Posts Tagged ‘Oreo-Eis’

Trembling hands

Juni 10, 2012

Der Titel bezieht sich auf meinen aktuellen Ohrwurm durch die Band The Temper Trap. Bin eher per Zufall auf deren Musik aufmerksam geworden. Und ich kann behaupten, die bis vor einem Monat überhaupt nicht zu kennen. Aber das ist bei dem Input an Mainstream-Schmu auch nicht schwer. Egal. Leute, testet die Mucke mal an. Ist wirklich sehr hörbar.

Was ist also in den letzten Tagen so passiert? Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, vom Arbeitsplatz aus zum Themenabend mit anschließender Grillrunde zu gelangen – war ja nur einen Flur entfernt.
Donnerstag war ich auf dem wohl kleinsten Couchsurfing-Meeting der hiesigen Community, welches mich in ein mexikanisches Restaurant (mit S.) in Rostocks Innenstadt führte und mich Zeuge einer „exotischen Tanzeinlage“ am Tisch gegenüber werden ließ. Wer kann denn ahnen, dass man die gemietete Gesellschaft kurviger und solariumsbrauner Art auch in einem Restaurant wahrnehmen kann? Ich war verleitet, die Karte nochmal zu studieren, ob das dort zum Service gehört – zumal der Betrieb für den Anlass Lieder der passenden Art (gewissermaßen anzüglich zum Ausziehen) während der Darbietung aufgelegt hat.
Und der Freitag verlief dann wieder ganz anders, als ich nicht nur (spontan) den EM-Auftakt in einer Kneipe in geselliger Runde (inklusive Special G.uest aus Kalifornien) mitverfolgen konnte, sondern danach noch Kostproben indischer Snack- und Filmkunst garniert bekam. Erfreut hat mich das „Happy Hour Angebot“ vor Spielbeginn. Danach gabs eine Runde „Chili-Kurze“ – holla! Und zum Nachspülen wollte ich eigentlich Wostok (Kräuterlimo) bestellen, erhielt dann aber ein Rostocker (Bier), welches ich dann sogar annahm und… auch trank. Keine Ahnung, warum mir das in dem Moment egal war. Kann am Chili gelegen haben. Dieses für meine Gewohnheiten sonderbare Verhalten wurde nicht mal gewürdigt. (Potzblitz! Und das, nachdem ich neulich sogar Kaffee getrunken hatte.) Ja, daher vermerke ich das hier besonders deutlich.
Was die indischen Snacks angeht, fallen mir die Namen natürlich ein… nicht. Das eine waren so Etwas wie größere Marzipankartoffeln in Rosenwasser-Sirup eingelegt (frisch aus der Dose) und das andere würzige Puffreis-große Knusper-Erbsen. Urteil: interessant.

Hat er auch wieder Filme gesehen? Hat er, hat er.
Mal eben in den Tagesverlauf reingedrückt habe ich „50/50“ (dank 1,4-facher Geschwindigkeit) – ein nachdenkliches Sozialdrama mit sehr guten Schauspielern und einer packenden Geschichte. Kann ich empfehlen. Ist aber keine leichte Kost.
Und dann wäre da noch „Ra.One“, die Bollywood-Version von „Matrix“, „Iron Man“, „Terminator“ und „TRON“ – ja, all das in einem (zu langen) Film mit Singsang, Tanz und Tränen. Habe ich schon erwähnt, dass ich vor dem Film in einer Kneipe war? Unter anderen Umständen wäre das bunte Spektakel wohl schwieriger zu ertragen gewesen. Kann ich diesen Film empfehlen? Um Himmels Willen nein. Dagegen ist Marvel’s Thor ein Shakespeare-Drama. Sogar DC’s Flopp „Green Lantern“ erscheint im Vergleich dazu gar nicht mal so schlecht, obwohl ers war. Mir wurde ja nahegelegt, nicht zu sehr auf die Handlung zu achten… aber das ist mit 2,5 Stunden Spielzeit nicht leicht. Und nein, nur wegen ein paar „besseren“ Effekten, netten Drehorten und westlich angehauchter Popmusik punktet der Schwachsinn mit der Grinsebacke Nummer 1 nicht. Ich meine, wie tief muss man die Erwartungen senken, wenn ich behaupte, dass das Beste an dem Action/Adventure-Film noch die Tanz-Einlagen sind?
Und um mal einen Vergleich zu den herkömmlichen Superhelden-Verfilmungen zu machen: bei Batman wird die ganze Stadt terrorisiert, bei Captain America wird ein Kontinent bedroht, bei X-Men steht die gesamte Menschheit vor der Versklavung und bei The Avengers gibt es eine Alien-Invasion. Was steht bei „Ra.One“ auf dem Spiel? Das Leben eines Rotzbengels, der dem Zuschauer nicht wirklich sympathisch erscheint. Aber stimmt ja, in Indien haben die so wenig Nachwuchs. Da kommt es schon mal auf die Göre von reichen Leuten an. Upps, Fehler meinerseits. Ich habe auf die Handlung geachtet und nicht auf die mühsam einstudierten Gesichtsausdrücke der Hauptdarsteller. Schade, dass ich „Snow White and the Huntsman“ nicht danach gesehen habe…

