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52 Songs 2015 #39

September 30, 2015

52songs2015

Das Thema der Woche erhielt ich von U. und lautet virale Internetvideos. Dass sich solche Instanzen meist auf YouTube beziehen, lässt sich wohl mit dem Verbreitungsgrad erklären. NIcht zuletzt erreichen mich die Trends und Hypes meist via sozialer Netzwerke oder Empfehlungen durch Freunde. Jedoch finde ich derlei Humor nicht immer stimmig. Ich meine, mich gerade an einen singenden Wolverine zu erinnern.

Die Wahl fällt mir hierbei relativ leicht, da ich in dem Kontext nur ein paar Lieder empfehlen kann. Diesen „Klassiker“ von einem gewissen Mr Weebl durfte ich 2012 in London sogar live erleben. Natürlich war das Publikum begeistert. Es ist auch so ziemlich der Einzige seiner Gaga-Songs, den ich wirklich lustig finde. Herrlich sinnfrei eben. Viel Spaß mit dem „Amazing Horse„.

Es verbleibt als gelegentlicher YouTube-Konsument
F.

Waiting on the world to change

April 8, 2013

John Mayer formulierte es einst so treffend, dass ich den Song vom Album „Continuum“ gern referenziere. Am Wochenende las ich einen langen Artikel über „crazy talk“ bzw. die Theorie, mit Sprachwissenschaft das Leben zu beeinflussen. Nun vielleicht nicht jedes Leben, aber zumindest das Leben um Trendsetter herum und deren Gefolgschaft, die gern auf Züge aufspringt. Und eh man sich versieht, setzen sich Wortschöpfungen durch, die dann zum Allgemeinwissen zu zählen sind. Beispiele gefällig? „Open Source“ und „Web 2.0“ – oder ganz frisch „Algorithmic Regulation“.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, aus welcher Ecke der Begriff nun letztendlich stammt. Die Vorstellung, dass durch gezielte Propaganda (wahrscheinlich inklusive finanzkräftiger Unterstützung) Begrifflichkeiten – mit bewusst schwammiger Bedeutung – in den Vordergrund gestellt werden, sollte dabei eher zu denken geben. Im Rahmen des Artikels wird von „Verschmutzung“ geredet, wenn Sachverhalte fachübergreifend angewendet werden, was im ersten Moment vielleicht genial wirken könnte, aber nicht das Hinterfragen erspart. Ansätze bei der Software-Entwicklung müssen nicht zwangsläufig in der Politik sinnig sein, etc. Das heißt nicht, dass interdisziplinäres Denken schadet, sondern aus meiner Sicht, dass Limitierungen in der Adaption auch Beachtung finden sollten.

Der Artikel von Evgeny Morozov behandelt in dem Kontext Fälle, in denen technische Aspekte auf Bereiche wie Wirtschaft und Gesellschaft ausgeweitet werden. Diese Richtung lässt sich ganz leicht mit dem Aufstieg des Internets begründen. Man denke da an frühe Modem-Anschlüsse und heutige Tablets mit SIM-Karten, was allgemein als gelungene Entwicklung angesehen wird. Nur macht technischer Fortschritt nicht automatisch einen gesellschaftlichen Mehrgewinn aus. Stichwort Kleingedrucktes. Ähnlich wie bei Werbefilmen die Vorteile für Produkte und Dienstleistungen auffallend betont werden, sollen auch gern bei Neuentwicklungen fragwürdige Details verschleiert werden. Und sei es nur, um bestimmte Bedeutungsauslegungen für jeweilige Interessengruppen parat zu haben.

Was will ich damit sagen? Dass unser Leben vor dem Internet besser war? Nein. Dass man wie beim Kauf eines Fernsehers den Einsatz von Technik und Diensten abwägen sollte? Vielleicht. Wahrscheinlich aber, dass kritisches Hinterfragen nicht an Bedeutung verliert – in der Hoffnung, dass noch allgemein bekannt ist, was mit kritischem Hinterfragen gemeint ist. Leider macht es uns die Welt (im Wandel) nicht einfach, wenn Faktendreherei immer leichter wird und man für so ziemlich jeden Standpunkt eine passende Statistik herbeizaubern kann.

Es verbleibt mit freundlichen Grüßen ans Vertrauen
F.

