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The age of worry

August 19, 2012

Wie bitte? Ich hatte diesen Titel hier noch nicht? (Manchmal prüfe ich das, bevor ich mit einem neuen Eintrag beginne.) Dann wird es aber Zeit. John Mayer beweist mit diesem Song nämlich erneut, wie gut er sein kann. Ich sollte mir den Text auf ein T-Shirt schreiben oder jedem ungefragt eine Kostprobe vorsingen. So überzeugt bin ich davon.

Überzeugt bin ich übrigens auch davon, Gelegenheiten wahrzunehmen. Tat ich dann auch. Gleich am Donnerstag war ich erstmals im Lokal „Zur Kogge“, um in geselliger Runde ein weiteres Mal Einblicke in den Alltag (und die Ansichten) eines Administrators zu erhalten und einen außergewöhnlichen Fisch-Salat zu kosten. Mal was anderes.

Und Freitag ging es für mich dann auf zu einem Kurzurlaub, den andere wohl für verrückt halten würden. Ich sah es eher als Gelegenheit. Gelegenheit, mal wieder in einem geekigen Pop-Kulturkreis auf alte und neue Bekannte zu treffen und nebenbei kreative Darbietungen zu erleben. Wenn das noch in einer europäischen Metropole stattfindet, die ich irgendwie mag, erhöht das den Spaßfaktor. Sollte ich den Ausflug in einem Wort zusammenfassen, wäre es wohl „intensiv“. Intensiv, weil auch dort eine Hitzewelle einbrach, die ich so dort noch nicht erlebt habe, und weil ich mich am Samstag in Geduld üben konnte. (Stichwort Anstehen)

So, und heute hatte ich zum Mittag einen Lammburger mit Minz-Joghurt-Sauce in einem Terminal-Pub, welches gerade den referenzierten Titel spielte, als ich zum Tisch geleitet wurde. War lecker, nut die Beilage (pappige Kartoffelecken) muss noch optimiert werden. Der Heimweg gestaltete sich als etwas hektisch, aber erfolgreich – weil ich mehr oder weniger die Zugverbindung nehmen konnte, die schwer zu bekommen ist, wenn man nur Minuten als Zeitfenster einplant und sowohl an der Grenzkontrolle als auch durch S-Bahn-Verzögerung aufgehalten wird. Die Sommerhitze war da nur der Bonus.

Na ja, und nun sitze ich wieder in den heimischen 4 Wänden und verfasse diese Zeilen. Derweil erlebe ich den Wahnsinn, der auftritt, wenn man in einem Facebook-Post verlinkt wurde und darauf die Kommentare zu einem Chat werden. Über 30 E-Mails haben mir das eingebracht (jede einzelne Bla-Antwort), bis ich eben endlich den „Abschalten“-Klick auf der Seite gefunden habe (Stichwort „Unfollow“). Ist das Jammern auf hohem Niveau?

Na gut, dann muss noch ein Absatz her. Thema: kürzlich probierte exotische Köstlichkeiten. Irn-Bru ist ein Softdrink aus Schottland und schmeckt wie ein Mix aus Sprite mit Mandarine. Lecker. Einen höheren Bekanntheitsgrad haben Reese’s Peanut Butter Cupcakes – diese gibt es aber auch mit weißer Schokolade. Und diese Version schmeckt mir besser. Jolly Rancher Watermelon kann man hierzulande mit der grünen Melonenlimonade vergleichen, die es unter anderem von Fritz gibt. Und ebenso ist ein Heath-Riegel nichts anderes als Daim-Ersatz.
So, und wer nun meint, neidisch oder traurig sein zu müssen, dem empfehle ich die Homepage AmericanSoda.de zum Nachgucken und Bestellen. 😛

Es verbleibt im Zeitalter der Sorge
F.

Touched by the hand of God

März 30, 2012

Gut, der Titel mag etwas dick auftragen, ist aber dennoch ein wahres Highlight an Song, wenn es um das neue Roxette-Album geht, welches ich dieser Tage gern höre. Also neu und gar nicht mal schlecht.

Und, war eure tippende Wenigkeit wieder im Kino? Ja, war er. Es gab „Türkisch für Anfänger“ und damit erneut eine Chance für deutsche Wertarbeit. Die Komödie ist leicht und heiter, was natürlich den Schauspielern und dem guten Drehbuch zu verdanken ist. Insofern fühlte ich mich durch die Kritiken im Netz gut beraten.
Selbige gibt es auch schon zum neuen Film „Russendisko“, jedoch mit dem Unterschied, dass diese hierbei überwiegend vernichtend sind. Heißt? Hm, dafür gebe ich wohl kein Geld aus.

