Posts Tagged ‘Google’

Strange relationship

September 5, 2012

Ich habe mir vorgenommen, die Musik von Darren Hayes dieser Tage etwas verstärkt zu hören, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Der Titel ist übrigens das erste Lied seines ersten Albums „Spin“ von 2002.

Gestern verliefen ein paar Dinge nicht so wie erwartet, was mir ein wenig Verspätung einbrachte. Aber dafür hatte ich die Gelegenheit, mein (Nicht-)Können in Sachen Billard und Kicker unter Beweis zu stellen. Spaß hat es dennoch gemacht.

Für weniger Spaß und mehr Nachdenklichkeit sorgte die Meldung über einen Zeitgenossen aus Berlin, welcher vergangenen Sonntag sein Leben eigenwillig beendete. Die Umstände, dass er ungefähr gleichalt und scheinbar im Informatik-Umfeld tätig  sowie in verschiedenen Netzwerken aktiv war, tragen dazu bei. Aber richtig schaurig ist der Umstand, dass besagte Tat über Twitter „angekündigt“ wurde und man nun von einem „Geisterprofil“ reden kann, weil diese letzten Lebenszeichen weiterhin einzusehen sind – inklusive einiger Reply-Antworten auf die brisanten Tweets.
Nun, im Nachhinein, folgten dann eine Reihe von Beileidsbekundungen (R.I.P. etc.) und auch Meinungen zur Wechselwirkung von innerer Haltung und äußeren Umständen. Aber die Fragestellung bleibt, ob nicht vielleicht ein Hilferuf missinterpretiert wurde.

Zu den Aspekten von innerer Haltung und äußeren Umständen habe ich heute einen lesenswerten Beitrag via Google+ gefunden, den ich hier mal referenzieren möchte. Darin geht es um den Umgang mit Frust.

Bei Frust denke ich an so manche Kinofilme der vergangenen Wochen. Und dann fällt mir ein, dass die kommenden Wochen da vielleicht Abhilfe schaffen könnten. Mit „Cabin in the Woods“, dem „Bourne-Reboot“, einem neuen Meryl-Streep-Film und der Fortsetzung von „Resident Evil“ sollte eine ordentliche Mischung vorliegen. Da bin ich gespannt.

Es verbleibt in Beziehung mit dem Leben
F.

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A thousand years

August 15, 2012

Man kann ja über den kulturellen Mehrwert der Twilight-Saga in Buch- oder Film-Form streiten, wie man will, aber für mich brachten zumindest die Soundtracks oft ein paar Perlen in die Mediathek. Aktuelles Titel-Beispiel ist von Christina Perri, welche mit ihrer angenehmen Stimme den größten Schmalz gut singen kann. Noch ein wenig Gitarren- und Streicher-Musik dazu und fertig ist die vertonte Schmusedecke.

So, Themenwechsel: vor Kurzem fand ich folgenden Artikel via Google+ (ja, ich nutze es manchmal noch): Link
Der Text um das Verständnis diskriminierender Strukturen gab mir zu denken. Und genau daran soll es laut Autor unter anderem fehlen. An Leuten, die überlegen, inwiefern unser Alltag schädliche Zustände fixiert oder begünstigt. Ob das schon bei der rosa Puppe mit Idealmaßen anfängt, ist Ansichtssache. Vielleicht hat man aber schon verloren, wenn man sich genauer damit auseinandersetzt. Oder nicht? Ich meine, wie viele analysieren beispielsweise Werbung oder Unterhaltungswerke dahingehend, was als Ideal verkauft wird und inwiefern das Gruppierungen verletzen oder schaden könnte? Oftmals lässt man es einfacherweise auf sich einprasseln im Glauben, dass es einen nicht sonderlich beeinflussen würde. Aber wer weiß das schon genau? Psychologen? Marketing-Strategen? PR-Büros? Ab wann wird ein scherzhafter Spruch zu einem Ärgernis für Minderheiten? Ist es lohnenswert, sich über Kleinigkeiten aufzuregen? Oder ist das Hinnehmen passives Berfürworten? Samthandschuhe für alle? Ich weiß es nicht.

Was ich aber weiß, ist meine Tagesgestaltung in letzter Zeit:
Der Montag war (vorhersehbar und dennoch unerwartet) anstrengend für mich, da mein Körper nicht so recht wach bleiben wollte. Die letzte Woche war scheinbar noch nicht verarbeitet. Jedenfalls gab es Anlass zum lustigen Beisammensein – und das lasse ich ungern aus. Hatte dafür auch ein wenig Extra-Schlaf.

