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Logbuch : ein sehr langer Feiertag und mehr

November 3, 2013

Ich bin gerade verwundert, dass es erst eine Woche her ist, seitdem ich aus meinem Jahresurlaub zurückgekommen bin und mich zugleich wieder im hiesigen Lebenstrubel eingefunden habe. Das mag an der wundervoll verschrobenen Art der Zeitwahrnehmung liegen – oder vielleicht etwas daran, dass in der vergangenen Woche wieder Einiges passierte.

Dabei fing die Woche zunächst mit etwas verkrampfter Stimmung an. Wobei es schon mal wesentlich schlimmer für mich war, zum Zahnarzt zu gehen. Mittlerweile sehe ich das eher gelassener als im Kindesalter. Nur ein wenig Nervenkitzel bleibt dann doch immer noch erhalten – wie eine gesunde Portion Lampenfieber. Jedenfalls verging der Termin sehr rasch und ohne bemerkenswerte Unannehmlichkeiten. Ich habe keine 2 Seiten auf meinem E-Reader geschafft, da wurde ich schon aufgerufen.
Dann ging ich zur Arbeit und freute mich darüber, genau zu dem Zeitpunkt anzufangen, wie ich das geplant hatte. Die Belohnung würde ich mir am Abend durch einen Kinobesuch (Nummer 1 in dieser Woche) gönnen, auch wenn es mit aufwendigerer Anfahrt verbunden war. Nur leider waren es einzig und allein die Effekte, welche „Ender’s Game“ erträglich machten. Alles andere wirkte zusammengeschustert und unsympathisch – für mich wie ein Mix aus „Starship Troopers“, „After Earth“ und „Harry Potter“. Ich wollte schon eine deftige Kritik fürs Blog verfassen, belasse es dann aber mit dem vernichtenden Urteil der Bewertung: (3/10)

Was mir vom Dienstag beinahe den kompletten Rest der Woche in Erinnerung bleiben sollte, war das Maximalkrafttraining. Stichwort Muskel-Mietz 😉 Zum Abend besuchten M. und ich den U. in seinem Büro und gingen von da aus ins ST, wobei wir viele Themen abhandelten – darunter den neuen Trailer zu „X-Men: Days Of Future Past“. Zudem traf ich noch K. und H., die mich zu meinem Urlaub befragten.

Ich gebe zu, dass dieser Mittwoch planungstechnisch am anstrengendsten war, da ich schon beim Losgehen am Morgen für den Rest des Tages alles dabei haben sollte, was nötig werden könnte. Dazu ein wenig Input fürs Treffen der LOHRO-Musikredaktion, welches ich dann aber gar nicht mehr brauchte. Von da aus ging es (verspätet) ins „Meatropolis“, wo es aus meiner Sicht die leckersten XL-Burger ging, die ich bisher kenne. Ich habe wieder die gleiche Zusammenstellung gewählt wie im Sommer und es war wieder ein Fest für die Geschmacksnerven. Danach verschlug es einen Teil unserer Runde zu H., danach einen kleineren Teil zu L. (einer Bekannten von M.) und dann noch zu M. selbst, bevor wir (für meine Verhältnisse unfassbar spät) von da aus noch ins ST gingen, wo eine sehr gut geschmückte Halloween-Party stattfand. (Wie gut, dass ich hier auf konkrete Zeitangaben verzichte. Ich möchte nur anmerken, dass meine Nacht wieder arg kurz wurde.)

