Posts Tagged ‘Matt Fraction’

Logbuch : blumiger Aktiv-Kurzurlaub

August 11, 2013

Ich bin gerade froh, dass ich zum Aufarbeiten der Woche entspannt sitzen kann. Denn wie der Titel es schon andeutet, mangelte es mir in jüngster Vergangenheit nicht an Bewegung.

Da war der Montag noch der harmloseste Tag. Nebst ersten Lektüre-Einheiten zum Django-Framework und weiteren Schreibtätigkeiten (inklusive neuer Termine) passierte da nicht viel.

Gleiches gilt für Dienstag, nur dass ich da noch eine traumhaft leckere Nachtisch-Kombination in der Mensa hatte. Und nein, ich finde es nicht traurig, dass ich mich daran noch so gut erinnern kann.

Am Mittwoch sollte es wieder musikalisch werden, denn in der Musikredaktion wurde wieder bemustert, was das Zeug hält. Dabei lernten wir die neuen Gesichter kennen, die sich da nun auch einbringen werden. Nach dem Treffen war ich noch mit C. und A. im Freigarten, wo ich noch M. traf.

Donnerstag war mein HanseSail-Tag – egal, was die Wetteraussicht sagte. Zuvor jedoch ging ich beim Training fast ein, war noch terminlich im Bahnhofsviertel unterwegs und traf überraschend G., der sich sogar noch an mich erinnerte. Fürs Abendprogramm sammelte ich noch etwas Ruhe am Nachmittag, bevor wir uns im Patriotischen Weg sammelten für den gemeinsamen Sail-Besuch. Es dauerte keine 100 Meter, da erlag ich schon der Versuchung in Form von Belgischen Waffeln, die man ja hier nicht oft angeboten bekommt. Für den herzhaften Genuss sprach mich später noch Lángos mit Sauerrahm und Käse. Dieser Snack war dieses Jahr sehr im Trend – nebst Schafkäse im Fladenbrot an vielen Ständen. Bis zum Mittelalter-Markt an den Aida-Gebäuden begleitete ich die Gruppe, bevor ich mich aufmachte zum Couchsurfing-Event, welches ebenfalls ein Bummel auf der HanseSail beinhaltete. Nur wusste ich dann schon, wo was ist. Mit F. und M. sah ich noch einen Großteil des Auftritts von Frida Gold, deren Musik ich nach wie vor okay finde. Nach gut 6 Stunden und zwei Rundgängen am Stadthafen hat es mir dann auch gereicht.

Am Freitag gerat ich ein wenig in Eile, weil ich fürs Packen nicht alles auf Anhieb fand. Am Nachmittag traf ich mich mit S. und C. am Bahnhof für unseren Wochenend-Ausflug nach Hamburg. Dort eingetroffen genehmigte ich mir zunächst zwei Franzbrötchen. Dann fuhren wir zu St., hatten kaum die Sachen abgelegt und waren schon auf dem Weg zum Dom nach Sankt Pauli. Dort gesellte sich noch K. zu uns und wir bummelten über den Platz, teilten Snacks und nahmen einige Fahrgeschäfte mit. Zur Krönung sahen wir noch ein fantastisches Feuerwerk, welches aus meiner Sicht so manche Silvester-Erfahrung in den Schatten stellt.

schaukeln_igs2013Nach so einem ereignisreichen Start ins Wochenende, hatte wohl auch keiner von uns was dagegen, den Samstag etwas später aufzustehen. Nach einem ausgedehnten Brunch (bzw. Frühstück) fuhren wir in die Speicherstadt, wo noch immer kräfitg gebaut wird. Dort besuchte ich erstmals einen Meßmer-Momentum-Laden, was mehr als nur Café und Tee-Laden ist – ein richtiges kleines Museum mit Selbst-Lern-Elementen wird dort geboten. Und man kann sich eine Box mit Teebeuteln zusammenstellen lassen. Mit anderen Worten: ich habe nun ein Arsenal an Kostproben. 😛
Von einer überaus modernen U-Bahn-Station machten wir uns dann auf den Weg zur IGS 2013 – die Gartenschau. Davor legten wir noch einen kleinen Irrweg zum nahegelegenen Marktkauf-Supermarkt ein, der uns durch ein leeres Parkhaus/-dachdeck führte. Auf der Gartenschau gab es viele Blumen und Anlagen zu sehen (macht Sinn, ne?) – aber mein Highlight war die Schaukel auf einem der Spielplätze. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal schaukeln war. Das hat Spaß gemacht. Ebenfalls spaßig war mein erster Gehversuch auf einer Slack-Line. Gerade in der Mitte der Strecke kann das sehr wackelig werden. Dann gab es noch Trampoline, Rutschen und eine kleine Tauzieh-Waggon-Anlage, welche einiges an Kraft erforderte. Schließlich nutzten wir noch das freie Basketball-Feld (mit sehr stylischen Holzbänken) zum Frisbie-Spielen. Was also anfing wie ein Parkbummel, wurde zum Ende hin wie ein Sportkurs. Das Wetter meinte es gut mit uns, denn es blieb trocken und manch Wolkenfeld sorgte für angenehme Frische. Erst als wir in der S-Bahn saßen, kamen wir noch in einen heftigen Regenschauer.
Zum sehr späten Abendessen wurden wir seitens St. mit frischem Gulasch versorgt, welches bei Bedarf mit Jalapeño-Sauce aufgepeppt werden konnte. Danach kamen noch süße Sachen auf den Tisch, als wir uns unter Anderem noch über das Thema „Veggie-Day“ unterhielten.

