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Na Hauptsache smart

September 14, 2014

smatch

Da war es am Dienstagabend mal wieder so weit und eine große Firma schaffte es erneut, einen Teil der digitalen Community über alle Zeitzonen hinweg gebannt zu halten. (Am besten übrigens mit dem haus-eigenen Browser.) Der Ablauf ist Erfahrenen bereits bekannt: Zunächst das übliche Gebabbel über die besten Absichten und eigene Erfolge, bis dann wieder ein neues „bestes“ Mobiltelefon vorgestellt wird.
Zyniker können ihren Counter wieder auf 365 Tage stellen – denn so in etwa dann wird dieser neue heiße Scheiß überholt sein.

Der Markt hat gesprochen – und mehr Display lautet die Parole. Demnächst kann man also in ausgewählten Geschäften in der Sparte Telefon zwischen 3 Größen/Auflösungen wählen. Die restlichen Upgrades/Unterschiede sind für Alltags-Anwender eigentlich ziemlich unbedeutend geworden. Es sei denn, aus der Handy-Kamera soll etwas mehr herausgeholt werden. (Man finde den logischen Fehler im letzten Satz.)

Egal… mir geht es eher um Folgendes:

Die Zeit der sogenannten „Wearables“ hat einen neuen Einsteiger gefunden, welcher den Konkurrenzkampf höchstwahrscheinlich beleben wird. Und die Marketing-Fans können sich schon jetzt auf all die Momente freuen, in denen der Masse verklickert werden soll, dass ein Leben mit Smartwatch besser ist.
Ja, die „umständliche“ Handbewegung Richtung Smartphone mag damit in der Häufigkeit abnehmen. Und nach einer intelligenten Brille kommt es doch auf einen weiteren „Screen“ (plus Akku) am Körper auch nicht mehr an, oder? Dafür endlich hautnahe Impulse, wenn es um Termine, Wegstrecken oder Messaging geht. Aber soll es das mit den überzeugenden Argumenten dafür gewesen sein? Okay, das, was früher als Special-Effect in Filme eingebaut wurde, kann der verspielte Technikfreund nun in echt haben. Bloß wer wird denn wirklich später mal Fotos auf seinem Handgelenk betrachten wollen?

Mühe hat man sich offensichtlich gegeben – sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Präsentation. Und Erwartungen sollten erfüllt werden. Wer weiß, wie priviligiert sich manch Besucher im Publikum gefühlt haben muss. Ich denke, selbst als Außenseiter könnte sich die Spannung auf einen übertragen. Und ich persönlich wäre wohl spätestens beim Kurzbesuch von U2 aus dem Häuschen. Aber nicht alles, was applaudiert wurde, kam mir im Kontext „Jahr 1 nach Snowden“ so begeisternd vor.

So konnte ich jedenfalls keine Euphorie verspüren, als das Feature des geteilten Herzschlags vorgestellt wurde. Reichen also personenbezogene Daten wie Mails, Fotos und Stimme nicht aus? Nun können die großen Datenzentren in entlegenen Teilen der Erde auch noch einen Aktenreiter mit „Vitalfunktionen“ über die Nutzenden bestimmter Geräte anlegen.

Und auch die primäre Zielgruppe würde ich gegenwärtig als wenig umweltbewusst einstufen. Den Weltverbesserungsaspekt dieser Vorstellung sehe ich somit eher eingegrenzt – gerade in Bezug auf den Werbefilm. Oder zynisch: Wie wird denn die Welt verbessert, wenn ein paar gutverdienende Sportmuffel nun besser an ihre Gesundheit erinnert werden? Vielleicht fehlt mir da der Weitblick. (Übrigens hat die Westantarktis derweil den Kipppunkt überschritten.)

Es verbleibt skeptisch
F.

Logbuch : FOMO?

