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Give me all your luvin‘

Februar 5, 2012

Ist wohl keine Überraschung, dass ich an diesem Tag genau diesen Titel wähle, welcher vorgestern weltweit digital erhältlich gemacht wurde. Ja, es ist nur schnöder Pop mit „Happy-Lyrics“ und (mäßig begeisterungswürdigen) Ausflügen ins Slang-Terrain. Aber ansonsten sollten sich Fans bedient fühlen. Und nein, ich werde mir nicht den dazu passenden Live-Auftritt von Madonna (und Gästen) beim heutigen Superbowl geben, weil mein Tag lang war und ich müde bin.

Schnell aber noch ein paar Zeilen zur vergangenen Woche.
Ursprünglich wollte ich ja noch vor dem Wahlsonntag in Rostock einen kleinen Artikel aufsetzen – schon allein, um das Ereignis in Erinnerung zu rufen und über die furchtbare Wahlwerbung zu lästern. Aber mir fehlte die Zeit und teilweise auch die Lust. Ähnliches lässt sich wohl auch über die Wählerschaft behaupten, denn mit einer Wahlbeteiligung von unter 40% kann von Erfolg nicht die Rede sein. Und wie ich neulich in meiner Rubrik „Politik zum Puh-Schreien“ zusammengefasst habe, hat sich kein Wandel durchgesetzt. Also alles beim Alten und zurück zum Tagesgeschäft.

Und sonst in meiner Welt? Quiz- und Kinoabende, Lesestoff und natürlich viel Musik. Klingt nicht besonders. Aber es war doch ganz angenehm. Beispiel? Hier mal meine Checklist zum Wochenende:

  • mindestens 7 Comics aus DC’s „New 52“-Welle lesen – check
  • „Batman: Arkham City“ spielen – check
  • Kinobesuch „Dame, König, As, Spion“ – check
  • Strandspaziergang – check

Lustig, dass ich bei der Planung gar nicht mein aktuelles Buch berücksichtig habe, welches ich spätestens seit letztem Donnerstag nicht schnell genug lesen konnte. Grund war nämlich das verstärkte News-Aufkommen zur Verfilmung, welches drohte, mir meine eigene Vorstellung von der Handlung zu zerstören. Tja, aber das ist nun vom Tisch, denn ich habe gestern „The Hunger Games“ ausgelesen. Und? Ja, ist ein gutes Buch. Mehr werde ich wohl demnächst in einer extra Rezension schreiben.

Auch zu den Filmem will ich nur kurz mein Meinungsbild abgeben. Das hängt damit zusammen, dass mir bei der Recherche zum Blogger-Jahr 2011 aufgefallen ist, wie viell ich hier über Filme schreibe. Das ist zwar nicht schlimm, da diese Form der Unterhaltung einen sehr hohen Stellenwert für mich hat. Aber irgendwie wäre es mir lieber, das gesondert zu behandeln – bzw. durch solche Filmabende nicht meine Woche zu definieren.
Nummer 1: „Drive“ – ungewöhnlich intensiver Thriller mit unfassbar grausamen Szenen. Sehenswert, aber nur für starke Nerven.
Nummer 2 „Dame, König, As, Spion“ – ungwöhnlich konmplexer Agenten-Thriller mit Retro-Feeling. Nichts für Zwischendurch. Eher Kino für Fortgeschrittene.

Zu den Comics, die ich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass es wieder eine krasse Mischung war. Von Western über SciFi zu Militär-Action, Fantasy und Krimi – alles dabei, wenn man Titel wie „All-Star Western“, „Red Lanterns“, „Deadman“, „Birds of Prey“, „Blackhawks“, „Hawk & Dove“ und „Red Hood & the Outlaws“ liest. Es gab sogar Überraschungen in Form von „oha, die Serie ist hat einen interessanten Auftakt“ . (Es handelte sich jeweils um die erste Ausgabe einer neugestarteten Serie.)
Und es ist tatsächlich so, dass ich immer noch nicht alles von diesem Stapel gelesen habe.

Dafür habe ich es geschafft, am „Groundhog Day“ „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu gucken (einen meiner Lieblingsfilme) –  und zwar auf 1,5-facher Geschwindigkeit, weil ich nicht so viel Zeit hatte. Amüsant wie eh und je.
So kann ich am Ende dieser Woche doch einigermaßen zufrieden sein.

Es verbleibt ohne Spendenaufruf für Zuneigung
F.