HH_okt2013Am Feiertag fuhren G. und ich nach Hamburg, wie es wohl auch eine ganze Menge anderer Leute aus der Region vorhatte. Denn der Zug war voll. Am Hamburger Hauptbahnhof angekommen, stärkten wir uns bei… na klar, „Franz & Friends“. Im Anschluss besuchte ich erstmals den Bollywood-Laden in einer Gegend beim Hauptbahnhof, die ich noch nicht kannte. Die Auswahl ist dort enorm groß und die Preise für beispielsweise Gewürze unschlagbar. Danach zeigte mir G. noch den Luxus-Gewürzladen von dem einen TV-Koch (Stichwort Geruchssinnbeanspruchung) sowie einen traditionellen Teeladen. Von da aus gingen wir in die Edel-Shopping-Ecke von Hamburg in eine Passage, die auch gut „Snob Paradise“ heißen könnte. Wiederum darauf machten wir Halt im „Nivea-Laden“ (ja, es gibt in Hamburg einen Nivea-Laden) und im Apple Store, wo sie leider noch kein Ausstellungsstück des neuen iPad Air hatten. (Tja, dazu waren wir halt einen Tag zu früh.) Unsere Tour führte uns danach zur Europa-Passage (mit Highlights wie der „Fressmeile“ im Erdgeschoss, dem Bastelladen und Starbucks) und ins Karstadt-Kaufhaus, wo es importierten Cider aus England gibt. (Die Rückfahrt sollte damit angenehmer werden.) Schließlich bummelten wir noch durch das andere Kaufhaus namens Galeria Kaufhof, wo es nicht eine… nicht zwei… sogar mehr als drei Verkostungen gab, an denen wir gern teilnahmen.
Und als wäre der Tag mit all dem Shopping und Bahn-Stress nicht genug, entschieden wir uns in Rostock noch für die Spätvorstellung von „Thor: The Dark World“ (ich verstehe nicht, warum der Film hier „The Dark Kingdom“ heißt – bzw. Kinobesuch Nummer 2). Auch hierzu hätte ich am liebsten gleich danach ein paar Zeilen verfasst, aber ich war so müde, dass ich froh sein kann, den Film einigermaßen mitverfolgt haben zu können. Alles in allem kann ich nach der ersten Sichtung sagen, dass dies ein richtig guter Marvel-Film ist. (8/10)

Nein, der Brückentag-Freitag war für mich kein Brückentag, wenn auch ich den Tag gewissermaßen als Brücke nutzte. Denn ich hatte am Abend sowas von keine Lust auf irgendwas, dass ich gleich nach der Arbeit wieder ins Bett ging.

Das Wochenende konnte ich somit erholt beginnen, sah mir zum Frühstück gleich vier Late-Night-Shows (mit erhöhter Geschwindigkeit) an und ging zum Nachmittag in die Innenstadt, wo ich beinahe ernsthaft über den Erwerb neuer Schuhe nachdachte, bis mir einfiel, dass ich noch etwa 2 vernachlässigte Paare zu Hause habe, die zuvor „abgetreten“ werden sollten. Zudem schaute ich kurz bei S. vorbei, wo ich noch Zeugs zum Abholen hatte. Wir verabredeten uns zum Kinobesuch (Nummer 3 in dieser Woche). Der Film „Alles eine Frage der Zeit“ („About Time“ im Original) ist feinste Unterhaltungskost aus England, was man bei dem Zeitreise-Hokuspokus gar nicht erwartet hätte. (8/10)
Danach gingen wir noch… (Barke voll, Farellis voll, Stadtkind voll)… ins Cafe Central, wo wir bei interessanten Mixgetränke den Tag ausklingen ließen.

Heute startete ich mit doppelter SNL-Power in den Tag – einmal die aktuelle Folge sowie das Halloween-Special. Danach räumte ich ein wenig auf und ging mit G. zum Nachmittag ein weiteres Mal in die Stadt, wo verkaufsoffener Sonntag war. Richtig was gefunden habe ich zwar nicht, aber Sachen angucken reicht manchmal auch.

Es verbleibt erfreulich entspannt zum Ende der Woche
F.

Logbuch : Comic Action 2012

Oktober 21, 2012

Seitdem ich keine Liedtitel mehr als Überschrift verwende, erscheint es mir schwieriger, so einen Eintrag zu betiteln. Na ja, dieses Mal habe ich einfach das Ereignis genommen, welches wohl am wichtigsten war in dieser Woche.

