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AAA: Eisner Award Nominations 2015

April 23, 2015

Yay, eine neue Kategorie wurde geschaffen. AAA steht für “Aus aktuellem Anlass” und dürfte also selbsterklärend sein. Vor Kurzem wurden die nominierten Comics und Kreativköpfe für die Eisner Awards im Jahre 2015 bekannt gegeben. (Hier eine Komplett-Übersicht.) Verliehen werden die Preise am 10. Julie während der Comic-Con International: San Diego. Mir kommen dazu folgenden Gedanken.

  • The Multiversitynominiert für “Best Single Issue” (bezogen auf den One-Shot “Pax Americana”) und für “Best Limited Series” : Hm, Grant Morrison (auch nominiert für “Best Writer”) ist ja schon fast bekannt für seine ambitionierten Großprojekte. Aber weder seine “Seven Soldiers”-Saga als auch die DC-Events um “Final Crisis” und “Batman: The Return of Bruce Wayne” konnten mich überzeugen bzw. teilweise nicht mal dazu bringen, die Serien zu Ende zu lesen. Insofern habe ich bislang die Finger von Multiversity gelassen. Hm, das könnte sich allerdings demnächst ändern.
  • Hawkeyenominiert für “Best Continuing Series” : Das wirkt fast ein wenig zynisch für eine Serie, die sich schon gern mal mehrere Monate Zeit lässt bis zur Fortsetzung. Allerdings aus meiner Sicht dennoch ein absolutes Highlight aus dem großen Marvel-Comics-Fuhrpark.
  • The Walking Deadnominiert für “Best Continuing Series” : Unfassbare 120+ Ausgaben bisher und dazu noch X Staffeln als TV-Serie… und ich schaffe es einfach nicht, da auf den Zug aufzuspringen. Einerseits toll, denn ich habe noch so viel aufzuholen. Andererseits schreckt es auch etwas ab, zumal ich Zombie-Stories generell nicht so toll finde.
  • Saganominiert für “Best Continuing Series”, mit Brian K. Vaughan (BKV) nominiert für “Best Writer” sowie Fiona Staples nominiert für “Best Penciller/Inker” : So was von zurecht in allen Kategorien. Ich wüsste nicht, wie man die Serie schlecht finden könnte.
  • Southern Bastardsnominiert für “Best Continuing Series” und mit Jason Aaron nominiert für “Best Writer” : Hm, … keine Meinung. Außer vielleicht, dass mich der Autor zum Thor-Leser gemacht hat.
  • Daredevil: Road Warriornominiert für “Best Limited Series” : Was? Ausgerechnet diese Serie? Ich habe die mehr überflogen und als Lückenmaterial zwischen den Daredevil-Volumes angesehen. Und auch von der Optik her fand ich das Werk eher mau.
  • The Private Eyenominiert für “Best Limited Series” und “Best Digital/Web Comic” : Yes! Die zweite BKV-Serie ist in ihrer Genialität her wie “Blade Runner” auf dem Display (denn eine Papier-Variante gibt es bislang gar nicht). Und als sei der Fakt, dass die Serie wirklich so sehr gut ist, nicht genug, kann man alle Ausgaben im Zweifelsfall legal gratis in verschiedenen Formaten (und sogar auf Spanisch) bekommen. Die Serie ist wahrhaft Kunst statt (nur) Kommerz!
  • The Fade Outnominiert für “Best New Series” : Ui, kommt bei mir auf die Erhöhte-Anlese-Priorität-Liste. Wobei das Dream-Team Ed Brubaker und Sean Phillips eh immer ein Anlesen wert sind.
  • Ms. Marvelnominiert für “Best New Series” und mit G. Willow Wilson für “Best Writer” sowie Adrian Alphona für “Best Penciller/Inker” und Joe Caramagna für “Best Lettering” : Aha. Okay, da sollte ich dann wohl wieder etwas aufholen, nachdem mich die ersten paar Ausgaben nicht so ganz überzeugen konnten.
  • Rocket Raccoonnominiert für “Best New Series” und “Best Humor Publication” : Herrlich. Marvel hat mit der Serie aber auch sehr gut gepokert bei der Wahl der Umsetzung und zeigt dadurch erneut, wie viel Vielfalt im Bereich “Superhelden-Comics” geboten sein kann.
  • The Wicked + The Divinenominiert für “Best New Series” und mit Jamie McKelvie/Matthew Wilson für “Best Cover Artist” sowie Matthew Wilson für “Best Coloring” : Ach, verdammt, warum bin ich da ebenfalls nicht auf dem aktuellen Stand. Das Kreativteam ist doch so hervorragend.
  • The Superior Foes of Spider-Mannominiert für “Best Humor Publication” : Allein der Grund, dass es diese Serie aktuell immer noch bei Marvel gibt und sie in dieser Kategorie nominiert ist, sollte Comic-Lesern zu denken geben, was ein Antesten angeht. Ich wiederhole mich gern: Marvel hat eine immens gute Bandbreite im Angebot.
  • Secondsnominiert für “Best Graphic Album – New” : Oha, das neue Werk des Scott-Pilgrim-Schöpfers Bryan Lee O’Malley dürfte auch auf meiner Liste nach oben rutschen.
  • Kelly Sue DeConnick, Autorin für Captain Marvel und Pretty Deadlynominiert für “Best Writer” : Da sollte ich auch mal entsprechende Serien antesten.
  • Frank Quitely – nominiert für “Best Penciller/Inker” : Oh, anscheinend nur für den Multiversity-OneShot und nicht auch für die epische Miniserie Jupiter’s Legacy. Egal, der Typ würde es verdienen.
  • Babs Tarr – nominiert für “Best Penciller/Inker” : Oha, zumindest optisch sollte die Batgirl-Serie also was reißen. 😀
  • J. H. Williams III – nominiert für “Best Painter/Multimedia Artist (interior art)” : Ja, seine Arbeit mag ich auch sehr gern. Zu schade, dass er bei Batwoman ausgestiegen ist. Sobald The Sandman: Overture (auch nominiert für “Best Limited Series”) komplett vorliegt, werde ich mir das geben.
  • Mike Del Mundo – nominiert für “Best Painter/Multimedia Artist (interior art)” und für “Best Cover Artist” : Ja, sehr verständlich. Ohne seine wuchtigen und dynamischen Bilder wäre ich schon drei Mal bei der aktuellen Elektra-Serie abgesprungen.
  • Phil Noto – nominiert für “Best Cover Artist” : Cool. Sein Mitwirken an der aktuellen Black Widow-Serie ist auch eine Wohltat für die Augen.