Spaceman

September 3, 2012

Wie hießen die noch? Babylon Zoo oder so, die damals so einen Titellied hatten, von dem mir nur das schlumpfig hoch-gepitchte Segment zum Anfang und zum Ende gefiel. Aber dann gab es noch The Killers, die einen Song mit diesem Titel veröffentlichten, welcher schon mehr nach meinem Geschmack war.

So, was veranlasst mich für diesen Eintrag (wenn nicht ein obligatorischer Wochenrückblick)?
Ich nutzte heute auf einer Zugfahrt die Gelegenheit, um eine Comic-Serie zu lesen, die im Herbst 2011 begann und vor Kurzem mit der Nummer 9 ihren Abschluss fand. Und diese Reihe heißt „Spaceman“ (erschien bei Vertigo Comics) – geschrieben von Brian Azzarello und illustriert von Eduardo Risso. Die Geschichte ist mindestens so düster wie die Zeichnungen, spielt in einer apokalyptischen Zukunft und handelt von Ausgestoßenen der Gesellschaft sowie Sensationsgier der Medien. Das Ganze wird natürlich abenteuerlich verpackt und wartet mit einem Ende auf, dass zum Nachdenken anregt, was wiederum mit der Zwischenhandlung zu tun hat (Spoilergefahr). Somit ist dieses Werk alles andere als leicht oder kindisch. Ich will ja nichts andeuten, aber sollte das verfilmt werden, könnte daraus Kult werden.

So… von einer trostlosen Zukunft zur Gegenwart:
Schon gehört. was eine bestimmte Bestseller-Liste im Bereich Sachbuch anführt? Es ist ein Buch, welches gestern in einer anderen bestimmten Talkshow beleuchtet wurde – Thema „Internet verblödet“. Was soll man dazu sagen? Nun, eigentlich nicht viel. Denn das wurde schon von professionellen Kommentatoren heute in diversen News-Portalen analysiert. Und ja, natürlich ist das Frustpotential gegeben – dafür sorgt allein das provokante Thema bzw. die Formulierung.
Und eigentlich wird meine Meinung gut von einem der Gäste in dieser ominösen Sendung vertreten. Denn letztendlich ist der Kümmern (also das Beschäftigen) wichtig. Pauschale Vorschriften bringen da eher weniger aus meiner Sicht.

Und noch mal zurück zum Aspekt „Verdummen“ oder vielmehr die Ursachen: Was wurde nicht schon alles verteufelt in dieser Richtung – Drogen, Zucker-Ersatzstoffe, Geschmacksverstärker, Fernsehen… und nun Internet. Tja, Kinder haben es da echt nicht leicht in dieser Zeit.

Zur Aufmunterung folgt nun ein Absatz über jemanden, den ich nicht F. nennen kann (verständlich, oder?) – daher also D.
Der D. ist einer dieser Leute, die Eindruck hinterlassen – und das kann unterschiedliche Gründe haben. Selten wäre das meiner Meinung nach wegen guten Pointen. Und genau da kam meine Kreativität ins Spiel. Hier hatte ich die Idee des „humoristischen Upgrades“ – Einlagen wie auf Knopfdruck, die der allgemeinen Heiterkeit beitragen. Schwierig wird es da nur mit den Themenfeldern, die auf verbales Glatteis führen können. „Challenge accepted“ also? Na, mal sehen…

Es verbleibt
F.

Mach die Augen auf

April 20, 2012

„Dass ich so viele Dinge nicht sehen kann, heißt nicht, dass ich sie nicht entdecken kann“
Es sind nicht nur Textauszüge wie diese, die Nena für mich mehr als erträglich machen – also ihre Musik. Und diesen Titel von 2007 finde ich auch sehr angenehm, spricht er mir doch gewissermaßen aus der Seele, was die abstinente Phase in diesem Blog angeht.

Was ist denn so passiert in all der Zeit? Das Bild verweist schon mal auf eins der Highlights, welches mich vergangenen Sonntag erwartete. Darf ich vorstellen? Mandarinenkuchen, nach einem Rezept von Chefkoch.de (leicht zu finden). Fazit: ultra lecker.
Oh, da meldet sich noch ein anderer neuer Bekannter in meinem Leben. „Autsch“ soll ich ausrichten vom Muskelkater. Dieser kann ganz schön aufdringlich sein. Grund für seine Bekanntschaft ist mein neues Hobby namens Training für Anfänger. (Und nein, dieses Mal kein Unisportkurs.)
Ansonsten war (neben ausreichend Arbeit) auf der Agenda: Kneipen-Quizzes, mehrere Film- und Kino-Abende (dazu gleich mehr), ein (Festhalten!) Fussball-Abend, ein Party-Wochenende (inklusive Schlafentzug mit anschließender Schlaf-Aufholjagd) und ein Lese-Abend.

