Posts Tagged ‘Batwoman’

Prime time

Juli 15, 2012

Der junge „Indielectro“-Künstler mr.tinoforever hat wieder zugeschlagen und brachte kürzlich eine kostenlose EP heraus (siehe seine Facebook-Seite), auf der er seinen musikalischen Vorbildern Tribut zollt, indem er Samples für eigene Songs nutzt. Und dieses Liedgut hat es in sich, wenn es um elektronische Verzerrung und vokale Wortgewalt geht. Da ist der Titel schon fast als harmlos einzustufen.

Fast harmlos war auch meine Woche. Dazu nun mehr:

Der Montag verlief relativ entspannt für einen Wocheneinstieg und endete (gewohnheitsmäßig) mit Bloggerei zum Thema Musik. Da bin ich schon ein wenig stolz, dass mein Journal konstant gefüllt wird.

Am Dienstag habe ich endlich „W.E.“ gesehen, ein Film, den ich seit Jahresbeginn auf meinem Radar habe. Und wie war der so? Handwerklich sehr überzeugend – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Durch die vielen Zeitsprünge wird man auch einigermaßen gefordert. Nur leider schwächelt die Handlung ein wenig zum Ende hin. Oder ich war einfach nicht in der Lage, die ganze Message zu verstehen.
Fazit: Der Film ist keine leichte Kost, aber je nach Interessenlage wird man einigermaßen unterhalten.

Mittwochs gibt es immer mal wieder Vorpremieren im Kino. Welcher Film am vergangenen Mittwoch im Angebot war, kann man in meinem letzten Eintrag nachlesen. Denn ich habe es mir nicht nehmen lassen und danach eine kleine Auswertung geschrieben. Mit anderen Worten: ich brauche ein neues Fünf-Sterne-Ticket, nachdem ich mir zuletzt eine Karte für die Mitternachtspremiere von „The Dark Knight Rises“ (also dem dritten Nolan-Batman-Film) geholt habe. (extremer Vorfreuden-Alarm!)

Am Donnerstag wurde es wieder etwas chaotischer mit der Abendgestaltung, als ich mich ganz kurzfristig zum Weggehen in den Stadtpalast angeschlossen habe, wo wohl die Germanisten unter dem Studentenvolk ihren Semesterausklang feierten.

Erstaunlich wenig beeinflusst von einer etwas kurzen Nacht verging auch der Freitag. Mein erstes qwertee-Shirt kam mit der Post an. (Das Motiv verrate ich später.) Zum Abend ging es kurz in den Pirat. Danach war der Dobi Treffpunkt und ich wechselte von einer bekannten in eine etwas unbekanntere (dafür umso internationalere) Runde, bei der ich Reisetipps für die Niederlande erhielt. Aber damit nicht genug. Es folgte noch ein (erster) Besuch im DejaVue (mit Sonderangebots-Konditionen), was Spaß gemacht hat und dementsprechend dauerte.

Der Samstag begann für mich dann gut 2 Stunden zu spät, da mich mein Wecker scheinbar im Stich gelassen hat (oder mich das Schlummerland nicht loswerden wollte). Macht ja nichts. Wurde das heimische Frühstück eben verschoben. Hat trotzdem geschmeckt, auch wenn ich lieber nicht davon in Kenntnis gesetzt geworden wäre, dass die Brötchen beim Holen noch warm waren. Da das Wetter zum Weggucken war, verbrachte ich den Tag mit Lesen.
Auf meinem Plan stand „Batwoman“, eine DC-Serie, der man (schon allein wegen der Konkurrenz durch Batgirl oder Catwoman) ziemlich schnell die Existenzgrundlagen nehmen würde wollen, wenn man nicht wüsste, wie außerordentlich gut diese Comicreihe produziert wird. Es hat wirklich Laune gemacht, das absolut traumhafte Artwork von J.H. Williams III. in seinen Details zu entdecken und nebenbei die sehr ernste Geschichte um die Protagonistin weiterzuverfolgen.
Am Abend wurde dann ausgiebig geschlemmt – das Zauberwort heißt BBQ.