September 9, 2014

Auf auf in die Aufarbeitung…

28.08.14 : Endlich hatte die Wartezeit ein Ende. Vier Wochen nach US-Start, lief „Guardians Of The Galaxy“ in den hiesigen Kinos an. Um so schöner, diesen Anlass mit Freunden für einen Kinobesuch nutzen zu können. Zuvor konnte ich sogar noch Fast-Food-Gutscheine einlösen – kurz vorm Ablauf am Monatsende.
Ja, und der Film? Der ist sehr gut. Sehr unterhaltsam auf vielen Ebenen und irgendwie ein Marvel-Film, der sehr sehr einsteiger-freundlich ist. Schöne Effekte, viel Humor, eine seichte Geschichte um Freundschaft, inklusive Mixtape-Unterton – und dann noch SciFi. Für mich „win win“. (9/10)

29.08.14 : Mit nur einem halben Arbeitstag startete ich früh in den Freitag, weil ich schon am Nachmittag wieder eine Sendung Beatbetrieb fahren durfte. Im Unterschied zum Morgenprogramm kann ich in diesem Format viel über Musik reden – und ordentlich Vielfalt spielen – so unter anderem neue Lieder von Eminem oder Zoot Woman. Danach bot ich meine Hilfe der Planung der Abendgestaltung an. Grund waren wieder ein paar Abschiede. Und es wurde gegrillt und gescherzt. Der Abend wurde zur Nacht und mit ihr kam die Dunkelheit.

30.08.14 : In einer Hitliste der verrücktesten Arten, in 2014 ein Wochenende zu beginnen, sollte bei mir dieser Tag locker unter die Top 3 kommen. Selten war ich so froh, keine Termine zu haben. Und so nutzte ich die Zeit für Ruhe und Stärkung, damit ich Z. an ihrem vorerst letzten Abend in Rostock begleiten konnte. Wir starteten am Dobi, gingen zum Hafen, auf den Kanonsberg, wollten dann eigentlich in den Stadtpalast und endeten stattdessen im Zwischenbau. Motto des Abends: Deep House. Nicht mein liebstes Genre, aber ich kann damit leben. Wir trafen auf eine Gruppe um T., den ich lange nicht mehr gesehen hatte – und welcher doch tatsächlich mit zwei Namensvettern dabei hatte.
Ich glaube, es dürfte nicht verwundern, wenn ich nun vermerke, dass bei der Rückkehr (und Verabschiedung) bereits wieder Tageslicht herrschte. Und das bringt mich auch gleich zum…

31.08.14 : Sonntag. Und wieder ein Tag mit wenig verbindlichen Zusagen. (Ein Ausschlafen jenseits der Mittagszeit war schon eine Weile nicht mehr möglich, weil ich da einen Radio-Termin hatte.) Erst am Nachmittag versammelte sich wieder die Technikgruppe, um finale Dinge in Vorbereitung der Einarbeitungstage für neue Mitmachende bei LOHRO zu besprechen. (Und selbst, wenn das alles inhaltlich optimierungswürdig erscheinen sollte, bleibt immer noch der Fakt, dass wir via Wiki-Seite web-basierte Folien plotten können. Eine wunderbare Verzahnung von Technik.)

01.09.14 : Neuer Monat, neue Gesichter. Selten war eine Montagsrunde bei LOHRO so gut besucht. Eine Vorstellungsrunde später setzte allerdings der Alltag wieder ein. Wobei ich doch tatsächlich wieder den Versuch startete, diesen Monat noch anderweitig aufzubereiten. (Insider wissen mehr.)

02.09.14 : Da war es nun also – das Ereignis, an dem wir aus der Technikgruppe auf junge Menschen losgelassen wurden, um diese in einem (ersten) Workshop mit wesentlichen Dingen im neuen LOHRO-Betrieb bekannt zu machen. Dass ich nicht die ganze Veranstaltung über anwesend sein konnte, fand ich zwar suboptimal, aber letztendlich auch okay, weil mir so manch fehlende Vorbereitung unschön auffiel.
Im Tagesverlauf erreichten mich Nachrichten, dass ein weiterer Kinoabend zu „GotG“ mit A. und U. durchaus stattfinden sollte. Nur war der Kontext der Kartenreservierung für mich etwas zeitkritisch, da ich davor noch sportliche Aktivitäten auf dem Plan hatte. Mit anderen Worten: ein wenig hetzen musste ich schon. Dafür war auch das zweite Seh-Erlebnis sher unterhaltend.

