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Logbuch : bis an die Grenze der Belastbarkeit

Januar 24, 2017

Logbuch

Dieses Jahr 2017 hat doch eben erst begonnen und schreitet dennoch ordentlich voran. Wahrscheinlich drehe ich mich nur noch einmal um und es ist bereits Februar.

binz_2017-0108.01.17 : Den winterlichen Sonntag, der weniger zum Nach-draußen-gehen einlud, entspannte ich mit der Lektüre von “Jupiter’s Circle: Volume 2” sowie “Jupiter’s Legacy 2” (beides von Mark Millar). Und was soll ich sagen? Großkotzig hieß es damals im Spätsommer 2016, wenn letztere Comic-Serie an den Start geht, wird es keine Verzögerungen geben. Tja, wie das so ist… Nun habe ich mir extra Zeit gelassen, um alles in einem Rutsch lesen können – und warte nun doch tatsächlich auf das letzte Heft. Egal, aber es ist schon ziemlich komplex und durchaus durchdachter als manch andere Schöpfung des Autors, welche mich zuletzt eher enttäuscht hatten. Am Abend zog es mich wieder in die Stadt und ich war sehr versucht, möglichst früh ins Bett zu gehen.

09.01.17 : Und der Wochenstart hatte es auch in sich. Auf Arbeit war abzusehen, dass da ordentlich was zu wuppen sein würde. Aber an diesem Tag hatte ich noch anderweitig Termine. Lange keinen Arzt mehr aufgesucht. Und auch, wenn es relativ harmlos einzustufen ist, hätte ich sonst was lieber unternommen. Und leider war die Diagnose schön nichtssagend. Danach ging ich noch einkaufen – und vergaß natürlich noch eine Besorgung. (eine Kunststoffhülle für Dauertickets) – und machte noch ein wenig Sport, bevor ich mich meinem Musikblog widmete.

10.01.17 : Der Dienstag in Kurzform: Arbeit, Training, Gremien-Treffen bei LOHRO, Protokollierung…

11.01.17 : Ein weiterer Routine-Mittwoch mit viel LOHRO-Anteil am Abend.

12.01.17 : Wenn der Arbeitstag in den zweistelligen Stundenbereich rutscht, ist schon mal ein Verschieben anderer Vorhaben angesagt. Nichtsdestotrotz schaute ich mir am Abend die Golden Globes an. Die Pre-Show kam mir selten so stümperhaft vor. Und auch Jimmy Fallon wäre nicht meine erste Wahl als Host.

13.01.17 : Dieser Freitag gestaltete sich zum kleinen Stresstest, denn ich hatte (schon wieder) einen Interview-Termin 30 Minuten vor Sendungsbeginn gelegt. Und dann sah es dank Überstunden noch so aus, als ob es total ausfallen würde. Ich eilte also in die Frieda23 und ging gleich mit Jacke und Tasche in die Aufnahmekabine, die glücklicherweise nicht besetzt war. Kurz durchatmen, die paar Stichpunkte zurechtlegen und schon rief ich einen Vertreter von I Heart Sharks an. Audio-Daten sichern und ab Richtung Sendestudio. So müsste ich das eigentlich nicht immer haben. Und dennoch fiel nach den ersten Minuten der Stress etwas von mir ab. Live senden und entspannen? Mittlerweile kann ich das scheinbar. 😛
Nach der Sendung begann ich mit dem Rohschnitt, aß etwas, und ging zum LiWu-Kino, wo ich zunächst auf C. und dann auf M. traf. Wir schauten “Hell Or High Water” (im OmU).
Was für ein Film. Ich hätte nicht erwartet, dass mich ein moderner Western so fesseln könnte. Aber irgendwie stimmte da fast alles. Besetzung, Charaktere, Handlung. 1A Unterhaltung. (9/10)
Auf dem Heimweg gingen wir noch in den Geier, wo sich schon ein paar LOHRO-Menschen niedergelassen hatten.

14.01.17 : Ausschlafen! Ich habe den Tag sehr viel mit Dinge sortieren verbracht, ging dann abends noch fix einkaufen und verkleidete mich für die Sitcom-Party. Erster Zwischenstopp bei N., wo die Menschen auch sehr in ihren Rollen aufgingen. Und schließlich die Party in der Orange Lounge – ein schöner langer Abend mit vielen Freunden und Bekannten. Zwischenzeitlich musste ich daran denken, wie lange man sich schon so kennt. So ist das Leben. (Die Wagenfelds?)

15.01.17 : Und hin und wieder gehört zum Leben auch das Faulenzen – quasi im Recovery-Modus. So in etwa sah mein Sonntag aus. Aber immerhin schaute ich einen Film im Bett. (Eine Seltenheit.)

