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Logbuch : ein weiterer Aktivurlaub

Juli 30, 2016

Logbuch

18.07.16 : So oft hatte ich einen Weckruf-Einsatz am Montag nicht. Daher erstaunte mich, wie viele Sportnachrichten sich da recherchieren lassen. Leider hatte T. weder H. noch H. Bescheid gegeben, dass ich moderieren wollte. Daher waren wir wohl etwas überbesetzt. Und dann erschien auch noch ein Studiogast. der gar nicht auf dem Plan stand – wie sich herausstellte, war er eine Woche zu früh am Start. Danach holte ich zu Hause Schlaf nach, und hatte auch noch Haushaltsdinge zu erledigen. Am Abend ging ich zum Opennet-Treffen, welches nicht lange ging.

19.07.16 : Der Dienstag in Kurzform. Sport. Termin (erster Anlauf). Suche nach meinem Reisepass. Termin (zweiter Anlauf). Nickerchen. Besuch des Ideenhafen-Treffens im Projekt:Raum. Besuch bei G.. Auf dem Weg zum ST-Club. Lange Schlange. Besuch beim KTV-REWE und dann ein Abend auf dem Kanonsberg mit Freunden.

20.07.16 : Die erste Aufgabe des Tages war mein Koffer, den ich frühzeitig für die Reise vorbereiten wollte. Am Vormittag hatte ich noch ein Treffen wegen der “Science @ Sail” und war danach noch ein Weilchen bei LOHRO. Am Abend hatte ich einen Sendung zusammen mit M., die ein wenig spontan wurde, aber aus meiner Sicht dennoch viele Themen abdecken konnte. Das Treffen der Musikredaktion verlief entspannt. Im Anschluss eilte ich in die Innenstadt zur Vorpremiere des neuen “Star Trek”-Films. “Star Trek Beyond” ist wirklich besser als befürchtet. Es gibt viele Charaktermomente, schöne Effekte, viel Action und macht dabei stets Laune. Das ist keine Leichtigkeit heutzutage. (8/10)
Danach musste ich leider noch mal kurz zu LOHRO, um ein paar Dinge zu erledigen.

21.07.16 : Ich stand früh auf, erledigte die letzten Vorbereitungen und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Dort gönnte ich mir ein Käse-Flûte, welches schon wieder teurer geworden ist. Auf dem Hamburg Airport angekommen vernahm ich erhöhte Nervosität wegen dem bevorstehenden Flug. Ja, mir wurde richtig mulmig. Dabei verlief alles vorbildlich und im Zeitplan. Auf dem Weg hörte ich übrigens das neue Album von Bear’s Den, welches ich jedem ans Herz legen möchte, der den Song “Auld Wives” gut findet. “Red Earth & Pouring Rain” ist ein perfektes Reise-Album. In London angekommen bemerkte ich gleich die sommerliche Temperatur und erwarb Wasser. Eine kurze Erholungsphase im Hotel später war ich bereits unterwegs durch den schönen Hyde Park. Dort kann man die Seele baumeln lassen. Man sieht Menschen sporteln sowie auf der Wiese liegen oder auf einer Bank beim Lesen. Lustigerweise dauerte es keine 30 Minuten, bis ich mich irgendwie leicht verlaufen hatte. Das Verlorengehen gelingt mir dort sehr schnell. Am Abend war ich in der Gegend um den Leicester Square unterwegs, aber weniger wegen Theater oder Musical. Mein erster Abend sollte ein Kinobesuch werden – und zwar im ODEON, dem Kino, wo gern mal internationale Premieren stattfinden. Dort lief im großen Saal der neue Ghostbusters-Streifen. Der ist okay, aber kein Muss für Filmfreunde. (6/10)
Auf dem Rückweg ging ich abermals ein paar Mal im Nachtleben der Stadt verloren, bis ich die nächstbeste Underground-Haltestelle fand.

