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Forever changed

Februar 28, 2013

Es wird mal wieder Zeit für einen Eintrag, welcher nicht unter „Ansichtssache“ oder „Logbuch“ einzuordnen ist. Und da nehme ich natürlich wieder einen Songtitel als Überschrift. (Fehlte mir schon richtig.) Das referenzierte Lied stammt von Carrie Underwood, deren aktuelle Musik mir in den vergangenen Wochen immer mehr gefällt, und handelt von einer rührenden Geschichte über eine Mutter. (Keine Ahnung, ob das biografisch angehaucht ist.)
Abgesehen von der neugefundenen Verbundenheit zu dieser Musik hat der Titel auch gewissermaßen Bezug zu meinem Alltag, was aber an anderer Stelle behandelt wird.

Nun zum Anliegen. Und da wird es wieder politisch. Fast jeden Tag gibt es Meldungen, die nicht gerade Hoffnung auf die Zukunft machen. Und wenn dann noch Hintergrundinformationen erwähnt werden, die prima in etwaig ausgerichtete Spekulationen passen, rundet sich das Bild einer suboptimalen Welt ab. (Und das ist nur verblümte Formulierung.)

Beispiel 1 betrifft den nun schon monatelangen Hickhack über ein Gesetz, dessen Notwendigkeit aus meiner Sicht nie ausreichend kräftig begründet wurde. Wo man sonst standardmäßig auf die selbstständige Regelung durch den Markt verweist, soll nun ein Sonderfall geschaffen werden. Und warum? Damit Entschädigung gefordert werden darf, wo dies bisher nicht möglich bzw. teilweise widersinnig ist. Und wer profitiert? Ganz klar eine Lobby. Und zwar eine, die genügend Druck in Regierungskreisen erzeugen kann und dazu noch eine differenzierte Betrachtung des Vorhabens seitens der Allgemeinheit beeinflussen kann. Was gemein als Zensur angeprangert werden kann, lässt sich nämlich auch gut zum Verschweigen verwenden. Ganz nach dem Motto: was nicht passt, wird passend gemacht.
(Das Bild verlinkt den dazugehörigen Artikel bzw. den Demo-Aufruf der digitalen Gesellschaft)

Und was passieren kann, wenn eine Lobby genau das Gegenteil von Verheimlichen will, zeigt Beispiel 2. Auf geschickte Weise lassen sich Daten sammeln und verwerten. Das ist zwar in vielen Fällen an der Tagesordnung und je nach Lebensstil so komplex, dass ein Zurückverfolgen kaum möglich erscheint, aber in diesem Fall insofern heikel, weil hier teilweise nicht mal eine Unterschrift notwendig ist bzw. von informierter Einwilligung nur bedingt die Rede sein kann. Aber hey, man bekommt ein Buch dafür… und wer-weiß-wie-viele Anrufe und Postsendungen zu Werbezwecken dazu.

Diese zwei Beispiele belegen erneut, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Und aufmerksames Verfolgen des Zeitgeschehens bietet stets ausreichend Möglichkeiten für den Frustaufbau. Und was sind eigentlich unabhängige Medien? 😛
So, zum Ausgleich gibt es abschließend noch ein paar Tierfotos.

Es verbleibt vorm nächsten Lebensabschnitt
F.

One night in Bangkok

Juni 16, 2011

Ja, wer hätte gedacht, dass ich bei einem Titel auf Mike Tyson verweise, der mich vorhin mit einer Cover-Version zu besagtem Lied überrascht hatte.

Und damit auch gleich zum ersten Punkt: Es gibt eine (mehr oder weniger erzwungene) Fortsetzung zu Hangover im Kino (,wobei eben jener Titel vorkommt). Je nach Interesse neige ich dazu, Filmkritiken vorab zu lesen. Bei eben jenem Werk finde ich die Meinungsverschiedenheit ziemlich auffällig. Während eine Reihe von Kritikern jede Menge am Film auszusetzen hat, schienen viele Kinogänger daran Gefallen gefunden zu haben.
Und? Tja, ich würde sagen, dass es auf die Erwartungshaltung ankommt. Was haben die Kritiker denn gedacht? Sollte auf einmal alles anders sein als beim ersten Teil? Wohl kaum. Und so ist es letztendlich ein Film, der dem Vorgänger ähnelt. Und ich bin sicher, dass viele Zuschauer (wie auch ich) das geahnt haben und daher zufrieden aus dem Kino kommen.

