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Logbuch : ein weiterer Aktivurlaub

Juli 30, 2016

Logbuch

18.07.16 : So oft hatte ich einen Weckruf-Einsatz am Montag nicht. Daher erstaunte mich, wie viele Sportnachrichten sich da recherchieren lassen. Leider hatte T. weder H. noch H. Bescheid gegeben, dass ich moderieren wollte. Daher waren wir wohl etwas überbesetzt. Und dann erschien auch noch ein Studiogast. der gar nicht auf dem Plan stand – wie sich herausstellte, war er eine Woche zu früh am Start. Danach holte ich zu Hause Schlaf nach, und hatte auch noch Haushaltsdinge zu erledigen. Am Abend ging ich zum Opennet-Treffen, welches nicht lange ging.

19.07.16 : Der Dienstag in Kurzform. Sport. Termin (erster Anlauf). Suche nach meinem Reisepass. Termin (zweiter Anlauf). Nickerchen. Besuch des Ideenhafen-Treffens im Projekt:Raum. Besuch bei G.. Auf dem Weg zum ST-Club. Lange Schlange. Besuch beim KTV-REWE und dann ein Abend auf dem Kanonsberg mit Freunden.

20.07.16 : Die erste Aufgabe des Tages war mein Koffer, den ich frühzeitig für die Reise vorbereiten wollte. Am Vormittag hatte ich noch ein Treffen wegen der “Science @ Sail” und war danach noch ein Weilchen bei LOHRO. Am Abend hatte ich einen Sendung zusammen mit M., die ein wenig spontan wurde, aber aus meiner Sicht dennoch viele Themen abdecken konnte. Das Treffen der Musikredaktion verlief entspannt. Im Anschluss eilte ich in die Innenstadt zur Vorpremiere des neuen “Star Trek”-Films. “Star Trek Beyond” ist wirklich besser als befürchtet. Es gibt viele Charaktermomente, schöne Effekte, viel Action und macht dabei stets Laune. Das ist keine Leichtigkeit heutzutage. (8/10)
Danach musste ich leider noch mal kurz zu LOHRO, um ein paar Dinge zu erledigen.

21.07.16 : Ich stand früh auf, erledigte die letzten Vorbereitungen und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Dort gönnte ich mir ein Käse-Flûte, welches schon wieder teurer geworden ist. Auf dem Hamburg Airport angekommen vernahm ich erhöhte Nervosität wegen dem bevorstehenden Flug. Ja, mir wurde richtig mulmig. Dabei verlief alles vorbildlich und im Zeitplan. Auf dem Weg hörte ich übrigens das neue Album von Bear’s Den, welches ich jedem ans Herz legen möchte, der den Song “Auld Wives” gut findet. “Red Earth & Pouring Rain” ist ein perfektes Reise-Album. In London angekommen bemerkte ich gleich die sommerliche Temperatur und erwarb Wasser. Eine kurze Erholungsphase im Hotel später war ich bereits unterwegs durch den schönen Hyde Park. Dort kann man die Seele baumeln lassen. Man sieht Menschen sporteln sowie auf der Wiese liegen oder auf einer Bank beim Lesen. Lustigerweise dauerte es keine 30 Minuten, bis ich mich irgendwie leicht verlaufen hatte. Das Verlorengehen gelingt mir dort sehr schnell. Am Abend war ich in der Gegend um den Leicester Square unterwegs, aber weniger wegen Theater oder Musical. Mein erster Abend sollte ein Kinobesuch werden – und zwar im ODEON, dem Kino, wo gern mal internationale Premieren stattfinden. Dort lief im großen Saal der neue Ghostbusters-Streifen. Der ist okay, aber kein Muss für Filmfreunde. (6/10)
Auf dem Rückweg ging ich abermals ein paar Mal im Nachtleben der Stadt verloren, bis ich die nächstbeste Underground-Haltestelle fand.

22.07.16 : England-Urlaub, Tag 1. Ich machte mich zeitig in Richtung Tower auf. Dies war bislang eins der wenigen Denkmäler, welches ich noch nicht erkundet hatte. Die “Yeoman Warder Tour” war sehr unterhaltsam. selbst in einer Gruppe von über 100 Touris aus aller Welt. Danach schaute ich mir die Kronjuwelen an und darf zugeben, dass die mich am meisten beeindruckten. Allein die dicken Stahltüren in die Räumlichkeiten vermittelten mir, dass es sich hierbei um große Kostbarkeiten ging. Und tatsächlich sieht man solchen Prunk nicht alle Tage. Dagen war der Rest schon fast trist. Der White Tower mit der Waffensammlung hatte höchstens vom Gebäude eher beeindruckende Aspekte. (Die Waffen und Rüstungen ließen mich eher kalt.) Und auch der Weg um den ersten Festungsring war eher seicht als eindrucksvoll. Pünktlich um 1 traf ich R. am Souvenir-Shop. Wir gingen in eine Wagamama-Filiale. (Ebenfalls ein Punkt auf meiner “noch nicht erlebt”-Liste). Das japanische Essen war okay, wurde dank Chili-Öl wesentlich besser. Danach half R. mir beim Finden des “Gherkin”. Ich meine, die Gebäudespitze sieht man von vielen Ecken, aber ich wollte einmal direkt vor dem Gebäude stehen. Dies gelang mir nun – in dem stark verwinkelten Business-District. Gleich in der Nähe war eine Filiale der “Hummingbird Bakery”, auf die ich dank eines Instagrams von Darren Hayes aufmerksam wurde. Ich konnte nicht anders und erwarb ein Stück “Regenbogentorte”, welche kaum bunter hätte sein können. (Stichwort Zuckerschock.) Dann gingen wir Richtung Forbidden Planet, wo ich erst das viele neue und teils topp-aktuelle Merchandise bestaunte und dann fast noch bei den Comic-Sonderangeboten schwach wurde. Wir gingen wegen einsetzendem Regen noch kurz in eine nahegelegene “Spoons-Kneipe” und verabschiedeten uns dann. Ich besorgte noch eine Kleinigkeit für G. bei Fortnum & Mason, wo ich ein Zwiebel-Karamell-Chutney kostete. Dann gings kurz zum Frischmachen ins Hotel und von dort wieder in Richtung Convert Garden – erst zu M&S für ein kleines Abendessen und dann ins Royal Opera House… für die Pet Shop Boys. Ein sehr eindrucksvoller Ort und eine sehr eindrucksvolle Show. Überwiegend toll. Sitzplätze im Parkettbereich wurden zu Stehplätzen während der gesamten Show. Der Auftakt war genial. Nur ein paar Songs von der Setlist fand ich unglücklich gewählt. (“Winner” war nun echt kein Hit.) Danach aß ich einen Burger bei Jamie’s Diner und bummelte kurz durch den Soho-Teil der Stadt.

