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AAA: Moana/Vaiana VS Rogue One

Dezember 19, 2016

Kurze Randbemerkung: Das Tagesgeschehen wird noch aufbereitet… auch wenn es von Woche zu Woche anspruchsvoller erscheint.


Das Kinojahr geht dem Ende zu und somit hauen die großen Studios noch einmal was raus. Studios? Plural? Nun, in diesem Jahr scheint nur ein Anbieter eine riesige Zielgruppe anzusprechen – mit zwei Filmen. Und beide Disney-Werke habe ich nun gesehen.

SR2Poster Erste Fragestellung bei solch Vermarktungsexpertise: warum nicht global „Moana“? Die Kurzantwort:“Trademark Conflict“. Wer kann auch ahnen, dass es woanders Personen in „Ab-18-Inhalten“ mit diesem Künstlernamen gibt?
Also sprechen wir im hiesigen Raum von „Vaiana“, während die Schöpfer eher „Moana“ meinen.

Den Untertitel „Das Paradies hat einen Haken“ finde ich etwas fehldeutend, da es prinzipiell nicht um ein Paradies geht. Allerdings war ich auch noch nie in den idealisierten tropischen Gefilden, die zur Vorlage dienten.

Die Geschichte vermischt das übliche Prinzessin-Thema (Tradition, tolle Eltern, keine Sorgen, überall beliebt, beste Karriereaussichten) mit dem noch üblicheren „Finde deinen Weg“-Pathos, garniert mit „du bist auserwählt“-Bla und Weltrettungs-Dramatik. Hinzu kommen weitere Disney-Merkmale wie lustige (tierische) Sidekicks und Gesangseinlagen.
Und dennoch gibt es abermals quasi als Novum jüngerer Produktionen, dass keine Romanze zur Nebenhandlung gehört. Vorbei die Zeiten des komplizierten Zusammenkommens – stattdessen „female empowerment“. Wurde auch mal wieder Zeit bei dem Überangebot von männlichen Hauptfiguren! Ebenfalls schön, dass zur Abwechslung andere „Hauttypen“ Beachtung finden. Und ja, wenn auch das nicht entscheidend sein sollte, so setzt gerade so ein Film (für die ganze Familie) durchaus ein Zeichen. (Einzig und allein die dargestellte „Coolness“ von Tattoos erschien mir übertrieben und fragwürdig.)
Es gibt Lacher, es gibt Lieder, es gibt Drama-Szenen fürs Herz und es gibt Spannung – in diesem Fall alles sehr gut ausbalanciert.

Zur technischen Umsetzung brauche ich nicht viel schreiben: Da ist so ziemlich alles vom Feinsten. Grelle Farben, schöne Soundeffekte, exotische Hintergründe.

Wenn ich Gegenargumente für den Film anführen sollte, würde ich vielleicht auf die leichte Gezwungenheit sowie die omnipräsente Augenschmaus-Optik verweisen. Also dass beispielsweise glückliche Momente so „in your face“ dargestellt werden und dass selbst „Monster“ irgendwie schön aussehen. (Ach, und vielleicht sollten auch Musical-Ohrwurm-Song-Hasser etwas vorsichtig sein.)


(Das Fazit folgt am Ende.)


SR2Poster Und da ist er also – der erste Spin-Off-Film (mit realen Darstellern). Wie es sich für einen Film dieses Kalibers (oder vielleicht besser dieser Franchise?) gehört, wurden Interessierte schon seit Monaten mit ersten Bilder, Clips und Infos gefüttert. Und zumindest bei mir kam es dann immer zur Frage, ob ein Star-Wars-Film ohne Skywalker-Bezug funktionieren würde.

Hier nun meine Antwort: ja, und wie! So, wie auch Star Trek ohne Captain Kirk funktioniert!