22.07.16 : England-Urlaub, Tag 1. Ich machte mich zeitig in Richtung Tower auf. Dies war bislang eins der wenigen Denkmäler, welches ich noch nicht erkundet hatte. Die “Yeoman Warder Tour” war sehr unterhaltsam. selbst in einer Gruppe von über 100 Touris aus aller Welt. Danach schaute ich mir die Kronjuwelen an und darf zugeben, dass die mich am meisten beeindruckten. Allein die dicken Stahltüren in die Räumlichkeiten vermittelten mir, dass es sich hierbei um große Kostbarkeiten ging. Und tatsächlich sieht man solchen Prunk nicht alle Tage. Dagen war der Rest schon fast trist. Der White Tower mit der Waffensammlung hatte höchstens vom Gebäude eher beeindruckende Aspekte. (Die Waffen und Rüstungen ließen mich eher kalt.) Und auch der Weg um den ersten Festungsring war eher seicht als eindrucksvoll. Pünktlich um 1 traf ich R. am Souvenir-Shop. Wir gingen in eine Wagamama-Filiale. (Ebenfalls ein Punkt auf meiner “noch nicht erlebt”-Liste). Das japanische Essen war okay, wurde dank Chili-Öl wesentlich besser. Danach half R. mir beim Finden des “Gherkin”. Ich meine, die Gebäudespitze sieht man von vielen Ecken, aber ich wollte einmal direkt vor dem Gebäude stehen. Dies gelang mir nun – in dem stark verwinkelten Business-District. Gleich in der Nähe war eine Filiale der “Hummingbird Bakery”, auf die ich dank eines Instagrams von Darren Hayes aufmerksam wurde. Ich konnte nicht anders und erwarb ein Stück “Regenbogentorte”, welche kaum bunter hätte sein können. (Stichwort Zuckerschock.) Dann gingen wir Richtung Forbidden Planet, wo ich erst das viele neue und teils topp-aktuelle Merchandise bestaunte und dann fast noch bei den Comic-Sonderangeboten schwach wurde. Wir gingen wegen einsetzendem Regen noch kurz in eine nahegelegene “Spoons-Kneipe” und verabschiedeten uns dann. Ich besorgte noch eine Kleinigkeit für G. bei Fortnum & Mason, wo ich ein Zwiebel-Karamell-Chutney kostete. Dann gings kurz zum Frischmachen ins Hotel und von dort wieder in Richtung Convert Garden – erst zu M&S für ein kleines Abendessen und dann ins Royal Opera House… für die Pet Shop Boys. Ein sehr eindrucksvoller Ort und eine sehr eindrucksvolle Show. Überwiegend toll. Sitzplätze im Parkettbereich wurden zu Stehplätzen während der gesamten Show. Der Auftakt war genial. Nur ein paar Songs von der Setlist fand ich unglücklich gewählt. (“Winner” war nun echt kein Hit.) Danach aß ich einen Burger bei Jamie’s Diner und bummelte kurz durch den Soho-Teil der Stadt.

23.07.16 : Ein großes WTF entfuhr mir zu Tagesbeginn, weil… der Feueralarm losging. Ich dachte zunächst an einen schlechten Scherz und vernahm auch wenig “Panik” in der Nähe. Dennoch beeilte ich mich und ging rasch nach draußen. Dort war absolute Ruhe und kaum ein Mensch. Ich wendete mich an die Rezeption und erfuhr von der “Überempfindlichkeit” der Geräte und dass wohl ein benachbartes Zimmer sehr lange heiß geduscht haben mag. Wow…. meine Ruhe war dahin, ich fühlte mich 10 Jahre gealtert und durchaus angefressen. Als ich meinen Tagesausflug nach Oxford startete, war ich sehr traurig über die verlorene Stunde Schlaf. Auf der Hinfahrt waren kaum noch Sitzplätze frei. In Oxford war das Wetter ebenfalls sommerlich und die Innenstadt gefüllt. Scheinbar war irgendwo ein Abschluss zu feiern, denn ein paar junge Leute hatten diese typischen “Absolventen-Klamotten” an. Ich bummelte zunächst im Primark, dann in dem urigen Kaufhaus mit der guten Spielwaren-Abteilung. Dann ging ich zu Atomic Pizza, wobei mir der Weg (wie schon früher) ungemein lang vorkam. Ich aß eine “Luke Cage”-Pizza und konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, dazu Root Beer als auch Cream Soda zu trinken. Auf dem Rückweg schrieb ich noch ein paar Postkarten. Auf der Rückfahrt nach Paddington hatte ich meinen reservierten Sitzplatz in der “Quiet Zone” – also am ruhigen Ende des Zuges. (Dort fährt ja noch Vieles mit Diesel.) Ein kurzer Zwischenstopp im Hotel und schon war ich wieder unterwegs in Richtung Innenstadt. Ich machte im Green Park halt, bummelte zum Buckingham Palace und war wirklich etwas nervös bei all den tief fliegenden Flugzeugen – daran könnte ich mich nur langsam gewöhnen. Das Wetter war wunderbar sonnig und so glänzten die vielen Goldverzierungen auch beinahe magisch. (Stichwort Fotos.) Am Abend zog es mich abermals in ein Kino am Leicester Square – dieses Mal fettes IMAX zu „Star Trek Beyond“. Irgendwie kam mir diese Version geschnitten vor.