16.01.17 : Wie die eine Arbeitswoche endete, so begann die Nächste – mit ordentlich “overtime”. Am Abend wollte ich nur noch Eskapismus. Und den holte ich mir auch mit “La La Land” – einem Film, der gerade ordentlich Andrang verursachte, wie auch J. und K. feststellen konnten.
Zum Film: Ein modernes Jazz-Musical mit Bildgewalt und guten Darstellern. In der Romanze ist sogar ein minimaler Anteil Gesellschaftskritik. (8/10)

17.01.17 : Schon mal so viel zu tun gehabt, dass ein Schwindelgefühl einsetzt? Nun, das kann ich nach diesem Tag als abgehakt betrachten. Selten fühlte ich mich so unwohl. Wie ich es dann am Abend doch noch zu sportlicher Betätigung geschafft hatte, bleibt mir (und meinem Kreislauf) wohl ein Rätsel. Und damit nicht genug, nahm ich noch die Chance wahr, bei einem Bewerbungstermin beiwohnen zu dürfen – wohlgemerkt nicht auf der Bewerberseite! Interessante Erfahrung.

18.01.17 : Einen Wecker benötigte ich die Tage übrigens nicht – so auch an diesem Mittwoch. Erst die Arbeit (inklusive Telefonschalte nach Schweden), dann das Vergnügen, R. bei der ersten Sendung zu unterstützen. Auch das Musikredaktionstreffen im Anschluss war sehr entspannt.

19.01.17 : Warum nicht einfach noch eine Sendungsvertretung in den bereits ausgefüllten Alltag einbauen? Hm, weil es geht? Egal, es war ja doch irgendwie lustig mit T. Recker von Otterwechsel. Und zudem erhielt ich überraschend Unterstützung durch N.. Nach der Sendung bereitete ich mich schon auf Freitag vor, in der Vorahnung, dass es sonst sehr knapp werden könnte.

vb_stadtpalast20.01.17 : Auf diesen Freitag hatte ich mich wirklich lange gefreut. Und dann kam irgendwie doch wieder alles anders als geplant. Es begann mit Absagen, ging über verschobene Zeitpläne und ließ mich dann doch wieder während einer Live-Sendung Gelassenheit finden. Sogar fürs Abendessen war ich vorbereitet. E. schaute noch vorbei und zusammen gingen wir in den Stadtpalast, um Vita Bergen live zu erleben. Dank ihr hatte ich auch einen Frontrow-Platz, was ich mich sonst eher nicht gewagt hätte. Das Konzert – mit einigen Songs, die ich nicht kannte – war schön, ebenso das kurze Treffen mit den Künstlern danach. Schließlich werteten wir den Abend noch kurz bei LOHRO aus und ich schaute noch kurz bei K. und J. im Geier vorbei.

21.01.17 : Ausschlafen? Hm, jein, ich ließ mir dann doch etwas mehr Zeit, bis ich einen Zug in die Heimat nahm. Schon während der Woche hatte ich beschlossen, dass ich mir diese Flucht aus der Stadt unbedingt geben sollte. Und so war es auch quasi ein Mini-Wellness-Urlaub. Nur das Abendprogramm in Form des Films “Der Spion und sein Bruder” war unterirdisch.

22.01.17 : Ein üppiges Frühstück wurde mit selbstgemachter Leberwurst aufgewertet. Tagsüber ließ ich mich mit SNL und einem Film berieseln und auf der Zugfahrt in die Stadt schaffte ich doch tatsächlich ein paar Kapitel des Midnighter-Megabands, den ich tatsächlich wochenlang auf dem Sofa liegen habe lassen.

23.01.17 : Eigentlich fing die Woche relativ entspannt an. Natürlich hätte ich gern länger geschlafen und auch sind 3 Telefonkonferenzen hintereinander eher mühselig. Aber es hätte halt auch schlimmer sein können. Dafür entschädigte mich der Abend mit Radio-Zeugs ohne großen Zeitdruck, dafür inklusive neuer Promo-Materialien. Ich war auch nur eine Stunde später zu Hause, als ich es lieber gewesen wäre.

Es verbleibt mit einer frisch gebastelten Überraschung
F.

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Logbuch : Kopenhagen > Oz

März 11, 2013

Heute fällt der Titel sehr modern aus, da wohl nicht alle Leser das Zeichen „>“ mit „ist besser als“ gleichsetzen. Egal, also hier kurz zu meiner Woche, die sich wie Urlaub ohne Urlaub anfühlte.

Gleich am Montag entschied ich mich spontan für die Sichtung von „Black Mirror“, einer Serie, von der ich davor nichts kannte. (siehe früheren Eintrag) Das war neben dem Wocheneinkauf und der Beschäftigung mit meinem Musik-Journal so ziemlich der Tag.

