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Logbuch : Jahresende 2012

Dezember 30, 2012

Ist tatsächlich eine ganze Woche wieder vergangen? Unfassbar. Und nur ein paar Stunden bis 2013. (Mal sehen, wann ich mich schreib-technisch an diese Jahreszahl gewöhnt habe.)
Ja, was passierte also in meiner letzten 2012er Woche?

xmas-tree_2012Natürlich Weihnachten. Und dieses Mal war es auch besonders. Grund dafür war eine erstklassige… Erkältung. Schön zur Urlaubszeit, damit ich auch was davon habe. Dabei ging es mir am Montag noch gut. Auch das gefühlt ewige Anstehen in der Kaufhalle (wegen ein paar letzter Nichtigkeiten) machte mir (dank iPod) nicht viel aus. Und abends fein Geschenke und lecker Essen – Kartoffelsalat mit Würstchen.

Die Weihnachtsfeiertage verliefen dann sehr bescheiden. Die Nächte, die ich in der Zeit hatte, würde ich nicht mal meinen Feinden wünschen. (Kaum Schlaf.) Drum bin ich nach dem Frühstück auch gleich wieder ins Bett gegangen, weil ich so müde war. Und auch danach hatte ich zu nichts wirklich Lust.

Am Donnerstag dann leichte Besserung, die ich gleich für einen Abstecher nach Rostock nutzte. Dort erreichte mich endlich das letzte Geschenk in Form einer „Neuzustellung“. Am Nachmittag sah ich „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ in 2D und war beeindruckt. Es ist zwar schon eine Weile her, seit ich das Buch gelesen hatte, aber dennoch bekam ich den Eindruck, dass sich Ang Lee sehr an die Vorlage hielt. Und damit nicht genug. Optisch ist dieses Werk ein Festmahl. Die Farben, die Bilder, der Szenenfluss – wunderbar. Ich bin mir sicher, dass ich da noch einen Besuch für die 3D-Version einplanen werde. So verblüffend fand ich die visuelle Umsetzung. (Und ja, die Handlung kam exakt so rüber, wie ich das noch vom Buch in Erinnerung habe.)
Zum späteren Abend nahm ich dann noch die Gelegenheit wahr, mit M. und Freunden das LT aufzusuchen. Grund war ein weiteres „Seifenblasenmanifest“ – mein Erstes. Und ja, das hat Spaß gemacht. Gerne wieder.

Am Freitag fuhr ich dann wieder in die Heimat, um noch ein paar Reste zu vertilgen und Entspannung zu finden. Ich schaffte es dann am Wochenende auch, erstmals die Extended Version der „Herr der Ringe“-Trilogie abzuschließen. Wirklich eine sehr gelungene Saga.
Und weiterhin las ich die verbleibenden Ausgaben der 2006er-DC-Comic-Serie „Blue Beetle“ (laut Wikipedia das Volume 8) und bin zumindest von der Optik sehr zufrieden. Die Geschichten waren teilweise nur mittelmäßig.
Damit nicht genug Lesestoff: „Astonishing X-Men: Xenogenesis“ habe ich heute gelesen – ist auch eine sehr kurze Geschichte. Im Vergleich zu den Bänden 5 und 6 wieder eine Steigerung, aber noch weit entfernt von der ehemaligen Whedon-Qualität. Nichtsdestotrotz werde ich die Serie bei Gelegenheit weiterverfolgen.
Aktuell habe ich nun mit „Rising Stars“ angefangen – einer nun schon über 10 Jahre alten Maxi-Serie von J. Michael Straczynski (dem Schöpfer von „Babylon 5“). Der Anfang macht bereits Laune.

Schließlich noch eine Empfehlung für ruhige Momente: in dieser Woche fand der Chaos Communication Congress (29C3) statt, von dem viele Beiträge bereits als Video bei YouTube zu finden sind. Dabei werden unter anderem sehr brisante politische Themen behandelt, von denen man unbedingt einmal was gehört haben sollte. (Stichwort Verfassungsschutz)

Es verbleibt immer noch am Genesen
F.

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Ansichtssache: Dredd

November 21, 2012

Ich gebe zu, ich war kurz davor, diesen Kinobesuch auszulassen. Irgendwie erschien mir der Eindruck (durch Trailer und Kritiken) ein wenig zu durchwachsen. Aber Owley’s Ausführungen ließen mich dann doch wieder neugierig werden.

Zur Handlung braucht man nicht viel sagen/schreiben. Da wurde im Trailer schon ausreichend verraten. Aber dies ist ein Film, den man eigentlich nicht wegen der Geschichte schaut, sondern wegen der Umsetzung.

Und ja, diese Umsetzung wirkt wesentlich unterhaltsamer als der 90er-Jahre-Trash mit Sylvester Stallone. Dabei erweckt „Dredd“ den Eindruck, er stämme aus den 80ern.
Inwiefern die Comic-Verfilmung der Vorlage entspricht, kann ich nicht beurteilen, da ich 2000AD (& Co.) nicht lese – und mir die Comic-Figur Judge Dredd nur in einem Crossover (mit DC’s Lobo) begegnete. (Ich glaube, da konnte sein Motorrad fliegen.)

