Die Lieder von Regina Spektor, welche ich gehört habe, warfen bei mir ein paar Fragen auf, was die Texte angeht. Besonders anzumerken sind da „Genius Next Door“ und „Eet“. Falls ein Leser da zufällig eine Interpretation parat hat, möge er sich melden.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Vielleicht noch, dass ich kürzlich auf die bevorstehende Wahl aufmerksam gemacht wurde, was mich wiederum an die Beteiligung denken lässt. Es ist wieder einer der Tage, an denen ich Politikverdrossenheit gut verstehen kann. Aber vielleicht ist das auch vom Wetter abhängig.

Es verbleibt kurz vor dem Ende eines traurigen Jubiläums und beim Versuch, damit klarzukommen,
F.