24.07.16 : Beim Aufstehen schon irgendwie knülle zu sein, ist ein ungewohntes Gefühl für mich. Allerdings war es irgendwie verständlich bei all den Unternehmungen der Vortage. Nichtsdestotrotz wollte ich noch mal in die Innenstadt. Bei Waterloo Station angekommen war ich geradezu schockiert über die Großbaustelle, die sogar die kleine Fußgängerbücke über die Straße beeinflusste. Bei “Pret” gönnte ich mir ein heißes Brötchen mit Ei und Schinken sowie ein Stück (meines Lieblings-)Bananenkuchen, was ich mit der Aussicht auf Big Ben verspachtelte. Dann ging ich über die Brücke Richtung Westminster Station, welche natürlich nur so gespickt war von Touristen wie mich. Dann fuhr ich noch kurz zur London Bridge, um mir den Eingangsbereich des nun fertig gestellten Shards anzuschauen. Und dann wurde es auch Zeit für den “Checkout”. Eine Zugfahrt später fand ich mich in Southampton wieder, wo das Wetter frischer und trister war. Natürlich verlief ich mich gleich in den ersten Minuten, weil ich Norden mit Süden verwechselte. Das Hotel fand ich dann schließlich und musste mich erst mal ein paar Minuten ausruhen. Das Wetter war sehr grau und die unmittelbare Umgebung sah nicht sonderlich einladend aus. Ich rappelte mich auch  für eine erste Tour Richtung Zentrum. Dabei stellte ich fest, dass ich noch gut eine halbe Stunde Zeit hatte, bevor die meisten Läden dicht machten. Ich gönnte mir Käse-Sandwiches von Tesco und erkundete kurz die Hafenregion. Auf dem Rückweg kam ich an einem sehr tristen Rummel vorbei und dann fing es auch noch an zu regnen. Ich ging noch mal ins Hotel undruhte mich wieder aus. Schließlich wurde es Zeit für das Konzert, weswegen ich überhaupt dort war. Erst kurz davor bemerkte ich, dass sich gleich vier Bands die Bühne an dem Abend teilen würden. The Joiners ist ein ziemlich kleiner aber charismatischer Laden. Ich fühlte mich dort jedenfalls wohl. Die Bands waren gut gelaunt. Darunter auch Normandie, die Band, weswegen ich all den Weg auf mich nahm. Auf ihren Auftritt freute ich mich am meisten. Und es war schön – selbst die kleinen Patzer trübten meinen Eindruck nicht. Ich redete kurz mit dem Sänger und ließ mir ein Poster signieren. Zurück im Hotel fühlte ich mich glücklich und unglaublich müde.

25.07.16 : Ich wollte eigentlich eine Stunde eher aufstehen. Aber Erschöpfung derartiger Güte kann schon hinderlich sein. Ich rappelte mich auf und unternahm noch einen Kurzausflug in die Innenstadt von Southampton. Die Parks wirkten bei leichtem Sonnenschein schon ungemein einladener. Ein paar Kiddies betätigten sich dort sportlich. Mir gelang es noch, in Kürze eine Postkarte aufzusetzen und einen Abstecher in den dortigen “Forbidden Planet”-Laden zu unternehmen. Dann wurde ich es schon etwas hektischer mit dem Weg zum Hauptbahnhof. Eine nette Dame hatte den Sitz neben mir reserviert und wir redeten kurz über die Unterschiede zwischen England und Deutschland. Das Umsteigen in Reading setzte mich vor ungeahnte Schwierigkeiten, da es mehrere Züge gab, die zur gleichen Zeit das gleiche Ziel ansteuerten. Auf dem Flughafen gönnte ich mir ein “rustikales” (also nicht labriges) Sandwich mit Avocado und Schafskäse sowie ein Stückchen Karottenkuchen. Ich stellte sehr enttäuscht fest, dass es keinen HMV mehr dort gab. Hätte doch gern noch in eine DVD oder CD investiert. Dann verspätete sich auch noch der Flug in die Heimat. (Grund war ein Tankmanöver.) In Hamburg bekam ich zugleich mit, dass es ordentlich sommerlich ist. Auf dem Hauptbahnhof musste ich zunächst in eine Flasche Wasser investieren. Und ich erwarb ein (preisintensives) Moleskin-Sketchbook für ein Projekt, welches ich die Tage beginnen wollte. Der IC nach Rostock war fast pünktlich. Das Abteil, in dem ich mich niederließ, kam mir sehr heiß vor. Die Schaffnerin ermutigte uns dann zum Waggon-Wechsel, da hier die Klimaanlage nicht funktionierte. Danach war die Fahrt auch gleich viel angenehmer. Ich beendete meine Lektüre an “Pubertiere” – ein Buch, welches ich wirklich nicht weiterempfehlen kann. (Zu viel Larifari.) In Rostock angekommen, war ich einem Regenabend entgangen, spürte allerdings noch die hohe Luftfeuchtigkeit. Zu Hause wollte ich eigentlich nur noch ins Bett fallen. Korrespondenz hielt mich allerdings noch eine Weile wach. Unter anderem bastelte ich für C. gleich zwei Grafiken.