Film-Kritiken, gefällig?
„The Grey“ : boah, war das eine Enttäuschung. Handwerklich zwar topp, und auch mit guten Darstellern/Charakteren. Dennoch scheitert das ganze Unterfangen an unrealen Rahmenbedingungen, die teilweise sehr absurd sind.
„Martha Marcy May Marlene“ : holla, der Film ist für ein Sozialdrama ziemlich krass und punktet ebenfalls mit guten Darstellern. Nur mit dem Ende bin ich etwas unzufrieden.
„Chronicle“ : Yes! Das ist mal ein Film, wie ich mir den wünschen würde. Unterhaltsam von Anfang bis Ende, ungewöhnlich in der Umsetzung und sehr mitnehmend bis zum Schluss. Absolut sehenswert für Fans von Mystery/SciFi/Thriller-Krams mit amerikanischen Teenagern. (Sogar über die kleinen Schwachstellen in der Handlung kann ich da problemlos hinwegsehen.)

So, Lese-Ecke! Es wird für mich wieder Zeit, lese-technisch in die Pedale zu kommen. Denn ich ertrage die „Hunger Games“ bald nicht mehr. Lediglich ein halbes Buch fehlt mir noch. Stoff für danach habe ich übrigens auch schon.
Von den vielen Comics mal ganz zu schweigen, die sich (wie könnte es anders sein) anstauen. Sogar ein Paperback traf neulich wieder bei mir ein. Passend zum Auftakt des Kino-Sommers hat es auch mit Marvel’s Avengers zu tun, wenn auch in einer anderen Version (Ultimate und so).

OK, nun zu weniger erfreulichen Themen, die mich schon seit Ostern beschäftigen. Im Wesentlichen verdanke ich viele der Anhaltspunkte einem Blog, welches ich hier mal verlinke. Aber Vorsicht! Manche Meldungen sind mehr als nur erschütternd. Es ist wie mit einigen informativen Vorträgen auf YouTube, die zwar reißerisch wirken mögen, aber selbst bei nur 20% Wahrheitsgehalt ihre Schockwirkung nicht verfehlen würden. Ach und, damit gleich zum nächsten Thema.

Ganz frisch aus dem „Schlagzeilen-Haifischbecken“ gibt es ein Prozess-Urteil, welches man getrost in die Tonne kloppen könnte – könnte, warum könnte? Ansichtssache. Schaut euch nur mal die Kommentare (in einem der vielen Foren) an. Ja, ich weiß, das sollte man vielleicht gar nicht erst tun.
Auf der anderen Seite ist es doch gerade die gelebte Meinungsfreiheit, die das Internet bereichert. Oder? Etwa nicht? Maulkörbe für Schwachmaten? Und wer darf das entscheiden?

Der Meinungssachverhalt erinnert mich an jüngste Meldungen im Umfeld einer politischen Partei, die dieser Tage wohl im Aufwind ist. Und im gleichen Zug twitterte genau dazu jemand „come in and burn out“. Das ist der Punkt! So ein Meinungsaustausch kann ganz schön anstrengend werden. Und das meine ich allein aus der Sicht eines Zuschauers.
Nach etwas Auszeit finde ich es ja relativ spannend, ein wenig Politik aufzuschnappen. Aber das jeden Tag mitmachen zu müssen, erscheint mir alles andere als erstrebenswert. Aber einer muss es ja tun, nicht? Nur rechtfertigt das nicht gleich die Vielfalt an „schlechten“ Vorschlägen oder Entscheidungen unserer Vertreter.
Klingt das etwas nach Verdrossenheit? Hm, vielleicht. Es ist nur so, dass der Frust nach so vielen Negativ-Meldungen nicht ausbleibt. Dies ist mitunter auch der Grund, warum ich eine Weile nichts dazu geschrieben habe.