Dienstag traf ich einen alten Studienkollegen und durfte meinen Werdegang noch mal zusammenfassen. Nebenbei gab es einen Spaziergang am Stadthafen und zum Dobi.

Und heute war ich wieder spontan und habe den Tag mit einem Kinoabend ausklingen lassen. Was gab es? Eine Vorpremiere.
Der neue Film von Steven Soderbergh hatte mich interessiert. Denn neben den oberflächlichen Tanzeinlagen hat „Magic Mike“ auch noch ein wenig Gesellschaftskritik im Drehbuch. Das gefällt mir am Regisseur. Man weiß nie so genau, was man bekommt – jedoch dass es gut produziert ist. Der Film unterhält gut und lässt sogar ein wenig Raum für den Hauptdarsteller, sowohl sein akrobatisches als auch sein schauspielerisches Können unter Beweis zu stellen. Und nebenbei erfährt man, warum Aussehen und Lebensstandard nicht unbedingt an Selbsterfüllung grenzen und dass man mit dem Alter seinen Standpunkt ändern kann.

Es verbleibt sicherlich nicht tausend Jahre lang am Schnulzen hören/sehen
F.

Touched by the hand of God

März 30, 2012

Gut, der Titel mag etwas dick auftragen, ist aber dennoch ein wahres Highlight an Song, wenn es um das neue Roxette-Album geht, welches ich dieser Tage gern höre. Also neu und gar nicht mal schlecht.

Und, war eure tippende Wenigkeit wieder im Kino? Ja, war er. Es gab „Türkisch für Anfänger“ und damit erneut eine Chance für deutsche Wertarbeit. Die Komödie ist leicht und heiter, was natürlich den Schauspielern und dem guten Drehbuch zu verdanken ist. Insofern fühlte ich mich durch die Kritiken im Netz gut beraten.
Selbige gibt es auch schon zum neuen Film „Russendisko“, jedoch mit dem Unterschied, dass diese hierbei überwiegend vernichtend sind. Heißt? Hm, dafür gebe ich wohl kein Geld aus.

Lese-Ecke: huch, ja, ich habe immer noch ein paar (viele) Kapitel zu lesen, bis ich den zweiten Teil der „Hunger Games“-Trilogie endlich geschafft habe. Aber die Woche ist ja noch nicht um.

Weniger optimistisch stehen die Chancen, dass ich mich in diesem Monat noch bis zur zweiten Staffel von „Game of Thrones“ heranarbeite. Na ja, dafür macht die Kritik zur ersten neuen Folge schon Mut, dass die Serie weiterhin gut bleiben wird.

Wenn es zwei Worte gibt, die ich mit Politik nicht in Verbindung bringen kann, sind es wohl auch „gut“ und „bleiben“. OK, wenn man schon einen Blick auf entsprechend ketzerische Online-News-Seiten wirft, sollte man sich nicht wundern, wenn die „Verdrossenheit“ wieder Höhenflüge macht.
Was ich mich in diesem Zusammenhang jedoch ganz allgemein frage, ist: haben wir das Nörgeln perfektioniert?
Es gibt doch wirklich kein Werk (Album, Film, politischer Vorschlag etc.), was nicht auf Kritik stößt – und das nicht mal konstruktiv. Ich weiß, dass mir Zweifel eigentlich sympathisch sind. Aber der Gegenwind, der wie ein Automatismus auf „Ideen“ einwirkt, ist teilweise schon echt arg. Das soll kein Aufruf zu mehr Nettigkeit sein – oder vielleicht doch? Ich meine, was doof ist, kann auch jeder so bezeichnen. Nur habe ich den Eindruck, dass Ablehnung in der Schnelllebigkeit (echt mit 3 „L“?) gern voreilig erfolgt.
Oder aber man liest erst gar keine Kritiken, Kommentare oder Forenbeiträge, um sich den Kampf der Meinungen zu ersparen.

Mal was anderes: habe ich schon Werbung für Tumblr gemacht? Egal. Dann hier nochmal. Auch wenn man das Netzwerk wie einen weiteren Newsfeed ala Facebook/Google+ betrachten kann, sorgt es doch in meinem Fall regelmäßig für Unterhaltung. Das kommt natürlich auch auf die Abos an. Wer „krasse Leute/Seiten“ bei Facebook/Google+ im Abo hat, wird wahrscheinlich schon da mit Links und Bildchen und Videos bombadiert. Aber es sind Bilder wie das am Rand, welche ich nicht so ohne weiteres in anderen Feeds finde, die mir dann zeigen, dass Tumblr eine Existenzberechtigung hat.
(Übrigens wurde auch ein Teil der Familie bereits mit einem Tumblr-Konto ausgestattet – erfolgreich.)