Lese-Ecke: huch, ja, ich habe immer noch ein paar (viele) Kapitel zu lesen, bis ich den zweiten Teil der „Hunger Games“-Trilogie endlich geschafft habe. Aber die Woche ist ja noch nicht um.

Weniger optimistisch stehen die Chancen, dass ich mich in diesem Monat noch bis zur zweiten Staffel von „Game of Thrones“ heranarbeite. Na ja, dafür macht die Kritik zur ersten neuen Folge schon Mut, dass die Serie weiterhin gut bleiben wird.

Wenn es zwei Worte gibt, die ich mit Politik nicht in Verbindung bringen kann, sind es wohl auch „gut“ und „bleiben“. OK, wenn man schon einen Blick auf entsprechend ketzerische Online-News-Seiten wirft, sollte man sich nicht wundern, wenn die „Verdrossenheit“ wieder Höhenflüge macht.
Was ich mich in diesem Zusammenhang jedoch ganz allgemein frage, ist: haben wir das Nörgeln perfektioniert?
Es gibt doch wirklich kein Werk (Album, Film, politischer Vorschlag etc.), was nicht auf Kritik stößt – und das nicht mal konstruktiv. Ich weiß, dass mir Zweifel eigentlich sympathisch sind. Aber der Gegenwind, der wie ein Automatismus auf „Ideen“ einwirkt, ist teilweise schon echt arg. Das soll kein Aufruf zu mehr Nettigkeit sein – oder vielleicht doch? Ich meine, was doof ist, kann auch jeder so bezeichnen. Nur habe ich den Eindruck, dass Ablehnung in der Schnelllebigkeit (echt mit 3 „L“?) gern voreilig erfolgt.
Oder aber man liest erst gar keine Kritiken, Kommentare oder Forenbeiträge, um sich den Kampf der Meinungen zu ersparen.

Mal was anderes: habe ich schon Werbung für Tumblr gemacht? Egal. Dann hier nochmal. Auch wenn man das Netzwerk wie einen weiteren Newsfeed ala Facebook/Google+ betrachten kann, sorgt es doch in meinem Fall regelmäßig für Unterhaltung. Das kommt natürlich auch auf die Abos an. Wer „krasse Leute/Seiten“ bei Facebook/Google+ im Abo hat, wird wahrscheinlich schon da mit Links und Bildchen und Videos bombadiert. Aber es sind Bilder wie das am Rand, welche ich nicht so ohne weiteres in anderen Feeds finde, die mir dann zeigen, dass Tumblr eine Existenzberechtigung hat.
(Übrigens wurde auch ein Teil der Familie bereits mit einem Tumblr-Konto ausgestattet – erfolgreich.)

Es verbleibt bei dem Wetter mit den Patschehändchen in den Jackentaschen
F.

I can only imagine

September 11, 2011

Keine Ahnung, was da schiefgelaufen sein mag, aber dieser Tage bin ich doch ziemlich begeisterter Hörer von David Guetta. Nicht, dass daran etwas schlecht ist. Der gefeierte DJ und Produzent hat kürzlich eine neue Sammlung von Partysongs auf die Welt losgelassen. Und die Liste an Gäste, die mal kurz für ihre lyrischen und stimmlichen Qualitäten herhalten durften, ist fast schon wie das Line-Up zu einer Award-Veranstaltung zu betrachten. Der Titel „featuret“ beispielsweise Chris Brown (ja, den gibt es noch) und Lil‘ Wayne (ja, der ist wieder aus dem Knast rausgekommen). Die Kombination mag komisch erscheinen, klingt aber ganz nett.

Wo ich schon mit Ahnungslosigkeit beginne, kann ich gleich überleiten zum Motto der nun bald vergangenen Woche – nämlich Sinnkrise. Diese tut vielleicht so manchem gar nicht schlecht. Ich hätte jedoch auch gut darauf verzichten können, gerade wenn es um unbekannte Situationen geht.
Unbekannt war mir bislang auch Dresden. Das hat sich nun teilweise geändert. Das, was ich von der Stadt gesehen habe, fand ich wirklich überzeugend. Für einen Ausflug reicht es allemal.