Der Dienstag ähnelte dem vorigen sehr und endete wieder mit einem äußerst amüsantem Couchsurfing-Treffen (ua. wegen „Wortschatzauffrischung“ mit „fap“ und „schluck“), welchem ich bis zum Ende beiwohnte, obwohl das vielleicht Folgen haben würde.

Kopenhagen_CBR_2013Denn für Mittwoch hatte ich eine Kurzreise auf dem Plan, welche mich rekordverdächtig früh aufstehen ließ (4 Uhr morgens). Nach einem kleinen Frühstück ging ich im Sauseschritt durch die KTV zu Y., wo sich dann herausstellte, dass ich mir den Sauseschritt hätte sparen können. Egal, frieren tat ich danach jedenfalls nicht. Die Fähre nach Gedser hatte eine leichte Verspätung, war aber sehr angenehm, da es so gut wie keinen Wellengang gab. In Dänemark angekommen wollte uns das Navi nicht auf die Autobahn lassen, da man via Landstraßen scheinbar ein paar Kilometer sparen würde und dies die Priorität bei den Gerät-Einstellungen war. (Das wurde für den Rückweg natürlich behoben.)
In Kopenhagen interessierte Y. die „Hochschullandschaft“, wodurch ich zwei Campus-Gelände kennenlernen konnte. Also bei der Ausstattung kann man sich nicht beklagen. Und auch die Fahrrad-Affinität der dänischen Studierenden finde ich sehr sympathisch, weniger hingegen das „Mode-Bewusstsein“ (Stichwort Hipster). Zum Abschluss der Reise machten wir noch eine Tour durch die Innenstadt, die dank mangelnder Wendemöglichkeiten für Autos sogar ausgedehnt wurde.
Auf der Rückfahrt zur Fähre machte sich bei mir dann der Schlafmangel bemerkbar (für etwa 6 Lieder in der Playlist). Die Überfahrt war wieder sehr angenehm ruhig.

MAU_konzert_2013Auf den Donnerstag habe ich mich seit Monaten gefreut, denn nach einem Jahr ergab sich erneut die Gelegenheit, mit Lee MacDougall und Tom Lüneburger zwei äußerst talentierte Musiker im Doppelpack zu erleben (im nahe gelegenen MAU-Club). Dagegen war der Kinonachmittag (der neue „Oz“-Film) zum Vergessen. Effekte und ein paar hübsche Schauspielerinnen allein machen keinen guten Film aus.
Also zum Konzert: oh, wie schön, wenn man nicht nur von der erstklassigen Darbietung begeistert wird, sondern dazu noch die Lieder kennt. (Hatte nach dem letzten Erlebnis gleich in 4 Alben investiert.) Sogar meine Lieblingslieder wurden gespielt. (Kannte die Setlists nicht im Vorfeld.) Und nicht zuletzt machten auch die Plaudereien mit Fans und Künstlern den Abend perfekt. (Das konnte auch das stürmische Wetter nicht verhindern.)

Der Freitag wollte für mich nicht so recht in Gang kommen. Wie gut, dass ich (am Frauentag 2013) keine wirklichen Pläne hatte. Zum Abend hin verdichteten sich die Tendenzen für einen Ausflug mit F. und C. nach Lichtenhagen, wo eine Bollywood-Party veranstaltet wurde. Diese war auch sehr unterhaltsam. Erfreulicherweise war die Musik sehr modern gehalten. Und es gab sogar indische Kostproben kulinarischer Art – manche davon auch gut gewürzt. Und wenn man schon mal in Lichtenhagen ist, kann man doch gleich noch zum ST-Club aufbrechen, oder? Na ja, warum auch nicht? Immerhin war wieder „Bad Taste“ das Motto. Okay, aufgrund fortgeschrittener Zeit war mit Anstehen zu rechnen, aber die Wartezeit hielt sich zum Glück in Grenzen. Fazit: schöner (langer) Abend.

Samstag verschoben sich meine Reisepläne in die Heimat um ein paar Stunden, was mir aber die Laune am späten Frühstück nicht nahm. Wir hatten eine neue Leberwurst-Marke getestet, die unglaublich gut ist. So gut, dass ich das hier vermerken muss.

Tja, und dann war halt Wochenende – mit den Dingen, die ich gern am Wochenende unternehme: lesen, Serien schauen… und wieder lesen. Unter anderem versuche ich, bei „Arrow“ auf den aktuellen Stand zu kommen, auch wenn die Serie nicht unbedingt sehr gut ist. Und dann las ich ein paar alte Lobo-Comics (auf Deutsch), die mich daran erinnerten, warum ich mit Lobo nicht viel anfangen kann. Die Figur finde ich zu platt, die Geschichten zu belanglos und nicht mal lustig.

Es verbleibt im Schneegestöber auf Rügen
F.