Wenn man hinsichtlich des Weltgeschehens einigermaßen aufgeweckt am Ball bleibt, kommt mir das gelegentlich so vor, als würde man wie bei einem Film im Vorfeld mit Spoilern versorgt werden – also eine Spaßbremsen-Wirkung der besonderen Güte. Aber um den Depri-Flash einzudämmen: ich denke, das wird sich auch wieder geben. Wozu gibt es schließlich die Option des Eskapismus? Oder mit den weisen Worten: „Muss ja.“

Zum Abschluss widme ich mich noch kurz der „Fanpost“ (also Suchanfragen, die mir auf dem Dashboard angezeigt werden):

  • Welcher Song Madonna’s dritte Single-Auskopplung aus dem Album „MDNA“ werden soll, ist laut meiner Infos noch nicht eindeutig bestätigt worden. Aktuell gehe ich von „Turn Up The Radio“ aus.
  • „Richtig konstruieren im Süßwarenbereich“? Ähm, da bin ich überfragt.
  • „Kaffeesahne in Dosen meiden“? Wie bitte? Warum? Hat da etwa jemand kein Vertrauen in unsere Lebensmittelrichtlinien? 😉 Hallo? Wir leben in einer Welt, die uns täglich Bisphenol A um die Ohren haut. Da schreit doch auch (noch) keiner. Insofern: wenn es schmeckt, darf es auch aus Dosen kommen. (Ganz nach dem Prinzip „no risk, no fun“)

Gut, damit wäre das auch erledigt. Falls die Leserschaft sonst noch Fragen hat, immer her damit. (Könnte nur eine Weile dauern mit der Antwort.)

Es verbleibt mit mäßig wachem Verstand
F.

One night in Bangkok

Juni 16, 2011

Ja, wer hätte gedacht, dass ich bei einem Titel auf Mike Tyson verweise, der mich vorhin mit einer Cover-Version zu besagtem Lied überrascht hatte.

Und damit auch gleich zum ersten Punkt: Es gibt eine (mehr oder weniger erzwungene) Fortsetzung zu Hangover im Kino (,wobei eben jener Titel vorkommt). Je nach Interesse neige ich dazu, Filmkritiken vorab zu lesen. Bei eben jenem Werk finde ich die Meinungsverschiedenheit ziemlich auffällig. Während eine Reihe von Kritikern jede Menge am Film auszusetzen hat, schienen viele Kinogänger daran Gefallen gefunden zu haben.
Und? Tja, ich würde sagen, dass es auf die Erwartungshaltung ankommt. Was haben die Kritiker denn gedacht? Sollte auf einmal alles anders sein als beim ersten Teil? Wohl kaum. Und so ist es letztendlich ein Film, der dem Vorgänger ähnelt. Und ich bin sicher, dass viele Zuschauer (wie auch ich) das geahnt haben und daher zufrieden aus dem Kino kommen.

Themenwechsel: Seit dieser Woche probiere ich meine Organisation mit SimpleNote zu erweitern. Dieser Dienst synchronisiert einfache Textdaten auf unterschiedlichen Plattformen – also Rechner und Smartphone zum Beispiel. Dazu gibt es natürlich viele Alternativen. Aber ich teste halt nun diese Variante, die mich nicht zuletzt durch ein Widget für Mac OS X überzeugen konnte.
Und so fällt es mir hoffentlich leichter, Themen für einen Blogeintrag zu sammeln – als Beispiel.

Es folgt wieder etwas Politik:
Bald ist ja wieder Urlaubszeit und da schaut man auch gern mal ins Ausland. Aber dieser Tage reicht es auch, mal die eine oder andere Schlagzeile mitzubekommen, um an ferne Orte zu denken.
Wie wäre es zum Beispiel mit Griechenland, wo die Sonne scheint und viele Leute auf die Straße gehen. Von europäischer Seite kommen Finanzhilfen und dort reicht es nicht aus. Irgendwie traurig und doch scheinbar alternativlos. Es bleibt nur fraglich, wie mit einer drohenden Insolvenz umgegangen werden kann bzw. ob die Leute dann noch mehr Protest äußern.
Protest ist auch ein Stichwort, wenn es um Syrien geht. Hier ist das Dilemma noch viel drastischer. Es gibt Revolte gegen die Regierung, aber diese wehrt sich mit aller Macht und wird dabei unterstützt – von so ziemlich jeder wirtschaftspolitischen Macht. Ein Kurswechsel ins Ungewisse ist unerwünscht. Und so nimmt man die Opfer in der Bevölkerung einfach hin bzw. kritisiert nebenläufig das Vorgehen. Das ist Weltpolitik heute. Schlechte Ausgangslage und gute Nacht. Dazu kann man bestimmt noch viele andere Beispiele finden. Na, Hauptsache, der globale Handel läuft.

