Posts Tagged ‘George Clooney’

Ansichtssache: The Monuments Men

Februar 20, 2014

Ist es wert, für Kunst zu sterben? Diese und andere Fragen gibt uns der neue Film von und mit George Clooney. Im Kontext des Zweiten Weltkriegs wird die Geschichte einer Spezialeinheit geschildert, denen es um den Erhalt der kulturellen Errungenschaften geht. Inwieweit alles im Film auf Tatsachen beruht oder was davon geschönt wurde, kann ich als Historiker-Muffel nicht sagen.

Was ich allerdings sagen kann, ist, dass der Film ähnlich schlicht und dröge erscheint wie das Plakat. Da machen sich die knapp zwei Stunden Spielzeit aus meiner Sicht durchaus bemerkbar. Grund dafür kann der wechselseitige Handlungsverlauf sein, den ich als eigenwillige Mischung aus Leichtigkeit und schwermütigem Drama sehe. Da hilft es auch nicht, eine namhafte Schauspielergruppe einbinden zu können. Bekannte Gesichter wie Bill Murray, Cate Blanchett oder John Goodman geben zwar gute Figuren ab, ihre Charaktere können aber nur bedingt Vielschichtigkeit offenbaren. Und wer einen typischen Kriegsfilm erwartet, wird sich bestimmt über die vielen Dialogszenen wundern. Spannungsmomente werden nur spärlich gestreut.

Mit anderen Worten: Das Endprodukt sowie die Akteure wirken „nur“ nett. Und darüber hinaus habe ich Probleme mit der dargestellten Ehrenhaftigkeit der „Helden“. Sollten die Alliierten damals wirklich so gutherzig Manpower investiert haben, um den Opfern von Kunstraub zu helfen? So ganz ohne Eigennutz?
Zumindest am Rande wurden Funde angedeutet, die wohl auch gut zum Teil als Lohn für die Bemühungen einbehalten werden könnten.

Wer kann das schon sagen – in einer Welt, in der die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Der Film ist amerikanisch und demnach sind die Hauptakteure nahezu fehlerfrei, während die Russen in ein anderes Licht gestellt werden.

Fazit: Fans von Kunst oder beteiligten Schauspielern werden wohl auf ihre Kosten kommen, wenn sie sich auf einen Film einlassen, der einen Nebenschauplatz im Zweiten Weltkrieg beleuchtet. Aber ein wirklicher Must-See ist das Werk nicht. (6/10)

Es verbleibt als Freund der Kunst
F.

Teenage dream

Oktober 3, 2010

Die wandelnde „Obsttorte“ Katy Perry hat sich erst kürzlich im deutschen Fernsehen wieder von sich hören lassen. Zuerst bewies sie, dass ihre aktuelle Single (siehe Titel) nicht unbedingt live-gesangstauglich ist und anschließend konnte sie ein wenig die Diva raushängen lassen zwischen all den „komischen deutschen“ Darbietungen und „Prominenten“. Da fällt mir ein, dass ich das Video dazu noch sehen wollte (hat bisher nicht geklappt).

Und damit wieder frisch ins Geschehen der letzten Tage:
Planung war da ein wichtiger Aspekt, denn ein weiterer Kurzurlaub sollte unternommen werden. Und fast alles hat geklappt – einzig und allein die Suche nach „gescheiten“ Winterstiefeln fiel dann doch erfolglos aus, bzw. wird demnächst noch fortgesetzt. Zumindest kann ich nach gefühlten 20 Schuhabteiliunngen und -läden mit einiger Sicherheit sagen, dass ich da wohl einen Tick entwickelt habe. Denn nicht weniger als 4 neue Paare fanden dann doch ihren neuen Besitzer in mir (nur halt keine Stiefel). Hoppla.
Zurück zur Planung: ich wollte noch anmerken, dass ein entscheidender Faktor zur eigenen Zufriedenheit in „Pufferzonen“ liegt. Es mag ja schön sein, dank Gewohnheit einschätzen zu können, was man in 30 Minuten schafft. Dann jedoch aber 50 Minuten einzuplanen, könnte unnötigem Stress vorbeugen. So viel aus meiner Ratgeber-Ecke.

Nun zu den Medien: George Clooney’s neuer Film war wieder eine Überraschung. Unglaublich, was ein Schauspieler so alles auf sein Publikum loslassen kann, wenn er sich bei der Rollenwahl nicht auf einen Standard festlegt. Ich denke da an „Up in the Air“, „Männer, die auf Ziegen starren“ und nun eben „The American“ – allesamt durchaus kinowürdig und unterhaltsam.