Anhand meiner Auflistung könnte der Eindruck entstehen, dass Marvel mehr drauf hat als DC dieser Tage. Und so sehe ich das auch. Ansonsten ist der Independent-Bereich auch stark wie selten zuvor. 🙂

Es verbleibt mit ganz viel Zeugs zum Lesen und dann ggf. zum Rezensieren auf Goodreads
F.

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Logbuch : blumiger Aktiv-Kurzurlaub

August 11, 2013

Ich bin gerade froh, dass ich zum Aufarbeiten der Woche entspannt sitzen kann. Denn wie der Titel es schon andeutet, mangelte es mir in jüngster Vergangenheit nicht an Bewegung.

Da war der Montag noch der harmloseste Tag. Nebst ersten Lektüre-Einheiten zum Django-Framework und weiteren Schreibtätigkeiten (inklusive neuer Termine) passierte da nicht viel.

Gleiches gilt für Dienstag, nur dass ich da noch eine traumhaft leckere Nachtisch-Kombination in der Mensa hatte. Und nein, ich finde es nicht traurig, dass ich mich daran noch so gut erinnern kann.

Am Mittwoch sollte es wieder musikalisch werden, denn in der Musikredaktion wurde wieder bemustert, was das Zeug hält. Dabei lernten wir die neuen Gesichter kennen, die sich da nun auch einbringen werden. Nach dem Treffen war ich noch mit C. und A. im Freigarten, wo ich noch M. traf.

Donnerstag war mein HanseSail-Tag – egal, was die Wetteraussicht sagte. Zuvor jedoch ging ich beim Training fast ein, war noch terminlich im Bahnhofsviertel unterwegs und traf überraschend G., der sich sogar noch an mich erinnerte. Fürs Abendprogramm sammelte ich noch etwas Ruhe am Nachmittag, bevor wir uns im Patriotischen Weg sammelten für den gemeinsamen Sail-Besuch. Es dauerte keine 100 Meter, da erlag ich schon der Versuchung in Form von Belgischen Waffeln, die man ja hier nicht oft angeboten bekommt. Für den herzhaften Genuss sprach mich später noch Lángos mit Sauerrahm und Käse. Dieser Snack war dieses Jahr sehr im Trend – nebst Schafkäse im Fladenbrot an vielen Ständen. Bis zum Mittelalter-Markt an den Aida-Gebäuden begleitete ich die Gruppe, bevor ich mich aufmachte zum Couchsurfing-Event, welches ebenfalls ein Bummel auf der HanseSail beinhaltete. Nur wusste ich dann schon, wo was ist. Mit F. und M. sah ich noch einen Großteil des Auftritts von Frida Gold, deren Musik ich nach wie vor okay finde. Nach gut 6 Stunden und zwei Rundgängen am Stadthafen hat es mir dann auch gereicht.

