Posts Tagged ‘Batman’

Guardian

Mai 20, 2012

Es gibt zwar auch Charaktere oder Zeitschriften, die so heißen… aber ich meine natürlich einen Song – und zwar den Aktuellen von Alanis Morissette, die hoffentlich bald ein Video dazu rausbringen wird, bevor es mit der PR für ihr nächstes Album losgeht. Anfangs dachte ich noch „typisch Alanis“, aber nach dem dritten Hören ist das absolut positiv gemeint. Das Lied hat was und begleitet mich dieser Tage gelegentlich in Gedanken (Stichwort Ohrwurm).

Und was habe ich? Na ja, in erster Linie sind es aktuell freie Tage, die mich wieder in die Ferne ziehen ließen. In einem Wort: „Kapow“. So machte es sonst in früheren TV-Sendungen, wenn es kracht. Und heute ist es unter anderem der Name einer Comic-Messe, die nun zum zweiten Mal stattgefunden hat – wieder in London. Da ich nun vorbereitet war, wie es bei so einem Event abläuft, konnte ich mich ganz entspannt ins Getümmel stürzen. In Vorbereitung habe ich noch fix ein paar Hefte rausgesucht, die ich gern mit Signatur veredelt sehen wollte. Und siehe da – ich kann sogar erfolgreich vermelden, dass ich alle Kritzeleien eingeholt habe. Aus meiner Sicht hätte es also kaum besser laufen können.
Apropos laufen – auch da war ich sehr effektiv. Mein Hotel liegt nämlich Tür an Tür mit dem Veranstaltungsort – ein unglaublich bequemer Umstand.

Und sonst? Vor dem Urlaub war die Woche auch einigermaßen gefüllt – Arbeit, Sport, Couchsurfing-Treffen, Kino und Spieleabend.
Gesehen habe ich übrigens „The Dictator“ (leider auf deutsch), der mal wieder herrlich mit flachem Humor und einer Portion Gesellschaftskritik ausgestattet ist. Ich fühlte mich jedenfalls unterhalten.
Gleiches lässt sich leider nicht zum Finale in der Champions League sagen, welches ich auch mitverfolgt habe. „Verlängerung“ ist für mich oftmals frustrierend. (Aber so oft gucke ich ja kein Fußballspiel.)

Ein paar Comics habe ich dann auch in der Woche gelesen – sozusagen als eine weitere Vorbereitung zur Convention. Darunter „The Black Mirror“, eine der wohl düstersten Batman-Geschichten seit Langem. Jedoch verdankt Autor Scott Snyder wohl gerade diesem „Einstieg“ ins DC Universum seinen Aufstieg (Stichwort Popularität), was sich nicht umsonst kürzlich in Auszeichnungen wiederspiegelte.

Auszeichnungen sind ja nett, aber vielen kreativen Köpfen ist verständlicherweise auch nach Gewinnbeteiligung zu Mute. Darüber habe ich mich in den vergangenen Tagen etwas belesen. Kurzgefasst ist es mit Charakteren in Besitz großer Konzerne für die Schreiber kaum möglich, für ihre Geschichten angemessen entlohnt zu werden – selbst wenn man entscheidende Elemente zum jeweiligen Mythos hinzufügt (gemeint sind neue Nebenfiguren oder Schurken). Erst mit wirklichen Eigenkreationen (ohne Großkonzern im Titel) können Einnahmen erzielt werden, wobei jedoch zunächst das Risiko eingegangen wird, keine Abnehmer zu finden. Oder anders: wenn der Name ausreichend Fans findet, folgen die dann vielleicht auch einem Wechsel von bekannten Figuren zu gänzlich neuen Serien.
Muss man sich also schlecht fühlen, wenn man total viel Spaß an einer Spider-Man-Geschichte hat, durch deren Erwerb man jedoch in erster Linie Marvel (oder Mutterkonzern Disney) stärkt? Nein. Denn es ist keine Unmöglichkeit, dass sich das Kreativteam mit solcher Auftragsarbeit einen Namen macht, der dann später einen Karrieresprung in Reichweite bringt.
Ebenso ist es natürlich auch möglich, gleich als Schöpfer eigener Werke einen Ruf zu erlangen. Nur erscheint das tendentiell etwas schwieriger.

Ach ja, eigentlich wollte ich noch auf die Fragestellungen eingehen, die seit den Ereignissen eines Fußballspiels in den Nachrichten mehrfach erwähnt wurden. Jedoch ist der „Fall“ ja noch nicht geklärt. Damit verschiebe ich das erst einmal.

Es verbleibt als Wächter über dieses Blog
F.

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Rize of the fenix

Mai 13, 2012

Der Titel bezieht sich ganz aktuell auf meine Ohren, die gerade Stücke des neuen Albums von Tenacious D (ebenfalls gleicher Titel) hören. Die Mischung ist wirklich erstaunlich, wobei ich mich hier nur auf den Anfang beziehen kann. (Von der Vielfalt der Anspielungen ganz zu schweigen.)

