Posts Tagged ‘Gewohnheit’

Logbuch : wenn selbst ein freier Tag nicht wirklich „frei“ erscheint…

Juli 5, 2014

… dann sind wir wohl jenseits von Eden. Kleiner Scherz. Aber leider empfinde ich die Überschrift so, wie sie da steht. Aber der Reihe nach…

29.06.14 : Leider kam ich mit meinem Konfigurationsvorhaben nicht so schnell voran, wie ich mir das vorgestellt hatte. Erschwerend waren frühere Anpassungen, die mich ein wenig im Dunkeln darüber ließen, wo denn die entsprechenden Dateien zu finden sind. Somit nutzten mir Hilfestellungen aus dem Netz (, die sich an der Standard-Installation orientieren,) nur bedingt. Wenigstens sind es nur unwesentliche Optimierungsschritte, welche die Produktivität des Systems nicht belasten.
Und sonst? Auf dem Heimweg vom Hackspace brachte mich eine Frage über meine „Perspektiven“ etwas ins Grübeln. Aber dies hatte auch mit der Wochenplanung zu tun, denn…

30.06.14 : … bereits der Montag wich doch ziemlich von meinem Alltag ab, wobei sich mein Zeitmanagement als effektiv erwies.  An so einer Stelle wundere ich mich, wie sehr sich ein bestimmtes Wochenbild etabliert hat. Ich könnte nun wetten, dass der nächste Wochenstart wieder so ablaufen wird, wie der vor zwei Wochen oder vor vier Wochen. Und manchmal ertappe ich mich bei Sinnfragen.
Am Abend ging ich wie üblich meinen Musik-Newsfeed durch und stieß auf ein Video, welches mich zunächst fesselte… und dann musikalisch die ganze Woche begleitete. Vom aktuellen Goldfrapp-Album „Tales Of Us“ wurde der Song „Stranger“ verfilmt – und das aus meiner Sicht sehr trefflich. Das melancholische Lied ist seitdem auf so ziemlich all meinen Playlisten zu finden. Stichwort Resonanz.

01.07.14 : Aufstehen vor 5 Uhr? Na ja, es ging so, weil der frühe Sendetermin bereits eingeplant wurde. Ursprünglich wollte ich eine Stunde vor Programmbeginn in den Redaktionsräumen eintreffen. Aber selbst eine halbe Stunde davor war noch sehr ausreichend. Ich wurde sogar ein wenig nervös. Nicht wegen der Sendung, sondern mit der Sorge, dass ich hier allein gelassen werde. Aber die Co-Moderatoren erschienen dann doch noch 8 Minuten vor 6. Ich half weiterhin ein wenig im Sender, bevor ich mich der anderen Arbeit widmete. Und am Abend eilte ich wieder zu LOHRO, um bei der Versammlung dabei zu sein. Dort wurde viel berichtet und diskutiert. Interessant, aber auch ein wenig ermüdend – nach einem langen Tag.

02.07.14 : Auch der Mittwoch ließ mich die Standard-Termine etwas umsortieren. Grund war ein… Business-Meeting. Ich war kein Entscheidungsträger, insofern eine entspannte Situation. Nicht ganz so entspannt fühlte ich mich beim Redaktionstreffen, wobei ich im Nachhinein schwer die Gründe nennen kann. Ich vermute, es hing damit zusammen, dass ich davor zu Hause ins Bett fallen hätte können. So tat ich das eben ein paar Stunden später.

03.07.14 : Das Gefühl der Gewohnheit stellte sich dann endlich wieder am Donnerstag ein. Ja, „endlich“. Ich wollte dann auch mal wieder etwas Routine haben… zur Abwechslung. 😛 Ach, keine Ahnung, wie sehr ich Gewohnheitsmensch bin.
Ahnung habe ich aber, welche Comics ich abends las: Thor, Black Widow und Batman Eternal. Und mit Freude kann ich angeben, dort auf dem aktuellen Stand zu sein.

04.07.14 : Einen freien Tag für Termine zu nutzen, finde ich eigentlich traurig. Und vielleicht hätte ich das auch anders lösen können. Ich meine, nicht mal ausschlafen wollte ich mir gönnen. Stattdessen war ich von 8 bis 17 Uhr am Wuseln und danach etwas fertig mit der Welt. (Da half auch das schöne Wetter nicht.)
Mein Abendprogramm war ein relativ aufwülender Film, zu dem ich bestimmt bald mehr Kommunikationsbedarf haben werde, sobald andere Leute den auch gesehen haben. Eine Empfehlung kann ich jedenfalls aussprechen.

05.07.14 : Ach, manchmal wird das mit dem gut schlafen auch nichts, selbst wenn ich es eigentlich könnte. Na ja, so verbesserte eben ein üppiges Frühstück den Start ins Wochenende. Auch erbaulich betrachte ich die Gelegenheit, ein paar audiovisuelle Inhalte vom „ToWatch“-Stapel streichen zu können.
Und dann war da heute noch die Sichtung von „Transcendence“, der SciFi-Film mit Johnny Depp und Morgan Freeman. Hm, mit der passenden Einstimmung ist dieser Thriller bestimmt nicht nur für nen Informatiker-Filmabend interessant. Es werden interessante Fragen aufgeworfen. Und optisch kann ich nichts bemängeln. Jedoch verliert das Werk im Verlauf an Wirkungskraft bzw. Chancen werden vertan. In einem IMDb-Kommentar heißt es treffend „Style vor Substanz“ – ja, das ist leider viel zu oft der Fall. (7/10)

Ausblick: ein neues Auflauf-Rezept will ausprobiert werden. Und ich erwarte ein weiteres Aufeinandertreffen mit Windows 8 (Stichwort Support).

