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Logbuch : Museen und Sonne

September 8, 2013

gallerie_bIch bin so ehrlich und werde diesen Eintrag später fertigstellen, da mir immer noch etwas Schlaf fehlt. Zumindest ein Foto füge ich schon mal bei.

Es verbleibt müde
F.

EDIT: und hier der Eintrag.

Mit dem Monatswechsel ergab sich für mich auch ein Wandel im Alltag, denn ich bin nun (wieder) Praktikant. Dementsprechend ausgefüllt sind zur Zeit die Wochentage. Das „frühere“ Aufstehen klappt relativ gut, wobei ich das optional auch etwas schieben könnte, was ich aber zunächst nicht vorhabe. Der Grund dafür liegt in der Abendgestaltung – beispielsweise das Training dienstags und das Redaktionstreffen mittwochs. Solche Termine möchte ich nur bedingt ausfallen lassen.

Eigentlich fasst dieser Absatz schon die halbe Woche zusammen. Ich stehe auf, gehe zur Arbeit und beschäftige mich danach mit den üblichen Aktivitäten bzw. verlege manches vor. Die Auswahl für die Musikredaktion hatte ich also letzte Woche schon am Dienstag zusammengestellt.

Apropos Engagement: das Couchsurfing-Meeting legte ich ohne große Abstimmung (mangels Feedback) auf den mir am besten passenden Abend – Donnerstag. Und erfreulicherweise kamen sogar ein paar neue Gesichter dazu. Wir saßen zunächst am Stadthafen, was durch das milde Wetter noch möglich war, und gingen dann ins „Warmbad“, wo ich einen komischen Club-Mate-Mix hatte, den ich nicht weiterempfehlen kann. Auch mein Abendbrot fiel an dem Abend etwas dürftig aus.

Apropos Club-Mate: mir fiel wieder ein, dass es eine neue Sorte gibt und diese im Späti in der KTV zu finden sein würde. Auf dem Heimweg am Donnerstag lag besagtes Geschäft und ich probierte mein Glück. Nix. Stattdessen begnügte ich mich mit der Winter-Edition, die ich auch noch nicht probiert hatte bzw. im letzten Winter gar nirgends fand.

Der Freitag wurde zum Freutag. Nach der Arbeit war ich kurz in der Stadt, um wieder in Tonträger zu investieren, gönnte mir einen Döner und traf mich dann mit G. am Margaretenplatz, um die Eisscholle aufzusuchen. Zwei Kugeln (Erdbeer- und Pfefferminz-Eis) später ging es noch kurz zum Späti, wo sie tatsächlich die neue Club-Mate-Sorte hatten, zum Wochenendeinkauf und dann nach Hause. Doch damit sollte der Tag noch nicht vorbei sein. So wuselten wir abends zur Barke und dann ins ST, wo sich die DJs zunächst irgendwie nicht einigen konnten, wohin die „Ahoi-Party“ musikalisch steuern sollte. Erst als es relativ voll war, ging man in den „Guetta-Modus“ über.
So spaßig der Club-Abend auch war, eine Art Verzweiflung erreichte mich dann doch, als ich nach der Heimkehr auf die Uhr schaute. Das Wochenende sollte schließlich in aller Frühe beginnen – mit der Zugfahrt nach Berlin. Tja, und so blieb mir nur eine Schlafzeit in Spielfilmlänge, für die ich allen Ernstes nicht den Wecker, sondern den Timer stellte.