23.07.16 : Ein großes WTF entfuhr mir zu Tagesbeginn, weil… der Feueralarm losging. Ich dachte zunächst an einen schlechten Scherz und vernahm auch wenig “Panik” in der Nähe. Dennoch beeilte ich mich und ging rasch nach draußen. Dort war absolute Ruhe und kaum ein Mensch. Ich wendete mich an die Rezeption und erfuhr von der “Überempfindlichkeit” der Geräte und dass wohl ein benachbartes Zimmer sehr lange heiß geduscht haben mag. Wow…. meine Ruhe war dahin, ich fühlte mich 10 Jahre gealtert und durchaus angefressen. Als ich meinen Tagesausflug nach Oxford startete, war ich sehr traurig über die verlorene Stunde Schlaf. Auf der Hinfahrt waren kaum noch Sitzplätze frei. In Oxford war das Wetter ebenfalls sommerlich und die Innenstadt gefüllt. Scheinbar war irgendwo ein Abschluss zu feiern, denn ein paar junge Leute hatten diese typischen “Absolventen-Klamotten” an. Ich bummelte zunächst im Primark, dann in dem urigen Kaufhaus mit der guten Spielwaren-Abteilung. Dann ging ich zu Atomic Pizza, wobei mir der Weg (wie schon früher) ungemein lang vorkam. Ich aß eine “Luke Cage”-Pizza und konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, dazu Root Beer als auch Cream Soda zu trinken. Auf dem Rückweg schrieb ich noch ein paar Postkarten. Auf der Rückfahrt nach Paddington hatte ich meinen reservierten Sitzplatz in der “Quiet Zone” – also am ruhigen Ende des Zuges. (Dort fährt ja noch Vieles mit Diesel.) Ein kurzer Zwischenstopp im Hotel und schon war ich wieder unterwegs in Richtung Innenstadt. Ich machte im Green Park halt, bummelte zum Buckingham Palace und war wirklich etwas nervös bei all den tief fliegenden Flugzeugen – daran könnte ich mich nur langsam gewöhnen. Das Wetter war wunderbar sonnig und so glänzten die vielen Goldverzierungen auch beinahe magisch. (Stichwort Fotos.) Am Abend zog es mich abermals in ein Kino am Leicester Square – dieses Mal fettes IMAX zu „Star Trek Beyond“. Irgendwie kam mir diese Version geschnitten vor.

24.07.16 : Beim Aufstehen schon irgendwie knülle zu sein, ist ein ungewohntes Gefühl für mich. Allerdings war es irgendwie verständlich bei all den Unternehmungen der Vortage. Nichtsdestotrotz wollte ich noch mal in die Innenstadt. Bei Waterloo Station angekommen war ich geradezu schockiert über die Großbaustelle, die sogar die kleine Fußgängerbücke über die Straße beeinflusste. Bei “Pret” gönnte ich mir ein heißes Brötchen mit Ei und Schinken sowie ein Stück (meines Lieblings-)Bananenkuchen, was ich mit der Aussicht auf Big Ben verspachtelte. Dann ging ich über die Brücke Richtung Westminster Station, welche natürlich nur so gespickt war von Touristen wie mich. Dann fuhr ich noch kurz zur London Bridge, um mir den Eingangsbereich des nun fertig gestellten Shards anzuschauen. Und dann wurde es auch Zeit für den “Checkout”. Eine Zugfahrt später fand ich mich in Southampton wieder, wo das Wetter frischer und trister war. Natürlich verlief ich mich gleich in den ersten Minuten, weil ich Norden mit Süden verwechselte. Das Hotel fand ich dann schließlich und musste mich erst mal ein paar Minuten ausruhen. Das Wetter war sehr grau und die unmittelbare Umgebung sah nicht sonderlich einladend aus. Ich rappelte mich auch  für eine erste Tour Richtung Zentrum. Dabei stellte ich fest, dass ich noch gut eine halbe Stunde Zeit hatte, bevor die meisten Läden dicht machten. Ich gönnte mir Käse-Sandwiches von Tesco und erkundete kurz die Hafenregion. Auf dem Rückweg kam ich an einem sehr tristen Rummel vorbei und dann fing es auch noch an zu regnen. Ich ging noch mal ins Hotel undruhte mich wieder aus. Schließlich wurde es Zeit für das Konzert, weswegen ich überhaupt dort war. Erst kurz davor bemerkte ich, dass sich gleich vier Bands die Bühne an dem Abend teilen würden. The Joiners ist ein ziemlich kleiner aber charismatischer Laden. Ich fühlte mich dort jedenfalls wohl. Die Bands waren gut gelaunt. Darunter auch Normandie, die Band, weswegen ich all den Weg auf mich nahm. Auf ihren Auftritt freute ich mich am meisten. Und es war schön – selbst die kleinen Patzer trübten meinen Eindruck nicht. Ich redete kurz mit dem Sänger und ließ mir ein Poster signieren. Zurück im Hotel fühlte ich mich glücklich und unglaublich müde.