Genug Bezugs-Chaos. Was war denn sonst noch?
Beinahe möchte ich meinen „das Übliche“, wenn ich an Quiz-Abend, CouchSurfing-Treffen, Restaurant-Besuch und Kinogang denke. Zum Wochenende gab es aufgrund der Planänderung keinen Besuch in Berlin, dafür mehr Zeit zum Lesen (passend zum Gratis Comic Tag 2012 am Samstag) und Fußball gucken (ich weiß, es überrascht mich selbst).
Übrigens ergaben sich gleich zwei Gelegenheiten, mich selbst der Herausforderung zu stellen, was man früher wohl als Völlerei bezeichnet hätte. Da wäre zunächst der wohl größte Burger, den ich je auf meinem Teller gesehen habe und der mich einen ganzen Tag hat sättigen können. Und dann gab es zur Übertragung des DFB-Pokal-Finales einen Berg Pfannkuchen (also die dünnen Eierkuchen aus der Pfanne, um Mehrdeutigkeiten auszuräumen). Wäre ich auf einer Diät, hätte die nun schwere Aussetzer zu verzeichnen.

Auf dem Lese-Stapel konnten derweil folgende Werke ein wenig abgearbeitet werden: Marvel’s Ultimate Avengers, deren Welt dermaßen von weltweiten Katastrophen eingenommen wird, dass es bald nicht mehr feierlich ist. Batman, der eigentlich schon übermenschlich sein dürfte, bei der Anzahl an Gegnern und Kämpfen, die ihn gerade so beschäftigen. Und schließlich (und hier muss ein großes „ENDLICH“ eingefügt werden) die Neuauflage von Stormwatch, die mir leider nicht frech genug ist.

In diesem Kontext kam mir eine Frage in den Sinn, die wohl jeden irgendwann treffen könnte: „Werde ich alt?
Dabei meine ich damit nicht nur die Zeitdauer auf dieser Existenzebene, sondern auch die Wahrnehmung, die zweifellos Änderungen unterworfen ist. In meinem Fall betrifft es dann eben Comics, die mir früher nicht so mittelmäßig vorkamen. Dabei sei angemerkt, dass es durchaus auch daran liegen kann, dass ich einfach nur die falschen Serien gelesen habe. Aber die Frage bleibt.

Und was die Nachrichten angeht, sieht es auch wieder nicht so rosig aus (wobei: wann ist es denn mal nicht so? Es kann ja nicht nur Eisbär-Babies geben). Die Geschehnisse in Griechenland sind sehr deprimierend.

Ansonsten habe ich mir neulich Gedanken über „alternative Lebensweisen“ gemacht. Und zwar in der Hinsicht, inwiefern und warum dort bestehende Strukturen abgelehnt werden und auch werden können. Und dann fiel mir auf, dass Leute, die zu einer Kundgebung gingen, irgendwie für beide Lager repräsentativ sein könnten. Mit anderen Worten: schwarz ist scheinbar überall in Mode. Na ja, war nur eine kurze Feststellung auf einer Straßenbahnfahrt.

Ach ja, Filmecke: „Dark Shadows“ heißt der neue Tim Burton Film mit Johnny Depp und dieser ist… na ja, handlungsmäßig OK, wenn man sich drauf einlässt. Aber richtig gut ist die visuelle Umsetzung sowie der Soundtrack. Insofern kann ich den Film nur bedingt empfehlen.

Es verbleibt mit einer „aufsteigenden“ neuen Woche im Anmarsch
F.

Sever

Februar 20, 2012

Neulich sah ich noch in meinem Tumblr-Feed ein animiertes GIF (also bewegte Bilddatei) und staune kürzlich nicht schlecht, als ich das wiederfinde. Es war Teil des aktuellen Videos von iamamiwhoami (Titel-Referenz), welches wie gewohnt sehr eigen ist. Ich würde fast behaupten, so wäre Lady Gaga ohne Kommerz. Link folgt.

Und nun zur Auswertung: Wilhelm Tell Me sind live hervorragend. Die Musik geht ab – und der Zufall meinte es gut mit mir, da all meine Lieblingslieder gespielt wurden. (Gut, bei einem Album in der Diskografie ist das nicht schwierig.) Der Abend (oder sollte ich besser Nacht sagen) war jedenfalls super. Ich habe sogar Andenken in vorm von Band-Merchandise… und Glitter, jede Menge Glitter.

Und sonst? Na ja, mein Tag war herrlich ereignislos. Ich habe gelesen – und zwar alle fehlenden DC-Comics der „New 52“-Welle. Welch eine Leistung. An diesem Punkt wollte ich zwar schon im November sein, aber so hat man halt mehr davon gehabt. Jetzt kann ich mich also bald an eine umfassende Gesamtauswertung machen. Vielleicht nächsten Monat (oder doch im Urlaub).
Dabei stellte ich erneut fest, dass ich mit Green Lantern (Comic-Serie sowie Film) nichts anfangen kann – es ist einfach zu kosmisch für meinen Geschmack. Dann lieber Flash, der von Francis Manapul grafisch ordentluch überzeugt. Dann wären da noch Batman-Serien wie „Batman & Robin“, „Detective Comics“ und „Batman: The Dark Knight“… Ich weiß, ich weiß. Der geneigte Laie mag nun denken „Hä? Was? Warum denn so viele Serien gleichzeitig?“. Und genau das dachte ich heute auch wieder. Aber es ist halt der Kommerz-Aspekt, der große Lizenzgeber dazu verleitet, mehr einnehmen zu wollen. Und dabei ist klar, dass nicht jede Serie so toll wie die andere sein kann – man nimmt also mittelmäßige Qualität in Kauf. Das nenne ich mal Dienst am Kunden. Aber andererseits kauft der es ja doch.