Am Freitag gerat ich ein wenig in Eile, weil ich fürs Packen nicht alles auf Anhieb fand. Am Nachmittag traf ich mich mit S. und C. am Bahnhof für unseren Wochenend-Ausflug nach Hamburg. Dort eingetroffen genehmigte ich mir zunächst zwei Franzbrötchen. Dann fuhren wir zu St., hatten kaum die Sachen abgelegt und waren schon auf dem Weg zum Dom nach Sankt Pauli. Dort gesellte sich noch K. zu uns und wir bummelten über den Platz, teilten Snacks und nahmen einige Fahrgeschäfte mit. Zur Krönung sahen wir noch ein fantastisches Feuerwerk, welches aus meiner Sicht so manche Silvester-Erfahrung in den Schatten stellt.

schaukeln_igs2013Nach so einem ereignisreichen Start ins Wochenende, hatte wohl auch keiner von uns was dagegen, den Samstag etwas später aufzustehen. Nach einem ausgedehnten Brunch (bzw. Frühstück) fuhren wir in die Speicherstadt, wo noch immer kräfitg gebaut wird. Dort besuchte ich erstmals einen Meßmer-Momentum-Laden, was mehr als nur Café und Tee-Laden ist – ein richtiges kleines Museum mit Selbst-Lern-Elementen wird dort geboten. Und man kann sich eine Box mit Teebeuteln zusammenstellen lassen. Mit anderen Worten: ich habe nun ein Arsenal an Kostproben. 😛
Von einer überaus modernen U-Bahn-Station machten wir uns dann auf den Weg zur IGS 2013 – die Gartenschau. Davor legten wir noch einen kleinen Irrweg zum nahegelegenen Marktkauf-Supermarkt ein, der uns durch ein leeres Parkhaus/-dachdeck führte. Auf der Gartenschau gab es viele Blumen und Anlagen zu sehen (macht Sinn, ne?) – aber mein Highlight war die Schaukel auf einem der Spielplätze. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal schaukeln war. Das hat Spaß gemacht. Ebenfalls spaßig war mein erster Gehversuch auf einer Slack-Line. Gerade in der Mitte der Strecke kann das sehr wackelig werden. Dann gab es noch Trampoline, Rutschen und eine kleine Tauzieh-Waggon-Anlage, welche einiges an Kraft erforderte. Schließlich nutzten wir noch das freie Basketball-Feld (mit sehr stylischen Holzbänken) zum Frisbie-Spielen. Was also anfing wie ein Parkbummel, wurde zum Ende hin wie ein Sportkurs. Das Wetter meinte es gut mit uns, denn es blieb trocken und manch Wolkenfeld sorgte für angenehme Frische. Erst als wir in der S-Bahn saßen, kamen wir noch in einen heftigen Regenschauer.
Zum sehr späten Abendessen wurden wir seitens St. mit frischem Gulasch versorgt, welches bei Bedarf mit Jalapeño-Sauce aufgepeppt werden konnte. Danach kamen noch süße Sachen auf den Tisch, als wir uns unter Anderem noch über das Thema „Veggie-Day“ unterhielten.

Um die anderen nicht zu Wecken, zog ich mich nach dem Aufstehen am Sonntag zurück und las Comics, bis alle wach waren. Dann wurde gefrühstückt. Ich versuchte, bei einer Access-Fragestellung zu helfen – automatische Feldergänzung um den Schlüsselwert. Wir packten und erreichten sogar noch einen Zug vor 15 Uhr. Auf der Fahrt las ich weitere Comics.

Und zwar habe ich nun mit Marvel’s „Hawkeye“-Serie angefangen – endlich, muss ich anfügen. Denn diese Serie über das Leben des Bogenschützen, wenn er nicht bei den Avengers mitmischt, ist unfassbar genial. Allein Ausgabe 3 ist perfekte Comic-Unterhaltung. Das Kreativteam um Matt Fraction und David Aja wird zurecht mit Lob überschüttet.
Von Matt Fraction stammt auch die Serie „Satellite Sam“, die ich heute angefangen habe. Jedoch ist das ein ganz anderes Genre, welches mich noch nicht komplett überzeugt hat.

Tja, und dann war ich noch im Kino. Heute. Ich wagte mich an „The Lone Ranger“ heran, obwohl mich der Trailer nicht überzeugt hatte und erste Negativ-Kritiken sowie magere Einspielergebnisse kein gutes Vorzeichen sind. Aber ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Dieser Genre-Mix unterhält bis zum Schluss dank Humor und furiosem Finale. Inwiefern man das Werk als „Fluch der Karibik“-Abklatsch betrachten kann, sollte man wohl selber entscheiden. Ich fand sowohl Handlung als auch Charaktere erfrischend anders. (7/10)

Es verbleibt begeistert
F.