Themenwechsel: Seit dieser Woche probiere ich meine Organisation mit SimpleNote zu erweitern. Dieser Dienst synchronisiert einfache Textdaten auf unterschiedlichen Plattformen – also Rechner und Smartphone zum Beispiel. Dazu gibt es natürlich viele Alternativen. Aber ich teste halt nun diese Variante, die mich nicht zuletzt durch ein Widget für Mac OS X überzeugen konnte.
Und so fällt es mir hoffentlich leichter, Themen für einen Blogeintrag zu sammeln – als Beispiel.

Es folgt wieder etwas Politik:
Bald ist ja wieder Urlaubszeit und da schaut man auch gern mal ins Ausland. Aber dieser Tage reicht es auch, mal die eine oder andere Schlagzeile mitzubekommen, um an ferne Orte zu denken.
Wie wäre es zum Beispiel mit Griechenland, wo die Sonne scheint und viele Leute auf die Straße gehen. Von europäischer Seite kommen Finanzhilfen und dort reicht es nicht aus. Irgendwie traurig und doch scheinbar alternativlos. Es bleibt nur fraglich, wie mit einer drohenden Insolvenz umgegangen werden kann bzw. ob die Leute dann noch mehr Protest äußern.
Protest ist auch ein Stichwort, wenn es um Syrien geht. Hier ist das Dilemma noch viel drastischer. Es gibt Revolte gegen die Regierung, aber diese wehrt sich mit aller Macht und wird dabei unterstützt – von so ziemlich jeder wirtschaftspolitischen Macht. Ein Kurswechsel ins Ungewisse ist unerwünscht. Und so nimmt man die Opfer in der Bevölkerung einfach hin bzw. kritisiert nebenläufig das Vorgehen. Das ist Weltpolitik heute. Schlechte Ausgangslage und gute Nacht. Dazu kann man bestimmt noch viele andere Beispiele finden. Na, Hauptsache, der globale Handel läuft.

Jedoch kennt auch die Globalisierung noch Grenzen, und zwar hinsichtlich Medien. Zwar sind weltweite Erscheinungstermine für Filme oder Musik keine Seltenheit mehr, aber ein Internet-Video aus Land A kann in Land B schnell geblockt sein. Bestes Beispiel: die Mediatheken größerer TV-Sender. Das eine Material ist nur zeitlich begrenzt zu sehen, das andere nur an bestimmten Tageszeiten und wieder anderes nur gegen eine dreiste Gebühr, und wieder anderes ist geografisch gebunden. Geografisch gebunden im Internet? Irgendwie paradox. Und dann auch irgendwie sinnlos, denn es fördert doch nur die „dunklen Kanäle“. Eigentlich möchte die Industrie genau das unterbinden. Wieder paradox.
Lösungsansatz für ein globales Netz könnte eine globale Mediennutzungsgebühr sein, die, wenn sie fair gestaltet ist, sowohl Produzenten von Inhalten ihren Anteil gibt und andererseits illegalen Bestrebungen einiges an Luft nehmen würde. Aber das würde eine internationale Zusammenarbeit von Behörden und Unterhaltungsindustrie erfordern – alles Parteien, die gern etwas mehr vom Kuchen haben wollen und dabei den Konsument vernachlässigen. Irgendwie komisch.

Ebenfalls komisch finde ich die Tatsache, dass es auf der Welt eine Vielzahl von Kalendersystemen in Verwendung gibt. Ich habe kurz versucht, eine aktuelle Auflistung zu finden. Fand aber nicht wirklich etwas. Und ebenso anspruchsvoll gestaltet sich dann vielleicht auch die Suche nach einem Daten-Übersetzer. Ich denke, auch hier könnte etwas mehr Globalisierung nicht schaden.