Was mir allerdings auch zunächst reicht, ist das Reisen an sich – davon hatte ich in den vergangenen Tagen genug. Ich bin sogar so überheblich, dass ich behaupten möchte, dass jeder, der so eine Woche hinter sich hat, es sich zweimal überlegt, ob er „berühmt“ sein möchte. Das war eben ein Seitenhieb auf die Jugend, die sich allzu gern den Casting-Erfolgs-Träumen hingeben mag (also nur den Anteil).

„Sind wir hier bei RTL2“ dachte ich mir neulich in der Bahn, als ein angetrunkener Fahrgast eine Flasche Bier aus der Hand verlor und diese sich während der Fahrt allmählich auf dem Boden im Abteil ausbreitete. Das ist nur eine Feststellung und soll nicht als Wertung betrachtet werden.

Ebenfalls vorsichtig mit einer Wertung sollte man wohl bei dem Ereignis sein, dass sich heute zum zehnten Mal jährt. Damals war ich noch leicht enttäuscht, dass das reguläre TV-Programm ausgesetzt wurde, um über einen „Unfall“ in Übersee zu berichten. Anschließend befürchtete ich drastische Änderungen in der Pop-Kultur, welche dann teilweise auch eintraten. Später wurde man nahezu erschlagen von Hintergrundberichten sowie Aufarbeitungen (Reportagen, Verfilmungen etc.). Und heute? Tja, aktuell scheint die Politik größere Probleme als Terrorismus zu haben. Und abermals gibt es Stimmen, die meinen, es sei alles selbst verursacht.

Huch, danach zu irgendwas überzuleiten, ist schon eine Kunst. Egal… was ich noch loswerden wollte: kürzlich konnte ich das „neue“ Facebook-Feature mit der Video-Telefonie testen. Und das ging erstaunlich gut. Ach ja, wie sieht es derweil beim Konkurrenten Google+ aus? Nun, wo sich die „alles neu“-Stimmung legt, ist es auch meiner Sicht nach wie vor so, dass die meisten „Neuigkeiten“ im Gesichtsbuch landen. Macht aber nichts, da die Nutzung ja kein exklusives Oder sein muss. 😉

Es verbleibt mit viel Vorstellungskraft
F.

What’s she like?

Juli 6, 2011

Heute ist wieder ein Flashback-Tag. Und so krame ich in meiner Playlist und finde diesen Titel von Roxette, der sich auf einem Album aus den 90er Jahren befindet. Diese Ballade hat einen tollen Anfang und steigert sich dann in einen noch tolleren Piano-Teil mit ein paar E-Gitarren im Hintergrund. Nostalgie eben. Heute würde ein Lied wahrscheinlich nicht so klingen.

Frisch aus dem Lichtspielhaus kann ich erneut über einen Film schreiben. Ich gehe gern ins Kino und so habe ich auch kein Problem, neben all den Blockbustern auch in eine RomCom-Vorstellung zu gehen. Ähnlich wie bei Comics ist das Schema einer Romantic Comedy selten neu – und so müssen eben besonders pfiffige Trailer oder Namen für Aufmerksamkeit im Publikum sorgen.
Die Vorschau zu „Bad Teacher“ lief hier im Vorfeld bis zum Erbrechen in fast jeder Vorstellung – ok, ja, das sollte relativiert werden, wo ich doch etwas öfter ins Kino gehe. Und weder ein Name noch die Art der Inszenierung ließ mich damals in Erwägung ziehen, den Film zu schauen. Woher also der Sinneswandel? Hm, einerseits wollte ich Abwechslung (nach den vielen „Action-Krachern“) und dann war ich neugierig, zu welchem Schluss ich mit niedrigen Erwartungen kommen würde.
Fazit: Es war ok, also gar nicht mal schlecht. Der Film ist seicht, typisch amerikanisch (also klischee-beladen), zum Teil sehr frech und wurde nie langweilig. Dazu ein paar Lacher, die man noch nicht aus dem Trailer kannte und (fast schon obligatorische) WTF-Momente.
Zum Klatsch: also Justin Timberlake hat wirklich Humor. Und das meine ich nicht nur hinsichtlich der Meldung, dass er MySpace wieder auf die Beine bringen will. Nein, er wird zunehmend als Schauspieler wahrgenommen und hat ein Talent für Komik, was ja nicht das einfachste ist und er schon mehrfach im amerikanischen TV unter Beweis stellen konnte. Und hier „reibt“ er sich sogar an einer ehemaligen Freundin. Humor halt.
Und was ist mit Cameron Diaz? Tja, ich finde, sie wirkt irgendwie alt, was ja auch ihrer Rolle in dem Film zu Gute kommt. Und es tut ihrer Schönheit und Figur nicht weh (bzw. wahrscheinlich nicht so weh wie manche Schuhe, die sie tragen durfte). Nur wird es aus meiner Sicht Zeit für einen Image-Wechsel. Die einstige Nachfolgerin von Julia Roberts sollte sich mal wieder etwas ins Zeug legen, wenn es um herausfordernde Rollen geht. Sonst endet sie noch wie Meg Ryan.