Was war denn am Wochenende? Ja, Fußball war. Habe das Spiel aber nur halb verfolgt. Heute dann ein wenig gedaddelt – „Child of Eden“ (neues Level freigespielt). Bei „Oblivion“ stellte ich fest, dass man nur einen Charakter fortsetzen kann, was mich natürlich den erarbeiteten Spielstand kostete, als ich einen Neuen angelegt habe. Und ich bin wieder mehrfach bei „Sonic“ gestorben. Echt deprimierend. Da geht sowas von der Spielspaß flöten.
Da fällt mir ein, dass nun Trailer zu neuen Spielen um „South Park“ und „Tomb Raider“ veröffentlicht wurden. Das sieht schon sehr gut aus – fürs kommende Jahr.

Lese-Ecke: auch da kann ich was berichten. Ich habe mich heute auf der Heimfahrt in Sachen „Batwing“ eingelesen. Das ist so eine Art Mischung aus Batman und Iron Man, spielt in Afrika und ist überwiegend einfach nur brutal. Also absolutes Mittelmaß. Da hilft auch kein Gastauftritt von Batman und Co.. Aber was soll den Schmu wieder rausreißen? Na klar, DC Comics setzt einfach einen guten Zeichner darauf an. Das ist das eigentliche Drama. Dass Talent für 0-8-15-Inhalte herhalten muss.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht: im roten Netto gibt es nächste Woche Oreo-Eis – das, was ich in Wien hatte. 🙂

Es verbleibt ohne zitternde Hände
F.

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Don’t think about me

April 29, 2012

Was nimmt man nicht alles im Urlaub mit? (Nicht in den Urlaub, sondern schon im Urlaub.) Ich bin selbst überrascht, dass ich irgendwie kurz bei DSDS 2012 (dem Finale) hängen geblieben bin. Damit gehöre ich scheinbar nicht zu einer „großen“ Mehrheit, da Berichten nach die Sendung in der Zuschauergunst gefallen ist. <Ironie> Na so ein Wunder. Dabei sind da doch so talentierte Sänger dabei – sowie ein sympathischer Moderator und eine eloquente Jury. </Ironie>
Luca Hänni heißt der (aus meiner Sicht bedauernswerte) Junge, der nun den Titel „Superstar“ aus deutscher Sicht tragen darf, ihn international aber erst verdienen müsste. Letzteres wird ihm mit einem Song wie dem Titel aber kaum gelingen, da die Produktion derart lieblos ist, dass es einfach nur dreist erscheint, dafür Geld verlangen zu wollen. Aber egal. Ansichtssache. (So viel besser sind „One Direction“ ja auch nicht unbedingt – im Bereich Musik für die entsprechende Zielgruppe.)

Urlaub! Und ich blogge trotzdem. Mal schauen, was alles passiert ist.
Es gab erneut eine Trash-Party, die wieder wunderbar ins Wochenende eingeplant werden konnte. Kurz darauf konnte ich den dritten Teil der „Hunger Games“ („Die Tribute von Panem“) auslesen. (Eine Kritik dazu werde ich auch mal verfassen… irgendwann). Die Arbeitswoche war für mich kurz, weil… Urlaub! Dieser begann jedoch alles andere als erholsam. Was soll man sagen, wenn man sich fürs Aufräumen freinehmen muss? (OK, so etwas wie Besuch gibt da noch mehr Ansporn.) Jedenfalls dauerte es Stunden und raubte Kraft. Wie gut, dass gleich im Anschluss „Avengers“ auf dem (Kino-)Plan stand, bevor der Tag dann in eine lange Nacht des Wissens gipfelte und sämtliche Kraftreserven aufgebraucht hatte. Wie gut, dass es am Tag darauf hieß „raus und ab zum Bahnhof/Bahnhof/Bahnhof/Flughafen/Bahnhof/Hotel“. Nur 9 Stunden später waren wir auch schon in Wien.