25.07.16 : Ich wollte eigentlich eine Stunde eher aufstehen. Aber Erschöpfung derartiger Güte kann schon hinderlich sein. Ich rappelte mich auf und unternahm noch einen Kurzausflug in die Innenstadt von Southampton. Die Parks wirkten bei leichtem Sonnenschein schon ungemein einladener. Ein paar Kiddies betätigten sich dort sportlich. Mir gelang es noch, in Kürze eine Postkarte aufzusetzen und einen Abstecher in den dortigen “Forbidden Planet”-Laden zu unternehmen. Dann wurde ich es schon etwas hektischer mit dem Weg zum Hauptbahnhof. Eine nette Dame hatte den Sitz neben mir reserviert und wir redeten kurz über die Unterschiede zwischen England und Deutschland. Das Umsteigen in Reading setzte mich vor ungeahnte Schwierigkeiten, da es mehrere Züge gab, die zur gleichen Zeit das gleiche Ziel ansteuerten. Auf dem Flughafen gönnte ich mir ein “rustikales” (also nicht labriges) Sandwich mit Avocado und Schafskäse sowie ein Stückchen Karottenkuchen. Ich stellte sehr enttäuscht fest, dass es keinen HMV mehr dort gab. Hätte doch gern noch in eine DVD oder CD investiert. Dann verspätete sich auch noch der Flug in die Heimat. (Grund war ein Tankmanöver.) In Hamburg bekam ich zugleich mit, dass es ordentlich sommerlich ist. Auf dem Hauptbahnhof musste ich zunächst in eine Flasche Wasser investieren. Und ich erwarb ein (preisintensives) Moleskin-Sketchbook für ein Projekt, welches ich die Tage beginnen wollte. Der IC nach Rostock war fast pünktlich. Das Abteil, in dem ich mich niederließ, kam mir sehr heiß vor. Die Schaffnerin ermutigte uns dann zum Waggon-Wechsel, da hier die Klimaanlage nicht funktionierte. Danach war die Fahrt auch gleich viel angenehmer. Ich beendete meine Lektüre an “Pubertiere” – ein Buch, welches ich wirklich nicht weiterempfehlen kann. (Zu viel Larifari.) In Rostock angekommen, war ich einem Regenabend entgangen, spürte allerdings noch die hohe Luftfeuchtigkeit. Zu Hause wollte ich eigentlich nur noch ins Bett fallen. Korrespondenz hielt mich allerdings noch eine Weile wach. Unter anderem bastelte ich für C. gleich zwei Grafiken.

26.07.16 : Ein denkwürdiger Tag. NIcht nur, weil ich so gern länger geschlafen hätte. Auch nicht, weil ich doch tatsächlich in eine Tageskarte investierte, um letztlich nur eine Strecke damit zurückzulegen. Ein Termin am Vormittag war der Auslöser. Danach gönnte ich mir etwas Schlaf, danach etwas Asiatisches zum Abendessen. Ich ging zu LOHRO und später zu G. und noch später ins ST, wo ich noch ein paar bekannte Gesichter traf.

27.07.16 : Wie gut, dass ich Zeit hatte, um in den Tag zu kommen. So allmählich bekam ich auch wieder Hunger und konnte bei LOHRO am Abend sogar doppelt schlemmen. S. hatte ein feines Quiz vorbereitet und unser Team (Blond) konnte sogar gewinnen. Später trafen wir uns noch im Freigarten.

28.07.16 : Ich konnte irgendwie nicht lange im Bett bleiben, wuselte dann etwas im Internet. Tagsüber ließ ich mir Zeit und sortierte viele Dateien. Am Abend begab ich mich zum Sendehaus, um die Heimspiel-Sendung mit Marten Pankow vorzubereiten. Im Anschluss daran habe ich mir ein paar Stunden Bemusterung gegönnt, wobei mir der Lärm vom Stadthafen auffiel. Dort waren die deutschen Feuerwehrmeisterschaften gerade frisch eröffnet – und dies leider mit einer Reihe furchtbarer Cover-Versionen bekannter Lieder am späten Abend. Von Nebenan hörte ich dann noch einige elektronische Klänge von S. und ihrem DJ-Gast. Danach plauderten wir noch eine Weile und ich stellte fest, dass starker Regen eingesetzt hatte. Das Radar zeigte ein mobiles Wolkenband. Nach einiger Zeit beschloss ich, den Rückweg anzutreten, und über die Hälfte des Weges blieb es trocken. Dann allerdings kehrte wieder der Starkregen zurück und ich war in weniger als 10 Minuten komplett durchnässt.

29.07.16 : Freitag: Spät aufgestanden. Festgestellt, dass ich Opfer eines “Frapes” wurde, weil ich ein seltenes Mal das Ausloggen vergessen hatte. Auf zum Lokalradio, wo das Abschiedsessen von S. und T. schon fast fertig war. Geschlemmt. Geplant. Gesendet. Am Abend ging in die Innenstadt, holte mir eine Kinokarte und neue Bleistifte. Wieder bei LOHRO war ich kreativ. Außerdem schaute ich etwas “Infotainment”. Zum späteren Abend stellte ich überrascht fest, dass doch noch ein paar andere Menschen die Sondervorstellung des neuen Batman-Animationsfilms “The Killing Joke” (nach der Graphic Novel von Alan Moore und Brian Bolland) schauen wollten. Der Film war kurzweilig und neben dem Prolog mit Batgirl sehr nah an der Vorlage. Als Einem, der die Handlung kannte, hatte ich ein leicht melancholisches Gefühl. Der Film wird als “ab 16 Jahren” vermarktet, was allerdings eher durch die Inhalte als durch die Darstellungen begründet sein dürfte. Etwas negativ fiel mir manchmal die Animation auf. (7/10)

Es verbleibt in einer denkwürdigen Woche
F.

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Logbuch : Christmas-Shopping in London

Dezember 17, 2012

Eigentlich würde ich lieber nicht eine so offensichtliche Überschrift nutzen, aber letztendlich beschreibt es genau das, was ich am Wochenende gemacht habe.