Wer auch nur entfernt von der Handlung im Vorfeld Notiz genommen hat und sich nicht von den schön animierten Raumschiffen/Kriegsgeräten hat ablenken lassen, der weiß, wie dieser Film einzuordnen ist – nämlich als „Währenddessen woanders“-Nebenkapitel. Bzw. Kurzgeschichte, denn – und das rechne ich dem Film hoch an – dieser Film hat einen Anfang und ein Ende.

Auf die Frage, wie erfahren der geneigte Zuschauende mit dem „Krieg der Sterne“ sein muss, kann ich nur antworten, dass ich selbst keineswegs der größte Fan bin und mir schon während des Schauens ein paar (neue) Namen entfallen. Und hat mir das den Unterhaltungswert gemindert? Nicht wirklich. Wer viel weiß, erkennt manche „Easter Eggs“ schneller, und der Rest kann es problemlos ausblenden – oder die Kenner in seinem Bekanntenkreis mit einer Nachfrage erfreuen.

Die Geschichte der „Rogue One“ wird trotz leichter Überlänge relativ kurz abgehandelt und genau das bringt mich zum ersten Schwachpunkt: die Charaktere. Ja, Felicity Jones ist nicht umsonst auf den Plakaten im Zentrum – denn letztendlich ist es ihre Geschichte. Nur wiederholt „Rogue One: A Star Wars Story“ den Fehler, den schon so manch andere „Episode“ macht – nämlich Nebencharakteren zu wenig Platz einräumen. Oder vielleicht auch nur zu schlecht verteilt – denn ua. gibt es eine Nebenfigur, die irgendwie wichtig erscheint, es aber im Endeffekt gar nicht ist. Und auch fehlen mir – mal wieder – ein paar „zusammenschweißende“ Dialoge.

Irgendwie verwirrte mich die Vielzahl an Figuren und Andeutungen, was nun noch inwiefern für dieses Abenteuer relevant sein könnte. Zynisch formuliert baut dieser Film damit viel unwichtigen Schmu ein, der vielleicht überwiegend als Fan-Service interpretiert werden darf.

Was ich an dieser Stelle auch wirklich ankreiden muss, sind manch unscharfe oder schlecht ausgeleuchtete Szenen. Ich war nicht der Einzige, der dies so empfand, und vielleicht lag es am Kinosaal, aber ignorieren kann ich das in dem Zusammenhang schlecht, weil mit Lucasfilm eigentlich auch Expertise im technischen Bereich zu erwarten ist. Eigentlich! (Manch „animiertes“ Gesicht lässt mich zum „eigentlich“ noch ein Ausrufezeichen hinzufügen.)

Damit hier keiner denkt, dass dieser Text zum Verriss ausartet. „Rogue One“ gefiel mir wesentlich besser als „Episode VII“. Ich konnte darin erkennen, wie sehr doch auch Spin-Offs in einer weit entfernten Galaxie unterhalten können. (Wenn auch wohl immer ein humoristischer Droide das Schlüsselelement zu sein scheint.) Die Effekte wirken mit jeder neuen Iteration versierter. Ich mochte die Abwechslung der Schauplätze. Ich hatte absolut keine Probleme mit dem Bruch mancher Tradition (Laufschrift, ikonische Melodien). Sowohl den Fokus auf eine weibliche Hauptrolle als auch auf Personen durchmischter Herkunft und Gesinnung finde ich sehr gut. Und auch das Ende hat mir (eigentlich) sehr gefallen.

Fazit: Disney hat in diesem Winter aus meiner Sicht ganz klar die Nase vorn. Nach dem eher enttäuschenden „Harry Potter“-Ableger kann ich  für „Vaiana“ und für „Rogue One“ zu einem Kinobesuch raten, wenn auch ich in diesem direkten Vergleich eher für den Fantasy-Animationsspaß bin als für den SciFi-Fantasy-Mix.
„Vaiana“ (8/10)  <->  „Rogue One“ (7/10)

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Logbuch : V-Day mit Bad Taste