Und heute lief alles ganz entspannt ab. Brötchen holen. Frühstücken. Comics lesen. Dateien sortieren. Daim-Eis kosten (lecker lecker). PS3 spielen (The Darkness). Im Buch weiterlesen – habe 10% bei der Zugfahrt geschafft.

Das war meine Woche.

Es verbleibt zu später Stunde
F.

Crying for Hollywood

Dezember 5, 2010

Herrlich, ich wollte hier eben wirklich auf englisch ansetzen… Erklärung später.
Es ist lustig, wie manche Lieder erst nach einer Weile Spaß machen. So zum Beispiel dieser Titel nach einem Song von James Yuill (aus dem Album „Movement in a storm“). Ich habe den bestimmt ein Dutzend mal hören müssen, bis ich darin eine wunderbare eigene Interpretation gefunden habe. Oder in anderen Worten: wahrscheinlich habe ich in den vergangenen Wochen ausreichend mittelmäßige und auch schlechte Filme gesehen, dass mir der Songtitel allein entgegenkam. Aber wirklich: das Lied ist toller Independent Pop.

Eigentlich hatte ich mich gestern abend auf mehr Mainstream gefreut in einem der letzten deutschen TV-Formate, welches ich mir antue – und sei es, um dabei zu lästern – „Wetten dass“. Und dann? Ja, dann musste ein Jungspund, der eben noch als Schwiegermuttertraum angepriesen wurde, sein Leben aufs Spiel setzen. Damit gelang ihm (unbeabsichtigt) etwas, was Demonstranten oder Terrorgefahr-Meldungen alt aussehen lässt. Die Sendung wurde vorzeitig gestoppt – kein Phil Collins, kein Justin Bieber, keine sonstigen Promis, die noch angekündigt waren. Damit war mein TV-Abend auch im Eimer.
Ja, ich weiß, dass das sehr egoistisch klingen mag. Und natürlich wünsche ich dem Opfer gute Besserung. Aber was ist aus dem Motto „Show must go on“ geworden? Anfangs sah es ja noch so aus, als würde die Devise gelten – dank Oldie-Einspieler von Modern Talking und Jennifer Lopez (ja, die hat mal Musik gemacht). Und dann folgte die Absage. Wer weiß, ob es die Sendung so überhaupt noch geben wird.
Hey, super, ich war beim Ende von „Wetten dass“ live dabei – na ja, ich hoffe nicht. Nachher müssen die Megastars noch zu Olli Geißen gehen (*würg*).