Es verbleibt bei dem Wetter mit den Patschehändchen in den Jackentaschen
F.

I can only imagine

September 11, 2011

Keine Ahnung, was da schiefgelaufen sein mag, aber dieser Tage bin ich doch ziemlich begeisterter Hörer von David Guetta. Nicht, dass daran etwas schlecht ist. Der gefeierte DJ und Produzent hat kürzlich eine neue Sammlung von Partysongs auf die Welt losgelassen. Und die Liste an Gäste, die mal kurz für ihre lyrischen und stimmlichen Qualitäten herhalten durften, ist fast schon wie das Line-Up zu einer Award-Veranstaltung zu betrachten. Der Titel „featuret“ beispielsweise Chris Brown (ja, den gibt es noch) und Lil‘ Wayne (ja, der ist wieder aus dem Knast rausgekommen). Die Kombination mag komisch erscheinen, klingt aber ganz nett.

Wo ich schon mit Ahnungslosigkeit beginne, kann ich gleich überleiten zum Motto der nun bald vergangenen Woche – nämlich Sinnkrise. Diese tut vielleicht so manchem gar nicht schlecht. Ich hätte jedoch auch gut darauf verzichten können, gerade wenn es um unbekannte Situationen geht.
Unbekannt war mir bislang auch Dresden. Das hat sich nun teilweise geändert. Das, was ich von der Stadt gesehen habe, fand ich wirklich überzeugend. Für einen Ausflug reicht es allemal.

Was mir allerdings auch zunächst reicht, ist das Reisen an sich – davon hatte ich in den vergangenen Tagen genug. Ich bin sogar so überheblich, dass ich behaupten möchte, dass jeder, der so eine Woche hinter sich hat, es sich zweimal überlegt, ob er „berühmt“ sein möchte. Das war eben ein Seitenhieb auf die Jugend, die sich allzu gern den Casting-Erfolgs-Träumen hingeben mag (also nur den Anteil).

„Sind wir hier bei RTL2“ dachte ich mir neulich in der Bahn, als ein angetrunkener Fahrgast eine Flasche Bier aus der Hand verlor und diese sich während der Fahrt allmählich auf dem Boden im Abteil ausbreitete. Das ist nur eine Feststellung und soll nicht als Wertung betrachtet werden.

Ebenfalls vorsichtig mit einer Wertung sollte man wohl bei dem Ereignis sein, dass sich heute zum zehnten Mal jährt. Damals war ich noch leicht enttäuscht, dass das reguläre TV-Programm ausgesetzt wurde, um über einen „Unfall“ in Übersee zu berichten. Anschließend befürchtete ich drastische Änderungen in der Pop-Kultur, welche dann teilweise auch eintraten. Später wurde man nahezu erschlagen von Hintergrundberichten sowie Aufarbeitungen (Reportagen, Verfilmungen etc.). Und heute? Tja, aktuell scheint die Politik größere Probleme als Terrorismus zu haben. Und abermals gibt es Stimmen, die meinen, es sei alles selbst verursacht.

Huch, danach zu irgendwas überzuleiten, ist schon eine Kunst. Egal… was ich noch loswerden wollte: kürzlich konnte ich das „neue“ Facebook-Feature mit der Video-Telefonie testen. Und das ging erstaunlich gut. Ach ja, wie sieht es derweil beim Konkurrenten Google+ aus? Nun, wo sich die „alles neu“-Stimmung legt, ist es auch meiner Sicht nach wie vor so, dass die meisten „Neuigkeiten“ im Gesichtsbuch landen. Macht aber nichts, da die Nutzung ja kein exklusives Oder sein muss. 😉

Es verbleibt mit viel Vorstellungskraft
F.

Pharaohs & pyramids

April 3, 2011

Ach, das ist wieder so eins von den Cut Copy Liedern, die sich in der zweiten Hälfte melodiös entfalten und gerade deswegen ohrwurm-tauglich sind. Da bin ich wiederum froh, dass mir diese Musik empfohlen wurde. Ich möchte die Band dank ihres fröhlich klingenden Indie-Pops nicht in meiner Musik-Bibliothek (kann man auch „Audiothek“ sagen?) missen.

Was war das für eine Woche – es gab schon bessere. Neben der Arbeit beschäftigte mich die Vorbereitung auf meine Reise für nächste Woche. Zwei weitere Tickets wurden besorgt und genauere Informationen zu Handgepäcksvorschriften eingeholt. Schließlich wurde das Zielgebiet ausgiebig mit Google Street View erkundet. Jetzt weiß ich, wie ich zum Veranstaltungsort der KAPOW! ComicCon komme – und das zu Fuß.