Auch in der „Hunger Games“-Trilogie, die ich lieber „Panem-Trilogie“ nennen würde, bin ich weiter vorangekommen. Nur leider ist der Handlungsverlauf gerade sehr frustrierend. Ich bin gespannt, ob die Folgeteile auch verfilmt werden – bzw. was dann vielleicht verändert wird.

Stichwort Veränderungen. Dafür konnte eine Webseite wie WikiLeaks allemal sorgen – „konnte“, weil da ja zur Zeit die Luft raus ist. Und warum ist das so? Geanu das kann man sich auf der Arte-Webseite gerade als filmlange Reportage angucken. Die Geschichte um den charismatischen Frontmann, der einst in der Szene als edler Verfechter der Wahrheit gefeiert wurde und dann „fiel“, ist interessant und fast spektakulär. Ich wusste gar nicht, dass es eine Allianz mit Pressevertretern aus Amerika und England gab, um die Enthüllungen gezielt zeitlich abzustimmen. Jedoch war bei der Weltsicht des WikiLeaks-Gründers ein Bruch dieses Vertrauenskreises vorprogrammiert. Und genau hier erhält die Geschichte so etwas wie Symbolcharakter. Da gab es eine Idee und eine Gruppe von Leuten, die dachten, gemeinsam für etwas einzustehen. Aber wenn das Vertrauen wegfällt, kann auch ganz schnell die Idee scheitern.
Wesentlich tragischer finde ich jedoch das Schicksal des amerikanischen Ex-Analysten, der (wenn er noch lebt) die Schattenseiten des Landes der Freiheit kennenlernt. Darüber wurde auch berichtet (Stichwort Verrat). Sogar die Todesstrafe könnte ihn ereilen. Und da wird es moralisch heikel. Abgesehen davon, dass die Strafe an sich immer eine Diskussion wert ist, wühlt mich dabei auf, dass hierbei die Straftat so „gering“ erscheint. Informationen zuspielen ist also genauso schlimm wie Mord und dergleichen? Ich weiß nicht.

Und um nicht ganz so deprimierend zu enden: Juhu, unsere Parteien scheinen sich mal einigen zu können – und wir haben wohl bald einen neuen Präsidenten.

Es verbleibt ohne Abbruch
F.

300

Januar 8, 2012

Hinsichtlich meiner vielen Filmbesprechungen hier, könnte der Stammleser vielleicht denken, dass ich eine Comic-Verfilmung referenziere. Aber eigentlich geht es beim Titel um das erste Jubiläum in diesem noch jungen Jahr. Prost! Und auf die nächsten 300 Beiträge. (Sollte es auch ein Lied mit dem Titel geben, nehme ich den Querverweis auch gern in Kauf.)

Nichtsdestotrotz will ich hier kurz auf Fime eingehen, die ich zuletzt gesehen habe. Da wäre zunächst das komödiante Doppelpack zu nennen, welches mir den Jahresstart verschönert hat. „Forgetting Sarah Marshal“ (der deutsche Titel ist ziemlich platt) und „Get Him To The Greek“ („Männertrip“) sind seltene Ausnahmen, bei denen sich mehr Tiefe auftut als man es von Titel oder Trailer her vermuten mag. Beide Filme sind herrlich schräg und geben Russell Brand ausreichend Gelegenheit so zu spielen, wie er in den Medien daherkommt – frech und unkonventionell.
Weiter geht/ging es mit „The Ides Of March“, einem Politik-Drama, wie man es zum Einen selten präsentiert bekommt, und zum Anderen nicht unbedingt aus Amerika erwartet hätte. Selbige Ecke betont ja ihr Demokratie-Verständnis wie eine Dauerwerbesendung. Der Film offenbart dahingehend viele Schattenseiten, was natürlich fiktiv und durchaus übertrieben sein mag, aber dennoch genug Aspekte zum Nachdenken auftischt. Einer ist zum Beispiel die Schwierigkeit, als Atheist dort Wahlkampf zu machen. Auf jeden Fall sehenswert, wenn auch ein politisches Drama.

Letzteres findet man auch in so ziemlich allen aktuellen deutschen Nachrichten in dieser Woche. Beim „Rostocker Mittag“ wurde sogar beinahe gewettet, wann denn der Bundespräsident abdanken wird. Dabei finde ich die Berichterstattung mittlerweile nur noch nervend und würde mir lieber eine Sondersendung über die Zustände in Syrien antun, als die nächstbesten Politgrößen und Medienexperten über ein Staatsoberhaupt debattieren zu sehen, welches nicht mal vom Volk gewählt wird. Dass ein Abklingen gerade bei einem Zwist mit Medienvertretern (der meinungsbildenden Art) Wunschdenken ist, kann ich mir denken.
Und wieder kommt mir der Spruch in den Sinn, dass ein Volk genau die Regierung hat, die es verdient. Na ja, aber ist das eigentlich Regierung? Hierzulande weiht der Präsident doch eh nur irgendwelche „Baumärkte“ ein, kritzelt irgendwo seine Unterschrift drunter oder schüttelt die Hände von wichtigen Gästen oder freut sich, wenn er zum Jahresende mal kurz eine Rede im TV verbreiten darf. Ich mag Politikverdrossenheit nicht, aber die Situation füttert Zynismen geradezu.
Apropos Zynismus: vielleicht sorgt ja das Dschungel-Camp demnächst für andere Schlagzeilen.