Ach, da fällt mir ein, dass ich noch gar nichts zu „Transformers 3“ geschrieben habe. Tja, der Film war gewaltig – lang, voller Effekte, mit ein paar Gags und jeder Menge explosiver Kampfeinlagen. Also wieder die reinste Visitenkarte für Hollywoods Techniker? Fast. Auch bei der Geschichte sind Ansätze von Mühe zu sehen. Nur leider denkt man daran kaum noch nach dem Finale, welches aus meiner Sicht einen wesentlich ausführlicheren Epilog verdient hätte. Aber nein, so viel Handlung wollte man im Schneideraum dann doch nicht in 2,5 Stunden Materialschlacht (inklusive Product Placement) einbauen.
Fazit: Die Trilogie ist abgeschlossen – mit der Erkenntnis, dass eigentlich schon alles im ersten Film gesagt wurde. Die Fortsetzungen bieten nur mehr Effekte.

So, damit konnte ich also 500 Wörter für diese unglaublich weltbewegenden Themen verbuchen. Und sonst?
Noch eben schnell nachgelesen, was nun die wichtige Facebook-Ankündigung war – Video-Chats (mit Unterstützung von Skype). Aha, Innovation ist es nicht gerade, macht aber irgendwie Sinn.
Anders als die Vorstellung der Regierung, tatsächlich von Steuerentlastungen zu reden. Vielleicht wird der Glaube, dass man demnächst irgendwo auf Einnahmen verzichten kann, mit der Aussicht auf weitere Waffendeals in aller Welt kompensiert.
Derweil in einer Rating-Agentur: „Portugal war auch mal besser.“ – Reaktion der EU: „Och ne!“
Neues vom Spocht: Olympia… wird es vorerst in München nicht geben.
Und nun noch das Wetter: Sonne oder Regen, jedenfalls nicht kalt.

Es verbleibt mit der Frage, wie wohl Google+ so ist
F.

Don’t trust me

Oktober 17, 2010

Der Titel könnte ein netter Slogan für ein Blog sein, verweist aber lediglich auf ein Lied der Gruppe 3OH!3, welches sich sogar auf zwei Alben finden lässt. In dieser Woche hatte ich mir vorgenommen, ein Titel dieser Gruppe zu verwenden, um mich daran zu erinnern, dass sie mich vor Kurzem beeindrucken konnten. Und zwar habe ich erfahren, dass sie so „fan-freundlich“ sind und nach einem Auftritt Live-Streams starten, um mit ihren Fans zu kommunizieren. Das finde ich erstaunlich. Könnte man denken, dass schon ein aktives Twitter-Verhalten ein Fortschritt im Verhältnis von Popstar zu Medien ist, so setzen die Leute noch etwas drauf. Natürlich kann man das schlecht als Standard definieren, was man als so ein Künstler leisten muss. Aber es zeigt doch, wie sich die Zeiten geändert haben. (Ja, nach so einem Satz muss man sich zwangsläufig erwachsen/alt fühlen.)

Und mit dieser Einleitung geht es dann auch gleich wieder an die Aufbereitung der letzten Tage: Diese bestanden überwiegend aus Arbeit, einem „Music Monday“ mit Konzert-DVD, einem Kinobesuch, ein paar TV-Serien-Updates, einer leicht „fach-fremden“ wissenschaftlichen Verteidigung und einem tollen Gesellschaftsabend.
Letzterer ließ mich mit der Frage zurück, wie viele Leute wohl ein schwieriges Verhältnis mit dem eigenen Geburtstag haben. Was ja eigentlich als Freudentag im Kind- und Jungendalter wahrgenommen wird, entwickelt nicht selten ab einem bestimmten Zahlenwert eine unschönen Beigeschmack.

Ansonsten geriet ich jüngst wieder ins Grübeln über Datenschutz und die aktuelle politische Lage.