Jedoch kennt auch die Globalisierung noch Grenzen, und zwar hinsichtlich Medien. Zwar sind weltweite Erscheinungstermine für Filme oder Musik keine Seltenheit mehr, aber ein Internet-Video aus Land A kann in Land B schnell geblockt sein. Bestes Beispiel: die Mediatheken größerer TV-Sender. Das eine Material ist nur zeitlich begrenzt zu sehen, das andere nur an bestimmten Tageszeiten und wieder anderes nur gegen eine dreiste Gebühr, und wieder anderes ist geografisch gebunden. Geografisch gebunden im Internet? Irgendwie paradox. Und dann auch irgendwie sinnlos, denn es fördert doch nur die „dunklen Kanäle“. Eigentlich möchte die Industrie genau das unterbinden. Wieder paradox.
Lösungsansatz für ein globales Netz könnte eine globale Mediennutzungsgebühr sein, die, wenn sie fair gestaltet ist, sowohl Produzenten von Inhalten ihren Anteil gibt und andererseits illegalen Bestrebungen einiges an Luft nehmen würde. Aber das würde eine internationale Zusammenarbeit von Behörden und Unterhaltungsindustrie erfordern – alles Parteien, die gern etwas mehr vom Kuchen haben wollen und dabei den Konsument vernachlässigen. Irgendwie komisch.

Ebenfalls komisch finde ich die Tatsache, dass es auf der Welt eine Vielzahl von Kalendersystemen in Verwendung gibt. Ich habe kurz versucht, eine aktuelle Auflistung zu finden. Fand aber nicht wirklich etwas. Und ebenso anspruchsvoll gestaltet sich dann vielleicht auch die Suche nach einem Daten-Übersetzer. Ich denke, auch hier könnte etwas mehr Globalisierung nicht schaden.

Und schließlich noch ein Blick ins Inland: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) soll jungen Leuten die Möglichkeit geben, ein paar Monate für die Gesellschaft aktiv zu werden, bevor es um den Einstieg ins Berufsleben geht. Nur scheint der Anklang relativ mau zu sein. Ohne Zivildienst pfeifen jedoch viele Einrichtung aus dem letzten Loch. Und Verpflichten möchte man niemanden.
Dazu ein Lösungsvorschlag (,der heute in der Mittagspause zusammengebastelt wurde): Man könnte den BFD für alle freigeben, also auch ältere Leute, die sich schwer auf dem Arbeitsmarkt tun. OK, das allein würde wohl auch nicht mehr bringen. Also muss ein Anreiz her. Und der könnte in Form von Vergütung gefunden werden. Wenn einem beispielsweise pro geleistetem BFD-Jahr ein aufgestockter Hartz-IV-Satz zusteht, lässt das vielleicht ein paar Leute ins Wanken kommen.

So, das waren heute mal ein paar mehr Punkte, die ich „abarbeiten“ wollte. Daher lasse ich das nun erst mal wirken.

Es verbleibt bislang ohne Aufenthalt in Bangkok
F.

Eclipse (all yours)

September 5, 2010

Über einen Internetbekannten hörte ich vor einigen Monaten erstmals von einer Band namens Metric, welche im Independent Pop/Rock-Bereich einzuordnen ist. (Zu Independent zähle ich persönlich gern Musiker, von denen ich weder einen TopTen-Hit noch ein Videoclip kenne.) Und eben jene Gruppe mit Sängerin erfuhr jüngst einen ordentlichen Schubser in Richtung Mainstream, und zwar durch die „Ehre“, den Titelsong zu einem Twilight-Film beisteuern zu dürfen. Kritiker dürfen sich nun gern damit befassen, was kitschiger ist – der Film, das Buch oder der Song. Mir jedenfalls gefällt das Lied und ich wählte es als Aufhänger, weil der Moment, an dem mir der Shuffle diesen Titel auf dem Heimweg von der Arbeit lieferte ein Highlight meiner Woche war.