Damit wäre das Thema „Vorbildfunktion von Politikern“ wohl auch vorerst abgehakt. Sich tolle Sonderdeals an Land zu holen, finde ich übrigens genauso verwerflich wie öffentliche Pauschalkritik – beides ist jedoch viel zu sehr gang und gäbe, als dass man sich dadurch die Laune vermiesen sollte.

Abhilfe kann man vielerorts finden: sei es bei einem Film, einem Buch, einem Quizabend, einem Essen (weniger bei einer Bahnfahrt mit ungewollter Techno-Beschallung) oder einfach nur bei einen vergnüglichen Weggeh-Abend. Meine Woche enthielt so ziemlich alles davon.

Und hier eine Geschichte aus der Vergangenheit: zu „Windows 98“-Zeitem habe ich unregelmäßig an einer Tabelle gearbeitet, die mit den Monats-Charts der amerikanischen Comic-Serien gefüllt wurde. Ich fand das interessant und schaue heute noch gern auf die aktuelle Auflistung (wenn auch nicht mehr so sehr analysierend wie damals). Folgendes fiel mir da heute auf: ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Top 10 gesehen zu haben, bei der 80 % DC Comics waren – den Löwenanteil machte sonst immer Marvel aus. Aber die große DC-Neustart-Aktion vom September 2011 hat wohl ihre Wirkung erzielt.
Dazu sei noch angemerkt, dass ich das teilweise verstehen kann. Die neue Batman-Serie mit Scott Snyder als Autor und Greg Capullo als Zeichner (was hätte ich früher dafür gegeben, den als Batman-Zeichner zu haben) ist auch richtig gut. Nicht ganz so gut finde ich die neue „Justice League“-Serie, die mir etwas überladen erscheint – toll gezeichnet zwar, aber inhaltlich ganz schön dünn. (Ja, habe heute endlich wieder ein paar Comics gelesen.)

Ausblick: mehr Lesestoff, kommende Kinobesuche zu „Verblendung“, „Die Muppets“ und „Dame, König, As, Spion“ und den einen oder anderen Abend in Gesellschaft.

Es verbleibt am Ende einer doch sehr angenehmen Woche
F.

Love love

Juni 19, 2011

Es war schon eine Überraschung, als ich mich erst über die angenehme Musik im Abspann von „X-Men: Erste Entscheidung“ wunderte und dann zu lesen bekam, dass der besagte Song (und damit der Titel) von Take That kommt. Jene Ex-Boygroup hat sich nämlich nach dem Lob zum letzten Studioalbum nicht ausgeruht und ein paar Monate später gleich noch eine EP mit Stuart Price produziert, auf der jener Titel zu finden ist. Das Lied besticht durch den ungewöhnlich elektronisch und bedrohlich wirkenden Anfang und die leicht verstellten Stimmen.

Was lief also in den letzten Tagen ab?
Ich habe jede Menge Comics gelesen – darunter fast ausschließlich alles im Batman-Umfeld. Ich kann sagen, dass ich nicht viel verpasst habe. Bzw. ich vermute, dass meine Erwartungen vielleicht mittlerweile zu hoch sind, als dass ich noch mittelmäßige Superhelden-Geschichten genießen kann. Dabei sind die Zeichnungen der aktuellen Batgirl- und Red Robin-Serie wirklich gut.
Weniger gut fand ich die Geschichte, wie Bruce Wayne aus seinem „Zeit-Tod“ entkommen konnte. Aus meiner Sicht hätte es kaum mehr an den Haaren herbeigezogen wirken können. Da nutzt dann auch kein britischer Top-Autor wie Grant Morrison, der da eher noch eine Schippe Absurdität zulegt.

Ein „kulturelles“ Ereignis der Sondergüte war am Wochenende wohl die Sommer-Ausgabe von „Wetten Dass“, die mich mit Bestürzung feststellen ließ, dass es tatsächlich schon wieder ein Jahr her ist, seit die spanische Arena für die größte deutsche TV-Show hergerichtet wurde. Die Gäste waren recht gut gemischt und wirkten zudem auch relativ gut gelaunt. Die Wetten waren auch ok. Und hey, J-Lo hat versucht, live zu singen.

Nicht weniger kulturell anspruchsvoll empfand ich den Flohmarkt, welchen ich heute besucht hatte. Es ist teilweise erschreckend und beruhigend zugleich, wenn ich sehe, welchen Krempel die Leute anbieten. Ansonsten ging ich auf den paar zig Metern Markt doch tatsächlich an 3 Softeis-Buden und mehreren Bratwurst-Ständen vorbei. Tja, Vielfalt war wohl gestern.

Schließlich noch aus der Film-Ecke: „Drachenzähmen leicht gemacht“ war schon lange auf meiner „Ma kuck’n“-Liste. Nun getan. Fazit: teilweise weniger lustig und dramatischer als erwartet. Und gerade das Ende ist schon relativ ordentlich – gerade für einen Kinderfilm. Da wären manch andere Filme nicht so mutig gewesen.