Ach ja, laut Google hat der Eisbecher heute Geburtstag. Leider habe ich es versäumt, das zu zelebrieren. Aber mal sehen, ob ich das nachhole.

Lese-Ecke: Ich habe mich an die Reihe „Ultimate Comics: New Ultimates“ gewagt, nur um eben herauszufinden, dass sie bereits abgeschlossen ist. Tja, das ist wohl mehr gut als schade, denn Jeph Loeb erreicht trotz Besserung zu „Ultimates 3“ und „Ultimatum“ immer noch nicht das Niveau von Mark Millars Anfängen. Ja, richtig gelesen – es gab eine Besserung. Verweise auf frühere Abenteuer und relativ gelungene innere Monologe bildeten einen guten Ausgleich zu den Schlachten. Aber das wirklich Herausragende an der Geschichte waren die Zeichnungen von Frank Cho. Gut, er hatte ja auch immerhin ein Jahr gebraucht für 5 Hefte. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen.

Doctor Who habe ich in der Woche auch gesehen – die Serie ist durchaus gelungen, wenn auch ich Amy Pond sehr nervig finde. Das Finale hätte kaum epischer sein können. Die Doppelfolge war geradezu ein Rundumschlag, was Querverweise angeht. Und auch das Weihnachts-Special war eine faszinierende Symbiose aus SciFi und Fantasy. Letzteres ließ mich an Neil Gaiman denken, der wohl seine Freude daran hätte.

Wo ich schon bei audiovisuellen Eindrücken bin – der letzte Kino-Ausflug führte mich an eine „very low budget Independent-Produktion“ heran, wie sie wohl nur selten zu finden sein wird. „Buddhism Revolutions“ heißt das Schauspiel um eine extrem absurde apokalyptische Krise, welche ungeahnte Kreise zieht. Dass in den 7 Jahren viel Arbeit in den Film investiert wurde, erkennt man schon nach den ersten Minuten. Das Handwerkliche überzeugt auch am meisten. Auch an den Schauspielern ist nichts auszusetzen. Da bleibt eigentlich nur ein „Aber“ übrig: das Drehbuch bzw. die Geschichte, welche gerade zum Ende hin viel an Schwung verliert und die Länge des Films spürbar macht.

Wo ich schon bei Kino bin – ein Ausblick: „Sucker Punch“ steht auf dem Plan. Dieses Werk von Zack Snyder hat einen durchwachsenen Ruf. „Eye candy“ für Jungs und sonst noch ein netter Soundtrack – so die positiven Aspekte. Die Erwartungen an die Cast und an den Plot sollten demnach nicht zu hoch sein. Kein Problem. „Challenge accepted“. Auswertung folgt.

Es verbleibt in seinem Tempel
F.

Don’t trust me

Oktober 17, 2010

Der Titel könnte ein netter Slogan für ein Blog sein, verweist aber lediglich auf ein Lied der Gruppe 3OH!3, welches sich sogar auf zwei Alben finden lässt. In dieser Woche hatte ich mir vorgenommen, ein Titel dieser Gruppe zu verwenden, um mich daran zu erinnern, dass sie mich vor Kurzem beeindrucken konnten. Und zwar habe ich erfahren, dass sie so „fan-freundlich“ sind und nach einem Auftritt Live-Streams starten, um mit ihren Fans zu kommunizieren. Das finde ich erstaunlich. Könnte man denken, dass schon ein aktives Twitter-Verhalten ein Fortschritt im Verhältnis von Popstar zu Medien ist, so setzen die Leute noch etwas drauf. Natürlich kann man das schlecht als Standard definieren, was man als so ein Künstler leisten muss. Aber es zeigt doch, wie sich die Zeiten geändert haben. (Ja, nach so einem Satz muss man sich zwangsläufig erwachsen/alt fühlen.)

Und mit dieser Einleitung geht es dann auch gleich wieder an die Aufbereitung der letzten Tage: Diese bestanden überwiegend aus Arbeit, einem „Music Monday“ mit Konzert-DVD, einem Kinobesuch, ein paar TV-Serien-Updates, einer leicht „fach-fremden“ wissenschaftlichen Verteidigung und einem tollen Gesellschaftsabend.
Letzterer ließ mich mit der Frage zurück, wie viele Leute wohl ein schwieriges Verhältnis mit dem eigenen Geburtstag haben. Was ja eigentlich als Freudentag im Kind- und Jungendalter wahrgenommen wird, entwickelt nicht selten ab einem bestimmten Zahlenwert eine unschönen Beigeschmack.