Zum ersten Thema trug nicht zuletzt auch der Facebook-Film „The Social Network“ bei, den ich mir im Vorfeld leichter vorgestellt habe, als er es dann im Endeffekt war. Generell wollte ich mich auch nicht so sehr im Vorfeld über den Film informieren. Es hat mich dann auch gewundert, dass der „Gründer“ eigentlich kein Informatik-Student war und dass die Seite keine 8 Jahre alt ist. Ich weiß im Nachhinein leider auch nicht mehr so genau, wann ich erstmals von diesem Netzwerk gehört habe. Aber ich weiß, dass ich nach der Anmeldung lange Zeit nicht sonderlich aktiv dort war. Das „war“ deutet einen Wandel an, der dann auch in den letzten Monaten stattfand. Mittlerweile ist auch der Anteil der Kontakte angestiegen, die man kennt und da wieder findet.
Aber zurück zum Datenschutz: Was noch relativ frisch zum Facebook-System gehört, ist die Ortung. Freunde können nun neben den üblichen Status-Updates nun auch mitteilen, wo sie gerade sind. Das hat natürlich mit der zunehmenden Verbreitung internet-fähiger Mobiltelefone zu tun. Da kann sich die Konkurrenz in Form von Foursquare, Gowalla und Co. bald ganz warm anziehen.
Apropos Gowalla: von diesem Netzwerk habe ich erst kürzlich erfahren und frage ich mich, warum der Anbieter nicht gleich mit Foursquare fusioniert. Die Features klingen fast identisch.
Aber zurück zum Datenschutz (mal allgemein): die Frage mit dem Umgang privater Daten im Internet ist nicht neu und doch immer wieder aktuell. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass man sein YouTube-Konto sogar mit dem GoogleReader verbinden kann (was natürlich neben der Anbindung zum normalen Google-Konto, MySpace, Twitter oder Facebook nicht verwundert). Eigentlich ist es ja vorteilhaft, dass dem Nutzer seitens großer Anbieter ermöglicht wird, seine Konten zu koppeln. Denn so kann man sich den Aufwand sparen, jedes Netzwerk einzeln abzuklappern. Je nach Vorliebe bekommt man die Meldungen in sein favorisiertes Netzwerk geliefert (und kann natürlich auch seinen Senf gleich mehrfach austeilen). Grafisch betrachtet ergibt das bestimmt einen netten Baum. Drück einmal auf „Senden“ und es steht gleich in X-facher Ausführung in anderen Netzwerken.
Aber wie diese Weiterleitung funktioniert bzw. was vielleicht noch im Hintergrund erfasst wird, ist aus meiner Sicht nicht so wirklich nachzuvollziehen. Einfache Eigen-PR oder Verfolgungswahn? Den Nutzen oder Gefahrenwert muss jeder Nutzer selbst erschließen, wenn er denn den Aufwand betreiben möchte. Insofern: Wem‘s gefällt bzw. Ansichtssache.
Ein anderer Aspekt, der bestimmt noch aktuell werden wird, ist die Frage der Langzeitwirkung. Noch hat kein Mensch 40 Jahre lang ein Konto bei Netzwerk X und kann auf viele Meldungen zurückgreifen. Das dürfte sich dann aber ändern. Wie schön also, dass Speicher immer günstiger wird.

Themenwechsel: Es gibt wieder ein „neues“ Wort in den Medien: Bürgerbeteiligung. Vielleicht auch ein Synonym zu direkter Demokratie. Über letzteren Begriff habe ich jüngst in Bezug zu Gefahr/Bedrohung gelesen. Aber wie sieht es mit dem Bezug zu Chance/Gelegenheit aus? Es klingt ja gar nicht so verkehrt, wenn Steuerzahler neben der politischen Meinung auch mal einen Hauch von Mitbestimmung erfahren dürfen, was dann demnächst noch alles abbezahlt werden darf. Zumindest würde es mal etwas Frischwind in die üblichen Bestechungswege bringen.
Und schließlich noch ein Beitrag zur Integration: Ist „Multi-Kulti“ wirklich tot, wie es in einer Rede hieß? Wahrscheinlich wieder eine Frage der Definition. Aber an und für sich würde ich behaupten, dass in dem Wort die Zukunft liegt – kein Problem oder eine Lösung, eher die Herausforderung, die irgendwie schon immer da war und der sich doch jeder selbst stellen muss. Oder wie es einer meiner Lehrer oft formulierte: Der Mensch ist immer Mitmensch.

Es verbleibt variierend vertrauenswürdig
F.