Die Kurzreise begann am Freitag unangenehm früh, weil ich flug-technisch nicht zu knapp planen wollte. Umso gelassener war ich dann auch, als der sehr pünktliche IC nur Meter vor dem Hamburger Hauptbahnhof wegen einer Weiche pausieren musste – 20 Minuten lang. Ich hatte ja Zeit. Und davon sogar noch mehr, als der Flug um fast eine Stunde später als geplant begann. Zur Ablenkung genehmigte ich mir eine neue „Glee“-Folge und ein paar Kapitel vom „Hobbit“. Dann im Hotel angekommen wechselte ich von Schnee-Stiefeln auf Alltags-Halbschuhe, denn in London war scheinbar noch Herbst. (Möglicherweise gab es dort auch schon einen leichten Wintereinbruch, aber definitiv nicht so intensiv wie bei uns.) Dann ging es auch schon in die Innenstadt – und diese war (wie sollte es an einem Freitagabend sein) voll.

London im Dezember 2012Damit wäre ich schon beim Schnappschuss des Eintrags. Kritische Betrachter mögen die Schleichwerbung bitte verzeihen. Viel mehr zählt der obere Bildinhalt (Stiichwort Grußbotschaft). Ferner möchte ich damit darauf verweisen, dass meine Ankunft am Piccadilly Circus im wahrsten Sinne des Wortes „erhellend“ war. Ich weiß nicht, ob die LED-Bildschirme ein Upgrade erfuhren, aber an Leuchtkraft mangelt es denen nicht.

Knapp 2 Stunden später hatte ich die ersten vollen Taschen wieder im Hotel abgeladen und konnte mich der Abendgestaltung widmen, welche mich ein weiteres Mal in vertraute Gefilde führte – die Gegend um „London Bridge“ – oder vielleicht bald „New Mordor“ genannt (wegen dem imposanten Shard-Tower). Eine Impro-Comedy-Veranstaltung von der RH Experience später, tat sich die heitere Gemeinschaft noch kurz auf zum Fastfood-Tempel um die Ecke und danach in Richtung Soho, wo das Nachtleben pulsiert – wie wohl auch so manche Nachtschwärmer-Blase. (Ich will nicht wissen, was da alles durch die Gehweg-Steinrillen fließt.)
Bei mir meldete sich jedenfalls die Müdigkeit – daher kann ich nicht sagen, wie lange bzw. wo es da noch so hinging.

Der Samstag hätte für mich zwar ruhig später anfangen können, hat mich dann aber doch nicht lange zögern lassen, den Tag zu nutzen. Noch nachts ein wenig die Oxford-Street entlang zu bummeln stellte sich als vorteilhaft heraus, da ich so schnell ausmachen konnte, welche Läden ich bei Tageslicht und geöffnet inspizieren wollte. In der Nähe vom Disney Store ist übrigens eine Wafflemeister-Filiale auf der anderen Straßenseite. Respekt an die Leute, die den Geruch frischer (belgischer) Waffeln widerstehen können. (Für mich war es spätes 1A Frühstück.) Und natürlich darf ein Abstecher bei „Forbidden Planet“ für mich nicht fehlen.

Nachmittags durchquerte ich den Hyde Park, um die Versammlung (oder besser: das Gathering) zu finden, welches unweit des „Winter Wonderland“-Rummels ungeahnte Ausmaße annahm. Da angekommen, beteiligte ich mich an einer spaßigen „Secret Santa“-Runde und traf einige bekannte Gesichter. Natürlich verging das Tageslicht dann relativ frühzeitig und so kam es zur Übereinkunft, das Geschehen überdacht und mit Zugang zu Nahrung fortzusetzen – gleich neben dem Waterloo-Bahnhof. (Stichwort Pub Times) Muss ich noch schreiben, dass es spät wurde?
Ob es Eingebung oder eher Glück war, sei ein Mysterium – jedenfalls erwischte ich dann noch eine der letzten Bahnen in meine Richtung.

Ja, und am Sonntag wollte ich natürlich auch nicht zu lange ausschlafen – drum bin ich wieder unterwegs gewesen und habe noch ein paar „Touri-Ecken“ abgegrast – unter anderem den immer noch sehr stimmungsvollen Green Park, wo ich ein freches Eichhörnchen nur cm-weit vor der Linse hatte. Um die Mittagszeit machte ich mich dann auf den Weg zum Flughafen, wo ich noch ein paar „Rest-Pfund“ verballerte – überwiegend für Kohlenhydrate in unterschiedlicher Form. Hier verzögerte sich der Abflug nur um 20 Minuten. Ich hatte es mir eigentlich spannender vorgestellt, der Nacht entgegen zu fliegen – aber die Landung hat entschädigt.

Zur Ankunft dann noch eine Premiere: ich wurde vom Flughafen abgeholt. K. war so freundlich. Da ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, mir ihre Computer-Wehwehchen anzugucken. Die Verschnauf-Stunde in meinem Rückreise-Plan tat auch sehr gut. Am Hauptbahnhof war die Franzbrötchen-Sorte des Tages übrigens Mandel – leider nicht so umwerfend wie Nougat, aber einen Versuch wert. ;)Wie? Keine Verspätung? Öhm, nein, dieses Mal nicht. (Tauwetter hat wohl auch sein Gutes.)

Ja, und wie war es nun? Aufregend, schlafraubend, Plattfüße-tretend, lustig, lecker… und überwiegend viel zu warm für einen Wintermantel.

Es verbleibt in Vorfreude aufs Ausschlafen
F.

The age of worry

August 19, 2012

Wie bitte? Ich hatte diesen Titel hier noch nicht? (Manchmal prüfe ich das, bevor ich mit einem neuen Eintrag beginne.) Dann wird es aber Zeit. John Mayer beweist mit diesem Song nämlich erneut, wie gut er sein kann. Ich sollte mir den Text auf ein T-Shirt schreiben oder jedem ungefragt eine Kostprobe vorsingen. So überzeugt bin ich davon.