03.09.14 : Am Mittwoch überschlugen sich die Termine ein wenig. Nach dem Alltag sollte es um Vereins-Software gehen, während nebenbei schon die Musikredaktion ihr Treffen abhielt. Und dann war da noch die außerplanmäßige Abendgestaltung von der Arbeit aus. Somit schaute ich öfter auf die Uhr und war dann auch wieder schneller unterwegs, als ich dachte. Im Freigarten wurden wir dann von T.’s Burger-Künsten erheitert. Und sogar „Doctor Who“ wurde thematisiert.
Leider wurde ersichtlich, dass ich meinen Besuch im Hackspace nicht mehr schaffen würde, was gerade im Kontext der Vorbereitung für eine Sondersendung etwas ungünstig war.

04.09.14 : Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Und so war ich am Donnerstag den ganzen Abend in den LOHRO-Räumlichkeiten. Zunächst für ein Aircheck-Treffen mit K., welches länger dauerte als erwartet. Und anschließend für den ersten großen runden Tisch zur Vorbereitung der Sondersendung. Stichwort Etherpads galore!
Ein frühes Schlafengehen blieb damit jedoch aus. Und auch ein Treffen mit Freunden im Pleitegeier vergass ich bei all dem Trubel. Ach, und ich wollte eigentlich noch zum Couchsurfing-Treffen im Peter-Weiss-Haus, was angesichts der Beschäftigungslage jedoch schon gar nicht drin war.

05.09.14 : Und mit wenig Zeit zum Schlafen nervt ein Weckerklingeln vor 5 Uhr gleich vielfach mehr. Ja, es war wieder Zeit für eine „Frühschicht“, die ich im Kontext des Airchecks anders angehen wollte. Musikalisch durfte ich da den Geburtstag von Freddie Mercury nicht auslassen, wo dieser doch schon in meinem Kalender vermerkt ist. (Feiertage mal anders sozusagen.) J. bat mich um die Einschätzung geläufiger Slang-Begrifflichkeiten der heutigen Jugend. Unter anderem FOMO, worunter ich mir nichts vorstellen konnte. Eigentlich schade – dabei sehe ich mich doch als ein Opfer der „Fear Of Missing Out“. Ergo kommt die Abkürzung nun in meinen Aktiv-Wortschatz.
Am Nachmittag wurde ich wieder etwas müde, ließ es mir jedoch nicht nehmen, G. zu einen abendlichen Besuch im Freigarten zuzusagen. (FOMO halt.) Wir redeten über Hausarbeit, Schulzeit und… Comics, was mich auch gleich veranlasste noch am späten Abend selbige zu lesen. (Thor & Loki)

06.09.14 : Ausgeschlafen und einigermaßen munter fing ich mein Wochenende entspannt mit einem Einkauf an. Die Bäckerbrötchen hätten kaum frischer sein können. Zur Erheiterung gönnte ich mir Folgen der „Late Late Show“, deren Spätsommerpause endlich vorbei ist. Am Nachmittag ging ich… wieder zum Radio, um mit der Vorbereitung zur Sondersendung weiter zu machen.  Gegen 18 Uhr wollte ich das Wetter dann noch nutzen und ging an den Stadthafen Richtung „Ponyhof“-Veranstaltungsort. Im Anschluss daran besorgte ich mir Abendessen, ging ein weiteres Mal einer neuen Trainingseinheit nach und war dann eigentlich auf gutem Wege ins Schlummerland. Dies sollte sich dann aber verzögern, weil B. gerade in der Stadt war und sich mit B. im Pleitegeier aufhielt. (FOMO.) Lange nicht gesehen, hatten wir uns Einiges zu erzählen. Dann traf ich zufällig auf S., D. und T. – und dann noch auf J. (plus Mitbewohnerin). Und später sogar noch auf V.. Ein Besuch im Studentenkeller war in Erwägung, was ich dann allerdings nicht mehr haben musste. (Doch keine FOMO?)