Geboren um zu leben

Mai 9, 2010

Lange keinen deutschen Titel mehr gehabt. Dieses Lied von Unheilig fand ich anfangs etwas arg kitschig, aber mittlerweile gefällt es mir aufgrund der Eingängigkeit und positiven Aussage.

Heute ist Muttertag. Irgendwie war ich vor Kurzem der Meinung, dass dieser Tag immer am 08. Mai ist. Aber scheinbar ist der immer an einem Sonntag. Wahrscheinlich verwechsle ich das mit einem anderen Feiertag. Da fällt mir ein, dass in Großbritannien in diesem Monat zwei Bank-bezogene Feiertage liegen, was ich ziemlich komisch finde. Ja, Wahlen waren da auch vor wenigen Tagen. Die Härte waren dabei Meldungen, dass manche scheinbar ihr Wahlrecht nutzen konnten. Woanders bemängelt man fehlendes Interesse und dort kommt man mit dem Ansturm nicht zurecht? Verrückte Welt.
Ach ja, in Deutschland steht ja heute scheinbar auch noch eine politische Entscheidung an. Aber dieses Ergebnis muss ich mir heute nicht mehr geben. Stichwort: Frühjahrsmüdigkeit.

Grund dafür ist wahrscheinlich die ereignisreiche Woche, die mir wesentlich weniger Schlaf als üblich eingebracht hat. Der Beschäftigungsgrad war ungewohnt hoch. Spontan wurde sogar noch eine Reise eingeschoben, die den Erfahrungshorizont ordentlich erweitern konnte. Außerdem fand erstmalig der Gratis Comic Tag (2010) statt, was dem Free Comic Book Day (FCBD) aus den USA nachempfunden wurde. Und ja, ich war erfolgreich. Ich habe sogar eine Widmung abstauben können. Und dann noch all die Köstlichkeiten wie z.B. Melonenbrause. Kurzgefasst: die Woche war anstrengend, vollgepackt und absolut erlebenswert. Hey, ich habe sogar gleich drei neue Gesellschaftsspiele kennenlernen dürfen, von denen mir Skip-Bo besonders gefallen hat.
Ab morgen sollte der Alltag dann wieder etwas ruhiger verlaufen. Überhaupt lässt sich die kommende Woche gut zum Entspannen und Auftanken verwenden, wenn ein verlängertes Wochenende genehmigt wird. So oder so werden die meisten wohl mindestens einen Werktag weniger haben.

Auch die Netzwerke konnten wieder ausreichend bedient werden. Ich ertappte mich dabei, Twitter zu hypen, weil ein Dozent sich den Spaß erlaubt hat und auf der Titelfolie gleich mit einem „Twitter Hash Tag“ für die Veranstaltung ausstattete. Die Begebenheit ließ mich an dem Tag gleich zweimal erklären, was das eigentlich ist. Ansonsten mausert sich Facebook immer mehr in den Alltag ein, wenn nun immer mehr Veranstaltungen dort auftauchen, die für den eigenen Kalender relevent werden könnten. Und nicht zuletzt sind beide Systeme sehr gute Nachrichtendienste. Ich hätte sonst wohl nicht erfahren, dass in wenigen Tagen die neue Staffel Futurama startet, Nickelback ein neues Video am Start haben oder Hansa-Fans wieder irgendwo Mist bauten.
Wie so oft ist die Frage nach der Zweckhaftigkeit von solch Webzeugs damit verbunden, wie man es nutzt. Ja, Twitter und Facebook können bloße „Zeitschlucker“ sein,  aber auch hilfreiche Informationsquellen. Ansichtssache!
(erst in zweiter Instanz könnte das Problem auftauchen, die Infos noch zu filtern bzw. zu sortieren)

Zuletzt noch eine Anmerkung in nichteigener Sache: Freunde des Nudelsalat sollten mal einen Klick auf das Blog von JP (siehe Blogroll) wagen, denn der Zeitgenosse sucht Anregungen diesbezüglich.

Es verbleibt unbeeindruckt vom mittelmäßigen Wetter
F.

I got no roots

März 14, 2010

Und wieder begebe ich mich auf eigenes Risiko in die Welt der Bloggerei. Dabei wollte erst neulich darauf aufmerksam machen, wie gefährlich dieses Hobby sein kann. Einmal ein Bild falsch verlinkt und schon kann es teuer werden. Andererseits ist es vielleicht auch ein Preis für die Aufmerksamkeit, die man erhält. Ansichtssache. Meine Statistik verzeichnet pro Woche keine 20 Seitenaufrufe. Insofern kann ich wohl entspannt sein.