Überzeugt bin ich übrigens auch davon, Gelegenheiten wahrzunehmen. Tat ich dann auch. Gleich am Donnerstag war ich erstmals im Lokal „Zur Kogge“, um in geselliger Runde ein weiteres Mal Einblicke in den Alltag (und die Ansichten) eines Administrators zu erhalten und einen außergewöhnlichen Fisch-Salat zu kosten. Mal was anderes.

Und Freitag ging es für mich dann auf zu einem Kurzurlaub, den andere wohl für verrückt halten würden. Ich sah es eher als Gelegenheit. Gelegenheit, mal wieder in einem geekigen Pop-Kulturkreis auf alte und neue Bekannte zu treffen und nebenbei kreative Darbietungen zu erleben. Wenn das noch in einer europäischen Metropole stattfindet, die ich irgendwie mag, erhöht das den Spaßfaktor. Sollte ich den Ausflug in einem Wort zusammenfassen, wäre es wohl „intensiv“. Intensiv, weil auch dort eine Hitzewelle einbrach, die ich so dort noch nicht erlebt habe, und weil ich mich am Samstag in Geduld üben konnte. (Stichwort Anstehen)

So, und heute hatte ich zum Mittag einen Lammburger mit Minz-Joghurt-Sauce in einem Terminal-Pub, welches gerade den referenzierten Titel spielte, als ich zum Tisch geleitet wurde. War lecker, nut die Beilage (pappige Kartoffelecken) muss noch optimiert werden. Der Heimweg gestaltete sich als etwas hektisch, aber erfolgreich – weil ich mehr oder weniger die Zugverbindung nehmen konnte, die schwer zu bekommen ist, wenn man nur Minuten als Zeitfenster einplant und sowohl an der Grenzkontrolle als auch durch S-Bahn-Verzögerung aufgehalten wird. Die Sommerhitze war da nur der Bonus.

Na ja, und nun sitze ich wieder in den heimischen 4 Wänden und verfasse diese Zeilen. Derweil erlebe ich den Wahnsinn, der auftritt, wenn man in einem Facebook-Post verlinkt wurde und darauf die Kommentare zu einem Chat werden. Über 30 E-Mails haben mir das eingebracht (jede einzelne Bla-Antwort), bis ich eben endlich den „Abschalten“-Klick auf der Seite gefunden habe (Stichwort „Unfollow“). Ist das Jammern auf hohem Niveau?

Na gut, dann muss noch ein Absatz her. Thema: kürzlich probierte exotische Köstlichkeiten. Irn-Bru ist ein Softdrink aus Schottland und schmeckt wie ein Mix aus Sprite mit Mandarine. Lecker. Einen höheren Bekanntheitsgrad haben Reese’s Peanut Butter Cupcakes – diese gibt es aber auch mit weißer Schokolade. Und diese Version schmeckt mir besser. Jolly Rancher Watermelon kann man hierzulande mit der grünen Melonenlimonade vergleichen, die es unter anderem von Fritz gibt. Und ebenso ist ein Heath-Riegel nichts anderes als Daim-Ersatz.
So, und wer nun meint, neidisch oder traurig sein zu müssen, dem empfehle ich die Homepage AmericanSoda.de zum Nachgucken und Bestellen. 😛

Es verbleibt im Zeitalter der Sorge
F.

Fastlife

Juli 25, 2012

Zum Titel: kennt ihr die Jonas Brothers? Nein? Kein Problem, ihr habt nichts verpasst. Einer davon heißt Joe und dieser hat mal ein Solo-Album (mit diesem Titel) gemacht, welches ich mir mal anhören wollte. Und dann dachte ich noch daran, wie schnell doch die Zeit vergeht. Passt also.

Und damit gleich zum zweiten Teil meines Urlaubs (also dem Bericht davon):

Der Montag begann etwas zeitiger, damit man die Vormittagssonne ausnutzen konnte. Warum? Schaut aufs Bild. Das Frühstück war übrigens Englisch und wurde stilecht im Pub eingenommen. Danach ging es also ein weiteres Mal nach Waterloo und Westminster für Schnappschüsse. Auf dem Weg zum Buckingham Palast sahen wir noch die Proben der Garde, die unter anderem die A-Team-Melodie und das 007-Theme spielten. Ach, und die berittene Division passierte uns auch. Im St. James Park sahen wir noch ein paar Eichhörnchen und einen Pelikan. Dann gingen wir vom Palast aus zum Kaufhaus Harrods. Eine Ecke weiter machten wir dann bei einem Eis-Shake Pause, bevor es zum Piccadilly Circus und von da zu „Fortnum & Mason“, ein Kaufhaus, welches da schon seit (festhalten) über 300 Jahren situiert ist. Dort gibt es eine riesige Delikatessen-Abteilung mit Tee, Naschwerk und Gewürzen, aber auch Kleidung und Kosmetik. Dort genehmigte ich mir ein Kännchen Jubilee Tea (also der extra für das Thron-Jubiläum der Königin produziert wurde). Lecker, aber auch kräftig. Im Anschluss machten wir uns durch die sonnige Innenstadt zum Trafalgar Square auf den Weg, welcher wegen den Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2012 nur zum Teil begehbar war.
Dann nahmen wir die U-Bahn Richtung Angel, wo unser Hotel war, frischten uns auf und fuhren dann zum Tottenham Court (eine Haltestelle, die seit Monaten/Jahren im Umbau ist), wo unser Abendprogramm stattfand. Davor eilten wir jedoch noch ein paar Straßen entfernt durch den Forbidden Planet Megastore. Für mich immer wieder ein Highlight. Auf dem Rückweg machten wir bei „Byron“ halt, wo sie in vereisten Gläsern unter anderem… (importierte) Cream Soda anbieten. Wie genial ist das denn? Der Burger, den ich hatte, war aber auch lecker.
Nun aber fix zum Dominion Theatre, wo „We Will Rock You“ aufgeführt wird. Unsere Plätze waren nicht nur günstig, sondern auch absolut in Ordnung, was Lage angeht. So ein Musical ist ja fast wie ein Konzert, nur mit ein paar Theater-Einlagen. Dass die Handlung SciFi-Charakter hat und mit Gegenwarts-/Musik-Rerferenzen ausgestattet ist, hat mir sehr gefallen – wie natürlich auch die Musik von Queen, die allein schon ein Erlebnis ist. Ist also sehr zu empfehlen.
Im Anschluss besuchten wir noch ein Pub („The Crown“), wo es unter anderem Erdbeer/Lemon-Cider gibt. Als der Laden dichtmachen wollte, sind wir noch ein wenig in der Gegend um Leceister Square gebummelt, wo es einen der abgedrehtesten Läden überhaupt gibt, der natürlich auch noch gegen Mitternacht auf hat und aufgrund von Farbwechsel-LEDs sowie lauter Musik wie ein Tanz-Club wirkt – die M&M-World. Vier (4!!!!) Etagen voller M&M-Merchandise. Verrückt.