26.07.16 : Ein denkwürdiger Tag. NIcht nur, weil ich so gern länger geschlafen hätte. Auch nicht, weil ich doch tatsächlich in eine Tageskarte investierte, um letztlich nur eine Strecke damit zurückzulegen. Ein Termin am Vormittag war der Auslöser. Danach gönnte ich mir etwas Schlaf, danach etwas Asiatisches zum Abendessen. Ich ging zu LOHRO und später zu G. und noch später ins ST, wo ich noch ein paar bekannte Gesichter traf.

27.07.16 : Wie gut, dass ich Zeit hatte, um in den Tag zu kommen. So allmählich bekam ich auch wieder Hunger und konnte bei LOHRO am Abend sogar doppelt schlemmen. S. hatte ein feines Quiz vorbereitet und unser Team (Blond) konnte sogar gewinnen. Später trafen wir uns noch im Freigarten.

28.07.16 : Ich konnte irgendwie nicht lange im Bett bleiben, wuselte dann etwas im Internet. Tagsüber ließ ich mir Zeit und sortierte viele Dateien. Am Abend begab ich mich zum Sendehaus, um die Heimspiel-Sendung mit Marten Pankow vorzubereiten. Im Anschluss daran habe ich mir ein paar Stunden Bemusterung gegönnt, wobei mir der Lärm vom Stadthafen auffiel. Dort waren die deutschen Feuerwehrmeisterschaften gerade frisch eröffnet – und dies leider mit einer Reihe furchtbarer Cover-Versionen bekannter Lieder am späten Abend. Von Nebenan hörte ich dann noch einige elektronische Klänge von S. und ihrem DJ-Gast. Danach plauderten wir noch eine Weile und ich stellte fest, dass starker Regen eingesetzt hatte. Das Radar zeigte ein mobiles Wolkenband. Nach einiger Zeit beschloss ich, den Rückweg anzutreten, und über die Hälfte des Weges blieb es trocken. Dann allerdings kehrte wieder der Starkregen zurück und ich war in weniger als 10 Minuten komplett durchnässt.

29.07.16 : Freitag: Spät aufgestanden. Festgestellt, dass ich Opfer eines “Frapes” wurde, weil ich ein seltenes Mal das Ausloggen vergessen hatte. Auf zum Lokalradio, wo das Abschiedsessen von S. und T. schon fast fertig war. Geschlemmt. Geplant. Gesendet. Am Abend ging in die Innenstadt, holte mir eine Kinokarte und neue Bleistifte. Wieder bei LOHRO war ich kreativ. Außerdem schaute ich etwas “Infotainment”. Zum späteren Abend stellte ich überrascht fest, dass doch noch ein paar andere Menschen die Sondervorstellung des neuen Batman-Animationsfilms “The Killing Joke” (nach der Graphic Novel von Alan Moore und Brian Bolland) schauen wollten. Der Film war kurzweilig und neben dem Prolog mit Batgirl sehr nah an der Vorlage. Als Einem, der die Handlung kannte, hatte ich ein leicht melancholisches Gefühl. Der Film wird als “ab 16 Jahren” vermarktet, was allerdings eher durch die Inhalte als durch die Darstellungen begründet sein dürfte. Etwas negativ fiel mir manchmal die Animation auf. (7/10)

Es verbleibt in einer denkwürdigen Woche
F.