Februar 16, 2014

13.02.14 : Am Donnerstag ging ich abends ins Peter-Weiss-Haus, um einen Vortag über Gender-Aspekte im Disney-Film Tarzan (und auch in Disney-Filmen allgemein) zu hören. Die Erkenntnisse waren unterhaltsam aufbereitet, überzeugten mich jedoch nicht so ganz, was die Brisanz angeht. Ich denke, in Zusammenhang mit medialer Kompetenz sind Disney-Filme nicht das Schlimmste.
Ach ja, einem Flyer entnahm ich die alternative Bedeutung für den Valentinstag, wie sie hier in der Szene scheinbar gefeiert wurde: Vagina Day. Dazu passt ein Film wie „Feuchtgebiete“ bestimmt, der Teil des Programms war.
Unschöne Randnotiz: Auf dem Heimweg rutschte ich nach den ersten Schritten auf einer nassen Treppe aus. Autsch.

14.02.14 : Kurz vor Wochenendbeginn war ich etwas frustriert, da ich ein Problemchen nicht so schnell lösen konnte, was also auf nächste Woche vertagt wird. Und dann setzte ein wenig Hetzerei ein, weil ich noch ins ferne Lütten Klein fuhr. Grund: Kino. Was sonst? Auf dem Plan stand das Remake von „RoboCop“.
Den Vergleich mit dem Original kann ich (noch) nicht anstellen, aber an und für sich ist der effektreiche und abgemilderte Neuaufguss guter SciFi-Durchschnitt. Profitieren tut der Unterhaltungswert vornehmlich durch Nebendarsteller wie Gary Oldman und Michael Keaton, während der Titelheld schon als Mensch etwas hölzern wirkt. Zum Prädikat „gut“ fehlt leider ein ordentliches Ende. So ist der Film nur okay. (6/10)
Damit war der Abend jedoch noch nicht vorbei, weil ich G. besuchte und wir uns zum ST aufmachten, wo es Bad Taste in Hülle und Fülle gab. Sogar mein Musikwunsch wurde gespielt – „Maximum Overdrive“ von 2 Unlimited. 😛

15.02.14 : Sehr müde fing ich mein Wochenende damit an, zum Bahnhof zu pilgern – und nahm eine Straßenbahn-Verbindung, die nur in der Theorie einen möglichen Anschluss am Doberaner Platz garantiert, obwohl es auf der Webseite als Verbindung angegeben ist. Fakt ist, die Anschlussbahn war nicht zu kriegen und ich durfte den Rest des Weges gehen.
In der Heimat erwartete mich lecker Frühstück. Am Nachmittag besuchten wir S. in Garz und Abends versuchten wir uns erstmals an einer Möhren-Orangen-Suppe. Fürs Abendprogramm wählte ich „Wüstenblume“, die Verfilmung einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Dazu noch gut umgesetzt. (8/10)

16.02.14 : Heute konnte ich es kaum erwarten, die erste Sendung eines neuen LOHRO-Formats zu hören, bei deren Entwicklung ich beteiligt war. Die Hörer-Charts spiegeln aus meiner Sicht das Klangbild des Senders sehr gut wieder. Ich bin gespannt, wie es mit den Abstimmungen weitergehen wird, nun da die erste Top Ten bekanntgegeben wurde.
Schon während der Sendung setzte ich mich an die Nachbereitung (für die Webseite) und konnte nicht ahnen, welch ein Gewusel noch entstehen sollte, was mit mangelnder Kommunikation zusammengefasst werden kann.
Danach las ich Comics wie Black Widow, Nightwing und Nova.
Erheiternde Randnotiz: Auf dem Heimweg sah ich jemanden in der Bahn, der ein Buch mit dem Titel „Theater Sport“ las. Was es alles gibt, hm?

Vorschau: nächste Woche könnte der Mittwoch etwas zeitmanagement-mäßig intensiv werden, einer Vorpremiere sei dank. Und dann ist es sehr gut möglich, dass ich mir am Wochenende etwas Punk-Musik näherbringen lasse. 😉

Es verbleibt mit Restsuppe
F.