Um die anderen nicht zu Wecken, zog ich mich nach dem Aufstehen am Sonntag zurück und las Comics, bis alle wach waren. Dann wurde gefrühstückt. Ich versuchte, bei einer Access-Fragestellung zu helfen – automatische Feldergänzung um den Schlüsselwert. Wir packten und erreichten sogar noch einen Zug vor 15 Uhr. Auf der Fahrt las ich weitere Comics.

Und zwar habe ich nun mit Marvel’s „Hawkeye“-Serie angefangen – endlich, muss ich anfügen. Denn diese Serie über das Leben des Bogenschützen, wenn er nicht bei den Avengers mitmischt, ist unfassbar genial. Allein Ausgabe 3 ist perfekte Comic-Unterhaltung. Das Kreativteam um Matt Fraction und David Aja wird zurecht mit Lob überschüttet.
Von Matt Fraction stammt auch die Serie „Satellite Sam“, die ich heute angefangen habe. Jedoch ist das ein ganz anderes Genre, welches mich noch nicht komplett überzeugt hat.

Tja, und dann war ich noch im Kino. Heute. Ich wagte mich an „The Lone Ranger“ heran, obwohl mich der Trailer nicht überzeugt hatte und erste Negativ-Kritiken sowie magere Einspielergebnisse kein gutes Vorzeichen sind. Aber ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Dieser Genre-Mix unterhält bis zum Schluss dank Humor und furiosem Finale. Inwiefern man das Werk als „Fluch der Karibik“-Abklatsch betrachten kann, sollte man wohl selber entscheiden. Ich fand sowohl Handlung als auch Charaktere erfrischend anders. (7/10)

Es verbleibt begeistert
F.

Logbuch : zu viele Ninjas

Januar 13, 2013

Auch wenn ich es vielleicht besser hätte wissen sollen, überrascht es mich doch erneut, dass eine ganze Woche seit dem letzten Eintrag vergangen ist. Damit wird das wieder ein waschechter Wochenrückblick. (Für Themen-Beiträge fehlt mir dieser Tage die Lust.)

Gibt es bessere Wege, als die Woche mit einem Kinoabend zu beginnen? Wahrscheinlich. Aber ich bin da nicht wählerisch. „Life Of Pi“ wollte ich gern noch in 3D sehen, und freute mich, dass G. und U. den Film auch dabei waren bzw. das Werk interessant fanden.

Am Dienstag war ich abends einkaufen und danach wieder in Film-Laune. Ich sah mir „Game Change“ an, einen amerikanischen TV-Film über die umstrittene Wahlkampagne mit Sarah Palin. Grund? Neugier – und nicht zuletzt die vielen Nominierungen für Emmy-Awards. Fazit: ich fands unterhaltsam und schockierend zugleich – nach dem Motto: wenn auch nur 20% davon wahr sind…

Mittwoch war nicht viel los. Ende.

Am Donnerstag hatte unsere lokale Couchsurfing-Gruppe ihr erstes Treffen in diesem Jahr. Ort war das Humboldt, wo ich lange nicht mehr war. Ist immer noch sehr gemütlich da. Unsere Gesprächsthemen gingen von Silvester-Erlebnissen über Fremdsprachen-Kenntnisse bis zu Politik. Es war schön, alte bekannte und sogar neue Gesichter zu sehen. (Anmerkung für mich: ich hätte gern Nachhilfe in Sachen „friendly banter“.)

Die Freude, dass der ST-Club am Freitag wieder zu einer Bad-Taste-Party einlud, war im Bekanntenkreis groß. Und so zogen wir nach der Einstimmung bei G. spät los, um dort angekommen erstmals eine volle Garderobe zu bemängeln. (So was habe ich auch noch nicht erlebt.) Na ja, davon ließ sich unsere Laune nicht verstimmen und wir hatten Spaß auf der sehr gefüllten Tanzfläche.