Promises

September 30, 2012

Dieser Titel ist mir im Urlaub irgendwie ans Herz gewachsen – bzw. ich mag das gleichnamige Lied von The Presets nun mehr. Keine Ahnung, ob die Gruppe irgendwann zum Mainstream gehören wird, aber noch sind die eher ein Geheimtipp (aus meiner Sicht).

Und damit zu einem besonderen Wochenrückblick, da dieses Mal von meinem Urlaub berichtet werden kann.

Der Montag war noch relativ harmlos, auch wenn ich nach dem Wochenende erneut das Bedürfnis hatte, früh ins Bett zu gehen. Zuvor fing ich schon mal mit dem Packen an. Denn ich wusste im Voraus, dass es…

… am Dienstag schwierig werden würde, noch freie Zeit zu finden, da dieser Tag mit dem CouchSurfing-Treffen schon (mehr oder weniger) ausgebucht war.

Park

St Stephen’s Green, Dublin, September 2012

Am Mittwoch ging es also los. Früh aufgestanden. Ab zum Bahnhof. Ab zum Flughafen. Ab zum Bus. Als ich nach etwa 8 Stunden Anreise im Hotel ankam, hätte ich mich am liebsten gleich ins Bett gelegt. Aber die ersten Eindrücke der Umgebung bei Tageslicht wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so bummelte ich östlich von der Christchurch Cathedral durch das Zentrum von Dublin. Dort fand ich gleich den ersten „Off Licence“ Spar-Markt (früher gab es die hier auch) und habe mir ein paar Snacks und überteuertes Wasser gekauft. Dann fand ich eine Art persisches Döner-Restaurant, welches ich für den Abend als Gaststätte auserkoren hatte. Der beste Ort des Tages war jedoch das „St. Stephen Green“, ein schöner Park am Ende der Grafton Street. Die Flucht vor dem Verkehrslärm war mir da endlich geglückt. Abends war ich früh zurück im Hotel und im Bett, welches ich erst 11 Stunden später wieder verließ.

Der Donnerstag startete somit ein wenig später als vorgenommen und begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Danach erkundigte ich die westliche Region vom Hotel aus. Denn da sollte es zum Nachmittag/Abend wieder hingehen für das Konzert von Darren Hayes. Den Veranstaltungsort „Vicar Street“ fand ich dann auch gleich und kurz darauf eine Lidl-Filiale. Ein paar Ecken weiter wurde auch schon das Guinness-Storehouse ausgeschildert, für welches ich mein Ticket bereits online erworben hatte. Von da aus ging ich nördlich entlang der Straßenbahnlinie Richtung Hauptbahnhof. Dieser hatte im Kiosk sogar Comic-Hefte (von Panini) – eine wahre Seltenheit. Von da aus über den Liffey ist auch schon der Phoenix Park in Reichweite. Das Wellington-Denkmal konnte man von Weitem sehen. Ich bummelte da bis zur Phoenix-Säule und dann wieder östlich vom Zoo zurück. Auf dem Weg zum Hotel ging ich zum Thai-Noodle-Haus in der Nähe und hatte ein „Meal Deal“ (Nudeln mit Ente und Getränk). Danach kurz umgezogen fand ich mich am Nachmittag schon in der Schlange für den Soundcheck. Dort in der Gasse kam dann freundlicherweise die Vorband ()The Candle Thieves) noch raus und spielte ein paar Lieder akkustik, was sehr nett war. Der Konzertsaal der Vicar St. ist sehr übersichtlich und bot ordentliche Klangqualität (bzw. vielleicht war das Personal einfach nur gut). Die ersten Takte von älteren Savage Garden Songs waren live auch sehr schön. Dann kam Darren Hayes auf die Bühne und sang sich ein wenig ein. Und schon war der Soundcheck vorbei. Die VIPs (also auch ich) wurden dann in die Bar geleitet, wo wir unsere Freigetränk-Gutscheine verballern konnten und dann mit Käse und Crackern (sowie ein wenig Gemüse-Fingerfood und Dips) versorgt wurden. Danach wurden vom Fanclub die Goodie-Bags verteilt. Dann hieß es warten. Vor dem Konzert durften wir dann schon den Merchandise-Stand inspizieren. Und ja, ich wurde schwach. 😉
Zum Konzert: Ich stand zweite Reihe. Die Vorband ist auch mit Strom sehr hörbar. Und das Hit-Feuerwerk von Darren Hayes ließ dann wohl keinen Zuschauer traurig zurück. Ich nehme ihm nicht mal übel, dass das Konzert kürzer als erwartet war (keine 2 Stunden) und mein Lieblingslied („Talk Talk Talk“) nicht gespielt wurde. Dafür gab es immerhin mit „Affirmation“ meinen Lieblings-Savage-Garden-Song.