Und schließlich noch ein Blick ins Inland: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) soll jungen Leuten die Möglichkeit geben, ein paar Monate für die Gesellschaft aktiv zu werden, bevor es um den Einstieg ins Berufsleben geht. Nur scheint der Anklang relativ mau zu sein. Ohne Zivildienst pfeifen jedoch viele Einrichtung aus dem letzten Loch. Und Verpflichten möchte man niemanden.
Dazu ein Lösungsvorschlag (,der heute in der Mittagspause zusammengebastelt wurde): Man könnte den BFD für alle freigeben, also auch ältere Leute, die sich schwer auf dem Arbeitsmarkt tun. OK, das allein würde wohl auch nicht mehr bringen. Also muss ein Anreiz her. Und der könnte in Form von Vergütung gefunden werden. Wenn einem beispielsweise pro geleistetem BFD-Jahr ein aufgestockter Hartz-IV-Satz zusteht, lässt das vielleicht ein paar Leute ins Wanken kommen.

So, das waren heute mal ein paar mehr Punkte, die ich „abarbeiten“ wollte. Daher lasse ich das nun erst mal wirken.

Es verbleibt bislang ohne Aufenthalt in Bangkok
F.

Last dance

Mai 25, 2011

Wie mir die generierte URL signalisiert, hatte ich den Titel bereits schon mal. Macht aber nichts, weil ich just daran erinnert wurde, wie gut das Lied der Raveonettes ist. Grund dafür wiederum ist die aus meiner Sicht gelungene Eigen-Interpretation, wie ich sie heute abend bei der Rock Band Party schmettern durfte.

Und ja, nun da ich wieder im HQ residiere, nehme ich mir die Zeit für einen weiteren spontanen Eintrag, zu dem mir bestimmt noch ein paar Themen einfallen.

Da wäre zum Beispiel ein Nachtrag (oder Nachschlag?) zu letzter Woche, in der ich doch tatsächlich mehrfach darauf angesprochen wurde, wie (salopp ausgedrückt) „gut im Futter“ ich bin. Das ist insofern ironisch, da ich seit gut zwei Monaten nach längerer Abstinenz wieder einen Unisportkurs belege. Weckt dieser meinen Appetit oder ist das vielleicht nur eine Verschiebung wegen Muskelaufbau?
Na ja, wahrscheinlich könnte ich eher eine Verbindung mit stressigen Arbeitstagen herstellen. Aber wie dem auch sei – wirklich beunruhigend finde ich das nicht. Hauptsache gesund.

Da fällt mir ein: Montag bekam ich dann auch scheinbar verspätet den Trubel um EHEC mit, was in den Medien zur Zeit zunehmend Beachtung findet. Manche Formulierungen klingen schon recht drastisch, aber zum Teil dann auch wieder wie Panikmache. Spätestens da werde ich unzufrieden, was die Standards der hiesigen Medienlandschaft angeht.

Das wiederum erinnert mich an die Panorama-Reportage über Scripted Reality und den de-facto-Zustand, dass der Zuschauer kaum noch feststellen kann, was real im Fernsehen ist, weil Sender zum einen nicht verpflichtet sind, derartige Inhalte zu kennzeichnen und das zum anderen auch gern vermischen.
Wie dem auch sei: Medien sind mit Vorsicht zu genießen. Ich hoffe nur, dass jeder Konsument hin und wieder darauf hingewiesen wird, befürchte jedoch das Gegenteil.

Nächster Punkt: Afghanistan – ein Land, was ich nur aus dem Fernsehen kenne und dort immer nicht besonders positiv dargestellt wird. Wie auch – bei all den negativen Meldungen? Ich erinnere mich, wie ich kurz vor Weihnachten auf der Straße von einer älteren Dame angesprochen wurde, eine Petition zu unterzeichnen, welche die sofortigen Rückzug deutscher Truppen aus der Krisenregion fordert. Und auch im Bekanntenkreis stieß ich im Zuge von Nachrichten auf ein ähnliches Meinungsbild – nach dem Motto: „warum muss sich unser Land das antun?“. Und auch hier stellte ich fest, dass die Antworten anders als so manche Parteiumfragen gar nicht so schnell zu finden sind. Ja, das kreide ich den Medien an. Die Frauengeschichten so mancher Ex-Fußballspieler werden bis ins Detail aufbereitet, aber solche Fragen wie Geldfluss und Hintergründe zu Auslandseinsätzen kommt aus meiner Sicht zu kurz.
Aber vielleicht will man den Bürger auch nur schonen und nicht mit unerfreulichen Details belasten. Terrorbekämpfung – was mit diesem einen Wort bestimmt schon alles abgestempelt wurde?

