Posts Tagged ‘Lange Nacht der Wissenschaften’

Logbuch : und wieder läuft die Nase

April 28, 2013

Das erste Anzeichen eines neuen Infektes nahm ich am Montag-Nachmittag wahr. Stichwort rauer Hals. Da überlegte ich es mir mehrfach, ob ich mich auf den dieswöchigen Kinobesuch einlassen sollte. Die Sichtung von „Nachtzug nach Lissabon“ habe ich aber nicht bereut, auch wenn der Film ganz anders war, als es der Trailer vermuten ließ. Mit so viel politischem Kontext hatte ich nicht gerechnet. Da wurde schöne Landschaften schnell zur Nebensache. (8/10)

Der Dienstag war wieder mein Termin-Tag. Dieses Mal besuchte ich erstmals Roggentin. Das Ergebnis steht noch aus. Dafür wurde mir beim Stammtisch ein Getränk ausgegeben. 🙂

Am Mittwoch brauchte ich nach dem Trubel am Dienstag etwas Auszeit – und mehr Tee. Zum Abend lud ich mich bei S. ein, wo wir den Sieg von Dortmund live verfolgten. Ich gestehe, dass mir das Spiel doch sehr gefallen hat. (Eine Seltenheit.)

Habe ich bereits Trubel gesagt? Das Wort passt besser zum Donnerstag. Denn da war ich nur am Kurbeln. Stundenlanges Aufräumen. Kurze Unterbrechung dank L., die mich zum Antesten des neuen Frozen-Yogurt-Ladens „Fröhlich“ am Doberaner Platz überredete. (Es war lecker.) Danach kam mein Besuch an, wir aßen noch schnell bei Subway, bevor es zur Langen Nacht der Wissenschaften ging. Die Leichenteile in der Anatomie-Abteilung fand ich nicht so anziehend. Darum ging ich über den Campus Ulmenstraße dann in die Südstadt, wo ich bei den Chemikern Appetit auf eine frische Bratwurst bekam. Kurz darauf stand ich am Zwischenbau, um auf meine Begleitung zu warten. Denn an diesem Abend ging ich noch zum Konzert von Laing. Die Vorband namens Malky war ziemlich gut, aber zurecht nur die Vorgruppe. Was die Mädels (und der Drummer) von Laing abgeliefert haben, war absolute Weltklasse – und das auf der kleinen Bühne. Ich nehme an, die Band hatte auch ihren Spaß, da das Publikum sehr viel jubelte. Auf dem Heimweg nahm ich noch einen kleinen Umweg über den Ulmen-Campus, um mir noch mein Freigetränk zu gönnen.
Ach ja, im Zwischenbau gibt es unter der Bezeichnung „Ostbrause“ die altbekannte Marke „Mandora“, die zwar sehr aromatisiert riecht, aber dafür schön herb schmeckt. Und wer hätte gedacht, dass es mittlerweile Berliner Cider gibt? Ich sehe da einen Trend.

Weil ich zugesagt hatte, bei einer Lieferung am Freitagmorgen behilflich zu sein, musste ich nicht nur nach einer sehr kurzen Nacht aufstehen – ich hatte zudem auch noch sehr schlecht geschlafen. Schuld war Verschleimung. Mir wurde bereits angekündigt, dass es sich um einen „kleinen“ Container handelte, der da innerhalb von zwei Stunden entladen werden sollte. Aber erst danach erfuhr ich, dass es sich um etwa 3,5 Tonnen Stahl handelte, der durch meine Hände ging. Na ja, das hatte ich so auch noch nicht.
Das Frühstück im Anschluss daran war willkommen. Der stundenlange Stadtbummel danach wiederum nicht so sehr. Zum Nachmittag machten sich meine Beine bemerkbar, die noch vom letzten Abend beansprucht waren. Mit viel Erleichterung konnte ich mich dann zu Hause ausruhen (bei neuen Folgen „Big Bang“ und „Glee“).
Am Abend fuhr ich in die Heimat und kochte zum ersten Mal Chili, was mir doch ganz gut gelungen ist. Selbst die Schärfe war einsteigerfreundlich.

Das Wochenende verbrachte ich überwiegend mit Lesestoff. Zur Zeit hat es mir wieder das Ultimate Universe (von Marvel) angetan, bei dem ich mich wieder auf den aktuellen Stand lese. Gerade beim „all-new“ Ultimate Spider-Man wurde ordentlich am Status Quo geruckelt. Stichwort Onkel-Ben-Moment.
Und ansonsten habe ich ein paar Folgen „Vice“ gesehen – siehe letzten Eintrag.

Es verbleibt auf dem Weg der Besserung
F.