Am Freitag stand dann irische Kultur auf dem Plan. Gleich am Vormittag ging ich die Grafton-Street-Bummelmeile entlang und entschied mich dann für eine kurze studentische Führung über den Campus des Trinity College. (Hatte einen guten Erzähler erwischt.) Mit dem Kombi-Ticket konnte ich im Anschluss gleich die alte Bibliothek besuchen, die mich mit vielen Texte und Videos beschäftigt hielt, bevor ich die antiken Bücher dann endlich sehen konnte. Richtig beeindruckend ist der alte Saal im Obergeschoss (wie aus einem Indiana Jones Film). Fotos waren da leider nicht erlaubt. Zum Abschluss wurde man in den „Gift Store“ geführt. Und meine Güte, was wird da alles vermarktet.
Darauf wollte ich mit dem Merrion Square eine weitere „grüne Oase“ des Zentrums erkunden. Hätte nicht gedacht, dass ich mal so ein Parkgänger werde. 😛 Diese Anlage ist aber etwas enttäuschend, wenn man das „St. Stephen Green“ schon gesehen hat. Da in der Nähe sind auch ein Museum und eine Gallerie (mit freiem Eintritt), aber dafür fehlte mir die Zeit. Stattdessen bin ich noch kurz zum Hotel zurückgekehrt, um mich dann für den Besuch des „Guinness-Touristen-Hauses“ vorzubereiten. Nebenbei erwischte ich ein paar Regenschauer, die zum Teil auch heftig wurden. Die Guinness-Tour ist echt ein Erlebnis sowie der Blick von der Skybar (über Dublin und die Berge im Hintergrund) als auch der Merchandise-Laden.
Am Abend war ich im Temple Bar Stadtteil unterwegs, aß in einem Tschechischen Restaurant („Czech Inn“) ein typisches Gericht namens [keine Ahnung] (Teigteilchen in Käse-Sauce mit gebratenem Speck) und Kofola, eine Art Cola-Konkurrent mit einer Kräuternote. Danach war ich im „Bad Ass Cafe“, wo es eine Comedy-Veranstaltung gab. Die Witze waren ziemlich derbe und es wurde teilweise auch politisch.

Da der Samstag mein letzter richtiger Tag in Dublin war, wollte ich noch ein wenig von der Stadt sehen und nahm die Straßenbahn Richtung „The Point“. Keine Ahnung, warum die Haltestelle so heißt. Letztendlich kommt man damit zum Industriehafen-Ende der Stadt, wo das O2 und ein Odeon-Multiplex-Kino steht. Von da aus ging ich dann am Wasser entlang zurück Richtung Zentrum. Es wundert mich, warum im Banken/Business-Viertel neue schöne Häuser neben Ruinen stehen. Im Zentrum war ich dann kurz bei Clery’s (einem alten Kaufhaus), bevor ich dann direkt am Spire H. und J. (wie verabredet) traf. Zusammen sind wir dann durch die zweite große Bummelmeile (Henry Street) gegangen. Mein Mittag hatte ich im „Pieman Cafe“, wo es nach dem Motto „Look into my pies“ verschiedene Fleischpasteten gab. Ich hatte eine mit Rindfleisch und Guinness, dazu Honigmöhren und Sauce. Sehr lecker. H.+J. entschieden sich für Sausage’n Chips (im gegenüber liegenden Fish’n Chips Laden „Leo Burdock“), die auch gut waren (gerade in Verbindung mit deren Essig). Gut gestärkt waren wir kurz im „Forbidden Planet“-Laden (eine Comic-Shop-Kette, die ich schon in London besucht hatte). Sehr schönes Geschäft (für Geeks und so).
Dann stand die Jameson-Distillerie auf dem Plan. Tolle Führung (wenn auch sehr runtergebrochen) und Verkostung. Auch hier gibt es einen professionellen „Gift Shop“ – also wieder topp Vermarktung. Und auch die Whisky-Cocktails sind eine Pracht, wenn auch sehr teuer.
Danach fanden wir im St. Patricks Park ein wenig Rast, bevor es in die Grafton Street ging, wo ein paar Straßenkünstler ihr Können zeigten. Dort in der Nähe hatten wir bei einer Burger-Kette namens Abra (Slogan: Eat to the beat) unser Abendessen. Schließlich landeten wir wieder im Temple Bar Viertel, wie gleichnamige Temple Bar leider total überfüllt war. so dass wir im nahegelegenen Farrington’s unseren Tag ausklingen ließen. Der nette Barkeeper meinte es zwar gut mit seinen Empfehlungen hinsichtlich irischem Bier, aber mein Fall war das leider nicht. Auf der Fleet Street vor den Pubs war eine Band namens Mutefish der Publikumsmagnet. Wirklich genial, wie diese Künstler Folk mit Reggae und Punk mischen. Am späten Abend trennten sich dann unsere Wege. Ich ging ins Hotel und hatte wieder eine kurze Nacht.