Mir reicht es jedenfalls vorläufig mit zweifelhaften Einfärbungen von Medienberichten.

Es verbleibt bis zum nächsten letzten Tanz
F.

PS: ich bin gerade überrascht, wie stimmig mein eher düsterer Text zur Musik der Raveonettes passt.

Sleepwalker

Juli 25, 2010

Ich bin gerade am Multitasken. Dennoch starte ich schon mal den Blogeintrag, weil der „Lebenssoundtrack“ noch etwas Zeit braucht. Bei der Aktion kam übrigens auch der heutige Titel vor, wenn auch an einer sehr kuriosen Stelle. Ja, dieses Lied von Adam Lambert ist aus meiner Sicht eins der besten von seinem Debütalbum.

Und damit bin ich wieder am Schreiben in diesem herrlich unverkrampft anmutenden Blog. Ach ja, also die „Soundtrack-Aktion“ verläuft so, dass ich den Zufallsgenerator am Laufen habe und mir dieser aus meiner Musiksammlung Lieder präsentiert, welche ich dann der Reihe nach in ein Schema einfüge. Dabei kommen natürlich auch mal sehr unpassende Stücke zum Vorschein oder Songs, mit denen ich eigentlich nichts am Hut habe. So, nun bin ich auch fertig damit. Das Ergebnis lässt sich in meinem Tumblr-Blog bewundern (auf Englisch). –> Link

So, was sonst. Die letzte Woche hat mir echt ein paar Nerven geraubt. Und leider wird das in den nächsten Tagen nicht unbedingt besser werden. Also beschränke ich mich beim Rückblick vielleicht besser nur auf das Wochenende. Dieses verlief zwar nicht unbedingt optimal, aber war dafür entspannend. Gestern gab es einen tollen Abend am Wasser und heute habe ich einiges an Folgeb aufgeholt in Bezug auf „How I Met Your Mother“. Ja, und dann natürlich noch die tolle „Soundtrack-Aktion“.

Auf der „Probiert“-Liste kann ich nun Granatapfelquark abhaken (wow, das Wort hat vier a’s), der wie erwartet süß und unterschwellig fruchtig schmeckt.

Dann wurde ich jüngst wieder medial überflutet, und zwar nicht nur mit Sitcoms, sondern auch mit Berichterstattungen zum Raver-Unglück und zu Dramen in der Prominentenwelt. Ja, und dann darf da natürlich auch nicht der eine oder andere Vlogger fehlen – also komische Privatmenschen, die ihr Leben gern mit der Welt teilen (eigentlich fast wie Prominente). Dabei kam mir der Gedanke, wie absurd es doch ist, andere bei ihrem Alltag zuzuschauen. Ich meine, ich habe auch ein Leben. Ich habe auch schon mal überlegt, das mit der Kamera festzuhalten… aber diese Idee dann verworfen, weil ich Bedenken bezüglich der vielen Nacharbeit habe. Dabei würde ich gern Erfahrung mit Videoschnittsoftware sammeln. So schwer kann das doch nicht sein. ^^

Na ja, vielleicht wird daraus noch was werden. Wie vielleicht auch aus dem Buch, welches ich weiterlesen möchte.
Ach, irgendwie kann Zeitmanagement eine große Herausforderung sein. Ich könnte problemlos ein paar Dinge aufzählen, die ich gern erledigt hätte. Und oft verweist man dann auf fehlende Zeit, was aber nur die halbe Wahrheit ist. Seien es nun Prioritäten oder Ablenkungen… oder vielleicht einfach Trotz, sich nicht entscheiden zu wollen… irgendwas ist immer.
Na Hauptsache, man bedauert am Ende der Woche nicht, dass man sieben Tage irgendwie verloren hat (wie ein Schlafwandler oder so). So sehe ich das zumindest. Und ich kann sagen, dass ich trotz so einiger offener Ziele nicht untätig war. Der nächste Schritt nach diesem Ansatz wäre aus meiner Sicht der tägliche Kurzrückblick, der jedoch bei mir noch mit negativen Resultaten behaftet sein könnte.