Wien. Ja, diese Stadt ist schon ein Erlebnis. Ich könnte nun problemlos ein Essens-Tagebuch anlegen. Anders als zum Beispiel bei London, stand für mich bezüglich Österreich ja weniger „Sightseeing“ als viel mehr „Sighttasting“ auf der Agenda. Erstes Frühstück am Samstag? Kaiserschmarn. Zum Abend dann ein Wiener Schnitzel. Heute ein Stück Sacher Torte.
Jeder Ernährungsberater würde den „Hot Button“ aktivieren – im Sinne von Alarm. Aber nein, das muss sein. So oft bin ich hier ja nicht. Was auch wieder sein Gutes hat, denn es verursacht Ausgaben wie vom anderen Stern.

Auch Frischluft wurde geboten. Weniger in den Gaststätten, da vielerorts das Rauchen gestattet ist. Dafür 100 Meter in der Höhe – z.B. bei einer Fahrt mit/auf dem Prater Turm (ein Kettenkarussell). Hat Spaß gemacht.

Weniger Spaß brachte mir meine Probierfreude ein. Heute abend waren wir indisch essen und ich wich von der Gewohnheit ab und bestellte statt einem Mango-Lassi die salzige Variante (mit etwas Kreuzkümmel als Geschmacksgeber). Boah, war das eine Salz-Jauche! Nein, sorry, dafür ist mein Gaumen nicht ausgelegt. Und auch das Curry war nicht so lecker, wie ich es mir gewünscht hatte. Dafür ging es anschließend zum Bio-Eis-Verkäufer um die Ecke, wo auch nur gut 40 Leute anstanden. Kann kein schlechtes Zeichen sein, oder? War es auch nicht. Genuss!

Kino-Ecke: heute mit zwei Berichten aus heimatlichen Lichtspielhäusern:
> „Battleship“ : ich war echt am Überlegen, ob ich mir ein T-Shirt mit dem Spruch „I can’t believe I watched Battleship in the cinema“ anfertigen sollte. So eine Katastrophe war der Film für mein Cineasten-Herz. Ja, ich wurde vorgewarnt, dass die Handlung flach ist. Nur zwei Dinge ließen mich dennoch den Versuch wagen: eine Empfehlung von U., der den Film sogar ein zweites Mal im Kino sehen wollte und die IMDb-Wertung von 6.5 (von 10). OK, es war kein totaler Rotz wie „Battle LA“, aber ich war wohl nicht so recht drauf eingestellt an dem Tag (oder einfach zu nüchtern). Fazit: Leute, guckt lieber noch mal „Independence Day“ aus den 90ern und spart euch das Geld für die paar neuen Effekte neben der belanglosen Story.
> „The Avengers“ / „Marvel’s Avengers“ / „Avengers Assemble“ : Unterhaltung vom Feinsten, wenn auch ich mir den Anfang etwas „flotter“ gewünscht hätte. Zwei Dinge möchte ich besonders hervorheben: wäre ich nicht schon längst Fan der Film-Version von Iron Man gewesen, wäre ich es spätestens jetzt. Und noch nie war mir eine Hulk-Adaption so sympathisch wie bei dieser Darstellung. (Das wären dann auch meine zwei Highlights neben den vielen anderen lobenswerten Aspekten wie Soundtrack, Effekte, Darsteller, Kulissen und Ausgewogenheit der Handlung.) Fazit: einer der besten Filme des Jahres! (Das Warten hat sich gelohnt. DC Comics ist nach dieser Steilvorlage von Marvel erst mal am Arsch.)

Noch kurz ein Einschub der Kategorie „Dinge, die wir in Deutschland brauchen“: Oreo-Eis und weiße Malteser. Beides haben die Ösis im Laden.
Zum Ausgleich „Dinge, die gern weiterhin in Ösiland bleiben können“: Seifen in Nahrungsmittel-Sorten wie „Honig-Marzipan“ oder Raucherlokale.

Es verbleibt ohne weitere Gedanken an irgendeinen Casting-Gewinner
F.