Denn heute (am Sonntag) wollte ich ganz früh packen, frühstücken und am Flughafen sein. Eine gute Entscheidung. Denn da hieß es Anstehen. Es gab nur 3 Sicherheits-Check-Teams im Einsatz (und das bei 14 möglichen Rollbändern). Einen Zwischenstopp gab es in Kopenhagen, dem größten Flughafen Skandinaviens, wo ich einen ordentlichen Fußweg zum Anschluss-Flug hatte. Dann in Hamburg haben mich K. und M. abgeholt. Wir waren kurz bei ihnen und haben Kuchen gegessen (mein Mitbringsel vom irischen M&S), bevor ich dann zum Hauptbahnhof musste, um meinen Zug nach Rostock zu bekommen.

Und das war mein Urlaub.

Es verbleibt mit dem Versprechen, beim nächsten Eintrag mit weniger als 1000 Wörtern auszukommen
F.

Fastlife

Juli 25, 2012

Zum Titel: kennt ihr die Jonas Brothers? Nein? Kein Problem, ihr habt nichts verpasst. Einer davon heißt Joe und dieser hat mal ein Solo-Album (mit diesem Titel) gemacht, welches ich mir mal anhören wollte. Und dann dachte ich noch daran, wie schnell doch die Zeit vergeht. Passt also.

Und damit gleich zum zweiten Teil meines Urlaubs (also dem Bericht davon):

Der Montag begann etwas zeitiger, damit man die Vormittagssonne ausnutzen konnte. Warum? Schaut aufs Bild. Das Frühstück war übrigens Englisch und wurde stilecht im Pub eingenommen. Danach ging es also ein weiteres Mal nach Waterloo und Westminster für Schnappschüsse. Auf dem Weg zum Buckingham Palast sahen wir noch die Proben der Garde, die unter anderem die A-Team-Melodie und das 007-Theme spielten. Ach, und die berittene Division passierte uns auch. Im St. James Park sahen wir noch ein paar Eichhörnchen und einen Pelikan. Dann gingen wir vom Palast aus zum Kaufhaus Harrods. Eine Ecke weiter machten wir dann bei einem Eis-Shake Pause, bevor es zum Piccadilly Circus und von da zu „Fortnum & Mason“, ein Kaufhaus, welches da schon seit (festhalten) über 300 Jahren situiert ist. Dort gibt es eine riesige Delikatessen-Abteilung mit Tee, Naschwerk und Gewürzen, aber auch Kleidung und Kosmetik. Dort genehmigte ich mir ein Kännchen Jubilee Tea (also der extra für das Thron-Jubiläum der Königin produziert wurde). Lecker, aber auch kräftig. Im Anschluss machten wir uns durch die sonnige Innenstadt zum Trafalgar Square auf den Weg, welcher wegen den Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2012 nur zum Teil begehbar war.
Dann nahmen wir die U-Bahn Richtung Angel, wo unser Hotel war, frischten uns auf und fuhren dann zum Tottenham Court (eine Haltestelle, die seit Monaten/Jahren im Umbau ist), wo unser Abendprogramm stattfand. Davor eilten wir jedoch noch ein paar Straßen entfernt durch den Forbidden Planet Megastore. Für mich immer wieder ein Highlight. Auf dem Rückweg machten wir bei „Byron“ halt, wo sie in vereisten Gläsern unter anderem… (importierte) Cream Soda anbieten. Wie genial ist das denn? Der Burger, den ich hatte, war aber auch lecker.
Nun aber fix zum Dominion Theatre, wo „We Will Rock You“ aufgeführt wird. Unsere Plätze waren nicht nur günstig, sondern auch absolut in Ordnung, was Lage angeht. So ein Musical ist ja fast wie ein Konzert, nur mit ein paar Theater-Einlagen. Dass die Handlung SciFi-Charakter hat und mit Gegenwarts-/Musik-Rerferenzen ausgestattet ist, hat mir sehr gefallen – wie natürlich auch die Musik von Queen, die allein schon ein Erlebnis ist. Ist also sehr zu empfehlen.
Im Anschluss besuchten wir noch ein Pub („The Crown“), wo es unter anderem Erdbeer/Lemon-Cider gibt. Als der Laden dichtmachen wollte, sind wir noch ein wenig in der Gegend um Leceister Square gebummelt, wo es einen der abgedrehtesten Läden überhaupt gibt, der natürlich auch noch gegen Mitternacht auf hat und aufgrund von Farbwechsel-LEDs sowie lauter Musik wie ein Tanz-Club wirkt – die M&M-World. Vier (4!!!!) Etagen voller M&M-Merchandise. Verrückt.