Ein Freund meinte mal, dass der Mensch nach 25 nicht mehr so recht zu Hochleistungen fähig wäre. Das würde ich nun anzweifeln, weil ich bislang noch nie so wenig Schlaf hatte. Entgegen meiner Hoffnung, im Zug schlafen zu können, was mir sonst eigentlich nicht schwer fällt, konnte ich das Schlafkonto für den Samstag morgens nicht aufstocken. Schuld waren nebst Gewusel im Waggon noch die freundlich helle Sonne und vor allem das Geflacker dank der Fauna an der Strecke. (Stichwort Baumwipfel) Dafür hörte ich mich auf der Fahrt nochmals in Taylor Swifts „RED“ ein und kann nach über 20 Liedern sagen, dass die Frau echt Probleme hat. ^^
Am Berliner Hauptbahnhof angekommen war ich so unglücklich über meinen Zustand, dass ich beim zuckrigen Frühstück bei Dunkin Donuts um einen Schluck aus dem übergroßen Kaffeebecher von K. bat. Wie gut, dass sie Kaffee so versüßt und vermilcht mag, dass Puristen wohl die Krise kriegen könnten.
Berlin_MuseumGestärkt machte sich unsere Gruppe auf zur Museumsinsel. Das Kombi-Ticket lässt einen in 5 Museen – wir schafften innerhalb etwa 5 Stunden drei davon.Berlin_Gallerie Ich bedauere ein wenig, dass wir die Nationalgallerie erst zum Abschluss besuchten, da ich nach so viel Audio-Guide-Gebabbel und Reizüberflutung tatsächlich den „Denker“ übersehen hatte, obwohl ich zweifelsfrei auch in dem jeweiligen Raum war. Nur beachtete ich überwiegend die Bilder und weniger die Statuen. Na ja, passiert. Wenigstens haben die anderen das Kunstwerk fotografiert. Auf dem Weg zum Bahnhof machten wir bei strahlendem Sommerwetter noch einen Umweg zum Alexanderplatz, wo wir uns bei „Bandy Brook“ ziemlich teures Eis gönnten. Ich kann bei einer Wahl von zwei Kugeln von der Option Eiswaffel abraten, denn das wird schnell zum Balance-Akt, weil die Waffel so schmal ist. Zum Abend ließen wir uns in Werder nieder, wo wir ein üppiges Abendessen erhielten.

Was mir beim Betrachten der vielen Kulturschätze zu Denken gab, war die Vergänglichkeit hinsichtlich Weltanschauung sowie die Tatsache, dass wir Menschen scheinbar schon immer gern mal Dinge unvollendet lassen. Danach sehe ich Projekte wie S21, BER und die Elb-Philharmonie mit anderen Augen. Und wie kann man beim Betrachten antiker Fundtücke noch an die Beständigkeit aktueller religiöser Inhalte glauben? Wenn man sich die Geschichte in Jahrhundert-Schritten vorstellt, ist vielleicht auch das Christentum nur ein Trend, der kommen und wieder gehen mag.

EntenAm Sonntag sah ich dann endlich die Chinesischen Laufenten in Aktion, von denen S. im Vorfeld berichtet hatte. Und ja, die Bewegungen sind schon etwas lustig. Auch die Meerschweinchen sorgten für Erheiterung – allen voran „Mr Bad Hair Day“ (aka Puschel). Wir packten die Sachen und fuhren zurück nach Rostock. Dort angekommen entschied ich mich noch für einen Kinobesuch, den ich leider bereuen sollte.

Jedenfalls habe ich nun Grund, die Meinung von „Pöni“ von poenack.de noch mehr relativieren. Hatte dieser Kritiker einem Schmu wie „White House Down“ doch tatsächlich fast die Höchstwertung gegeben. (Stichwort WTF) Dieser Film rangiert für mich auf dem gleichen Level wie „Olympus Has Fallen“ – aber total, trotz personellen oder finanziellen Unterschieden. Oder mit anderen Worten: selten sah ein 150-Millionen-Dollar-Blockbuster so billig aus. Und wenn der Drehbuchautor von diesem klischeebeladenen Action-Drama tatsächlich zu den Vielverdienern in Hollywood gehört, kann ich nur mit Sorgen in die Zukunft schauen. Und dabei klammere ich hier den Patriotismus-Aspekt noch aus. Klischee-Checkliste gefällig?

  • Hauptfigur ist Single (ggf. mit kaputter Familiengeschichte), keine Intelligenzbestie und Experte in Sachen Kampf und Waffen
  • nerviges Kind, welches unbedingt (und ohne großen Schaden) überleben muss
  • nerdiger Hacker/Wissenschaftler mit wenig sozialer Kompetenz
  • unfassbar übertriebene News-Einspieler mit dummen Reportern
  • fataler Rettungsversuch, der schon in der Theorie wenig erfolgsversprechend erscheint
  • Fenster/Scheibe aus Plastik
  • Kommandozentrale mit möglichst vielen Monitoren (bzw. Video-Wall)
  • lächerliches Autorisierungsverfahren
  • Führungskraft, die blökend nach dem Grund des Chaos fragt
  • glückliche Fehlschüsse/Volltreffer für Bösewicht/Held im Übermaß
  • Erfolgsmoment, bei dem sich (wildfremde) Kollegen umarmen und jubeln
  • Schurke mit Akzent

(5/10)

Danach konnte der Abend nur besser werden. Und den verbrachte ich mit dem Sortieren von Dateien sowie allgemeinen Aufräum- und Planungsabläufen.

Und diese Woche bricht nun scheinbar der Herbst an. Stört mich nicht sonderlich, da ich eh meist indoor zu tun habe.

Es verbleibt mit verbesserungswürdigem Zeitmanagement
F.

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