07.09.14 : An dieser Stelle kann ich mich zu meiner Entscheidung beglückwünschen, da ich den Sonntag nicht unbedingt zu spät hätte beginnen wollen. Grund: das Technik-Treffen, welches ausschließlich der Vorbereitung der Sondersendung gewidmet werden sollte. Und das wurde es auch. Und dies leider sehr lange. Als ich nach Mitternacht auf dem Heimweg war, erfasste mir eine gewisse Gleichgültigkeit – in Kombination mit der Frage „warum eigentlich?“.

08.09.14 : Tag der Sondersendung. Eine Stunde vor der Montagsrunde war ich weiter mit Vorbereitungen beschäftigt. Auf Arbeit ergab sich spontan eine Grillrunde. Am Nachmittag wurde ich zu einem „Abgrillen am Stadthafen“ eingeladen, welches ich natürlich absagen musste. Gegen 17 Uhr war an mindestens 3 Arbeitsplätzen ordentlich Gewusel. Wie ich dabei noch die Gelassenheit fand, im Vorfeld als Studiogast im Homerun (mit I.) aufzutauchen, ist mir irgendwie ein Rätsel. Die Sondersendung fuhr dann auch – mit zum Teil Last-Minute-Einpflegen von Inhalten und Musik. Und hätten wir die Möglichkeit des Überziehens gehabt (nur 6 Minuten), wäre es sogar ein schönerer Erfolg geworden.
Na ja, danach ließ dann jedenfalls die Anspannung nach. Ich ging erstmals zum Opennet-Treffen, bloggte dort nebenbei für mein Musik-Journal und ging dann vorzeitig nach Hause.

09.09.14 : Heute bin ich zeitig aufgestanden, weil ich noch einen Amtsgang vor Arbeitsbeginn abhaken wollte. Dies gelang mir, ebenso wie die Vorbereitung für einen Vortrag zu Twitter, welchen ich am Nachmittag (gewissermaßen im Vorbeiflug) hielt. Abends dann wieder Sport, lecker Abendessen nebst Infotainment („Last Week with John Oliver“), leichte Ablenkung durch das Apple-Event und das Vorhaben, hier die Aufbereitung abzuschließem.

Es verbleibt Dinge (und manchmal auch sich selbst) erledigend
F.

Shadow of a doubt

Oktober 16, 2011

Neulich hatte ich mal wieder einen Jieper auf ältere Roxette-Lieder. Und dabei kam mir der Titel in den Sinn, der wahrscheinlich eindeutig den 80er Jahren zugeordnet werden kann. Nichtsdestotrotz sehe ich gerade bei der Musikgruppe weniger eine Zeitgebundenheit – man denke nur an „Listen to your heart“. Nostalgie und doch nicht eingestaubt.

Ans Einstauben war auch bei mir in den vergangenen Tagen zu denken. Die Woche bot wieder sehr viel Abwechslung. In Kürze:
Montag der (schon fast) obligatorische Quiz-Abend, Dienstag ein heiterer Loriot-Filmabend, Mittwoch ein ausgiebiger Club-Besuch, Donnerstag dann der notwendige Schlaf-Ausgleich, Freitag ein geselliger Café-Besuch mit anschließendem „Absacker“, Samstag noch mehr Schlaf-Ausgleich und die ultimative Club-Tour und heute Ruhe mit etwas kreativem Bastel-Anteil.
Das ließ mich dann heute auch gleich daran denken, dass ich (für meine Verhältnisse) lange nicht mehr im Kino war. Es läuft zur Zeit auch nicht wirklich etwas, was mich interessiert. Aber für November sehen die Ankündigungen schon besser aus. Auf meinem Plan sind: „Die Abenteuer von Tim und Struppi“, „Zwei an einem Tag“ und „Anonymous“.