So, zu erfreulicheren Themen:
Musik – habe gleich zwei Musik-DVDs schauen können und eine weitere via eBay erworben (mehr dazu im Musikjournal) – darunter John Mayer’s VH1-Special (Storytellers). Ich gestehe, in manchen Fällen verstehe ich diesen Musiker nicht – also inhaltlich, was wahrscheinlich an verschiedenen Ansichten und unterschiedlicher Lebenserfahrung liegt. Aber spätestens, wenn er singt (und das kann er), verliert das an Bedeutung. In manchen Dingen sollte man vielleicht auch seine eigene Bedeutung finden.
Comics – ich werde wohl einen kleinen Batzen Geld verlieren, wenn ich nicht im April nach London fahre. Denn da findet eine „Convention“ statt (KAPOW!), zu der ich mal eben ein Ticket gekauft habe. Initiator dieser Veranstaltung, die es so noch nicht gab, ist einer meiner Lieblingsautoren – Mark Millar. Ich bin gespannt und entwickle bereits eine Art Vorfreude.
Apropos Millar – endlich habe ich es geschafft, und die englische Komplettausgabe von „Kick-Ass“ in einem Rutsch gelesen. Es war mindestens genauso intensiv wie die Verfilmung, welche ich mehrmals im Kino gesehen habe (und damit öfter erleben durfte als die bebilderte Vorlage). Insofern war es kein Wunder, dass ich die Geschichte der Filmversion mehr verinnerlicht hatte als die eigentliche Comic-Geschichte, die an manchen Stellen mit Handlungswendungen aufwartete, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. So oder so – beide Versionen sind top (die Comic-Version ist etwas geek-lastiger).
Ach, und wo ich schon bei Lese-Erlebnissen bin: heute verschlungen: „Batwoman“ und „Spider-Woman“ – ja, eigentlich lustig, wenn man bedenkt, dass es Ableitungen sehr bekannter männlicher Superhelden sind. Aber so höret: die Bände sind wahrlich der Hammer – einmal wegen der Autoren, die diesen Charakteren mehr Leben und Individualität einhauchen, als man es erwarten würde, und dann noch wegen der Bildkunst. Ob nun Greg Rucka und J.H. Williams III bei DC oder Brian Michael Bendis und Alex Maleev bei Marvel – das sind Kreativteams, bei denen mir als Comic-Fan das Herz aufgeht. Die Hingabe und Genialität, diese Geschichten mit einer unglaublich komplexen Kontinuität der jeweiligen Comic-Universen zu verbinden und dann noch Unterhaltung pur zu liefern, ist schon beachtlich.

Was sonst?
Ach ja, ich habe wieder geschmackliche Exkurse unternommen.
1) Marzipankartoffeln in der Sorte „Winterpunsch“ – ja, da wurde Orangenaroma hinzugefügt. Das gibt der Nascherei jedoch eine interessante Beimischung und lässt sie weniger süß erscheinen. Insofern: gut.
2) Happy Hippo cacao – och nö, die fand ich nicht so toll aufgrund der unerwartet kräftigen Schoko-Note. Dann lieber bueno von der Marke mit dem weißen und orangen Rand.
3) Milch-Honig-Snack – eine Enttäuschung. Schmeckt nur wie Milchschnitte – mehr nicht. (Leider ist es ein 5er-Pack.)
4) Oreos – ein Snack, der wohl überregional bekannt sein dürfte (allein der Sprachvielfalt auf der Packung nach zu urteilen). Lecker. Wirklich lecker und süß und angenehm schokoladig. Die Empfehlung des Hersteller, die Leckerei mit Milch zu verzehren, kann ich auch nur befürworten.

So, und schließlich noch der Grund, warum ich hier mit Englisch ansetzen wollte – „Skins“. Dies ist eine britische (und spätestens nach den ersten Minuten zweifelt man auch an einem amerikanischen Ursprung) TV-Serie um Teenager in England, die ich heute erstmals sah. Ich könnte fast einen Vergleich mit „Dawson’s Creek“ machen, aber so verrückt hatte ich die US-Serie dann doch nicht in Erinnerung. Also „Skins“ ist verrückt und herrlich unkonventionell, aber auch krass. Sei es der Umgang mit Rauschmitteln oder die Nackheit – so etwas würde man hierzulande (wohl) niemals produzieren (können). Ein Urteil erlaube ich mir jedoch erst nach mehr Folgen. ^^

OK, das war noch nicht alles: Seit Kurzem habe ich nun Time Machine von Apple am Laufen, was mich anfangs wieder einige Nerven kostete. OK, dass das erste Backup Stunden in Anspruch nimmt, kann ich ja noch verstehen. Aber warum muss das Ding stündlich arbeiten? Also hier wären mehr Einstellungsoptionen wünschenswert.

Hm, sollte ich noch kurz zu den Themen Jugend-Bla-Medienvertrag und Wiki-Leaks kommen? Beides ist relativ kontrovers. Und es ist schon spät.
Na ja, nur so viel: jeder sollte sich dazu mal informieren, denn beides wirbelt digitalen Staub auf.

