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Logbuch : Curry mal anders

Februar 2, 2014

Keine Sorge, ich habe immer noch vor, mehr als einmal pro Woche einen Eintrag zu verfassen. Vielleicht klappt es im Februar. So also wieder ein Wochenrückblick:

27.01.14 : Der Montag wurde erst zum „Meeting Monday“, bevor ich meinen „Music Monday“ zelebrieren konnte. Da kann schon mal die Erscheinung auftreten, einem könnte der Kopf rauchen bei so viel Besprechenswertem. Egal, dafür gab es kleine Fortschritte. Und schließlich die „Grammys“, die eigentlich ganz gut waren. Ich freue mich immer noch für Bruno Mars, dem ich eigentlich keine Chancen eingeräumt hatte. Und ich kenne nun die Musik von Sarah Jarosz sowie Kacey Musgraves – Musik, mit der ich mich dieser Tage vertraut mache.

28.01.14 : Zum letzten Dienstag gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Der Tag verlief wieder so wie gewohnt, dass ich mir fast Sorgen zur Berechenbarkeit machen könnte.

29.01.14 : Am Mittwoch war ich ziemlich sauer auf meinen iPod, der Lieder einfach mal gelöscht hat. Somit viel meine Beteiligung beim Musikredaktionstreffen relativ gering aus. Dafür war das Couchsurfing Meet-up (ja, das nennt man wohl nun so) im Anschluss besser, weil ich seit längerer Zeit wieder mit M. und Y. reden konnte. Da kam übrigens mein Englisch-Wortschatz an seine Grenzen. Aber wann redet man auch über Senf-Sorten?

30.01.14 : Nach einem überlagen Arbeitstag war mir nur nach Essen und Berieselung. In diesem Fall in der Form von vier Folgen „Hollywood Game Night“ mit Jane Lynch. Einer dieser Folgen verdanke ich die Erkenntnis, dass Cobie Smulders (von „How I Met Your Mother“) mit Taran Killam (von „Saturday Night Live“) liiert ist – seit 5 Jahren. Na wenn das kein Traumpaar ist.

31.01.14 : Freitag war mein Kinotag. Zusammen mit G. schaute ich eien Vorpremiere, die dann mit einer Fragerunde endete. Denn die eine Schauspielerin von „Meine Schwestern“ war anwesend.

Der Film ist ein sehr gutes Drama mit grandiosen Darstellerinnen und schönen Bildern. Einzig die musikalische Untermalung hätte da noch besser sein können. Ansonsten ein Topp-Film. (9/10)
Im Anschluss erwog ich noch auf dem Heimweg, den Abend im Bunker ausklingen zu lassen. Stichwort: Erasmus-Party. Habe mich dann aber für die Sonderfolge „SNL“ entschieden und im Anschluss ein paar Lieblingslieder gehört.

01.02.14 : Ich fuhr in die Heimat, hatte lecker Frühstück, wie ich es nur da haben kann, und entspannte mich mit trivialem TV-Programm. Die Goldene Kamera 2014 hat mich nicht so frustriert wie im vergangenen Jahr, war allerdings immer noch dröge. So dröge, dass mir die internationalen Gäste leidtaten.

02.02.14 : Mein Wochen-Highlight fand in der Küche statt, wo ich mich an einem neuen Gericht probierte, welches ich im Internet fand. Es ist Hähnchencurry mit so illustren Zutaten wie Ingwer, Cayennepfeffer und Koriander. Dazu eine gefühlte Tonne Sahne, Schmand und Kokosmilch. Und Zwiebeln anbraten… is a bitch! 😛
Für einen ersten Versuch in dieser Richtung kann ich mit dem Ergebnis sehr gut leben. Aber vielleicht sollte ich noch die Nacht abwarten, bevor ich ein finales Urteil fälle.
Ach ja, den Überschuss an Sahne hatte ich übrigens heute morgen – in Kombination mit Grünem Tee. Sieht etwas komisch aus, schmeckt auch so. Hat aber was. Chai Latte Zwei Punkt Null sozusagen.
Ebenfalls heute sah ich seit Langem wieder „Burn After Reading“, ein Film, der immer noch herrlich schräg ist und im aktuellen Kontext sogar etwas krass vorausschauend erscheint.

Ausblick: Nun werde ich noch meiner Tradition nachgehen und den Film „Groundhog Day“ am heutigen Murmeltiertag 2014 schauen. Für die kommende Woche steht ein aufregendes Wochenende auf dem Plan – mit Radio-Fahrschein-Kurs und Quizabend. Ach, und ich bin gespannt, wie sich Bruno Mars als Halbzeit-Akt beim Super Bowl machen wird – das Ergebnis erfahre ich dann morgen.