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Hengilás

Mai 1, 2011

Diesen Titel habe ich vorhin in der Zufallsschleife gehabt und war gleichermaßen überrascht wie erfreut über die ruhige Untermalung, die aus einem epischen Film stammen könnte. Das Lied wird vom Künstler namens Jónsi vertont und heißt übersetzt so viel wie „Vorhängeschloss“.

Und damit startet dieses Blog in den Mai. Eigentlich wollte ich hier schon früher wieder in die Tasten hauen, aber Termine und Beschäftigung hielten mich davon ab. Überhaupt hatte sich zum Sonntag so viel angestaut, dass dieser erst mal für viel Ruhe und Gelassenheit reserviert werden musste.

Sportkurs, Kneipenquiz, Kinobesuch, populärwissenschaftliche Veranstaltungen, Sushi-Dinner, Filmabend, Geburtstagsfeier und ein Poetry Slam – das stand alles auf dem Plan und lässt diese Woche doch recht abwechslungsreich aussehen. Zuweilen sah ich mein Zuhause nur, wenn es dunkel und an der Zeit zu schlafen war.

Auswertung zur „Thor“-Verfilmung:
Insgesamt ist der Film sehr gut für eine Comic-Verfilmung. Jedoch würde ich Iron Man (1) höher bewerten, was aber auch daran liegt, dass ich die Figur besser finde. Ich glaube, was die Wirkung des Films etwas mindert, ist, dass man durch die Trailer schon auf den Verlauf der Handlung vorbereitet wird. Da bleiben neben gewaltigen CGI-Sets und Kämpfen nicht mehr viele Überraschungen für den informierten Cineasten. Dennoch ist es eine Leistung, die Marvel-Filmwelt mit „Herr der Ringe“-Elementen zu verbinden.

Zur „Langen Nacht der Wissenschaften“:
Ich hatte das Glück, ein paar sehr gute Vorträge und Darbietungen miterleben zu dürfen. Da fühlt man sich gleich viel besser, wenn man sieht, dass Leute mit Leidenschaft über ihre Interessen reden können. Nur die Shuttle-Bus-Intervalle waren viel zu groß. Ansonsten war es ziemlich kalt und ich nicht wirklich darauf vorbereitet – aber meine Teilnahme war auch spontan.

Sushi:
Lange nicht gegessen, aber doch immer mehr Freude daran gefunden. Auch die Suppe (Name vergessen) war nicht schlecht. Und obendrein wurde ich satt. Was will ich mehr?

Zum Kulturellen:
Verkommt der „Poetry Slam“ zum Comedy-Abend? In der letzten Kulturwoche hätte ich da vielleicht noch ja geantwortet, aber heute kamen auch richtig poetische Beiträge zu Wort. Alles in allem war es wieder lohnenswert und inspirierend. Und wieder denke ich, dass ich mal wieder kreativ schreiben sollte (also von Blogs abgesehen).

Tja, wenn das nicht so ein Problem mit der Zeit wäre. Ich habe nämlich auch noch ein paar Vektor-Grafiken in der Mache, die vollendet werden wollen. Und dann wäre da auch noch ein Musikstück, welches ich angefangen habe. Und für ein anderes Projekt wird sogar die Zeit knapp.
Manchmal wundere ich mich, ob ich solche Ideen überhaupt noch angehen sollte, wenn ich schon ein paar andere Vorhabe in der Warteschleife habe. Das beschäftigt mich vielleicht 2 Sekunden und schon ist das nächste „Ticket“ erstellt worden und im Pool der anderen Vorhaben.
Ich kann nicht mal sagen, dass es an wenig Freizeit liegt – bzw. würde das nicht als Grund gelten lassen. Viel mehr ist wohl meine Wertschätzung für Auszeiten – also von allem. Da profitiert dann neben meiner Ausgeglichenheit scheinbar nur noch der „Scrobble-Zähler“ von Last.fm.

Noch einen Ausblick? Hm, nein, irgendeine Deadline sitzt mir bestimmt schon im Nacken. 😉
Stattdessen noch ein Einschub: South Park startete in die neueste Staffel (15?) und das gleich wieder mit einem aktuellen Thema – Apple. Der vielseits bekannte Hersteller von Software und Hardware hat schon länger einen dubiosen Ruf, wenn es um den Umgang mit Kundendaten und Nutzerbestimmungen geht. Eben dies wurde in der jüngsten Folge auf die Spitze getrieben und mit einem Trash-Film kombiniert („Human Centipede“). Das Ergebnis ist viel schwarzer Humor, wie man es von South Park gewöhnt ist. Und wie schon in der letzten Staffel sind die Macher am Puls der Zeit, was mir sehr gefällt.

Es verbleibt verschlossen
F.