Es verbleibt weiterhin mit ausreichend Liebe für Medien
F.

S&M

Mai 29, 2011

Bin ich der Einzige, der bei diesem Titel an ein Metallica-Album mit der wohl genialsten „Nothing Else Matters“-Version denken muss? Aber halt, da gibt es auch ein Rihanna-Lied, welches so heißt. Selbiges hat eine gemeine Ohrwurm-Eigenschaft, der ich nicht ausweichen konnte (Stichwort Chrorus). Aber nicht nur das. Auch „sang“ besagte Künstlerin diesen Titel vergangene Woche bei den Billboard Awards im amerikanischen Fernsehen. Aber auch das ist noch nicht alles. Nein, sie holte zum Abschluss noch Britney Spears auf die Bühne und ließ diese noch ein paar Zeilen vom Band trällern.

Ach, eigentlich könnte ich hier noch mehr über diese Sendung schreiben, aber das wäre irgendwie einseitig. In der Kurzfassung halte ich fest, dass ich gar nicht wusste, dass diese Awards so eine pompöse Show bekommen, ich über ein YouTube-Video darauf aufmerksam wurde, den Mittschnitt gesehen habe und der Meinung bin, dass die Veranstaltung wie so viele der Amerikanischen Formate extrem gut durchorganisiert war und dementsprechend unterhaltsam rüberkam. OK, ein Satz noch. Der Auftritt von Beyoncé war genial, obwohl ihr neues Lied doof bis belanglos weil unoriginell klingt.

Ach, was ist das ein Wochenende – zunächst aus der Lese-Ecke: Ich habe nicht nur mein angefangenes Paperback beendet, sondern gleich noch 4 weitere Bände geschafft. So stand der Samstag ganz unter dem Motto „Ultimate“ Comics von Mark Millar. Und ich bin überrascht, dass die frischen Abenteuer der einst so epischen Ultimates gar nicht schlecht sind, wenn auch durch das Miniserien-Format mit wechselnden Zeichnern die Kontinuität etwas auf der Strecke bleibt.
Heute nahm ich mir dann die Rückkehr Batmans vor (er wurde ja nun über ein Jahr lang vom ersten Robin vertreten). Diese verlief extremst ernüchternd, weil ziemliche viele Aussprachen nicht thematisiert worden und man stattdessen gleich wieder auf die Verbrecherjagd ging. Ich weiß nicht, wie andere Fans das sehen, aber ich wünschte mir da oft mehr „talking heads“ als Kampfgeschehen – letzteres kommt doch so oft vor (Stichwort eintönig).

Ach, was ist das ein Wochenende – aus der Serien-Abteilung: Ich habe die bisher genialste (Doppel-)Folge von „American Dad“ gesehen, in der die Familie Smith nach Saudi-Arabien auswandert. So unschön Vorurteile auch sein mögen, können sie doch sehr für Lacher sorgen.
Danach galt es, wieder bei Doctor Who auf dem Laufenden zu sein, bevor die aktuelle Staffel Halbzeit hat. Ich erahne schon jetzt einen bösen Cliffhanger.

Ach, was ist das ein Wochenende – der Kino-Anteil: Nachdem ich zuletzt nicht so viel Gutes über Filme schreiben konnte, hier die Abwechslung: „Wer ist Hanna?“ ist ein gelungener Film, wenn auch nicht einfach. An manchen Stellen erinnerte mich die Machart an Aronofsky, der für seine psychedelischen Werke wie „Pi“ oder „Black Swan“ bekannt ist. Ansonsten nahm mich der Film mit auf eine Reise quer durch die Welt – von Skandinavien über Nordafrika bis nach Mitteleuropa, wo das Finale in Berlin stattfand. Die Schauspieler, die Drehorte, die Musik – überzeugend, wenn auch etwas überzogen im Kontext der Prämisse (Stichwort Killerausbildung). So sollte es auch niemanden wundern, dass der Film nicht ohne Gewalt oder Tote auskommt – jedoch fand ich die Inszenierung nicht zu aufdringlich (da gibt es schlimmere Werke). Fazit: ein origineller Exot unter den modernen Action-Thrillern.

Ach, was ist das ein Wochenende – Medien: Soeben hörte ich noch, dass sich wieder Uneinigkeit in der Koalition ankündigt. Das amüsiert mich doch etwas. Es scheint fast, als ob die Jahre unter der großen Koalition ruhiger waren, obwohl Schwarz/Gelb doch eigentlich mehr Gemeinsamkeiten haben müssten. Wahrscheinlich sind sich da nur ein paar Egos im Weg, oder die Lobbyisten sind ungünstig verteilt.
Ungünstig für gute Stimmung sind auch die weiteren Schlagzeilen: Afghanistan, Japan und natürlich EHEC. Letzteres Thema wirft nach wie vor Fragen auf, die hoffentlich demnächst geklärt werden. Am Freitag sah ich jedenfalls noch belegte Brötchen ohne Salat.