Es verbleibt ohne Tränen für Hollywood
F.

Rabbit heart (raise it up)

August 30, 2009

Florence + The Machine steuert heute diesen Titel bei, dessen Videoclip erfrischend anders und spätsommerlich in meiner Erinnerung ist. Ich vermute, dass die Künstlerin überwiegend selbst bestimmt, wie sie sich und ihre Musik inszenieren will, was in dieser Zeit fast schon eine Seltenheit im Business ist. Aber so genau soll das der Hobby-Hörer oftmals ja gar nicht mitbekommen, wenn die Etablierungsphase nicht gerade eine PR-lastige Castingshow involviert.

Apropos Castingshows: Am Wochenende hab ich erstmals etwas von der aktuell laufenden Popstars-Staffel mitbekommen (man kann ja schlecht immer überall auf dem Laufenden sein). Dabei fiel mir auf, wie sehr entfernt ich von der Zielgruppe des Formats bin und das es scheinbar noch massig Wortschöpfungen („Bewährungsshow“?) sowie Verheitzungsmaßnahmen (a.k.a. „Battles“) zu erkunden gibt. Na ja, teilweise ist es so schlecht, dass es schon wieder interessant ist.
Dabei fällt mir ein, dass ich irgendwann mal irgendeine moderne TV-Sendung mit Stift und Papier verfolgen möchte, um dann möglichst viele eingespielte Musiktitel zu notieren. Zum einen fände ich es interessant, wie viele Lieder ich erkenne, und zum anderen könnte als Resultat eine lustige Playlist entstehen.

Ansonsten war das Wochenende entspannend und ermüdend zugleich. Die Zeit konnte überwiegend erfreulich genutzt werden, was sich jedoch ein wenig negativ aufs „Schlafkonto“ ausgewirkt hat.
Aber mal gleich zur besten Meldung: Ich habe mir Zeit zum Lesen genehmigt und unter anderem das Paperback geschafft. Das soll eigentlich nicht bedeuten, dass es langweilig oder eine schwierige Aufgabe war – im Gegenteil. Es geriet nur ziemlich lange in Vergessenheit, dass ich das Paperback noch nicht beendet hatte. Mal sehen, ob und wann ich eine kleine Rezension erstellen werde.
Weiterhin bin ich nun wieder auf dem aktuellen Stand in Sachen Batwoman, Daredevil und Captain America (ja, letzterer Superheld klingt namentlich fast wie eine Karikatur).
Die Figur Batwoman ist relativ neu in den Reihen der DC-Helden und ihre Abenteuer werden dieser Tage sehr unterhaltsam in der Traditionsserie Detective Comics herausgebracht, an der Autor Greg Rucka und Ausnahmetalent J.H. Williams III als Kreativteam arbeiten – bisher jeden Monat ein Highlight.
Der Umbruch bei Daredevil ließ mich ein wenig unsicher zurück, denn im Vergleich zu seinen bisherigen Geschichten fand ich den Abschluss von Ed Brubaker leider nicht so großartig. Auf jeden Fall macht es der neue Status quo dem nächsten Autor nicht gerade einfach, da anzuknüpfen.
Dass bei Captain America demnächst eine Wiederbelebung ansteht, habe ich hier neulich bereits geschrieben. Noch ist nicht abzusehen, wie sich das auf die Marvel-Welt auswirken wird. Aber die Abenteuer um den aktuellen Nachfolger lesen sich ziemlich gut, wenn auch in der Serie sehr oft in der Vergangenheit gekramt wird, um beispielsweise neue Querverweise zu erstellen.

Schließlich bleibt noch anzumerken, dass ich mein angefangenes Buch wohl erst im nächsten Monat durchlesen werde. Aber das eilt ja nicht sonderlich. Außerdem kann ich der Handlung trotz mancher Lesepausen immer noch sehr gut folgen.

Es verbleibt um etliche Seiten belesener
F.