Am Montag habe ich meinen Abend zu Gunsten von mehr Schlaf umgeplant. Somit fiel der Kinoabend auf Dienstag, an dem ich „Savages“ gesehen habe. Mittwoch ging es nach der Arbeit zum CouchSurfing-Treffen, welches bei J. stattfand. Es war wieder eine heitere Runde – mit Kuchen.

Am Donnerstag nahm ich gleich nach der Arbeit den Zug nach Essen (mit Umsteigen in Hamburg). In Hamburg hatte ich zum Abendbrot einen Chicken-Burger von KFC, der mich sehr an den Chicken-Nugget-Burger von BK erinnerte, wenn auch knuspriger. Aber richtig gut war die Entscheidung, bei „Franz & Friends“ ein Franzbrötchen mit weißer Schokolade zu erwerben. Unfassbar, dass ich bei all meinen Aufenthalten im Hamburger Hauptbahnhof da noch nie so ein Gebäckteilchen probiert habe. Das wird sich dann in Zukunft ändern. 😛

Ohne Verspätung kam ich dann am späten Abend in Essen an und machte mich auf den Weg durch die gut begehbare Innenstadt, wo ich nur eine Querstraße verfehlte und dann mit einem minimalen Umweg das Hotel erreichte. Am Freitag war es dann Zeit für die Tour zur Comic Action 2012, eine eher kleinere Comic-Veranstaltung als Teil der Messe „Spiel ’12“. Der Hinweg war eine Herausforderung. Nicht nur überforderte mich die Auswahl an Einzelfahrt-Tickets für die Essener U-Bahn (wer soll denn da durchsehen?), sondern auch die Menschenmenge, die sich am Bahnsteig und dann in der Bahn tummelte (Stichwort Tokio-Verhältnisse). Die Ausmaße der Messe hätte ich so groß nicht eingeschätzt. Ich musste bei der Ankunft und dem ersten Blick auf all die verbundenen Hallen an die CeBIT denken. Und dann dieser Andrang.
Dagegen wirkten die paar Comic-Fans, die am Panini-Stand für die Künstler anstanden fast bedeutungslos. Die Wartezeit von gut 90 Minuten, die ich für Greg Capullo in Kauf nahm, war zwar nicht wirklich bedeutungslos, jedoch vergleichbar mit den Stunden, die ich für Mark Millar und Co. bei der Kapow Comic Convention investierte. Ich glaube, es war auch während dieser Wartzeit, als zwei Variant-Cover-Edition von Panini ausverkauft wurden.
Egal, das Warten hat sich aus meiner Sicht sowas von gelohnt. Nicht nur ist Greg Capullo talentiert, sondern auch sehr nett – er unterzeichnete meinen Stapel an „Comic-Schätzen“ und gab mir ein paar Zusatzinfos zu seinen Frühwerken. Dann erhielt ich noch den Batman-Kunstdruck (für die ersten 50 Fans) sowie ein limitiertes Spawn-Bild gegen eine wohltätige Spende – auch signiert. Noch ein Foto und die Welt war in Ordnung. 🙂
Die anderen Unterschriften, mit denen ich meine Comics verzieren wollte, bekam ich ohne große Wartezeit zwischen den „Auftragszeichnungen“ für die Fans mit Tickets. Da ich mein She-Hulk-Paperback mit Adi-Granov-Cover nicht dabei hatte, investierte ich in sein kompaktes Artbook und ließ das signieren. Beeindruckend fand ich die entspannte Art von Colin Wilson, der mich fragte, wie ich denn an das „Point Blank“-Paperback kam, was ich ehrlich damit beantwortete, dass ich ein Wildstorm-Fan bin und daran nicht vorbeikam (es war die Vorgeschichte zu „Sleeper“). Gegen 13 Uhr hatte ich alles erreicht, was ich mir innerhalb der Comic Action vorgenommen hatte. Nun konnte ich entspannt die Merchandise-Stände ablaufen.