Ach ja, keine Sorge wegen dem Titel. Der bezieht sich lediglich auf eins der besseren neuen Lieder von Amy MacDonald, die jüngst wieder ein Album herausgebracht hat. Was jetzt nicht heißen soll, das andere Lieder so viel schlechter sind. Der Titel sticht jedoch aufgrund seiner Eingängigkeit heraus.
Ganz allgemein finde ich den Titel auch interessant. Die Wurzeln eines Menschen. Wie viele Leute kennen wohl ihre Wurzeln? (oder meinen, diese zu kennen) Und wie spielt dieser Aspekt mit der Wahrnehmung anderer zusammen? Wäre es zum Beispiel ratsam, jeden Zeitgenossen ohne Wurzeln zu betrachten? Oder fährt man mit einer umfassenden Ahnung zu seiner Herkunft besser?
Wahrscheinlich sind die Antworten darauf wieder sehr fallabhängig. Zumal man sich Wurzeln schlecht aussuchen kann.
Das erinnert mich an den Geschichtsunterricht, bei dem es gern heißt, dass man doch aus der Geschichte lernen soll, um beispielsweise manche Fehler kein zweites Mal zu begehen. Und andererseits kommen dann auch gern Vergleiche, wie irgendwas schon einmal passiert ist. Das erscheint doch etwas paradox. Auf der einen Seite gibt es diesen Fundus an Fakten und auf der anderen Seite wiederholen sich manche Aktionen. Liegt es dann am Trotz oder der schlechten Bildung von Menschen oder ist es nicht gar natürlich? (Das Thema kommt jedenfalls auf meine Liste.)

Wenn ich an die (fast) vergangene Woche denke, kommt mir als Erstes einer der wohl unterhaltsamsten Kinobesuche in diesem Jahr in den Sinn (um nicht zu sagen, dass ich mal wieder im Kino war). Es lief ein relativ aktueller Film mit „Ziegen“ im Titel (den Rest können sich findige Cineasten denken). Wie gesagt: Film und Ausflug waren sehr amüsant. Dabei war ein wesentlicher Vorteil, dass ich fast nichts im Vorfeld darüber gelesen oder gesehen habe.

Im Anschluss daran folgt nun eine aktuelle Erfolgsmeldung: Ich habe vorhin mein Buch zu Ende gelesen. Im Nachhinein bin ich mir gar nicht mehr sicher, wie lange ich dafür gebraucht habe (für diese unter 300 Seiten). Es dürften so circa 3 Monate gewesen sein, was hauptsächlich an längeren Lesepausen lag (beispielsweise 2,5 Wochen). Ja, die Freude über diesen „Abschluss“ ist natürlich noch groß, obwohl ich zur Bewertung der Geschichte auch etwas zeitlichen Abstand haben möchte. So sei nur angemerkt, dass es wohl die verrückteste Detektivgeschichte ist, die ich je gelesen habe.
Nun könnte ich auch gleich wieder am dicken Historienroman weiterlesen, den ich extra für das kleinere Buch beiseite gelegt hatte.

Ansonsten habe ich auch endlich wieder ein paar Comics gelesen und dürfte in den Bereichen „Batman and Robin“, „Ultimate Spider-Man“ und „Iron Man“ wieder auf dem aktuellen Stand sein. Vor allem das Geschehen um letztere Figur macht mich auf die Fortsetzung gespannt, weil da eine Art Neubeginn ansteht.

Und als wären Literatur, Film und Gesellschaft in der letzten Tage nicht schon erfreulich genug für diesen Eintrag, kann ich auch noch bei der CD-Sammlung gute Nachrichten verlauten lassen. Und zwar erreichten mich endlich ein paar neuere Scheiben, von denen einige längst erwartet waren. So zum Beispiel die aktuellen Alben von Owl City und The Sounds. Und ich habe mich endlich überwunden und in das erste Album von John Mayer investiert, was umfangmäßig eher einer EP gleichkommt und ein „Independent Release“ ist. Da bin ich mal gespannt, ob sich das gelohnt hat.