Ansonsten geriet ich jüngst wieder ins Grübeln über Datenschutz und die aktuelle politische Lage.

Zum ersten Thema trug nicht zuletzt auch der Facebook-Film „The Social Network“ bei, den ich mir im Vorfeld leichter vorgestellt habe, als er es dann im Endeffekt war. Generell wollte ich mich auch nicht so sehr im Vorfeld über den Film informieren. Es hat mich dann auch gewundert, dass der „Gründer“ eigentlich kein Informatik-Student war und dass die Seite keine 8 Jahre alt ist. Ich weiß im Nachhinein leider auch nicht mehr so genau, wann ich erstmals von diesem Netzwerk gehört habe. Aber ich weiß, dass ich nach der Anmeldung lange Zeit nicht sonderlich aktiv dort war. Das „war“ deutet einen Wandel an, der dann auch in den letzten Monaten stattfand. Mittlerweile ist auch der Anteil der Kontakte angestiegen, die man kennt und da wieder findet.
Aber zurück zum Datenschutz: Was noch relativ frisch zum Facebook-System gehört, ist die Ortung. Freunde können nun neben den üblichen Status-Updates nun auch mitteilen, wo sie gerade sind. Das hat natürlich mit der zunehmenden Verbreitung internet-fähiger Mobiltelefone zu tun. Da kann sich die Konkurrenz in Form von Foursquare, Gowalla und Co. bald ganz warm anziehen.
Apropos Gowalla: von diesem Netzwerk habe ich erst kürzlich erfahren und frage ich mich, warum der Anbieter nicht gleich mit Foursquare fusioniert. Die Features klingen fast identisch.
Aber zurück zum Datenschutz (mal allgemein): die Frage mit dem Umgang privater Daten im Internet ist nicht neu und doch immer wieder aktuell. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass man sein YouTube-Konto sogar mit dem GoogleReader verbinden kann (was natürlich neben der Anbindung zum normalen Google-Konto, MySpace, Twitter oder Facebook nicht verwundert). Eigentlich ist es ja vorteilhaft, dass dem Nutzer seitens großer Anbieter ermöglicht wird, seine Konten zu koppeln. Denn so kann man sich den Aufwand sparen, jedes Netzwerk einzeln abzuklappern. Je nach Vorliebe bekommt man die Meldungen in sein favorisiertes Netzwerk geliefert (und kann natürlich auch seinen Senf gleich mehrfach austeilen). Grafisch betrachtet ergibt das bestimmt einen netten Baum. Drück einmal auf „Senden“ und es steht gleich in X-facher Ausführung in anderen Netzwerken.
Aber wie diese Weiterleitung funktioniert bzw. was vielleicht noch im Hintergrund erfasst wird, ist aus meiner Sicht nicht so wirklich nachzuvollziehen. Einfache Eigen-PR oder Verfolgungswahn? Den Nutzen oder Gefahrenwert muss jeder Nutzer selbst erschließen, wenn er denn den Aufwand betreiben möchte. Insofern: Wem‘s gefällt bzw. Ansichtssache.
Ein anderer Aspekt, der bestimmt noch aktuell werden wird, ist die Frage der Langzeitwirkung. Noch hat kein Mensch 40 Jahre lang ein Konto bei Netzwerk X und kann auf viele Meldungen zurückgreifen. Das dürfte sich dann aber ändern. Wie schön also, dass Speicher immer günstiger wird.

Themenwechsel: Es gibt wieder ein „neues“ Wort in den Medien: Bürgerbeteiligung. Vielleicht auch ein Synonym zu direkter Demokratie. Über letzteren Begriff habe ich jüngst in Bezug zu Gefahr/Bedrohung gelesen. Aber wie sieht es mit dem Bezug zu Chance/Gelegenheit aus? Es klingt ja gar nicht so verkehrt, wenn Steuerzahler neben der politischen Meinung auch mal einen Hauch von Mitbestimmung erfahren dürfen, was dann demnächst noch alles abbezahlt werden darf. Zumindest würde es mal etwas Frischwind in die üblichen Bestechungswege bringen.
Und schließlich noch ein Beitrag zur Integration: Ist „Multi-Kulti“ wirklich tot, wie es in einer Rede hieß? Wahrscheinlich wieder eine Frage der Definition. Aber an und für sich würde ich behaupten, dass in dem Wort die Zukunft liegt – kein Problem oder eine Lösung, eher die Herausforderung, die irgendwie schon immer da war und der sich doch jeder selbst stellen muss. Oder wie es einer meiner Lehrer oft formulierte: Der Mensch ist immer Mitmensch.

Es verbleibt variierend vertrauenswürdig
F.