Ebenfalls überrascht war ich darüber, dass Ken Follett wieder ein neues Buch am Start hat. Na gut, es ist auch schon wieder ein paar Monate (oder Jahre) her, seit sein letzter Historien-Epos (auf jeden Fall episch bezüglich dem Seitenumfang) verteilt wurde. Nun widmet er sich also dem letzten Jahrhundert in einer nahezu weltumfassenden Geschichte, die nach dem Rückseitentext zu urteilen arg mosaik-mäßig konstruiert sein könnte. Nichtsdestotrotz wurde Interesse bei mir generiert. Tja, so geht das, wenn man einmal gute Erfahrungen mit dem Schaffenswerk eines Schriftstellers hatte.

Apropos Jahrhundert: Einheit wird ja heute wieder groß geschrieben, auch wenn ein paar Querdenker dabei das Anhängsel „-Gegner“ verpasst bekamen – also diejenigen, die gegen die Deutsche Einheit sind. Ich kann deren Standpunkt nicht ganz nachvollziehen. So zeigt doch der Föderalismus in manchen Punkten, dass man eher mehr vereinheitlichen sollte (Stichwort: Bildungssystem oder Rauchverbot) – also da, wo die Bundesländer noch selbst bestimmen dürfen und das dann manchmal schlecht abgestimmt tun. Oder vielleicht soll es ja auch gerade so sein? Huch, Verschwörung auf so hohem bürokratischen Niveau? Nicht mal ein russischer Bestseller-Autor könnte daraus etwas Spannendes stricken (diese Anspielung werde ich wohl auf Nachfrage erklären müssen). 😉
Um dieses Thema vom Tisch zu schieben: Ich mag Star Trek. Das ist diese SciFi-Serie, wo man die Erde gern nur noch global betrachtet. Bin ich deshalb für Globalisierung? Öhm, das kommt auf die Definition an. Wohlstand dank Ausbeutung möchte ich mir jedenfalls nicht aufs T-Shirt pinseln, obwohl die Realität wohl anders aussieht. Sollen sich mal diese „Spalter“ darüber Gedanken machen.

Ich suche inzwischen vielleicht besser nach einem Test, der mir sagt, ob ich konservativ bin. Irgendwie setzt da meine Selbsteinschätzung aus, was wahrscheinlich wieder eine Frage der Definition ist.

Wem das alles zu hoch ist, kann sich mal ein Video von TheRHExperience anschauen. Ich habe bewusst den „Like“-Button im Netzwerk geklickt (eigentlich braucht man doch gar nicht mehr genauer auf besagte Webseite verweisen). Aus meiner Sicht haben da ein paar junge Leute den Sinn von Videoportalen für sich nutzbringend erschlossen. (nebenbei: schreibt YouTube echt rote Zahlen?)  Nutzbringend deswegen, weil mit einfachsten Mitteln und ohne Kommerz Heiterkeit vermittelt wird (also zumindest bei denjenigen, die drüber lachen können).

Zum Abschluss noch eine „Fail“-Meldung: eigentlich wollte ich meine Sonntagsblogs nun als Vorlage fürs englische Journal als Vorlage nutzen, was ich aber nicht geschafft habe. Vielleicht klappt es in der kommenden Woche.

Es verbleibt auf der Suche nach Stiefeln und vielleicht auch dem einen oder anderen verloren gegangenen Teenager-Traum
F.

That I would be good

Februar 14, 2010

Es ist nicht so, dass es an neuem Material fehlt, aber irgendwie habe ich seit gestern die Musik von Alanis Morissette wiederentdeckt und mich erinnert, warum ich gedanklich ein Abo auf sie habe. Der Mix aus Gitarren und elektronischen Popmusik-Elementen (bis hin zu intensiveren Geräuschteppichen) allein ist ja schon nett, aber dann noch kombiniert mit der markant kräftigen Stimme (die manchmal schon ans Kreischen erinnert) und tiefgründigen Texten erhöht sich der Unterhaltungswert. Der gewählte Titel trieft zwar nur so vor Melancholie, ist aber dennoch aus meiner Sicht ein Highlight ihres musikalischen Schaffens.