Alles in allem eine Optimierungsaufgabe… wie vieles im Leben – sei es der Tagesablauf, die Wochenplanung, das nächstbeste Betriebssystem oder irgendein Sicherheitskonzept.
Huch, mir fällt gerade ein, dass ich noch den einen Film gucken wollte… und dann noch die Konzert-DVD, die ich neulich schon angefangen hatte. Tja, nun ist es in einem Blogeintrag vermerkt. Vielleicht hilft das.

Es verbleibt im Kampf gegen den Zeitmangel
F.

PS: ich wollte eigentlich noch über einen Artikel über die Scheinheiligkeit von Twitter (im Zusammenhang mit Sofortnachrichten) eingehen, aber das passt mir nun nicht mehr ins Konzept. Nur so viel: ein Kommunikationsmedium kann nur so gut sein, wie man es einsetzt. Und nebenbei: ich habe mein Twitter-Plugin bei Pidgin wieder reaktiviert (inklusive Update) und bin erstaunlich zufrieden mit diesem System. Beim Mac hat das mit Adium leider nicht geklappt, aber TweetDeck ist auch ganz nett im Hintergrund (wenn auch leider ein extra Programm).
Da fällt mir ein, dass ich mittelfristig vielleich an einem Artikel über die verschiedenen Plattformen schreiben sollte… wo ich doch nun einige Erfahrung gesammelt habe.
Und ja, für ein PS-Abschnitt ist das ganz schön viel Text geworden.

Army of me

Juli 18, 2010

Und wieder Flashback-Time in meinem Musikkonsum. Es muss mindestens 12 Jahre her sein, als eine Sängerin namens Björk mit aufregenden Videos die Fantasie beflügelte. So wie auch bei jenem gewählten Titel, den ich fast mehr visuell als audio in Erinnerung habe. Aber die Erinnerung an damals wird ja dieser Tage wieder aufgefrischt.
Und wer ist daran Schuld? Irgendeine Internetbekanntschaft. Um das Ganze noch abzurunden, blieb es nicht nur bei der Musik.

Und damit zum ersten Thema: Filme.
Film + Björk = „Dancer in the Dark“. Und Leute, überlegt es euch gut, bevor ihr den Film einlegt. Das ist alles andere als leichte Kost. So bizarr, dass ich schon vermuten könnte, Aronofski hat dran mitgewirkt (Stichwort „Requiem for a Dream“, ein ebenfalls aufrüttelnder Film).
Ach ja, und ich war im Kino! (ja, das Ausrufezeichen muss sein, weil es endlich wieder einmal geklappt hat) Der Film? „Predators“. Fazit: Wer schon mal einen Film mit den außerirdischen Jägern gesehen hat und an einem weiteren Abenteuer aus der Ecke interessiert ist, kann ihn sich ansehen. Alle anderen verpassen eigentlich nichts.
Und dann noch eine negative Meinung zur Medienwelt: Ich weiß schon, warum ich relativ selten Fernsehen schaue. Jüngst am Wochenende konnte ich Zeuge eines medialen Overkills werden. Stichwort Hype. Es ist ja schön, wenn zum Start von „Toy Story 3“ die ersten Teile ausgestrahlt werden und noch dazu hintereinander. Aber müssen die Charaktere dann noch in den Werbepausen für Jingles und Werbespots verheizt werden? Da verliere ich ja fast das Bedürfnis den (überaus gut bewerteten) neuen Teil sehen zu wollen. Da gibt Minuspunkte für den emotionsangetriebenen Privatsender mit dem (ehemals Farb-)Ball und konnte auch nicht durch Kylie’s aktuellen Ohrwurm in den Jingles gerettet werden.