Apropos Woche: selbige geht wieder schnell dem Ende, um wieder ein wenig auf die Smalltalk-Ebene zu rutschen.
Und pünktlich zum Abschluss kann ich doch noch ein paar Erfolgsmeldungen notieren:
Die Endzeit-Wolverine-Geschichte „Old Man Logan“ kann ich nun von der ToRead-Liste nehmen. Mark Millar hätte sich zwar bei den Feinheiten etwas mehr Mühe geben können, aber insgesamt war es wieder großes Blockbuster-Action-Kino in Comic-Form, was er abgeliefert hat. Und die Krönung kommt eh von Zeichner Steve McNiven, der erneut klarstellt, warum er zu den Top-Talenten der Szene gehört.
Es mag zwar komisch erscheinen, in einem Blog darüber zu schreiben, dass man in sein Tagebuch geschrieben hat, aber ich zähle es als Erfolg, weil ich das lange nicht tat und tun wollte. Dementsprechend umfangreich fiel das Update aus. Nur der Kugelschreiber wollte nicht so recht mitmachen heute. Ich dachte schon daran, wieder auf Füller oder Fineliner zurückzugreifen, aber da ist die Schmier- und „Durchdrück-Gefahr“ dann doch wieder zu hoch.
Und dann konnte ich mich auch endlich wieder beim Archivieren austoben, wobei das leider noch mit ordentlich Nacharbeit verbunden ist, was wiederum an iTunes liegt, welches irgendwie schlecht Tags ausliest. Und wenn ich dann noch für jedes Album das richtige Cover einfügen möchte, ist es noch mehr Aufwand. Noch ist kein Ende in Sicht. Leider.

Themenwechsel: Aus der Abteilung „probiert und danke“: Was von außen mit dem Wort Wellness in großen Buchstaben wohl für ein gutes Gefühl beim Kauf sorgen soll, entpuppt sich bereits beim ersten Schluck als 0-8-15-Zuckerwasser. „Kirsch Ginseng“ mag vielleicht die Vorlage gewesen sein, aber außer Aroma, Zitronen- und Kohlensäure kommt bei mir nicht mehr viel an. Na gut, ich gestehe, dass meine Erwartungen eh nicht hoch waren. Aber das Geschmack dann so lieblos zusammengeschustert wurde, hat mich dann doch enttäuscht.
Ebenso nicht zu empfehlen sind Naschereien kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Damit tut man sich keinen Gefallen. Ein Mitbewohner hat der Wohngemeinschaft die Freude gemacht, relativ nahmhafte Schokoladenprodukte „zur allgemeinen Vernichtung“ (Zitat von der Notiz) in der Küche zu hinterlassen. Leider verging mir die Freude angesichts des muffigen Geschmacks. Aber alles hat sein Gutes. Ich habe darauf gleich mal in meinem Nasch-Depot einen Kontrollbesuch gemacht.

Themenwechsel: Gestern habe ich das „Trivial Pursuit“ mit DVD-Erweiterung spielen dürfen, was erstaunlich unterhaltsamer ist als die Standardvariante. Entweder das oder es lag an der Gesellschaft.

Und wo ich schon beim Wochenende bin, möchte ich noch kurz auf „Stickaid“ eingehen. Im Wesentlichen war das ein 24-Stunden-Livestream von Samstag bis Sonntag. Was nun genau das für ein Verein ist, kann man im Netz nachlesen. Was mich neben der Tatsache, dass da eine Gruppe junger Briten ehrenamtlich tätig war, fasziniert hat, war der Aspekt, dass es nicht wie eine normale Spendensendung im TV konzipiert war. Stattdessen wurde aktiv auf das Echo der „Zuschauer“ eingegangen. Und da es alles internet-basiert ablief, gab es neben Livechat und Twitter-Meldungen ausreichend einfache Möglichkeiten für den User, ohne große Umwege seinen Senf und seine Vorschläge für den Sendungsverlauf abzugeben. Das und der Verzicht auf Werbepausen sowie relativ unerfahrene Youtube-Vlogger vor der Kamera ergaben eine angenehme Präsentation, die schon fast einen anarchistischen Charakter hatte.
Auf jeden Fall musste ich darüber nachdenken, wie stark das Internet in das Leben junger Leute integriert ist. Ich frage mich, wie ich damit umgehen würde, wenn zu meiner Schulzeit schon gefühlt jeder zweite mit UMTS-Smartphone rumgelaufen wäre. Irgendwie will ich mir das dann aber auch nicht vorstellen.