Nicht weniger verrückt war auch mein Dienstag, der mit einem opulenten Frühstück in einer traditionellen Boulangerie (scheinbar eine Kette unter dem Namen Paul) begann. Die heiße Schokolade dort sollte man sich nicht entgehen lassen. Und von den vielen Gebäckteilchen findet man bestimmt auch was Passendes. Die restliche Zeit vorm Checkout verbrachten wir noch im nächstbesten HMV (der britische MediaMarkt) und bei Cyber Candy. Danach ging es zum internationalen Bahnhof St. Pancras, wo ja auch Züge nach Paris und Brüssel abfahren. Das wusste ich gar nicht. Na ja, unser (klimatisierte) Express-Zug brachte uns nach Luton, von wo aus der (leider nicht klimatisierte) Bus den Flughafen ansteuerte. Nach der Sicherheitsschleuse gönnten wir uns noch einen „Glossy Strawberry Donut“ und waren dann schließlich auf dem Weg nach Schland.
Kurze Randbemerkung: der Flughafen Schönefeld hat bei mir nicht wirklich Eindruck schinden können. Aber wenigstens ist der Weg zum Bahnhof überdacht.
Der RE, den ich für meine Heimfahrt einplante, fuhr zwar rechtzeitig ab, verzögerte sich jedoch ein paar Minuten, was mich dann am Berliner Hauptbahnhof im Laufschritt von Gleis 14 nach Gleis 6 hetzen ließ. Nicht unbedingt die angenehmste Art umzusteigen – schon gar nicht bei Hitze und mit Koffer. Aber hat ja noch geklappt. Zur Belohnung war der ICE relativ pünktlich. Und auch mein reservierter Platz war frei. Yeah, so hat die erste ICE-Fahrt meines Lebens Spaß gemacht. Die Zeit habe ich übrigens genutzt, um noch einmal „Batman Begins“ zu gucken. Dazu gleich mehr.

Kaum in Rostock angekommen, war mein Tag noch lange nicht vorbei. Zunächst wurde ich spontan noch zu einem Besuch bei Helgas Stadtpalast eingeladen, was ich gern annahm, wenn auch ich mal eben meinen Koffer wegbringen musste. Aus dem vorgeschlagenen Ort wurde dann im Verlauf noch die „BARke“, wo ich einen leckeres Getränk mit Minze hatte.
Und schließlich konnte ich von da aus problemlos eine Bahn in die Innenstadt nehmen, wo die Mitternachtspremiere von „The Dark Knight Rises“ auf meinem Plan stand. Endlich würde ich erfahren, wie die Saga endet. Seit der Weltpremiere letzte Woche war die Wartezeit keine Leichtigkeit für mich.

Film-Kritik: „The Dark Knight Rises“ ist ein sehr genialer Superhelden-Film, der die Trilogie von Christopher Nolan abrundet. Anders als die bunte Leichtigkeit bei Marvel’s Avengers oder das Beziehungsdrama bei Spider-Man ist diese Saga ziemlich bodenständig, düster, ungeschönt und mit nahezu philosophischen Ansätzen versehen, dass es einem schon fast den Atem raubt. Bei so viel Inhalt fällt es auch gar nicht leicht, die handwerkliche Leistung zu bestaunen. Ich kann es kaum erwarten, den Film ein weiteres Mal zu schauen. 🙂

Muss ich eigentlich noch schreiben, dass dieser Tag ziemlich spät endete? Na ja, zum Ausgleich habe ich heute ein paar Gänge runtergeschaltet, um die Ereignisse zu verarbeiten.

Es verbleibt mit Ruhepausen
F.

Summer sunshine

Juli 22, 2012

Der Titel bezieht sich aufs Wochenende und lässt erahnen, mit welchem Wetter mein Urlaub bisher ausgestattet ist. Referenziert wird damit auch ein Song der Corrs, der auch sehr heiter klingt.

Zum Wochenrückblick:

Montag passierte nicht viel.

Dienstag wurde kurzfristig ein Bummel in die Innenstadt eingeplant, mit anschließendem Technik-Abend.

Mittwoch ging es lecker Indisch essen und danach noch kurz in die „Barke“.

Donnerstag endete mit spontaner Pubquiz-Beteiligung im Bunker, was mir aber nicht so viel Spaß gemacht hat – obwohl unser Team in die Top 3 kam.

Freitag wurde nach der Arbeit der Koffer gepackt. Und schon ging es los ins Berliner Umland, wo kurz noch ein wenig gespeist (Italienisch) und dann frühstmöglich das Bett aufgesucht wurde.