Jedenfalls würde ich behaupten, dass der Film handlungstechnisch  wie die Hauptfigur rüberkommt – konsequent und linientreu bis zum Ende.

Auch ist dies ein Film, bei dem die Schauspieler kaum brillieren können – und das auch gar nicht nötig ist, solange ein Mindestmaß an Stimmigkeit (das Wort „Glaubwürdigkeit“ wollte ich nicht nehmen) vorhanden ist. Und das trifft allemal zu.

Der zurückhaltende Einsatz von Effekten passt auch – abgesehen von der 3D-Konvertierung, die hier (wie könnte es auch anders sein) nicht notwendig war. Ich würde da von „Low End SciFi“ reden, wenn viele Settings ohne Green-Screen-Technik auskommen. Das Budget wird nicht wahllos verschleudert, was mich wieder an den 80er-Jahre-Eindruck denken lässt.
Punkte sammelt das Werk noch durch die musikalische Untermalung, die in Spannungsmomenten schonungslos elektronisch brummt.

Was die Brutalität angeht, bin ich der Meinung, dass hier der Kontext stimmt – was es leichter hinnehmbar erscheinen lässt. Ja, die Figuren tun sich weh (Stichwort Schusswechsel), aber es wird nicht wirklich zelebriert (mit einer Ausnahme).

Fazit: „Dredd“ ist ein Old-School-SciFi-Action-Film mit einer überaus geradlinigen Umsetzung, die Retro-Gefühle weckt. Die Story ist simpel, aber nicht dämlich. Unterhaltsam, wenn man sich drauf einlassen kann. (7/10)

Es verbleibt ohne richterlichen Beschluss
F.

Back in time

Mai 23, 2012

Hallo hallo,

hier mal der Versuch, ein (eigentlich kurzes) Thema aus aktuellem Anlass zu behandeln. Der Titel verweist schon indirekt darauf hin. Das ist nämlich der unglaublich schräg produzierte Titelsong von Pitbull für den dritten MiB-Film (oder auch „Men In Black 3“ oder „Men In Black³“).
Sollte ich jemals in einem Gespräch von meinem Gegenüber hören, dass dies ein Lieblingssong ist, gäbe es ganz schön viele Minuspunkte für diese Aussage. Aber ich sollte mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich ja mittlerweile auch den „Dirty-Dancing-Verschnitt“ namens „The Time“ von den Black Eyed Peas ganz nett finde. (Hat aber gedauert.)

Mal sehen, ob ich irgendwann (nach einer gewissen Zeit) auch sagen kann, dass der dritte MiB-Film gut ist. Jetzt gerade bin ich nur enttäuscht. Nein, nicht wegen der schlechten 3D-Konvertierung. Das hatte ich ja erwartet. Nebenbei: es ist eine Frechheit, dass den Kinogängern so viele mies 3D-konvertierte Filme vorgesetzt werden.
Auch das aus meiner Sicht ziemlich unkreative Story-Element der Zeitreise ist nicht wirklich an meiner Enttäuschung schuldig. Das wurde ja in den Trailern schon mehrfach bekannt gemacht (so zur Einstimmung).
Und ebenfalls manch holprige Übersetzung nehme ich dem Produkt nicht übel – aus „we need to get high“ wurde „wir müssen abstürzen“.
Ja, allein die Tatsache, dass noch ein dritter Teil produziert wird, klang schon damals nach Abzocke. Und so blöd es scheint, aber dagegen habe ich auch nichts. Warum? Weil ich der Meinung bin, dass man in Sachen MIB noch einiges an Unterhaltungswert herausholen kann. Und dann kam das Erwachen.

Es ist im Wesentlichen die Erkenntnis, dass hier so gut wie kaum der Versuch unternommen wird, dieser Franchise (also dem „MIB-Mythos“) in irgendeiner Weise etwas Frisches zu geben. Ich wurde eher schon beim Sehen daran erinnert, wie toll doch der erste Film ist. Aber danach fehlte einfach der Mut, einen Schritt weiterzugehen.

Hier einige Ansätze, die mir so einfielen:

  • warum erweitert man das Team nicht für einen Großeinsatz und schafft sich somit die Option, einen vierten Film ohne Smith und Jones zu stämmen?
  • wie wäre es mit größeren Umwälzungen in Form von Zerstörung der Einsatzzentrale oder gar gleich der Stadt New York, so dass man in einer anderen Region agieren muss?
  • warum nicht einen Widersacher durch Bezug zu den ersten Filmen erschaffen? (z.B. die Gerichtsmedizinerin oder das „Licht-Mädel“)
  • und könnte es nicht auch mal einen Showdown im All oder auf dem Mond geben?
  • wäre nicht auch ein paar Hintergrund-Infos zur Leitung oder Gründung der MIB gute Ansatzpunkte für eine Handlung?
  • und wieso muss die Erde wieder von den USA aus gerettet werden? (Erde ≠ nur USA)
  • sind nicht auch ein paar mehr Gastauftritte drin? (wie Michael Jackson damals)

So, das und noch mehr fiel mir auf dem Heimweg ein. Wie viel Zeit haben Drehbuch-Autoren so? Keine Ahnung, aber anscheinend zu wenig, um sich mal ordentlich Gedanken zu machen.