Lesen… wollte und will ich heute auch noch. Das eine Batman Comic habe ich bereits angefangen und muss nur noch beendet werden. Da habe ich erst kürzlich erfahren müssen, dass das Kreativteam an der Serie im Spätherbst wechseln wird. Da dachte ich gleich „Und gute Nacht“, was zwar zynisch klingen mag, wenn noch nicht mal ein Heft vorliegt, aber erfahrungsgemäß nicht ganz unberechtigt ist.
OK… hier noch ein kurzer Geek-Exkurs: Es gibt einen Zeichner namens David Finch, der ziemlich gute Arbeit abliefert und sich wohl dank einiger Erfolge mittlerweile aussuchen darf, wo er was zeichnet. Wie schön, dass es ihn scheinbar zu Batman getrieben hat. Aber muss deswegen gleich eine neue Serie gestartet werden? Und konnte man dann nicht gleich einen etablierten Autoren dafür finden? So darf der Zeichner nun also auch die Geschichte verfassen und die ersten Worte, die ich bei einem Interview lesen muss, waren irgendwas mit „dunkle Magie“ und „Dämonen“. Ne, is klar. Das ist ja auch das Metier von Batman… nicht.
So eine Vorab-Enttäuschung! Wahrscheinlich kann man besagte neue Serie nur noch als Bilderbuch verstehen, denn die Geschichte verspricht nicht mehr als Mittelmäßigkeit.

Und sonst? Ja, das Wetter hat ja erfreulicherweise mal einen Gang runtergeschraubt übers Wochenende. Und siehe da: ich konnte sogar schlafen. Nur leider sind die Aussichten auf die kommenden Tage wieder eher schweißtreibender Natur.
Ach, und ich habe Mangoeis vom nächstbesten Einkaufsmarkt gekostet. Diese hatte sogar Fruchtstückchen. Prädikat: gut, wenn auch recht süß.
Und wo ich schon bei süß bin: Neulich war Englandwoche in einer größeren Supermarktkette: getestet wurde davon „Caramel Shortcakes“ mit Schokoladenüberzug. Wertung: Einfach nur süß. Zuckerschock geht auch angenehmer. Das Keksteil zerfällt förmlich in der Hand und die Schokolade ist schneller von der Zunge verschwunden, als dass sie noch groß Hallo zu den Geschmacksnerven sagen kann.

Von der Arbeit schreibe ich hier mal nichts. Dazu habe ich ja noch ein extra Blog.

Es verbleibt ohne Armee
F.

Anyone

April 29, 2009

Der heutige Titel stammt von einer Ballade der schwedischen Gruppe Roxette. Anfangs konnte ich das Lied nicht wirklich leiden (selbst heute mag ich den plötzlich einsetzenden Beginn nicht), aber nicht zuletzt die bezaubernde Stimme der Sängerin und ein melancholisch triefender Text entschädigen da ungemein. So viel zum Auftakt.

Apropos Auftakt. Prequel-Stimmung in Hollywoods Marvel-Comic-Verfilmung-Abteilung. Nicht nur kommt bald der flaggenfreudige erste RächerHeld ins Kino (ok, dauert noch), sondern läuft aktuell mit „X-Men Origins: Wolverine“ eine Art „X-Men: Episode I“ in den Kinos an (sprich: was ein Teil 4 hätte sein können, ist eine Vorgeschichte).
Ich habe selbigen Film vorhin gesehen und bin einigermaßen zufrieden. Wer die Figur Wolverine mag und auch bei „X-Men 3“ seine Freude hatte, kann sich das ansehen. Ach, eigentlich kann sich das jeder Action/Fantasy/Comic-Filmfreund (oder Fan von Hugh Jackman) anschauen, so er denn Zeit und Geld findet. Zumindest kann man dann mitreden.
In diesem Stadium der Auswertung kann ich nur anmerken: der Film hätte besser sein können, aber auch schlechter. So oder so lässt er sich gut in die bestehende Filmreihe einfügen.

Themenwechsel: Vor Kurzem las ich einen Text über den Vergleich von Blogs mit „abgetriebenen Gedanken“ (vielleicht stimmt der Link noch), was mich über die Sachlage natürlich hat nachdenken lassen (wenn auch nicht allzu lange). Meine Meinung hat wieder eine knackige Kürze: Ansichtssache.
Bin ich Autor? Nein. Brauche ich meine schreiberische Kreativität für meinen Beruf? Nein (fast schon jein). Muss ich also befürchten, dass ich meine Kreativität einschränke, wenn ich blogge? Absolut… nicht! Na dann ist ja gut.
Insofern ist der Text also nur subjektives Larifari. Jeder schreibt doch wahrscheinlich aus anderen Motiven. Für mich ist diese Tätigkeit beispielsweise (nicht ausschließlich) eine Art Übung hinsichtlich Konzentration und Kontext (manchmal auch noch Rechtschreibung). Ansonsten macht es mir nur irgendwie Spaß.