Gesehen habe ich dafür in den letzten Tagen jeweils eine Folge von „Moonlight“ und „Life on Mars“:
„Moonlight“ ist eine gescheiterte TV-Serie von 2007 über einen Privatdetektiv, der – Achtung! – ein Vampir und irgendwie wohl verliebt ist. (Wann startete nochmal der Twilight-Hype?) Na ja, die eine Folge, die ich gesehen habe, ließ mich nicht gerade nach mehr verlangen. Das lag einerseits am gestreckten Plot (den man ggf. auch in 30 Minuten hätte abarbeiten können), andererseits doch eher an den (im ersten Moment total) uninteressanten Charakteren, die zweidimensionaler und klischeebeladener wirkten als so manche Comic-Figur. Ach ja, und die Action-/Effekte-Anteile reißen da auch nichts mehr. (OK, ein paar wenige Kamerafahrten waren nett.)
Bei „Life on Mars“ bin ich lieber noch vorsichtiger hinsichtlich einer Beschreibung: sagen wir einfach, dass es mit Kriminalpolizei, Manchester und den 70er Jahren zu tun hat. Die Pilotfolge hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber doch neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht. Dazu noch der herrliche „Oldie“-Soundtrack und so manche Verschwörungsansätze – da sehe auch gern über das veraltete Rollenbild vergangener Tage hinweg.

Probiert und so schnell wohl nicht wieder in der Einkaufstüte: Mandel-Kamm (oder so) eines lokalen Bäckerei-Betriebes. Die Idee mit dem Schoko-Guss ist zwar nett, täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass das Gebäck mächtig dröge ist. Und wenn da irgendwas in Richtiung Marzipan oder Persipan zu den Zutaten gehört haben mag, war das viel zu wenig, als dass es auf der Zunge noch ankommen könnte. So, das Bissel an Frustabbau musste sein.

Ach, stimmt nicht. Da war noch etwas: iOS 5. Die aktuelle Version des Apple-Betriebssystems für die hauseigenen Mobilgeräte (ohne Tastatur.. also Pods, Pads und Phones) ist erschienen, wurde meinerseits auch gleich mal installiert und hat mir den halben Tag (Donnerstag) vermiest, weil ich schon befürchtete, alle Fotos und Zugangsdaten verloren zu haben. Hat sich dann doch noch irgendwie alles einrichten lassen. Die Musik war aber dennoch weg. Ebenso wie mein WLAN zu Hause, was ebenfalls Frust verursachte aber dann wieder behoben werden konnte. Und schließlich hat es noch fast 24 Stunden gedauert, bis mein Lion-System es zu einem kompletten Backup gebracht hatte.
Kurz: Ich bin wieder zu dem Standpunkt gekommen, dass jedes System (Windows, Linux oder OS X) für Nutzer-Ärger sorgen kann.

Zum Abschluss noch kurz etwas aus der Politik: Frauenquote. So gesehen ist diese erstmal nur ein Wert. Wenn aber seitens der Geschäftsleitung ein Ziel daraus gemacht wird, kann das schon unangenehmer werden. Stellt man dann unter Umständen lieber jemanden ein, der schlechter qualifiziert ist, aber die Quote zu erfüllen hilft? Kann das ausgeschlossen werden? Und wie sieht es mit den Fachbereichen aus, die schon in der Ausbildung eine schlechte Quote haben? Sollte man nicht eher da anfangen, bevor sich Betriebe verbiegen müssen? Ansichtssache.

Es verbleibt gelegentlich im Schatten des Zweifels
F.

Speak to me

August 28, 2011

Der heutige Titel ist die „aktuelle“ Single-Auskopplung von Roxette. Eine gute Wahl, wie ich finde, da es eins der besseren Lieder vom letzten Album ist. Aber damit nicht genug – der Song wurde neu abgemischt und klingt nun noch etwas elektronischer. Ist aber immer noch schöner Pop – nicht zuletzt dank Maries Stimme.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich eigentlich wieder ein paar Themen hätte, die ich abhandeln wollte. Aber nun wird es wohl doch eine spontane Zusammenstellung.

Einen Gruß möchte ich an die Firma Gelato richten, die aus meiner Sicht sehr leckeres Bananensplit-Eis im Angebot hat. Es ist cremig und hat ordentlich Schokoladen-Sauce.

Wer gern SciFi-Komödien schaut, sollte sich „Paul“ nicht entgehen lassen. Wie ich am Wochenende feststellen durfte, kann man den Film problemlos mehrfach sehen.

Leider gelang es mir immer noch nicht, ein paar Comics zu lesen. Bzw. ich sollte mir da vielleicht zunächst einen Dringlichkeitsplan machen.