Und schließlich noch ein Einschub zum Zeitgeschehen: Wenn derzeit wieder etwas für Zündstoff sorgt, dann ist es wohl die Meinungsfreiheit. Dabei stellt sich mir die Frage, inwiefern sich der Begriff allein erfassen lässt. Oder anders ausgedrückt: es mag vielleicht vielerorts kein Problem sein, eine Meinung zu haben, aber an dem Punkt, an dem man sich dazu bekennt, ist man auf einmal ganz schnell angreifbar.
Aber ist es noch Meinungsfreiheit, wenn man eine Meinung zwar haben, aber nicht äußern kann (jedenfalls ohne Folgen)?
OK, neben dem Was ist auch das Wie ein entscheidender Faktor, wobei aber die Gefahr besteht in mehrdeutigen Phrasen auszuweichen. Also: Erst der Ton, dann Ansichts- und noch Auslegungssache. Und gute Nacht.
Dann vielleicht doch lieber mal in den Raum werfen, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, und gucken was passiert? Wie dem auch sei… man muss ja nicht gleich Talkshows damit aufsuchen. 😉

Freuen Sie sich (vielleicht schon nächste Woche) auf den nächsten Beitrag zum Thema Integration und Volksverständigung.

Es verbleibt fern von geistiger Verdunkelung und erst recht nicht gänzlich Ihr
F.

Old year’s end

Dezember 27, 2009

So… ein kleiner Zwischenstand vor der (wahrscheinlich nicht so großen) Jahresbilanz.

Weihnachten ist also vorbei. Ist es nicht toll? Diese Tage sind am weitesten entfernt vor der nächsten vorweihnachtlichen Zeit mit Märkten und Deko etc.
Ich glaube, damit ist festzuhalten, dass ich in diesem Jahr nicht wirklich der Weihnachtsstimmung verfallen bin. Vielleicht liegt es an der Arbeit oder… an der Wirtschaftskrise? Keine Ahnung. Egal.

Nun stehen also die letzten Tage des Jahres auf dem Plan. Ach ja… ein kurzer Rückblick: Die Woche war relativ entspannt, wenn auch ich nicht wirklich mit Schlaf verwöhnt wurde. Arbeitsmäßig stehen zwar schon die nächsten Aufgaben auf dem Plan, aber diese werden ein paar Tage Ulraubsverzug durchaus vertragen können. Ansonsten gab es ein paar tolle Spielabende, bei denen ich endlich mal ein paar neue Gesellschaftsspiele testen konnte. Einige davon sind aktuell auf meiner Hitliste. ^^
Die Weihnachtstage selbst waren wie erhofft entspannt und herrlich unspektakulär. Das Aufregendste war wohl der kleine Einkaufsbummel vor Heiligabend, bei dem man kurz erahnen konnte, was sich vielleicht in urbanen Ballungszentren abgespielt haben könnte (Stichwort: Hamsterkäufe). Ansonsten hatte ich erhofft, zumindest am Wochenende mehr lesen zu können (von den Feiertagen mal zu schweigen). So bleiben mir also noch ein paar Seiten (und das Buch, welches ich eigentlich schon hätte anfangen wollen).  Aber immerhin sah ich die Familie mal wieder – ist ja auch nicht mehr so alltäglich, wie es vielleicht einmal war.

Apropos Lesestoff: Der aktuelle Wälzer hält mich dennoch durchaus im Bann, gerade wo es doch auf die letzten Seiten zugeht. Ich denke, dass ich hier noch ein paar Zeilen dazu verfassen werde, weil es doch eine Erwähnung im Hauptblog wert ist (aus meiner Sicht). Was mich auch gleich zum nächsten Punkt bringt…

Die Plattformen im Internet (also meine selbstbetreuten) stauen sich allmählich und mein kurzfristiger Vorsatz sieht vor, noch in diesem Jahr (ergo in den nächsten 4 Tagen) auf allen Seiten ein Update zu fahren, wenn nicht gar endlich einen Fahrplan zu erstellen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Ein Mosaik an Jahresbilanz? Hm… vielleicht.
Darüber werde ich gegebenenfalls nachdenken – was heißt, dass zunächst noch ein paar Stunden fürs Lesen herhalten müssen. ^^

Zu guter letzt: „Avatar“ – hab ich gesehen, sogar in 3D. Das Erlebnis (also der Film) war aus meiner Sicht das Geld wert und konnte dennoch nicht auf allen Ebenen überzeugen. Im Nachhinein könnte man darin fast eine gelungene Kombination von Science Fiction und Fantasy-Elementen sehen, aber Lobeshymnen kommen mir zur Zeit wirklich nicht in den Sinn. Insofern sollten Unentschlossene durchaus einen Blick auf den ersten (nicht vielsagenden) Trailer werfen, bevor sie ohne jegliche Vorahnung in den Film gehen.
Da fällt mir gerade ein, dass es scheinbar jüngst etwas kritische Berichterstattung bezüglich eines Flughafenbesuchs des Regisseurs gab, was wiederum kürzlich von John Mayer auf dessen Tumblr-Seite kommentiert wurde. Ich kann dazu nur sagen… ich stimme ihm zu.