Es verbleibt überwiegend „Tales Of Us“-hörend
F.

In your atmosphere

März 25, 2009

Manchmal habe ich doch ein Händchen für eine passende Untermalung. So auch in diesem Fall, wo gerade ein Lied von John Mayer läuft, welches sowohl relativ ruhig ist als auch gewissermaßen Zerrissenheit thematisiert. Und passend daher, weil sich neben dem Wetter auch meine Laune dieser Tage etwas uneinig ist, was die Richtung angeht. So richtig will die Kälte nicht weichen und die Sonne macht nur kurze Besuche. Das ist doch mal eine tolle Umschreibung.

Da wirkt es sich auch nicht sonderlich positiv aus, dass ich in den letzten Tagen wieder feststellen konnte, wie schnell sich manche Dinge ändern. Nichts gegen Wandel. Nur arbeitet jener schlecht mit der Gewohnheit zusammen. Aber es soll ja auch nicht langweilig werden. Wer will schon stehen bleiben? Nur wirkt das Tempo zuweilen hoch. Meistens bleibt wenigstens die Kontinuität erhalten und damit geschieht vieles wie im Fluss. So ist es halt kein Wunder, wenn unbewusst ein neuer „Status quo“ entsteht.
Da bietet ein Blog natürlich die Hilfe, mal eben einen Zwischenstand festzuhalten. Ein paar Monate später sind diese Einträge bestimmt interessant, wenn daraus irgendwelche zeitbezogenen Hintergründe noch abzuleiten sind. Insofern könnte ich vielleicht im Sommer den Test machen und die ersten Einträge interpretieren.

Um nochmal auf den Titel zurück zu kommen: ich habe einen weiteren Grund gefunden, warum der so treffend ist. Ich kann wohl behaupten, dass ich heute in meiner eigenen Atmosphäre lebe, welcher ich darüber hinaus sogar einen Namen geben kann: Knoblauch. Eigentlich bemerke ich das im Nachhinein selten, aber heute war das Mittag wohl doch besser gewürzt als erwartet. Mir macht das nichts aus, zumal ich wusste, worauf ich mich eingelassen habe. Und viele Menschen musste ich damit nicht vergraulen, was mir auch keinen Spaß gemacht hätte.

Es verbleibt (hoffentlich nur noch kurz) in dieser Atmosphäre
F.

This is my voice, my weapon of choice

Februar 23, 2009

Heute mal kein Songtitel als Überschrift, dafür aber eine Textstelle aus dem betreffenden Lied. Mag etwas bedrohlich klingen (wie übrigens auch das Lied) und fasziniert mich aufgrund der Einfachheit und dem Wortfluss (ein deutsches Äquivalent kann ich mir gerade nicht vorstellen).
Damit wäre ich auch schon bei einem Thema, welches unglaublich viel Bedeutung für meinen Alltag hat: Musik. Gelegentlich bemerke ich, dass sie meine Stimmungslage verstärkt, und so ist es wohl auch kein Wunder, dass ich dementsprechend zusammengestellte Listen habe. Leider sind die Listen nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Sie könnten also noch ausgebaut werden mit neueren Zugängen aus der Sammlung.
So eine Musiksammlung finde ich sehr interessant. Und ich meine damit nicht nur die eigene. Hobby-Psychologen könnten schnell behaupten: „sage mir, was du hörst, und ich sage dir, wer du bist“. Aber zum einen sehe ich mich nicht als so großer Menschenkenner an und zum anderen halte ich eine solche Behauptung für ungenügend. Zumal ich oft die Erfahrung gemacht habe, dass der Musikgeschmack kaum zur Verträglichkeit von Leuten beiträgt. Gemeinsamkeiten führen also nicht zwangsläufig zu Sympathien. (Habe ich einen Hang zu komplizierten Formulierungen? Manchmal schon.)
Weiterführend bin ich der Meinung, dass es keinen schlechten Musikgeschmack gibt. Das schließe ich aus der Vielzahl an überraschend angenehmen Hörproben, die aus dem näheren Umfeld erhielt. (Plattformen wie last.fm machen es möglich.) Inwiefern dabei die Gewohnheit als Faktor einfließt, lässt sich aus meiner Sicht schlecht sagen. Kann man sich an „schlechte“ Musik gewöhnen? Vielleicht oder hoffentlich nicht.

Na gut… Themenwechsel. Mein Wochenende war wechselhaft. Auf der einen Seite macht mir das Wetter nicht viel Freude dieser Tage, auf der anderen Seite konnte ich endlich mein Ratgeber-Buch zu Ende lesen (die Thematik gibt es nur auf Anfrage), welches mich nun schon Wochen begleitet. Ich habe sogar schon die Hälfte des nächsten Buches („Marley & ich„) geschafft, was mich wirklich freut. Lese-technisch bin ich dieser Tage gut in Form. Erst kürzlich habe ich endlich das Mammutwerk Watchmen gelesen und das an einem Wochenende. Vor Jahren versuchte ich mich an der englischen Version, was ich leider nicht durchgehalten habe, weil es eben keine Leichtigkeit darstellt. 2008 habe ich dann in die deutsche Neuauflage investiert und wollte es eigentlich auch in dem Jahr noch lesen… also mit einigem Abstand zur kommenden Verfilmung. Na ja, letztendlich habe ich es noch vor dem Film geschafft und das war mir sehr wichtig.

Ich stelle erneut fest, dass ich den Eintrag weniger flüssig schreibe, als ich es eigentlich vorhatte. Da heißt es wohl „üben“.
So verbleibt mit leichtem Hunger
F.

PS: Gratulation an die sympathische Kate Winslet für die Auszeichnung mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin 2009.