Hm… eine Überleitung von Spaß zu Schweinegrippe ist mir gerade etwas umständlich. Was man in bei diesem Thema erneut gut feststellen kann, ist die Art der Verwertung durch oder in Medien. Und genau da kommt wieder mein Freund Skeppy, die gesunde Portion Skepsis, ins Spiel (aber ohne Spaß). Da sollen auf der einen Seite die Leute aufgeklärt werden und dennoch lässt sich durch Panikmache der Profit erhöhen. Welch eine Zwickmühle für die Berichterstattung. An dieser Stelle fühle ich mich erleichtert, nicht in irgendwelchen Redaktionen zu arbeiten.
Irgendwie gibt es doch so viel auf der Welt, was einem den Lebenswillen nehmen kann (welch geniale Aussage). Ob nun die Vergangenheit, die Zukunft oder die Gegenwart betrachtet wird und mit welcher Emotion behaftet… das ergibt zumindest Stoff für eine interessante Gesprächsrunde. (in einem der ersten Einträge hatte ich mal ein feines Zitat in diesem Zusammenhang angeführt)
In diesem Sinne: wir werden alle sterben (äh, ok, zu unverblümt)…  wird schon werden (ne, was soll das denn heißen?)…  teilen wir uns die Schuld (noch nicht ganz)… Ansichtssache!

Es verbleibt am Ende eines blog-reichen Aprils
F.

This must be it

April 28, 2009

Nach einem Blick in die „Vergangenheit“, stelle ich fest, dass ich zum wiederholten Male Musik aus dem Album Junior (von Röyksopp) höre. Tja, damit hätte ich die Frage nach dem aktuellen Inspirationsumfeld auch schon beantwortet. Die Musik ist wirklich angenehm.

Die neue Woche startet (ob man will oder nicht) und bisher ist alles noch shiny. Na ja… nicht so ganz, denn heute erreichte mich eine ziemlich tragische Nachricht. Dabei sei vermerkt, dass sie für mich direkt eigentlich nicht tragisch ist, aber auf indirekt verbundene Weise dann doch etwas Besorgnis hervorruft. Ich bin noch unsicher, was eine adäquate Reaktion angeht, habe aber dennoch irgendwie Zuversicht. Immerhin kann diesbezüglich nicht von Enttäuschung die Rede sein und es gibt noch ausreichend Klärungsbedarf.

Ansonsten geht mir um diese Zeit nicht mehr wirklich viel durch den Kopf, was vielleicht mit der Müdigkeit zusammenhängen mag.
Vielleicht noch ein Einschub aus dem aktuellen Zeitgeschehen: Da wurde der Herr Klinsmann also nun von seiner Anstellung in Bayern entlassen. Ich denke mal, es hängt mit den nicht erfüllten Erwartungen zusammen. Na Hauptsache das Medienecho stimmt. Ich spare mir an dieser Stelle ein paar Aussagen zu Fußball-Begeisterung. Mittlerweile wundere ich mich, warum ich diese Thematik hier überhaupt anschneide. Wahrscheinlich, weil es für mich irgendwie zur Meldung des Tages geworden ist. (Sorry, „Schweine-Pest“, du musst noch warten.) Die Bild-Schlagzeile morgen wird bestimmt dementsprechend ausfallen.
Also, ich verkneife mir einfach mal meinen Kommentar und bin gespannt, was der Herr K. demnächst tun wird. Irgendwie werde ich das schon mitbekommen (es muss also nicht wirklich aktiv verfolgt werden).