Ich kann gar nicht genau sagen, wann ich Samstag aufgestanden bin. Das ist der Vorteil, wenn es mehr oder weniger irrelevant ist, weil die Freizeit zur Abwechslung Planungspausen aufweist. Jedenfalls begann ich mit Staffel 4 von „Family Guy“ und las Comics. Darunter den Neustart der „Fantastic Four“ (in Kombination mit der Schwester-Serie „FF“) – beides nun geschrieben von Matt Fraction, der auch gleich zu Beginn seines „Runs“ erklärt, warum sich beide Serien sehr gut ergänzen. Mir fiel da gleich ein, dass ich den Vorgänger-Run (geschrieben von Jonathan Hickman) noch zu Ende lesen wollte. Keine Ahnung, wie viele Hefte mir da noch fehlen. Egal. War jedenfalls sehr gut geschrieben und wurde verdient mit einer Nummer 1 ausgestattet, da es Neulesern den Einstieg erleichtert (obwohl doch einiger Ballast an Vorgeschichte mitgenommen wurde).
Beim Einkauf am Nachmittag wurde ich zweimal schwach. Was gehe ich auch hungrig los? Nummer 1 war die „hatte ich noch nicht“-Reaktion auf eine neue Müller-Milch-Sorte (Pancake), die durchaus lecker schmeckt, und Nummer 2 war der letzte halbe Mandelkranz in der Auslage bei Bäcker Junge, den ich als Zeichen des Schicksals sah, als ich an der Reihe war. Jeglicher Zuckermangel war danach definitiv behoben.
Zum Abend sah ich noch ein paar „Family Guy“-Folgen, genoss den restlichen Lachs-Frischkäse (der musste weg) mit frischem Brot und bereitete mich auf einen „Kulturschock“ vor. Warum? Der Film „Sound Of Heimat“, der im LiWu-Kino lief, und den ich mir dank F. vermerkt hatte. Zwar gab es spaßige Momente, aber auch viele „ernste Töne“ kamen zur Sprache. Die Frage, warum wir unsere alten Volkslieder nicht mehr so gut kennen, wurde dementsprechend auch mit Verweis auf unsere dunkle Vergangenheit beantwortet. Wie gut, dass es Initiativen gibt, die sich um die Wiederentdeckung unseres Kulturgutes kümmern.

Heute wollte ich endlich erfahren, wie der neue Spider-Man geschrieben wird – und so las ich mich durch die Abschluss-Geschichte der nun eingestellten Reihe „Amazing Spider-Man“ bis zur Erstausgabe der neuen Serie „Superior Spider-Man“. Fazit: ja, nett, aber nicht so umwerfend.
Danach ging es zum „Großprojekt“ für dieses Wochenende. Ich wollte endlich wieder ein (Papier-)Paperback lesen, von denen ich einen kleinen Stapel habe. (Comics wieder.) Die Wahl zwischen Mystique und Elektra entschied Letztere, da ich da mehr Geld dafür zahlte und mir der Autor dieser Tage mehrfach in meinem tumblr-Feed begegnete (indem er dort Leser-Fragen beantwortete). Der Band „Elektra by Greg Rucka – Ultimate Collection“ beinhaltet (wie der Titel sagt) alle Hefte der damaligen Comic-Reihe (Start 2001) von diesem Schreiberling. Leider übernahm dieser erst ab Nummer 7 die Serie von Brian Michael Bendis. Wieso leider? Nun, ich fange lieber am Anfang an – und las also noch die Vorgängerhefte. Und ja, der Serienauftakt ist wirklich stark. Da fiel das Weiterlesen auch nicht schwer. Das Paperback gefiel mir überwiegend, hatte aber auch so seine Schwächen – gerade, wenn es wieder zum Ninja-Gemetzel kommt, welches in dieser Ecke des Marvel-Universums unausweichlich erscheint. (Überraschenderweise verzichtete man dafür in den insgesamt 22 Heften auf einen Daredevil-Gastauftritt.) Na ja, die Serie war mit dem zweiten Autorenwechsel zwar noch nicht beendet, aber ich bin erst einmal bedient.

Nun, damit bin ich wortwörtlich am Wochenende. Hätte zwar gern noch politische Themen angeschnitten (habe heute einen langen Artikel über Amerikas Bailout gelesen) oder Gesellschaftskritik geübt (Feminismus und Lego), aber würde das ungern in wenigen Sätzen abtun. Wäre also was für die Zukunft.
Ach ja, eine kleine Meldung am Rande: ich habe meine Dankliste reaktiviert. Dabei schreibt man zum Ende eines Tages auf, wofür man dankbar ist. Ist manchmal gar nicht so leicht, soll aber gewissermaßen für mehr Ausgleich sorgen.