Ein Stand hatte US-Paperbacks im Angebot und die Option der Kartenzahlung. Dort wurde ich schwach, kaufte 7 Stück sowie die eine Batman-Figur, die ich schon seit Längerem im Auge hatte als auch eine riesige blaue Marvel-PVC-Tasche. Nachteil: den Rest des Tages lief ich mit kiloschweren Taschen durch die Messe. Erst ab da merkte ich, wie viele Spieleanbieter ihre unterschiedlichsten Kreationen präsentierten. Von Rollenspieler-Zubehör wie Ritterrüstungen und Magier-Roben ganz zu schweigen. Gegen 16 Uhr war ich gesättigt von all den Eindrücken und fand nach ein paar Irrgängen schließlich auch den Ausgang wieder.

Nachdem ich im Hotel meine Sachen verstaut hatte, entschied ich mich für ein Kultur-Programm zum Abend. Im Vorfeld hatte ich schon im Netz geschaut, wo es Kinos gab und was dort lief. Gegen 18 Uhr schaute ich „Die Wand“ im stylischen Retro-Kino „Astra“. Danach hatte ich Lust, endlich wieder einen McRib zu genießen, was ich dann auch am Hauptbahnhof tat, wo ich dann mit Freude feststellte, dass „Dunkin‘ Donuts“ dort auch vertreten war. Nachtisch gesichert. Dann bummelte ich wieder zum Hotel, bevor es dann wieder zum nächsten Kinobesuch ins riesige CinemaxX ging – für „Premium Rush“. Übrigens nutzte ich damit Chancen, die ich so in Rostock nicht gehabt hatte – denn in der Heimat laufen diese Filme aktuell nicht. (Die Filme wurden hier allesamt behandelt – siehe frühere Einträge im Blog.)

Am Samstag verbrachte ich den Vormittag in Shops der Essener Innenstadt – Limbecker Platz, Lego Store etc. – wo ich natürlich nicht in Kauflust verfiel, da ich für die Heimreise schon ausreichend bepackt war. Die durchgehende Zugfahrt (mit Platzreservierung) nach Rostock verschönerte ich mir noch mit Donuts und der ersten Lese-Session für „The Perks Of Being A Wallflower“. Kaum wurde es im Buch spannend, kam auch schon die Durchsage der Ankunft (Verspätung: etwa 30 Minuten).
Kaum zu Hause angekommen, war noch ein kleiner Einkauf nötig. Danach war es schon Zeit für die Abendvorbereitung. Denn „Die Nacht der Professoren“ sollte gefeiert werden. Eingestimmt wurde bei G. mit einer neuen Folge „The Big Bang Theory“. Erster Stopp war dann der MAU-Club, der noch ziemlich leer war. Die Musikmischung war nicht ganz mein Geschmack, hatte aber durchaus gute Momente. Dann gingen wir in die Südstadt und da zunächst in den Zwischenbau (gleicher Eindruck wie beim MAU) und dann in den ST-Club. Dort war die Party bereits ordentlich im Gange – zu Klängen der 80er. Unser Highlight war natürlich die „Bad-Taste-Lehrstunde“ des DJ-Profs, welcher wie erwartet mit vielen „Perlen“ punkten konnte.

Heute fing mein Tag nach all dem Geschehen verständlicherweise etwas spät an. Ich konnte es kaum erwarten, das Buch zu Ende zu lesen, was ich dann auch tat. „The Perks Of Being A Wallflower“ (deutscher Titel: „Vielleicht lieber morgen“) hat mir gefallen. Dementsprechend freue ich mich auf die Verfilmung, welche in ein paar Wochen hier ins Kino kommt, auch wenn nur ein Bruchteil der Handlung wiedergegeben werden kann.

Es verbleibt als fleißiger Comic-Leser
F.