Posts Tagged ‘Lana Del Rey’

Logbuch : Live-Musik-Erlebnisse

September 22, 2015

Logbuch

18.09.15 : Als ich im Büro eintraf, gönnte ich mir gleich eine Ladung Tee, um mir ein Plus an Flüssignahrung zu geben. Für den Tagesplan würde ich es brauchen. Im Verlauf des Vormittags hörte ich mir neue Musik an – unter anderem den neuen Langspieler von Lana Del Rey, den ich problemlos fast komplett in meine “Schlummi-fix”-Playlist integrieren könnte. Am Nachmittag hatte ich einen weiteren Radio-Einsatz, der mich nicht nur forderte, weil ich leicht am Kränkeln war. Mit einem Studiogast im Programmplan habe ich gerechnet, auch ein Zweiter wäre noch im Rahmen gewesen. Jedoch bei drei Studiogästen in zwei Stunden hatte die Situation schon beinahe einen Bahnhof-Charakter. Thematisch ging es um ein Charity-Projekt, ein Bildungsangebot und Straßenmusik. Die Sendung wirkte entsprechend ermüdend auf mich. Dennoch freute ich mich auf den Abend im Zwischenbau, bei dem ich zumindest J. und I. antreffen würde können. Als ich kurz nach 8 dort auftauchte, war der Schuppen bereits ordentlich gefüllt. Der Warm-up-Act Tristan Brusch hatte zwar was zu bieten, aber wirkte im Vergleich zur Party-Stimmung etwas deplatziert. Die Orsons sorgten schließlich für Jubel und lieferten ein sehr gutes Konzert ab. Spätestens danach dürften einige neue Fans gewonnen worden sein. Ich plauderte noch mit ein paar Radio-Kollegen von Head&Kehle und machte auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher im Sendehaus, um meine Tasche zu holen. Zum Tagesausklang brachte mich das neue Programm von Craig Ferguson noch zum Lachen.

19.09.15 : Mein Start ins Wochenende war so entspannt, dass ich nach dem Frühstück am liebsten die Beine hoch gelegt hätte. Aber nö, denn da war ja ein Studiokurs, den ich anleiten wollte. Kaum war ich zum Vorbereiten vor Ort, kam schon der erste der vier Teilnehmer. Leichtes Kränkeln machte mir den Anfang etwas schwer, aber im Laufe der vier Stunden und dank einer Kanne Tee fühlte ich mich besser. Am Abend schaute ich zunächst beim Hackspace vorbei, bevor ich mich aufmachte zur Feier bei U.. Sowohl das Wiedersehen mit Freunden als auch die Tatsache, dass U. sich über seine Geschenke freute, machten mich gewissermaßen auch froh. Und dann noch das leckere Partybrot. (Besser als das Ingwer-Getränk.) Als ich wieder zu Hause war, wollte ich eigentlich nur schnellstmöglich ins Schlummerland. Konnte ja nicht ahnen, dass ich genau die Zeit erwischte, als mein Mitbewohner seinem Besuch zu Lustschreien verhalf. Stichwort akward. (Bzw. ein Hoch auf Kopfhörer.)

20.09.15 : Was auch immer ich mir vage für den Sonntag vorgenommen hatte, wurde zu Gunsten von Schlaf gestrichen. Erst am späten Nachmittag rappelte ich mich auf, um noch etwas Tageslicht abzubekommen. Im Hackspace genehmigte ich mir zwei Kannen Tee und ein paar Folgen Arrow, bevor ich wohl noch etwas behilflich sein konnte.

dmsb_sep1521.09.15 : Der Wochenstart verlief überraschend leichter als angenommen. Gleich nach der Arbeit zog es mich in die Südstadt, wo der Vorspiel-Live-Musik-Abend im Zwischenbau mit den Bands Jesters und diemeeresindblau. aufwarten konnte. Eigentlich war ich eher wegen Letzterer da und die legten aus meiner Sicht eine gute Spiellaune an den Tag. Danach plauderte ich noch eine Weile mit A., kam spät nach Hause und beendete noch fix einen Musik-Journal-Eintrag.