Überhaupt verfolge ich nicht wirklich viele Dinge aus den Nachrichten aktiv, was ich mit einer gewissen Skepsis gegenüber Berichterstattern begründe. Wahrscheinlich haben viele Leute eine favorisierte Quelle, wenn es um Nachrichten geht. Ich kann das für mich nur bedingt behaupten. Manchmal springt mir die „subjektive Einfärbung“ (ich nenne es mal so) von Meldungen förmlich ins Gesicht und ich denke „ja klar, das kann gar nicht anders sein“ (Sarkasmus). Andere Berichte wirken auch mal glaubwürdiger auf mich.
Aber ist es allgemein nicht schon ein Missstand (neben der Schreibweise), dass Medien mühevoll hinterfragt werden sollten? Na gut, keiner sagt, dass man Medien/Nachrichten hinterfragen soll (übertrieben formuliert). Dementsprechend vermute ich, dass es nur selten praktiziert wird. Und es könnte doch so einfach sein, wenn man einfach nur glaubt, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen gesendet wird.
Da möge der geneigte Leser meine Haltung als „umständlich“ auffassen, aber mir ist das zu einfach. Wobei… Ansichtssache. Manche Tatsachen sprechen auch für sich. Und als alleinige Begründung für sporadischen Nachrichten-Konsum kann Skepsis bezüglich der Glaubwürdigkeit aus meiner Sicht auch nicht dienen. Drum sei hier noch die persönliche Abneigung gegenüber Werbung als Ergänzung angegeben. (eventuell soll darauf nochmals eingegangen werden)

Es verbleibt mit dem Glücksgefühl, einem mittelstarken Schauer entgangen zu sein,
F.

Great escape

Februar 27, 2009

Zuerst eine Bemerkung am Rande: Kevin Rudolf und nicht Gwen Stefani.
Die große Flucht. Damit verbunden kommt neben dem tollen Begriff „Eskapismus“ die Frage nach dem „wovon“. Die Antwort darauf ist meist so einfach wie auch komplex: Realität (or „RL“ for the web crowd). Eine aus meiner Sicht sehr verständliche Form des Zeitvertreibs, wenn für einen beispielsweise „Minderwertigkeit“ oder „Ausgrenzung“ mehr als nur Schlagworte sind.
Auch die Gestaltung der „Flucht“ ist so individuell wie die Ursache. Oftmals kann man die Hilfsmittel als Medien abstempeln. Sei es nun Musik, Kunst, Film, Literatur oder Videospiel… alles Medien. Die anderen Möglichkeiten lasse ich mal großzügig aus.
Ich mache kein Geheimnis daraus, dass mir diese Flucht wichtig ist, wenn sie sich anbietet. Und ich sehe das nicht kritisch, da ich darin eine Art Balance finde. Mit Musik für kurze Zeit in andere Klangwelten eintauchen, lässt mich nicht selten neue Kraft tanken.

„Das Leben ist hart…“ – so in der Art wird der Sachverhalt gelegentlich abgeschlossen. Aber ist die Welt oder besser die wahrgenommene Welt nicht eher geprägt durch den subjektiv gefärbten Blick eines jeden? Insofern ließe sich das Zitat als ein halbherziger Versuch von Empathie interpretieren. Wie hoch sollte der Stellenwert von Empathie überhaupt sein? Diese Frage bietet eine interessante Grundlage für eine Gesprächsrunde. Aber auch hier ist der Stellenwert wieder zu hinterfragen. Ich finde, dass die modernen Kommunikationsformen wie Messenger oder Chatroom keinen adäquaten Ersatz darstellen, auch wenn sie dank Vernetzung so bequem sind und Distanzen überbrücken können. Ein Smiley allein macht noch kein Lächeln. Hingegen ist die Möglichkeit der unauthentischen Selbstinszenierung größer in einer Kommunikation, die sich auf Text beschränkt. Und damit kommt man wieder zur Flucht vor der Realität in Form der eigenen Person. Und ist das nicht traurig? Mir jedenfalls fällt es gerade schwer, da noch positive Aspekte zu finden, außer vielleicht den Eindruck, des Gefühls der Einsamkeit zu entgehen.

Na gut, dieser Absatz erscheint mir mit einem hoffnungslosen Grundton behaftet zu sein. Und ich gestehe, dass ich gern weniger komplizierte Formulierungen verwendet hätte. Aber das Thema ist ja nicht neu. Der Punkt „Einsamkeit“ soll später nochmal etwas mehr Beachtung finden.
Es verbleibt mit schweren Augenlidern
F.