Und wie ist der Film sonst so? Na ja, die Schauspieler sind ok. Die Effekte hätten einerseits sparsamer und dann andererseits vielleicht besser eingesetzt werden können. Manche Kulissen/Hintergründe wirkten so unecht wie in den neueren Star-Wars-Filmen. Die Handlung ist dünn und liefert ein 1A-Paradebeispiel, wie man Retcons nicht einbauen sollte. Viele Gags sind auf Kinder-Niveau. Product Placement darf natürlich auch nicht fehlen (die Herren in Schwarz fahren nun Ford).
Wer darüber hinwegsieht und die eigenen Erwartungen sehr niedrig ansetzen kann, sollte sich einigermaßen unterhalten fühlen – und es gibt wenigstens keine Überlänge.

Wird MIB3 ein Erfolg? Ist mir aktuell ziemlich egal. Ich würde mir in der nächsten Zeit lieber eine eigene MIB-Geschichte zusammenbasteln, als auf Meldungen über eine Fortsetzung zu warten.

Es verbleibt müde
F.

I see you

April 8, 2012

Der Titel verweist (wie könnte es anders sein) auf den Song zum Film „Avatar“, welcher gerade Free-TV-Premiere an diesem österlichen Feiertag… äh… feiert. Na ja, der Song ist von Leona Lewis – und die kann ich eigentlich nicht leiden. Den Hit „Bleeding Love“ hat sie von Jesse McCartney (plus Ryan Tedder) und mit „I Will Be“ hat sie ein Avril Lavigne Werk erhalten, welches mal besser nicht von ihr interpretiert worden wäre. Ach, und ja, bei der Avatar-Titelmelodie muss ich immer an „Titanic“ denken. James Horner hat wohl nicht so viele Noten in seiner Art der Komposition.

Und damit auch gleich zum Rückblick: Montag war Quiz-Abend (das Resultat hab ich schon verdrängt), Dienstag war „Früh-Schlaf“-Abend (noch vor 21 Uhr), Mittwoch ging es zu „Titanic“ (3D natürlich), Donnerstag war CouchSurfing-Meeting, Freitag die Heimreise zu Ostern… ja, und dann war auch schon Ostern.
Mein Ostern besteht aus relativ wenig… allem? Na ja, ich hatte eigentlich gehofft, etwas mehr zu lesen. Oder wenigstens die PS3 zu reaktivieren. Aber na ja, so wichtig war es dann wohl doch nicht.

Übrigens zu „Titanic“ in 3D: wer den Film mag, schmeißt bestimmt bereitwillig das Geld nochmal für ein Kinoticket raus (trotz 3D-Aufschlag). Wer den Film nicht kennt, kann auch getrost ins Kino gehen. Der Rest kann es sich wohl sparen. Denn so toll ist die 3D-Konvertierung echt nicht. Und in meinem Fall war sogar der Sound altbacken. Aber ansonsten war die „gluck gluck gluck“-Nummer schon spaßig – auch, wenn ich mich manchmal mit dem Gedanken erwischte „Alter, waren die mal jung!“.

Ansonsten habe ich neuerdings wieder ein Händchen für brisante Nachrichten. Oder anders: irgendwie interessieren mich Meldungen um so ein Gedicht, oder um neue Gesetze in Russland oder die Musik-Industrie.
Zu weiteren kuriosen Meldungen aus der Welt, die im Wirrwarr des hiesigen Medienhypes untergehen, habe ich auch ein sehr tolles Blog entdeckt, welches ich demnächst nochmal genauer vorstellen werde.
Zusammenfassend möchte ich nur meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen, wie sehr von uns Internet-Nutzern so Vieles zerredet werden kann. OK, was lese ich auch Kommentare zu Artikeln durch. Da verstehe ich auch, warum manche Meldungen diese Funktion gar nicht erst freischalten. Sehr oft geht die Argumentation ins Persönliche oder artet in Übertreibungen aus, was mich dann wieder an „Entertainment-News-Sendungen“ erinnert.

Nun denn, das verlängerte WE bietet vielerorts noch etwas Erholung. Und die will genutzt werden. Insofern beende ich den Eintrag mit einem gut gemeinten Gruß an die Leser, dass sie einfach mal in den Himmel über uns schauen. Mir gab das heute ein gutes Gefühl.

Es verbleibt noch mit mehr oder weniger Seekraft
F.