Es verbleibt mit ausreichend Terminen für die nächste Woche
F.

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Ansichtssache: Gatsby, Gatsby, Gatsby

Mai 16, 2013

Ende März las ich das Buch (auf Englisch), am Wochenende schaute ich den Film von 1974 und soeben sah ich den neuen Film von Baz Luhrmann. Dass ich obendrein noch den Soundtrack kürzlich hörte, wäre noch eine Ergänzung, aber nicht so wichtig.

Anmerkung: Spoiler Alert! (Es werden Handlungselemente angesprochen.)

Zum Werk an sich: Der Roman ließ mich ziemlich kalt, was hauptsächlich daran lag, dass ich wenig Sympathiepunkte verteilen kann. Alle Charaktere sind wahlweise suspekt oder durchtrieben in ihrem Verhalten. Möglicherweise wird das durch den Abstand bezüglich Ära, Kultur und sozialem Status verstärkt.
Unter anderem hatte ich die Eckdaten der Prohibition in Amerika nicht gleich parat und konnte den Aspekt erst nach weiterer Recherche dem Werk zuordnen.

Und ich finde die „Auflösung“ um den mysteriösen Gatsby auch nicht gerade skandalös – dann schon eher den Hintergrund um seinen sozialen Aufstieg, was aber nur am Rande behandelt wird. Stichwort Geschäft.

Erst durch die Verfilmung(en) wurde das zwischenmenschliche Drama für mich verständlicher. Einerseits der hoffnungslose Optimist, der sein Streben nach seinem „lebenslangen Schicksalsschatz“ ausrichtet, und andererseits der ehrenwerte Gehilfe, der einen besonderen Blickwinkel auf das Geschehen hat und mit Geheimnissen beladen wird. Für beide Figuren scheint es kein Happy End zu geben.

Zu den Filmen: Während ich schon bei der Adaption aus den 70ern von opulenten Bildern reden würde, kann (auch dank CGI) in der neuen Verfilmung eindeutig noch eine Schippe draufgelegt werden. Aus Pomp wird Über-Pomp. Stichwort Anwesen.

Unabhängig von den offensichtlichen Unterschieden in der Machart (bezüglich Zeitgeist und technischen Möglichkeiten) finde ich den Film mit Robert Redford sehr nah an der Vorlage. Dagegen erlaubte man sich beim neuen Film mit Leonardo DiCaprio einige Abweichungen. Stichwort Erzähler. Beide Hauptdarsteller machten aus meiner Sicht das Beste aus ihrer Rolle. Und auch sonst kann ich mich bei der Besetzung nicht beklagen. (Mehr möchte ich hier nicht vergleichen.)

Was allerdings macht diese „Neuauflage“ von 2013 für mich nicht ultimativ? Irgendwie finde ich diesen neuen Gatsby nicht ganz so „great“, weil er doch schärfer in seinem Handeln kritisiert wird. (Sogar das Wort „Kimineller“ fiel.) Und auch der Wutausbruch ließ ihn beinahe manisch erscheinen und kratzt so an der coolen Gelassenheit im Vorfeld. (Gatsby trifft in dieser Version auch nicht auf Daisys Tochter, was ja noch ein wesentlicher Schockmoment gewesen wäre.)

Am Ende bleibt für mich die Frage, ob Gatsby wirklich so viel besser als die anderen (reichen) Leute war. Ja, er hat sich seinen Wohlstand selbst erarbeitet, wurde dann aber mindestens genauso verschwenderisch. Lediglich seine Treue zeichnet ihn aus bzw. sein fester Glaube an die Liebe. Aber das allein macht einen Menschen aus meiner Sicht nicht „great“. Und am Ende scheint er auch keine große Lücke hinterlassen zu haben.

