Ansichtssache: Star Wars VII

Vorab: Die Tatsache, dass ich nicht den offiziellen Titel für die Überschrift benutze, soll nicht als Respektlosigkeit gelten.

Da ist es also. Das Werk, welches uns den letzten (dümpelnden) Besuch einer Galaxie fernab (Episode III) vergessen lassen soll. Eine neue Hoffnung keimte auf, denn es sollte nach vorne geschaut werden… in eben jene Welt, wie sie etwa 30 Jahre später aussieht. Und immer noch gibt es viel Krieg zwischen den Sternen. Natürlich spielen die Gründe keine Rolle, weil das eigentlich nie wichtig war. Bzw. die Abkürzung ist ja oftmals „Machtgier“. Ich schweife ab. Viele haben jedenfalls auf diesen Film gewartet.

Mit einem riesengroßen Legat (und quasi Hausmarke) startet der neue „Krieg der Sterne“ nicht umsonst zu einer Jahreszeit, in der die ganze Familie ins Kino gezogen werden soll. Da müssen Zielgruppen bedient werden. Und nicht zuletzt hat ja auch Disney einen Ruf. Nebenaspekte, die für ein schönes Erlebnis nicht im Weg stehen müssen… und es in diesem Fall aus meiner Sicht auch nicht taten.

Zu den Stärken von „Star Wars: The Force Awakens“:

  • Technischer Schnickschnack: Wer hätte allen Ernstes angezweifelt, dass ein „Star Wars“-Film nicht brilliert, wenn es um Spezialeffekte geht. Da braucht man auch nicht auf Trends wie urst lange Kamerafahrten setzen.
  • Retro/Nostalgie: es tut schon gut, den einen oder anderen Verweis auf die ursprüngliche Trilogie aufzugreifen. Seien es bekannte Gesichter/Charaktere oder Orte bzw. Fahrzeuge. Auf etablierte Elemente setzen, war schon bei anderen Filmreihen kein schlechter Zug.
  • Cuteness Alert: Unabhängig von Vermarktungsstrategien der Merchandise-Industrie… so ein kleiner Droide mit Eigenwille hat schon was.
  • Diversität: Die Mischung aus männlichen/weiblichen/bunten Anteilen der „Main cast“ könnte aus meiner Sicht sogar noch weiter ausgebaut werden.
  • Tempo: Hier wird nicht lange gefackelt. Es gibt kaum Atempausen. Und schwupps, sind 2 Stunden vergangen.

Und wo schwächelt „Das Erwachen der Macht“?

  • Tempo: Charakter-Momente bleiben auf der Strecke.
  • Retro/Nostalgie: Eine ganze Reihe an Anlehnungen zu Episode IV kann kein Zufall sein. Und wenn das schon an ein Remake grenzt, sollten sich die Drehbuchautoren besser nicht zu sehr damit brüsten, an diesem Film gearbeitet zu haben. Stichwort Einfallslosigkeit.
  • Handlungslöcher: Stellenweise fehlen mir Erklärungen, die man durchaus hätte unterbringen können und sollen.
  • Das Ende: Kein Kommentar, aber da wäre viel mehr drin gewesen.

Fazit: Ach schade. So wird das nichts mit „Film-Highlight des Jahres“. Was bringen eine Tonne an Effekten, schöne Kulissen und eine gute Besetzung, wenn die Geschichte nicht zieht? Das bringt dank Franchise und Hype haufenweise Einnahmen… Und letztendlich zählt das mehr als zufriedene Zuschauer (jenseits des Teen-Alters). Kann ich den Film nun weiterempfehlen? Kommt drauf an. Freunde von Science Fiction und Action, die mit seichter Handlung leben können, dürften ihren Spaß haben, denn der Film ist kurzweilig. Braucht man Vorwissen? Vielleicht sogar besser nicht.😛
Aber das Kinojahr hatte bessere Momente als diesen. (7/10)

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