Schließlich noch ein Thema: Polizei. Ich frage mich, wie viele deutsche TV-Serien sich mit dieser Berufsgruppe befassen. Das dürfte der Popularität dienlich sein. Dementsprechend groß sollte die Anwärterzahl für Beamte sein. Und angesichts des immensen Konfliktpotentials ergibt sich auch eine Notwendigkeit – allein durch Gefahrentransporte, Demonstrationen und Fußballspiele. Man stelle sich vor, da gäbe es keine Ordnungshüter. Nur mal als Denkanstoß.

Es verbleibt weiterhin ohne S und M im Vornamen
F.

Lights out

August 22, 2010

Geduld ist eine Tugend, von der die Fans der Band Thirteen Senses bestimmt einiges berichten können. Denn obwohl ein Stream des lang ersehnten dritten Albums auf deren Seite zu hören ist, hat besagtes Werk immer noch kein „Release Date“. Da wird man sich halt weiterhin mit den „älteren“ Stücken begnügen müssen – also Titeln wie dem vorliegenden Titel, der ein Bonus Track des ersten Albums ist. Für mich ist es zudem ein Beispiel für Lieder, welche meiner Ansicht nach zu Unrecht „nur“ als Bonus Track veröffentlicht werden.

Wie dem auch sei… es ist wieder eine spannende Woche vergangen, die es in Blogform festzuhalten gilt. Über 170 Artikel habe ich hier nun schon verfasst. Erst kürzlich musste ich an mein „analoges“ Tagebuch denken und daran, dass es seit langer Zeit nicht mehr gefüllt wurde.

Ach ja, die vergangene Woche war aus meiner Sicht ereignisreich. Denn nicht nur die Arbeit hielt mich auf Trab. Auch die Abende boten ordentlich Abwechslung. Da waren ein Kinobesuch, ein Spieleabend, ein Sit-In und eine „Kneipentour“ (ohne Kneipe). Das könnte fast als Zusammenfassung des ganzen Monats stehen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich da noch ein paar weitere Gelegenheiten zum „Socializen“ ergeben werden.

Das Wochenende verlief zum Ausgleich sehr ruhig und zu meiner Freude kann ich berichten, endlich mal wieder ein paar Comics gelesen zu haben. Nachdem in der vergangenen Weoche ein paar frische Paperbacks geliefert wurden, juckte es mir doch in den Fingern, endlich wieder komplette Geschichten am Stück zu lesen. Gestern rang ich mich dann durch, den letzten Neustart bei den Batman-Comics erneut zu begutachten. Im ersten Sammelband der Serie „Batman & Robin“ durfte sich Autor Grant Morrison austoben, indem er einen neuen Status Quo und neue Figuren um ein neubesetztes Dynamisches Duo erdenken durfte. So schön der viele frische Wind auch wirken mag, bin ich beim Nachlesen dieser Epoche etwas wehmütig geworden, weil die Geschichten sehr rasch erzählt wurden und ich mir für das Vorstellen der neuen Umgebungen mehr ruhige Szenen gewünscht hätte.
Heute las ich dann endlich wieder Neues von den „Astonishing X-Men“, die nach dem überaus gelungenen Whedon-Run von einem mir sehr sympathischen Autoren namens Warren Ellis geschrieben werden. Das erste „Trade Paperback“, welches ebenfalls einen neuen Status Quo etabliert, hatte einen überraschend hohen Krimi-Faktor. Die Geschichte wurde mit viel Science Fiction geschmückt und war sehr kurzweilig, wenn auch der Autor schon mal ein besseres Gespür für Dialoge hatte.

Tja, mit fortgeschrittener Lese-Erfahrung steigen die Ansprüche. Dabei bedeutet eine kritische Sicht nicht gleich, dass man sich das Gesamtwerk kaputtmacht.

Themenwechsel: Gestern nahm ich auf meiner Einkaufstour einen kleinen Umweg, um einen anderen Bäcker in der Gegend anzutesten, nachdem ich „Standards“ langsam satt bin. Die Brötchen waren ok, die Lerche hingegen ausgezeichnet.
Ebenfalls gestern testete ich Amarettini mit Milch (also als eine Art Cornflakes-Ersatz). Das Resultat war ernüchternd. Dennoch bin ich erstaunt, wie geschmacksintensiv Amarettini sind.
Heute probierte ich Kefir mit Roter Grütze (also Waldfrüchten), was für mich wie Quark schmeckt und ansonsten nur mittelmäßig lecker ist.

Und schließlich noch eine Fragestellung, die mir neulich nach einer Nachrichtensendung in den Sinn kam: Warum ist das Kreuzen (ohne menschliche Hilfe) von Löwen und Tigern verboten? Und wie geht man mit versehentlich entstandenen „Ligern“ um?

Es verbleibt auf der Suche nach Lichtern der Erkenntnis
F.

Army of me

Juli 18, 2010

Und wieder Flashback-Time in meinem Musikkonsum. Es muss mindestens 12 Jahre her sein, als eine Sängerin namens Björk mit aufregenden Videos die Fantasie beflügelte. So wie auch bei jenem gewählten Titel, den ich fast mehr visuell als audio in Erinnerung habe. Aber die Erinnerung an damals wird ja dieser Tage wieder aufgefrischt.
Und wer ist daran Schuld? Irgendeine Internetbekanntschaft. Um das Ganze noch abzurunden, blieb es nicht nur bei der Musik.