Nicht weniger verrückt war auch mein Dienstag, der mit einem opulenten Frühstück in einer traditionellen Boulangerie (scheinbar eine Kette unter dem Namen Paul) begann. Die heiße Schokolade dort sollte man sich nicht entgehen lassen. Und von den vielen Gebäckteilchen findet man bestimmt auch was Passendes. Die restliche Zeit vorm Checkout verbrachten wir noch im nächstbesten HMV (der britische MediaMarkt) und bei Cyber Candy. Danach ging es zum internationalen Bahnhof St. Pancras, wo ja auch Züge nach Paris und Brüssel abfahren. Das wusste ich gar nicht. Na ja, unser (klimatisierte) Express-Zug brachte uns nach Luton, von wo aus der (leider nicht klimatisierte) Bus den Flughafen ansteuerte. Nach der Sicherheitsschleuse gönnten wir uns noch einen „Glossy Strawberry Donut“ und waren dann schließlich auf dem Weg nach Schland.
Kurze Randbemerkung: der Flughafen Schönefeld hat bei mir nicht wirklich Eindruck schinden können. Aber wenigstens ist der Weg zum Bahnhof überdacht.
Der RE, den ich für meine Heimfahrt einplante, fuhr zwar rechtzeitig ab, verzögerte sich jedoch ein paar Minuten, was mich dann am Berliner Hauptbahnhof im Laufschritt von Gleis 14 nach Gleis 6 hetzen ließ. Nicht unbedingt die angenehmste Art umzusteigen – schon gar nicht bei Hitze und mit Koffer. Aber hat ja noch geklappt. Zur Belohnung war der ICE relativ pünktlich. Und auch mein reservierter Platz war frei. Yeah, so hat die erste ICE-Fahrt meines Lebens Spaß gemacht. Die Zeit habe ich übrigens genutzt, um noch einmal „Batman Begins“ zu gucken. Dazu gleich mehr.

Kaum in Rostock angekommen, war mein Tag noch lange nicht vorbei. Zunächst wurde ich spontan noch zu einem Besuch bei Helgas Stadtpalast eingeladen, was ich gern annahm, wenn auch ich mal eben meinen Koffer wegbringen musste. Aus dem vorgeschlagenen Ort wurde dann im Verlauf noch die „BARke“, wo ich einen leckeres Getränk mit Minze hatte.
Und schließlich konnte ich von da aus problemlos eine Bahn in die Innenstadt nehmen, wo die Mitternachtspremiere von „The Dark Knight Rises“ auf meinem Plan stand. Endlich würde ich erfahren, wie die Saga endet. Seit der Weltpremiere letzte Woche war die Wartezeit keine Leichtigkeit für mich.

Film-Kritik: „The Dark Knight Rises“ ist ein sehr genialer Superhelden-Film, der die Trilogie von Christopher Nolan abrundet. Anders als die bunte Leichtigkeit bei Marvel’s Avengers oder das Beziehungsdrama bei Spider-Man ist diese Saga ziemlich bodenständig, düster, ungeschönt und mit nahezu philosophischen Ansätzen versehen, dass es einem schon fast den Atem raubt. Bei so viel Inhalt fällt es auch gar nicht leicht, die handwerkliche Leistung zu bestaunen. Ich kann es kaum erwarten, den Film ein weiteres Mal zu schauen. 🙂

Muss ich eigentlich noch schreiben, dass dieser Tag ziemlich spät endete? Na ja, zum Ausgleich habe ich heute ein paar Gänge runtergeschaltet, um die Ereignisse zu verarbeiten.

Es verbleibt mit Ruhepausen
F.