Es verbleibt mit „I Got You Babe“ in den Ohren
F.

Goldene Kamera 2013

Februar 3, 2013

Wow, war das langweilig. Da versuche ich, das Fremdschämen beim Fernseh-Abend zu reduzieren, meide die Casting-Hölle (DSDS) ebenso wie die „Folter-Grinsekatze“ (Hansi) – und was bekomme ich vom ZDF? Eine unglaublich dröge Preisgala, für welche hoffentlich nicht zu viele Gebühren draufgegangen sind. Was für die Unterhaltungs-Weltmeister die Golden Globes sind, nennt man bei uns Goldene Kamera. Wobei der Vergleich hinkt, weil die Auswahl der Preisträger (aus den Bereichen TV, Kino oder Musik) nicht unbedingt auf das vergangene Jahr zu beziehen ist. Eher erscheint es, dass man alte „Show-Hasen“ noch mal eben ehren möchte, bevor sie weg vom Fenster sind, oder diese gerade an einem Comeback arbeiten.

Warum war diese Veranstaltung so frustrierend? Eine kurze Auflistung:

  • Also am Setting liegt es nicht. Die Bühne war angemessen – mit LED-Panelen versehen.
  • Moderator Hape Kerkeling hatte zwar auch schon bessere Gags auf den Lippen, kann aber auch nicht als Gegenargument angebracht werden.
  • Die Kategorien wirkten allesamt stimmig – nicht zu viel.
  • Dass man von den TV-Filmen oder nationalen Darstellern nicht unbedingt alles kennt, ist in meinem Fall verständlich. Bis ich mir den Namen einer „neuen“ Schauspielerin merke, kann es dauern. Und von deutschen TV-Filmen halte ich generell auch wenig bis nichts.
  • Da finde ich es schon bezeichnender, wenn scheinbar alle nominierten deutschen TV-Filme unter die Kategorie Krimi fallen. (Reichen Tatort und Co. nicht aus?) Andererseits rutschen Komödien schnell ab in Richtung Klamauk und bevor wir so etwas wie Science Fiction oder Fantasy (selbst im Low-Bereich) erwägen, importieren wir das doch lieber.
  • Was wir leider nicht importieren können, ist Ausstrahlung. Bei so ziemlich jedem Kamera-Schwenk ins Publikum sah man arrogante Visagen und aufgetakelte Ischen, die problemlos mit dem Hashtag „karrieregeil“ versehen werden könnten. Dagegen taten mir die internationalen Gäste wie Sigourney Weaver und Al Pacino leid, die nicht wie die Zuschauer zu Hause mal eben den Raum verlassen konnten, wenn es langweilig wird.
  • Schauspieler (international) des Jahres ist Clive Owen. Okay, er ist ein fähiger Mime. Aber warum jetzt? Was hat er in den letzten 12 Monaten geleistet, was er nicht schon davor auf seiner Filmographie hätte verbuchen können? Und gegen wen trat er ins Rennen? (Wahrscheinlich war er der Einzige mit Platz im Terminkalender.) Es sind genau solche willkürlichen Entscheidungen, die mich wundern.
  • Wie peinlich ist es bitte für einen „Musiker des Jahres“, wenn dieser (Unheilig) vom Band singt, während der fürs Lebenswerk geehrte Opa (Joe Cocker) es noch live bringt?
  • Es war genau ein einziger (vielleicht sogar noch schön-gerechneter) Prozentpunkt, der „Wetten Dass“ als beste Unterhaltungssendung auszeichnete – wohl gemerkt bei einer verkürzten Auswahl von ausschließlich öffentlich rechtlichen Produktionen. (Stimmt. DSDS, Supertalent und Dschungelcamp guckt/befürwortet offiziell auch niemand.) Dass man da noch eine Balkengrafik eingeblendet hat. Das konnte nur von der Dankesrede eines Markus Lanz unterboten werden.
  • Die für mich schlimmsten Aussetzer waren jedoch die Lobenshymnen auf Nominierte, die scheinbar endlos vorwiegend abgelesen wurden und mangels audiovisueller Untermalung so glaubhaft wirkten wie politische Reden. Das hätten doch nun echt Einspieler sein können. Und ebenso befremdlich war die Wahl der Laudatoren. (Was hat David Garrett bitte mit Joe Cocker zu tun?)

TV-Zuschauer, die sich die komplette Sendung antaten, sollten sich vielleicht rechtfertigen – für diesen Verlust an Lebenszeit. Ich habe dieses Brechmittel deutscher Unterhaltung nicht vollständig ertragen können.

Es verbleibt beschäftigt mit Frustabbau
F.