Es verbleibt übersättigt mit Feiertagsmahlzeiten
F.

Cool dry place

Mai 28, 2009

Heute abend spielen wieder die Traveling Wilburys im Hintergrund, was mir einen angenehmen Titel beschert. Nach etwa 5 Durchläufen der überraschend guten Alben kristallisieren sich so langsam Favoriten unter den Liedern heraus. Demnächst werde ich diese Musik auf mobile Tauglichkeit testen (also auf den Player tun).

Tja, an diesem Tag konnte wieder einiges abgehakt werden, ich war zudem kreativ tätig und habe meine Kreuzchen gesetzt. Die Wahlbriefe sind auch schon fast auf ihrem Postweg. Fast, weil ich noch nicht so bewandert bin, was die Briefkästendichte auf meinem Heimweg angeht. Daher wird der Einwurf auf morgen verschoben.

Apropos morgen: Für die Zukunft nehme ich mir vor, mehr Gebrauch von meinem Online-Speicher zu machen. Das soll keine Angeberei sein, denn jeder findige WWW-Nutzer kann unter einer Reihe von Anbietern auswählen, wenn es um die kostenfreie Verfügbarkeit der eigenen Daten geht. Nichts anderes tat ich. Damit sollen die Zeiten vorbei sein, an denen ich meine USB-Sticks durchgegangen bin, um die gewünschten Projektdateien zu finden. Außerdem kann es zusätzlich absichernde Wirkung haben, falls ein mobiler Datenträger abhanden kommt oder das Zeitliche segnet. Ansonsten hilft es wohl vornehmlich denjenigen, die an mehreren Rechnern arbeiten und keinen eigenen Server mit Repository am Laufen haben (oder haben wollen).

Themenwechsel: Wie ich vorhin entdeckt habe, kann man WordPress-Blogeinträge nun auch über E-Mails erstellen und ist somit nicht auf einen Browser angewiesen. Dazu wird eine spezielle Adresse generiert, an welche die Mails zu schicken sind. Sogar Bilder im Anhang sollen ihren Weg ins Blog finden. Welch interessante Möglichkeit – vor allem für die ganz mobilen Leute mit beispielsweise web-fähigen Handys.

Und schließlich noch eine Meldung aus dem Bereich „Trivialliteratur“: DC Comics brachte in diesem Frühjahr eine Miniserie heraus, in welcher der Charakter Azrael wieder auf die Bildfläche (= Gotham City) gebracht werden sollte. Statt wie so gern eine totgeglaubte Figur wiederauferstehen zu lassen, entschied man sich seitens der Redaktion für Option 2b – nämlich einfach eine neue Person in die Rolle zu versetzen (und obendrein noch das Design zu überarbeiten). In diesem Fall fehlt so ziemlich jede Verbindung zum Original, was mich (der die Geschichte jüngst gelesen hat) zur Frage bringt, warum nicht gleich was völlig anderes geschaffen wurde. Und schließlich wird am Ende für Herbst eine neue fortlaufende Reihe angekündigt, in welcher die weiteren Abenteuer des neuen (alten) Helden erzählt werden sollen. Na ja… vielleicht habe ich bis dahin die erste Serie endlich durchgelesen, was ich mir schon vor gut einem Jahr vorgenommen hatte. Von der neuen Serie verspreche ich mir zu diesem Zeitpunkt leider nicht viel.

Ach ja… Nachtrag: vier Tage Chili-Mais-Brot (oder Mais-Chili-Brot) hinterlassen ihre Spuren. Kurz gefasst: ich mag nicht mehr – also jedenfalls mittelfristig von dieser Sorte. Positiv bleibt anzumerken, dass der „Frischegrad“ erstaunlich konstant blieb… und in Anführungszeichen, weil ich das Produkt wohl noch nicht richtig frisch erlebt habe.

Es verbleibt mit Zuversicht für kommenden Freitag
F.