Es verbleibt mit mittlerweile 2 E-Readern
F.

Ordinary day

September 1, 2009

Tja, eigentlich mag ich die Sängerin Dolores O’Riordan (die Stimme der Cranberries), aber auf ihren Solopfaden hat sie aus meiner Sicht nicht viel zu bieten. Kürzlich erschien ihr zweites Album, welches inhaltlich scheinbar so sehr am Vorgänger anknüpft, dass sogar ein Lied 1 zu 1 wieder in der Tracklist landete (jeweils auf Platz 7). Der heutige Titel ist jedenfalls eins der wenigen Lieder, welches ich nicht zuletzt wegen der positiven Grundstimmung gern höre.

So ganz gewöhnlich war der Tag dann auch wieder nicht. Meteorologisch gesehen ist der Sommer nämlich nun vorbei, was jedoch perzeptionell an mir vorüberging, da die Sonne heute die Temperaturen wieder in die Höhe trieb. Na ja… die nächsten Tage sehen da bestimmt schon anders aus. Wobei der Herbst ja auch seine schöne Seiten hat.

Außerdem gibt es seit heute eine neue Version von Opera (10.0), was ich lustigerweise dank dem Twitter-Netzwerk wahrscheinlich schneller erfahren habe als normalerweise. Somit ist die Sinnhaftigkeit der „trending topics“ gar nicht mal so sehr anzuzweifeln. 😉
Die GUI des Browsers wurde ordentlich aufgemotzt und das sogar zum Positiven (den Sprung von 9 zu 9.6 fand ich nicht so gelungen). Und dennoch konnte ich bereits wieder feststellen, dass manche Seiten anders als bei Firefox dargestellt werden. Das und die vielen unterschiedlichen Plugins erschweren nach wie vor die Wahl nach dem besten Standardbrowser.
An dieser Stelle kommt mir die eine Safari-Version in den Sinn, bei der eine „flashige“ Animation samt euphorischem Sound im Programmstart eine ziemlich abschreckende Wirkung auf mich hatte.

Ansonsten gibt es wieder Fortschritte von der „Lese-Front“ zu vermelden: zum einen habe ich endlich die erste Seaguy-Miniserie gelesen und zum anderen bin ich nun auch bei Iron Man wieder auf dem aktuellen Stand.
Seaguy ist wohl mit Abstand die schrägste Comic-Geschichte, die ich in diesem Jahr gelesen habe (und das nicht nur wegen dem sprechenden fliegenden Thunfisch mit Hut und Zigarre). Im Nachhinein fällt es mir relativ schwer, die Handlung als Gesamtwerk zu beurteilen, da sie wie ein Mosaik aus verschiedenen kleinen Abschnitten erscheint. Zudem war das Ende nicht wirklich ein Ende (schade eigentlich). Eine zweite Miniserie ist bereits erhältlich und eine dritte ist ebenso geplant. Mal sehen, ob ich nochmal darauf zurückkommen werde. Eigentlich würde das Kreativteam aus Grant Morrison und Cameron Stewart dafür sprechen. Jedoch hat Autor Morrison schon mal wesentlich besser überzeugen können.
Ja, und bei der aktuellen Iron Man Serie, geschrieben von Matt Fraction und gezeichnet von Salvador Larroca, wird nach der guten Einstiegsgeschichte auch nicht mehr so sehr getrumpft. Ohne viel verraten zu wollen, geht es um eine Art langsamen Absturz, was mich nach über sechs Teilen wundern lässt, wann da mal der Tiefpunkt erreicht wird und wo es danach hingehen soll. Und so gut der Zeichner mit Schauplätzen und technischen Komponenten erfreut, hapert es aus meiner Sicht manchmal mit den Gesichtern. Ein wenig Nörgeln wird wohl gestattet sein – die Serie ist dennoch handwerklich ziemlich gut und hält den Leser am Ball.
Nach der vielen Lektüre kann ich nun also sagen, dass bei Captain America, Daredevil und Iron Man (alles Marvel-Helden) der Status quo für die Zukunft ungewiss ist. Und irgendwie befürchte ich, dass es teilweise eine unangenehme Rückentwicklung bedeuten könnte. Mit so einem Trend hat man mir bereits Spider-Man aufs Übelste madig gemacht.

Es verbleibt wartend auf ein paar Happy Ends
F.