Und damit zum ersten Thema: Filme.
Film + Björk = „Dancer in the Dark“. Und Leute, überlegt es euch gut, bevor ihr den Film einlegt. Das ist alles andere als leichte Kost. So bizarr, dass ich schon vermuten könnte, Aronofski hat dran mitgewirkt (Stichwort „Requiem for a Dream“, ein ebenfalls aufrüttelnder Film).
Ach ja, und ich war im Kino! (ja, das Ausrufezeichen muss sein, weil es endlich wieder einmal geklappt hat) Der Film? „Predators“. Fazit: Wer schon mal einen Film mit den außerirdischen Jägern gesehen hat und an einem weiteren Abenteuer aus der Ecke interessiert ist, kann ihn sich ansehen. Alle anderen verpassen eigentlich nichts.
Und dann noch eine negative Meinung zur Medienwelt: Ich weiß schon, warum ich relativ selten Fernsehen schaue. Jüngst am Wochenende konnte ich Zeuge eines medialen Overkills werden. Stichwort Hype. Es ist ja schön, wenn zum Start von „Toy Story 3“ die ersten Teile ausgestrahlt werden und noch dazu hintereinander. Aber müssen die Charaktere dann noch in den Werbepausen für Jingles und Werbespots verheizt werden? Da verliere ich ja fast das Bedürfnis den (überaus gut bewerteten) neuen Teil sehen zu wollen. Da gibt Minuspunkte für den emotionsangetriebenen Privatsender mit dem (ehemals Farb-)Ball und konnte auch nicht durch Kylie’s aktuellen Ohrwurm in den Jingles gerettet werden.

Lesen… wollte und will ich heute auch noch. Das eine Batman Comic habe ich bereits angefangen und muss nur noch beendet werden. Da habe ich erst kürzlich erfahren müssen, dass das Kreativteam an der Serie im Spätherbst wechseln wird. Da dachte ich gleich „Und gute Nacht“, was zwar zynisch klingen mag, wenn noch nicht mal ein Heft vorliegt, aber erfahrungsgemäß nicht ganz unberechtigt ist.
OK… hier noch ein kurzer Geek-Exkurs: Es gibt einen Zeichner namens David Finch, der ziemlich gute Arbeit abliefert und sich wohl dank einiger Erfolge mittlerweile aussuchen darf, wo er was zeichnet. Wie schön, dass es ihn scheinbar zu Batman getrieben hat. Aber muss deswegen gleich eine neue Serie gestartet werden? Und konnte man dann nicht gleich einen etablierten Autoren dafür finden? So darf der Zeichner nun also auch die Geschichte verfassen und die ersten Worte, die ich bei einem Interview lesen muss, waren irgendwas mit „dunkle Magie“ und „Dämonen“. Ne, is klar. Das ist ja auch das Metier von Batman… nicht.
So eine Vorab-Enttäuschung! Wahrscheinlich kann man besagte neue Serie nur noch als Bilderbuch verstehen, denn die Geschichte verspricht nicht mehr als Mittelmäßigkeit.

Und sonst? Ja, das Wetter hat ja erfreulicherweise mal einen Gang runtergeschraubt übers Wochenende. Und siehe da: ich konnte sogar schlafen. Nur leider sind die Aussichten auf die kommenden Tage wieder eher schweißtreibender Natur.
Ach, und ich habe Mangoeis vom nächstbesten Einkaufsmarkt gekostet. Diese hatte sogar Fruchtstückchen. Prädikat: gut, wenn auch recht süß.
Und wo ich schon bei süß bin: Neulich war Englandwoche in einer größeren Supermarktkette: getestet wurde davon „Caramel Shortcakes“ mit Schokoladenüberzug. Wertung: Einfach nur süß. Zuckerschock geht auch angenehmer. Das Keksteil zerfällt förmlich in der Hand und die Schokolade ist schneller von der Zunge verschwunden, als dass sie noch groß Hallo zu den Geschmacksnerven sagen kann.

Von der Arbeit schreibe ich hier mal nichts. Dazu habe ich ja noch ein extra Blog.

Es verbleibt ohne Armee
F.

Seneca’s silence

Januar 24, 2010

Und wieder ein Wochenende mit WordPress-Eintrag. Der heutige Titel kommt von Get Well Soon, einem Musikprojekt (vielleicht auch eine Band) aus Deutschland, wenn ich mich recht erinnere. Seneca war übrigens ein Römer zu Zeiten Neros, der sich mit verschiedenen Wissenschaften befasste  und Schriften verfasste. (Den Rest kann man sich bei Wikipedia nachlesen.) Nebenbei: so leise ist das Lied nicht.

Auch in der letzten Woche bin ich meiner Rolle als Filmfreund gerecht geworden. Fünf waren es diesmal. Hervorzuheben wäre ein ziemlich unbekannter SciFi-Streifen mit Sam Rockwell. „Moon“ besticht durch viele ruhige Szenen und eine relativ ungewöhnliche Handlung, die man teilweise erahnen möchte und dennoch überrascht. Und dafür, dass hinter dem Film kein großes Studio steht, sind die Effekte der Independent-Produktion ziemlich gut. Gefallen hat mir auch die Musik.