Ich mag keine Wahlwerbung mehr sehen. Es wirkt, als würde man mit Unaufrichtigkeit und dummen Sprüchen bombardiert werden. Selbst bei „sympathischen“ Parteien verkommen die Sprüche und Bilder angesichts Überheblichkeit zu platten Parolen. OK, mit Bescheidenheit wird das vielleicht nichts mit der Beachtung bei all der Konkurrenz. Und irgendwie soll der Bürger ja auch auf die Schilder aufmerksam werden. Aber letztendlich dürfte vielerseits doch auch vielleicht eine Art Übersättigung einsetzen. Na ja, wie gut, dass da noch die Kundgebungen sind, bei denen man die Fotos in Echtzeit erleben kann.

In Echtzeit werden in dieser Nacht bestimmt auch irgendwo die MTV Video Music Awards 2011 übertragen – nur mit Sicherheit nicht im deutschen Free-TV (bzw. hab nicht nachgeforscht). Ist mir aber dieses Mal auch irgendwie egal, denn zum Teil kenne ich die Nominierten nicht und zum anderen Teil werde ich wohl langsam zu alt für den üblichen Hype um Stars und PR (vom Gekreische des Publikums ganz zu schweigen).

Ach, und dann vielleicht wieder etwas Ernsteres: Abgrenzung. Damit meine ich im übertragenen Sinne sowohl Elitarismus (also die sich überlegen fühlende Oberschicht) als auch gewissermaßen Schubladendenken.
Ich habe mich neulich (als Nachwirkung eines aufschlussreichen Gesprächs) gefragt, wie sehr wohl die Geschichte der Menschheit damit verbunden ist. Nun bin ich kein Hobby-Historiker, aber ein wenig Denkerei geht auch so. Jedenfalls vermute ich, dass es da viele Anknüpfpunkte gibt. Sei es nun die Gemeinde von Urmenschen mit Anführer, die frühen Formen der Demokratie mit Volksvertretern oder der Adel. Da ist es nicht weit bis zu den Bildungsschichten, die heute immer noch Stoff zum Debattieren bieten – immer noch, weil es doch mit all dem technischen Fortschritt vielleicht leichter sein könnte, sich Wissen zu ereignen. Nun reicht da jedoch die Möglichkeit allein nicht aus – wer nicht lernen möchte, wird dadurch wohl nicht in seiner Haltung beeinflusst.
Worauf ich aber hinaus will, ist folgender Zusammenhang: funktioniert die Gesellschaft überhaupt noch mit steigendem Bildungsniveau? Bzw. wenn jeder Abitur machen könnte, wie könnte man dann noch eine Abstufung für die Arbeitgeber finden? Gäbe es dann vielleicht das Abi Home und Abi Professional? Wer würde dann die „niederen“ Arbeiten noch übernehmen, wenn jeder Akademiker wäre?
Und noch ein Schritt weiter: wer würde noch Geld in „zweifelhafte“ Produkte/Dienstleistungen investieren, wenn jeder es besser wüsste? Oder richtig radikal formuliert: braucht die Wirtschaft die Dummen? Es wäre doch auch viel schwierigern einen Mangel zu suggerieren, wenn jeder vieles hätte bzw. das durchschauen könnte, oder?

An dieser Stelle passt irgendwie der Themenwechsel auf Apple und den „Rücktritt“ von Steve Jobs, der nur noch im Hintergrund ein paar Fäden zieht. Mit der Meldung gab es ein paar Börsen-Schwankungen, Meinungen über die Leistungen des Visionärs und… natürlich auch Kritik am Unternehmen. Den Schritt mit der Klage gegen Samsung, was zum Verkaufsstopp deren 10.1-Tablets führte, fand ich schon krass. Und auch die eigenwillige Zensur-Abteilung für den App-Store ist schon eine Ohrfeige für Freigeister. Ja, da ist nicht alles so glänzend wie das Display eines iPads. Als Kunde sollte man sich vielleicht besser belesen (und ist das nicht immer so?).
Dann aber die Argumentation zu lesen, dass Apple sich selbst ruiniert, weil es zunehmend zum Mainstream wird, ist schon interessant. Weil also bald jeder Vierte ein iDings hat, verliert es an Exklusivität. Und das verringert den „Angeber-Faktor“, was wiederum schädlich fürs Geschäft ist (scheinbar total egal, ob das Produkt gut ist oder nicht). Da haben wir es wieder: Abgrenzung.
Na ja, wie heißt es so schön: haters gonna hate. Das ist ja bei Windows nicht anders. Nur Linux kann man schwer hassen, weil es ja keine Firma hinter sich hat bzw. viel Werbung macht.