The one

Januar 29, 2012

Eher zufällig erfuhr ich, dass Kylie Minogue zu diesem Titel ein Video produzieren ließ, welches dann auch noch eine andere Version (also ein Remix) vertonte. Interessant – und daher auch mal eine Erwähnung wert.

Ansonsten verlief die Woche relativ wechselseitig. Das Bezeichnung passt, da ich weder sagen kann, dass die Tage überwiegend toll waren, noch dass ich die Woche gern vergessen würde. Zusammenfassend ist gegen einen Quiz-Abend, viel Schlaf, einen Filmabend und ein sehr leckeres Dinner nichts einzuwenden. Nur die Stellen mit der Übermüdung, dem unangenehmen Versehen im Wohnbereich und den turbulenten Planänderungen auf Arbeit fanden halt auch ihre Beachtung.

Beachtung hat der Film „J. Edgar“ ebenfalls verdient – ich würde ins Pflichtprogramm der Schulen aufnehmen. Er ist zwar sehr amerikanisch, versucht aus meiner Sicht jedoch, einigermaßen neutral zu sein. Die Geschichte des FBI hat dank des Gründers auch irgendwas von einer Perfektion der Lüge. Ganz großes Stichwort ist dabei Machtmissbrauch – ein zeitloser Klassiker, wenn es um Politik geht. Ich war überrascht, wie früh dieses Land mit Terrorismus zu tun hatte – damals, als das Feindbild „Sozialist“ entstand (also noch vor „Islamist“). Die „rote Gefahr“ wird selbst heute noch referenziert, wenn die Regierung mit dem Kurs nach links ausschlägt. Tja, was erwartet man auch von einem Staat, der Kreationisten toleriert.
Fazit: informativer Film, gute Schauspieler – nur etwas verwirrend am Anfang wegen der Zeitsprünge.

Wo ich schon thematisch bei Amiland bin, kann ich ja gleich politisch bleiben. Ich staune gelegentlich daürber, wie ein Wahlkampf dort drüben hier zum Nachrichtenthema wird. Ich meine, nüchtern betrachtet könnte es uns relativ egal sein, welche Namen unter den Republikanern gehandelt werden, wenn es um einen späteren Kandidaten geht. Gut, für Spott bezüglich Engstirnigkeit sind diese Interessenvertreter immer gut. Aber wie so oft, ist das nicht so einfach.

Es gibt Momente, da erscheint einem „das System“ wie ein schlechter Scherz. Ich meine damit Statements, die Wähler überzeugen sollen, irgendwie nett klingen, aber die Bezeichnung „Versprechen“ nicht verdienen. Da ist es auch egal, welche Partei man betrachtet. Und warum ist das so? Warum sind Volksvertreter scheinbar machtlos? Weil „das System“ steht und sich, wenn überhaupt, nur minimal bewegen lässt. Regierungschefs kommen und gehen, der „Briefkasten“ für Lobbyisten bleibt der Gleiche. Und auch international wirkt so etwas wie einen Alleingang illusorisch. Da kann dem Volk sonst was versprochen sein – wenn der Bündnispartner A zickt, dann fügt man sich.
Denn hier ist der Punkt: Wandel ist allgemein unerwünscht. Und warum? Weil der für Unsicherheit sorgt. Und ab einer bestimmten Gesellschaftsebene sorgt man gern dafür, einigermaßen sicher zu bleiben.

Sicher gehen will man auch in Hollywood. Daher sind Mainstream-Filme oftmals unkreativ. Denn warum ein Risiko eingehen, wenn ein 0-8-15-Skript mit Star A oder B einen mäßgigen Erfolg verspricht. Dazu kam mir neulich eine Idee, die ich ganz gratis veräußere. Wie wäre es, wenn man bei einem typischen Film einfach alle Rollen radikal „gender-wechselt“ und das einfach als Parallelwelt verkauft (Stichwort Frauenbild).
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: nehmt den Trailer zu „Dame, König, As, Spion“ und stellt euch vor, jeder männliche Part würde durch eine Frau ersetzt werden – mit genau der gleichen Story und Stimmung (keine Parodie). Natürlich wäre das nicht mehr historisch korrekt oder gar realistisch (Stichwort Hausmann), aber das muss ein Film doch nicht sein. Na ja, ich finde die Idee jedenfalls interessant.

Zum Abschluss noch ein Beitrag zur Aufklärung der Ahnungslosen. Guckt einfach mal kurz dieses Video:

Es verbleibt ein
F.