Fazit: „Der große Gatsby“ in der 2013-Version ist ein berauschendes Drama mit gewaltigen Bildern, guten Darstellern und einem auffälligen Retro-Soundtrack – also genau das, was man von dem Regisseur erwarten würde. Nur empfand ich einige Details zu überzeichnet. Da wären mir mehr menschliche Momente lieber gewesen. (7/10)

Noch eine Randbemerkung: Ich bin sehr angetan von „Young And Beautiful“, dem Soundtrack-Song von Lana Del Rey, weil es so wunderbar melancholisch klingt. Nur habe ich mich auf dem Heimweg noch gewundert, worauf sich das bezieht. Gatsby stand ja dafür, dass es gerade nicht um oberflächliche Dinge wie Aussehen und Reichtum gehen sollte, wenn man eine Beziehung eingeht. Aber dann fiel mir ein, dass es wohl eher aus der Sicht von Daisy zu betrachten ist. Für die Frau ist es in dieser Ära ja wichtig, sowohl vom Mann versorgt zu werden als auch sich bestätigt zu fühlen. Und da außereheliche Affären für den Mann keine Seltenheit waren, ist eine Frage wie „will you still love me when I’m no longer young and beautiful?“ durchaus relevant, wenn man von Oberflächlichkeit umgeben ist.

Es verbleibt etwas geblendet
F.

Nachtrag: Gut, das „großartig“ ist wohl auch als zeitgebunden zu verstehen. So war es in den 1920ern scheinbar ein Idealbild (des Autors), wenn man als Visionär Reichtum und Ansehen erlangt und sich in der High Society eingliedern kann. Und nicht zuletzt wird Jay Gatsby im neuen Film vor allem von Nick als „great“ betrachtet, was er unter anderem mit Ausstrahlung und Strebsamkeit (nach oben) begründet. Nur wird spätestens bei der Beerdigung deutlich, dass dieser Eindruck nicht von vielen Leuten geteilt wird.

National anthem

Juli 2, 2012

Na sowas, kaum ist „52 Songs“ (Jahr 1) durch, komme ich mit dem Bloggen leicht in Verzug. Dabei wollte ich sogar schon am Freitag in die Tasten hauen. Warum? Steht im nächsten Absatz. Hier sei nur titel-technisch auf das neue Video/Single/Song von Lana Del Rey verwiesen, die immer noch gern benebelt in die Kamera guckt und ihre Schlauchbootlippen schürzt.. aber das Video ist echt ein kleiner Skandal, weil es sehr an JFK erinnert. Und mal ehrlich, so schlecht produziert ist ihre Mucke ja auch nicht. Sie hat halt nur null Ausstrahlung und kann nicht live singen.

So, wer aber live singen kann – und das trotz Gehüpfe – ist Madonna. Ja, gut, die Technik lässt manche Ton-Aussetzer optimieren, aber das interessiert wohl die wenigsten, die sich (bei den Preisen) eine Karte für ihre Show zulegen und von einer Inszenierung geblendet werden, die eindeutig weltklasse ist. Ein Konzert ihrer aktuellen MDNA-Tour ist wie ein Uhrenwerk – ein Nonstop-Beat-Tanz-Bühnentechnik-Gewitter, welches nur so auf das Publikum einhämmert, bis auch der Letzte in die Hände klatscht.
Muss ich noch schreiben, dass es mir gefallen hat? Ja, hat es. Und nun bin ich dermaßen MDNA-gedrillt, dass ich mir das Album glatt ein zweites Mal kaufen würde, um es ausgewählten Personen in die Hand zu drücken – als Leihgabe natürlich.