Schließlich habe ich den Eindruck, dass die Anzahl meiner Web-Präsenzen wieder eine Inventur wert ist, da ich auf Anhieb nicht einschätzen kann wie viele es momentan sind. Ich meine damit in erster Linie Blogs und Journale und weniger einfache Profilseiten in Sozialen Netzwerken.
Apropos… erst neulich wurde mir wieder der gestiegene Stellenwert von Facebook bewusst. Es bietet eigentlich alle Features, die man sich erdenken kann (außer vielleicht einen E-Mail-Dienst… oder gibt es da auch schon entsprechende Apps?). Und nicht zuletzt gibt es kaum noch jemand, der nicht bei Facebook ist. (4 Sekunden Denkpause) Okay… doch, es fallen mir ein paar Leute ein, die ich da nicht finde. Noch nicht. ^^

Es verbleibt mit oder ohne Wurzeln
F.

Everything has changed

Februar 21, 2010

Der heutige Titel wäre eigentlich für den letzten Eintrag passender. Denn da war es geradezu ungewöhnlich, noch bei Tageslicht zu schreiben. Na ja… aber die Worte „alles ist beim Alten“ mag ich auch nicht verwenden, denn immerhin stammt der Titel von einer Neuentdeckung, wobei „neu“ auch wieder relativ ist. Es handelt sich um eine deutsche Gruppe namens Stanfour, die jüngst sogar in den Top Ten der deutschen Single-Charts vertreten waren – da allerdings mit einem Lied, was ich nicht so umwerfend finde. Jedenfalls habe ich die Musik neulich als deutsche Antwort auf Coldplay und Keane beschrieben, was ich mittlerweile nicht mehr ganz so treffend finde. Begriffe wie Rock-Popmusik und Easy Listening sind da vielleicht angebrachter.

Ja, Musik hatte ich in dieser Woche auch wieder reichlich – unter anderem Bands mit so lustigen Namen wie „Cut Copy“ oder „Architecture in Helsinki“. Wenn ich es schaffe, werde ich das morgen an anderer Stelle kurz auswerten.
Abgesehen von der Musik war die Woche auch wieder recht vergnüglich. Ich bin zwar immer noch kein Fan von FrameMaker geworden, kann aber schon einige Vorteile des Tools erkennen.
Außerdem habe ich erstmals Lieferpizza gegessen, die mir nicht vorkam, als hätte sie Raumtemperatur. Stattdessen hat der Anbieter, der den Begriff „hot“ im Namen hat, seinem Namen alle Ehre gemacht. Und zwar nicht nur durch Temperatur, sondern auch durch… SCHÄRFE! Ja, das muss ich betonen, denn ich bin mir sicher, dass ich noch nie so SCHARF gegessen habe. Kurzzeitig kam mir das Geschmackserlebnis wie eine Vergiftung vor und ich war froh, dass ein Glas Milch in der Nähe war. Eigentlich auch schade, denn so wirklich zum Geschmack der Pizza kann ich nicht mehr viel sagen.
Dagegen kann ich mehr zu den letzten Filmen sagen, die ich gesehen habe. Da wäre zum Beispiel der aktuelle Film von Roman Polanski – „The Ghost Writer“. Dieser Thriller wirkte erfrischend anders aufgrund Umgebung und einer Handlung, die Klischees nicht gleich mit dem Holzhammer auffällig macht. Weiterhin waren einige Anspielungen (oder gar Seitenhiebe?) auf die Politikwelt amüsant bis sehr interessant. Und das sehe ich auch als einen Pluspunkt, wenn Filme bzw. Schauspieler ein nicht unbedingt für jeden spannendes Feld wie Politik unterhaltsam aufbereiten können.

Ach, und wo ich schon bei Politik bin: Wann ist das Tal der Peinlichkeiten endlich vorbei? Ich meine, Politiker haben gegenwärtig eh schon nicht den besten Ruf. Aber zu sehen, wie manche Konsorten das Berufsbild weiter schädigen, kann schon den einen oder anderen Nerv kosten. Vielleicht sollte die Presse künftig vermehrt auf Erfolgsmeldungen von Ministern oder Projekten setzen, damit nicht noch der letzte gute Wählerwille verschwindet. Ja, Kritisieren und Schlechtreden ist die eine Seite, aber offenkundig Mist bauen, ungeschadet davonkommen und Politikverdrossenheit fördern, kann es auch nicht sein.

Noch ein paar Anmerkungen zur Gegenwart: Es liegt mächtig viel Matsch auf den Wegen. Facebook scheint immer bedeutender zu werden. Woanders soll bald wieder gestreikt werden. Irgendwie ist eh nirgends Geld da. Und Aufrichtigkeit findet sich auch immer seltener.

Es verbleibt mit neuem Brennnesseltee
F.