Mein Samstag fing sehr früh an und führte mich zunächst durch Berlins Innenstadt zum Flughafen Schönefeld, der nicht gerade viel Eindruck auf mich machen konnte. Nach stundenlangem Warten ging es schließlich ins Flugzeug nach London Luton – ebenfalls ein kleinerer Flughafen.
Die Zug nach King’s Cross / St. Pancras verlief schneller als gedacht. Und schon waren wir am Hotel, welches uns leider zunächst vertrösten musste. Denn ein Systemausfall sorgte dafür, dass jeder am Check-In abgewiesen wurde. Die Koffer ließen wir also erst mal da und schauten uns die Umgebung in Angel an, welche ich noch relativ gut in Erinnerung hatte. Ein Besuch bei Cyber Candy ließ mich dann auch gleich schwach werden – bei all der Auswahl. Zur Belohnung erhielt ich eine Dose Mountain Dew gratis. Gleich vor dem Laden musste ich einen Ding Dong kosten (amerikanische Schoko-Süssigkeit und Plot-Bestandteil von „Transformers“, dem ersten Film). Süß. Danach gingen wir zu Nando’s zum verspäteten Mittag. Ich hatte Bohnen-Pitta mit Krautsalat und fremdländischem Cidre.
Nach dem ersten Bummel warteten wir dann noch kurz in der Lobby und konnten dann unser Zimmer aufsuchen. Ich nutzte die Gelegenheit für ein wenig Schlaf, bevor dann der Ort für die Abendveranstaltung aufgesucht wurde. In der Gegend um London Bridge hatte ich zum Abendessen einen Bagel mit Käse, Hühnchen und BBQ-Sauce, ein wenig Obst und ein Zitronen-Quark-Kuchen-Dessert. Lecker.
Die Impro-Comedy-Veranstaltung RH:LIVE war auch in dieser Iteration wieder sehr unterhaltsam, wenn auch kürzer als sonst. Dafür ließ sich der Abend im Pub länger ausklingen. Im Anschluss konnten wir sogar noch den letzten Zug nach Angel nehmen.

Sonntag begann nach den kurzen Nächten und den Reiseumständen für mich etwas später. Ein spätes Frühstück nahmen wir in einer sehr gemütlichen Bäckerei ein, wo ich ein Mandel-(Marzipan-)Crossoint und einen Mango-Maracuja-Smoothy hatte. Von da aus nahmen wir dann die Bahn zur London Bridge, wo wir bei bestem Sommerwetter an der Themse entlang zur Tower Bridge gangen und einige Fotos machten. Dann fuhren wir nach Waterloo und gingen Richtung Westminster am London Eye und Big Ben vorbei. Dann fuhren wir nach Baker Street, hatten ein spätes Mittag und gingen dann zu Madame Tussaud’s. Und dort machte die Kamera dann Überstunden. Es gab viel festzuhalten.
Danach gab es zum Beruhigen einen Kurzbesuch in der Metropolitan Bar und einen kurzen Spaziergang durch Regent’s Park. Nach einer kurzen Fahrt zum Piccadilly Circus gingen wir zunächst durch die Londoner China Town, wenn man das so nennen kann, und ins Theaterviertel West End, wo wir kurzentschlossen vergünstigte Karten für ein Musical erstanden. Das wird für mich eine Premiere, da ich noch nie in einem Musical war. Mehr dazu beim nächsten Eintrag.
Schließlich fuhren wir wieder nach Angel und gingen essen – in die „Masala Zone“, ein Indisches Restaurant, welches zwischen Bäckerei und Kino eine sehr schöne Lage hat. Dort hatte ich erstmas Thali, einen Teller voller kleiner Beilagen, von Curry, über Dips bis Reis – und danach noch einen Nachtisch mit Pistazien-Kulfi, Erdbeereis und süßen Glasnudeln. Klingt komisch, war aber lecker.

So, und das war meine Woche.

Es verbleibt nach einem langen Sommertag
F.

Guardian

Mai 20, 2012

Es gibt zwar auch Charaktere oder Zeitschriften, die so heißen… aber ich meine natürlich einen Song – und zwar den Aktuellen von Alanis Morissette, die hoffentlich bald ein Video dazu rausbringen wird, bevor es mit der PR für ihr nächstes Album losgeht. Anfangs dachte ich noch „typisch Alanis“, aber nach dem dritten Hören ist das absolut positiv gemeint. Das Lied hat was und begleitet mich dieser Tage gelegentlich in Gedanken (Stichwort Ohrwurm).

Und was habe ich? Na ja, in erster Linie sind es aktuell freie Tage, die mich wieder in die Ferne ziehen ließen. In einem Wort: „Kapow“. So machte es sonst in früheren TV-Sendungen, wenn es kracht. Und heute ist es unter anderem der Name einer Comic-Messe, die nun zum zweiten Mal stattgefunden hat – wieder in London. Da ich nun vorbereitet war, wie es bei so einem Event abläuft, konnte ich mich ganz entspannt ins Getümmel stürzen. In Vorbereitung habe ich noch fix ein paar Hefte rausgesucht, die ich gern mit Signatur veredelt sehen wollte. Und siehe da – ich kann sogar erfolgreich vermelden, dass ich alle Kritzeleien eingeholt habe. Aus meiner Sicht hätte es also kaum besser laufen können.
Apropos laufen – auch da war ich sehr effektiv. Mein Hotel liegt nämlich Tür an Tür mit dem Veranstaltungsort – ein unglaublich bequemer Umstand.

Und sonst? Vor dem Urlaub war die Woche auch einigermaßen gefüllt – Arbeit, Sport, Couchsurfing-Treffen, Kino und Spieleabend.
Gesehen habe ich übrigens „The Dictator“ (leider auf deutsch), der mal wieder herrlich mit flachem Humor und einer Portion Gesellschaftskritik ausgestattet ist. Ich fühlte mich jedenfalls unterhalten.
Gleiches lässt sich leider nicht zum Finale in der Champions League sagen, welches ich auch mitverfolgt habe. „Verlängerung“ ist für mich oftmals frustrierend. (Aber so oft gucke ich ja kein Fußballspiel.)