Aber der Reihe nach – was ist denn sonst so (außer Arbeit) passiert? Moment, ich gucke mal in den Kalender.
Am Montag gab es lecker Torte bei G. und einen ruhigen Abend.
Auch der Dienstag verging schneller als erwartet, weil ein Termin abgesagt wurde, konnte ich auch da erfreulicherweise früh ins Bett gehen.
Mittwoch war mein Kino-Abend – ach stimmt, darüber habe ich ja geschrieben (siehe letzten Eintrag). Aber das war nicht alles, weil ich an dem Tag auch die Pilotfolge von „The Newsroom“ gesehen habe, welche HBO sogar auf YouTube zum Gucken anbietet. Diese neue TV-Serie mit Jeff Daniels macht definitiv Lust auf mehr.
Am Donnerstag (mein freier Tag) ging es nach Berlin. Dort angekommen, holte ich mir mein Ticket an der O2-World (mitsamt Goodie-Bag) und bin dann kurz in die Innenstadt gefahren, wo ich im Alexa (Einkaufszentrum) erst mal eine Pause einlegen musste. Es war nämlich sehr sommerlich draußen. Zum Abend war ich bei eatGobi mongolisch essen – und zwar Buffet zum kleinen Preis. Lecker lecker. Dazu gab es einen Fruchstsaft vom Stand nebenan (mit Mango, Banane und Maracuja und so). Auch lecker. Danach habe ich noch eine Fassbrause probiert, die ich aber nicht noch mal haben müsste. An der Kasse sah ich dann Schokomonk-Riegek, die total lecker aussahen, aber ich mir dank Sättigung nicht genehmigen konnte. Dann ging es zum Konzert. Und danach zur Übernachtungsgelegenheit. Und hey, nur 3 Stunden später musste ich auch schon wieder los.
Denn am Freitag ging es wieder zur Arbeit (mit dem kleinen Unterschied, dass die Anfahrt 8 mal länger dauerte). Danach sollte die Woche noch entspannt im Pub (mit P.) ausklingen, was sie dann trotz Mega-Regen auch noch tat. Und dann wurde es komisch, denn ich war gegen Mitternacht schon auf dem Heimweg, als mich eine Anfrage nach Club-Nacht doch noch umstimmte. Zunächst sah es nach Stadtpalast aus, was dann aber zu Gunsten des Zwischenbaus umentschieden wurde.
Und so kam es, dass ich am Samstag ziemlich müde gen Heimat aufbrach, wo es zur Entschädigung meine erste Portion Erdbeeren (von Karl’s) gab. Hm, gezuckerte Erdbeeren sind lecker. Dann habe ich noch gelesen und einen netten Abend mit Mandel-Giottos gehabt. Oje, die haben tatsächlich eine Mandel-Variante von Giotto produziert. Wissen die denn nicht, dass ich da nur schwer nein sagen kann? Skandal!
Zum Sonntag wurde dann ordentlich Schlaf nachgeholt und mehr oder weniger erfolgreich gegammelt. Vielleicht sollte ich besser „chillen“ schreiben, aber dann wird das vielleicht noch zum Hipsterblog hier. Kleiner Scherz. Und ich fühlte mich kurzzeitig wieder wie ein Teenager? Wie das ging? Ich habe mir beim Bahnhof ein deutsches Comicheft (Justice League #1 von PaniniComics) gekauft. 😛 Und warum? Weil Poster drin waren. Die Geschichten hatte ich schon auf Englisch vorliegen (von DC Comics). Tja, aber das Feeling war total seltsam, weil ich mittlerweile schon so entwöhnt bin. Zum Abend wurde ich überraschenderweise zum Fußballgucken eingeladen – und zwar an ungewohnter Stelle. Hat Spaß gemacht, ging aber auch wieder länger als ich eigentlich wollte. Na ja, mittlerweile habe ich meinen Wecker wieder reaktiviert.

Und heute? Ja, da habe ich spontan was bei Amazon bestellt, was mit C anfängt und mit ics aufhört. Das kann passieren, wenn ich spontan bin.

Es verbleibt ohne Hymne auf den Lippen
F.