Und was lernen wir daraus? Bald sind Wahlen (jedenfalls hier).

Es verbleibt gelegentlich gern für ein Gespräch zu haben
F.

Hengilás

Mai 1, 2011

Diesen Titel habe ich vorhin in der Zufallsschleife gehabt und war gleichermaßen überrascht wie erfreut über die ruhige Untermalung, die aus einem epischen Film stammen könnte. Das Lied wird vom Künstler namens Jónsi vertont und heißt übersetzt so viel wie „Vorhängeschloss“.

Und damit startet dieses Blog in den Mai. Eigentlich wollte ich hier schon früher wieder in die Tasten hauen, aber Termine und Beschäftigung hielten mich davon ab. Überhaupt hatte sich zum Sonntag so viel angestaut, dass dieser erst mal für viel Ruhe und Gelassenheit reserviert werden musste.

Sportkurs, Kneipenquiz, Kinobesuch, populärwissenschaftliche Veranstaltungen, Sushi-Dinner, Filmabend, Geburtstagsfeier und ein Poetry Slam – das stand alles auf dem Plan und lässt diese Woche doch recht abwechslungsreich aussehen. Zuweilen sah ich mein Zuhause nur, wenn es dunkel und an der Zeit zu schlafen war.

Auswertung zur „Thor“-Verfilmung:
Insgesamt ist der Film sehr gut für eine Comic-Verfilmung. Jedoch würde ich Iron Man (1) höher bewerten, was aber auch daran liegt, dass ich die Figur besser finde. Ich glaube, was die Wirkung des Films etwas mindert, ist, dass man durch die Trailer schon auf den Verlauf der Handlung vorbereitet wird. Da bleiben neben gewaltigen CGI-Sets und Kämpfen nicht mehr viele Überraschungen für den informierten Cineasten. Dennoch ist es eine Leistung, die Marvel-Filmwelt mit „Herr der Ringe“-Elementen zu verbinden.

Zur „Langen Nacht der Wissenschaften“:
Ich hatte das Glück, ein paar sehr gute Vorträge und Darbietungen miterleben zu dürfen. Da fühlt man sich gleich viel besser, wenn man sieht, dass Leute mit Leidenschaft über ihre Interessen reden können. Nur die Shuttle-Bus-Intervalle waren viel zu groß. Ansonsten war es ziemlich kalt und ich nicht wirklich darauf vorbereitet – aber meine Teilnahme war auch spontan.

Sushi:
Lange nicht gegessen, aber doch immer mehr Freude daran gefunden. Auch die Suppe (Name vergessen) war nicht schlecht. Und obendrein wurde ich satt. Was will ich mehr?

Zum Kulturellen:
Verkommt der „Poetry Slam“ zum Comedy-Abend? In der letzten Kulturwoche hätte ich da vielleicht noch ja geantwortet, aber heute kamen auch richtig poetische Beiträge zu Wort. Alles in allem war es wieder lohnenswert und inspirierend. Und wieder denke ich, dass ich mal wieder kreativ schreiben sollte (also von Blogs abgesehen).

Tja, wenn das nicht so ein Problem mit der Zeit wäre. Ich habe nämlich auch noch ein paar Vektor-Grafiken in der Mache, die vollendet werden wollen. Und dann wäre da auch noch ein Musikstück, welches ich angefangen habe. Und für ein anderes Projekt wird sogar die Zeit knapp.
Manchmal wundere ich mich, ob ich solche Ideen überhaupt noch angehen sollte, wenn ich schon ein paar andere Vorhabe in der Warteschleife habe. Das beschäftigt mich vielleicht 2 Sekunden und schon ist das nächste „Ticket“ erstellt worden und im Pool der anderen Vorhaben.
Ich kann nicht mal sagen, dass es an wenig Freizeit liegt – bzw. würde das nicht als Grund gelten lassen. Viel mehr ist wohl meine Wertschätzung für Auszeiten – also von allem. Da profitiert dann neben meiner Ausgeglichenheit scheinbar nur noch der „Scrobble-Zähler“ von Last.fm.