Ein paar Comics habe ich dann auch in der Woche gelesen – sozusagen als eine weitere Vorbereitung zur Convention. Darunter „The Black Mirror“, eine der wohl düstersten Batman-Geschichten seit Langem. Jedoch verdankt Autor Scott Snyder wohl gerade diesem „Einstieg“ ins DC Universum seinen Aufstieg (Stichwort Popularität), was sich nicht umsonst kürzlich in Auszeichnungen wiederspiegelte.

Auszeichnungen sind ja nett, aber vielen kreativen Köpfen ist verständlicherweise auch nach Gewinnbeteiligung zu Mute. Darüber habe ich mich in den vergangenen Tagen etwas belesen. Kurzgefasst ist es mit Charakteren in Besitz großer Konzerne für die Schreiber kaum möglich, für ihre Geschichten angemessen entlohnt zu werden – selbst wenn man entscheidende Elemente zum jeweiligen Mythos hinzufügt (gemeint sind neue Nebenfiguren oder Schurken). Erst mit wirklichen Eigenkreationen (ohne Großkonzern im Titel) können Einnahmen erzielt werden, wobei jedoch zunächst das Risiko eingegangen wird, keine Abnehmer zu finden. Oder anders: wenn der Name ausreichend Fans findet, folgen die dann vielleicht auch einem Wechsel von bekannten Figuren zu gänzlich neuen Serien.
Muss man sich also schlecht fühlen, wenn man total viel Spaß an einer Spider-Man-Geschichte hat, durch deren Erwerb man jedoch in erster Linie Marvel (oder Mutterkonzern Disney) stärkt? Nein. Denn es ist keine Unmöglichkeit, dass sich das Kreativteam mit solcher Auftragsarbeit einen Namen macht, der dann später einen Karrieresprung in Reichweite bringt.
Ebenso ist es natürlich auch möglich, gleich als Schöpfer eigener Werke einen Ruf zu erlangen. Nur erscheint das tendentiell etwas schwieriger.

Ach ja, eigentlich wollte ich noch auf die Fragestellungen eingehen, die seit den Ereignissen eines Fußballspiels in den Nachrichten mehrfach erwähnt wurden. Jedoch ist der „Fall“ ja noch nicht geklärt. Damit verschiebe ich das erst einmal.

Es verbleibt als Wächter über dieses Blog
F.

Bad reputation

April 10, 2011

Den Titel habe ich erstmals als Untermalungsmusik im Film „Kick-Ass“ gehört und dann neulich in der Version von Avril Lavigne – ein Lied, was zu ihr passt.

„Kick-Ass“ erinnert mich an eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt und damit an den Schöpfer Mark Millar und das wiederum daran, dass ich eben jenen Zeitgenossen jüngst live sehen konnte – denn ich bin aktuell in London.

Was mit reichlich Nervosität im Vorfeld begann, entpuppt sich dann doch als ein Urlaub erster Klasse. Die Gedanken an arbeitsbezogene Themen könnten mir hier kaum ferner erscheinen. Und ja, das ist auch ganz angenehm.

Stattdessen habe ich den ersten Flug bei der Lufthansa genossen, den ersten „Beinah-Hörsturz“ im Anschluss an die Landung überstanden (Druck auf den Ohren), die ersten Tage auf britischem Boden verlebt und überhaupt alles, was damit zu tun hat.

In Londons Zentrum einfach mal verloren zu gehen und sich dann anhand des U-Bahn-Netzes wieder zu finden, hat schon was. Die Metropole pulsierst vielfach so stark wie Berlin und erinnerte mich anfangs doch an Hamburg. Viele Fotos wurden schon gemacht, welche dann hoffentlich auch erhalten bleiben – jedenfalls digital.
Ach ja, und es ist unglaublich frühsommerlich hier, was vielleicht sogar für die Londoner Verhältnisse ungewohnt ist. Jedenfalls kann ich mich nicht beklagen, da nicht ein Regentropfen in Sichtweite ist.

Wenig Regen mag auch zu der kleinen Katastrophe bei Rostock beigetragen haben, was ich neulich via Internet vernahm. Aber eigentlich ist die Luft an der Küste doch relativ feucht. Insofern mag es wirklich an ungewohnt starkem Wind gelegen haben, dass mehrere Menschen und Autos ihr Ende auf einer Autobahn fanden. Die Nachricht las sich für mich erst wie ein schlechter Scherz – und ist in zweiter Instanz sehr schnell von den überregionalen Seiten durch andere Meldungen verdrängt worden.

Derweil in England: ich saß in einem Pub und habe eine humoristische Impro-Aufführung miterleben und danach die netten Leute der RH Experience kennenlernen dürfen. Ein unglaublich toller Abend – sogar das Ingwer-Bier war lecker. (Nebenbei: hier scheint Ingwer sehr beliebt zu sein… in vielen Produkten.)
Und dann das nun beinahe vergangene WE: die KAPOW! ComicCon ließ mich an meine körperlichen Grenzen stoßen bezüglich Wartevermögen – jedenfalls wenn es um das Signieren bunter Printmedien geht. Aber egal – was tut man nicht alles, um einem persönlichen Helden kurz begegnen zu dürfen. Ich weiß es nun. Man wartet etwa 60 Minuten in einer Schlange – nur um dann mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl wieder in den Trubel zurückkehren zu dürfen.
Die Veranstaltung muss ich nun erst einmal verarbeiten. Ich bin zwar nicht, wie vermutet, übersättigt von Comic-Zeugs, dafür aber wirklich erschöpft von all dem Trubel. Ach ja, erste Szenen aus „Thor“ habe ich gesehen. Und diese machen Lust auf mehr. Wenn also die restlichen 70% des Films so gut sind wie das, was ich gesehen habe, dann sollte das ein 1A-Unterhaltungsfilm mit Effekt-Schlacht werden (Güteklasse Iron Man 1). Und ja, der Hauptdarsteller wirkt in echt wie in den Trailern, was für Hollywood eigentlich nicht zum Regelfall gehört.

Es verbleibt mit schlechtem Ruf
F.