Weiterhin konnte ich erstmals die Einrichtung eines Mac Computers miterleben, was schon ziemlich interessant war. Vom Eindruck her ähnelt das Betriebssystem einer Linux-Distribution wie Ubuntu. Kurzzeitig habe ich überlegt, wie ich wohl mit einem Mac als PC klarkommen würde. Im Laufe der Jahre bin ich nun an diverse Windows- oder Linux-Tools gewöhnt. Und so wäre es schon eine Herausforderung, mit welchen Varianten ich in Mac OS X zu rechnen hätte. Allein, dass Tastenkombinationen wie STRG+C wegfallen würden, ist irgendwie lustig und beunruhigend zugleich.
Übrigens kam ich auch bei Ubuntu in dieser Woche an meine Erfahrungsgrenzen, als ich mal eben einen Screenshot machen wollte. Ich wusste, dass ich das früher mit Gwenview gemacht habe, aber dieses Tool war erstens noch gar nicht installiert und zweitens mit zig Zusatzpaketen aufgrund der nicht-KDE-Umgebung verbunden. Also nichts mit „mal eben“. Als dann noch die aktuelle Version mit einem völlig neuen Interface überraschte, war meine Geduld am Ende.
Dafür ist es mir relativ fix gelungen, zwei Monitore anzusteuern. Die Desktop-Effekte ließen sich zwar nicht aktivieren, sind aber auch nicht so wichtig. Bzw. das kann ich später nochmal in Angriff nehmen.

So… dann noch eine Anekdote aus dem Alltag. Neulich wollte ich mal wieder eine neue Nudelsauce probieren. Habe ja noch nicht alle aus dem Sortiment im lokalen Supermarkt durchgetestet. Als ich dann den Glasinhalt in den Topf schütten wollte, wunderte ich mich, dass ein normaler Esslöffel nicht durch die Öffnung passte. Hallo? Wie unpraktisch ist das denn! Soll man sich mit dem Gefäß die Hand abschütteln oder gehen die Verpackungsexperten nun schon davon aus, dass jeder Latte Macchiato Löffel (wie Teelöffel mit langem Stiel) hat? Na ja, ich habe zwar welche, aber sehe das nicht als Standard an. Und nun die Pointe. Der Geschmackstest war im wahrsten Sinne ernüchternd. Denn diese Sauce aus dem Glas bestand, wie ich dann dem Etikett entnahm, ausschließlich aus Tomaten und Basilikum. Ja, wie gut, dass ich auf Salz im Nudelwasser verzichte. So konnte ich den vollen nichtvorhandenen Geschmack auskosten. Erinnerte mich irgendwie an Babynahrung.
Das nächste Mal sollte ich also vor dem Kauf mehr auf die Zutaten achten. Und ich habe gelernt, dass Passata für pürierte Tomaten steht.

Am Wochenende habe ich dann endlich mal wieder ein paar Comics gelesen.Streets of Gotham #1 cover Leider waren die ersten ein Frustfest, denn ich konnte miterleben, wie einer meiner Lieblings-DC-Charaktere in seiner neuen regulären Serie total entfremdet wurde gegenüber der Originalversion. Eigentlich hätte man der Figur gleich einen anderen Namen und ein anderes Logo verpassen können. Auch die Zeichnungen fand ich nicht gelungen, weil sie mich teilweise an Kinderbücher erinnerten. Nur, dass solch okkulte Darstellungen eher nichts für Kinderbücher sind.
Auch die letzten Batman-Hefte waren keineswegs erbaulich. Obwohl mit dem neuen Status quo eigentlich massig neue Möglichkeiten gegeben sein sollten, weiß der Zeichner Tony Daniel, der nun auch wieder einmal schreiben darf, nicht wirklich was mit den Figuren anzufangen. Es wirkt wie ein Aufguss alter Geschichten und sieht darüber hinaus nicht mal toll aus, obwohl ich einmal froh war, dass Tony Daniel Stammzeichner der Batman-Serie ist.
Wenigstens die Geschichten von Paul Dini in der Serie „Batman – Streets of Gotham“ sind unterhaltsam geschrieben. Eigentlich fände ich es besser, wenn es nicht so viele parallele Batman-Serien gibt. Aber die Interessen der Verlage sind eh eine Geschichte für sich.
Zusätzlich enthält „Streets of Gotham“ noch eine Zweitgeschichte im hinteren Heftteil, bei der es um die Abenteuer von Manhunter geht. Und diese fand ich von allen sogar am besten. Die Figur könnte gut ein Gegenstück von Jessica Jones (aus der grandioses Marvel-Serie „Alias“, nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen TV-Serie) sein.

Apropos Gegenstück: Wie ich heute herausgefunden habe, gab es in den 1990er Jahren von Marvel sogar eine Art hauseigenes Gegenstück zu Spawn (der Schöpfung des ehemaligen Spider-Man-Zeichners Todd McFarlane) mit dem Namen Nightwatch. Die Ähnlichkeiten sind fast gar nicht zu übersehen. Erstaunlich, dass diese Figur nach der sehr kurzlebigen eigenen Serie scheinbar in Vergessenheit geraten ist (wo doch sonst auch jeder Schmu wieder aufgewärmt wird).

Eigentlich wollte ich noch über „Privatsphäre 2.0“ schreiben, aber das wird vertagt.

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F.