Noch einen Ausblick? Hm, nein, irgendeine Deadline sitzt mir bestimmt schon im Nacken. 😉
Stattdessen noch ein Einschub: South Park startete in die neueste Staffel (15?) und das gleich wieder mit einem aktuellen Thema – Apple. Der vielseits bekannte Hersteller von Software und Hardware hat schon länger einen dubiosen Ruf, wenn es um den Umgang mit Kundendaten und Nutzerbestimmungen geht. Eben dies wurde in der jüngsten Folge auf die Spitze getrieben und mit einem Trash-Film kombiniert („Human Centipede“). Das Ergebnis ist viel schwarzer Humor, wie man es von South Park gewöhnt ist. Und wie schon in der letzten Staffel sind die Macher am Puls der Zeit, was mir sehr gefällt.

Es verbleibt verschlossen
F.

All the lovers

Juni 6, 2010

In dieser Woche darf Australiens Popsternchen Kylie Minogue den Ton angeben, denn ihr neuer Ohrwurm besticht durch Eingängigkeit in Midtempo. Ein herzlicher Dank geht von mir an Stuart Price, der sich mal wieder als Hitgarant beweisen darf. Auf einen krachenden Chart-Erfolg würde ich zwar nicht hoffen, aber das Interesse fürs neue Album ist geweckt (besser als damals beim letzten Album).

Die letzte Woche war ziemlich anstrengend. Das lag einerseits daran, dass mein Schlafpensum etwas daneben war, und andererseits an dem Umstand der Eingewöhnung in MAC OS X, welches mir noch fremd ist. Zwar habe ich gehört, dass dieses Betriebssystem dem Nutzer viel Arbeit erspart, aber als Windows- und Linux-Nutzer ist man einen bestimmten Grad an Selbstbestimmung gewöhnt.
Bestes Beispiel über den relativ schwierigen Einstieg ist: iTunes, der Standard-Media-Player von Apple. Dieser legt zum Beispiel standardmäßig gern die Bibliothek in einem eigenen Ordner ab – und das nicht als Verknüpfung, sondern als Kopie. Das finde ich schon mal ganz schön frech.

Ansonsten gibt es natürlich wieder mehrere Instanzen des lustigen Zeitvertreibs „Alternativ-Programm-Suche“. Schon interessant, wie verwöhnt man von mancher Freeware ist, die es nur für ein Betriebssystem gibt und sich nicht so schnell portieren lässt. Ich beziehe mich da auf so verlässliche Konsorten wie IrfanView, KMPlayer und foobar2000.
Da ist man doch froh, wenn der Systemwechsel relativ fließend verläuft.

Themenwechsel. Politisch ging es in den letzten Tagen drunter und drüber, was nicht zuletzt Medienmeldungen am laufenden Band produzierte. Irgendeine Lena ist nun Präsident geworden oder so. Kleiner Scherz. Erfolg und Misserfolg liegen doch manchmal dicht beieinander.
Und wo ich schon bei Erfolg bin: Ich hatte zum Wochenende noch ein wenig mit der Post gepokert, indem eine Last-Minute-Bestellung aufgegeben wurde. Und siehe da, fast alles kam rechtzeitig an. Der Rest kann problemlos ein paar Tage später eintreffen.

Ansonsten verlief das Wochenende (samt Sonnenschein) unspektakulär. Es gab Torte vom Konditor (Sorte: Himbeer-Joghurt), die zwar lecker war, aber nicht unbedingt so viel besser als TK-Alternativen schmeckte. Vielleicht sind meine Geschmackssinne da nicht sonderlich geschult.

Es verbleibt mit einem Gruß an all die Liebhaber melodiöser Popmusik
F.