Für den heutigen Eintrag, der sogar bei Tageslicht verfasst wird, habe ich ein paar Punkte gesammelt, die neben dem obligatorischen Rückblick auf die vergangene Zeit seit dem letzten Eintrag hier einfließen sollen.
Tja, also die letzte Woche war relativ entspannt, was den Stress-Pegel angeht. Die Software hat also größtenteils mitgespielt, abgesehen davon, dass noch ein paar Untersuchungen notwendig sind, bis ich mich einigermaßen mit Adobe FrameMaker (in einer älteren Version) „eingefuchst“ habe. ^^ (nebenbei: wer nutzt das Programm überhaupt noch? bzw. die Vorteile daran hab ich noch nicht gefunden)
Auf der Internet-Seite bin ich erfreut, wie gut es sich mit dem Google Translater auf Französisch und Spanisch mitteilen lässt. Noch toller wäre natürlich eine Integration in Kommunikationsdienste, was vielleicht schon irgendwo realisiert wurde. Recherche, Recherche, Recherche…

Weiterhin habe ich (natürlich) wieder ein paar Filme gesehen, darunter besonders erwähnenswert „Up In The Air“ mit George Clooney. Da haben die Filmemacher einiges richtig gemacht, was einen die Erinnerungen an den vielen Trash aus Hollywood verdrängen lässt. Letztere Bemerkung lässt sich auf Verrissen der Verfilmungen von „Percy Jackson“ und „In meinem Himmel“ zurückführen, die ich neulich gelesen habe.
Ach ja, passenderweise startete in dieser Woche die 60. Berlinale, was die Medien natürlich auf jeglichen Kanälen verbreiten, so dass es schon fast zu viele Meldungen aus der Ecke gibt.
Noch bedeutsamer sind international gesehen dieser Tage Meldungen vom Sport. Die Olympischen Winterspiele sind in Kanada, einem Land, dass ich eigentlich immer als fortschrittlich angesehen habe. Jedoch wankt diese Sicht neuerdings, wenn ich Öko-Leute von extremen Landausbeuten und Verschmutzungen berichten höre. Spätestens Anmerkungen zu unsinnigen Investitionen in die Infrastruktur lassen mich dann denken: „die Politik da drüben ist auch nicht viel besser als hier“.
Und wieso will jede Region so gern Gastgeber der Olympischen Spiele sein, wenn damit gravierende Kosten verbunden sind? Wie verläuft da eigentlich der Geldfluss? (Warnung an mich selbst: zu viel Einblicke in die Wirtschaft wirken nicht gerade erbauend) Ich vermute, das geht bei den Sponsoren los, die ihre Werbung innerhalb der Veranstaltung platzieren können. Das Geld geht dann vielleicht an die Organisatoren und von da wahrscheinlich teilweise an die Gastgeber. Und die Region erhält natürlich PR. Aber sollte das ausreichen? Ich meine, wie oft hört man aus dem Bekanntenkreis denn Sätze wie „ich fahre im Urlaub nach <Region Y>, weil da mal die Olympischen Spiele waren“?

Und wie der geneigte Internet-User vielleicht aus Spielen wie FarmVille erfahren haben mag, begann vor Kurzem das Jahr des Tigers. Gibt es Esso eigentlich noch? Die hätten das doch super als Slogan aufbereiten können.
Was Marketingstrategien angeht, sind die Bäcker auch nicht ohne. Sah ich doch gestern in der hiesigen Auslage unfassbar viele bunte Sahnetörtchen in Herzform. Damit auch die letzten Leute, die in ihrer eigenen Welt leben mögen, daran erinnert werden, dass wieder so ein „Feiertag“ ansteht. Und ausgerechnet fällt der dann noch auf einen Sonntag. Da kann man sich nicht mal mit Arbeit ablenken. Selbst das Kino schließt sich der kommerziellen Verschwörung an und lässt eine Schar Hollywood-Stars gebündelt für die Floristen-Industrie werben. Na ja… man kann auch versuchen, das zu ignorieren. Insofern… Ansichtssache.

Einschub aus dem Alltag:
Ich habe neulich wieder Wasser gekauft und schon am Regal kam mir das Griffgefühl der Flasche komisch vor. Schließlich erkannte ich an der Kasse, dass die Hersteller das Flaschenformat verändert haben. Ich hatte auf dem Band die bekannte und die neue Form nebeneinander liegen. Hat mein Tastsinn also ein Gedächtnis?
Wie dem auch sei… die alte Form fand ich angenehmer in der Handhabung und so heißt es also Umgewöhnen.
Und wo ich schon bei Nahrung bin. Die Tomatensauce (aus der Packung) neulich war überraschend knackig. Ein Blick auf die Zutaten lieferte als Erklärung, dass da Karottenstücke drin waren. Oh wie toll, dachte ich. Natürlich möchte ich beim Kauf von Tomatensauce nicht auf Karotten verzichten.
Mit der Nahrungsmittelindustrie ist es doch wie im Showbiz – so genau weiß man gar nicht mehr, was echt ist.
Aber was ist in Zeiten des Internets noch echt? Du, lieber Leser, vielleicht? Dann denk mal drüber nach. 😉

Es verbleibt mit besten Grüßen an Valentinstag-Fans
F.